Verkehrswarnmeldung B 197 / Ortsdurchfahrt Friedland

Neubrandenburg – Am verlängerten Wochenende 1. bis 3. Mai ist mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Erfahrungsgemäß rollt der Verkehr aus Richtung Süden nach Anklam und auf die Insel Usedom zu einem großen Teil von der BAB 20, B198 und L 281 über die B 197 durch Friedland.

Seit März 2015 befindet sich in der Ortsdurchfahrt der B 197 eine großflächige Baustelle zur Errichtung eines Kreisverkehrs. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August 2015 andauern.

Um verkehrsbehindernde Stauerscheinungen vorausschauend zu vermeiden wird allen Verkehrsteilnehmern mit dem Ziel Anklam und Insel Usedom empfohlen, die Ortsdurchfahrt Friedland zu meiden und die BAB 20 mit der Abfahrt Anklam über die B199/B110 in Richtung Anklam und Insel Usedom bzw. die BAB 20 mit der Abfahrt Gützkow über die B111 über Wolgast auf die Insel Usedom zu nutzen. Dieselbe Strecke sollte auch für den Rückreiseverkehr genutzt werden.

Gleiches wird allen Verkehrsteilnehmern empfohlen, welche sich auf dem Weg zur Insel Rügen und zurück befinden werden. Nutzen sie aus Richtung Süden bitte ausschließlich die BAB 20 mit den entsprechenden, in der räumlichen Nähe ihres Urlaubsortes befindlichen Abfahrten.

Kommunale Infrastruktur digital verwalten

Greifswald erhält Fördermittel für Umsetzung E-Government-Vorhaben

Greifswald – Die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen in einer Kommune sind heute ohne entsprechende Gebäudemanagement Software (CAFM Software) nicht mehr denkbar. Abläufe z.B. beim Reinigungsmanagement können so optimiert und Kosten gesenkt werden. Die Stadt Greifswald will in die digitale Erfassung und Verwaltung des kommunalen Eigentums und von Geodaten weiter investieren und erhält dafür eine Förderung als Sonderbedarfszuweisung über 11.850,- EUR.

„Der schnelle Zugriff auf relevante Informationen als Grundlage von Entscheidungen ist auch für die Verwaltung sehr wichtig. Da ist es von Vorteil, wenn sämtliche Informationen zu allen relevanten Objekten in einem System zusammenfließen und zentral verwaltet werden, denn so können Informationen schnell abgefragt und aussagekräftig dargestellt werden. Letztendlich werden Prozesse und Abläufe weiter optimiert und Kosten gespart werden“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides an den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifwald Dr. Arthur König

Pinguinanlage im Vogelpark Marlow eröffnet

Glawe: Vogelpark ist um touristische Attraktion reicher
mehr Alleinstellungsmerkmale im ländlichen Raum nötig

Marlow – Im Vogelpark Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist am Donnerstag die neugestaltete Pinguinanlage gemeinsam von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Wirtschaftsminister Harry Glawe eröffnet worden. „Mit der neuen Pinguinanlage ist der Vogelpark um eine touristische Attraktion reicher. Dies ist auch ein wesentlicher Beitrag, den ländlichen Raum noch attraktiver zu machen. Wir sind auf einem guten Weg. Allerdings liegt gerade im ländlichen Binnenland noch viel Potential, um neue Zielgruppen durch attraktive Urlaubsangebote zu begeistern. Wir brauchen mehr Alleinstellungsmerkmale. Die stetige Erweiterung des Angebots im Vogelpark Marlow trägt ordentlich dazu bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. „Der Vogelpark hat sich über die Grenzen der Region hinaus einen Namen als beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt gemacht.“

Neu gestaltetes Gehege für Pinguine, Pelikane und Schwalben auf 1.500 Quadratmeter

Mit der umfassenden Umgestaltung der bisherigen Pinguinanlage ist auf einer Grundfläche von rund 1.500 Quadratmeter eine Anlage mit künstlicher Felsenlandschaft, begehbaren Höhlen, einem vergrößerten Wasserbecken, einem Besucher-Rundweg und einem Funktionsgebäude entstanden. 32 Humboldtpinguine, neun Meerespelikane und 40 Inkaseeschwalben (eine an der südamerikanischen Pazifikküste beheimatete Vogelart aus der Familie der Seeschwalben) leben nun in dem Bereich. „Der sorgsame Ausbau einzelner Gehege sowie die stetige Erweiterung des Angebotes kommen an. Vor allem die zahlreichen begehbaren Gehege, die täglichen Schaufütterungen oder die außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten direkt auf dem Gelände locken eine Vielzahl von Gästen in den Vogelpark. Das größte Kompliment für die Mitarbeiter und die Unterstützer sind die wachsenden Besucherzahlen“, betonte Glawe.

Der Minister dankte den Mitarbeitern sowie dem Förderverein für das große Engagement vor Ort. Nach Angaben der Vogelpark gGmbH wurden im Jahr 2014 knapp 260.000 Besucher gezählt (2012: über 200.000); die Verweildauer der Gäste liegt bei viereinhalb Stunden.

Land unterstützte Umbau der Pinguinanlage

Die Gesamtinvestitionen betrugen rund zwei Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Investitionsvorhaben in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Die Betreiber des Parks haben sich auch für die Zukunft viel vorgenommen. Weitere Aus- und Umbaumaßnahmen sind angedacht, um die Anlage insgesamt zu einer Freizeit- und Erlebniseinrichtung weiter zu entwickeln. Das ist der richtige Weg, um für die Besucher während des ganzen Jahres ein attraktives Angebot vorzuhalten“, betonte Glawe.

Informationen zum Vogelpark Marlow

Der Vogelpark wurde durch den Förderverein Vogelpark Marlow e. V. und die Vogelpark Marlow gGmbH errichtet und im Sommer 1994 eröffnet. Auf rund 22 Hektar findet man im Vogelpark Marlow neben Arten aus nahezu allen Vogelfamilien auch Vertreter anderer Tiergruppen wie zum Beispiel Fische, Schildkröten, Zwergotter, Präriehunde, Alpakas, Kängurus, Totenkopf- und Weißbüschelaffen. Seit 1996 finden Flugschauen mit Adlern, Falken und Eulen statt. Weitere Attraktionen sind ein Tropenhaus, die Präriehundanlage, die Lori-Voliereanlage und der 2006 eröffnete Baumkronenpfad. Am 09. Juli 2014 wurde der Vogelpark im „Qualitätsmanagement Familienurlaub“ (QMF) vom Tourismusverband zertifiziert. Der Vogelpark beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 30 Mitarbeiter sowie sieben Auszubildende.

M-V: Arbeitslosenquote gesunken

Schwerin – Die Zahl der Arbeitslosen ist im April 2015 in Mecklenburg-Vorpommern erneut gesunken. Die Arbeitslosenquote betrug zum Ende des abgelaufenen Monats 10,6 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im März. Im Vergleich zum April des Jahres 2014 lag die Quote um 0,8 Prozentpunkte niedriger.

„Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt im Land hält an“, sagte Arbeitsministerin Birgit Hesse am Donnerstag. „Gleichwohl gilt es, vor allem Menschen, die bereits längere Zeit arbeitslos sind, eine neue Perspektive zu eröffnen.“

Hesse machte deutlich, dass sie den Bund auffordert, die Jobcenter finanziell besser auszustatten. „Flexiblere Instrumente sind notwendig, um Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Dazu sind auch Rechtsvereinfachungen notwendig. Hier ist der Bund in der Pflicht“, so Hesse.

Die Ministerin wies auf die umfangreichen Projekte hin, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden können und die konkret vor Ort Langzeitarbeitslose wieder fit für den Arbeitsmarkt machen.

„In der ESF-Förderperiode bis 2020 stehen dem Land deutlich mehr Mittel für regionale Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung als in der Vergangenheit. Diese Mittel werden konkret vor Ort in den Städten und Gemeinden eingesetzt, um Menschen wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Aber auch der Bund muss seinen Teil beitragen.“

Gerade die Vermittlung Langzeitarbeitsloser bedarf einer individuellen Förderung und erfordert eine umfangreiche Begleitung und Betreuung. Oftmals sind zahlreiche Vermittlungshemmnisse vorhanden wie Krankheit, Schulden oder Suchtprobleme. „Die Projekte vor Ort in den Regionen zu planen, zu gestalten und mit den Betroffenen zu realisieren ist die richtige Entscheidung“, so Hesse.

Zombie-Spiel „State of Decay“ schlurft an Xbox One-Spitze

Zombies haben sich als Seriendarsteller („The Walking Dead“), Hollywoodhelden („Warm Bodies“) und Theaterakteure („The Generation of Z“) bewährt. Nun treiben die furchterregenden Untoten in den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ihr Unwesen. Der Survival-Schocker „State of Decay“ (Year One Survival Edition) läutet die Postapokalypse an erster Stelle des Xbox One-Rankings ein. „Battlefield Hardline“ (zwei) und die Game of the Year Edition von „Forza Motorsport 5“ (drei) halten ausreichend Sicherheitsabstand.

„Grand Theft Auto V” bleibt meistverkaufter PS4-Titel, gefolgt von „Bloodborne“ und „FIFA 15“. Die PS3- und Xbox 360-Doppelspitze bilden „Minecraft“ und „Battlefield Hardline“. Die Ultimate Evil Edition von „Diablo III – Reaper of Souls“ (PS3) und das Rennspiel „Forza Horizon 2” (Xbox 360) erwischen die Bronzemedaillen.

In der PC Games Highprice-Hitliste ist „Grand Theft Auto V” der absolute Überflieger. Die Städtebausimulation „Cities: Skylines“ und der „Landwirtschafts-Simulator 15“ ordnen sich auf den Positionen zwei und drei ein. In die Rolle des Bösewichts darf man bei „Dungeons 2“ schlüpfen. Der neu erschienene Kerkerbau-Manager öffnet an vierter Stelle die Tore zur Unterwelt.

Der Arbeitsmarkt im April 2015: Positive Entwicklung setzt sich fort

Nürnberg – „Die Arbeitslosigkeit ist im April zurückgegangen. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die gemeldeten Stellen entwickeln sich weiterhin positiv.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im April: -89.000 auf 2.843.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -100.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,3 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von März auf April um 89.000 auf 2.843.000 gesunken. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit um 85.000 oder 3 Prozent gesunken. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 8.000 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr waren 100.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 19.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im April 2015 auf 3.709.000 Personen. Das waren 167.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im März 2,02 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,8 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im April 868.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum April 2014 ergibt sich ein Rückgang von 70.000. Insgesamt 834.000 Personen erhielten im April 2015 Arbeitslosengeld; 65.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.417.000. Gegenüber April 2014 war dies ein Rückgang von 26.000 Personen. 8,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.975.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 30.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind saisonbereinigt weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 10.000 gestiegen. Mit 42,47 Millionen Personen fällt sie im Vergleich zum Vorjahr um 235.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von Januar auf Februar saisonbereinigt um 65.000 zugenommen. Mit 30,32 Millionen Personen liegt die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 533.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiter aufwärtsgerichtet. Im April waren 552.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt liegt die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 im Plus. Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Verkauf, Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik sowie Verkehr und Logistik. Es folgen Berufe in der Metallerzeugung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Gesundheitsberufe. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im April 2015 um zwei Punkte auf 186 Punkte. Die Aufwärtstendenz der letzten Monate setzt sich damit fort.

Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2015 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2014 bis April 2015 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, fällt mit 439.000 Bewerbern um 10.000 niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen liegt hingegen nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 435.000 Ausbildungsstellen. Damit fällt die Zahl der Bewerber aktuell etwas höher aus als die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen. Dabei gibt es erhebliche regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten. Der Ausbildungsmarkt ist derzeit noch stark in Bewegung. Es bleibt daher abzuwarten, wie er sich im weiteren Jahresverlauf entwickeln wird.

Einbruch in Doppelhaushälfte

Polizei bittet um Hinweise zum Tatverdächtigen

Wismar – Ein bei der Tatausführung gestörter Einbrecher flüchtete am Donnerstagmorgen aus der Arndtstraße in Wismar in Richtung Kanalstraße. Die Polizei bittet um Hinweise. Gegen 06:40 Uhr rief am Donnerstagmorgen der geschädigte Besitzer einer im Umbau befindlichen Doppelhaushälfte in der Wismarer Arndtstraße die Polizei. Der Mann teilte den kurz darauf eintreffenden Beamten mit, dass er zuvor gegen 06:30 Uhr das Haus betrat und Geräusche in der oberen Etage wahrnahm. Eine männliche Person kam anschließend die Treppe herunter und flüchtete über die Terrassentür hinaus ins Freie, stieg auf ein Fahrrad und fuhr dann weiter in Richtung Kanalstraße.

Bei der Überprüfung des Hauses durch die Beamten konnte festgestellt werden, dass der Tatverdächtige zuvor eine Kellertür des Hauses aufgehebelt hatte und sich somit Zutritt zum Gebäudeinneren verschaffte. Im Haus durchsuchte die unbekannte Person dann die Räumlichkeiten vermutlich nach Bargeld. Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass der Täter bei der Tatausführung gestört wurde und ohne Beute flüchtete.

Der Geschädigte konnte den männlichen Tatverdächtigen wie folgt beschreiben:

ca. 20 Jahre alt
etwa 1,85m groß
schlanke Gestalt
dunkles Basecap

Bei dem bei der Flucht genutzten Fahrrad handelt es sich um ein Mountainbike mit auffällig hoch eingestelltem Sattel. Am Mountainbike waren weder Schutzbleche noch ein Gepäckträger montiert. Der entstandene Sachschaden bei der Tatausführung wird polizeilich auf 200 Euro geschätzt.

Hinweise zum Tatverdächtigen nimmt die Polizei in Wismar unter der TelNr.: 03841-2030 entgegen.

Goldberg: Schwer verletzte Frau in Park entdeckt

Goldberg – Im Rahmen einer Vermisstenfahndung hat die Polizei am späten Mittwochnachmittag in einem Park in Dobbertin eine schwer verletzte Frau entdeckt. Die 56-jährige Frau wurde kurz darauf in ein Krankenhaus gebracht. Ihr derzeitiger Zustand ist nach Angaben der Ärzte lebensbedrohlich. Die Frau, die unter anderem Kopfverletzungen aufwies, stammt aus einem örtlichen Pflegeheim.

Die Polizei vermutet eine Gewaltstraftat und hat aus diesem Grund unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen und zur Auffindung von Indizien und Beweismitteln auch einen Fährtenhund sowie den Polizeihubschrauber zum Einsatz gebracht. Unklar ist unterdessen, ob ein Sexualdelikt vorliegt. Erhärtende Hinweise hierzu haben sich bislang noch nicht ergeben. Die Polizei hat die Frau am späten Nachmittag in einer Parkanlage unweit ihres Wohnumfeldes am Boden liegend im bewusstlosen Zustand entdeckt, nachdem das Heimpersonal sie als vermisst gemeldet hatte.

Die Kriminalpolizei in Plau (Tel. 038735/ 8370), die jetzt wegen des Verdachts der Gefährlichen Körperverletzung ermittelt, bittet um Hinweise zu diesem Vorfall, der sich am Mittwoch vermutlich zwischen 05:30 Uhr und 17 Uhr ereignet hat.

2014: Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent

Schwerin – Nach Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, ist das Bruttoinlandsprodukt, umfassender Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung, in Mecklenburg-Vor­pommern im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,6 Prozent angestiegen. Dies sind erste vorläufige Regionalergebnisse zur Entwicklung der Volkswirtschaft für das Jahr 2014 sowie erste Ergebnisse nach Revision 2014. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent, im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) sowie im Bundesdurchschnitt jeweils um 1,6 Prozent. An der Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands hatte Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bruttoinlandsprodukt von 38 477 Millionen EUR einen Anteil von 1,3 Prozent.

Die Bruttowertschöpfung des Produzierenden Gewerbes stieg 2014 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr stark um 4,7 Prozent an. Innerhalb dieses wichtigen Bereiches der Gesamtwirtschaft wiesen sowohl das Verarbeitende Gewerbe als auch das Baugewerbe ein Wachstum auf. Im Verarbeitenden Gewerbe nahm die Bruttowertschöpfung kräftig um 8,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: + 2,2 Prozent; neue Länder: + 3,2 Prozent; alte Länder: + 2,1 Prozent), im Baugewerbe um 2,4 Prozent (aber Bundesdurchschnitt: + 3,7 Prozent; neue Länder: + 3,8 Prozent; alte Länder: + 3,7 Prozent) zu. Das Verarbeitende Gewerbe hat einen Anteil an der Wirtschaftsleistung des Landes von 11,8 Prozent, das Baugewerbe von 6,5 Prozent.

Einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung wies 2014 auch der Dienstleistungsbereich aus (+ 0,4 Prozent), während es hier dagegen im Bundesdurchschnitt zu einem Wachstum um 1,3 Prozent kam (neue Länder: + 0,6 Prozent; früheres Bundesgebiet: + 1,4 Prozent). Positiv innerhalb des Gesamtbereichs war die Entwicklung im Unterbereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen mit + 0,7 Prozent (Bundesdurchschnitt: + 1,4 Prozent). In den Unterbereichen Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (+ 0,3 Prozent; Deutschland: + 1,6 Prozent) sowie Öffentliche und sonstige Dienstleister einschließlich Erziehung und Gesundheit (+ 0,2 Prozent; Deutschland: + 1,1 Prozent) kam es nur zu einem geringen Anstieg.

Im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei stieg die Bruttowertschöpfung ebenfalls an (+ 3,5 Prozent; neue Länder: + 7,4 Prozent; alte Länder: + 5,3 Prozent). Der Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung beträgt hier aber nur 3,1 Prozent.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2014 um 0,2 Prozent – und damit wesentlich langsamer als das Bruttoinlandsprodukt – gegenüber dem Vorjahr. Das hatte eine preisbereinigte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts je Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern um 1,3 Prozent zur Folge (Durchschnitt der neuen Länder ohne Berlin + 1,2 Prozent; früheres Bundesgebiet: + 0,6 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen erreichte 2014 somit 77,3 Prozent des Bundesdurchschnitts (2013: 76,9 Prozent). Das waren 52 595 EUR je Erwerbstätigen. Je geleisteter Arbeitsstunde der Erwerbstätigen wurden 36,80 EUR Bruttoinlandsprodukt erarbeitet, das waren nur 0,1 Prozent mehr als 2013. Hier stieg die insgesamt geleistete Arbeitszeit um 1,5 Prozent. Je Arbeitsstunde wurden nunmehr 74,1 Prozent (2013: 74,2 Prozent) des Bundesdurchschnitts erreicht.

1. Mai – Tag der Arbeit

Rund 65 Prozent der Erwerbstätigen mit regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit von 40 und mehr Stunden

Schwerin – Nach Ergebnissen des Mikrozensus waren im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt 743 000 Personen mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern erwerbstätig. Wie das Statistische Amt weiterhin mitteilt, arbeiteten 64,7 Prozent bzw. 480 700 Erwerbstätige mit einer gewöhnlichen Wochenarbeitszeit von 40 und mehr Stunden. Damit liegt der Anteil Vollzeit-Erwerbstätiger in Mecklenburg-Vorpommern deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 51,5 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die deutliche Mehrheit der Erwerbstätigen in Vollzeit tätig. Im Jahresdurchschnitt 2013 arbeiteten insgesamt 480 700 Erwerbstätige in einer normalen Arbeitswoche 40 oder mehr Stunden. Vollzeiterwerbstätige stellten 2013 damit 64,7 Prozent der insgesamt 743 000 Erwerbstätigen.

Von den 390 900 in Mecklenburg-Vorpommern erwerbstätigen Männern arbeiteten 78,0 Prozent mit einer gewöhnlichen Wochenarbeitszeit von 40 und mehr Stunden. Im Bundesdurchschnitt traf das auf lediglich 67,1 Prozent der erwerbstätigen Männer zu.

49,9 Prozent der 2013 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 352 100 erwerbstätigen Frauen arbeiteten regelmäßig 40 oder mehr Wochenstunden. Der Anteil der in Vollzeit erwerbstätigen Frauen war im Bundesdurchschnitt mit 33,6 Prozent deutlich geringer.

Substanzielle Teilzeit, also eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von maximal 20 Stunden, nutzten 2013 in Mecklenburg-Vorpommern lediglich 10,9 Prozent der Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt: 17,8 Prozent).

Durchschnittlich leisteten 2013 die Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern normalerweise je Woche 37,0 Arbeitsstunden je Person (Deutschland: 35,3). Dabei arbeiteten Frauen in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 34,1 Arbeitsstunden je Woche (Deutschland: 30,3) und Männer durchschnittlich 39,7 Arbeitsstunden je Woche (Deutschland: 39,6).

Wirksamere Warnung statt schärfere Alkohol-Verbote begrüßt

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) bekräftigt in Europa-Delegation AdR den EU-Plan, die Prävention zu verstärken: „Bestehende Gesetze reichen aus“

„Ich begrüße es, dass im EU-Parlament ein Antrag gescheitert ist, das Mindestalter für Alkoholkonsum auf 18 Jahre heraufzusetzen. Aus meiner Sicht gibt es dafür auch keine Notwendigkeit. Die bestehenden Gesetze in Deutschland reichen aus. Wichtiger als weiterreichende Verbote ist es zu kontrollieren, ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird“, sagte Justizministerin Kuder am Rande eines Treffens der Fachkommission SEDEC* des Ausschusses der Regionen (AdR) in Santander (Spanien).

„Es ist allerdings von äußerster Wichtigkeit, die Prävention zu verstärken. Auf Etiketten vor allem Schwangere und Autofahrer vor dem Alkoholmissbrauch zu warnen, halte ich für sinnvoll. Das schärft das Verantwortungsbewusstsein der Menschen“, so Ministerin Kuder.

*SEDEC ist im Ausschuss der Regionen (AdR) die Kommission für Sozial-, Bildungs- und Arbeitspolitik sowie Kultur (Commission for Social Policy, Education, Employment and Culture). In den Sitzungen werden unter anderem Stellungnahmen zu EU-Gesetzesvorhaben verabschiedet. Justizministerin Kuder ist seit diesem Jahr erneut Mitglied der Europa-Delegation.

Autobahn 19: Brücke über den Petersdorfer See für LKW gesperrt

Röbel – Seit gestern ist die Brücke über den Petersdorfer See im Zuge der Autobahn 19 für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen in Richtung Rostock gesperrt. Die Sperrung ist unumgänglich, weil Schäden am Bauwerk festgestellt wurden, die nicht fortschreiten dürfen.

Die betroffenen LKW müssen die Autobahn an der Abfahrt Röbel verlassen. Die Umleitung führt über die B198, die B103 und die B192 zur Anschlussstelle Malchow.

Aufgrund ihres schlechten Zustands soll die Brücke über den Petersdorfer See ab September durch einen Neubau ersetzt werden. Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken. Die Bauplanung sieht vor, den gesamten Verkehr ab September über das östliche der beiden Teilbauwerke zu führen. Das westliche Brückenbauwerk soll zunächst abgerissen und neu gebaut werden.

Dann soll der gesamte Verkehr über die neue Teilbrücke geführt werden, während das östliche Bauwerk abgetragen und neu gebaut wird. Um diese Bauplanung umsetzen zu können, muss das östliche Bauwerk mit den Richtungsfahrbahnen nach Rostock jedoch verstärkt werden. Ohne diese Verstärkung wäre es nicht möglich, während der ersten Bauphase den kompletten Verkehr in beiden Richtungen über dieses Teilbauwerk zu führen. Die geplante Verstärkung sah das Anschweißen von Stahlplatten zur Verstärkung der Hauptträger vor.

Im Zuge der Schweißarbeiten wurde festgestellt, dass die Schweißnähte aufreißen. Bei weitergehender Überprüfung dieser Schweißnähte wurden dahinterliegende oberflächliche Risse im Stahlträger festgestellt. Zusätzliche Materialproben und weitere Untersuchung ergaben, dass diese Risse sich durch Erschütterungen ins Innere des Stahlträges fortsetzen. Da ein LKW die Straße bis zu 40-tausend Mal stärker als ein PKW belastet, musste der Schwerverkehr dringend von der Brücke genommen werden. Nur so kann zunächst sichergestellt werden, dass die bislang oberflächlichen Risse sich nicht fortsetzen oder sich die angeschweißten Stahlplatten gänzlich ablösen.

Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Infrastrukturministerium: „Unser Ziel ist es, mit den Neubaumaßnahmen wie geplant im September diesen Jahres zu beginnen. Deshalb werden wir zunächst versuchen, die entstandenen Schäden zu beheben, um dann mit dem Einsatz anderer technischer Verfahren das Brückenbauwerk im notwendigen Rahmen zu verstärken.“

Die Umleitung des Schwerverkehrs könnte dann aufgehoben werden, so dass LKW wieder die Petersdorfer Brücke befahren dürften. Derzeit lässt sich der Erfolg der weiteren Maßnahmen jedoch nicht garantieren.

Die Staatssekretärin weiter: „Die Fachleute der Straßenbauverwaltung, der ausführenden Baufirma und Wissenschaftler der Hochschule Wismar aus dem Bereich Materialforschung sind im Moment damit beschäftigt, mögliche Alternativen auf ihre Tauglichkeit hin zu bewerten.“

Land zeigt neue Sonderausstellung PIPELINE:ARCHÄOLOGIE in Groß Raden

Minister Brodkorb: Interessierte können archäologisches Kulturgut des Landes erleben

Groß Raden – Das Land Mecklenburg-Vorpommern präsentiert einen Teil seiner archäologischen Funde im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden in einer neuen Sonderausstellung. Die Ausstellung „PIPELINE:ARCHÄOLOGIE“ mit 239 Exponaten zeigt von Freitag, dem 1. Mai 2015, an einen Querschnitt dessen, was bei den archäologischen Ausgrabungen auf den großen Erdgastrassen in Mecklenburg-Vorpommern zu Tage kam.

„Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, um möglichst vielen Interessierten – Einheimischen und Touristen – die Gelegenheit zu geben, das archäologische Kulturgut des Landes zu erleben“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Mit der Sicherung und Erfassung der Depotbestände sowie der Einrichtung eines Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Rostock nimmt die Erforschung der archäologischen Funde wieder größeren Stellenwert ein“, sagte Brodkorb. Der Lehrstuhlinhaber solle zugleich wissenschaftlicher Leiter eines künftigen Archäologischen Landesmuseums werden, in dem die archäologischen Funde dauerhaft angemessen präsentiert werden könnten.

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Foto @ Thomas Köhler, Objekteinrichtung Hengelhaupt GmbH

Die OPAL (Ostseepipelineanbindungsleitung) und die NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) durchqueren Mecklenburg-Vorpommern auf einer Länge von rund 340 Kilometern. Entsprechend groß waren die Überschneidungen zwischen der Trasse und den im Boden verborgenen archäologischen Fundstätten. In engem Zusammenwirken zwischen dem Bauherrn, Planungsbüros, Baufirmen und Landesarchäologie wurde deshalb Vorsorge für die rechtzeitige Sicherung dieser Kulturgüter getroffen. Zeitweise waren auf Seiten der Landesarchäologie Mecklenburg-Vorpommern fast 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, um die notwendigen Ausgrabungen durchzuführen.

Ältester Fund ist eine Pfeilspitze aus Feuerstein, mit der die Menschen kurz nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren auf die Jagd nach Rentieren gingen. Gefunden wurde sie bei Glasow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die jüngsten Funde stammen aus einem Kriegsgefangenenlager, das nach Kriegsende 1945 nur wenige Wochen existierte. Seine Reste wurden bei Sülstorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim ausgegraben.

„In der Sonderausstellung sind aber auch die ‚schönen’ Funde zu sehen“, sagte der Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. „Viele von ihnen, wie ein nachgeahmter byzantinischer Goldsolidus, der mehrere hundert Jahre lang in Umlauf war, bevor er zurechtgeschnitten und zum Anhänger umfunktioniert in der Nähe von Gustebin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) in den Boden gelangte, erzählen schon aus sich heraus eine spannende Geschichte“, so Dr. Jantzen. Der Informationsgehalt der archäologischen Quellen reiche jedoch wesentlich weiter, wie in der Sonderausstellung deutlich werde.

Unscheinbare Verfärbungen des Bodens, die auf der Trasse freigelegt wurden, lassen sich zu ganzen Hausgrundrissen zusammensetzen. In der Nähe von Glasow wurde beispielsweise das bislang älteste bekannte Haus in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt, das rund 5.500 Jahre alt ist. Häuser und Siedlungen sind auch wichtige Quellen für die Lebensweise und Ernährung der Menschen. Zu den neuen Erkenntnissen aus den Ausgrabungen auf den großen Erdgastrassen gehört, dass die aus dem Vorderen Orient stammende Hirse bereits vor über 3.500 Jahren, also in der älteren Bronzezeit, in unserer Region kultiviert wurde. Die neuen Hirsefunde zählen zu den ältesten nördlich der Alpen.

Die Ausstellung wurde durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege konzipiert und durch das Büro rutsch+rutsch aus Schwerin gestaltet. Nach Groß Raden wird sie in den Jahren 2016 und 2017 in den Museen Neubrandenburg, Greifswald, Rostock und Wismar zu sehen sein. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Begleitband erschienen, in dem die wichtigsten Grabungsergebnisse allgemeinverständlich und anschaulich vorgestellt werden. Die Veröffentlichung wurde durch die Firmen Gascade, Fluxys und Gasunie maßgeblich unterstützt.

Die Sonderausstellung ist bis zum 31. Oktober 2015 täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, vom 1. November bis zum 31. Dezember 2015 von 10:00 bis 16:30 Uhr (außer am 24. Dezember). Museumspädagogische Angebote, Führungen und Vorträge runden das Angebot ab.

Menschenrechte und Demokratie: Neuer EU-Aktionsplan

Brüssel – Federica Mogherini, Vizepräsidentin und Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Neven Mimica, Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, haben einen neuen Aktionsplan für Menschenrechte und Demokratie für den Zeitraum 2015 bis 2019 vorgelegt.

Mogherini und Mimica verabschiedeten am Dienstag (gestern) eine gemeinsame Erklärung hierzu. „Menschenrechte gehören zu den übergeordneten Prioritäten meines Mandats; sie werden ein Kompass in allen Beziehungen innerhalb der EU-Institutionen sowie mit Drittländern, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft sein“, sagte Mogherini.

Mogherini will an die Erfolge des Aktionsplans von 2012-14 anknüpfen. Menschenrechte sollen erneut im Zentrum der Agenda der europäischen Außenpolitik stehen. „Diese Mitteilung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt, da die Welt ihre Entwicklungsagenda für die kommenden Jahrzehnte neu definiert und Menschenrechte und demokratische Werte in vielen Teilen der Welt oft infrage gestellt, wenn nicht sogar ignoriert werden“, sagte Neven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Plan umfasst folgende fünf Aktionsbereiche:

Anteil lokaler Akteure in diesen Bereichen steigern
Herausforderungen bei Menschenrechten bewältigen
Sorge tragen für einen umfassenden Menschenrechtsansatz in Konflikten und Krisen
Bessere Kohärenz und Beständigkeit fördern
Die Effektivität und die Ergebniskultur in den Bereichen Menschenrechte und Demokratie vertiefen

Das strategische EU-Rahmenwerk und der Aktionsplan für Menschenrechte und Demokratie legen die EU darauf fest, Menschenrechte in allen externen Beziehungen ohne Ausnahme zu fördern. Der gemeinsame Aktionsplan soll für alle Weltregionen gültig sein, lokale Anforderungen und Besonderheiten sollen dabei berücksichtigt werden. Die Verabschiedung ist der erste Schritt hin zur Finalisierung des Aktionsplans im Sommer, der Rat für Auswärtige Angelegenheiten muss diesem Plan noch zustimmen.

Hesse: Demografischer Wandel ist Chance für die Gesellschaft

Neubrandenburg – Sozialministerin Birgit Hesse hat am Mittwoch dazu aufgerufen, den demografischen Wandel in Mecklenburg-Vorpommern als Chance zu begreifen. „Das Wissen, die Erfahrung, das Potenzial eines Menschen sind keineswegs veraltet, nur weil er graue Haare hat. Wir brauchen jeden Einzelnen, der sich für ein generationsübergreifendes Für- und Miteinander einsetzt“, sagte Hesse auf einer Fachveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Neubrandenburg.

Die Ministerin ließ keinen Zweifel daran, dass Mecklenburg-Vorpommern sich der Verantwortung um eine immer älter werdende Bevölkerung stelle. „Familienfreundliche Politik heißt auch immer seniorenfreundliche Politik. Schon in wenigen Jahren wird etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland älter als 65 Jahre sein. Wenn wir uns heute auf diese Situation vorbereiten, dann sollten wir auch den enormen Erfahrungsschatz der Menschen, ihre Fähigkeiten und ihre Kompetenz miteinbeziehen.“

Schon jetzt engagieren sich viele ältere Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ehrenamtlich. „Jeder Dritte im Land übt ein Ehrenamt aus oder engagiert sich freiwillig für andere. Viele von ihnen verfügen über ein hohes Bildungsniveau, einen abgesicherten Lebensstandard und erfreuen sich guter Gesundheit. Wir brauchen die Erfahrung und die Lebenslust der älteren Menschen in unserer Gesellschaft“, so Hesse.

Die Ministerin hob in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Städte und Gemeinden hervor. „Die Kommunen im Land beziehen Seniorinnen und Senioren mit ein, wenn es um für sie relevante Bereiche wie Wohnen, Nahverkehr, lebenslanges Lernen, Kultur, medizinische Versorgung und Pflege geht. Die Landesregierung unterstützt die Kommunen bei diesem Steuerungsprozess.“