Deckenerneuerung des Autobahnkreuzes Schwerin beginnt

Schwerin – Am Mittwoch (02.09.2015) beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke der Autobahn 24 im Bereich des Kreuzes Schwerin. Die Sanierung wird in zwei Bauphasen erfolgen.

In der ersten Bauphase wird die Fahrbahn in Richtung Berlin saniert. Dazu wird der Verkehr in Richtung Berlin ab Mittwoch vor dem Kreuz auf die Fahrbahn Richtung Hamburg geführt. Die Fahrbahn Richtung Hamburg wird dann zwei Fahrstreifen für den Verkehr Richtung Hamburg und zwei Fahrstreifen für den Verkehr in Richtung Berlin führen.

Während der Erneuerung der Richtungsfahrbahn Berlin gibt es folgende Änderungen für die Verkehrsteilnehmer:

– Fahrzeuge auf der A 14 aus Richtung Schwerin, die auf die A 24 fahren wollen, fahren von der A 14 über die derzeit noch bestehende Behelfsausfahrt Fahrbinde ab und werden über Wegweiser zur Anschlussstelle Wöbbelin und dort auf die Autobahn 24 geführt.

Eine Auffahrt auf die A 14 in Höhe Fahrbinde ist jedoch nicht möglich!

Die Arbeiten sollen bis zum 13.10.2015 abgeschlossen sein.

Ab dem 16.10.2015 erfolgt die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Hamburg. In der Woche davor erfolgt die Einrichtung der Baustelle. Der Verkehr in Richtung Hamburg wird während der Baumaßnahme über die zuvor erneuerte Fahrbahn in Richtung Berlin geführt.

Während der Bauphase, die am 04.12.2015 beendet sein soll, ergeben sich folgende Einschränkungen/Änderungen für die Verkehrsteilnehmer:

Fahrzeuge aus Richtung Berlin, die auf die A 14 in Richtung Schwerin/Wismar fahren wollen, müssen auf der A 24 bis zur Anschlussstelle Wöbbelin weiterfahren, dort von der Autobahn ab- und in Richtung Berlin wieder auf die Autobahn auffahren und dann am Kreuz Schwerin auf die A 14 abfahren.

Fahrzeuge auf der A 14 aus Richtung Schwerin, die in Richtung Hamburg auf die A 24 fahren wollen, fahren von der A 14 über die derzeit noch bestehende Behelfsausfahrt Fahrbinde ab und werden über Wegweiser zur Anschlussstelle Wöbbelin und dort auf die Autobahn 24 geführt.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden rund 4,2 Mio. Euro betragen. Die Kosten trägt der Bund.

Deutscher App-Markt knackt Milliarden-Marke

Umsatz steigt 2015 voraussichtlich um 41 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro
Großteil des Umsatzes entfällt mit 952 Millionen Euro auf In-App-Angebote
Rund 3,7 Millionen Apps in den größten App-Stores verfügbar

Berlin – Die Nachfrage nach Apps zieht in diesem Jahr erneut kräftig an: 2015 werden in Deutschland voraussichtlich 1,3 Milliarden Euro mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets umgesetzt. Das ist ein Plus von 41 Prozent gegenüber 2014, als der Umsatz 910 Millionen Euro betrug. 2013 lag das Marktvolumen erst bei 547 Millionen Euro. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit. Damit knackt der deutsche App-Markt 2015 erstmals die Milliarden-Marke. „Der Boom von Apps ist ungebrochen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets. Mit Wearables wie etwa der Smartwatch und Fitnessarmbändern wird das Ökosystem rund um Apps jetzt nochmals deutlich erweitert.“

Die Anzahl der verfügbaren Apps ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen und beläuft sich derzeit in den fünf größten App Stores auf rund 3,7 Millionen. Dabei entfallen 1,5 Millionen auf den Google Play Store und 1,4 Millionen auf den Apple App Store. Im Amazon App Store sind zudem 360.000 Anwendungen verfügbar, im Windows Phone Store 340.000 und bei Blackberry World 130.000. Das Angebot umfasst nahezu alle Themen- und Lebensbereiche: Es gibt Apps zum Vokabellernen und Nachrichtenlesen, für das Mobile-Banking oder die Essensbestellung, zur Navigation im Auto oder für die Buchung von Veranstaltungstickets. „Am beliebtesten sind unverändert Anwendungen für Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Spiele“, so Rohleder. „Stark im Kommen sind außerdem Fitness-und Gesundheits-Apps, die zum Beispiel die zurückgelegte Strecke und die verbrauchten Kalorien beim Joggen aufzeichnen und so helfen, das Training zu optimieren und die Motivation unterstützen.“

Die meisten Apps können kostenlos heruntergeladen werden. Das Gros des App-Umsatzes wird mit 952 Millionen Euro (74 Prozent) über kostenpflichtige Angebote innerhalb der App erzielt, etwa für die Erweiterung von Spielen. 193 Millionen Euro werden direkt über den Kaufpreis umgesetzt (15 Prozent), 150 Millionen Euro über Werbung (12 Prozent).

Hinweis zur Methodik: Die Angaben zum Umsatz auf dem deutschen App-Markt basieren auf Berechnungen des Marktforschungsinstituts research2guidance. Die Zahl der verfügbaren Apps in den fünf größten App Stores basiert auf Daten von Appbrain.

Fortschreibung Abfallwirtschaftsplan M-V

Glawe: Öffentliches Beteiligungsverfahren hat begonnen
Stellungnahmen zum Entwurf sind erwünscht

Schwerin – Das Beteiligungsverfahren ist eröffnet: Ab sofort können alle Bürger sich an der Anhörung zum Entwurf des Abfallwirtschaftsplanes Mecklenburg-Vorpommern beteiligen. Bis zum 01. Oktober 2015 liegt der überarbeitete Abfallwirtschaftsplan des Landes öffentlich aus. „Alle Bürger haben die Möglichkeit, sich am Verfahren zu beteiligen. Zusätzlich wird der Entwurf auf den jeweiligen Internetplattformen vorgestellt. Durch die umfangreiche Präsenz sollen alle Interessenten erreicht werden. Wir setzen auf eine rege Beteiligung und einen intensiven Informationsaustausch“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Inhalte im Abfallwirtschaftsplan

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (Bundesgesetz) soll im Abfallwirtschaftsplan die aktuelle abfallwirtschaftliche Situation hinsichtlich Abfallsammelsystemen, Abfallaufkommen und Abfallherkunft sowie der vorhandenen Abfallentsorgungsanlagen und der Einschätzung der Entsorgungssicherheit beschrieben werden. Die prinzipielle Ausrichtung der Abfallwirtschaft des Bundeslandes wird in den Zielen und Grundsätzen dargestellt. Mit der Prognose wird das zukünftige Aufkommen an Abfällen ermittelt, um den Bedarf an Entsorgungskapazitäten ableiten zu können.

Öffentliche Auslegung

In sechs Institutionen in fünf verschiedenen Städten kann der Entwurf des Abfallwirtschaftsplanes Mecklenburg-Vorpommern eingesehen werden. Er liegt im Wirtschaftsministerium in Schwerin, beim Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow sowie bei den vier Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Rostock, Stralsund und Neubrandenburg öffentlich aus. „Künftig sollen unvermeidbare Abfälle nach Gesetzesvorgaben noch konsequenter verwertet werden. Zur Gewährlistung eines hochwertigen Recyclings wurden ab 2015 Getrenntsammlungspflichten für Papier, Metall-, Kunststoff-, Glas- und Bioabfälle eingeführt“, so Glawe weiter.

Wasserschutzpolizei Stralsund – ereignisreiches Wochenende

Stralsund – Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Beamten der Wasserschutzpolizei Stralsund. So wurden sie bereits am Freitag in den Abendstunden über ein unerklärliches Fischsterben mit geschätzt mehreren hundert toten Fischen im Saaler Bach informiert. Ermittlungen und Untersuchungen seitens des Veterinäramtes wurden in enger Zusammenarbeit mit der Rettungsleitstelle Vorpommern-Rügen durchgeführt. Vom Gewässer wurden Proben genommen und zur Untersuchung eingeschickt. Eine Tierseuche wird jedoch für unwahrscheinlich gehalten. Nach Einschätzung des Veterinäramtes kommt es alljährlich in verschiedenen naturnahen und unverbauten Bach- und Flussabschnitten mit Ufervegetation zu solch einem Fischsterben. Besonders in trockenen Sommerabschnitten führt ein Wassermangel oft zu Sauerstoffarmut mit den hier festgestellten Folgen.

Am frühen Samstagabend verlor eine Segelyacht im nördlichen Strelasund ihr Schwert. Durch den offenen und beschädigten Kielkasten des Bootes trat Wasser ein und das Boot drohte zu sinken. Geistesgegenwärtig verholte die Besatzung ihr Boot in den Flachwasserbereich des Parower Haken. Das Seenotrettungsboot Hertha Jeep aus Stralsund ünterstütze die havarierte Segelyacht vor Ort beim Lenzen. Das Schleppen, Bergen und Kranen der havarierten Yacht erfolgte in ausgezeichneter Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der Wasserschutzpolizei Stralsund, der Rettungsleitstelle Vorpommern-Rügen, der Feuerwehr Stralsund und der Marinetechnickschule Parow. Zu Personenschäden kam es nicht. Erste Ermittlungen deuten auf Materialermüdung.

Am gesamten Wochenende wurden durch die Wasserschutzpolizei Stralsund mehrere Verstöße gegen fischereirechtliche, naturschutzrechtliche und schifffahrtsverkehrsrechtliche Bestimmungen festgestellt und zur Anzeige gebracht. Beispielsweise wurde dreimal ein Strafverfahren wegen des Verdachtes der Fischwilderei eingeleitet, da die Personen bei Kontrollen weder die Fischereierlaubnis noch den Fischereischein vorlegen konnten. Unerlaubtes Aufstellen von Campingmobilen in geschützten Landschaftsbereichen sowie Verstöße gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Wasserstraßen sind ebenfalls festgestellt und geahndet worden. Darüber hinaus wurde eine handvoll Angelsportfreunde beim Angeln im Fahrwasser ausgemacht. In den meisten Fällen wurde dies durch Ahndung mit einem Verwarngeld direkt vor Ort und der Aufforderung zum Aufsuchen eines anderen Angelplatzes beglichen.

20-Jähriger verletzte sich bei Verkehrsunfall unter Alkohol leicht

Ludwigslust – Bei einem Verkehrsunfall am frühen Montagmorgen in Ludwigslust hat sich ein 20-jähriger Autofahrer leichte Verletzungen zugezogen. Er wurde anschließend in eine Klinik gebracht. Bei einem Atemalkoholtest stellte die Polizei 1,47 Promille bei dem aus Ludwigslust stammenden Autofahrer fest. Er war eigenen Angaben zufolge mit zwei weiteren Männern in einem VW Polo unterwegs, als er in der Bahnhofstraße plötzlich die Kontrolle über das Auto verlor und mit dem Wagen über einen Bordstein fuhr. Dabei brach unter anderem die Vorderachse des PKW. Auch die vier Räder des Wagens wurden zerstört.

Der 20-jährige Autofahrer, der nicht angeschnallt war, prallte mit dem Kopf gegen das Lenkrad und erlitt dabei eine Gesichtsverletzung. Wie sich herausstellte, ist der 20-jährige mutmaßliche Unfallverursacher nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Auch das Auto gehört dem Mann nicht. Er hatte nach eigenen Angaben bei einer Gartenparty in der Nacht die Autoschlüssel gestohlen und anschließend mit seinen beiden Bekannten eine Spritztour unternommen. Die beiden Mitfahrer hatten sich beim Eintreffen der Polizei bereits vom Unfallort entfernt.

Gegen den 20-Jährigen wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Straßenverkehr, unbefugten Gebrauchs eines PKW und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Ministerpräsident Erwin Sellering eröffnet Ostseeparlamentarierkonferenz

Warnemünde – Bei der Eröffnung der Ostseeparlamentarierkonferenz in Warnemünde hob Ministerpräsident Erwin Sellering die besondere Bedeutung des Ostseeraums für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hervor. Er verwies darauf, dass rund ein Drittel aller Exporte aus Mecklenburg-Vorpommern in die Ostseeländer gehen.

Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz sind die Perspektiven des Gesundheitswesens im Ostseeraum. Hier sieht der Regierungschef gemeinsame Herausforderungen in der Ostseeregion: „Eine Schlüsselfrage für die zukünftige Gesundheitsversorgung in unseren Ländern ist, wie wir unser Gesundheitssystem so organisieren können, dass die Menschen in den dünn besiedelten ländlichen Regionen auch in Zukunft bestmöglich versorgt sind. Dafür brauchen wir viele kluge Ideen, Konzepte und neue Wege in der medizinischen Versorgung. All das wird nur in intensiver Kooperation gelingen, die wir auch mit der heutigen Konferenz weiter ausbauen wollen.“

Die Ostseeparlamentarierkonferenz ist das parlamentarische Forum der Ostseeregion. Sie wurde 1991 auf Initiative des damaligen finnischen Parlamentspräsidenten gegründet, mit dem Ziel, eine gemeinsame Identität innerhalb der Ostseeregion durch eine engere Zusammenarbeit zwischen den nationalen und regionalen Parlamenten zu fördern. Die Konferenzen der Ostseeparlamentarier finden einmal jährlich an wechselnden Tagungsorten in der Ostseeregion statt.

Waldaktie auch international erfolgreich – erste Baumpflanzungen in Togo

Schwerin – Das Ende 2010 gestartete Projekt „Waldaktie der Savanne“ erreicht derzeit einen weiteren Meilenstein, in dem nun die Voraussetzungen für umfangreiche Baumpflanzungen geschaffen wurden.

„Ich freue mich sehr, dass die Waldaktie dazu beiträgt, traditionelle Wirtschaftsweisen in Togo wieder zu beleben. Gerade vor dem Hintergrund der derzeitig zu beobachtenden Flüchtlingsströme muss es auch unser Ziel sein, Gesellschaften in den gefährdeten Gebieten zu stabilisieren. Die Menschen müssen eine Perspektive haben und wenn wir dazu ein kleines Stück beitragen können, sollten wir dies tun. Daher sehe ich die Waldaktie der Savanne als ein Stück Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Es hat etwas länger gedauert, aber Bäume in der Savanne zu pflanzen ist deutlich anspruchsvoller als Pflanzungen in Deutschland“, der Vorsitzende des Vereins Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ e. V.) Hinrich Kuessner. Für die in Togo nun entstehenden Wälder steht nicht nur der Klimaschutz im Vordergrund. Vielmehr bilden die Bäume den Lebensraum für Wildbienen und sind Voraussetzung für Projekte der Agroforst. „Unser Ziel ist es, die Imkerei als die traditionelle Ökonomie der Region wieder zu etablieren und den Menschen hier die Möglichkeit zu geben, ihren Lebensunterhalt im Einklang mit der Natur zu bestreiten“, so Hinrich Kuessner. „Außerdem können durch Agroforst Ernteerträge erhöht und so in einer Hungerregion Ernährung verbessert werden. Wer uns unterstützen möchte, kann dies sehr gut und einfach durch den Kauf von Waldaktien der Savanne tun.“ Neben der Verbesserung der ökonomischen Situation der Menschen und der von den gepflanzten Bäumen erbrachten Ökosystemleistungen konnte auch ein wichtiger Impuls für die Menschen gegeben werden.

Die Erzeugnisse, in erster Linie Honig und Wachs, werden in Togo selbst und in dem angrenzenden Benin vermarktet. Für die Imkerfamilien können deutliche Einkommensverbesserungen erreicht werden. Insbesondere gilt dies für die Trockenzeit im Februar/März, in der viele Familien der Savanne vom Hunger bedroht sind. Zur Umsetzung des Projektes wurden verschiedene Infrastruktureinheiten geschaffen. So wurde beispielsweise eine Baumschule eingerichtet und eine Ausbildung für Agroökologie gestartet.

Hintergrundinformationen

Die Waldaktie (www.waldaktie.de) wurde im Jahre 2007 in Mecklenburg-Vorpommern als Klimaschutzprojekt entwickelt und gestartet. Im Mittelpunkt steht die Kohlendioxidbindung der aufwachsenden Bäume. Die Klimawälder erbringen jedoch weitere Ökosystemleistungen, etwa durch die Verbesserung der Wasserqualität oder die Erhöhung der Biodiversität. Bislang konnten etwa 700.000 Euro für zusätzliche Aufforstungen in Mecklenburg-Vorpommern eingenommen werden

Die Waldaktie der Savanne (www.waldaktie-savanne.de) wurde Ende 2010 durch den Vorsitzenden des Vereins Deutsch-Afrikanische-Zusammenarbeit (DAZ e. V.) und ehemaligen Landtagspräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns Hinrich Kuessner sowie Umweltminister Dr. Till Backhaus gestartet. Bislang konnten 1000 Waldaktien der Savanne verkauft werden. Hauptpflanzgrund ist nicht die Klimaschutzleistung der Bäume, sondern die Reetablierung der traditionellen Imkerei als Rückgrat.

Sanierung der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Greifswald abgeschlossen

Glawe: Moderner Schulkomplex bietet Schülern und Lehrern optimale Lernbedingungen

Greifswald – Die umfangreichen Baumaßnahmen sind fertiggestellt: Am Montag (31.08.2015) feierten Schüler, Lehrer sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung die Wiedereröffnung der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Greifswald. „Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald als Bauherr hat gemeinsam mit allen Beteiligten ein großes Projekt bewältigt – zwei Einzeldenkmäler wurden modernisiert, ein Neubau hochgezogen und die Außenanlagen neu gestaltet. Jetzt ist ein moderner Schulkomplex entstanden, der Schülern und Lehrern optimale Bedingungen bietet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin. Während der Bauzeit wurden die Schüler in einem bisher nicht genutzten Neubau der Greifswalder Montessori-Schule unterrichtet.

Die Baumaßnahmen beinhalteten die Modernisierung der ehemaligen Jugendkunstschule, den Umbau der ehemaligen Turnhalle zur Aula sowie einen dreistöckigen Neubau, der künftig von der Grundschule und dem Hort gemeinsam genutzt werden soll. Weiterhin ist der Schulinnenhof komplett neu gestaltet worden – unter anderem mit Ballspielanlage, verschiedenen Spiel- und Klettergeräten sowie einer Gesprächsecke in einem Bambusgarten, der nach japanischem Vorbild angelegt wurde. Das Schulprojekt gilt gleichzeitig als Pilotvorhaben unter dem Aspekt des nachhaltigen Bauens. Angestrebt wird eine Zertifizierung mit der silbernen Plakette der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). „Besonders herausragend finde ich die Idee zur Fassadengestaltung – der Neubau ist mit Faserzementplatten versehen, die wiederum mit Wörtern bedruckt sind, die in der Grundschule gelernt werden“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 10,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Mit Unterstützung der Städtebauförderung wurden in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald unter anderem der Marktplatz und der Rubenowplatz umgestaltet sowie die Einkaufs- und Fußgängerzone Schuhhagen saniert.

Amtsgericht Greifswald übernimmt Aufgaben des ehemaligen Amtsgerichts Wolgast

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): „Wir setzen die Reform um, damit auch in Zukunft die Verfahren der Wolgaster zügig bearbeitet werden können“

Greifswald – „Auch wenn ein historisches Gerichtsgebäude Emotionen weckt, so sollten sich die Menschen in Wolgast fragen, ob ihnen die zügige Bearbeitung ihrer Gerichtsverfahren nicht doch wichtiger ist als das Amtsgericht um die Ecke. Die Justiz in Mecklenburg-Vorpommern braucht zukunftsfeste Strukturen. Wenn in einem kleinen Gericht wie in Wolgast ein Richter oder Rechtspfleger krank wird und der andere wegen Urlaubs fehlt, dann ist die Bearbeitung der Verfahren nicht mehr möglich. Nur in größeren Amtsgerichtseinheiten sind in diesen Fällen Vertretungen gewährleistet. In größeren Einheiten sind außerdem erforderliche Spezialisierungen möglich, um mit den ohnehin spezialisierten Fachanwälten mithalten zu können. Darum setzen wir die Reform um“, sagte Justizministerin Kuder.

Mit der Schließung des Amtsgerichts Wolgast übernimmt ab Montag das Amtsgericht Greifswald die Aufgaben. Für ehrenamtliche Betreuer ist weiterhin ein Sprechtag in Wolgast geplant. Er wird ab 28. September jeden letzten Montag im Monat in der Peenemünder Str. 1, im Raum 106/107 angeboten. Anmeldungenbitte vorhertelefonisch beim Amtsgericht Greifswald.

Sex sells: „Grey“ mit erfolgreichstem Buchstart 2015

An diesem Buch kommt (fast) niemand vorbei: Der neueste E. L. James Roman „Grey“ lässt deutschlandweit die Kassen klingeln und legt den mit Abstand erfolgreichsten Start des Jahres hin. Das „Shades of Grey“-Reboot avancierte am Freitag in sämtlichen Bundesländern zum meistverkauften Titel und begeisterte auch an den Folgetagen die Massen. Klare Sache, dass „Grey“ nun auf Platz eins der Taschenbuch-Bestsellerliste (Belletristik), ermittelt von GfK Entertainment schießt. Neben Anna Todds Erotik-Schmökern „After forever“ (zwei) und „After passion“ (acht) befinden sich Mr. Grey und Ana in bester Gesellschaft.

Die größten „Grey“-Fans sitzen in den Regionen Mecklenburg-Vorpommern/Sachsen-Anhalt und Sachsen/Thüringen, wie eine Datenanalyse von GfK Entertainment zeigt. Dort war die Story an den ersten Verkaufstagen für 20,2 bzw. 16,2 Prozent sämtlicher Belletristik-Taschenbuch-Umsätze verantwortlich. Auch die Einwohner von Nordrhein-Westfalen (12,9 Prozent) und Berlin/Brandenburg (12,4 Prozent) griffen beherzt zu. Am wenigsten Begeisterung kam in Baden-Württemberg auf (9,3 Prozent).

Gekrönt wird das „Grey“-Fieber mit einem guten fünften Rang in den Hörbuch-Charts. Besser sind nur die „Känguru-Chroniken“ (Marc-Uwe Kling), die „Eiskönigin“, „Die drei Fragezeichen und der gestohlene Sieg“ sowie die „Minions“ platziert.

GfK Entertainment ermittelt seit vielen Jahrzehnten die deutschen Bestsellerlisten, betreibt Marktforschung und erstellt die offiziellen Kennzahlen des deutschen Buchmarktes. Die Marktabdeckung beträgt 82 Prozent und beinhaltet die Absatzwege Kauf- und Warenhaus, Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce sowie Nebenmärkte. GfK Entertainment ist Partner des Börsenvereins des deutschen Buchhandels.

Sellering: Flagge für Demokratie und Weltoffenheit zeigen

Jamel – „Die meisten Menschen in unserem Land wollen ein demokratisches und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern. Sie lehnen Hass, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit entschieden ab. Deshalb ist es wichtig, dass wir Flagge zeigen. Gerade auch in Orten wie Jamel, wo Nazis ihre menschenverachtende Gesinnung durchzusetzen versuchen. Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr viele Besucherinnen und Besucher zum Forstrock-Festival gekommen sind, um gemeinsam ein Zeichen für Demokratie und Weltoffenheit zu setzen“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering heute bei der Eröffnung des Forstrock-Festivals in Jamel.

Sellering dankte dem im Jamel lebenden Ehepaar Lohmeyer, das seit vielen Jahren das Festival organisiert: „Es gehört viel Mut und ebenso viel Durchhaltevermögen dazu, sich nicht einschüchtern zu lassen und standhaft für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten. Machen Sie bitte weiter so mit Ihrem Engagement!“

Veranstaltungsreihe zur Windenergie geht weiter

Schwerin – Nach dem Ende der politischen Sommerpause geht die im April vom Energieministerium gestartete Veranstaltungsreihe zu Windenergie in die nächste Runde. Dazu werden im September gleich zwei Themen in jeweils eigenen Veranstaltungen beleuchtet.

Am 08.09.2015 widmet sich die Veranstaltung der Fragestellung: Energiewende in M-V – Wirtschafts- und Arbeitsplatzmotor oder viel Wind um nichts?. Fachreferent an diesem Abend ist Prof. Dr. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier.

In der zweiten Veranstaltung am 15.09.2015 beantwortet Prof. Dr. Günter Vornholz von der EBZ Business School Bochum die Frage „Schaden Windenergieanlagen den Immobilienpreisen?“.

Die Veranstaltungen können direkt im Rechenzentrum der Hochschule Wismar (Gebäude 26 – Zugang über Bürgermeister-Haupt-Straße) oder per Live-Stream unter www.windkraft.link verfolgt werden.

Im Anschluss an den Vortrag besteht wieder die Möglichkeit, vor Ort oder über das Internet Fragen an den Referenten zu richten. Die Veranstaltungen samt Live-Übertragung beginnen jeweils um 18.30 Uhr. Einlass in Wismar ist ab 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im Nachgang zu jeder Veranstaltung werden der Vortrag sowie die anschließende Diskussion als Videos online abrufbar ebenfalls unter www.windkraft.link sein.

M-V: 2 Mio. Euro mehr für allgemeine Kulturförderung eingeplant

Schwerin – Die Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern soll nach dem Willen von Kulturminister Mathias Brodkorb vom kommenden Jahr an deutlich mehr Geld erhalten. Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2016/2017 sind für die allgemeine Kulturförderung an öffentliche und nicht öffentliche Träger rund 2 Millionen Euro mehr vorgesehen. Während im Haushaltsjahr 2015 rund 9,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sind es im Entwurf des neuen Doppelhaushalts für die Jahre 2016/2017 jeweils 11,5 Millionen Euro. Dies entspricht einer Erhöhung um 22 Prozent.

„Ich freue mich sehr, dass wir uns in den Haushaltsverhandlungen darauf verständigen konnten, die Mittel für die allgemeine Kulturförderung zu erhöhen. Dieses Geld wird die Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns stärken“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Zunächst haben die Schulen und Hochschulen mehr Geld erhalten. Nun ist der Kulturbereich an der Reihe, in dem viele Menschen mit großer Leidenschaft tätig sind. Ich hoffe sehr, dass die Landtagsabgeordneten den Vorschlägen der Landesregierung zustimmen werden“, sagte Brodkorb.

Die Mittel der allgemeinen Kulturförderung kommen Einrichtungen, Vereinen, Verbänden und Projekten zu Gute, die nach dem Drei-Säulen-Modell der Kulturförderrichtlinie gefördert werden. Dies sind Musikschulen, Kinder- und Jugendkunstschulen, Bibliotheken, Projekte der Literaturhäuser, Film- und medienpädagogische Projekte und Projekte soziokultureller Einrichtungen (Säule 1). Die Säulen 2 und 3 umfassen Projekte von überregionaler und landesweiter Bedeutung oder sonstige herausragende Projekte.

„Bei der Landeskulturkonferenz am Freitag, den 2. Oktober 2015, werde ich erste Vorschläge vorstellen, wie wir die zusätzlichen Mittel sinnvoll investieren können“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Mir ist aber wichtig, dass wir gemeinsam den besten Weg finden, wie die zusätzlichen Mittel in der Kulturszene eingesetzt werden können“, so Brodkorb. „Im Doppelhaushalt 2016/2017 ist darüber hinaus vorgesehen, dass auch andere Kulturbereiche mehr Geld erhalten.“

So sind beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege für die Sicherung des Kulturerbes jährlich 200.000 Euro zusätzlich eingeplant. Darüber hinaus sollen die Mittel für die Digitalisierung von Kulturgütern von 50.000 Euro auf 85.000 Euro pro Jahr steigen.

Fit durch den Schulalltag: Gesunde Ernährung = gute Leistung

Schwerin – Auch im Schuljahr 2015/2016 wird das Landesernährungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern weitergeführt.

„Gerade zu Schuljahresbeginn wollen wir darauf hinweisen, dass Schülerinnen und Schüler den Schulalltag besser meistern, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Daher lieber mal einen Apfel – am besten aus der Region – mehr mit zur Schule nehmen oder in die Schultüte legen, damit der Unterricht mehr Spaß machen kann und nicht zur Last wird“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Das Landesernährungsprogramm besteht u.a. aus einem Streuobstprojekt, der Apfelkiste oder dem Ernährungsführerschein. Mit viel Engagement und Ideen aller Akteure konnte bisher an 230 Grund- und Förderschulen des Landes das Ziel umgesetzt werden, bei Kindern die Alltags- und Umweltkompetenzen in Bezug auf eine ausgewogene Ernährung zu erhöhen und sie für frische, vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel zu begeistern. Obst und Gemüse sind mit dem Programm feste Bestandteile des schulischen Ernährungsalltags geworden. „Ich finde es als Landwirtschaftsminister sehr wichtig, den Bezug zwischen unseren qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und ihrer Herkunft aus der Landwirtschaft herzustellen und das Verständnis dafür zu fördern. So freut es mich besonders, dass die teilnehmenden Kinder Kenntnisse erlangen, wie Lebensmittel erzeugt und verarbeitet werden“, erklärte der Minister.

Mit der Weiterführung des Landesernährungsprogramms über den geplanten Zeitraum hinaus möchte ich an den Erfolg anknüpfen und weiterhin Grund- und Förderschulen in ihren Bemühungen um die Gesundheit unserer Kinder unterstützen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern in allen Grund- und Förderschulen Kompetenzen für einen gesunden Lebensstil zu vermitteln. Gute Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Projekt besitzen solche Schulen, die u.a. am Schulmilchprogramm des Landes und/oder am „Landesprogramm für die gute gesunde Schule“ teilnehmen oder eigene Ernährungsprojekte durchführen, wie z. B. die Bewirtschaftung von Schulgärten. „Ich möchte Sie einladen, sich für das Landesernährungsprogramm zu bewerben“, führte der Minister aus.

25 Jahre Verband des Kfz-Gewerbes Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Rostock – In Rostock-Warnemünde fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Verbandes des Kfz-Gewerbes Mecklenburg-Vorpommern e.V. eine Festveranstaltung statt. „Der Verband aus Mecklenburg-Vorpommern ist von Anfang an Vorreiter – bereits im März 1990 wurde der erste ostdeutsche Landesinnungsverband von 21 Obermeistern gegründet. Der Kfz-Verband hat in den vergangen Jahren entscheidend dazu beigetragen, dass Strukturen geschaffen wurden, die Mecklenburg-Vorpommern mobil machen. Tankstellen wurden gebaut. Das Straßen- und Wegenetz wurde ausgebaut. Auch die vielen markengebundenen Autohäuser und Freien Werkstätten leisten einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg insgesamt. Heute ist der Verband mit seinen Mitgliedern ein starker Interessenvertreter etwa für die Herausforderungen des Klimaschutzes oder der technologischen Veränderungen. Die Branche unterliegt insgesamt einem stetigen Wandel, die heimische Wirtschaft hält Schritt dabei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Der Verband vertritt nach eigenen Angaben zehn Kfz-Innungen im Land mit rund 650 Mitgliedsbetrieben, die rund 8.000 Mitarbeiter beschäftigen, davon etwa 1.000 Auszubildende. Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 1.082 junge Menschen im Kfz-Handwerk und 1.203 junge Menschen im Kfz-Gewerbe ausgebildet. „Die Anforderungen an die Kfz-Branche sind größer geworden, weil neue Technologien auf neue Mobilitätskonzepte und veränderte gesellschaftliche Präferenzen treffen. Heute sind die Unternehmer und Beschäftigten nicht mehr nur die klassischen Autoschrauber, sondern Dienstleister, Kfz-Fachleute und Verkäufer. In der Branche sind moderne Arbeitsplätze und Ausbildungsberufe entstanden, Arbeitsbedingungen sind verbessert worden, Tariflöhne werden gezahlt“, betonte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich zudem eine dynamische Automobilzulieferindustrie entwickelt. Mittlerweile arbeiten über 5.000 Menschen in diesem Industriezweig und erwirtschaften in rund 100 Betrieben einen jährlichen Umsatz von circa 1,5 Milliarden Euro. So werden in Mecklenburg-Vorpommern hochwertige Fahrzeugklimatisierungs- und Heizsysteme, Komponenten für einen zuverlässigen Insassenschutz und moderne Fahrzeuginformationssysteme hergestellt. Außerdem fertigen Unternehmen im Land hydraulische Präzisionskomponenten, statten Nutzfahrzeuge mit Allradantrieben aus und sind im Bereich der Leichtmetallumformung tätig. „Die Automobilzulieferbranche ist im Nordosten volkswirtschaftlich außerordentlich wichtig, da sie stabiles Wachstum, technologische Innovationen und hochwertige Beschäftigung schafft“, sagte Glawe.