Pasewalker Kalandstraße wird umgestaltet

Kofinanzierungshilfe entlastet städtischen Haushalt

Pasewalk – Die Stadt Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald hatte beim Innenministerium für ihre Straßenbaumaßnahmen in der Kalandstraße Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung beantragt, damit die Stadt ihren Eigenanteil finanzieren kann und somit für diese Maßnahme in den Genuss von Städtebaufördermitteln des Landes kommt.

Über den Antrag hatte das Ministerium auf Grundlage des Votums des interministeriellen Vergaberates positiv entschieden, nun ist der Bürgermeisterin ein Bewilligungsbescheid über rund 226.000 EUR zugesandt worden. Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V.

„Dieses für Pasewalk wichtige Straßenbauvorhaben wäre ohne Unterstützung aus dem Kofinanzierungsprogramm nicht umsetzbar gewesen, denn nur so kann die Stadt ihre aufzubringenden Eigenmittel finanzieren, der mit den bereitgestellten Kofinanzierungsmitteln deutlich geringer ist. Das so eingesparte Geld verschafft finanzielle Spielräume für andere Vorhaben“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Mit der Sanierung der Kalandstraße setzt die Stadt die begonnene gestalterische und funktionale Aufwertung der Straßen im Sanierungsgebiet „Altstadt“ fort.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn, der Gehwege sowie die Erneuerung der Beleuchtung. Es umfasst den Abschnitt zwischen Schul- und Gartenstraße. Die Straße dient als Hauptverkehrsanbindung inkl. Busverkehr. Im Zuge der Straßenbaumaßnahme erfolgt durch den Eigenbetrieb Abwasser die Mitverlegung der Regenentwässerung und der Schmutzwasserkanalisation.

Neubau des Speisesaals an der Grundschule Crivitz

Crivitz – Im Oktober 2018 wurde der neue Speisesaal der Grundschule „Fritz Reuter“ in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) eingeweiht. Mit seinen rund 100 Plätzen wird er nicht nur für die Essensversorgung an der Schule, sondern auch für andere Aktivitäten genutzt.

Zur Absicherung der Gesamtfinanzierung hatte die Gemeinde einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe beim Innenministerium gestellt, um ihren Eigenanteil, mit dem sie sich an den Investitionen beteiligen muss, aufbringen zu können. Der Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V über die Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Entwicklung. Um den gemeindlichen Haushalt zu entlasten, erhält sie rund 112.000 EUR Kofinanzierungsmittel. Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid hat Innenminister Lorenz Caffier kürzlich der Bürgermeisterin zugesandt.

„Die Landesregierung stellt die Kofinanzierungsmittel zusätzlich aus dem Strategiefonds zur Verfügung und ermöglicht es den Kommunen so, an Förderprogrammen der EU, des Bundes oder des Landes teilzunehmen, für die sonst nicht ausreichende Eigenmittel zur Verfügung stehen“, erläuterte der Minister. So können die Kommunen Investitionen z.B. für Kindertages- und Sportstätten, Schulen, Wegebau in ländlichen Regionen, für städtebauliche Vorhaben oder für Technik und Bauvorhaben im Brandschutz auslösen.

Warenautomaten können soziale Rolle des Dorfladens nicht ersetzen

Schwerin – „Ein Warenautomat zur Versorgung mit Lebensmitteln kann auf dem Dorf ergänzend wichtig sein, aber die soziale Funktion eines Dorfladens nicht ersetzen“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus auf der Sitzung des Landtages. Deshalb unterstütze die Landesregierung mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) die Landesinitiative „Neue Dorfmitte“. Seit 2013 sind in Zuständigkeit der Obersten Landesplanungs­behörde 2,7 Mio. Euro in Dorfläden investiert worden. Hinzu kommen noch einmal 174.000 Euro aus dem Strategiefonds für solche Projekte.

Damit trage die Landesregierung dem Umstand Rechnung, dass kleine Läden auf dem Dorf es sehr schwer haben, wirtschaftlich zu bestehen. Vor allem weil Mecklenburg-Vorpommern mit über 500 m² Verkaufs­fläche je 1.000 Einwohner zu den Spitzenreitern im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zählt. Lebensmitteldiscounter in fast allen zentralen Orten decken – ausgehend von einem Einzugskreis von jeweils zehn Kilometern – insgesamt 98 Prozent der Landesfläche ab. Gleichzeitig haben Menschen, die wenig oder gar nicht mobil sind, oftmals Probleme, die Dinge des täglichen Bedarfes kaufen zu können.

Mit Interesse beobachte er ein Modellvorhaben über die Land(auf)Schwung-Modellregion Vorpommern-Rügen. „Mit einer Fördersumme von 13.800 Euro (Förderquote 60 Prozent) wird bei der Ostseemühle in Langenhanshagen in ca. 4 bis 6 Wochen ein Warenautomat nach Ladenschluss und an den Wochenenden – also eben ergänzend zum Treffpunkt Hofladen – neben den regionalen Produkten der Ostseemühle auch Frischeprodukte, wie Eier und Milch oder auch abgepacktes frisches Brot anbieten.“

Er gehe davon aus, dass es im Herbst erste Erfahrungen gibt, wie Einheimische und Touristen auf diese Möglichkeit der Nahversorgung reagieren und wo nachgesteuert werden müsse. „Dann haben wir ausreichend Wissen und Knowhow, um andere Unternehmen und Kommunen von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen“, sieht Backhaus nicht die Notwendigkeit neuer Wettbewerbe zur Entwicklung von Standorten für Warenautomaten.

Land stimmt kostenfreiem Schülerticket für Rostock zu

Rostock – Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) als vom Land beauftragter Träger des Öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs hat der Tarifvoranfrage des Verkehrsverbunds Warnow (VVW) zur Einführung eines kostenfreien Schülertickets in Rostock zugestimmt.

„Es freut mich, dass wir – nach einem klärenden Gespräch mit allen Beteiligten vor gut einer Woche – nun so zügig grünes Licht geben konnten. Die weiteren Beteiligten im VVW einschließlich der Verkehrsunternehmen müssen nun noch einige Formalitäten erledigen und dann kann die Hansestadt das Ticket bereits zu Beginn des kommenden Schuljahrs einführen“, so Verkehrsminister Christian Pegel. Rostocker Schüler mit Hauptwohnsitz im Stadtgebiet können dann, zunächst für drei Jahre, im Rostocker Stadtgebiet Bus und Bahn kostenfrei nutzen.

Bei dem Gespräch auf Einladung des Ministeriums vor gut einer Woche waren vor allem Unklarheiten über die Finanzierung des Vorhabens beseitigt worden, indem die Hansestadt Rostock zugesichert hat, die durch das Gratis-Schülerticket entstehenden Mindereinnahmen und Mehrkosten vollständig zu übernehmen.

Hintergrund

Das Land M-V ist nicht Mitglied im VVW, muss jedoch zu diesem Vorhaben seine Zustimmung geben, da das kostenfreie Schülerticket auch für die Rostocker S-Bahn gelten soll. Diese zählt zum Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr, den das Land finanziert.

Montagebau-Neptun Rostock GmbH erweitert Betriebsstätte

Rostock – Die Montagebau-Neptun Rostock GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte. Das Unternehmen fertigt Großstahlbauteile bis 20 Tonnen Werkstückgewicht für regionale und überregionale Industriekunden.

„Türme und Masten für Schiffswerften, Stahlbauten für die Offshore-Industrie sowie Anlagen- und Rohrleitungsbau – das Fertigungsspektrum der Montagebau-Neptun Rostock GmbH ist vielfältig. Jetzt soll weiter in den Standort investiert werden, um die Produktpalette zu erweitern. Mit den Investitionen werden 49 Arbeitsplätze gesichert und fünf Jobs neu geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Rohrbiegerei, Rohrfertigung, Stahlbau, mechanische Bearbeitung, Offshore-Fertigung, Blech- und Profilwalzungen sowie Brücken- und Montagebau sind die Tätigkeitsschwerpunkte der Montagebau-Neptun Rostock GmbH. Jetzt ist vorgesehen, eine neue Fertigungsstrecke für die Produktion von montagefertigen Einbaumodulen für die Schienenfahrzeugindustrie zu errichten. Dafür sind Umbaumaßnahmen in einer bestehenden Halle geplant. In die Halle integriert wird eine zweite Kranführung mit zehn Tonnen Traglast für einen neuen Kran. Zudem werden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, unter anderem eine Fräsmaschine, Schweißmaschinen und eine Schweißgasabsauganlage.

„Das Unternehmen zeichnet sich durch eine hohe Innovationsbereitschaft aus. Stetig wird an neuen Verfahren zur Stahlbearbeitung geforscht und entwickelt, um für die Kunden passgenauer Produkte zu liefern“, sagte Glawe.

Ein wichtiges aktuelles Forschungsprojekt des Unternehmens beinhaltet die Entwicklung einer innovativen verfahrenstechnischen Lösung zum hochgenauen Herstellen von Rohr-Flansch-Verbindungen durch sensorgestütztes Verschweißen in verschiedenen Ebenen. Das Wirtschaftsministerium hatte die Maßnahme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit knapp 150.000 Euro unterstützt.

„Produkt-, Prozess- und Organisationsinnovationen sind notwendig, um komplexen Herausforderungen des Marktes effektiv begegnen zu können. Die Montagebau-Neptun Rostock GmbH stellt sich diesen Herausforderungen“, sagte Glawe.

In der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 wurden beim Wirtschaftsministerium die Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation um 50 Millionen Euro auf 218 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aufgestockt.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die geplante Erweiterung betragen 450.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 121.500 Euro.

Im Schoß der Wespe – Malerei, Grafik, Skulptur

Ausstellung vom 21. April bis 1. September 2019 – Öffentliche Ausstellungseröffnung am 20. April 2019, 15.00 Uhr

Insel Rügen – Im zweiten Jahr nach Neueröffnung zeigt die Galerie Uhleck.Hagen eine große Gruppenausstellung mit dem Titel „Im Schoß der Wespe“. Eingeladen sind etwa 15 befreundete und geschätzte Künstler der Galeriebetreiber Sabine Korneli und Thomas K. Müller.

Eine Besonderheit dieser Ausstellung liegt unter anderem darin, dass man sich bei allen gezeigten Bilder und Skulpturen auf das „kleine Format“ beschränkt. So werden die Exponate eine Größe von 50 cm nicht überschreiten.

Die Idee dieser Ausstellung ist, wie deren Titel „ Im Schoß der Wespe“ andeutet, zum einen das Angenehme, das Erotische, das Beheimatetsein in einem Schoß, aber auch das Trügerische, Gefährliche ihrer Besitzerin der Wespe zu zeigen. Das Trügerische kommt oft im Mantel des Schönen daher. Zu spät merken wir, wenn wir der Verlockung folgen, dass wir einer faden Illusion aufgesessen sind. Oder das Thema Eros und Tod. In jedem Schönen, Aufblühenden wohnt bereits deren Verfall, deren Sterben. Diese Dualität versucht die Ausstellung möglichst umfänglich, vielstimmig zu beleuchten.

Es wird klassische Malerei ebenso vertreten sein, wie Zeichnung, Druckgrafik und die vielen sogenannten Mischtechniken – was auf eine Kombination verschiedener künstlerischer Mittel hinweist.

Die Idee des vielstimmigen Chores findet auch Ausdruck in der Ausstellungsgestaltung – es wird eine als „Petersburger Hängung“ bekannte Variante gewählt, wobei die Bilder eng beieinander und auch übereinander gehängt werden. Jedenfalls können wir uns auf eine interessant, vielfältige Ausstellung freuen. Zu deren Eröffnung am Samstag, dem 20. April 2019 um 15 Uhr wir Sie schon jetzt herzlich einladen möchten.Es wird etwas Musik, ein kleines Büffet und kühle Getränke geben. Die Sabine Korneli und Thomas K. Müller.

Neues Feuerwehrhaus in Wesenberg

Wesenberg – Für den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Wesenberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stellt das Innenministerium Fördermittel in Höhe von 825.000 EUR zur Verfügung. Minister Caffier freute sich, dem Bürgermeister der Stadt Herrn Helmut Hamp den Bewilligungsbescheid persönlich zu übergeben.

„So oft es möglich ist, besuche ich die Feuerwehren bei uns im Land um mir persönlich ein Bild von den Sorgen und Nöten in den Städten und Gemeinden machen zu können“, sagte der Minister. „Es ist schon viel Geld in die Bereiche Brandschutz und technische Hilfeleistung geflossen, zahlreiche Fahrzeuge wurden beschafft, viele Gebäude saniert oder neu errichtet. Aber unbestritten sind die Bedarfe an Investitionen der Gemeinden in ihre Feuerwehren nach wie vor groß“, so der Minister. „Die Regierungspartner haben sich deshalb im Februar 2019 auf ein 50 Millionen-Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ verständigt.“

Das vorhandene Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wesenberg entspricht schon jetzt nicht mehr den Anforderungen, das bestätigt auch ein Bericht der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse. Deshalb wird ein neues kompaktes Gebäude auf dem städtischen Grundstück “Am Pump“ errichtet. Die nötigen Stellplätze werden sich auf der Rückfront des Gebäudekomplexes befinden.

In der Wesenberger Feuerwehr engagieren sich derzeit 24 aktive Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich und gewährleisten so die Tageseinsatzbereitschaft. „Für sie ist ihre Feuerwehr Herzensangelegenheit und sie opfern uneigennützig viele Stunden ihrer Zeit, nicht nur für die Ausbildung oder Nachbereitung von Einsätzen, sondern auch für die örtliche Gemeinschaft in Wesenberg. Darüber hinaus leisten sie mit ihrer Jugendfeuerwehr sehr viel für die Nachwuchsarbeit“, lobte der Minister.

Fensterbauer investiert in Betriebsstandort in Spornitz

Spornitz – Die MFT Fenster GmbH produziert am Standort Spornitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) seit 1992 Fenster und Türen aus Kunststoff. Jetzt ist eine Erweiterung der bestehenden Hallenfläche geplant, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen. „Das Unternehmen hat sich über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und stetig die Produktion ausgebaut. Jetzt ist vorgesehen, weiter in den Standort zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit werden 45 Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die bestehende Halle soll erweitert werden, um künftig Sonderbauteile, Hauseingangstüren und Hebeschiebeanlagen bis zu einer Breite von sechseinhalb Metern herzustellen. Weiterhin ist vorgesehen, in Transport- und Hebemittel zu investieren, um den Mitarbeitern die Arbeiten zu erleichtern. Neben der Erweiterung der Produktion sind auch Digitalisierungsprozesse geplant, unter anderem sollen die Arbeitsplätze künftig mit Monitoren, Industriecomputern und Barcodescannern ausgestattet werden. „Digitalisierung ist für Handwerksunternehmen ein wichtiges Thema. Diesen Weg geht auch die MFT Fenster GmbH, um Produktionsprozesse zu verschlanken und ein besseres Controlling zu ermöglichen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die Erweiterung betragen 650.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 195.000 Euro.

Neues Löschfahrzeug für Ortsfeuerwehr Westenbrügge

Biendorf – Die Gemeinde Biendorf im Landkreis Rostock erhält finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (LF 10) für den Standort Westenbrügge. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute vor Ort einen Förderbescheid über 86.720,00 EUR an die Bürgermeisterin Peggy Freyler.

„Als zuständiger Fachminister für den Brandschutz ist es für mich selbstverständlich, den Feuerwehrfrauen und –männern und der Gemeinde beim Kauf eines neuen Ersatzfahrzeuges zur Seite zu stehen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Ich bedanke mich ausdrücklich für die Arbeit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Ohne Ihren persönlichen Einsatz wäre ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz in unserem Land nicht denkbar. Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist jedoch auch eine moderne technische Ausstattung, die den jeweiligen Anforderungen entspricht.“

Die Freiwillige Feuerwehr Biendorf übernimmt Aufgaben des örtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Gemeindegebiet. Die Gemeinde besteht aus 12 Ortsteilen. Die Aufgaben werden gegenwärtig durch zwei Feuerwehren (Biendorf-Westenbrügge und Biendorf-Körchow) wahrgenommen. Als besondere Gefahrenschwerpunkte im eigenen Ausrückebereich sind die Bundesstraße B105 und eine Bahnlinie zu nennen. In der Gemeinde gibt es mehrere Baudenkmäler wie ehemalige Gutshäuser und mittelalterliche Dorfkirchen.

Bützow investiert in die Feuerwehr

Innenminister Caffier: 200.000 EUR Fördermittel helfen bei Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges

Bützow – Der Minister für Inneres und Europa M-V Lorenz Caffier hat heute in Bützow den Bürgermeister der Stadt Christian Grüschow besucht und einen Förderbescheid über 200.000 EUR mitgebracht. Damit soll die Neubeschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs (kurz: HLF 20) bezuschusst werden.

Innenminister Caffier: „Das neue Einsatzfahrzeug schafft gute Voraussetzungen für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr. Dringend notwendig war diese Anschaffung allemal, denn sie soll ein altes Löschfahrzeug und einen Rüstwagen ersetzen. Die Landesregierung unterstützt die Gemeinden beim flächendeckenden Brandschutz, der in unserer ländlichen Region eine besondere Bedeutung hat.“

Genauso wichtig wie eine moderne technische Ausstattung der Feuerwehren ist jedoch auch die Bereitschaft der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Mitglied einer Feuerwehr zu werden. Der Minister dankte den rund 60 Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Bützow für ihr Engagement. „Sie investieren viel Zeit für Übungen, Einsätze sowie Aus- und Fortbildungen. Wenn andere ihre Freizeit oder ihren Feierabend genießen, leisten Sie Dienst zum Wohle der Gemeinschaft und kümmern sich auch noch um die Jugendarbeit“, lobte Lorenz Caffier.

Die Freiwillige Feuerwehr Bützow übernimmt Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Stadtgebiet und im Kreisgebiet des Landkreises Rostock. Als besondere Gefahrenschwerpunkte im eigenen Ausrückebereich sind mehrere Landesstraßen, zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe, eine Justizvollzugsanstalt, ein Krankenhaus sowie eine Bahnlinie im Fernverkehr zu nennen. Überörtlich wirkt die Feuerwehr Bützow im CBRN-Zug (CBRN: Chemisch, Biologisch, Radiologisch und Nuklear) des Landkreises mit und übernimmt Aufgaben der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung in den angrenzenden Amtsgebieten.

Dahlemann: 700. Geburtstag von Samtens bleibt nachhaltig in Erinnerung

Insel Rügen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute in der Grundschule Kranichblick in Samtens an Schülerinnen und Schüler einen immerwährenden 38cm mal 38cm großen Geburtstagskalender übergeben, an dem die Kinder selbst mitgewirkt haben. Ausgangspunkt war ein im Herbst 2017 vom Verein bildung am meer e.V. initiierter Malwettbewerb. Ziel des Wettbewerbs war es, mit Zeichnungen der Kinder ein Buch anlässlich des 700. Geburtstags der Gemeinde zu illustrieren.

Da in dem Buch nicht alle 64 Einsendungen verwendet werden konnten, entstand die Idee für den Geburtstagskalender, in dem sich alle Werke der kleinen Malerinnen und Maler wiederfinden – auf den zwölf Monatsblättern die Siegerbilder, auf den Rückseiten die anderen. Verschiedenste Motive halten Kindheitsausschnitte fest. Gedruckt wurden 150 Kalender. Aus dem Vorpommern-Fonds wurden das Buch und der Druck der Kalender mit 2.500 Euro unterstützt.

„Ich danke dem Verein bildung am meer und vor allem Dr. Dörthe Buchhester ausdrücklich für ihre Ideen und ihr Engagement. Ich danke Mario Müller, der das Samtensbuch und den Kalender ehrenamtlich layoutet hat und den Autoren des Samtensbuchs Gundula und Horst Tetzlaff. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Geschichte der kleinen Gemeinde nicht im Verborgenen geblieben ist. Und Sie haben Kinder ermuntert, sich selbst Gedanken über ihre Heimat zu machen. Auch so wird die Identität mit der Region gestärkt. Es ist eine Freude zu sehen, wie hier viele Menschen in Samtens zu einem guten Zusammenhalt im Ort beitragen. Das ist vorbildlich und beispielgebend. Gern haben wir die Projekte aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt“, betonte Dahlemann bei der Übergabe der Kalender.

Zusammenschluss der Gemeinden Karlsburg und Lühmannsdorf

Karlsburg – Die Gemeinden Karlsburg und Lühmannsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) haben einen Gebietsänderungsvertrag geschlossen. Sie werden sich zum Tag der Kommunalwahlen am 26.05.2019 als Rechtssubjekte auflösen und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen „Karlsburg“ zusammenschließen. Gemäß Kommunalverfassung M-V hat das Ministerium für Inneres und Europa den neuen Gemeindenamen zu genehmigen.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinden und die verantwortliche Koordinierungsstelle des Landkreises für den gelungenen Prozess. „Sie haben die Chancen erkannt. Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt.“

Bereits bei den Verhandlungen über die Gebietsänderung mit dem Ergebnis der Neubildung einer Gemeinde wurde in allen Gremien und in der Öffentlichkeit der Name „Karlsburg“ als Name der neuen Gemeinde vor dem Beschluss über den Gebietsänderungsvertrag kommuniziert. Begründet wird die Namenswahl damit, dass die Gemeinde Karlsburg die flächenmäßig größere Gemeinde mit einem höheren Einwohneranteil und die ältere der beiden Gemeinden ist. Der Gemeinde Lühmannsdorf ist es wichtig, dass der Ortsteil Lühmannsdorf neben den anderen Ortsteilnamen der ehemaligen Gemeinde Lühmannsdorf erhalten bleibt.

Land schließt Planungen für den Inselhafen Prerow ab

Prerow – Das Land Mecklenburg-Vorpommers hat die Planungen für den Inselhafen Prerow, die neue Seebrücke und den Fahrgastschiffanleger nahezu abgeschlossen. Nun soll das Genehmigungsverfahren für das Vorhaben beginnen. Heute stellte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus die Planungen in der Gemeinde Ostseebad Prerow vor.

„Es ist nun schon meine fünfte öffentliche Informationsveranstaltung hier in Prerow und ich freue mich, dass die Anforderungen der Nutzer und der Gemeinde in den Planungen so gut berücksichtigt werden konnten. Das ist auch ein Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses noch vor Beginn der Planungen sowie vor Beginn des nun anstehenden Genehmigungsverfahrens und insofern beispielhaft“, so Minister Backhaus.

Auf der Veranstaltung wurde die neue breite Seebrücke mit mehreren Aufenthaltsbereichen, der Fahrgastschiffanleger und der geplante Inselhafen mit Liegeplätzen für den Seenot­rettungskreuzer, örtliche Fischer und schutzsuchende Sportboote vorgestellt. Insgesamt wird der Inselhafen neben den Liegeplätzen für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Platz für 44 Boote und einen Notliegeplatz für größere Schiffe bieten.

Besonderes Interesse der Prerower Bürger bestand an dem Funktionsgebäude, von dessen Dachterrasse aus attraktive Aussichten auf die Küste und den Hafen möglich sein werden sowie an dem geplanten Fahrgastschiffanleger. Der höhenverstellbare Anleger soll in den Wintermonaten in eine Warteposition weit über dem Wasser gefahren werden, um das Risiko einer erneuten Beschädigung des Anlegers deutlich zu verringern.

Inselhafen, Seebrücke und Fahrgastschiff-Anleger werden in das Eigentum des Landes MV übernommen, das diese Bauwerke auch betreiben und unterhalten wird. Geplant sei aber eine angemessene Beteiligung der Gemeinde Prerow an den Betriebs- und Unterhaltungs­kosten der Seebrücke über ein jährliches Nutzungsentgeld, so der Minister.

Teil der Planungen ist auch der Rückbau des Nothafens in der Kernzone des Nationalparks und die Renaturierung des Ottosees. Diese Renaturierung bildet auch den naturschutzrecht­lich erforderlichen Ausgleich für den Neubau des Inselhafens und der Seebrücke. Somit enden dann in absehbarer Zeit – wie im Nationalparkplan vorgesehen – auch die umstrittenen Baggerungen und der Betrieb des Nothafens in der sensiblen und naturschutzrechtlich geschützten Kernzone des Nationalparks.

Nun strebt das Land die Genehmigung des Vorhabens an. Das Genehmigungsverfahren – in diesem Fall ein Planfeststellungsverfahren soll in diesem Frühjahr beginnen und im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. In diesem Verfahren wird es nochmals eine Beteiligung der Gemeinde und der Öffentlichkeit zu den Planungsinhalten geben. Die Pläne und Erläuterungen zum Vorhaben werden öffentlich ausgelegt.

Der Baubeginn ist Ende 2020 vorgesehen. Eine erste Teilinbetriebnahme, d.h. der Umzug des Seenotrettungskreuzers und der Fischer, ist für Herbst 2021 vorgesehen. Danach soll der Nothafen am Darßer Ort zurückgebaut und der Ottosee renaturiert werden.

„Unser Ziel ist es, dass Seebrücke, Inselhafen, Funktionsgebäude und Fahrgastschiffanleger zur Saison 2022 vollständig fertiggestellt sind und das Vorhaben dann neue Impulse für die weitere touristische Entwicklung Prerows setzen wird“, sagte Minister Backhaus, der das Vorhaben seit vielen Jahren vorantreibt.

Neues Löschfahrzeug für die Rollwitzer Feuerwehr

Rollwitz – Für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (HLF 20 mit Sonderausstattung) für die Freiwillige Feuerwehr Rollwitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stellt das Innenministerium 267.000 EUR als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung. Minister Lorenz Caffier übergab den Förderbescheid heute während eines Besuches persönlich an den Bürgermeister der Gemeinde Herrn Frank Marquardt.

„Mit der vorhandenen Technik würde die Feuerwehr ihre Aufgaben künftig nicht mehr wie erforderlich wahrnehmen können, das alte Fahrzeuge vom Typ W50 ist über 30 Jahre alt. Da die Rollwitzer Feuerwehr auch ein unverzichtbarer Faktor bei der überörtlichen Gefahrenabwehr im Landkreis ist, sind die Investitionen gut angelegtes Geld in die Sicherheit der Menschen der Region“, sagte der Minister in seinem Gespräch mit dem Bürgermeister.

Die Freiwillige Feuerwehr Rollwitz übernimmt Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung in der Gemeinde und im Landkreis. Besondere Gefahrenschwerpunkte sind über das übliche Maß hinaus die Bundesautobahn A20 und die Bundesstraße B109.

„Wer mit offenen Augen durchs Land fährt, stellt fest, dass in die Bereiche Brandschutz und technische Hilfeleistung schon viel Geld geflossen ist, zahlreiche Fahrzeuge wurden beschafft, viele Gebäude saniert oder neu errichtet. Aber unbestritten sind die Bedarfe an Investitionen der Gemeinden in ihre Feuerwehren nach wie vor groß“, so der Minister. „Die Regierungspartner haben sich deshalb im Februar 2019 auf ein 50 Millionen-Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ verständigt. Ziel ist es, den Fuhrpark der Feuerwehren landesweit abgestimmt, mit Schwerpunkt auf die überörtlich tätigen Feuerwehren zu modernisieren, um dauerhaft einen flächendeckenden Brandschutz sicherzustellen.

Baustart am Schloss Griebenow

Süderholz – Am Schloss Griebenow in der Gemeinde Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben die Bauarbeiten begonnen. Wirtschaftsminister Glawe startete gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Benkert am Freitag die Baumaßnahmen. „Die stattliche, barocke Schlossanlage mit Café sowie die anliegende Parkanlage mit Teichen und altem Baumbestand sind ein attraktives Ausflugsziel für Besucher und Anwohner. Jetzt soll das Schloss umfassend modernisiert und mit neuen Angeboten ausgestattet werden, um den Besuchern künftig eine noch größere Bandbreite an Aktivitäten zu bieten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Griebenower Schloss wurde 1709 errichtet und gilt als eines der größten nichtköniglichen Schlösser der spätkarolinischen Zeit. Es zählt zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen der schwedischen Zeit im Norden Deutschlands. Seit 2003 ist der Verein „Barockschloss zu Griebenow e. V.“ Eigentümer, Besitzer und Betreiber der Anlage. Jetzt ist unter anderem vorgesehen, dass die Gemeinde Süderholz gemeinsam mit dem Verein ein touristisches Zentrum mit Touristinformation und Ausstellungsräumen errichtet. Weiterhin soll eine Schutz- und Wartehütte mit Rast- und Fitness-Spielplatz entstehen. Zudem sind zahlreiche Sanierungsarbeiten beispielsweise an der Fassade und der Außentreppe notwendig.

„Der Schloss-Verein arbeitet mit großem Engagement, um die Anlage kulturell, touristisch und wirtschaftlich einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei, den Besuchern die vorpommersche Kulturlandschaft in seiner Tradition und Moderne zu vermitteln“, sagte Glawe.

Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 3,84 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 3,45 Millionen Euro. Das Innenministerium gibt zur Verstärkung der Eigenmittel rund 263.100 EUR dazu.

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Jahr 2018 insgesamt mehr als zehn Millionen Übernachtungen (+ 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 2,2 Millionen Ankünfte (+2,4 Prozent). Die Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,5 Tagen über dem Landesdurchschnitt von vier Tagen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum 30,9 Millionen Übernachtungen (+ 3,9 Prozent) und 7,9 Millionen (+ 4,6 Prozent) Ankünfte.