Wintersaison 2016/2017 wird vorbereitet

Rostock – Am 1. November 2016 beginnt die Wintersaison in Rostock. Während die Hansestadt die Fahrbahnen, Gehwege, Fußgängerüberwege, Bushaltestellen, Radwege und vieles mehr betreut, ist die Schneeräum- und Streupflicht für die überwiegende Anzahl der Gehwege in den Wohngebieten und in verkehrsberuhigten Bereichen auf die Eigentümer der anliegenden Grundstücke übertragen. Zugänge zu den Müllcontainerstellplätzen und Fußgängerübergänge zur Fahrbahnquerung müssen so geräumt und abgestumpft werden, dass sie auch für Passanten mit eingeschränkter Motorik bzw. mit einer Behinderung gut begehbar sind.

Des Weiteren müssen Gehwege zu den Grundstücken und Zugänge zur Fahrbahn von Schnee geräumt und bei Glatteis gestreut sein. Schnee kann auf dem Gehwegrand zur Fahrbahn bzw. auf dem eigenen Grundstück gelagert werden. Auf keinen Fall gehört der Schnee auf die Fahrbahn. Jeder Grundstückseigentümer sollte sich sein Streumaterial rechtzeitig beschaffen. Nur abstumpfende Materialien dürfen verwendet werden. Auftauende Stoffe sind auf öffentlichen Gehwegen in Rostock nicht gestattet.

Die Schneeräum- und Streupflicht gilt von 7 bis 20 Uhr werktags sowie an Sonn- und Feiertagen.

Die Regelungen zum Winterdienst sind in der Straßenreinigungssatzung der Hansestadt Rostock festgeschrieben, die im Internet unter www.rostock.de/umweltamt nachzulesen ist. Hinweise, Kritik oder Beschwerden können über das Internetportal „Klarschiff-Rostock“ angebracht werden. Die Meldungen werden an die zuständigen Fachämtern weitergeleitet und dort bearbeitet.

Forschungsförderung für 13 innovative deutsche Unternehmen

Brüssel – Von implantierbaren Blutdruckmessern bis zu energieeffizienten Backplatten: Dreizehn kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland erhalten aus dem EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 je 50.000 Euro für Machbarkeits- und Durchführungsstudien zur Erprobung neuer Produkte und Ideen. Die EU-Kommission hat heute (Montag) die Ergebnisse der aktuellen dritten Förderrunde der ersten Phase des Förderinstruments für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bekanntgegeben.

Die Bandbreite der erfolgreichen deutschen Projekte reicht von Machbarkeitsstudien zu implantierbaren Blutdruckmessern über ein Managementsystem zum Schutz geistigen Eigentums bis zur Entwicklung energieeffizienter Backplatten. Insgesamt werden 189 KMU aus 24 Ländern mit 9,1 Mio. Euro gefördert, am erfolgreichsten in dieser Förderrunde waren italienische und spanische KMU, mit 34 bzw. 30 erfolgreichen Projektanträgen. Unterstützt werden Projekte aus der so genannten Phase 1 des KMU-Instruments, bei der Machbarkeits- und Durchführungsstudien zur Erprobung des Prototyps am Einsatzort im Vordergrund stehen. Für die dritte Runde der Phase 1 des KMU-Instruments in diesem Jahr wurden 1.938 Anträge aus 40 Ländern eingereicht. Seit seinem Start 2014 erhielten 1.840 KMU Förderung aus diesem Teil des KMU-Instruments.

Horizont 2020, das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, legt den Schwerpunkt auf die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Deshalb gibt es in Horizont 2020 ein KMU-Instrument, das KMU mit Wachstumspotenzial, Ideen mit hohem Innovationsgrad und europäisch bzw. international ausgerichteter Geschäftstätigkeit fördert. Es handelt sich dabei um ein Querschnittsinstrument, da es sowohl innerhalb der Bereiche „Grundlegende und industriellen Technologien (LEIT) “ als auch „Gesellschaftliche Herausforderungen“ gilt. Das KMU-Instrument leistet einen Beitrag dazu, dass Forschungsergebnisse in Form von neuartigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen verwertet werden können. Das KMU-Instrument ist in drei Phasen gegliedert, in denen Forschungsergebnisse umfassend von der Erstellung einer Machbarkeitsstudie über Demonstration und die Prototypenentwicklung bis zur Vermarktung des Produkts gefördert werden.

Neues Fütterungssystem soll Hühner vom Federpicken abhalten

Schwerin – Federpicken und Kannibalismus sind auch in der ökologischen Legehennenhaltung mit ausreichend Auslauf, Platz und Scharrmaterialien immer wieder anzutreffen. Gemeinsam mit der Bio-Frischei Zernke GmbH aus Lärz (LK Mecklenburgische Seenplatte) setzt das Land deshalb ein Projekt zur systematischen Verbesserung des Tierwohls und der Tiergesundheit im Hühnerstall um. Getestet wird ein neuartiges Fütterungssystem, das die Tiere beschäftigen und ausgewogen ernähren soll. Projektkoordinator ist die LMS Agrarberatung. Das Landwirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit fast 400.000 €.

„Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich Ökobetriebe mit Legehennenhaltung umfassend angesiedelt haben, ist die Sicherung des Tierwohls und der Tiergesundheit eine besondere Verpflichtung“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V. Störungen im Verhalten von Hühnern könne allerdings nur ganzheitlich begegnet werden. Von entscheidender Bedeutung sei eine Haltung, die der Natur des Huhns entspricht und eine größtmögliche Verhaltensvielfalt bietet. Hierzu gehöre nicht nur ausreichend Tageslicht und frische, ammoniakfreie Luft, sondern auch die Möglichkeit sich zu beschäftigen.

Ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten können geeignete Einstreuvarianten bieten, die das Scharren erlauben und wichtige Nährstoffe bereitstellen. Im Projekt „Bio-Ei“ wird ein Raufuttervorlagesystem konstruiert, bei dem durch ein Rohrsystem mit Öffnungen mehrmals täglich für wenige Sekunden Silage (Maissilage, Silage aus Leguminosen, Larvenmehl, Industriehanf) in den Stall rieselt. „Das sorgt für eine Beschäftigung der Tiere und steigert Tierwohl und Tiergesundheit“, so Backhaus. Um die Fallhöhe der Silage und die Verschmutzung des Federkleids zu vermeiden, werden Fallrohre mit Y-Endungen eingesetzt.

Das Projekt ist Teil der „Innovationspartnerschaft Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“, kurz EIP-AGRI, eine Fördermaßnahme die erstmals im ELER-Programm 2014-2020 angeboten wird. Ziel ist, dass Innovationen schneller in der Landwirtschaft angewendet werden können. Dazu schließen sich Partner aus Land- und / oder Forstwirtschaft, Forschung, Beratung oder dem verarbeitenden Gewerbe zu so genannten Operationellen Gruppen (OG) zusammen.

„Das Projekt ist ein Beispiel dafür, dass die Europäischen Innovationspartnerschaften in der Landwirtschaft genau dort ansetzen, wo es Forschungsbedarf gibt“, so Backhaus. Es ergänze die verschiedenen Untersuchungen zur ökologischen Junghennenhaltung, die hierzulande bereits umgesetzt werden. Die enge Zusammenarbeit von Betrieben, Anbauverbänden, Forschung und Beratung sei essentiell, um zu einer konstanten Verbesserung des Tierwohls und der Tiergesundheit beizutragen.

Bio-Eier werden immer beliebter, das Interesse am Produkt ist groß. 2015 wurde in Deutschland eine Rekordmenge an Bio-Eiern verkauft und ein Anstieg um 13 % verzeichnet. Eier aus ökologischer Erzeugung kommen auf einen Mengenanteil von 11,5 % an den Gesamteinkäufen an frischen Eiern. Mecklenburg-Vorpommern nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Jedes 5. Bio-Ei kommt von dort.

7 Wolfswelpen in Fotofalle getappt

Schwerin – Die in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel haben erfolgreich Nachwuchs großgezogen. Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder 4 Welpen, in der Ueckermünder Heide wurden 3 Welpen nachgewiesen. Beide Wolfsrudel ziehen seit 2014 jährlich Nachkommen auf. Das Wolfsmonitoring mit Fotofallen wird in diesen beiden Gebieten von den Bundesforstbetrieben Trave und Vorpommern-Strelitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) durchgeführt.

„Die Welpennachweise bestätigen unsere Erkenntnis, dass sich die Wolfsvorkommen weiter entwickeln werden. Wir haben entsprechend Vorsorge getroffen und mittlerweile das ganze Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns mit Ausnahme der Ostseeinseln zum Wolfsgebiet erklärt“, betont Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V.

Dennoch seien Tierhalter angehalten, die Schutzmaßnahmen für Schaf- und Ziegenherden gemäß den Anforderungen aus dem Wolfsmanagementplan anzuwenden. Nur dann werden Schäden der Tierhalter, die durch Wölfe verursacht wurden, gemäß der 2013 in Kraft getretenen Förderrichtlinie Wolf – FöRiWolf M-V zu 100 % ausgeglichen. Auch unterstützt das Land Tierhalter bei Präventionsmaßnahmen, die über einen Grundschutz hinausgehen mit bis zu 75 %

Weiterhin gilt inzwischen als gesichert, dass der Wolfsrüde aus der brandenburgischen Kyritz-Ruppiner Heide 2016 ein eigenes Rudel begründet hat. Im Rahmen seiner Streifzüge nutzt er auch die Region südlich der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.

Seit dem Jahre 2000 gibt es wieder dauerhafte Vorkommen wildlebender Wölfe in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern wurde der erste sesshafte Einzelwolf im Jahre 2006 bestätigt. Bis zum Jahr 2013 war insgesamt von 3 Einzeltieren auszugehen (im Bereich der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide, der Ueckermünder Heide und in der südlichen Müritz-Region im Grenzbereich zwischen den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern).

Im Juli 2014 konnte durch Fotobelege nachgewiesen werden, dass die Wolfspaare auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide und der Ueckermünder Heide Welpen aufziehen.

Auch im Jahr 2015 wurden in der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide mindestens 6 und in der Ueckermünder Heide mindestens 7 Welpen per Fotofalle nachgewiesen.

Grundsteinlegung für 24-Stunden-Kita in Demmin

Demmin – In der Hansestadt Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) soll eine 24-Stunden-Kindertagesstätte mit dem Namen „Forscher Kita“ entstehen. Wirtschaftsminister Harry Glawe hatte dazu am Montag gemeinsam mit dem Trägerwerk Soziale Dienste M-V GmbH, Bauunternehmen und Gemeindevertretern feierlich den Grundstein auf dem Gelände des ehemaligen Obdachlosenheims am Mühlenteich gelegt. „Es entsteht ein neues Betreuungsangebot. Das ist vor allem für Berufstätige im Schichtdienst ein Gewinn, denn es unterstützt Familien bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Von der neuen Kita wird die gesamte Region profitieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Betreiber der Kita ist die Trägerwerk Soziale Dienste in Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

Die eingeschossige, barrierefreie Kita wird neu gebaut. Es sollen Betreuungszeiten zwischen 5.30 Uhr und 20.30 Uhr für insgesamt 66 Kinder, davon zwölf Krippenplätze, angeboten werden. Zusätzlich sind für sechs Kinder Übernachtungsmöglichkeiten vorgesehen. Geplant sind keine festen Gruppenräume, sondern in allen Räumen sollen Möglichkeiten für musikalische, sportliche und kreative Aktivitäten bestehen. Im Außenbereich bietet eine Freifläche von über 3.000 Quadratmetern den Jungen und Mädchen Platz zum Spielen. „Die Wahl des Standortes hat gleich zwei Vorteile. Zum einen wird eine ehemalige Brachfläche reaktiviert, zum anderen ist die Kita durch ihre zentrumsnahe Lage für die Kinder und Eltern gut erreichbar“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 2,2 Millionen Euro. Das Land wird mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) den Bau vermutlich in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro unterstützen.

Die Kita ist eines von insgesamt drei Vorhaben, mit denen Demmin in das EFRE-Programm „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung“ 2014 – 2020 aufgenommen wurde. Die beiden anderen Projekte sind die Sanierung Schwanenteich und Promenade sowie die Teilverfüllung des offenen Mühlengrabens.

Im Rahmen der Städtebauförderung wurde die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Historischer Stadtkern/Anklamer Vorstadt“ der Hansestadt Demmin unterstützt. Zu den geförderten Vorhaben zählen der Neubau des Wohngebäudes mit Betreuungsangebot Am Markt 10-13, der Schulhof der Fritz-Reuter-Schule sowie der 2. und 3. Bauabschnitt der Südmauer in Demmin.

In den fünf Programmen der Städtebauförderung – Stadtumbau Ost, Denkmalschutz Ost, Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren sowie Kleinere Städte und Gemeinden – stehen im Jahr 2016 insgesamt rund 52 Millionen Euro Finanzhilfen zur Verfügung. Die Mittel, die jeweils hälftig vom Land und vom Bund getragen werden, stehen für die Durchführung von Maßnahmen im Zeitraum bis zum Jahr 2020 zur Verfügung. Gefördert werden städtebauliche Projekte in 46 städtebaulichen Gesamtmaßnahmen in 35 Kommunen sowie der Rückbau von rund 1.200 dauerhaft leer stehenden Wohnungen in 13 Gemeinden.

Angriffe durch „Horror-Clowns“

Rostock – In den Abendstunden des 23.10.2016 wurden der Polizei erneut mehrere Sachverhalte im Zusammenhang mit den sogenannten „Horror-Clowns“ gemeldet. Im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel sprangen zwei unbekannte männliche Personen im Clownskostüm und mit weißer Maske unvermittelt „böse lachend“ aus einem Gebüsch vor einen 54-jährigen Mann und seine 21-jährige Tochter.

Die Geschädigten erschraken und ergriffen die Flucht. Bei Eintreffen der Beamten war die junge Frau immer noch stark zittrig und verängstigt. Im Rostocker Stadtteil Lütten Klein sprang eine unbekannte männliche Person im Clownskostüm und mit weißer Maske aus einem Gebüsch, während scheinbar aus einem Abspielgerät ein „gruseliges“ Lachen abgespielt wurde. Hierbei hielt der Täter einen Morgenstern in der Hand und wedelte mit diesem. Die 18-jährige Geschädigte und ihr 21-jähriger Begleiter ergriffen daraufhin die Flucht. Der Täter verfolgte sie über eine kurze Strecke und ließ dann von ihnen ab.

In Hagenow sprang eine unbekannte Person im Clownskostüm und mit geschminktem Gesicht hinter einem Toilettenhaus hervor und lief mit erhobenem Messer auf eine 25-jährige Frau zu. Diese nahm ihr Pfefferspray und sprühte es dem Täter ins Gesicht, woraufhin er von ihr abließ und flüchtete. In allen Fällen kamen die Geschädigten mit dem Schrecken davon.

Die sofort eingeleitete Fahndung führte bislang nicht zum Ergreifen der Täter. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die schönsten Melodien aus Frankreich

Französischer Abend mit Lesung und Konzert

kusariInsel Rügen – Am Samstag, den 12. November 2016, um 19.00 Uhr liest die französische Mezzosopranistin Isabelle Kusari Ausschnitte aus dem „Pariser Sommer 1799“ von Ernst Moritz Arndt und rezitiert seine Eindrücke über die Côte d’Azur.

Die Künstlerin singt zudem die schönsten Chansons von Édith Piaf, klassische Chansons aus der Belle Époque, romantische Lieder aus der Renaissance sowie bekannte Opernarien aus der Oper „Carmen von Georges Bizet“. Klavierstücke von französischen Komponisten bereichern diese charmante Soirée.

Veranstaltungsort: Ernst-Moritz-Arndt-Museum, An den Anlagen 1, 18574 Garz⁄Rügen

WEMAG-Kunden pflanzen 2.000 Bäume für Klimawald

6. Baumpflanzaktion des Öko-Energieversorgers

Schwerin/Malchow – Der Öko-Energieversorger WEMAG hat am Sonnabend, den 22. Oktober gemeinsam mit Kunden und Partnern seinen nächsten Klimawald gepflanzt. „Für uns ist es selbstverständlich, dass auf ökologisches Bewusstsein auch Taten folgen müssen. Deshalb packen wir selbst aktiv mit an und pflanzen seit fünf Jahren Bäume“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Pätzold zu Beginn der 6. Baumpflanzaktion, die von Mitarbeitern des Forstamtes Wredenhagen fachlich geplant und begleitet wurde.

Innerhalb von etwa zwei Stunden wurden in den Malchower Klostertannen, im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte, etwa 1.300 Winterlinden und 700 Vogelkirschbäume in die Erde gesetzt. „Die Winterlinde ist Baum des Jahres 2016 und bestens für diesen lehmhaltigen Sandboden geeignet. Die Vogelkirsche besitzt ein sehr wertvolles Holz und ist während der Blütezeit eine Oase für Insekten“, erläuterte Forstamtsleiter Bernd Poeppel und kündigte den Bau eines zwei Kilometer langen Rundwanderweges mit Informationen zum Thema „Wald und Klima“ an.

wemag-baumpflanzaktion-2

An der 6. WEMAG-Baumpflanzaktion in Malchow beteiligten sich etwa 100 Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner des Öko-Energieversorgers aus Schwerin. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Der neue Wald dient dem Klimaschutz. Er leistet aber auch einen Beitrag für den natürlichen Wasserhaushalt, die Biodiversität, das Landschaftsbild und nicht zuletzt für die Menschen, die Erholung suchen. Die WEMAG beweist mit ihrem Engagement seit vielen Jahren, dass sie Verantwortung für die Zukunft übernimmt“, sagte Manfred Baum, Referatsleiter im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf der Veranstaltung.

Die gesamte Fläche für diesen Klimawald der WEMAG ist rund 2,8 Hektar groß und wird nach Fertigstellung aus mehr als 12.000 Bäumen bestehen. Als stabilen Waldrand pflanzen die Mitarbeiter des Forstamtes später unter anderem Sträucher und Wildobstbäume.

In den vergangenen Jahren halfen hunderte Kunden und andere Freiwillige bei der Durchführung der Baumpflanzaktionen des ökologisch ausgerichteten Energieversorgers. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, im Seefelder Holz bei Mühlen Eichsen, auf einer Fläche bei Bad Kleinen, bei Herren Steinfeld sowie in Malchow wurden so bereits fünf Klimawälder mit einer Gesamtfläche von etwa 39 Hektar geschaffen. Die dort gepflanzten Eichen und Linden entwickeln sich gut. Initiiert wurde die Aktion vom Ökostromversorger WEMAG und der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011.

Die WEMAG bietet mit wemio-Waldgas ein Erdgasprodukt mit ökologischem Mehrwert an. Für jeden Kunden investiert das Unternehmen zehn Euro, um Waldschutzprojekte im Norden zu unterstützen. Mit dem Geld wurden bisher ausschließlich Waldaktien der Landesforst MV erworben. Jede Aktie steht für die Aufforstung von fünf Quadratmetern Waldfläche.

Die WEMAG verwendet die zehn Euro je Erdgaskunde nicht nur für Klimawälder, sondern verteilt das Geld auf mehrere Projekte. So unter anderem in die Wildtierhilfe sowie in die Erhaltung, Revitalisierung und Neuanlage von Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Biotopen Europas gehören.