Geberkonferenz für Syrien: EU stockt Hilfe erheblich auf

Brüssel/Kuwait – Die Europäische Kommission wird auf der dritten internationalen Geberkonferenz für Syrien, die heute (Dienstag) in Kuwait stattfindet, ihre humanitäre Hilfe erheblich aufstocken.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten hat sie 1,1 Milliarde Euro zugesagt – das Doppelte der gesamten EU-Zusage zur Konferenz 2014. Allein 500 Mio. Euro fließen aus dem EU-Haushalt in humanitäre Zwecke, einen raschen Wiederaufbau und eine langfristige Stabilisierung des Bürgerkriegslandes.

„Das Ausmaß der Krise in Syrien stellt die Kapazitäten des gesamten Systems der internationalen Hilfe auf die Probe. Der Bedarf ist immens, und außerordentliche Anstrengungen seitens der gesamten Gebergemeinschaft sind erforderlich, um die benötigten erheblichen Finanzmittel zu mobilisieren. Mit ihrem beachtlichen Beitrag übernimmt die Europäische Union – Kommission und Mitgliedstaaten – ihren Teil der Verantwortung für die Linderung der Not in Syrien“, sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides.

Stylianides wird die EU bei der Geberkonferenz vertreten. Mit den 500 Mio. Euro aus ihrem Haushalt hat die EU ihren Geldbetrag im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Seit Beginn des Konflikts haben die EU und ihre Mitgliedstaaten 3,35 Mrd. Euro bereitgestellt.

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs sind 11,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon flohen an die vier Millionen in die Nachbarländer. Innerhalb Syriens benötigen über 12 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe. Das ist ein Anstieg von 30 Prozent zu letztem Jahr.

Internetseite für den Ersatzhafen Prerow freigeschaltet

Prerow – Ab heute können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger auf http://www.ersatzhafen-mv.de über die geplante Verlegung des Nothafens informieren.

„Wir wollen mit der Seite offen und transparent zeigen, welche Hintergründe, Maßnahmen und Chancen für die Verlegung des Nothafens vorzugsweise nach Prerow sich bieten. Hier finden Sie auch alle notwendigen Informationen und Dokumente. Außerdem können über diese Seiten auch Fragen gestellt werden, die wir dann gerne beantworten werden“, erklärte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

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Visualisierung Ersatzhafen Prerow © TINUS Medien

Seit vielen Jahren wird immer wieder über die Nutzung des Nothafens am „Darßer Ort“ und mögliche Alternativen diskutiert. Trotz vieler vielversprechender Projekte konnte bisher kein Ersatzhafen für den bestehenden Nothafen gefunden werden. Die Landesregierung hat nun die Realisierbarkeit von kleinen Inselhäfen nahe der Seebrücken von Prerow oder Zingst untersuchen lassen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die Errichtung eines kleinen Inselhafens – konzipiert als Ersatzhafen für den Nothafen „Darßer Ort“ – vor Prerow und Zingst technisch und genehmigungsrechtlich möglich ist. Als Vorzugsstandort für eine Realisierung wurde Prerow ausgewiesen

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat sich bereits im Oktober 2014 mit einem Koalitionsbeschluss für einen vom Land finanzierten Inselhafen ausgesprochen, der möglichst vor Prerow realisiert werden soll. Alle demokratischen Fraktionen des Landtages (SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen) haben im März 2015 beschlossen, die Landesregierung bei der Errichtung eines Ersatzhafens zu unterstützen.

Voraussetzung für die Realisierung eines Inselhafens seeseitig der Seebrücke von Prerow ist die Zustimmung der Gemeinde zur Nutzung der bestehenden Seebrücke als Zuwegung zum Inselhafen. Zu dieser Fragestellung soll am 26.04.2015 ein Bürgerentscheid durchgeführt werden. Daher wird seit der öffentlichen Vorstellung des Vorhabens im Januar 2015 in der Gemeinde Prerow und in den umliegenden Gemeinden intensiv über das Vorhaben diskutiert. Neben wichtigen grundsätzlichen Fragen zu Veranlassung und Zielen des Vorhabens, werden zunehmend auch Chancen, Potentiale und Risiken eines neuen Hafens thematisiert.

Diese Webseite soll möglichst umfassend über das Vorhaben – Inselhafen an der Seebrücke Prerow als Ersatz für den Nothafen „Darßer Ort“ – informieren. Sofern Sie Fragen, Hinweise oder Anmerkungen haben, können Sie diese gerne an info@ersatzhafen-mv.de schicken. Die Gemeinde Prerow steht ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Am 11.04.2015 wird eine weitere Informations-/Diskussionsveranstaltung in Prerow stattfinden, auf der offene Fragen diskutiert werden sollen.

Sofern sich die Bürger Prerows für die Nutzung der bestehenden Seebrücke als Zuwegung zum Inselhafen aussprechen, könnten die konkreten Planungen für das Vorhaben Anfang 2016 beginnen.

In Großbritannien entwendetes Fahrzeug sichergestellt

Pasewalk – In den Abendstunden des Sonntags beabsichtigten Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk auf der BAB 11 zwei Kraftfahrzeuge mit britischen Kennzeichen, einen VW Touran und einen Audi A3, anzuhalten und zu kontrollieren. Die Streife der Bundespolizei gab beiden Fahrzeugen eindeutige Anhaltesignale. Während der Audi der Aufforderung Folge leistete, nutzte der VW die Möglichkeit zum Wenden und fuhr entgegengesetzt der Fahrbahn mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Berlin.

Eine entsprechende Information wurde an Polizeibehörden gegeben. Der Audi wurde gestoppt und der britische Fahrzeugführer kontrolliert. Er legte einen gültigen britischen Reisepass vor. Einen Führerschein und Fahrzeugschein führte er nicht mit sich. Er gab an, diese zu Hause zu haben. Die fahndungsmäßigen Überprüfungen der Person und des Fahrzeuges erbrachten keine aktuellen Fahndungen. Da der 25-Jährige keinen Eigentumsnachweis für den Audi erbringen konnte und keinen Führerschein vorweisen konnte, wurde eine Nachfrage bei den britischen Behörden veranlasst.

Diese teilten mit, dass der Mann aus Rishton im Besitz eines Führerscheins ist. Das Fahrzeug aber wurde in Großbritannien Ende Februar entwendet. Die Beamten stellten den PKW sicher, der einen Zeitwert von ca. 12 000 Euro hat. Der Fahrzeugführer wurde dem Richter vorgeführt, der die Auslieferungshaft anordnete. Die Bundespolizisten verbrachten den britischen Staatsbürger heute Nacht in eine Justizvollzugsanstalt.

Zum VW Touran konnten trotz intensiver Nachsuche keine weiteren Erkenntnisse gewonnen werden.

Das Ende der Milchquote bringt Chancen für MV mit

Landesregierung hat Milchbauern mit Förderprogrammen auf Ausstieg vorbereitet

Schwerin – Nach 31 Jahren läuft heute ein wichtiges Marktinterventionsinstrument der EU aus: ab dem 01. April 2015 fällt die sogenannte Milchquote weg. Sie wurde eingeführt, um eine Überproduktion der Milch in den EU-Mitgliedsstaaten zu verhindern.

Zwischen 2007 und 2014 ist insgesamt eine Quote von über 102 Mio. kg nach Mecklenburg-Vorpommern gegangen. Im Durchschnitt der Jahre wurden dafür 9 ct/kg gezahlt.

„Momentan laufen zwei Dinge aufeinander zu: zum einen der Druck des Lebensmitteleinzelhandels auf die Milchbauern, der zu einem Preis von unter 30 ct/kg Milch geführt hat. Wir kommen von über 40 ct/kg im Dezember 2013! Zum anderen läuft die Milchquote aus. Damit sind die Milchbauern den Gesetzen der Marktwirtschaft ausgesetzt. Die Landesregierung hat zum Beispiel mit dem Agrarförderprogramm den Milchviehhaltern eine Option gegeben, sich auf diesen Tag optimal vorzubereiten. Nun wird sich zeigen, ob der Standort Mecklenburg-Vorpommern den Übergang meistern wird. Ich bin da sehr zuversichtlich“, erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute in Schwerin.

Neben der Förderung der extensiven Dauergrünlandnutzung (bis zu 220 Euro je Hektar) wurden zwischen 2007 und Ende 2013 über 580 Vorhaben der Milchbauern mit einem Gesamtvolumen von 344 Millionen Euro mit über 70 Millionen Euro durch die Landesregierung bezuschusst. Damit wurden vor allem Ställe modernisiert, die beim Tierschutz über das gesetzliche Mindestmaß hinaus gehen mussten. „Das ist in Anbetracht von der immer noch praktizierten Anbindehaltung in weiten Teilen Süddeutschlands ein wesentlicher Standortvorteil für uns. Dies muss auch ein wichtiges Argument für die Kaufentscheidung der Verbraucher sein“, unterstrich der Minister.

Gleichzeitig ist die Marktlage zurzeit uneindeutig. So führten der russische Importstopp und auch die geringeren Importe von China, aufgrund großer Vorräte, zu einer großen Verunsicherung auf dem Markt und die Preise begannen zu fallen. Heute herrscht bei Milchpreisen von unter 30 ct/kg Milch und der drohenden Superabgabe, also einer Art Strafzahlung aufgrund der Überlieferung der Milchquote, eine schlechte Stimmung in der Milchwirtschaft und hat viele Milchviehhalter bereits dazu veranlasst, die Produktion zu drosseln. „Natürlich nutzt auch der Lebensmitteleinzelhandel seine Marktmacht, um die Preise zu drücken. Ein klein wenig Grund für Optimismus ist, dass derzeit die Preise bei Butter und Milchpulver stabil sind und nicht weiter fallen. Ob die positive Prognose der EU, mit durchschnittlich 35 ct/kg in den nächsten 10 Jahren zu halten ist, bleibt aber abzuwarten, auch da wir zukünftig immer mit Marktschwankungen zu rechnen haben. Deshalb müssen auch die Erzeuger eine Risikovorsorge treffen. Das betriebliche Management, besonders das Risikomanagement, müssen dabei im Fokus stehen. Aber auch eine breite Produktaufstellung und ein Zusammenschluss in Erzeugerorganisationen kann eine Chance sein“, führte der Minister aus.

Anlässlich des heutigen Tages wird auch daran erinnert, dass bei der Zuweisung der Milchquote im Zuge der Wiedervereinigung Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern nur die Hälfte der Quote auf die Fläche gerechnet bekommen hat. „Mecklenburg-Vorpommern bekam 1.200 kg und Schleswig-Holstein und Niedersachsen hingegen 2.400 kg. Das führte zu einem radikalen Abbau der Tierplätze und damit auch der Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Davon konnten wir uns lange nicht erholen“, erinnerte Dr. Backhaus.

MV zählt mittlerweile mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 9.277 kg zur Spitze in Deutschland. Im Milchwirtschaftsjahr 1989/90 lag diese noch bei 4.694 kg. Heute ist die Milchproduktion in Mecklenburg-Vorpommern mit 850 Milchviehbetrieben über 182.500 Milchkühen und einer durchschnittlichen Herdengröße von 214,7 Milchkühen (Vergleich Deutschland: 56,2), ein außerordentlich wichtiger Produktionszweig der Landwirtschaft.

Änderung der Baunutzungsverordnung für Ferienwohnungen

Glawe: Ziel ist, Rechtssicherheit bei der Nutzung von Ferienwohnungen zu erreichen

Schwerin – Bau- und Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag in der Kabinettssitzung die Bundesratsinitiative zur Änderung der Baunutzungsverordnung für Ferienwohnungen vorgestellt. „Ziel der Initiative ist es, eine klarstellende Einordnung von Ferienwohnungen durch die Schaffung von Rechtssicherheit bei der Nutzung von Ferienwohnungen zu erreichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag in Schwerin.

Anlass des Bundesratsvorstoßes ist, dass die traditionelle Vermietung von Ferienwohnungen an Feriengäste vor allem in touristisch geprägten Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns von großer Bedeutung ist. „Dies hat zudem eine erhebliche Relevanz für eine weitere positive wirtschaftliche und touristische Entwicklung des Landes zur Folge“, so Glawe weiter. In einigen Gemeinden sind in der Vergangenheit zahlreiche Häuser und Wohnungen entstanden, die sowohl zum dauerhaften Wohnen als auch zum vorübergehenden Erholen (beispielsweise in Ferienhäusern und Ferienwohnungen) dienen. Die Gemeinden haben vielfach über Bebauungspläne versucht, hierfür die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Nunmehr haben mehrere Gerichte zu verschiedenen Fragestellungen der Ferienwohnnutzung Entscheidungen getroffen mit der Konsequenz, dass ein Nutzungsmix – von zeitweiligem Wohnen zu Erholungszwecken einerseits und dauerhaftem Wohnen andererseits – unzulässig ist.

Das Bauplanungsrecht ist Bundesrecht. In der Baunutzungsverordnung (BauNVO) finden Ferienwohnungen keine Erwähnung. Die Verordnung enthält lediglich eine Regelungsmöglichkeit zur Festsetzung von Ferienhausgebieten, in denen Ferienhäuser zulässig sind. Bauplanungsrechtlich sind die Ferienwohnungen in den anderen Gebieten nicht zulässig. Folge hieraus ist, dass derzeit die Vermarktung von Ferienwohnungen in einer Vielzahl der Fälle nicht legal ist, da es zumeist an einer Genehmigung für eine Ferienwohnnutzung fehlt beziehungsweise diese aus Rechtsgründen nicht erteilt werden darf. „Angesichts der erheblichen Rechtsunsicherheiten im Verhältnis der Wohnnutzung zur touristischen Nutzung ist es erforderlich, den Gemeinden bauplanungsrechtliche Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie die gewachsenen touristischen Mischstrukturen abbilden und planerisch steuern können“, forderte Glawe.

Die Gemeinden sollen mit einer Änderung der Baunutzungsverordnung die Möglichkeit erhalten, in Kleinsiedlungsgebieten, reinen und allgemeinen Wohngebieten Ferienwohnungen ausnahmsweise und in besonderen Wohngebieten, Dorf-, Misch- und Kerngebieten Ferienwohnungen allgemein zuzulassen. Darüber hinaus wird eine Ergänzung des sonstigen Sondergebietes vorgeschlagen, wonach die Gemeinden in einem Sondergebiet Fremdenbeherbergung, Ferienwohnen und Dauerwohnen als Regelnutzung nebeneinander zulassen können. „Mit der rechtsklaren Einordnung von Ferienwohnungen bzw. Ferienwohnen in die Kategorien der Baunutzungsverordnung werden den touristisch geprägten Gemeinden die Instrumentarien an die Hand geben, um die historisch gewachsene Vermietung an Feriengäste zu sichern und eine behutsame Fortentwicklung des Ferienwohnens zu ermöglichen“, erläuterte Glawe.

Der Bund zeigt sich bereit, Änderungsvorschläge der Länder bei der anstehenden Baugesetzbuch-Novelle zu prüfen. Die Länder haben keine Gesetzgebungs- und Verordnungskompetenz, insofern bleibt dem Land die Möglichkeit, eine Bundesratsinitiative zur Änderung der Baunutzungsverordnung zu ergreifen. „Der Weg zur Änderung der Baunutzungsverordnung ist leider kein Selbstläufer. Eine Mehrheit zu bekommen, ist eine Herausforderung“, sagte Glawe abschließend.

Es gibt etwa 9.700 Anbieter (gewerbliche Ferienwohnungen, nicht-gewerbliche Ferienwohnungen, gewerbliche Ferienzentren) mit rund 106.000 Betten in Mecklenburg-Vorpommern.

Schwerer Verkehrsunfall im morgendlichen Berufsverkehr

Rostock – Schwer verletzt wurde heute Morgen ein Autofahrer, der bei einem Fahrspurwechsel die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Ampelmast fuhr. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Die Untersuchung der Unfallstelle durch Polizei und einen Sachverständigen der Dekra, die Bergung des Unfallwagens und ein Komplettausfall der Ampelanlage führten anschließend für mehrere Stunden zu erheblichen Verkehrseinschränkungen.

Der Unfall ereignete sich heute Morgen gegen 07:00 Uhr am Holbeinplatz. Ein 53-jähriger Audifahrer, der auf der Hamburger Straße stadteinwärts unterwegs war, wollte am Holbeinplatz die Fahrspur wechseln. Aus noch unbekannter Ursache touchierte er dabei zunächst einen Lieferwagen und kollidierte anschließend mit einem Ampelmast. Von dort schleuderte der Wagen auf die Gegenspur, wo er dann zum Stehen kam. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Er war zunächst nicht ansprechbar. Durch Rettungskräfte wurde der 53-Jährige aus seinem Fahrzeug geborgen. Er wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert. Es wird geprüft, ob der Unfall durch ein akutes gesundheitliches Problem des Pkw-Fahrers ausgelöst wurde.

Am Audi entstand Totalschaden. Die Reparaturarbeiten an der Lichtsignalanlage dauerten bis ca. 10:00 Uhr. Anschließend konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen.

Bundesbürger surfen am liebsten mit dem Notebook

Sieben von zehn Internetnutzern gehen mit mobilen Rechnern online / Trend zu Smartphones und Tablet Computern / Fast drei Viertel nutzen zwei oder mehr Geräte für den Zugang zum Web

Berlin – Das Notebook ist derzeit das beliebteste Gerät für die Nutzung des Internet. Gut zwei Drittel (68 Prozent) aller Internetnutzer in Deutschland gehen mit einem Notebook ins Web. Dicht dahinter folgen stationäre Computer (Desktops) mit einem Anteil von 65 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM ergeben. Danach geht die Hälfte (50 Prozent) der befragten Internetnutzer mit dem Smartphone online und knapp ein Viertel (23 Prozent) mit dem Tablet Computer. „Der Trend bei der Internetnutzung geht zu kompakteren Geräten“, sagt Timm Hoffmann, BITKOM-Experte für Consumer Electronics. „Allerdings ergänzen sie Notebooks und Desktops anstatt sie zu ersetzen.“ Zumal auch Notebooks als so genannte Ultrabooks immer leichter werden und neue Desktop-Generationen mit hoher Leistung, viel Speicherplatz und großen, gestochen scharfen Bildschirmen punkten.

Unterschiede beim Zugang zum Internet gibt es zwischen den Generationen. Bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern ist das Notebook mit 76 Prozent das wichtigste Zugangsgerät. Danach folgen Smartphones, die in dieser Altersgruppe 61 Prozent für das Surfen im Web nutzen. Erst danach folgen stationäre Computer (57 Prozent) und Tablets (22 Prozent). In der Generation 65 Plus sind stationäre Computer mit Abstand die beliebtesten Geräte (74 Prozent), gefolgt von Notebooks (40 Prozent), Smartphones (18 Prozent) und Tablets (11 Prozent). Hoffmann: „Das Internet ist dank mobiler Geräte wie Smartphones und Tablet Computer zum unverzichtbaren Begleiter für viele Menschen geworden.“

Nach den Ergebnissen der Umfrage gebrauchen fast drei Viertel (72 Prozent) der Internetnutzer zwei oder mehr Geräte für den Zugang zum Web. 42 Prozent nutzen zwei Geräte und 30 Prozent sogar drei oder mehr. Dagegen begnügt sich gut ein Viertel (26 Prozent) aller Internetnutzer mit einem Gerät. Bei den Älteren ab 65 Jahre liegt der Anteil hier sogar bei 60 Prozent.

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die BITKOM Research im November 2014 durchgeführt hat. Hierzu wurden 777 Personen ab 14 Jahren gefragt, mit welchen Geräten sie in den letzten drei Monaten das Internet genutzt haben.

Arbeitsmarkt März 2015 in M-V

Arbeitsmarkt im Frühlingshoch
erstmals unter 100.000er Marke im März
psychologisch wichtige Marke früh unterschritten
mehr Jobs

Schwerin – Die Zahl der Arbeitslosen ist in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurück gegangen. Im März waren in Mecklenburg-Vorpommern 96.100 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.300 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat (-8,9 Prozent) und 5.400 weniger als im Vormonat (-5,3 Prozent). Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote bei 11,6 Prozent. „Auch wenn das Wetter gefühlt noch nicht so mitspielt: Der Arbeitsmarkt ist schon im Frühlingshoch. Unternehmen stellen deutlich mehr ein beziehungsweise sichern bestehende Jobs – ein hervorragendes Zeichen, dass die Konjunktur ordentlich anläuft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag in Schwerin.

Psychologisch wichtige Marke früh unterschritten – Mehr Saisonunabhängigkeit gefordert

Noch nie wurde in einem März in Mecklenburg-Vorpommern eine Arbeitslosenzahl von unter 100.000 gemeldet. „Es ist wichtig, diese psychologische wichtige Marke schon so früh unterschritten zu haben. Ich sage aber auch: Dies sind statistisch erfreuliche Werte, die aber nicht darüber hinweg täuschen sollten, dass wir vor allem im verarbeitenden Gewerbe sowie in weiteren Schlüsselbranchen für unser Land wie Handwerk, Gesundheitswirtschaft, Tourismus sowie Forschung und Entwicklung noch eine Menge zu tun haben. Wir müssen vor allem weiter saisonunabhängiger in der Beschäftigungslage werden. Dies ist Herausforderung und Aufgabe gleichermaßen“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Erfreulich: Mehr sozialversicherungspflichtige Jobs auch im Januar

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse weisen ein Plus von 6.900 gegenüber dem Vorjahresmonat auf. Sie liegen – nach aktuellsten Zahlen für Januar 2015 – bei 533.100 Beschäftigten. „Der positive Trend setzt sich weiter fort. Es freut mich, dass auch in den kälteren Monaten mehr eingestellt wird – beispielsweise auch in der saisonabhängigen Tourismusbranche. Nur Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt sind ein Garant für die Perspektive, hier bei uns im Land zu bleiben. Menschen in Arbeit zu bringen, hat Priorität“, so Glawe weiter. Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat im Gastgewerbe (+1.400), im Handel (+1.300) und im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400). Einen Rückgang gab es beispielsweise in der öffentlichen Verwaltung (-1.200).

Noch 6.400 offenen Stellen auf Ausbildungsmarkt

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 6.400 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 4.600 unversorgte Bewerber gegenüber. „Vor allem im Hotellerie- und Gastronomiebereich werden Auszubildende gesucht. Die Zahlen verdeutlichen den akuten Bedarf der Branche. Koch oder Restaurant- und Hotelfachkräfte führen regelmäßig die Top 10 der unbesetzten Ausbildungsberufe an“, sagte Glawe. „Entscheidend ist bei der Ausbildungsplatzsuche nicht mehr das Unternehmen allein, sondern vielmehr das Gesamtangebot des Unternehmens an die Jugendlichen. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, die Entlohnung oder auch über Fortbildungen. Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig den Fortbestand des Unternehmens“, so Glawe weiter.

Angebote von Durchstarten in MV nutzen

Der Wirtschaftsminister warb deshalb dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. „In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.300 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen veröffentlicht. Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden“, betonte Glawe. Die Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Industrie- und Handelskammern MV unterstützt.

Der Arbeitsmarkt im März 2015: Einsetzende Frühjahrsbelebung stärker als üblich

Nürnberg – „Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an. Das liegt an der guten Konjunktur und der einsetzenden Frühjahrsbelebung.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im März: -85.000 auf 2.932.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -123.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Februar auf März um 85.000 auf 2.932.000 gesunken. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit weniger stark gesunken, nämlich um 75.000 oder 2 Prozent. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 15.000 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr waren 123.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt ebenfalls um 15.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im März 2015 auf 3.818.000 Personen. Das waren 165.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Februar 2,21 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,3 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im März 955.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März 2014 ergibt sich ein Rückgang von 71.000. Insgesamt 932.000 Personen erhielten im März 2015 Arbeitslosengeld; 57.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im März bei 4.396.000. Gegenüber März 2014 war dies ein Rückgang von 56.000 Personen. 8,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.976.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 52.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind saisonbereinigt weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 28.000 gestiegen. Mit 42,49 Millionen Personen fällt sie im Vergleich zum Vorjahr um 384.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 76.000 zugenommen. Mit 30,32 Millionen Personen liegt die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 585.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiter aufwärtsgerichtet. Im März waren 542.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt liegt die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 4.000 im Plus. Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Verkauf und Metallerzeugung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Es folgen Berufe in Verkehr und Logistik sowie Gesundheitsberufe. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im März 2015 um einen Punkt auf 184 Punkte. Die Aufwärtstendenz der letzten Monate setzt sich damit fort.

Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2015 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2014 bis März 2015 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, fällt mit 408.000 Bewerbern um 9.000 niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist hingegen leicht gestiegen und zwar um 4.000 auf 416.000 Ausbildungsstellen. Damit fällt die Zahl der Bewerber aktuell etwas niedriger aus, als die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen. Der Ausbildungsmarkt ist derzeit noch stark in Bewegung. Es bleibt daher abzuwarten, wie er sich im weiteren Jahresverlauf entwickeln wird.

Die Milchquote läuft aus

Es drohen Milch-Überproduktion und Verlust von Wiesen und Weiden

Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im Auslaufen der Milchquote zum 1. April 2015 große Risiken für den Tier- und Umweltschutz. „Das Ende der Milchquote wird zu einer noch größeren Überproduktion führen. Die Milcherzeuger geraten unter zusätzlichen Preisdruck, das Höfesterben geht weiter und die Tierhaltung wird in immer größeren Ställen konzentriert. Dies alles wirkt sich negativ auf den Tierschutz und die Umwelt aus“, sagte der agrarpolitische Sprecher des BUND, Jochen Dettmer. Erforderlich seien jetzt flexible Mechanismen zur Steuerung der erzeugten Milchmenge entsprechend der Marktlage. Ziel müsse dabei sein, die Menge dem Inlandskonsum anzupassen. Geschehe dies nicht, drohe die Haltung von Milchkühen vollständig industrialisiert zu werden.

Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl der Milchviehhalter in Deutschland auf derzeit nur noch rund 70000 halbiert. Der BUND-Experte forderte Bundesagrarminister Christian Schmidt auf, eine tier- und umweltgerechte Milcherzeugung und die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland besser zu fördern. Die dafür vorhandenen EU-Fördermöglichkeiten würden bislang von der Bundesregierung weitgehend ignoriert.

Dettmer: „Der Wegfall der Milchquote wird den Leistungsdruck auf die Kühe weiter verstärken. Ein Großteil der Tiere wird bereits auf Hochleistung gezüchtet und erhält statt Weidefutter Mais und Importsoja. Dies trägt auch dazu bei, dass Wiesen umgepflügt und in Ackerland verwandelt werden. Die Folge ist der Verlust vieler seltener Tier- und Pflanzenarten.“

Die nach Auslaufen der Quote zu erwartende Milch-Überproduktion wirke sich nicht nur auf die Landwirtschaft in Deutschland und Europa negativ aus. Schon jetzt importierten deutsche Agrarbetriebe ein Drittel der Futtermittel aus Ländern wie Brasilien, Paraguay und Argentinien. Ihr Hauptbestandteil sei gentechnisch verändertes Soja. Der Soja-Anbau gehe in diesen Ländern mit dem großflächigen Einsatz giftiger Pestizide und der Vernichtung wertvoller Naturräume einher, kritisierte Dettmer.

Eines der wichtigsten Instrumente zum Erhalt der bäuerlich-ökologischen Milcherzeugung in Deutschland sei eine transparente und verpflichtende Kennzeichnung für Verbraucher. „Fair und ohne Gentechnik produzierte Milch und Weidemilch erweitern stetig ihre Marktanteile. Wer hingegen ganzjährig im Stall gehaltenen Tieren Gentech-Futter verabreicht, muss dies auch auf die Milchverpackungen schreiben. Irreführende Bilder von glücklichen Kühen auf großflächigen grünen Weiden gehören verboten. Auch die Handelsketten müssen den Trend zu mehr Transparenz und Tierschutz mittragen anstatt wertvolle Milch zu verramschen“, forderte Dettmer.

Gesund essen mit kleinem Budget

Ein geringes Monatsbudget für Lebensmittel ist keine Ausrede für eine ungesunde Ernährungsweise, denn gute Lebensmittel können auch preiswert sein.

Viele Menschen in Deutschland müssen mit einem geringen monatlichen Einkommen haushalten und auch beim Lebensmitteleinkauf drastisch sparen. Doch eine vernünftige Ernährung ist kein Luxusgut und lässt sich auch mit kleinem Budget umsetzen. Wer auf seine Ernährung achtet, viele natürliche Lebensmittel einkauft und selbst kocht, spart schon automatisch.

Gemüse und Obst bilden eine preiswerte Basis für das tägliche Essen. Saisonangebote und Waren aus der Region sind aufgrund der geringen Lagerungs- und Transportkosten oft preisgünstiger, als viele denken. Hier reicht es, sich gut umzuschauen und die Kilogrammpreise zu vergleichen. Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sättigen durch den hohen Ballaststoffgehalt sehr gut. Gleiches gilt auch für Eiweiß und Fett in Eiern und Milchprodukten. Ein Linseneintopf mit Sahne und einer Scheibe Brot ist zum Beispiel ein preiswertes Gericht, das lange sättigt. Dabei müssen es auch nicht die teuren Produkte der Markenanbieter sein. In den Regalen stehen weiter unten meist preiswertere Alternativen, die genauso gut sind. Welcher Markenname auf dem Naturjoghurt oder dem Käse steht, spielt für die Qualität weniger eine Rolle.

Was das Budget hingegen stärker belastet, sind hochwertige Fleisch- und Fischprodukte. Hiervon sollten allerdings ohnehin nur zwei Portionen pro Woche auf den Teller kommen. Wer überwiegend vegetarische Kost mit Eiern und Milchprodukten isst, kauft in der Regel günstiger ein als regelmäßige Fleisch- und Wurstesser.

Aus welchen Stufen sich eine gesunde Ernährung zusammensetzt veranschaulicht die FET-Ernährungspyramide „Bewusste Ernährung“, die in der Rubrik „Unser täglich Brot“ unter http://www.fet-ev.eu/unser-taeglich-brot mit weiterführenden Erklärungen vorgestellt wird.

A 19: Hagelschauer verwandelt Fahrbahn in Einsfläche

Rostock – Am 30.03.2015 gegen 14:00 Uhr ereigneten sich auf der BAB 19 auf beiden Richtungsfahrbahnen mehrere, voneinander unabhängige Verkehrsunfälle. Es betraf den Bereich zwischen den Anschlussstellen Malchow und Linstow.

Aufgrund eines plötzlich auftretenden heftigen Hagelschauers verwandelten sich die Fahrbahnen in kürzester Zeit zu einer weißen spiegelglatten Fläche, bei der die meisten Kraftfahrer ihre Fahrzeuge aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten nicht mehr ordnungsgemäß beherrschen konnten. Auf der Richtungsfahrbahn Berlin ereigneten sich vier einzelne Unfälle mit jeweils einem Citroen, einem Daimler Benz und zwei PKW BMW.

Zum Glück gab es bei den vier Ereignissen lediglich eine leicht verletzte Person. Auf der Richtungsfahrbahn Rostock verunfallten sieben PKW, wobei sich lediglich zwei Fahrzeuge untereinander getroffen haben. In Folge des Hagelschauers kamen die Fahrzeuge nacheinander entweder nach links oder rechts von der Fahrbahn ab.

Zwei Fahrzeuge überschlugen sich anschließend und kamen auf dem Fahrzeugdach oder auf der Fahrzeugseite liegend zum Unfallendstand. Zur Unfallaufnahme wurde neben einem Notarzt vorsorglich auch der Rettungshubschrauber angefordert, der dann glücklicherweise aber nicht benötigt wurde. Die Insassin eines PKW war schwanger, blieb aber unverletzt. Aus medizinischer Vorsorge wurde die schwangere Frau in das Klinikum Rostock verbracht, wo sie unter ärztlicher Beobachtung verblieb.

Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehr als 100 Tausend Euro.

Verletzte nach Auseinandersetzung in Göhren

Insel Rügen – Am 29.03.2015, gegen 03:30 Uhr, wurde die Polizei zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen vor einer Bar in der Strandstraße in Göhren gerufen.

Offenbar kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen 10 bis 15 Personen einerseits und zwei Personen andererseits. Im weiteren Verlauf wurden die beiden 22-jährigen Rüganer geschlagen und am Boden liegend getreten. Die beiden Männer erlitten Verletzungen u.a. am Kopf und im Gesichtsbereich und wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Bergen gebracht. Die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Sassnitz und der Polizeihauptreviere Bergen und Stralsund stellten zahlreiche Personalien fest und konnten sechs Tatverdächtige teilweise bekannt machen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte das Erscheinungsbild der beiden 22-Jährigen Grund der Auseinandersetzung gewesen sein. Nach dem äußeren Anschein wurden die Geschädigten augenscheinlich dem rechten Spektrum zugeordnet.

Ein 21-Jähriger aus Sellin bemerkte die Auseinandersetzung und wollte schlichtend eingreifen. Nach der Aufforderung sich herauszuhalten wurde er von einem 22-jährigen Mann aus Göhren ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt. Bei dem Göhrener wurde ein Atemalkoholwert von 1,24 Promille festgestellt.

Ein bislang unbekannter Täter öffnete im o.g. Tatzeitraum die Tür zu einem Taxi und verletzte einen 39-jährigen Fahrgast aus Bergen mit einem scharfen Gegenstand. Dem war offenbar eine verbale Auseinandersetzung in der Bar vorausgegangen. Eine ärztliche Behandlung lehnte der Geschädigte ab. Eine Tür und ein Kotflügel des Taxis wurden durch das ruckartige Öffnen beschädigt. Ob der Tatverdächtige aus der o.g. Personengruppe stammt, ist noch unklar.

Die Kriminalpolizei in Sassnitz hat die Ermittlungen zum Tathergang und zu den Tatverdächtigen aufgenommen.

Frau vor Absturz an der Steilküste bewahrt

Insel Rügen – Am 30.03.2015, gegen 13:40 Uhr, verständigte eine 54-jährige Frau aus Bremen die Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen. Sie teilte mit, dass sie an der Steilküste im Bereich Göhren abgerutscht sei. Derzeit hatte sie Halt an einem Baum gefunden und drohte abzurutschen.

Zwei Beamte des Polizeireviers Sassnitz und zehn Kameraden der Göhrener Feuerwehr suchten den Bereich der Steilküste (Nordperd) ab. Weil Polizei und Feuerwehr die Anruferin zunächst nicht sehen konnten, sollte der Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen. Gegen 14:30 Uhr sichteten die Kameraden der Feuerwehr die 54-Jährige in einem Gebüsch in einer Höhe von 15 Metern und begannen mit den Bergungsmaßnahmen. Etwa 14:40 Uhr konnte die Spaziergängerin unverletzt aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Der Hubschrauber der Polizei kam nicht mehr zum Einsatz.

Es stellte sich heraus, dass die Urlauberin unten an der Steilküste spazieren gegangen war und auf einem Trampelpfad die Steilküste nach oben klettern wollte. Ca. auf der Hälfte des Weges rutschte die Frau plötzlich ab und verfing sich in einer Hecke. Glücklicherweise konnte sie per Handy Hilfe rufen.

Bequem und umweltfreundlich durch die Natur

Hagenow – Weiterer Impuls für die Region: Die WEMAG AG unterstützt das Lebenshilfewerk Hagenow und das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe mit Elektrofahrrädern.

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Biosphärenreservatsamtsleiter Klaus Jarmatz, Umweltminister Dr. Till Backhaus, Lebenshilfe Geschäftsführer Joachim Grätsch, WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart und Bürgermeister Klaus Draeger (v. li.) bei der Übergabe der Elektrofahrräder. Foto: Biosphärenreservatsamt/Müller

„Das Biosphärenreservat Schaalsee zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Natur, Wirtschaft und die Menschen vor Ort zum gegenseitigen Gewinn und Nutzen funktionieren können. Daher freue ich mich sehr, dass sich hier Partner gefunden haben, um der gesamten Region mit dieser einmaligen Naturlandschaft ein weiteren Impuls zu geben“, unterstrich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Der Schweriner Energieversorger WEMAG übergibt heute 10 Elektrofahrräder an das Lebenshilfewerk Hagenow und das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe. „Diese Spende ist Ausdruck unserer Firmenphilosphie“, so Caspar Baumgart, Vorstand der WEMAG AG. „Wir sind ein ökologisch ausgerichteter Energieversorger, der rund ein Drittel von Mecklenburg-Vorpommern versorgt. Daher setzen wir uns für die Perspektiven und Bedürfnisse dieser Region sowie für die Verbesserung der Lebensqualität aktiv ein. Die Menschen in der Region sollen das Unternehmen nicht nur als regionalen Stromversorger erleben, sondern als einen Partner, der in der Region etwas bewegt und Verantwortung übernimmt.“

Das Lebenshilfewerk Hagenow will sechs der gespendeten Pedelecs direkt am Pahlhuus in Zarrentin in den vorhandenen Fahrradverleih integrieren. Ziel ist es, so Hans-Joachim Grätsch, Geschäftsführer vom Lebenshilfewerk Hagenow, damit ein Startsignal für weitere Fahrradstationen in der Umgebung des Schaalsees zu geben. Insbesondere sollen dadurch Menschen mit Behinderungen auch in diesem touristisch wichtigen Themenfeld einen Arbeitsplatz finden. Gleichzeitig wird durch das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung der inklusive Gedanke in der Region gestärkt.

Durch die Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe kann eine optimale Betreuung und Wartung der Fahrräder erfolgen.

Der Fahrradverleih ist ab dem 3. April 2015 täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr im Pahlhuus im Biosphärenreservat Schaalsee möglich. Neben den Elektrofahrrädern werden auch acht 6erFahrräder, zwei Dreiräder, zwei 28er-Fahrräder, zwei Fahrradanhänger für Kinder und ein Mountainbike für Kinder verliehen. Den Unterstand für die Fahrräder haben das Lebenshilfewerk Hagenow und das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe bereits in einem gemeinsamen Projekt errichtet.

Das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe hat bereits Fahrradrouten erarbeitet, über die sich die Besucher im Pahlhuus informieren können, ergänzt der Leiter des Biosphärenreservatsamtes Klaus Jarmatz. Besonders empfehlenswert ist eine Radrundtour zum westlichen Schaalsee (Zarrentin-Dargow-Zarrentin), eine Tour zum Woezer See (Zarrentin-Woezer See-Zarrentin), oder die komplette Schaalsee-Rundtour (Zarrentin – Lassahn – Dutzow – Dargow – Seedorf – Zarrentin) über 44 Kilometer. Dank unserer Partner sind diese Touren nun auf schnelle und bequeme Weise möglich. Die Kooperation soll auch auf das Gebiet des Biosphärenreservates Elbe ausgedehnt werden, so Jarmatz weiter. Weitere vier Elektrofahrräder werden für die Gebietsbetreuung der Biosphärenreservate Schaalsee und an der Elbe von den Rangern genutzt

Herr Klaus Draeger, Bürgermeister der Stadt Zarrentin am Schaalsee, freut sich über das neue touristische Angebot für die Stadt. Durch seine Vermittlung kam das Projekt zu Stande.