25 Jahre Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Schwerin – Die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH hat am Dienstag ihr 25jähriges Bestehen in Schwerin gefeiert. Aufgabe des Institutes ist es, den regionalen Mittelstand durch Bereitstellung von Kreditsicherheiten zu unterstützen. „Als langjähriger Partner des regionalen Mittelstands ist die Bürgschaftsbank eng mit den Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern verbunden. Die Bürgschaftsbank unterstützt kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft beispielsweise bei Erweiterungen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe bei der Jubiläumsfeier in Schwerin.

Seit ihrer Gründung hat die Bürgschaftsbank nach eigenen Angaben mehr als 5.700 Unternehmen mit mehr als 7.260 Bürgschaften und Garantien (Volumen: rund 1,2 Milliarden Euro) zur Besicherung von Krediten und Beteiligungen unterstützt. Damit wurde der Weg für Investitionen von insgesamt rund 3.780 Millionen Euro freigemacht. So wurden rund 72.000 Arbeitsplätze gesichert und rund 29.000 Jobs neu geschaffen. „Die unternehmerische Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern wäre ohne die Arbeit der Bürgschaftsbank geringer. Viele innovative Vorhaben, die Arbeitsplätze schaffen, benötigen eine finanzielle Absicherung. Dabei unterstützt die Bank“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern des Landes bei der Bürgschaftsbank eine Anlaufstelle für Unternehmensnachfolgen eingerichtet. Ziel ist es, das Handwerk und den Mittelstand stärker für das Thema Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren. Weiterhin soll der Nachfolgeprozess professionell begleitet werden. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die kommenden drei Jahre mit rund 236.000 Euro unterstützt. Bis 2025 erwarten die Industrie- und Handelskammern für Mecklenburg-Vorpommern etwa 10.000 Unternehmen, die aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. „Der Generationenwechsel in einem Unternehmen ist ein umfangreicher Prozess. Kleine und mittelständische Betriebe benötigen dabei Begleitung, um den Wandel erfolgreich hinter sich zu bringen. Für diese Fälle ist die Bürgschaftsbank da, unterstützt Unternehmer und Nachfolger professionell und kostenfrei“, sagte Glawe.

Zur Unterstützung der Finanzierung von Existenzgründern, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie freiberuflichen Personen hat das Wirtschaftsministerium den „KMU-Darlehensfonds“ mit der Bürgschaftsbank aufgelegt. Das Fondsvolumen beträgt zehn Millionen Euro und dient der Finanzierung von Investitionen, Beteiligungen und Betriebsmitteln mit dem Ziel der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Antragsberechtigt sind kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich der Freien Berufe mit Sitz oder Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern. Es können Darlehen in der Regel bis zu 500.000 Euro ausgereicht werden.

Die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH wurde am 03. Dezember 1990 als Selbsthilfeeinrichtung des Mittelstandes gegründet. Die Gesellschafter sind Banken und Sparkassen, Versicherungsunternehmen, Kammern sowie Verbände. Über Garantien sichert die Bürgschaftsbank die Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV). Die MBMV stellt kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zum Zwecke der Erhöhung des Eigenkapitals Haftkapital in Form „typisch stiller Beteiligungen“ zur Verfügung. Damit wird es gemeinsam mit den Hausbanken möglich, in den Unternehmen eine gesunde Finanzierungsstruktur zu schaffen, die für eine Festigung der Unternehmensexistenz notwendig ist. Bei der Bürgschaftsbank sind 25 Mitarbeiter tätig.

M-V: Arbeitsmarkt entwickelt sich gut

Schwerin – Arbeitsministerin Birgit Hesse hat sich am Dienstag erfreut über die jüngste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gezeigt. „Mit einer Arbeitslosenquote von 9,5 Prozent ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte zu verzeichnen. Erstmals liegen wir damit in einem Mai unter 80.000 Arbeitslosen. Und das obwohl jetzt verstärkt Flüchtlinge unter den Arbeitssuchenden sind“, sagte Hesse.

Obwohl insbesondere in der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII) ein starker Zugang durch Schutzberechtigte zu verzeichnen ist, sank die Zahl der Empfänger von Grundsicherungsleistungen um etwa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. „Ohne den Zugang von Schutzberechtigten wären sogar etwa neun Prozent weniger Personen auf Grundsicherungsleistungen angewiesen.

Im Detail: Im April wurden in Mecklenburg-Vorpommern 7.000 Schutzberechtigte durch die Agenturen für Arbeit und Jobcenter betreut. Syrer hatten mit einer Anzahl von 5.700 Personen den größten Anteil (81%). Bei den Agenturen für Arbeit wurden mit 900 gegenüber dem Vorjahresmonat 850 Schutzberechtigte mehr betreut. Bei den Jobcentern erfolgte ein Anstieg um 4.800 auf 6.100 Schutzberechtigte. „Für die vorwiegend jungen Menschen, die in unser Land kommen, muss eine nachhaltige Aus- und Fortbildung und nicht die schnelle Vermittlungen in Helfertätigkeiten das Ziel sein“, so Hesse.

Die Ministerin machte deutlich, dass für sie weiterhin Arbeit ein wichtiger Schlüssel für die Integration in die Gesellschaft ist. „Wer schnell in den Arbeitsprozess eingebunden ist, lernt schneller die Sprache. Der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, das Gefühl gebraucht zu werden und einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und der geregelte Tagesablauf erleichtern es, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden“, so Hesse.

Die Ministerin verwies auf verschiedene Projekte, die vom Land gefördert werden und bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt helfen. Besonders hob sie dabei das „Health and Care Office“ (HCO) in Neubrandenburg hervor. HCO ist die zentrale Ansprech- und Servicestelle für zugewanderte Gesundheitsberufler und das Gesundheitswesen in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, eine qualifikationsadäquate Beschäftigung zu ermöglichen, Fachkräfte für unser Gesundheitswesen zu gewinnen und in unserem Land zu binden.

Aktuell sind 143 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (37 Frauen, 106 Männer) in das Projekt aufgenommen. Davon stammen 75 Prozent aus Syrien. Etwa 60 Prozent der Teilnehmer sind Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen, 14 Prozent sind Apotheker und knapp 13 Prozent haben eine Ausbildung in der Krankenpflege. Darüber hinaus sind aber auch z.B. Physiotherapeuten, Hebammen oder Technische Assistenzberufe vertreten.

„Insbesondere bei diesen Berufsbildern wissen wir aus vorherigen Erfahrungen, dass die Vorqualifizierungen und mitgebrachten Nachweise in der Regel sehr gut sind und es vor allem darum geht, schnell die deutsche Sprache zu erlernen und die Anerkennungsprozesse zu beschleunigen“, sagte Hesse. Es gehe darum, beide Seiten des Arbeitsmarktes zusammenzubringen. Auf der einen Seite also die Flüchtlinge. Auf der anderen Seite die Gesundheitseinrichtungen, die Praxen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, und Apotheken. „Es handelt sich um eine klassische Win-Win-Situation. Beide Seiten profitieren davon.“

Das Projekt „SLALOM“, das 2014 gemeinsam mit den Jobcentern in den Regionen Rostock, Güstrow und Bad Doberan startete und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt integriert, wird aufgrund der guten Ergebnisse als „SLALOM +“ landesweit ausgebaut. In dem bisherigen Projekt konnte rund ein Viertel der Teilnehmer in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung oder weitere Anschlussmaßnahmen vermittelt werden.

Bei „SLALOM +“ stehen insgesamt 535 Teilnehmerplätze zur Verfügung. In diesem Projekt werden langzeitarbeitslose Menschen erfolgreich auf eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Neu ist, dass auch Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis und mit Aufenthaltsgestattung und guter Bleibeperspektive an dem Projekt teilnehmen können.

Die Ministerin wies auch darauf hin, wie wichtig die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist. Dabei hilft unter anderem die von und für Flüchtlinge in Waren an der Müritz produzierte Zeitung „Mit der monatlich erscheinenden Zeitung werden Flüchtlingen, die noch nicht über genügend Deutschkenntnisse verfügen, um eine deutsche Zeitung zu verstehen, Informationen zu aktuellen Themen in Politik, Kultur und Gesellschaft angeboten“, sagte Hesse. „Das hilft ihnen, ihren neuen Lebensmittelpunkt besser kennenzulernen und sie haben Orientierung für ihren sozialen Integrationsprozess.“ Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 8.200 Euro gefördert.

Sellering: Arbeitslosigkeit in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert

Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern sinkt weiter. Im Mai wurden von den Agenturen für Arbeit 78.741 Arbeitslose gezählt. Das sind 4.241 weniger als im Mai 2015. Im Vergleich zum Mai 2006 ist sogar ein Rückgang um mehr als 87.000 zu verzeichnen.

„Mecklenbuurg-Vorpommern hat seit der Jahrtausendwende große Fortschritte gemacht. Unser Land hat deutlich an Wirtschaftskraft gewonnen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert“, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering heute im Anschluss an die wöchentliche Kabinettssitzung in Schwerin. „Es war richtig, dass die Landesregierung die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet hat.“

„Mecklenburg-Vorpommern ist heute wirtschaftlich viel breiter aufgestellt. Wir haben unsere Position als Tourismusland weiter ausgebaut. Und wir haben neue wirtschaftliche Standbeine entwickelt, wie zum Beispiel der Gesundheitswirtschaft, wo es einen deutlichen Zuwachs an Arbeitsplätzen gibt“, führte Sellering zur Begründung für die Entwicklung an.

„Richtig ist aber auch, dass Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren weiter vorwärts kommen muss. Das gilt nicht nur in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch bei den Löhnen. Nur so werden wir im schärfer werdenden Wettbewerb um Fachkräfte mithalten können.“

Der Arbeitsmarkt im Mai 2016

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich insgesamt weiter positiv. Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der auslaufenden Frühjahrsbelebung gesunken. Die Beschäftigung ist kräftig gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskräften hat deutlich zugenommen.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Mai: -80.000 auf 2.664.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -98.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist am Ende der Frühjahrsbelebung von April auf Mai um 80.000 auf 2.664.000 gesunken. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Mai um 75.000 gesunken. Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 11.000 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 98.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 18.000 gestiegen. Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik, insbesondere bei Maßnahmen, die durch Dritte gefördert werden. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Mai 2016 auf 3.556.000 Personen. Das waren 72.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im April 1,76 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Mai 774.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Mai 2015 ergab sich ein Rückgang von 42.000. Insgesamt 748.000 Personen erhielten im Mai 2016 Arbeitslosengeld, 47.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.315.000. Gegenüber Mai 2015 war dies ein Rückgang von 61.000 Personen. 8,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.890.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 56.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 41.000 gestiegen. Mit 43,36 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 544.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von Februar auf März saisonbereinigt um 49.000 zugenommen. Mit 31,21 Millionen Personen lag die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 681.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor sehr hoch. Im Mai waren 655.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Nachfrage gegenüber dem Vormonat mit 15.000 im Plus. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Mai 2016 um fünf auf 217 Punkte. Nach der leichten Seitwärtsbewegung und eher verhaltenen Anstiegen in den Vormonaten wächst er nun wieder sehr schwungvoll und signalisiert aktuell eine hohe Dynamik der Kräftenachfrage. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 29 Punkten sehr deutlich aus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2015 bis Mai 2016 haben sich 465.000 Bewerber für eine Berufsausbildung gemeldet. Das waren ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum (-1.000). Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen liegt mit 478.000 Ausbildungsstellen deutlich über dem Vorjahr (+14.000). Damit gab es im Mai 2016 bundesweit etwas mehr gemeldete Ausbildungsstellen als gemeldete Bewerber. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hängen sehr vom Berufswunsch ab. Insbesondere in Hotel- und Gaststättenberufen, in Bauberufen, in vielen Handwerksberufen wie zum Beispiel Fachverkäufer(innen) im Lebensmittelhandwerk, Gebäudereiniger(innen), Fleischer(innen) oder Bäcker(innen) oder auch bei Berufskraftfahrer(inne)n gibt es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Umgekehrt ist die Lage zum Beispiel in Büro- und Verwaltungsberufen, in der Tierpflege, in Medienberufen oder in künstlerisch-kreativen Berufen. Weil der Ausbildungsmarkt im Mai noch sehr in Bewegung ist, lassen die aktuellen Daten allerdings bislang nur eine vorläufige Bewertung zu.

Know-how im Bereich der Erneuerbaren Energien wird zum Exportschlager

Schwerin – Die gemeinsame Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt besuchte am Vormittag das iranische Energieministerium. Vizeminister Homayoun Haeri empfing die beiden Minister und den Staatssekretär sowie Vertreter von Unternehmen aus den Erneuerbaren-Energien-Branchen.

Sehr konkret formulierte die iranische Seite ihre Erwartungen. So sollen in den nächsten Jahren 800 Megawatt Leistung aus Erneuerbaren Energien installiert werden. Um die daraus resultierenden Probleme insbesondere bei der Netzintegration zu lösen, möchte der Iran an den Erfahrungen aus Deutschland mit der Energiewende profitieren. Um das selbst gesteckte Zubauziel zu erreichen, wurde eine Einspeisevergütung ähnlich dem deutschen Erneuerbaren- Energien-Gesetz (EEG) eingeführt. Die Höhe dieser Vergütung wird gemessen am so genannten local content ausgerichtet. Ein Windpark erhält also eine höhere Vergütung, je mehr einheimische Komponenten genutzt werden.

„Heute zeigt sich, dass die mutige Entscheidung, die Energiewende voranzutreiben richtig war. Sie war aus klimapolitischer Sicht richtig und sie war wirtschaftlich richtig. Wir konnten bislang 15.000 Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern schaffen. Und wenn wir nun in den Wissens- und Technologietransfer einsteigen, dann birgt dies enorme Wertschöpfungspotenziale. Unser Know-how wird zum Exportschlager“, fasst Christian Pegel, der Energieminister aus Mecklenburg-Vorpommern, eines der Gesprächsergebnisse zusammen.

„Besonders freue ich mich, dass Vizeminister Haeri meine Einladung, mit der Universität Rostock den Kontakt zu suchen, um eine Kooperation anzustoßen, sofort angenommen hat. Mit Professuren zu Erneuerbaren Energien und zu Netz- und Speichertechnologien – auch an anderen Hochschulen des Landes – können wir ein breites Angebot an den Iran machen. Egal, ob im Bereich der akademischen Forschung, der angewandten Forschung oder auch beim ersten Schritt in den Markt, in unserem Land finden iranische Energieversorger, iranische Hochschulen und auch iranische Unternehmen den passenden Ansprechpartner“, so Pegel weiter.

Der Vizeminister stellte als Beleg der konkreten Absichten zwei laufende Kooperationsprojekte von Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern im Iran vor. Zum einen wird ein Windpark im Norden des Iran projektiert werden. Dazu wurde kürzlich eine Übereinkunft unterzeichnet. Zum anderen bauen iranische Unternehmen im Westen des Landes einen Windpark aus mecklenburgischer Planung auf.

Halbzeit der Delegationsreise im Iran

Schwerin – Bei der gemeinsamen Delegationsreise der Länder Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Iran haben die Teilnehmer die erste Hälfte hinter sich gebracht. Neben ausführlichen Informationen zu den Wirtschaftszonen des Iran und den rechtlichen Anforderungen an Handel und Finanzierung sowie zum Bankenwesen bestand die Möglichkeit zum Austausch mit Dr. Akbar Torkan, dem obersten Berater des iranischen Präsidenten. Dr. Torkan unterstrich den Wunsch des Iran zum Ausbau der Handelsbeziehungen mit Deutschland. Er lud ausländische Investoren ein, sich in einem prosperierenden und wie er betonte, sicheren Land zu engagieren. Dabei räumte er mit dem Gerücht auf, dass ausländische Investoren nur über iranische Partner Investitionen tätigen könnten. Nach seinen Worten stehe der iranische Markt für ausländisches Kapital und auch anderes Engagement im direkten Zugang offen.

Am zweiten Tag des Aufenthalts konnten die teilnehmenden Unternehmer bei einer Kontaktbörse mit potenziellen iranischen Geschäftspartnern zusammentreffen, um gegenseitig mehr über Produkte und Potenziale zu erfahren.

Die politische Delegation traf auf den Verband der iranischen Automobilindustrie. Sehr verbindlich schilderte die iranische Seite ihre Bedürfnisse und Vorstellungen. Neben dem Automitive-Cluster aus Sachsen konnten auch Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Produktpalette in Szene setzen. Der iranische Verband sicherte zu, weitere Ansprechpartner zu vermitteln, damit man in konkretere Gespräche eintreten kann.

Aus Deutschland wurden im Jahr 2015 insgesamt 1,56 Millionen Tonnen Waren und Güter in den Iran exportiert. Aus Mecklenburg-Vorpommern wiederum wurden 1,06 Millionen Tonnen, was einem Anteil von knapp 70 Prozent entspricht,  ausgeführt. Maßgeblich bei diesem Handelsvolumen ist der über die Häfen Rostock, Vierow und Sassnitz umgeschlagene Weizen.

Der bereits bestehende enorme Anteil Mecklenburg-Vorpommerns am Gesamtvolumen Deutschlands belegt sowohl die Bedeutung des Iran als Handelspartner für Mecklenburg-Vorpommern wie auch die Bedeutung der Häfen des Landes im globalen Maßstab. „Es ist doch erstaunlich, welchen Anteil bereits heute unser Land an den gesamtdeutschen Ausfuhren in den Iran hat. Vor dem Hintergrund der aufgehobenen Sanktionen gegen den Iran und dem traditionell hohen Ansehen, das Deutschland im Iran genießt, kommt die Delegationsreise zur richtigen Zeit. Denn Unternehmer in unserem Land haben das berechtigte Interesse, neben Weizen auch andere Waren in den Iran zu exportieren. Dabei helfen bestehende Referenzen natürlich, um zusätzliche Handelsbeziehungen einzugehen“, unterstreicht Infrastrukturminister Christian Pegel die Bedeutung der Reise.

Bei einem Treffen mit der staatlichen iranischen Umschlaggesellschaft, die für den Kauf, die Lagerung und den Vertrieb der wichtigsten Güter zuständig ist, betonten Infrastrukturminister Christian Pegel und der Geschäftsführer der VIELA Export GmbH Henning Bligenthal daher das große Interesse an einer Ausweitung der Handelsbeziehungen. Für die iranische Seite war es von großer Bedeutung, dass die Landesregierung die Arbeit des privaten deutschen Umschlagunternehmens aus Vierow flankiert. Der Vizeminister Dr. Ali Ghanbari, der maßgeblich für die Weizenimporte des Iran zuständig ist, lobte neben der Qualität des deutschen Weizens auch die bisherige Zusammenarbeit und kündigte an, gerne auch bei der Vermittlung von Kontakten zu anderen Behörden und Einrichtungen behilflich zu sein, damit neue Partner akquiriert werden können.

Bei Gesprächen im Gesundheitsministerium konnten Unternehmen aus relevanten Branchen in Begleitung der politischen Delegation sich und ihre Angebote vorstellen. Der oberste Berater des Gesundheitsministers Dr. Danesh Jafari gab der Delegation einen Überblick zum iranischen Gesundheitswesen und den begonnenen Reformen. Zugleich benannte er eine direkte Ansprechpartnerin für künftige Kontakte. Der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph stellte die besondere Stellung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern dar. Er unterstrich: „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Know-how im Bereich der Gesundheitswirtschaft, das bei uns im Land liegt, dem Iran bei der laufenden Gesundheitsreform helfen kann. Ich freue mich, dass wir heute die Zusage erhalten haben, dass die Unternehmen, die uns begleitet haben, Hilfestellung beim Knüpfen weiterer Kontakte mit Verwaltungsstellen und  potenziellen Privatunternehmen erhalten können“. Der Staatssekretär lud abschließend Dr. Jafari ein, den Iran bei der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft zu präsentieren.

Ein Empfang des Deutschen Botschafters rundete die erste Hälfte der Reise ab. Der Botschafter prognostizierte, dass sich die bestehenden Hemmnisse, die am Finanzmarkt und daraus resultierend bei Bankgeschäften und deren Versicherung noch ergäben, in einem überschaubaren Zeitfenster gelöst würden. Dies sei von länderübergreifendem, internationalem Interesse.

Die Delegationsreise führt die Teilnehmer u.a. noch in die Stadt Isfahan.

Fachkongress erörtert Fragen der Familienplanung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ist ein Familienland. Rund 13.000 Kinder sind 2014 im Land auf die Welt gekommen. Familien planen heute Nachwuchs wesentlich gezielter als noch vor wenigen Jahren. Dabei spielen viele Kriterien eine Rolle. Ausbildungs- oder Arbeitssituation, persönliche Verhältnisse, Lebensalter, Partnerschaft und familiäres Umfeld sind Faktoren, die die Entscheidung für oder gegen ein Kind beeinflussen.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erörtert das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales auf einem zweitägigen Fachkongress in Rostock Aspekte von Familienplanung und Schwangerschaft in Mecklenburg-Vorpommern. In einer umfangreichen Studie untersucht  die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aktuell die Familienplanung von Frauen im Land.

Erste Ergebnisse zeigen: 71% der befragten Frauen in Mecklenburg-Vorpommern sagen „den richtigen Zeitpunkt für ein Kind gibt es nie“, aber 80% betonen auch „sie wollten schon immer ein Kind“. Der Kinderwunsch ist hoch, bestätigt auch Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, „und wir unterstützen mit unseren qualitätsgesicherten Maßnahmen z.B. der Website www.familienplanung.de, Frauen die schwanger sind oder schwanger werden wollen“.

Sozialministerin Birgit Hesse machte dabei am Montag deutlich, dass sich die Landesregierung auch weiterhin für die Familien im Land stark machen werde. „Familienplanung ist immer eine sehr individuelle Entscheidung. Sie beginnt heute schon deutlich früher als noch vor Jahren und erfordert gerade bei jungen Menschen auch Informationen über Verhütung. Die Schwangerschaftsberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Frauen im Land dabei mit Beratung, Betreuung und zahlreichen Informationsveranstaltungen“, sagte Hesse.

Trotz allem ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im Land noch deutlich höher als in anderen Flächenländern. Auf Initiative des Sozialministeriums wurde in den Jahren 2014/2015 in Schwerin und im ehemaligen Landkreis Demmin ein Modellprojekt angeboten, dass es Frauen, die Leistungen nach dem SGB II oder dem SGB XII beziehen, ermöglichte, kostenfrei Verhütungsmittel zu erhalten.

Auf dem Kongress werden die Ergebnisse des Modellprojektes, das fachlich von der Universität Greifswald begleitet wurde, vorgestellt. 430 Frauen haben in den genannten Regionen an dem Modellprojekt teilgenommen und wurden persönlich befragt. Im Durchschnitt waren die Teilnehmerinnen 27 Jahre alt. Die meisten von ihnen hatten bislang die Pille als Verhütungsmethode gewählt. Rund 80 Frauen hatten bei den Befragungen angegeben, in den vergangenen zwölf Monaten gar nicht verhütet zu haben. Mehr als die Hälfte davon erklärten, Verhütung sei zu teuer.

Sozialministerin Birgit Hesse bezeichnete das Modellprojekt als Erfolg. „Ein Schwangerschaftsabbruch stellt jede Frau vor einen großen Gewissenskonflikt. Jeder Schwangerschaftsabbruch, der vermieden werden kann, ist ein Erfolg.“

Innenrevisoren der Länder tagen in Schwerin

Staatssekretär Peter Bäumer eröffnet die Tagung. Foto: FM

Staatssekretär Peter Bäumer eröffnet die Tagung. Foto @ FM

Schwerin – Finanzstaatssekretär Peter Bäumer begrüßte  zum Auftakt ihrer dreitägigen Klausur die Innenrevisoren der Finanzbehörden der Länder. Schwerpunkt der Tagung sind unter anderem Korruption im Gesundheitswesen, das rechtssichere Sponsoring, Mitteilungspflichten aber auch die Handschriften- und Urkundenuntersuchung.

Das Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern ist gemeinsam mit der Finanzbehörde Hamburg Gastgeber des Erfahrungsaustausches, der in diesem Jahr das siebente Mal stattfindet. Zur Eröffnung würdigte Staatssekretär Peter Bäumer die interne Revision als den Sicherheitsdienst der Verwaltung: „Die deutsche Verwaltung hat weltweit einen guten Ruf – mit Korruption wird sie selten in Verbindung gebracht. Das ist auch ein Verdienst der Innenrevisionen, die in jeder Behörde systematisch und kompetent prüfen, um Vorteilsnahme im Keim zu ersticken.“

Nicht zuletzt die Veränderungen in der Verwaltungspraxis stellt die Innenrevision allerdings vor neue Herausforderungen, machte der Staatssekretär deutlich: „Durch moderne IT-Technik und auch durch die Bündelung von Aufgaben steigen die Anforderungen an eine wirksame Kontrolle des regelkonformen Verwaltungshandelns. Gerade deshalb bleibt der Erfahrungsaustausch unerlässlich, alle Länder profitieren von den Fragen und natürlich den Lösungen, die sich aus der Praxis ergeben.“

Noch bis Mittwoch wollen die Innenrevisoren in Schwerin beraten.

„Tag des offenen Hofes“ am 12. Juni

Rostock – Am 12. Juni lässt sich Landwirtschaft wieder hautnah erleben. Dann findet bundesweit der „Tag des offenen Hofes“ statt. In Mecklenburg-Vorpommern öffnen in diesem Jahr 20 Betriebe aus Land-, Ernährungs,- und Fischwirtschaft ihre Hoftore und Stallfenster und bieten Interessierten ein umfangreiches Programm. Darüber informieren Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Bauernpräsident Detlef Kurreck  auf einer Pressekonferenz auf dem Gelände der ABG Broderstorf KG in Broderstorf bei Rostock.

„Allein die Tatsache, dass sich viele Menschen mit großem Engagement in die Veranstaltung einbringen, zeigt, wie tief die landwirtschaftlichen Unternehmen in der dörflichen Gemeinschaft verwurzelt sind und wie sehr sie zur Aktivierung des ländlichen Raumes beitragen“, so der Minister. Den „Tag des offenen Hofes“ bezeichnet er als „wichtigste und erfolgreichste Imageveranstaltung“ für die Landwirtschaft: „Sie informiert über den aktuellen Stand der Technik, stellt einen direkten Bezug zur Herstellung von Lebensmitteln her und ermöglicht Gästen, mit in der Landwirtschaft tätigen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Rückgrat der hiesigen Landwirtschaft bilden laut Backhaus die rund 3.000 familiengeführten Betriebe der insgesamt etwa 4.700 landwirtschaftlichen Unternehmen im Land. Auch den circa 156 Agrargenossenschaften komme eine große Bedeutung zu. Dennoch sei die Landwirtschaft gerade bei der Berufswahl von jungen Leuten noch immer ein wenig „unpopulär“. Auf dem „Tag des offenen Hofes“ bekommen junge Menschen deshalb auch die Möglichkeit, Anforderungen und Karrierechancen in modernen Landwirtschaftsbetrieben kennenzulernen. Auf dem YouTube-Kanal „Tag des offenen Hofes“ stellen sich die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe in diesem Jahr erstmals auch online vor.

Auch wünscht sich der Minister, „dass perspektivisch noch mehr Frauen einen Beruf in der Landwirtschaft ergreifen“. So sind unter den rund 18.800 in der Landwirtschaft beschäftigten Menschen nur rund 4.900 Frauen. „Trotz der hohen technischen Standards bieten Berufe in der Agrarwirtschaft noch immer ein Erlebnis, das in anderen Bereichen verloren gegangen ist: den direkten Kontakt sowie das Leben und Arbeiten mit der Natur und den Tieren“, wirbt der Minister für die Branche.

Trotz der derzeitigen Krise sei er der festen Überzeugung, „dass insbesondere die Schweine- und Milchviehhaltung nach Mecklenburg-Vorpommern gehören und hier auch erfolgreich betrieben werden können“. Betrachtet man die Investitionstätigkeit der Betriebe in den vergangenen fünf Jahren, werde deutlich, wie stabil die Landwirtschaftsbetriebe grundsätzlich aufgestellt sind. So wurden allein im Agrarinvestitionsförderprogramm 433 Anträge bewilligt. Die Zuschüsse betrugen knapp 75 Mio. €, wodurch insgesamt 300 Mio. € Investitionen in Tierwohl und bessere Arbeitsbedingungen ausgelöst wurden.

Die offizielle Auftaktveranstaltung zum „Tag des offenen Hofes“ findet am 12. Juni (ab 10 Uhr) auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Bartelshagen I e.G. in Marlow/OT Ehmkenhagen in Nordvorpommern statt. Der Betrieb nimmt bereits zum zweiten Mal am Tag des offenen Hofes teil und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Er befindet sich unweit vom ebenfalls teilnehmenden Gestüt Nordvorpommern. Ein Shuttleservice wird zwischen den Betrieben eingerichtet, so dass die Besucher das Programm voll und ganz genießen können.

Der „Tag des offenen Hofes“ in M-V ist eine Aktion des Bauernverbandes M-V und des Agrarministeriums. Das Ministerium bezuschusst die Veranstaltung in diesem Jahr mit 35.000 €. Der Bauernverband M-V finanziert die übrigen 50 % der Gesamtkosten aus Eigenmitteln bzw. Drittmitteln von Partnern und Sponsoren.

Verbot des Hormongifts Bisphenol A

Verbot des Hormongifts Bisphenol A nicht weiter verzögern. Hersteller von Thermopapieren zum Rückruf belasteter Produkte und freiwilligem Ersatz der Chemikalie aufgefordert

Düsseldorf/Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Hersteller von Thermopapieren zum Rückruf Bisphenol-haltiger Produkte und zum freiwilligen Ersatz der riskanten Chemikalie aufgefordert. Die u.a. von den deutschen Firmen Koehler-Group und Kanzan, aber auch von der japanischen Mitsubishi-Konzerngruppe hergestellten Spezialpapiere für Kassenbons, Eintritts- und Fahrkarten, Kofferetiketten oder Automaten-Tickets gefährdeten die Gesundheit der Verbraucher, teilte der Umweltschutzverband zu Beginn der weltgrößten Messe der Druckindustrie (Drupa 2016) in Düsseldorf mit.

In vom BUND veranlassten Stichproben von Kassenbons, Eintrittskarten und Kofferetiketten sei mehrheitlich nicht nur der hormonelle Schadstoff Bisphenol A (BPA), sondern auch das ähnlich schädliche Bisphenol S (BPS) nachgewiesen worden. Getestet wurden Kassenbons von Tankstellen, großen Drogerie- bzw. Handelsunternehmen, Kinoeintrittskarten und Kofferetiketten von Lufthansa und Air Berlin. In 14 von 19 untersuchten Proben wurde BPA oder BPS nachgewiesen. Die höchsten BPA-Werte wurden bei Kassenbons von Shell- und Aral-Tankstellen, der Drogeriekette Rossmann und bei Eintrittskarten der Kinogruppe Cinestar gemessen.

„Die Menschen kommen täglich mit zahlreichen Artikeln in Kontakt, die Bisphenole enthalten. Diese Stoffe haben in verbrauchernahen Produkten nichts zu suchen. Ein Verbot darf nicht nur BPA betreffen, es muss auch chemisch verwandte Bisphenole wie BPS umfassen. Die Hersteller von Thermopapieren sollten Bisphenol-haltige Produkte zurückrufen und vorhandene gesundheitlich unbedenkliche Alternativen sofort einsetzen“, forderte der BUND-Chemieexperte Manuel Fernández.

Bereits 2015 hatte der Risikoausschuss der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA wegen nicht beherrschbarer Gesundheitsrisiken ein Verbot von BPA in Thermopapier empfohlen. Frühestens im kommenden Juli wird der Regelungsausschuss der EU-Kommission über ein solches Verbot abstimmen.

„Die EU-Kommission geht mit der Gesundheit der Menschen fahrlässig um. Der Zeitraum zwischen dem Erkennen der Bisphenol-Gefahren und den erforderlichen Gegenmaßnahmen ist einfach zu groß. Ein Verbot von BPA und ähnlich gefährlichen Bisphenolen in Thermopapier ist längst überfällig“, so Fernández.

Negative Auswirkungen könnten hormonelle Schadstoffe bereits in sehr geringen Konzentrationen haben. „Vor allem Schwangere, die an ihren Arbeitsplätzen mit Kassenbons und anderen Bisphenol-belasteten Schriftstücken in Berührung kommen, sind inakzeptablen Risiken ausgesetzt. Besonders gefährdet sind auch Ungeborene und Kleinkinder“, sagte Fernández.

Laut europäischer Lebensmittelbehörde (EFSA) ist Thermopapier nach Lebensmitteln die zweitwichtigste BPA-Belastungsquelle für den Menschen. Der als Farbentwickler fungierende Stoff gelangt bei Hautkontakt in den Körper. Er gilt als Mitauslöser für hormonell bedingte Erkrankungen wie Hoden-, Prostata- oder Brustkrebs, für Diabetes Typ 2, Übergewicht, Immunschwächen und Lebensmittelallergien. Bei über 90 Prozent der Einwohner von Industriestaaten ist Bisphenol A im Blut und im Urin nachweisbar. Bereits 2015 hatte Frankreich Bisphenol A in allen Materialien, die Kontakt zu Lebensmitteln haben, verboten. Auf EU-Ebene wurde die Verwendung von Bisphenol A bislang nur in Babyfläschchen untersagt.

Kita „Vier Jahreszeiten“ in Tribsees wird saniert

Tribsees – In der Stadt Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll die integrative Kindertagesstätte „Vier Jahreszeiten“ komplett saniert werden. „Das Gebäude entspricht nicht mehr den räumlichen Anforderungen, die wir heute an eine Kita haben. Deshalb soll die Einrichtung baulich deutlich verändert und barrierefrei gestaltet werden. Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird in Tribsees eine moderne Kita entstehen, in der die Jungen und Mädchen mit Freude spielen und lernen können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag. Der Minister übergab vor Ort eine Förderzusage für die Sanierungsmaßnahmen.

Träger der Kita ist der Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Warnow-Trebeltal. In der Einrichtung stehen 205 Plätze zur Verfügung, die in vier Krippengruppen, vier Kindergartengruppen, drei Integrativgruppen und zwei Gruppen für Hortkinder eingeteilt sind. Vorgesehen ist bei der Sanierung unter anderem, das rund 30 Jahre alte, in industrieller Bauweise errichtete Gebäude barrierefrei zu gestalten, die Bäder zu erneuern, die Freiflächen neu zu gestalten sowie Maßnahmen zum Brandschutz und zur Energieeinsparung durchzuführen. „Kitas und Schulen sind wichtige Bestandteile der Entwicklung einer Region. Eine gute Kinderbetreuung macht unsere Städte und Gemeinden als Wohn- und auch Arbeitsorte noch attraktiver“, betonte Glawe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen 2,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant, das Vorhaben aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu unterstützten. Das Ministerium für Inneres und Sport gibt aus dem Kofinanzierungsfonds 634.000 Euro hinzu.

Die Stadt Tribsees ist seit 1991 in den Programmen der Städtebauförderung. Seit dieser Zeit wurde die städtebauliche Maßnahme „Altstadt“ mit knapp 16 Millionen Euro unterstützt. So konnten die Straßen und Plätze, wie beispielsweise der Markt, der Kirchplatz und die Karl-Marx-Straße, erneuert und zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser saniert werden.

Startschuss für Umweltwanderungen

Bruel – Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern läutet den am 5. Juni stattfindenden Weltumwelttag  zum zweiten Mal in Folge mit einer Wanderwoche durch die 13 Nationalen Naturlandschaften des Landes ein. Insgesamt 42 Schülergruppen mit rund 1.000 Teilnehmern haben sich in den vergangenen Wochen für die kostenlosen, geführten Ausflüge angemeldet. Den Anfang machen heute Kinder und Jugendliche der Regionalen Schule in Brüel (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

Die diesjährigen Umweltwanderungen finden zu ganz unterschiedlichen Themen statt: Der Naturpark „Peenetal“ bietet eine digitale Schnitzeljagd mit Hilfe von GPS-Geräten an. Im Müritz-Nationalpark geht es um den Baum des Jahres, die Winterlinde, und im Naturpark „Am Stettiner Haff“ ist Wasserwandern angesagt. Im Naturpark „Sternberger Seenland“ nehmen gleich 6 Gruppen mit insgesamt 141 Teilnehmern an den Wanderungen teil. Dort heißt es, das Leben von Milanen, Bienen, Wespen oder Tümpelbewohnern zu erkunden oder die Flora und Fauna rund um den schönen Glammsee.

„In diesem Jahr wollen wir den Umwelttag auch dazu nutzen, um die Bienen und andere bestäubende Insekten in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, erklärt Dr. Peter Sanftleben, Staatssekretär im Umweltministerium, der die Schülerinnen und Schüler aus Brüel heute auf ihrer Wanderung durch das Sternberger Seenland begleitete. Erst kürzlich machte sich Umweltminister Dr. Till Backhaus im Rahmen einer viertägigen Wanderung vorbei an den Naturschönheiten des Landes selbst ein Bild von lokalen Projekten und Initiativen zur Entwicklung des ländlichen Raums.

„Mit dem Thema Bienen sind wir in Brüel bestens aufgehoben“, betonte Dr. Sanftleben. So wurde der vom Landschaftspflegeverband „Sternberger Endmoränengebiet e.V.“ angelegte Baumlehrpfad 2012 in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und Rita Klammer, die den Bienenpreis M-V 2015 gewann, zu einem Bienen-Baum-Lehrpfad weiterentwickelt. Er ist Teil der „Mecklenburger Bienenstraße“, einer neu entwickelten naturparkübergreifenden Radroute, die den Naturpark „Sternberger Seenland“ und „Nossentiner/Schwinzer Heide“, aber auch die Akteure mit Bezug zu Bienen und Bienenprodukten miteinander verbindet. Auch an der Regionalen Schule Brüel spielt die Biene im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle. So wurde beispielsweise das Wahlpflichtfach Imkern eingeführt.

Das Land unterstützt die Lebensbedingungen der Bienen umfassend. „Mit unterschiedlichen Förderprogrammen helfen wir, dass ausreichende und vielfältige Nahrung, vor allem Pollen zur Verfügung stehen. Das Geld erhalten beispielsweise Landwirte, um Blühstreifen und –flächen anzulegen und Fruchtfolgen abwechslungsreich zu gestalten“, erläuterte Dr. Sanftleben. So können die Nahrungsgrundlagen der Insekten langfristig durch die Landwirtschaft gestärkt werden. „Auch unterstützen wir finanziell die Zucht gesunder und leistungsfähiger Honigbienen, zum Beispiel das Bienenzuchtzentrum Bantin, sowie Schulungsmaßnahmen für Imker und die Bekämpfung von Bienenkrankheiten.“

Der Weltumwelttag ist ein Aktionstag, der am 5. Juni gefeiert wird. Zurückzuführen ist er auf die Welt-Umweltkonferenz vom 5. Juni 1972. Dort wurde der Weltumwelttag offiziell vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich über 150 Staaten mit verschiedensten Veranstaltungen an diesem Tag.

Golfplatz am Schloss Ranzow wird erweitert

Insel Rügen – Der Golfplatz am Vier-Sterne-Hotel Schloss Ranzow in Lohme auf der Insel Rügen soll von einer 9-Loch-Golfanlage zu einem 18-Loch-Platz erweitert werden. „Der Golfsport erfreut sich in Mecklenburg-Vorpommern wachsender Beliebtheit. Mit der Erweiterung des Golfplatzes am Schloss Ranzow wird das touristische Angebot in der Region deutlich verbessert. Besonders erfreulich ist, dass mit den geplanten Maßnahmen fünf neue Arbeitsplätze entstehen und 16 gesichert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin.

Das Hotel Schloss Ranzow verfügt über 19 Hotelzimmer und Appartments. Die Golf-Übungsanlage besteht aus Driving-Range, Putting-Green, Pitching-Range und drei Übungsbahnen. An der Steilküste gelegen, besitzt der 9-Loch-Golfplatz eine einzigartige Lage mit Blick auf die Ostsee und das Kap Arkona. Der Platz soll jetzt zu einer 18-Loch-Anlage erweitert werden. „Golf bereichert das sportliche Angebot in Mecklenburg-Vorpommern. Einheimische, die regelmäßig Sport treiben wollen, Gäste, die in Schnupper-Kursen Golf ausprobieren wollen, und Golftouristen, die ihren Urlaub zum gezielten Training zur Verbesserung des Handicaps nutzen – für alle ist der Sport geeignet. So wird Golf als Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt immer bedeutender“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der Erweiterung betragen 745.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von knapp 190.000 Euro.

In den Golfclubs des Landes sind rund 16.000 Mitglieder organisiert; derzeit kann in Mecklenburg-Vorpommern auf 17 Golfanlagen gespielt werden. Das Wirtschaftsministerium hat ein Golfmagazin aufgelegt, das Golfplätze aus allen Regionen des Landes präsentiert. Investoren und Betreiber berichten, warum sie in Mecklenburg-Vorpommern investiert haben. Prominente, wie beispielsweise Fußball-Legende Uwe Seeler oder der Golf-Bundestrainer Ulrich Zilg, erzählen in Interviews, warum Golfen für sie so faszinierend ist und was sie an unserem Land begeistert. Das Golfmagazin steht auf der Seite des Wirtschaftsministeriums unter www.wm.regierung-mv.de (Service – Publikationen) zum Download bereit oder kann über ein Formular auf der Internetseite auch bestellt werden. Das Magazin ist auch auf Englisch erschienen.

Großhandelsbetrieb Bela feiert 25jähriges Jubiläum

Wittenhagen – Seit 25 Jahren ist die Bela Handels GmbH & Co. KG (kurz: Bela) mit einem Großhandelslager in Wittenhagen bei Stralsund ansässig. Das Jubiläum wird im Rahmen der jährlich stattfindenden „Fördermesse für regionale Produkte“ gefeiert. „Aus der Region, für die Region – dieses Motto lebt die Bela intensiv. Die Vermarktung regionaler Lebensmittel ist ein bedeutendes und auch erfolgreiches Element der Unternehmensstrategie. Dazu kommt, dass ein Großteil der rund 200 Mitarbeiter in Wittenhagen aus der nahen Umgebung stammt, auch das zeigt die tiefe Verwurzelung in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Sonntag vor Ort.

Die 22. Fördermesse richtete sich an private Lebensmitteleinzelhändler und eigenständige Handelspartner sowie famila-Warenhäuser und Markant-Supermärkte in den Neuen Bundesländern. Von den insgesamt 77 Ausstellern kamen 16 aus Mecklenburg-Vorpommern. „Von Wittenhagen aus werden Supermärkte und Geschäfte in Nord- und Ostdeutschland mit 25 eigenen LKWs beliefert. Das erhöht die Vermarktung und den Absatz heimischer Qualitätsprodukte deutlich, der Kundenkreis wird auch außerhalb des Landes verbreitert, Wertschöpfungsketten werden verlängert. Hiervon profitieren unsere Ernährungsindustrie und der Wirtschaftsstandort insgesamt“, sagte Glawe. Nach Unternehmensangaben kommen 1.300 Produkte von mehr als 80 Lieferanten aus dem 12.000 Artikel umfassenden Sortiment aus den neuen Bundesländern.

 „Wir genießen an diesem Standort tolle Wirtschaftsbedingungen und viel Unterstützung seitens der Politik. In dem ständig zunehmenden Wettbewerbsfeld bauen wir stets unser Engagement zur Unterstützung kleinerer Kaufleute aus. Damit können Dörfer belebt und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben unserer wirtschaftlichen Bedeutung zeigen wir also auch ein hohes Maß an sozialer Verantwortung“, ergänzte Mathias Scheunemann, Vertriebs- und Niederlassungsleiter der Bela in Wittenhagen.

Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete in 2015 einen Jahresumsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Damit beträgt der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes rund 33 Prozent. Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Die Vielzahl der Betriebe zählt zu den mittelständischen Unternehmen. In Mecklenburg-Vorpommern sind auch wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig wie beispielsweise die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hinzu kamen Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.

1892 in Kiel gegründet, ist die Bartels-Langness-Gruppe bis heute ein Familienunternehmen mit über 15.000 Mitarbeitern, davon 2.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Kundenstamm der Bela Wittenhagen gehören rund 700 selbständige Einzelhändler, Tankstellen und Drogeriemärkte in Nord- und Ostdeutschland. Darunter sind kleinere Kaufleute in ländlich geprägten Strukturen, aber auch Großkunden wie Konsum Dresden mit über 40 Verkaufsstellen. Stammgeschäft der Bela ist der Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Daneben gehören verschiedene Aktivitäten im Bäckereihandwerk- und –handel, im Tiernahrungsfachhandel, im Großverbrauchergeschäft sowie ein eigenes Weinimporthaus und ein Weingut zum Unternehmen. Weiterhin gehören auch 82 famila-Warenhäuser und mehr als 30 Markant-Märkte in Norddeutschland zur Unternehmensgruppe.

Verkehrsbehinderungen auf dem Dänholm

Stralsund – An der Ziegelgrabenbrücke (Landkreis Vorpommern-Rügen) wird von Dienstag (31.05.2016) bis Donnerstag (02.06.2016) von 08.00 bis 18.45 Uhr eine routinemäßige Brückenprüfung stattfinden.

Die Prüfungen werden jeweils bei halbseitiger Sperrung mit einem Untersichtgerät durchgeführt. Fahrzeuge aus beiden Richtungen werden über die jeweils freie Fahrspur geführt. Überbreite Fahrzeuge könnten jeweils beim Umsetzen die Prüfstelle passieren. Eine Abstimmung mit den Verkehrsbehörden sollte vorab erfolgen.

Für einen Prüfschritt könnte am Donnerstag (02.06.2016) eine kurzzeitige Vollsperrung erforderlich werden. Der Verkehrsfunk wird kurzfristig informiert. Autofahrer aus Richtung Stralsund nach Rügen und umgekehrt werden gebeten, die Rügenbrücke zu nutzen.

Wettbewerb „Schul- und Kinder-Gärten“

„Lernstätte für Natur und Umwelt“

Schwerin –  Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern ruft die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Land zur Teilnahme am Wettbewerb „Schul- und Kinder-Gärten“ auf. Die Gewinner können für das Errichten, Gestalten und Pflegen von Schul- und Kinder-Gärten eine Förderung von bis zu 5.000 Euro erhalten. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 30.06.2016 eingereicht werden!

Ziel ist es, Kinder in Schulen und Kindertageseinrichtungen an das „Gärtnern“ heranzuführen. „Nur in einem Garten können Kinder miterleben, wie sich aus einem Samenkorn eine starke Pflanze entwickelt. Schulen und Kindertagesstätten können im Rahmen der Aktion einen wichtigen Beitrag leisten, Kinder für den Umgang in und mit der Natur zu begeistern, Kinder können Wachstum und Leben im Garten hautnah erfahren und selbst zu aktiven Gärtnern werden“, erklärt Umweltminister Dr. Backhaus.

Der Wettbewerb begreift den Schulgarten nicht nur als Hort für Pflanzen: „Gärten soll über den Zaun hinaus als Lernstätte für Natur- und Umweltbildung verstanden werden. Sie regen dazu an, sich kreativ, verantwortungsbewusst aber auch ausdauernd, rücksichtsvoll und zielstrebig mit seiner Umwelt zu beschäftigen“, sagte er weiter. Nebenbei vermittelten Gärten die Idee gesunder Ernährung, das Interesse an der Selbstversorgung, die Achtung von Lebensmitteln sowie den Einfluss von Jahreszeiten und Wetter.

Insgesamt stehen für das Projekt in 2016 Mittel in Höhe von 90.000€ und in 2017 in Höhe von 50.000€ bereit.