50 SeniorTrainer und -Trainerinnen ausgebildet

Stralsund – „Die Seniorinnen und Senioren in Mecklenburg-Vorpommern werden immer älter und sind gleichzeitig aktiver. Darin steckt viel Potenzial“, sagte Drese heute in Stralsund anlässlich ihrer Sommertour im Landkreis Vorpommern-Rügen. „Viele wollen sich weiterhin engagieren und lassen sich deshalb zum SeniorTrainer oder -Trainerin weiterbilden. Schon 50 wurden in der Hansestadt ausgebildet. Das sind tolle Zahlen und zeigen, das Projekt wird erfolgreich in der Region angenommen.“

SeniorTrainer und -Trainerinnen engagieren sich ehrenamtlich in verschiedenen Initiativen und Projekten wie z.B. in der Seniorenakademie, bei der Lernhilfe für Schülerinnen und Schüler sowie bei der Begleitung älterer, pflegebedürftiger Menschen.

Ministerin Drese informierte sich über die Arbeit in der SeniorTrainer-Agentur, sprach mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Koordinatorin der Einrichtung, Susanne Tessendorf. Drese: „Neben der Gewinnung interessierter Älterer zur Weiterbildung, erfolgt durch die Agentur die Vermittlung der SeniorTrainer und -Trainerinnen in örtliche Initiativen, Vereine und Gruppen sowie eine fachliche Begleitung und Unterstützung bei der Findung und Umsetzung von Projekten.“

Die Anlaufstelle befindet sich seit 2015 im Stralsunder Mehrgenerationenhaus und ist gleichzeitig ein Ort der Begegnung für ältere Menschen.

In Mecklenburg-Vorpommern konnten seit 2002 insgesamt 700 SeniorTrainer und -Trainerinnen ausgebildet werden. Das Projekt wird durch den Landesring Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Seniorenringes e.V umgesetzt.

Zuschuss für Biomasseheizung an Nahwärme Ahrensboek GmbH

Cambs – Die Nahwärme Ahrensboek GmbH in Cambs (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 328.772,89 Euro. Mit diesen Mitteln sollen eine Biomasseheizung und ein Nahwärmenetz zur Versorgung umliegender Haushalte und landwirtschaftlicher Betriebe mit Wärmeenergie in Cambs, Ortsteil Ahrensboek errichtet und betrieben werden.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen 727.024 Euro.

Geplant ist, ein Nahwärmenetz, das auf Basis von Biomasse betrieben wird, mit einer Länge von 935 Metern zu errichten. Als Wärmelieferant werden Holzhackschnitzel aus der Region dienen, die in einer Anlage bestehend aus zwei 200 Kilowatt-Kesseln verarbeitet werden. Alle anzuschließenden Gebäude erhalten Hausanschlussstationen.

Durch diese Maßnahmen können jährlich rund 140 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Deckenerneuerung der Plauer Chaussee

Güstrow – Die Barlachstadt Güstrow (Landkreis Rostock) erhält vom Infrastrukturministerium für die Erneuerung der Deckschicht der Plauer Chaussee Fördermittel in Höhe von ca. 270.000 Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Plauer Chaussee soll vom Abzweig GÜ 21 Bölkower Chaussee bis zur Anbindung Barlachweg mit einer Asphaltdeckschicht erneuert werden. Die Oberfläche der Straße ist stark verschlissen und muss dringend aufgrund der hohen Verkehrsbelastung erneuert werden. Im Zuge der Deckenerneuerung werden auch desolate Straßeneinläufe und Borde ausgetauscht.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf ca. 370.000 Euro. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Sie sollen zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

100 Jahre Volkshochschule V-G

Greifswald – Kürzlich feierte die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald mit einem Festakt ihr 100jähriges Bestehen in der Universitäts- und Hansestadt. „Ich gratuliere der Volkshochschule Vorpommern-Greifswald sehr herzlich zum 100. Geburtstag. Unter dem Motto „Wissen teilen“ gibt sie allen Bildungsschichten und allen Generationen die Möglichkeit zu lernen, sich weiterzubilden, Abschlüsse zu erreichen. Das kann alle Lehrenden und Lernenden mit Stolz erfüllen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf dem Festakt.

Ob man eine Sprache – vor allem polnisch – lernen, die mittlere Reife oder Berufsreife nachholen will oder mehr über Politik und Gesellschaft, Gesundheit, Kunst und Kultur, andere Länder und weitere Themen erfahren möchte- die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald ist mit ihrem umfangreichen Angebot im Landkreis genau die richtige Adresse dafür. Viele haben hier schon ihre zweite Chance ergriffen. Ich danke dem gesamten Team für das großartige Engagement“, betonte Dahlemann. 2018 fanden 680 Kurse statt, an denen 7643 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben. 334.148 Euro Landesmittel wurden zur Verfügung gestellt. „Jeder Euro des Landes ist hier sehr gut angelegtes Geld und eine Investition in die Köpfe“, betonte Dahlemann.

Die rund 900 Volkshochschulen in ganz Deutschland seien aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. „Sie leisten eine wichtige Bildungsarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald wie alle anderen auch in Zukunft eine erfolgreiche Arbeit leisten wird.“

Vor 100 Jahren haben sich überall in Deutschland Volkshochschulen gegründet, deren Ziel es war, auf Grundlage von Artikel 148 der Weimarer Verfassung die Erwachsenenbildung, insbesondere für bildungsferne Schichten, voranzubringen. So auch in Vorpommern. Die Volkshochschule Greifswald startete am 17. Juli 1919 mit einer Veranstaltung zum Thema „Der Gartenbau auf Grundlage der Bodenkunde“. Am 15.10.1919 beschäftigte sich die Volkshochschule Ueckermünde mit der Französischen Revolution.

Tag der Architektur 2019 in M-V

Schwerin – Am 29. und 30. Juni findet der bundesweite „Tag der Architektur“ statt. In Mecklenburg-Vorpommern können Bauherren, Planer oder einfach Architekturinteressierte bei 38 Angeboten in 22 Städten und Gemeinden einen Blick hinter die Fassaden von Gebäuden werfen oder sich bei Stadtrundgängen oder Radtouren einen Überblick über Höhepunkte der Baukultur verschaffen.

„Architektur zeigt uns, wozu der Mensch seit vielen Jahrhunderten in der Lage ist. Architektur prägt unser Stadtbild genauso wie unser Bild von Städten und ganzen Landstrichen. Darum freue ich mich, dass die Architektenkammer diesen Tag auch in diesem Jahr veranstaltet“, sagt Landesbauminister Christian Pegel und lädt ein: „Vielleicht findet der eine oder andere Inspiration für seine eigenen Vorhaben. Gerade auch zum Thema regenerative Energieversorgung sind spannende Projekte dabei. Wenn künftige Bauherren diesen Vorbildern folgen, würde mich das doppelt freuen – als Bau- und als Energieminister.“

Mit dem Johann-Heinrich-Voß-Haus in Penzlin und dem Schaudepot der Rostocker Kunsthalle können auch zwei Finalisten um den Landesbaupreis 2019 besichtigt werden. Bei der von Bauministerium, Architekten- sowie Ingenieurkammer und dem Bauverband des Landes ausgelobten Ehrung werden am 10. September die Sieger in den Kategorien „Bausumme bis eine Million Euro“ und „Bausumme über eine Million Euro“ gekürt.

Weitere Informationen zum Tag der Architektur finden Sie unter www.tag-der-architektur.de,

zum Landesbaupreis unter www.landesbaupreis-mv.de

Sanierung des Ueckerparkes

Ueckermünde – Der Ueckerpark im Seebad Ueckermünde ist Schauplatz vieler Veranstaltungen in der Tourismusregion am südlichen Stettiner Haff. Neben den Hafftagen, die jedes Jahr tausende Besucher auf das Gelände nördlich der Altstadt zieht, finden hier Freilichtkonzerte, Markttreiben, Schaustellerei, Flohmärkte und vieles mehr statt. Allerdings treiben bauliche Mängel die Unterhaltungskosten in die Höhe. So fehlt bisher eine Drainage und bei starken oder länger andauernden Regenfällen weicht die Oberfläche auf. Dies hat zur Folge, dass die Wege dem bei Veranstaltungen notwendigen LKW-Verkehr nicht standhalten. Auch die Einfriedung des Parks muss dringend erneuert werden. Deshalb wird der Ueckerpark jetzt saniert.

Die Kosten betragen insgesamt rund 1,92 Mio. EUR. Das Wirtschaftsministerium als Hauptförderer stellt dafür Mittel über die Infrastrukturrichtlinie in Höhe von rund 1,72 Mio. EUR bereit. Die Stadt Ueckermünde hätte den Restbetrag aus Eigenmitteln erbringen müssen. Da sie sich dazu nicht in der Lage sah, hatte sie einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe beim Ministerium für Inneres und Europa gestellt. Der Vergaberat hat über diesen Antrag positiv entschieden, so dass dem Bürgermeister nunmehr ein Bewilligungsbescheid über 129.069,77 EUR zugesandt wurde.

Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die günstige Förderung muss die Stadt einen deutlich geringeren Teil für die Gesamtfinanzierung aufbringen, was den städtischen Haushalt entlastet.“

Elterntraining „wir2“ startet in Schwerin

Schwerin – In Schwerin wächst fast jedes vierte Kind bei alleinerziehenden Eltern auf. Deren Alltag ist mitunter sehr belastend. Mit dem „wir2 – Bindungstraining für Alleinerziehende“ startet in der Landeshauptstadt ein besonderes Projekt, das helfen soll, die Lebensqualität und die Gesundheit von Ein-Eltern-Familien zu verbessern. Auf der heutigen Auftaktveranstaltung im Kinderzentrum Mecklenburg wurde das Elterntraining Ansprechpartnern aus sozialen Netzwerken vorgestellt.

„Die meisten Alleinerziehenden bewältigen mit ihren Kindern den Alltag gut. Trotzdem stehen Alleinerziehende sehr häufig unter Druck, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder ihre finanzielle Situation geht. Darüber hinaus ist die Bewältigung ihrer emotionalen Lagen eine nochmal besondere Aufgabe. Genau hier setzt das ‚wir2-Bindungs-training‘ an. Es ist ein sehr gut geeignetes Training für Alleinerziehende, das ihnen zu mehr Kraft und Selbstbewusstsein für das Leben als Familien-Alleinverantwortliche verhelfen soll“, sagt Stefanie Drese, die als Landesministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung das Projekt „wir2“ unterstützt.

Die Dauerbelastung von Alleinerziehenden hinterlässt Spuren. Ziel von „wir2“ ist es deshalb, die psychische und physische Gesundheit von alleinerziehenden Müttern und Vätern mit Kindern im Vor- und Grundschulalter zu fördern.

„Ich wollte das Bindungstraining unbedingt auch für uns in Mecklenburg haben und freue mich sehr, dass wir die Kurse über das Kinderzentrum anbieten können. In 20 Gruppentreffen geht es in angeleiteten Übungen um den Umgang mit Konflikten und Belastungen. Eine wichtige Frage wird auch sein, wie ich achtsamer mit mir selbst sein kann, denn dann kann ich auch achtsamer mit meinem Kind werden“, erklärt Kristina Timmermann, Geschäftsführerin des Kinderzentrum Mecklenburgs.

Die Einrichtung setzt das Training für die Kommune Schwerin um. Die BARMER und die Walter Blüchert Stiftung unterstützten und begleiten das Projekt. „Das Elterntraining ist für Alleinerziehende kostenlos und die Kinder werden während der Gruppentreffen betreut“, so Timmermann. Der erste Kurs startet im Oktober dieses Jahres.

BARMER unterstützt Kommunen bei gezielten Trainings

„Schwerin wird als erste Gemeinde vonseiten der BARMER bei der Einführung des Bindungstrainings gefördert. Wir freuen uns, dass das Programm vor Ort als niedrigschwelliges Angebot alleinerziehende Mütter und Väter unterstützt, fürsorglich mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen und damit auch das Wohlbefinden ihrer Kinder verbessern kann“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern.

Dabei ist der Erfolg des Elterntrainings wissenschaftlich belegt. Denn die Walter Blüchert Stiftung hat das Programm in Zusammenarbeit mit der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf entwickelt und wissenschaftlich begleiten lassen. „Bei bisherigen ‚wir2‘-Teilnehmern konnten wir einen statistisch signifikanten und nachhaltigen Rückgang psychosomatischer Beschwerden feststellen. Auch kindliche Verhaltensauffälligkeiten nahmen deutlich ab“, so Prof. Gunter Thielen, Vorstand der Walter Blüchert Stiftung.

Aufgrund der guten Ergebnisse ermuntert die BARMER vor allem Kommunen mit einem hohen Anteil Alleinerziehender, „wir2“ ebenfalls umzusetzen. Dazu können sie einen Förderantrag bei der Krankenkasse einreichen, um im Rahmen des Präventionsgesetzes finanziell unterstützt zu werden.

Landeszootag 2019 eröffnet

Güstrow – Unter dem Motto „Bildung für alle“ laden die derzeit 19 Mitgliedsverbände des Landeszooverbandes Mecklen­burg-Vorpommern zum diesjährigen Landeszootag ein, den Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Back­haus heute im Wildtierpark M-V in Güstrow eröffnet hat.

Der Landeszootag wurde gemeinsam vom Landeszoo­verband und dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt initiiert und findet bereits zum neunten Mal statt. An diesem Tag sollen die Zoos, Tierparks und Tiergärten des Landes im Mittelpunkt stehen. Sie sind nicht nur touristische Aushängeschilder des Landes, sondern leisten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Auch im Rahmen der Natur- und Umweltbildung kommt ihnen eine heraus­ragende Bedeutung zu. Diesem wichtigen Thema widmet sich der Landeszootag 2019.

„Bildung für alle – was so selbstverständlich klingt, ist es leider nicht“, betonte der Minister. Vielen Menschen fehle heutzutage der Bezug zur Natur. Gerade Kinder und Jugendliche verbringen kaum noch Zeit in der Natur und kennen daher viele Pflanzen und Tiere ihrer Heimat oft gar nicht mehr. Hier setzen die tiergärtnerischen Einrichtungen an und übernehmen eine wichtige Rolle als Bildungsstätte für den Natur- und Artenschutz.

Immerhin besuchen allein hier im Land jährlich rund drei Millionen Gäste die Zoos und Tiergärten, darunter rund 62.000 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehr­kräfte und Erwachsengruppen, die die zoologischen Einrichtungen als außerschulische Lernorte nutzen.

Der Zoo Rostock lädt in diesem Jahr um 15.00 Uhr im Audimax Ulmenstraße zur Vorlesung an der Kinderuni Rostock ein. Die Vorlesung „Wer findet Nemo? Leben im Korallenriff“ hält Christin Mampe aus dem Zoo. Sie wird begleitet von einer „lebenden Koralle“ und einer Meerjungfrau. Im Anschluss können die Kinderstudenten die mitgebrachten Exponate aus der Unterwasserwelt besichtigen.

Unter dem Motto „Am Landeszootag nicht im Trüben fischen“ lädt das Müritzeum zu einem Fischspezialkurs ein. Dort erfahren Groß und Klein ab 6 Jahren mehr über die vielfältige heimische Unterwasserwelt.

Erweiterung der Eggesiner Grundschule

Eggesin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute einen Zuwendungsbescheid für die Erweiterung der Grundschule Eggesin an die Stadt übergeben. In das Projekt, das rund 1.387.000 Euro kostet, fließen knapp 951.000 Euro EU-Mittel und 83.000 Euro aus einer Sonderbedarfszuweisung des Landes. Die Stadt hat insgesamt Eigenmittel in Höhe von etwa 344.000 Euro in ihren Haushalt eingestellt.

„Wir investieren in die Köpfe. Dazu gehören neben einem qualitativ hervorragenden Unterricht auch moderne Schulgebäude. Beides kommt in der Eggesiner Grundschule künftig zusammen“, freute sich Dahlemann. Er lobte das Lehrerkollegium und die Atmosphäre an der Schule: „In dieser inklusiven Grundschule wird Großartiges geleistet. Man kann spüren, dass das Lernen und Lehren hier Spaß macht und ein freundlicher und kameradschaftlicher Umgang an der Tagesordnung sind. Vor dem Hintergrund der großen Investition wird das Schuljahresabschlussfest am Freitag bestimmt ein ganz besonders toller Start in die Sommerferien.“

Gegenwärtig besteht die Schule aus zwei Gebäuden sowie einer Sporthalle. Im Erweiterungsbau sind zwei Klassenräume, ein Werkraum, ein Mehrzweckraum, WC-Räume und ein Pausen- und Aufenthaltsraum mit Zugang zum Schulhof geplant. Zwischen dem Bestandsgebäude und dem neuen wird ein Verbindungsgebäude errichtet. Darüber hinaus wird die Akustik in den Bestandgebäuden verbessert. Die Investition soll Ende 2020 abgeschlossen sein. In der Grundschule Eggesin werden 170 Schülerinnen und Schüler leistungsorientiert mit künstlerischer, sportlicher und musikalischer Ausrichtung unterrichtet.

Die Landesregierung wird in dieser Wahlperiode 325 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Schulen investieren. Mit diesen Mitteln sollen 129 Schul­bau­projekte finanziert werden. Zusammen mit den Eigen­anteilen der Schul­träger ergibt sich so eine Investitions­summe von mehr als einer halben Milliarde Euro in moderne Schulgebäude.

Sanierung des Freizeitzentrums in Neukalen

Neukalen – Die Peenestadt Neukalen hat 2012/13 das Schulgebäude zu einem Freizeit- und Gesundheitszentrum umgebaut. Das Erdgeschoss wird mit einer Bowlingbahn, Gastronomie und einem Fitnesscenter gewerblich genutzt und das Obergeschoss für Wohnzwecke. Jetzt soll die gesamte Gebäudehülle saniert und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

Die Baukosten betragen insgesamt rund 200.000,00 Euro. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt als Hauptförderer stellt dafür Fördermittel über die Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung in Höhe von 136.532,00 Euro bereit. Den restlichen Betrag muss die Stadt Neukalen als Eigenanteil selbst aufbringen. Da sich die Stadt dazu nicht in der Lage sah, hatte sie einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe beim Ministerium für Inneres und Europa gestellt. Der Vergaberat hat positiv über diesen Antrag entschieden, so dass dem Bürgermeister nun ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 37.491,19 Euro zugesandt wurde.

„Freizeitzentren sind wie Dorfgemeinschaftshäuser, Sportstätten und ähnliche kommunale Einrichtungen wichtige Orte der Begegnung. Für das gesellschaftliche Leben und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen sind sie von unschätzbarem Wert. Deshalb ist es wichtig, Investitionen in die kommunale Infrastruktur zu unterstützen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier.

Realschule in Woldegk wird saniert

Woldegk – Einen Förderbescheid in Höhe von rund 770.000 Euro hat Mecklenburg-Vorpommerns Minister für die ländlichen Räume, Dr. Till Backhaus, heute für die Teilsanierung der Wilhelm-Höcker-Schule in Woldegk an den Bürgermeister Dr. Ernst-Jürgen Lode und Schulleiter Christian Marg übergeben.

Die geplanten Sanierungsarbeiten werden im Haus 1 der Regionalschule mit Grundschule durchgeführt, in dem sich die Räumlichkeiten der Realschule befinden. „Wegen der Vielzahl von Mängeln ist der Schulbetrieb nicht mehr bedarfsgerecht, zeitgemäß und von unzureichender Qualität durchführbar. Hier musste dringend etwas getan werden“, betonte Backhaus.

„Mit der Sanierung wollen wir nicht nur die Lern- und Arbeits­bedingungen an der Schule nachhaltig verbessern, sondern gleichzeitig auch den Schulstandort Woldegk langfristig sichern“, bekräftigte der Minister. Gute Schulen und Kitas seien eine unverzichtbare Investition in die Zukunft des Landes und zentrale Voraussetzung, um den ländlichen Raum gerade für junge Familien wieder attrak­tiver zu gestalten und so einer weiteren Abwanderung entgegenzuwirken.

Bis April 2020 soll die grundhafte Instandsetzung des Schulgebäudes abgeschlossen werden. Die Kosten der geplanten Sanierungsarbeiten betragen rund 1,0 Mio. Euro. Sie werden zu 75 Prozent mit Mitteln des Bundes aus dem Sonderrahmenplan für den Förderbereich der integrierten ländlichen Entwicklung gefördert, so dass für die Stadt Woldegk ein Eigenanteil von rund 250.000 Euro verbleibt.

Seebrücke in Koserow wird neu gebaut

Koserow – In der Gemeinde Ostseebad Koserow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) muss die Seebrücke neu gebaut werden. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph äußerte sich am Dienstag vor Ort zur Maßnahme. „Die Gemeinde Ostseebad Koserow setzt Zeichen. Die neue Seebrücke wird eine durchgehende barrierefreie Nutzung ermöglichen. Das ist der letzte noch fehlende Teil für einen barrierefreien Zugang zur Personenschifffahrt vor Ort. Straßen und Gehwege im Ort wurden bereits barrierefrei hergestellt. Damit verfügt der Ort Koserow über ein besonderes Alleinstellungsmerkmal auf der Insel Usedom. Das sind vorbildliche Bedingungen für Urlauber mit einer eingeschränkten Mobilität und Familien mit Kinderwagen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Vorgesehen ist, die bestehende Seebrücke vollständig zurückzubauen. An gleicher Stelle soll eine 290 Meter lange und dreieinhalb Meter breite Seebrücke in drei bogenförmigen Abschnitten als Stahlkonstruktion und Holzbelag entstehen. Im Verlauf der Seebrücke werden drei Verbreiterungen angelegt, die zusätzliche Flächen zum Verweilen anbieten. Zudem werden auf dem Seebrückenkopf ein acht Meter hoher Glockenturm installiert sowie eine Sitz- und Liegelandschaft eingerichtet. Eine künstlerisch gestaltete zweidimensionale Plastik in Form eines Fischers mit Glocke sowie eine Info-Tafel mit Wetter- und Wasserdaten ergänzen den Neubau.

Darüber hinaus ist an der Süd-Ost-Seite ein Anleger für die Fahrgastschifffahrt geplant. Dieser erhält zwei Ebenen als Zugangsbereich zu den Fahrgastschiffen (das Oberdeck von Fahrgastschiffen kann barrierefrei mit Hilfe einer zusätzlichen Rampe erreicht werden, der untere Zugang ist für den normalen Publikumsverkehr vorgesehen). Geplant ist, die Baumaßnahme nach der Badesaison in diesem Jahr zu beginnen.

„Mit der Neugestaltung der Seebrücke wird es künftig möglich sein, attraktive touristische Zusatzangebote für Urlauber und Anwohner zu bieten. Konzerte für rund 150 Gäste sind dann auf dem Seebrückenkopf möglich. Das stärkt die touristische Infrastruktur auch außerhalb der Saisonzeiten für die Region insgesamt“, hob Rudolph hervor.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 7,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro.

„Investitionen an den touristischen Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum der Branche. So werden Arbeitsplätze gesichert und neue Jobs geschaffen. Wir haben bereits eine Menge erreicht: Vieles erstrahlt in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen Urlaubsdestinationen zu behaupten. Wir werden weiter Investitionen in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph abschließend.

Im Rahmen der touristischen Infrastrukturförderung wurden seit 1991 in der Gemeinde Ostseebad Koserow insgesamt 18 Investitionsmaßnahmen gefördert. Die Maßnahmen haben ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 13,3 Millionen Euro, das vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro unterstützt wurde. Dabei handelte es sich unter anderem um die Errichtung von Rettungstürmen, die Ausstattung von Kinderspielplätzen und die Neugestaltung der Strandpromenade Koserow.

In Koserow gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Jahr 2018 insgesamt knapp 61.000 Ankünfte (- 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 252.000 Übernachtungen (-2,2 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es 2018 knapp 30,9 Millionen Übernachtungen (+3,9 Prozent) und fast 8 Millionen Ankünfte (+ 4,6 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Land bei 3,9 Nächten.

LED-Straßenbeleuchtung

Graal-Müritz – Die Gemeinde Graal-Müritz im Landkreis Rostock erhält einen Zuwendungsbescheid über 40.000 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in der gesamten Gemeinde. Dabei werden insgesamt 110 Leuchten, davon 34 inklusive neuer Maste, umgerüstet.

Mit der Umstellung auf die LED-Beleuchtung können ca. 18 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Weiterhin werden der Energieverbrauch um etwa 33.000 Kilowattstunden und die Betriebskosten um ca. 8.300 Euro jährlich gesenkt.

Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf 80.000 Euro.