EKD verabschiedet Schwerpunkte für das Jahr 2015

„Orientierung für ein friedliches Zusammenleben“

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat auf seiner in Dresden Sitzung die Schwerpunkte seiner Arbeit für das Jahr 2015 festgelegt. Ein maßgebliches Thema wird die Rolle der Religion für das gesellschaftliche Zusammenleben sein. „Die furchtbaren Anschläge von Paris haben europaweit eine Debatte ausgelöst. Wir wollen mehr denn je dafür eintreten, dass religiöse Überzeugungen – auch öffentlich – gelebt werden können“, sagte der Vorsitzende des Rates, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

„Religionen stehen aber ebenso in der Pflicht, eine offene Gesellschaft aktiv mitzugestalten“, sagte der Ratsvorsitzende. „Die christlichen Kirchen sind aus ihrem Bekenntnis zu Jesus Christus heraus gefordert, gemeinsam mit Partnern anderer Religionen, Orientierung zu bieten für ein menschliches, tolerantes und friedlichen Zusammenleben in Deutschland und Europa.“ Die EKD werde den eingeschlagenen Weg im interreligiösen Dialog und das intensive Gespräch mit den muslimischen Spitzenverbänden 2015 weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem die Veröffentlichung eines Dialogratgebers zur Förderung einer Begegnung zwischen Christen und Muslimen in Deutschland. Diesen wird der Rat der EKD im Frühjahr gemeinsam mit dem Koordinationsrat der Muslime herausgeben.

Deutliche Zeichen setzen will die EKD auch in der gesellschaftlichen Debatte um die Gestaltung eines Sterbens in Würde. „Dass öffentlich Optionen angeboten werden, Leben beenden zu lassen, darf nicht sein“, sagte Bedford-Strohm. „Deshalb treten wir ein für ein umfassendes Verbot der organisierten und der kommerziellen Sterbehilfe.“ Mit Diskussionsveranstaltungen und Veröffentlichungen werde sich die EKD gemeinsam mit der Diakonie Deutschland in der laufenden Debatte für einen Ausbau der palliativen Versorgung einsetzen. Bausteine des Engagements werden u. a. ein Medienworkshop und eine empirische Studie zum Thema Sterben in Würde sein.

Einen weiteren Schwerpunkt für die Arbeit im Jahr 2015 bilden die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017. „Bund, Länder, Kommunen und evangelische Kirchen sind seit acht Jahren gemeinsam unterwegs, um das Reformationsjubiläum 2017 zu planen. Mit Veranstaltungen und Ausstellungen, aber auch der Sanierung von Kirchengebäuden. „Als evangelische Kirche in Deutschland wollen wir zusammen mit anderen Konfessionen und Nationen an den 500. Jahrestag des Thesenanschlags erinnern. Gerade aus der römisch-katholischen Kirche bekomme ich sehr ermutigende Signale. 2017 wird für mich dann ein echter Erfolg, wenn wir das Reformationsjubiläum als Christusfest feiern“, sagte der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Im aktuellen Dekadenjahr „Reformation – Bild und Bibel“ wird eine neu bearbeitete Ausgabe der Lutherbibel abgeschlossen und auf der Wartburg dem Rat übergeben. Die derzeit gültige Fassung der Lutherbibel stammt aus dem Jahr 1984. Sie gilt in der Evangelischen Kirche in Deutschland als Grundlage für Gottesdienst, Unterricht und Seelsorge.

Wichtige Weichenstellungen werden im Jahr 2015 außerdem mit der Konstituierung der neuen Synode und des neuen Rates für die kommenden sechs Jahre getroffen. Die XII. Synode der EKD tritt erstmals Ende April in Würzburg zusammen. Ein neuer Rat wird im November in Bremen gewählt. „Die amtierende Synode hat ein solides Fundament gelegt für den Aufbruch einer ebenso offenen wie öffentlichen Kirche, die sich den Herausforderungen der Zeit stellt“, betonte Synodenpräses Irmgard Schwaetzer.

NABU und LBV: Haussperling ist Deutschlands häufigster Wintervogel

Fleißige Vogelzähler melden mehr als zwei Millionen Vögel bei der „Stunde der Wintervögel“

Berlin – 77.000 Menschen beteiligten sich an der gemeinsamen großen Vogelzählung des NABU und des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV). Die Aktion fand bereits zum fünften Mal bundesweit statt.

Insgesamt wurden am Aktionswochenende mehr als zwei Millionen Vögel aus knapp 53.000 Gärten gemeldet. Daraus ermittelten die Experten des NABU die durchschnittlich pro Garten beobachteten Vögel, um diese Werte zwischen den Arten, zwischen verschiedenen Regionen des Landes und über viele Jahre hinweg vergleichen zu können. Auf diese Weise gewinnen sie ein detailliertes Bild über Vorkommen und Bestandstrends der Vögel in Deutschlands Siedlungsräumen.

Der Hausperling hat sich wie im Vorjahr den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten gesichert. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Gegenüber dem Vorjahr wurden mehr Vögel pro Garten gemeldet. Bereits im vergangenen Jahr waren die Spatzen knapp an den Meisen vorbeigezogen, in diesem Jahr konnten sie ihren Vorsprung noch ausbauen. Auch bei der NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel“, die jedes Jahr im Mai durchgeführt wird, landen die Spatzen seit vielen Jahren auf Platz eins.

Die Stare gehören zu den eindeutigen Gewinnern der Aktion. Von wegen „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ „Die echten Stare wollen gar nicht weg, in diesem milden Winter bleiben sie gerne hier. Bundesweit sind es nach aktuellem Meldungsstand fast doppelt so viele Stare wie im vergangenen Winter. Wie immer halten sie sich vermehrt im Südwesten auf, in diesem Jahr aber auch zunehmend im Voralpenraum“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Wintergäste aus dem Norden wie zum Beispiel Seidenschwänze hätten sich am diesjährigen Aktionswochenende allerdings ziemlich rar gemacht.

Trotz der gewaltigen Sturmwellen, die mit Regen am Aktionswochenende (9. bis 11. Januar) quer über das Land zogen, lagen die Teilnehmerzahlen nur knapp unter denen des Vorjahres. Mit Spannung blickt der NABU nun auf die „Stunde der Gartenvögel“, die vom 8. bis 10. Mai stattfindet.

2014: 1 Million Hekto­liter mehr Bier abge­setzt

Wiesbaden – Im Jahr 2014 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 95,6 Millionen Hektoliter Bier ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Millionen Hektoliter beziehungsweise 1,0 %. Seit 2006 ist dies der erste Anstieg des jährlichen Bierabsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier sind hierin nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten 2014 mit 4,1 Millionen Hektolitern 4,3 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2013 wurden in diesem Segment 2,4 % weniger abgesetzt.

83,7 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Das waren 80,0 Millionen Hektoliter und somit 0,4 % mehr als 2013. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 15,6 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 4,4 %). Davon gingen 10,1 Millionen Hektoliter (+ 0,5 %) in Länder der Europäischen Union, 5,3 Millionen Hektoliter (+ 12,8 %) in Drittländer und 0,2 Millionen Hektoliter (+ 2,4 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Den höchsten Anteil am Bierabsatz erzielten mit 24,2 % die bayerischen Brauereien und Bierlager. Sie konnten damit erstmals die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Brauereien und Bierlager auf Platz 2 verweisen, deren Anteil sich auf 23,2 % belief.

Auch der Inlandsabsatz wurde von den Brauereien und Bierlagern in diesen beiden Bundesländern angeführt: Der Anteil Nordrhein-Westfalens lag bei 24,3 %, der Anteil Bayerns bei 23,1 %. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten mit einem Anteil von 29,8 % die Brauereien und Bierlager mit Sitz in Bayern. Alle regionalen Angaben zum Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager) und lassen keinen Rückschluss auf den regionalen Bierkonsum zu.

Ge­schenk­tes Ver­mögen seit 2009 um mehr als das Drei­fache gestie­gen

Wiesbaden – Das in Deutschland geschenkte Vermögen erhöhte sich seit Inkrafttreten des Erbschaftsteuerreformgesetzes im Jahr 2009 von 12,9 Milliarden Euro um mehr als das Dreifache auf 39,9 Milliarden Euro im Jahr 2013 (+ 208,4 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war der Zuwachs beim geerbten Vermögen dagegen moderat (+ 41,9 %). Dies ergibt sich aus einer Gegenüberstellung der erstmaligen Festsetzungen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik 2009 und 2013.

Die Anzahl an festgesetzten Schenkungen nahm zwischen 2009 und 2013 stark ab (– 21,1 %). Grund hierfür sind Rückgänge bei Schenkungen kleinerer und mittlerer Vermögen, insbesondere von Grundvermögen, die wegen des sich ändernden Bewertungsrechtes vorgezogen und im Jahr 2009 noch nach altem Recht besteuert worden waren. Im Jahr 2013 erfolgten die Festsetzungen fast ausschließlich nach neuem Recht (95,3 %). Die höheren persönlichen Freibeträge führten dazu, dass kleinere Vermögensübertragungen unterhalb der Freibetragsgrenze blieben und eine Steuerfestsetzung entfiel. Dadurch nahm der Anteil der Schenkungen über 20 Millionen Euro auf fast 49 % zu. Das geschenkte Vermögen stieg in diesen Fällen von 1,5 Milliarden Euro auf 19,5 Milliarden Euro und damit um mehr als das Zehnfache.

Das Betriebsvermögen war – außer im Jahr 2010 – die jeweils größte geschenkte Vermögensart. Aufgrund der günstigen Verschonungsregeln (Steuerbefreiungen nach § 13a Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG)) erhöhten sich die Schenkungen von Betriebsvermögen auf 20,1 Milliarden Euro brutto (+ 287,8 %). Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung im Dezember 2014 die Regelung des § 13a ErbStG teilweise für verfassungswidrig erklärt.

Trotz des starken Zuwachses an geschenktem Vermögen schrumpften die steuerpflichtigen Schenkungen (– 13,7 %) und die tatsächlich festgesetzte Steuer (– 21,4 %). Diese Entwicklung ist auf neue Regelungen des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts zurückzuführen – unter anderem auf die Erhöhung der persönlichen Freibeträge und auf die Steuerbefreiungen nach § 13a ErbStG. Der Anteil der festgesetzten Schenkungsteuer am geschenkten Vermögen ging von fast 11 % im Jahr 2009 auf rund 3 % im Jahr 2013 zurück. Der Rückgang an festgesetzter Steuer wurde nicht durch die Erhöhungen der Steuersätze bei Schenkungen an Eltern, entferntere Verwandte oder sonstige Beschenkte (Steuerklassen II und III) aufgefangen.

KONSUMKLIMA AUF HÖCHSTEM STAND SEIT 13 JAHREN

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Januar 2015

Nürnberg – Die Verbraucher zeigen sich zum Start ins neue Jahr spürbar optimistischer. Das Konsumklima verbessert sich weiter. Für Februar 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,3 Punkte nach 9,0 Zählern im Januar. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung legen spürbar zu.

Der drastische Einbruch bei den Energiepreisen in den vergangenen Wochen lässt offenbar auch die Verbraucher nicht unbeeindruckt. Weniger Ausgaben für Benzin und Heizöl stärken das verfügbare Einkommen und lassen den Konsumenten mehr Spielraum für andere Ausgaben bzw. Anschaffungen. Folglich legen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung spürbar zu. Zudem halten die Konsumenten die niedrigen Energiepreisen offenbar auch für einen wichtigen konjunkturellen Impuls. Sie sehen deshalb die deutsche Wirtschaft nach der Schwächephase im Herbst wieder im Aufwind, wie der zweite Anstieg der Konjunkturerwartung in Folge belegt. Da die Sparneigung im Januar 2015 auf ein neues historisches Tief abrutscht, legt auch das Konsumklima spürbar zu.

Konjunkturerwartung: Verbraucher sehen deutsche Wirtschaft im Aufwind

Zum zweiten Mal in Folge legt die Konjunkturerwartung im Januar 2015 deutlich zu. Der Indikator gewinnt aktuell 8 Punkte und weist nun 22,5 Zähler auf. Ein höherer Wert wurde zuletzt vor einem halben Jahr – im Juli 2014 – mit 45,9 Punkten gemessen.

Die deutschen Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft wieder im Aufwind. Noch im Spätsommer und Herbst vergangenen Jahres erlebte die Konjunktur aufgrund des krisenhaften weltwirtschaftlichen Umfeldes eine Schwächephase, bevor sie sich zum Jahresende wieder stabilisieren konnte. So meldet auch das Statistische Bundesamt, dass das Bruttoinlandsprodukt gerade zum Jahresende noch einmal zulegen konnte und folglich für das gesamte Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent auszugehen sei. Damit wurden die eher verhaltenen Prognosen aus dem Herbst leicht übertroffen.

Die Verbraucher rechnen damit, dass sich die deutsche Wirtschaft auch in den kommenden Monaten günstig entwickeln wird. Dabei dürften die deutlich gefallenen Energiepreise eine wichtige Rolle spielen. Niedrige Energiepreise in Kombination mit einer deutlichen Abwertung des Euro wirken wie ein Konjunkturprogramm und dürften neben den Exporten auch die Investitionsneigung der Unternehmen weiter beflügeln. Auch bei den deutschen Unternehmen nimmt der Konjunkturoptimismus zu, wie der dritte Anstieg in Folge des ifo-Geschäftsklimas belegt.

Einkommenserwartung kompensiert Verluste aus dem Vormonat

Nach den spürbaren Einbußen im Vormonat legt die Einkommenserwartung im Januar wieder zu. Mit einem Plus von 6,8 Punkten kann sie die Verluste aus dem Dezember in Höhe von 7,5 Zählern fast vollständig wettmachen. Aktuell liegt der Einkommensindikator bei 47,8 Punkten.

Ein wesentlicher Grund für die überaus gute Einkommenserwartung liegt neben der stabilen Beschäftigung sicherlich in der zuletzt stark gesunkenen Inflationsrate in Deutschland. So betrug die Teuerungsrate im Dezember im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat nur noch 0,2 Prozent. Für das gesamte Jahr errechnet das Statistische Bundesamt eine Teuerung von 0,9 Prozent. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Rezessionsjahr 2009 mit 0,3 Prozent gemessen.

Anschaffungsneigung erreicht Acht-Jahres-Hoch

Bereits zum vierten Mal in Folge legt die Anschaffungsneigung im Januar dieses Jahres zu. Mit einem Plus von 8,3 Zählern klettert der Indikator auf 57,4 Punkte. Damit erreicht die Konsumneigung ein Acht-Jahres-Hoch. Im Dezember 2006, als die Anschaffungsneigung durch die unmittelbar bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung deutlich überzeichnet war, lag der Indikator mit 59,9 Punkten zuletzt besser.

Die Impulse kommen ebenfalls von den stark rückläufigen Energiepreisen. So hat sich der Preis für Rohöl seit Mitte vergangenen Jahres um mehr als 50 Prozent gesunken. Wenn für Benzin und Heizöl deutlich weniger zu bezahlen ist, stehen den privaten Haushalten zusätzliche Mittel für andere Zwecke – so auch für Anschaffungen – zur Verfügung.

Zudem erhält die Konsumneigung zusätzliche Impulse durch eine weiter fallende Sparneigung, die im Januar auf ein neues Allzeittief abgerutscht ist.

Konsumklima: klarer Aufwärtstrend setzt sich fort

Für Februar 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,3 Punkte nach 9,0 Zählern im Januar. Das ist der höchste Wert seit November 2001. Damals stand das Konsumklima bei 9,6 Punkten. Das Konsumklima setzt seinen klaren Aufwärtstrend fort. Die Aussichten für die Konsumkonjunktur hellen sich damit weiter auf. Es ist davon auszugehen, dass die Binnenkonjunktur in Deutschland auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zur gesamten wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Bereits im vergangenen Jahr war der Konsum auch nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes eine wichtige Stütze der Konjunktur.

Dennoch sollte nicht unterschätzt werden, dass nach wie vor gewisse Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung, und damit auch für den Konsum, bestehen. Dazu zählen nach wie vor die internationalen Krisenherde, wie in der Ukraine und im Nahen Osten, die bislang noch weit von einer Lösung entfernt sind. Anhaltend negative Meldungen oder gar eine weitere Eskalation würden auch für den Konsum zu einer schweren Belastung werden.

M-V: 115 zusätzliche Stellen für Lehrerinnen und Lehrer

Minister Brodkorb: Vertretungslehrer-Programm wird um 60 Stellen weiter ausgebaut

Foto: Bildungsministerium

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Das Land stellt im laufenden Schuljahr 115 weitere Stellen für Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. Weil mehr Schülerinnen und Schüler die Schulen besuchen als in der Prognose angenommen, stehen auch mehr Stellen für Lehrkräfte bereit. 60 Stellen sind für Vertretungslehrerinnen und Vertretungslehrer an allgemein bildenden und beruflichen Schulen vorgesehen. Grundschulen, Gymnasien und berufliche Schulen erhalten jeweils 20 Stellen.

„Mit den zusätzlichen Vertretungslehrkräften wollen wir den Unterrichtsausfall so gering wie möglich halten“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Wir haben mit den Vertretungslehrerinnen und -lehrern, die bereits an den Schulen unterrichten, gute Erfahrungen gemacht. Deshalb bauen wir das Vertretungslehrer-Programm weiter aus. Da an Grundschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen der Bedarf höher als an Regionalen Schulen ist, sind für diese Schularten weitere Stellen ausgeschrieben“, so Brodkorb.

Neben den 60 Stellen für Vertretungslehrkräfte sind 22 Stellen für die Migrantenförderung bzw. die Beschulung von Flüchtlingskindern vorgesehen. 10 Stellen stehen für den Einsatz von Lehrkräften an außerschulischen Lernorten bereit. Die Staatlichen Schulämter erhalten als Steuerungsreserve insbesondere für die pädagogische und sonderpädagogische Förderung 23 Stellen.

Im Schuljahr 2013/2014 lag der originäre Unterrichtsausfall an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bei 2,1 Prozent. Rechnet man die Auswirkungen elementarer Ereignisse hinzu, erreichte der Unterrichtsausfall insgesamt einen Wert von 2,6 Prozent. Damit lag der Anteil der ausgefallenen Unterrichtsstunden 0,1 Prozentpunkte unter dem Ausfall im Vorjahreszeitraum. Hauptursache für den Unterrichtsausfall durch elementare Ereignisse war das Sturmtief Xaver.

„Seit sieben Schuljahren schwankt der Anteil des originären Unterrichtsausfalls an den allgemein bildenden Schulen lediglich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte und bleibt auf niedrigem Niveau“, so Bildungsminister Brodkorb. An den öffentlichen beruflichen Schulen ist der originäre Unterrichtsausfall im Schuljahr 2013/2014 auf das Niveau vorvergangener Jahre angestiegen.

Im Schuljahr 2013/2014 lag der Unterrichtsausfall bei 5,8 Prozent, im Schuljahr 2012/2013 waren es lediglich 4,9 Prozent. „Gerade deshalb sollen an den beruflichen Schulen weitere Vertretungslehrkräfte zum Einsatz kommen, damit in Zukunft wieder weniger Unterricht ausfällt“, betonte Brodkorb. Weitere Informationen: www.lehrer-in-mv.de

„Saints Row IV” mit gutem Verkaufsstart auf Xbox One

Nach den ersten ruhigen Wochen des Jahres erreichen die offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, langsam wieder ihre gewohnte Betriebstemperatur. „Saints Row IV: Re-elected + Gat Out of Hell”, ein abgedrehtes Actionspiel aus dem Hause Deep Silver, schießt am schnellsten aus den Startlöchern. Das für Next Gen-Konsolen erneuerte Open World-Szenario, das mit einer höllischen Standalone-Erweiterung daher kommt, debütiert auf Rang zwei der Xbox One-Hitliste. „Grand Theft Auto V“ (eins) und „FIFA 15“ (drei) sind die direkten Nachbarn.

Auch Fans anderer Konsolen zieht das Bonus-Abenteuer, in dem gefallene Engel und die Fürsten der Finsternis eine tragende Rolle spielen, in seinen Bann. „Saints Row: Gat Out of Hell“ erkämpft sich die Xbox 360-Bronzemedaille und den elften Platz auf PS3. „Minecraft“ und „FIFA 15“ haben in beiden Rankings die Oberhand.

Das Podium der PS4-Charts bleibt unverändert: „Grand Theft Auto V“, „FIFA 15“ und „Far Cry 4“ verkaufen sich weiterhin am besten.

Gleich zwei Neulinge kreuzen durch die PC Highprice-Hitliste: „Grey Goo“ (sechs) und „Blackguards 2“ (acht). Freunde kniffliger Strategiemissionen kommen bei beiden Games voll auf ihre Kosten. Die drei Topseller „Landwirtschafts-Simulator 15“, „Far Cry 4“ und „Dragon Age: Inquisition“ verweilen einsam an der Spitze.

TTIP: Verbände warnen vor Senkung europäischer Standards

Gefahren für den Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie im Kultursektor

Berlin – Ein Zusammenschluss von Institutionen und Organisationen – darunter die Akademie der Künste, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall und Verdi, der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Deutsche Naturschutzring (DNR) und Transparency Deutschland haben als „Initiativgruppe für verantwortungsvolle Handelspolitik“ in einem gemeinsamen Positionspapier Kritik am Freihandelsabkommen TTIP geäußert.

Im Dokument „Für eine Handelspolitik im Interesse der Menschen und der Umwelt. Keine transatlantischen Handels- und Investitions-Ab­kom­men auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaat, Umwelt-, Arbeits- und Sozial­standards, Subsidiarität und kultureller Vielfalt“ warnen die Verbände davor, dass TTIP den „`Wert` des Freihandels über die Werte einer aus europäischer Sicht erstrebenswerten ökologisch-sozialen Marktwirtschaft“ setzen könnte.

Gefahren sehen die Organisationen vor allem durch ein mögliches Senken bzw. Aufweichen der im Vergleich mit den USA und Kanada höheren EU-Standards beim Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie für den Kultursektor. Ein zunehmender Wettbewerb dürfe zudem nicht zu Lasten der Beschäftigten auf beiden Seiten des Atlantiks gehen. Deshalb müssten die Handelsvereinbarungen mit der Stärkung von Arbeitnehmerrechten verknüpft werden. Nicht verhandelbar seien außerdem Kernprinzipien des europäischen Urheberrechts. Erforderlich seien „soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung, die dafür sorgen, dass Preise und Märkte auch die wahren Kosten widerspiegeln und diese nicht auf sozial Schwache oder die Umwelt abgewälzt werden“, heißt es in dem Papier.

Für den Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz fordern die Unterzeichner die Beibehaltung des Vorsorgeprinzips. Dieses Prinzip sei von grundlegender Bedeutung und dürfe deshalb nicht durch „scheinbare Harmonisierungen oder gegenseitige Anerkennung“ ausgehebelt werden. Im Kulturbereich müssten die Finanzierungs- bzw. Förderungsformen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Kultureinrichtungen und kulturwirtschaftliche Unternehmen weiterhin möglich bleiben, ebenso die Buchpreisbindung.

Kritik üben die Unterzeichner außerdem am Vorhaben, im Zuge von TTIP neue Verfahren zur sogenannten regulatorischen Kooperation einzuführen. Da die regula­torische Kooperation in der Regel aus Zielvorgaben zur Angleichung rechtlicher Normen bestehe und vor allem auf der Vorgabe fuße, bei neuen Entwick­lungen erst gar keine Handelshemmnisse entstehen zu lassen, bestehe die Gefahr, „dass tief in die staatliche Souveränität und die demokratischen Rechte in der EU“ eingegriffen werde, heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier. Dem System der regulatorischen Ko­operation sei es immanent, „dass entscheidende Fragen der Gestaltung unseres Gemein­wesens in intergouvernementale Beratungsgremien verlagert werden, was erreichte Fortschritte bei der Demokratisierung der EU wieder rückgängig machen würde“, so die Verbände.

Zu der bei TTIP ebenfalls geplanten Einführung von Investor-Staats-Schiedsverfahren heißt es in dem Papier, dass sich die Grundsatzfrage stelle, „ob Staaten und Unternehmen zukünftig auf eine Stufe gestellt werden sollen und ein paralleles privates Rechtssystem geschaffen…wird, das die Souveränität der Vertragsstaaten einschränkt“. Die in Schiedsverfahren der letzten Jahre zur Debatte stehenden Streitgegenstände und Kompensationssummen machten deutlich, dass Investor-Staat-Schiedsverfahren eine nicht zu akzeptierende Einschränkung staatlicher Handlungsmöglichkeiten und demokrati­scher Entscheidungsverfahren darstellten, so die Verbände.

Gefahren sehen die TTIP-kritischen Organisationen außerdem in dem geplanten allgemei­nen Liberalisierungsgebot. Dieses erhöhe den Liberalisierungsdruck im gesamten Dienstleistungssektor, der auch Dienstleistungen der Daseinsvorsorge erfasse. Da die Definitionen von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge zwischen WTO, USA, EU und Mitgliedsländern wie Deutschland völlig unterschiedlich seien, könnte die von den Verhandlern der Europäischen Union gemachte Aussage, die hohe Qualität der öffent­lichen Daseinsvorsorge erhalten zu wollen, so unterlaufen werden.

Am 2. Februar 2015 beginnt in Brüssel die achte TTIP-Verhandlungsrunde zwischen der EU und den USA.

M-V: Lehrerinnen und Lehrer des Jahres 2015 stehen fest

Minister Brodkorb: Preisträgerinnen und Preisträger zeichnen sich durch herausragendes pädagogisches Engagement aus

Schwerin – Sechs Lehrerinnen und drei Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich bald „Lehrerin bzw. Lehrer des Jahres 2015“ nennen. Die zuständigen Regionaljurys haben die Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Jahr ausgewählt. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt wird eine Lehrkraft an öffentlichen Schulen geehrt. Außerdem kürt die Landesarbeitsgemeinschaft Freier Schulen eine Lehrerin bzw. einen Lehrer des Jahres an freien Schulen.

„Die ausgewählten Lehrerinnen und Lehrer zeichnen sich durch herausragendes pädagogisches Engagement und den Einsatz weit über das dienstliche Maß hinaus aus“, lobte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „In der Öffentlichkeit wird viel darüber diskutiert, wie das Ansehen des Lehrerberufs gesteigert werden kann. Der Lehrerpreis des Landes ist eine Möglichkeit, Lehrerinnen und Lehrern mehr Wertschätzung entgegen zu bringen. Ich danke allen, die einen Vorschlag eingereicht und sich an diesem Preis beteiligt haben“, sagte Brodkorb.

Der Minister hat die ausgewählten Lehrerinnen und Lehrer persönlich benachrichtigt. Am Mittwoch, den 4. März 2015, wird Ministerpräsident Erwin Sellering gemeinsam mit Bildungsminister Mathias Brodkorb die insgesamt neun Preisträgerinnen und Preisträger in der Staatskanzlei auszeichnen.

Die Lehrerinnen und Lehrer des Jahres erhalten neben einer Urkunde jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur stellt außerdem das Preisgeld für den Lehrerpreis an freien Schulen zur Verfügung. Für den Lehrerpreis 2015 waren insgesamt 74 Vorschläge eingegangen, darunter 7 Vorschläge für Lehrerinnen und Lehrer an freien Schulen.

Die künftigen Preisträgerinnen und Preisträger des Lehrerpreises 2015:

Öffentliche Schulen

Klaus-Dieter Kittel
Sonderschullehrer und stellv. Schulleiter
„Sonnenblumenschule“, Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, 18461 Franzburg

Auszug aus der Begründung der Jury: „Was ist wichtig für die Schülerinnen und Schüler an solch einer Schule? Ganz bestimmt ist für sie ein Lehrer besonders, der ihnen die Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein vermittelt, ihren weiteren Lebensweg zu gestalten. Herr Kittel schafft eine freudvolle, teambildende, entspannte und kreative Lernatmosphäre.“

Petra Klawitter
Lehrerin für Geschichte und Sport
„Europaschule“ Rövershagen – Regionale Schule und Gymnasium, 18182 Rövershagen

Auszug aus der Begründung der Jury: „Aus einem eingereichten Vorschlag geht hervor, dass diese Pädagogin einzigartig sei: Sie vermittle den Kindern das Miteinander der Kulturen. Sie stelle sich mutig gegen das Vergessen und Verdrängen der Diktatur der Nationalsozialisten und gegen die, die nicht begreifen wollen.“

Gabriele March
Lehrerin für Mathematik, Physik und ev. Religion
Regionale Schule „Störtebeker-Schule“, 18109 Rostock

Auszug aus der Begründung der Jury: „Frau March zeigt, dass man in einem schwierigen Sozialraum durch ihren Einsatz als Lehrerin sehr viel erreichen kann. Sie verkörpert und lebt die Eigenschaften, die in unserer Gesellschaft wichtig sind: Wertschätzung und Toleranz.“

Enno Schröder
Lehrer für Informatik, Französisch, Geschichte und Sport
Regionale Schule mit Grundschule „Schule am Bodden“, 17498 Neuenkirchen

Auszug aus der Begründung der Jury: „Seine Begeisterung ist ansteckend für Schüler und Kollegen. Herr Schröder teilt sein Wissen und seine Erfahrungen gern mit anderen. Er hat Schulträger und Eltern vom Einsatz digitaler Medien im Unterricht überzeugt. So konnten beste Voraussetzungen für einen modernen, mediengeleiteten Unterricht geschaffen werden.“

Ramona Stein
Lehrerin für Sport und Geschichte
Goethe-Gymnasium Ludwigslust, 19288 Ludwigslust

Auszug aus der Begründung der Jury: „Frau Stein führt viele Projekte durch, um Schüler in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung zu fördern. Sie unterstützt die Arbeit des Schülerrates und das Streitschlichterprogramm. Sie gibt den Schülern das Gefühl, das jeder mit seinem Anliegen wichtig ist.“

Petra Tatter
Grundschullehrerin (Deutsch, Mathematik, Musik)
Grundschule Nord Neubrandenburg, 17043 Neubrandenburg

Auszug aus der Begründung der Jury: „Frau Tatter gestaltet den Unterricht interessant und lebensnah, indem sie außerschulische Lernorte wählt. Die Eltern erleben sie als sehr freundlich, streng, aber gerecht. Die Kinder profitieren davon. Frau Tatter gestaltet als EDV-Verantwortliche die Homepage der Schule und ist offen für Fort- und Weiterbildungen.“

Petra Ullrich
Lehrerin für Mathematik und Physik
Abendgymnasium Schwerin, 19053 Schwerin

Auszug aus der Begründung der Jury: „Frau Ullrich ist in der Lage, auch dem letzten Schüler der Klasse die komplizierten Formeln begreiflich zu machen. Sie entfacht Begeisterung und besitzt eine schier grenzenlose Geduld. Die Schülervertretung urteilte: Es gebe immer die Chance, den Fehler von gestern mit einer guten Leistung von heute auszubügeln.“

Bernd Wöhlbrandt
Lehrer für AWT, Werken, Informatik, Sozialkunde und Hauswirtschaft
Regionale Schule „Bertolt Brecht“ Wismar, 23966 Wismar

Auszug aus der Begründung der Jury: „Herr Wöhlbrandt besitzt großes Ansehen. Er ist für Schüler und Eltern zu jeder Tageszeit erreichbar. Herr Wöhlbrandt hat sich intensiv an der Einführung und Nutzung moderner Medien im Unterricht eingesetzt. Er ist ein wichtiger Mitarbeiter bei der Entwicklung neuer Lehrbücher und hat den AWT-Lehrerverband mit gegründet.“

Freie Schulen

Juliane Schwarte
Lehrerin für Deutsch, Mathematik, Religion und Sachkunde
Freie Waldorfschule Schwerin, 19061 Schwerin

Auszug aus der Begründung der Jury: „Frau Schwarte kommt täglich mit guter Laune in den Klassenraum – das steigert die Lust der Schüler zum Lernen. Der lebenspraktische Bezug macht den Unterricht für die Kinder authentisch und greifbar. Zu loben ist ihr überaus hoher Einsatz für lernstarke und lernschwache Schüler.“

Science-Fiction-Filme führen DVD-Charts an

Zwei Science-Fiction-Streifen besetzen die Spitze der offiziellen deutschen DVD-Charts, ermittelt von GfK Entertainment: „Guardians of the Galaxy“ und „Lucy“. Während die kunterbunte Weltraumoper mit einigen Newcomer-Gesichtern aufwartet, setzt Luc Bessons neuestes Werk ganz auf die Ausstrahlungskraft von Megastar Scarlett Johansson. Disneys Animationsspaß „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ schließt das Podium ab.

Deutlich ernster geht es auf Rang sieben zu. Das Drama „Wenn ich bleibe“ erzählt die Geschichte einer musikalisch hochbegabten Teenagerin, die nach einem Autounfall zwischen Leben und Tod schwebt. Shootingstar Chloë Grace Moretz gelingt der beste Neueinstieg.

Die auf dem Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“ basierende Serie „Dragons“ schwingt sich zu Position 17. Im großen Finale der zweiten Staffel („Die Wächter von Berk – Vol. 4“) erleben Häuptlingssohn Hicks und seine Freunde allerlei Abenteuer.

Die ersten beiden Positionen der Blu-ray-Charts sind analog zum DVD-Ranking. Drittplatzierter Titel hinter „Guardians of the Galaxy“ und „Lucy“ ist die Komödie „Sex Tape“ mit Cameron Diaz und Jason Segel in den Hauptrollen.

Neue Schwimmhalle in Schwerin eröffnet

Glawe: Sportstätte ist von regionalen Unternehmen errichtet worden – Stärkung der heimischen Wirtschaft

Schwerin – Die neue Schwimmhalle im Stadtteil Großer Dreesch in Schwerin ist am Donnerstag eröffnet worden. „In knapp eineinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Schwimmhalle entstanden und steht ab sofort den sportlich Aktiven zur Verfügung. Mich freut ganz besonders, dass die Sportstätte zum größten Teil mit Firmen aus der Region errichtet wurde. Das stärkt die heimische Wirtschaft. Die Wertschöpfung bleibt im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

Am Dreescher Markt ist ein Hallenbau als Stahlbetonkonstruktion entstanden. Im Inneren stehen den Besuchern ein wettkampftaugliches Becken mit einer einheitlichen Tiefe von zwei Metern, ein Vario-Becken mit einer Wassertiefe von 50 Zentimetern bis 1,80 Metern sowie ein Wasserspielplatz – ein sogenanntes „Babybecken“ – mit einer Tiefe von 30 Zentimetern zur Verfügung. An den neugestalteten Außenanlagen wurden 45 Parkplätze geschaffen. „Für Jung und Alt ist mit der Schwimmhalle eine Sportstätte entstanden, die aufgrund ihrer guten Verkehrsanbindung von Jedermann genutzt werden kann“, betonte Glawe.

Die Kosten des Neubaus betrugen rund 9,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Städtebauförderung in Höhe von knapp 3,4 Millionen Euro. Mit Mitteln der Städtebauförderung konnten eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen auf dem Großen Dreesch realisiert werden. So wurden diverse Straßen erneuert, darunter die Friedrich-Engels-Straße und die Von-Stauffenberg-Straße.

Nach Angaben der Stadt Schwerin gibt es in der neuen Schwimmhalle bis einschließlich 15. Februar 2015 ein Schnupperangebot mit reduzierten Eintrittspreisen (zwei Euro für Erwachsene, ein Euro für Kinder, vier Euro für Familien für je zwei Stunden Nutzung). Außerdem steht die Halle bis zum Ende der Winterferien ausschließlich für das Bevölkerungsschwimmen zur Verfügung (werktags von 10.00 bis 21.00 Uhr, am Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr).

Pendlerpost erscheint in deutlich erweitertem Verbreitungsgebiet

Glawe: Fachkräfte werden im Land gebraucht

Schwerin – Die Zeitung „Pendlerpost“ erscheint ab März in einem deutlich erweiterten Verbreitungsgebiet. Bei der Pendlerpost handelt es sich um eine in Zeitungsform gehaltene Auflistung offener Stellen von Unternehmen aus der Region. Sie richtet sich vor allem an Pendler, die in Mecklenburg-Vorpommern wohnen, täglich aber außerhalb des Landes arbeiten. „Die Sicherung von Fachkräften ist eine der wesentlichen Herausforderungen für Unternehmen in unserem Land. Die Perspektiven, im eigenen Land einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz zu finden, haben sich deutlich verbessert. Dennoch macht sich der demografische Wandel auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Wir brauchen die Fachkräfte im eigenen Land. Ein erhebliches Fachkräftesicherungspotenzial stellen daher gerade die Auspendler dar. Unser Land ist ein Land zum Leben und Arbeiten, die Perspektiven hierfür müssen wir noch besser aufzeigen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag.

72.500 Auspendler in 2014

Mitte 2014 gab es knapp 72.500 Auspendler nach Angaben des Statistischen Amtes in Mecklenburg-Vorpommern. Es handelt sich hierbei vor allem um Berufe der Produktion und Fertigung, Hoch- und Tiefbauberufe, Verkehrs- und Logistikberufe und für Schleswig-Holstein zusätzlich um Verkaufsberufe und Medizinische Gesundheitsberufe. Allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es rund 18.000 Auspendler, darunter rund 5.900 nach Schleswig-Holstein und rund 5.000 nach Hamburg. Im Landkreis Nordwestmecklenburg waren es rund 15.000, darunter rund 10.700 nach Schleswig-Holstein und rund 1.600 nach Hamburg.

Pendlerpost ab März neu – auch Arbeitssuchende künftig angesprochen

Seit 2012 gibt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg einmal im Quartal die Pendlerpost heraus. „Es ist wichtig alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um auf die verbesserte Arbeitsmarktsituation bei uns im Land aufmerksam zu machen. Die Pendlerpost hat sich als eine aktive und attraktive Möglichkeit bewährt, auf Jobs in der Heimat aufmerksam zu machen“, so Glawe weiter.

„Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist die übergreifende Aufgabe einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Damit diese Arbeitsplätze aber auch qualifiziert besetzt werden können und damit zum langfristigen Erfolg der Unternehmen vor Ort beitragen, müssen wir dafür sorgen, dass ausreichende potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Oft ist es doch so, dass Pendler gar keine Zeit mehr haben, sich mit der Stellensuche zu Hause intensiv zu beschäftigen. Hier setzen wir mit der Pendlerpost an. Wir freuen uns besonders, dass wir nun ein breites Bündnis in Westmecklenburg geschaffen haben, das sich gemeinsam für die Gewinnung von Fachkräften einsetzt“, sagte Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg.

Das Besondere: die Stellenanzeigen in der Zeitung sind kostenfrei für die Firmen; die Zeitung ist kostenfrei für die Pendler. Was zunächst als Pilotprojekt mit einer Auflage von 2.000 Stück startete und sich auf den Landkreis Ludwigslust-Parchim beschränkte, wird ab März 2015 deutlich größer: In diesem Jahr erscheint die Pendlerpost quartalsweise in einer Auflage von 65.000 für ganz Westmecklenburg. Neben den Pendlern werden nun auch arbeitsuchende Personen direkt angesprochen.

Viele Partner unterstützen das Projekt

Partner der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg bei der Umsetzung des Projektes sind die Agentur für Arbeit Schwerin, die Handwerkskammer Schwerin sowie die Industrie- und Handels­kammer zu Schwerin, die drei Jobcenter aus Westmecklenburg, der Landkreis Nordwestmecklenburg, der Regionalmarketingverein Mecklenburg-Schwerin und die Wirtschaftsförderung Schwerin. Weitere Unterstützung erfährt das Projekt durch die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und die Sparkasse Parchim-Lübz. Medienpartner ist das medienhaus:nord. Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von rund 23.300 Euro.

Sellering: Befürchtungen beim Mindestlohn sind nicht eingetreten

Schwerin – Zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für Mecklenburg-Vorpommern erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering heute in Schwerin: „Ich freue mich, dass sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt zu Beginn des neuen Jahres fortsetzt. Wir haben wiederum die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit der Deutschen Einheit. Und das liegt nicht allein am demografischen Wandel. Hier spiegeln sich die wirtschaftlichen Fortschritte der letzten Jahre wider.

Die neuen Arbeitslosenzahlen zeigen auch, dass die mit der Einführung des Mindestlohns verbundenen Befürchtungen nicht eintreten. Im Gegenteil: Die Arbeitslosigkeit geht auch nach Einführung des Mindestlohns weiter zurück. Der Mindestlohn stellt gerade bei uns im Land viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser und ist ein wichtiger Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit in Deutschland.“

Nach den Zahlen der Agentur für Arbeit waren im Januar 102.100 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.400 weniger als im Januar 2014.

M-V: Start in die Winterferien – Halbjahreszeugnisse an den Schulen

Minister Brodkorb: Halbjahreszeugnisse sind wichtige Zwischenbilanz für Schülerinnen und Schüler

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern erhalten am Freitag, dem 30. Januar 2015, insgesamt 123.600 Schülerinnen und Schüler an den 492 staatlichen allgemein bildenden Schulen ihre Zeugnisse. Außerdem beginnen für 138.600 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen und freien allgemein bildenden Schulen die zweiwöchigen Winterferien. Der erste Schultag nach den Ferien ist Montag, der 16. Februar 2015.

„Viele Schülerinnen und Schüler können sich auf ihre Zeugnisse freuen und dürfen auf ihre guten Leistungen stolz sein“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Halbjahreszeugnisse sind eine wichtige Zwischenbilanz und geben Hinweise, in welchen Fächern es sich lohnt, sich im zweiten Halbjahr weiter anzustrengen. Vorher haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer eine Verschnaufpause verdient. Ich wünsche allen schöne Ferien“, so Brodkorb.

Zum ersten Mal haben Lehrerinnen und Lehrer die Leistungen von Schülerinnen und Schülern an Grundschulen, Regionalen Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen landesweit nach einheitlichen Vorgaben bewertet. Die neue Verordnung zur einheitlichen Leistungsbewertung gilt für die Klassenstufen 1 bis 10 und regelt beispielsweise die Anzahl und Bewertung von Klassenarbeiten in einzelnen Fächern, die schriftlichen Lernerfolgskontrollen und die Bewertung von mündlichen Leistungen.

„Vor dem Inkrafttreten der einheitlichen Standards hat jede Schule und teilweise jede Lehrerin oder jeder Lehrer selbst die Maßstäbe für eine Bewertung festgelegt. Das war weder übersichtlich, noch nachvollziehbar und schon gar nicht gerecht“, betonte Bildungsminister Brodkorb. „Wer aber wie beim vergleichbaren Abitur einheitliche Prüfungen will, muss auch eine einheitliche Bewertung wollen“, so Brodkorb.

Bei weniger guten Zensuren der Schülerinnen und Schüler rät der Minister Eltern, ihren Kindern Mut zu machen, sie zu unterstützen und gemeinsam nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen, wie die Schülerinnen und Schüler die Leistungen verbessern können. Lehrerinnen und Lehrer stehen für Gespräche zur Verfügung.

Schülerinnen und Schüler, die Angst haben, mit einem schlechten Zeugnis nach Hause zu gehen, können sich an eine Lehrerin oder einen Lehrer ihres Vertrauens wenden. Beratung und Hilfe für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Eltern, bieten die Schulpsychologen der Staatlichen Schulämter an den Sorgentelefonen unter folgenden Nummern:

Staatliches Schulamt Greifswald: Kornelia Kock, Tel. 03834 595863
Staatliches Schulamt Neubrandenburg: Frau Carmen Baier, Tel. 0172 7011994
Staatliches Schulamt Rostock: Monia Kousksi, Tel. 0381 7000-78465
Staatliches Schulamt Schwerin: Hanka Zierke, Tel. 0385 588-78184

Die Beratungstelefone sind am Freitag, dem 30. Januar 2015, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geschaltet.

Arbeitsmarkt in M-V im Januar 2015

Glawe: Saisonale Schwankungen ohne größere Entlassungen bei Unternehmen ausgeglichen – Lichtblick im Tourismus – Mehr junge Menschen in Arbeit

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im Januar gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen (-9.400 Arbeitslose im Vorjahresvergleich). 102.200 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Die Landesquote beträgt 12,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember ist die Arbeitslosigkeit um 12,4 Prozent angestiegen. „Kühle Temperaturen machen sich üblicherweise auf dem Arbeitsmarkt und vor allem leider in saisontypischen Bereichen bemerkbar. Die Unternehmen im Land arbeiten daran, auch wetterbedingte saisonale Schwankungen ohne größere Entlassungen auszugleichen. Das hat den Vorteil, dass sie langfristig wertvolles Fachwissen der Beschäftigten in den eigenen Betrieben halten. Auffällig für einen Januar ist besonders, dass auch mehr junge Menschen wieder einen Job im eigenen Land finden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag in Schwerin.

Tourismusbranche bietet Jobs in Nebensaison – Mehr sozialversicherungspflichtige Jobs

„Einen Lichtblick sehe ich hierbei im Tourismus. Mecklenburg-Vorpommern ist auch über die Hauptsaison hinaus attraktiv und das macht sich in der besseren Beschäftigungslage bemerkbar“, so Glawe weiter. Trotz der Nebensaison stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Gastgewerbe um 1.600 Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahr deutlich an (aktuellste Daten aus dem November). „Dies zeigt, dass Unternehmen auch in der Nebensaison weiter investieren. Entscheidend ist, dass saisonale Beschäftigung in ein ganzjähriges Beschäftigungsverhältnis mündet“, so Glawe weiter.

Derzeit gibt es – aktuelle Zahlen aus dem November 2014 – insgesamt 546.800 sozialversicherungspflichtige Beschäf-tigungsverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern. Dies entspricht einem Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Erfreulich ist, dass neben dem Gastgewerbe auch das Verarbeitende Gewerbe (+800) und der Handel (+1.200) sowie Gesundheit und Soziales (+2.600) anziehen. Wir brauchen mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt, um zu mehr sozialversicherungspflichtigen Jobs zu kommen. Hier werden wir auch künftig die zur Verfügung stehenden Mittel für die heimische Wirtschaft gezielt einsetzen“, sagte Glawe. In diesem Jahr stehen rund 272,2 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen zur Verfügung. Die Mittel stammen vom Bund, Land und EU.

Mehr junge Menschen finden einen Job – Für Perspektiven werben

Auch die Jugendarbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen ist im Vergleich zum Januar 2014 um 22,6 Prozent gesunken. „Es ist deutlich, dass auch mehr junge Menschen berufliche Perspektiven hier im Land sehen. Wir werden insbesondere für den Start des beruflichen Weges mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern werben“, betonte Glawe. Der Wirtschaftsminister machte in diesem Zusammenhang auf die mit den Industrie- und Handelskammern im Land durchgeführte Fachkräfte-kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) aufmerksam. Aktuell präsentieren mehr als 1.200 Unternehmen ihre Ausbildungsmöglichkeiten im Azubi-Atlas. Der Eintrag ist kostenlos. Die Kampagne wird von den IHK’s und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.