Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden in Bobbin

Sassnitz – Am 30.12.2015 gegen 17:45 Uhr ereignete sich auf der Landesstraße 30 in der Ortslage Bobbin ein Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Zwei aus Richtung Sagard kommende PKW fuhren hintereinander in Richtung Glowe. Ein 47-jähriger Urlauber aus Berlin hatte die Einfahrt zu seiner Ferienunterkunft in Polchow verpasst und wollte mit seinem PKW Ford in Bobbin wenden.

Dazu beabsichtigte er in eine linksseitige Einfahrt abzubiegen und beachtete dabei nicht die 36-jährige Fahrerin eines PKW Skoda, die sich bereits im Überholvorgang befand. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge, bei welchem niemand verletzt wurde aber erheblicher Sachschaden entstand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme und der Reinigung der Fahrbahn musste die Polizei die Straße halbseitig sperren und den Verkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbeileiten.

Nationalpark- und Biosphärenreservatsämter vor 20 Jahren errichtet

Schwerin – Am 1. Januar 1996 trat in Mecklenburg-Vorpommern das Großschutzgebietsorganisationsgesetz in Kraft.

Mit diesem Gesetz wurden damals die Nationalparkämter Müritz, Rügen und Vorpommersche Boddenlandschaft sowie das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee gegründet. Das Nationalparkamt Rügen war für den Nationalpark Jasmund und für das Biosphärenreservat Südost-Rügen zuständig.

Damit wurden für die drei Nationalparke Müritz, Jasmund und Vorpommersche Boddenlandschaft die zuvor getrennten Naturschutz- und Forstverwaltungen in jeweils einer unteren Landesbehörde zusammengeführt. „Durch diese neue Struktur war es einfacher, Ziele des Naturschutzes und forstliche Ziele gemeinsam durch eine Landesbehörde umsetzen zu können und zugleich die Ziele der Großschutzgebiete effizient zu erreichen“, würdigt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die Weitsicht der damals getroffenen Entscheidung.

Diese Verwaltungen und ihre Schutzgebiete haben sich inzwischen zu wichtigen Standortvorteilen in ihren Regionen entwickelt. Wie die zuletzt vorgelegten Studien zur Wertschöpfung in den Großschutzgebieten des Landes belegen, werden durch die Besucher alleine der drei Nationalparke in M-V Einkommenseffekte entsprechend 3.904 Arbeitsplätzen erreicht.

Nationalparke haben weltweit das Ziel, auf einem wesentlichen Teil ihrer Fläche eine von menschlichen Eingriffen ungestörte natürliche Entwicklung („Natur Natur sein lassen“) zu ermöglichen.

Seitdem fanden weitere Umstrukturierungen statt: insbesondere bekam das UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen am 1.Januar 2006 ein eigenes Amt und der Nationalpark Jasmund wurde der Verwaltung durch das Nationalparkamt Vorpommern unterstellt.

Schließlich trat am 1.2.2015 das Biosphärenreservat-Elbe-Gesetz in Kraft, mit dem der mecklenburg-vorpommersche Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe als Biosphärenreservat nach Landesrecht errichtet wurde.

Heute verfügt Mecklenburg-Vorpommern über 13 Großschutzgebiete, davon drei Nationalparke, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparke. In diesen Gebieten erholen sich jährlich ca. 750 Tausend Besucher, werden ca. 2.000 Führungen durchgeführt sowie ca. 2.700 km Wanderwegenetz und ca. 100 Aussichtspunkte unterhalten. Die Schutzgebiete leisten einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung bedrohter Lebensräume und Arten. Dadurch besitzen sie weit über die Landesgrenzen hinaus eine hohe Attraktivität für den Naturtourismus und sind wesentlich für das Image Mecklenburg-Vorpommerns als Natur- und Gesundheitsland.

Ein Jahr Kita-Vollverpflegung – Gesundes Essen macht Spaß

Schwerin – Seit Januar 2015 ist in Mecklenburg-Vorpommern die flächendeckende Vollverpflegung in Kindertagesstätten Pflicht. Die gesetzlichen Grundlagen dafür legte das KiföG MV bereits 2010.

Alle Kinder sollen täglich gesundes und vollwertiges Essen erhalten, so das Ziel der Vollverpflegung. „Die Regelung hat zu einer intensiven Qualitäts- und Kostendebatte geführt und in vielen Einrichtungen einen Qualitätsprozess in Gang gesetzt. Diese Diskussionen haben sich gelohnt“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Nikolaus Voss.

Gemäß KiföG MV soll sich die Ernährung an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. „Doch was genau in den Kitas auf den Tisch kommt, ob Essen Teil des pädagogischen Konzeptes ist und wie sich die Eltern dabei einbringen können, dabei haben die einzelnen Einrichtungen und Träger einen breiten Spielraum. Viele Eltern und Träger gingen in einen intensiven und konstruktiven Austausch miteinander, um eine optimale Regelung herbeizuführen“, resümiert der Staatssekretär und ergänzt: „Verpflegung ist mehr als einfach nur Essen. Sie ist Teil der Gesundheitserziehung sowie des sozialen Lernens. Da sind wir in MV weit vorn.“

Beratend zu Seite stand den Einrichtungen dabei auch die Vernetzungsstelle Kitaverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. An ihrem Fachtag: „Das 1×1 der Kinderernährung“, der auch 2016 stattfinden soll, haben zahlreiche Tagespflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten teilgenommen.

Dass die frühkindliche Bildung in MV deutschlandweit Spitze ist, zeigt auch die Erhebung des Statistischen Bundesamtes. 56 Prozent aller Kinder unter drei Jahren besuchen in MV eine Kindertagesstätte oder die Tagespflege.

Polizei stoppt alkoholisierte Radfahrer

Rostock – Am 30.12. hat die Polizei zwei alkoholisierte Radfahrer gestoppt, die besser zu Fuß gegangen wären. Aufgrund der Atemalkoholwerte müssen sich beide jetzt einem Ermittlungsverfahren stellen.

Gegen 04:30 Uhr war einer Streife in der Rostocker Südstadt ein 19-jähriger Fahrradfahrer aufgefallen, der die Spur nicht halten konnte. Den Grund für die Fahruntersicherheiten lieferte dann das Ergebnis des Atemalkoholtests mit 1,89 Promille.

Fast zeitgleich fuhr ein 30-Jähriger mit seinem Rad in Schlangenlinien durch die Wokrenter Streße. Beim Einbiegen in die Strandstraße verfehlte er nur knapp die parkenden Autos und einen Streifenwagen. Dem Atemalkoholtest stellte sich der Rostocker noch freiwillig. Nachdem ihm die Beamten aber seinen Wert von 2,11 Promille zeigten, versuchte der 30-Jährige zu flüchten, wurde aber nach wenigen Metern wieder eingefangen.

In diesem Zusammenhang weist die Rostocker Polizei darauf hin, dass auch für Radfahrer gesetzliche Promillegrenzen gelten. Wer feiert und trinkt sollte lieber ganz auf’s Fahren verzichten – egal ob mit dem Auto oder dem Fahrrad. Gerade jetzt rund um den Jahreswechsel werden Verkehrsteilnehmer auch verstärkt kontrolliert. Viele unserer Kollegen sind zudem in der Silvesternacht im Dienst, damit alle Rostocker und Gäste der Hansestadt gut und sicher ins Neue Jahr kommen.

Tagesschau gewinnt 2015 erneut hinzu

20 Uhr-Ausgabe erreicht 9,11 Millionen Zuschauer täglich

Hamburg – Die Tagesschau bleibt mit großem Vorsprung Deutschlands Fernseh-Nachrichtensendung Nummer eins. Die 20-Uhr-Ausgabe des Marktführers hat im Jahresschnitt 2015 das gute Vorjahresergebnis weiter verbessert und täglich 210.000 Zuschauer hinzugewonnen. 9,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren im Schnitt dabei (2014: 8,90 Millionen).

Der Marktanteil liegt bei 32,7 Prozent (2014: 31,9 Prozent). Damit erreicht die 20-Uhr-Ausgabe, die im Ersten und zeitgleich in mehreren Dritten Programmen, auf 3sat, Phoenix und im Digitalkanal tagesschau24 zu sehen ist, erneut deutlich mehr Zuschauer als die drei in der Rangliste folgenden Nachrichtensendungen von ZDF, RTL und Sat1 zusammen.

Auch beim jüngeren Publikum bleibt die Tagesschau vorn: 1,73 Millionen Zuschauer gehören zur Gruppe der 14- bis 49-Jährigen. Das entspricht einem Marktanteil von 19,1 Prozent. Auch hier hat die Tagesschau hinzugewonnen. In allen Altersgruppen, d.h. auch bei den unter 30jährigen, hat die Tagesschau die meisten Zuschauer.

Die Tagesschau wird ebenso wie die Tagesthemen, das Nachtmagazin und der Nachrichtenkanal tagesschau24 von ARD-aktuell beim NDR in Hamburg produziert.

Lutz Marmor, NDR Intendant: „Für die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer in Deutschland haben aktuelle, verlässliche und seriös präsentierte Nachrichten einen Namen: Tagesschau. Der Zuschauerzuwachs der 20-Uhr-Ausgabe belegt, dass das lineare Fernsehen nach wie vor das Informationsmedium Nummer eins der Deutschen ist.“
Die Tagesthemen erreichten 2015 im Durchschnitt 2,46 Millionen Zuschauer (Marktanteil 11,0 Prozent). Das entspricht fast exakt den guten Ergebnissen des vergangenen Jahres (2,47 Millionen, Marktanteil ebenfalls 11,0 Prozent).

Die angegebenen Werte berücksichtigen alle Wochentage von Montag bis Sonntag. Sie basieren auf Daten der GfK-Fernsehforschung.

„Nordmagazin“ erfolgreichste TV-Regionalsendung in Deutschland

NDR Regionalprogramme legen weiter zu

Die Regionalmagazine um 19.30 Uhr im NDR Fernsehen haben in diesem Jahr so viele Zuschauer erreicht wie noch nie. Durchschnittlich 1,10 Millionen verfolgten im Norden die halbstündigen Sendungen – noch einmal 30.000 mehr als 2014. Auch der Marktanteil markiert einen neuen Bestwert nach 1993: Er beträgt nun 22,9 Prozent, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Landesprogramme um 19.30 Uhr laufen von Montag bis Sonntag im NDR Fernsehen.

Das erfolgreichste TV-Regionalmagazin Deutschlands ist erneut das NDR „Nordmagazin“ aus Mecklenburg-Vorpommern. Es kommt in dem Bundesland auf 33,4 Prozent Marktanteil. Das sind 1,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – und zugleich der beste Wert seit Start des Landesprogramms. Das „Schleswig-Holstein Magazin“ belegt im bundesweiten Vergleich den dritten Platz. Sein Marktanteil beträgt in diesem Jahr 25,8 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als 2014. Das „Hamburg Journal“ erreicht seinen besten Wert seit sieben Jahren: Der Marktanteil von 21,8 Prozent bedeutet ein Plus von 1,3 Prozentpunkten, Platz sieben im Gesamtranking. „Hallo Niedersachsen“ erreicht mit 19,2 Prozent Marktanteil den besten Wert seit 1993.

Lutz Marmor, NDR Intendant: „Gratulation an das Team vom ‚Nordmagazin‘. Wie schon im Vorjahr ist das ‚Nordmagazin‘ die Nummer 1 unter allen Regionalprogrammen in Deutschland geworden. Für den NDR als Ost-West-Sender ist es wichtig, gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern die Menschen zu erreichen. Dass der große Erfolg des Vorjahres noch gesteigert werden konnte und das bei Marktanteilen, die in dem Land sogar noch über denen des ‚Tatorts‘ liegen, ist wirklich bemerkenswert.“

Auch die Regionalmagazine im NDR Fernsehen um 18.00 Uhr kommen in diesem Jahr auf noch mehr Zuschauer als 2014. Im Jahresschnitt schalteten 350.000 die vier 15-minütigen Ausgaben ein, 10.000 mehr als im vergangenen Jahr. An der Spitze im NDR Ländervergleich auch hier das Angebot für Mecklenburg-Vorpommern: „Land und Leute“ legt um 2 Prozentpunkte auf einen Marktanteil von 13,1 Prozent zu. Das ist der beste Wert für das Magazin seit dem Start der 18.00-Uhr-Landesprogramme im Jahr 2003. Auf Platz zwei liegt „Niedersachsen 18.00“ mit 12,1 Prozent, gefolgt von „Hamburg Journal 18.00“ (11,6 Prozent) und „Schleswig-Holstein 18:00“ (8,2 Prozent).

Verdacht der gefährlichen Körperverletzung in Stralsund

Stralsund – Am 30.12.2015 gegen 01:55 Uhr soll es vor der Diskothek „8 Vorne“ in Stralsund zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Nach ersten Erkenntnissen gab es eine verbale Streitigkeit zwischen einer vierköpfigen Personengruppe und zwei 28 und 21 Jahre alte Asylbewerber. Im Anschluss dessen soll der 28-jährige Asylbewerber in den Schwitzkasten genommen worden sein.

Die Zeugen und Geschädigten waren zum Zeitpunkt der Sachverhaltsklärung alkoholisiert. Zusätzlich gab es Sprachschwierigkeiten, um den Ablauf genau nachvollziehen zu können. Die genauen Umstände, der Tathergang und die Beteiligungen bedürfen noch weiterer intensiver Ermittlungen.

Die Personen aus der vierköpfigen Gruppe konnten nicht mehr angetroffen werden. Eine Person soll ca. 1,80 m groß sein und trug eine schwarze Jacke.

Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen zum Verdacht der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder die Auseinandersetzung gesehen haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395/5582-2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Bundespolizei stellt Feuerwerkskörper sicher und warnt vor Gefahren

Pasewalk/Linken – Am 27. Dezember 2015 stellten Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk in insgesamt drei Fällen auf der B 104 in Fahrtrichtung Pasewalk einfuhrverbotene Feuerwerks- und Knallkörper fest.

In einem Fall wurden im Fahrzeug eines 26-jährigen Deutschen Feuerwerksraketen ohne das erforderliche Prüfzeichen festgestellt.

In zwei weiteren Fällen wurden bei einem 42-jährigen niederländischen und 38-jährigen polnischen Staatsangehörigen jeweils Feuerwerksbatterien sowie Knallkörper festgestellt. Diese verfügten ebenfalls nicht über die erforderlichen BAM – Zulassungszeichen bzw. CE – Zeichen. Die Feuerwerkskörper wurden sichergestellt und werden dem Munitionsbergungsdienst in Mellenthin übergeben, durch welchen die fachmännische Entsorgung erfolgt. Gegen die drei Personen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Die Bundespolizeiinspektion Pasewalk weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nicht zugelassene Feuerwerks- und Knallkörper äußerst gefährlich und deren Gebrauch mit extremen Risiken verbunden ist. Mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff können selbst bei korrekter Anwendung zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen. Der Gesetzgeber hat aufgrund der davon ausgehenden Gefahr, die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt.

Personen, die solche Feuerwerkskörper dennoch nach Deutschland einführen, verstoßen gegen das Sprengstoffgesetz. Diese Verstöße können mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren geahndet werden. In Deutschland sind nur Feuerwerks- und Knallkörper erlaubt, die durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Ergebnis eines aufwändigen Prüfverfahrens zugelassen wurden. Diese verfügen über ein entsprechendes Zulassungszeichen (z.B: BAM – P II – 1912 oder CE – Zeichen) und Gebrauchshinweise in deutscher Sprache.

Polizei appelliert an Vernunft bei Umgang mit Silvesterfeuerwerk

Anklam  – Der Böllerverkauf ist seit heute in vollem Gange, aber bereits in den zurückliegenden Tagen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald erste Briefkästen gesprengt oder Knaller von Balkonen geworfen.

Leider ist dies kein Einzelfall, denn Briefkästen, Müllcontainer, Telefonzellen oder Hausflure müssen immer wieder als Experimentierfelder für die Wirkungskraft der erstandenen Feuerwerkskörper herhalten. Wagemutige legen noch eine Schippe auf und funktionieren den Balkon gar zur Startrampe für Raketen um.

Das Silvesterfeuerwerk dürfte wegen immer neuer Produkte noch bunter und lauter werden, denn verschiedene Feuerwerke enthalten mehr Explosivmasse und das mit den gültigen Prüfzeichen. Sollte die Gebrauchsanweisung nicht gelesen und/oder gar erheblicher Alkoholgenuss ins Spiel kommen, könnte der Spaß aber schnell traurig enden. Gefährlich wird es zudem, wenn die sogenannten Polenböller ins Spiel kommen, die immer wieder illegal eingeführt werden und deren Verwendung ein unkalkulierbares Risiko darstellt.

Die Polizei appelliert daher:

  • Gehen Sie sachgemäß mit den Feuerwerkskörpern um, damit Ihre Feier nicht in einer Unfallchirurgie ein vorzeitiges Ende findet!
  • „Gut gemeinte Scherze“ können schnell das Gegenteil bewirken. Böller in Richtung mitfeiernder Freunde geworfen, können ungewollt Personen treffen und Verletzungen verursachen.
  • Denken Sie auch an Ihre Mitmenschen! Patienten in Krankenhäusern brauchen Ruhe. In der Nähe von schilfgedeckten Häusern sollte ganz auf Feuerwerk verzichtet werden.
  • Lassen Sie das Auto bei Feiern möglichst stehen. Melden Sie sich rechtzeitig bei einem Taxiunternehmen an oder „verpflichten“ Sie ein Familienmitglied auf Alkoholverzicht!

Unser Wunsch:

Wir würden uns freuen, wenn es bei den vielen Feierlichkeiten in der letzten Nacht des Jahres 2015 zu keinen Unfällen, Streitigkeiten oder Körperverletzungen kommt und die Polizei am Neujahrstag vermelden kann, dass nahezu alles ruhig geblieben ist.

Einen guten Rutsch in das neue Jahr wünscht Ihnen Ihre Polizei!

M-V übernimmt Vorsitz der AMK 2016 – Gemeinschaftsaufgabe ausdehnen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern wird 2016 den Vorsitz der Agrarministerkonferenz übernehmen und damit der Weiterentwicklung der Agrar- und Forstwirtschaft sowie des ländlichen Raums in Deutschlands wesentliche Impulse verleihen. Damit ist Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus nach 2003 bereits zum 2. Mal Vorsitzender der Agrarministerkonferenz.

Einen agrarpolitischen Schwerpunkt sieht der Minister in der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK): „Das im Koalitionsvertrag des Bundes formulierte Ziel, die Gemeinschaftsaufgabe noch deutlicher auf eine übergreifende Entwicklung der ländlichen Räume auszurichten, ist meines Erachtens noch nicht erfüllt. Der Deutsche Bundestag hat mit einer Aufstockung der Mittel für die GAK jedoch bereits ein klares Signal gesetzt. Unsere Aufgabe wird es sein, die inhaltliche Neuorientierung einvernehmlich so zu vereinbaren, dass den wachsenden Herausforderungen, vor denen die ländlichen Regionen insbesondere im Lichte des demografischen Wandels und der Integration von Migrantinnen und Migranten zukünftig stehen, mit der Gemeinschaftsaufgabe noch besser Rechnung getragen werden kann“, betont Minister Backhaus.

Die Nutztierhaltung wird ebenfalls ein zentraler Punkt der Agrarministerkonferenzen sein. Dabei geht es einerseits um die wirtschaftliche Situation der Nutztierhalter – diese ist gerade für die Schweine und Rinderhalter derzeit dramatisch, aber ebenso um die Verbesserung der Haltungsbedingungen. „Die Nutztierhaltung gerät immer stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Dabei sind die Tierschutzanforderungen nur ein Aspekt. Die Auswirkungen auf die Umwelt – das Wasser, den Boden und die Luft – werden ebenso hinterfragt. Die Landwirtschaft in Deutschland wird höchsten Umwelt- und Tierschutzanforderungen gerecht. Diese Position muss sie ausbauen und dennoch oder gerade deshalb international wettbewerbsfähig bleiben. Auch dazu sollte die AMK unter unserem Vorsitz einen Beitrag leisten“, so Backhaus.

Erster Höhepunkt wird die Amtschefkonferenz (ACK) unmittelbar vor der Grünen Woche am 13. und 14.1.2016 in Berlin sein. Auf der Tagesordnung stehen 31 Punkte. Dabei geht es neben der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz um die Zukunft der bäuerlichen Milchviehhaltung, um die Klimakonferenz 2015 in Paris und die sich daraus ergebenden Herausforderungen an die Land- und Forstwirtschaft , um Fragen des Veterinärwesens als auch der Agrarsozialpolitik.

Ausschreibung der Künstlerstipendien 2016 veröffentlicht

Minister Brodkorb: Stipendien sind eine besondere Form der Künstlerförderung

Schwerin – Einzelkünstlerförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Das Land vergibt im kommenden Jahr wieder Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien in den Bereichen Bildende Kunst/Fotografie, Darstellende Kunst/Tanzperformance, Musik/Komposition, Literatur und spartenübergreifende Vorhaben. Bewerbungen müssen bis zum 15. Januar 2016 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin eingegangen sein.

„Die Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien sind eine besondere Form der Künstlerförderung des Landes“, sagte Kulturminister Mathias Brodkorb. „Das Land fördert Künstlerinnen und Künstler, die ihren Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich durch ihr bisheriges Schaffen ausgewiesen haben. Mit einem Stipendium erhalten sie die Chance und den Raum, sich weiterzuentwickeln“, betonte Brodkorb.

Die Stipendien werden in einem geregelten Bewerbungsverfahren vergeben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Künstlerinnen und Künstler ihren Sitz und Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben. Bei einem Aufenthaltsstipendium erhalten die Künstlerinnen und Künstler beispielsweise eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro, bei einem Arbeitsstipendium sind es max. 5.000 Euro. Bei einem Reisestipendium handelt es sich um Zuschüsse in Höhe von max. 3.000 Euro je Projekt.

Im Jahr 2015 erhielten Julia Hansen, Anne Hille, Matthias Kanter, Wolfgang Mundt und Wolfgang Tietze ein Arbeitsstipendium. Ein Aufenthaltsstipendium in Schloss Wiepersdorf ging an Wolfgang Sulek. Martha Damus erhielt ein Aufenthaltsstipendium im Schleswig-Holstein-Haus in Rostock. Annemarie Blohm und Bernd Kerkin erhielten ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas. Linda Perthen und Bernard Misgajski bekamen ein Reisestipendium.

Die aktuelle Ausschreibung ist unter www.bm.regierung-mv.de zu finden.

Neue Bäderregelung für Mecklenburg-Vorpommern tritt 2016 in Kraft

Glawe: Gemeinsames Ergebnis ist Kompromiss

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab dem 1. Januar 2016 eine neue Bäderverkaufsverordnung. „Bei uns im Urlaubsland können Geschäfte in den touristisch bedeutsamen Regionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch sonntags öffnen. Die neue Bäderregelung ist ein Kompromiss aller Beteiligten. Viele Gespräche mit dem Bäderbeirat, Kirchen und Gewerkschaften wurden geführt. Gemeinsam haben wir die vielen unterschiedlichen Interessenlagen ausgelotet und versucht, auf einen Nenner zu bringen. Das gemeinsame Ergebnis liegt nun veröffentlicht vor“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe am Mittwoch. Im Landesbeirat zur Anerkennung von Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr (Bäderbeirat) sind der Tourismusverband M-V e.V., der Städte und Gemeindetag M-V e.V., der Landkreistag M-V, die IHKs in MV, der Bäderverband M-V e.V., der Einzelhandelsverband Nord e.V., der DEHOGA M-V e.V. sowie der Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord e.V.

Die neue Verordnung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft und am 31. Dezember 2020 außer Kraft. Der gewerbliche Verkauf ist in den Kur- und Erholungsorten sowie den anerkannten Ausflugsorten mit besonders starkem Fremdenverkehr vom 15. März bis einschließlich des ersten Sonntags im November, soweit nicht Allerheiligen auf diesen Tag fällt, in der Zeit von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr zulässig. Neu ist, dass auch am ersten Sonntag im Januar eines jeden Jahres – an Sonntagen, die keine gesetzlichen Feiertage sind – geöffnet werden darf. Die Regelung gilt in 77 Orten und Ortsteilen (siehe Liste unten). Die kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte sind vor dem Hintergrund eines verstärkten Sonntagsschutzes nicht mehr begünstigt.

Darüber hinaus darf in den festgelegten Gebieten der Weltkulturerbestädte Wismar und Stralsund (siehe Liste unten) an 12 Sonntagen (+ vier Sonntage im Rahmen des Ladenöffnungsgesetzes/vorherige Regelung: 16 Sonntage Bäderregelung+ 4 Sonntage Ladenöffnung) geöffnet werden.

Baumärkte, Möbel- und Autohäuser bleiben sonntags landesweit auch weiter geschlossen. In den Kur- und Erholungsorten sowie anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr wurden zudem die Sortimente auf den regional typisch touristischen Bedarf eingeschränkt. Der Verkauf sogenannter weißer und brauner Ware, also Hausgeräte, Kühlschränke oder Hifi-Technik und TV-Geräte ist ausgeschlossen. Darüber hinaus ist kein Verkauf von Autoersatzteilen, Baumaschinen, Reisen, lebenden Tieren, Münzen, Booten, pyrotechnischen Gegenständen, Lotterielosen, Fluggeräten, Antiquitäten, Schusswaffen und Munition sowie Jagdausrüstungen in Kur- und Erholungsorten und den anerkannten Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr zulässig. Weiterhin ist der Verkauf von Pelzwaren und Uhren ausgeschlossen, sofern diese in der Verkaufsstelle das Hauptsortiment darstellen.

Die Bäderverkaufsverordnung ist am Mittwoch (30. Dezember) im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht worden. Sie fußt auf § 10 des Gesetzes über die Ladenöffnungszeiten für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die neue Verordnung und der Geltungsbereich können auch unter www.wm.mv-regierung.de heruntergeladen werden.

Kunst- und Kulturrat gründet sich im Landkreis Nordwestmecklenburg

Wismar – In der am 15. Dezember 2015 im Filmbüro MV in Wismar, haben engagierte Kulturschaffende und Kreative aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg den Kunst- und Kulturrat Nordwestmecklenburg gegründet. Er versteht sich als offenes, spartenübergreifendes, parteipolitisch unabhängiges und solidarisches Netzwerk aus Kunst- und Kulturschaffenden sowie VertreterInnen von Institutionen und Einzelpersonen im Landkreis.

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V. Reihe: Jana Rohloff, Lilja Walker, Emmely Baumann, Sabine Matthiesen, Miro Zahra, Eva Doßmann H. Reihe: Theresa Eberlein, Nils Jörn, Andreas Wagner, Rüdiger Dorn, Olaf Both, Falko Hohensee, Burkhard Schmidt, Rainer Kessel, Androš Schakau

Der Kunst- und Kulturrat Nordwestmecklenburg will die zahlreichen Stimmen der Kultur zu einem kraftvollen Ganzen bündeln und sich im gesamten Landkreis Gehör verschaffen. Ziel ist die Erhaltung, Belebung und Stärkung einer vielfältigen Kulturlandschaft im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Mitglieder werden gemeinsam über Kulturangelegenheiten beratschlagen, verstehen sich als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung in den Belangen der Kunst und Kultur.

Die Vielzahl von KünstlerInnen, von unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen, Bildungsträgern und privatwirtschaftlichen Unternehmen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Wohlergehen der Bevölkerung, zur Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft, zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung des Landkreises und vor allem zur Identität der Region.

Der Kunst- und Kulturrat Nordwestmecklenburg – eine kraftvolle Interessenvertretung – eine starke Stimme – verbindend und koordinierend – mit Fantasie – mit Kompetenz – für eine perspektivisch angelegte und nachhaltige Kulturpolitik!

1,6 Mio. Euro für zwei Professuren im Bereich Erneuerbare Energien

Minister Brodkorb: Hochschulen in Rostock und Stralsund können Besetzungsverfahren auf den Weg bringen

Schwerin – Das Land treibt den Ausbau von Lehre und Forschung an den Hochschulen im Bereich der Erneuerbaren Energien voran. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat der Universität Rostock Mittel in Höhe von 855.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit dieser Anschubfinanzierung soll eine Professur für „Elektrische Energieversorgung“ vom Jahr 2017 an vorzeitig wiederbesetzt werden. Die Fachhochschule Stralsund hat Mittel in Höhe von 750.000 Euro erhalten, um eine zusätzliche Professur „Regenerative Energietechnik“ zu besetzen.

„Mit der finanziellen Unterstützung zeigt die Landesregierung, wie wichtig ihr der Ausbau von Lehre und Forschung im Bereich Erneuerbare Energien ist“, sagte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Mit der geleisteten Anschubfinanzierung haben die Hochschulen in Rostock und Stralsund Gewissheit und können die Besetzungsverfahren für die beiden zusätzlichen Professuren auf den Weg bringen“, so Brodkorb.

An der Universität Rostock verstärkt die Professur den Bereich Energietechnik. An der Fachhochschule Stralsund wird der Bachelorstudiengang „Regenerative Energien“ ausgebaut. Neben den Aufgaben in Forschung und Lehre kommt der Professur „Regenerative Energietechnik“ auch die Aufgabe zu, einschlägige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu beraten. Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb und Energieminister Christian Pegel hatten gemeinsam mit den Hochschulrektoren eine entsprechende Zielvereinbarung getroffen.