Arbeitsmarkt M-V im November 2016

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Arbeitslosen im November 2016 im Vergleich zum November des Vorjahres deutlich zurückgegangen. Insgesamt sind 74.600 Menschen arbeitslos gemeldet, 6.800 weniger als im November 2015. Die Arbeitslosenquote liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell im Land bei 9,0 Prozent. „Das ist im Jahresvergleich ein sehr guter Wert. Der Arbeitsmarkt erweist sich dynamisch. Die Zahlen zeigen: Unternehmen stellen auch in den kühler werdenden Monaten weiter ein. Mir ist wichtig, dass weiter mehr Jobs entstehen. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten eine tragfähige Perspektive auch bei uns im Land zu bleiben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Im Vergleich zum Vormonat Oktober ist die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt um 5,1 Prozent gestiegen. „Vor allem in den touristisch geprägten Regionen ist der hohe Einfluss der Saison auf die Arbeitslosigkeit weiterhin erkennbar. Wichtig ist es, Fachkräften bereits bei der Beschäftigungsaufnahme eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Langfristig ist das gerade im Hotel- und Gastronomiegewerbe ein Beitrag zur Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs. Vor allem in den ländlich geprägten Regionen stellt dies Unternehmen in saisonal abhängigen Branchen vor Herausforderungen. Die Ostsee liegt nicht vor jeder Haustür“, appellierte Glawe weiter. „Wichtig sind Maßnahmen zur Saisonverlängerung, um Hotels und Pensionen auch abseits der Küste noch attraktiver zu machen. Hier werden wir weiter unterstützen.“

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe machte darüber hinaus auch auf die neu entstehenden Jobs durch das Neubauprogramm von Kreuzfahrtschiffen bei den MV Werften aufmerksam. „Hunderte Jobs können an den Standorten Rostock-Warnemünde, Wismar und Stralsund entstehen. Umso wichtiger sind bei uns weitere Investitionen der heimischen Wirtschaft auch im Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Das schafft saisonal noch mehr Unabhängigkeit“, so Glawe weiter.

„Der Trend hält weiter an. Wir haben erneut mehr sozialversicherungspflichtige Jobs. Das zeigt: Unternehmer stellen ein und darüber hinaus versuchen sie verstärkt Beschäftigte an die Firmen zu binden. Wir werden die Rahmenbedingungen für die Schaffung von mehr Jobs weiter unterstützen“, betonte Glawe. 564.900 Menschen waren im September 2016 (aktuellster Wert) in Mecklenburg-Vorpommern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 3.600 Stellen bzw. 0,6 Prozent im Vergleich zum September 2015. „Erneut erweisen sich die Gesundheitswirtschaft und das verarbeitende Gewerbe als Zugpferde für den Aufwuchs“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe abschließend. Vor allem die Branchen Gesundheits- und Sozialwesen (+ 3.400 Stellen), das verarbeitende Gewerbe (+ 1.400) und der Bereich Logistik (+ 600) verzeichnen einen deutlichen Aufwuchs.

Arbeitsmarkt November 2016: Anhaltender Rückgang der Arbeitslosigkeit

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich auch im November grundsätzlich günstig. Die Arbeitslosigkeit hat weiter abgenommen und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich auf einem anhaltend hohen Niveau.

Der Beschäftigungsaufbau ist allerdings zuletzt ins Stocken geraten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im November: -8.000 auf 2.532.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -101.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Oktober auf November um 8.000 auf 2.532.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im November um 9.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 5.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 101.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 1.000 gestiegen. Grund für den leichten Anstieg ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik, insbesondere für geflüchtete Menschen. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im November 2016 auf 3.517.000 Personen. Das waren 41.000 mehr als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Oktober 1,73 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,0 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im November 756.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum November 2015 ergab sich ein Rückgang von 8.000. Insgesamt 710.000 Personen erhielten im November 2016 Arbeitslosengeld, 37.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im November bei 4.280.000. Gegenüber November 2015 war dies ein Anstieg von 39.000 Personen. 7,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) waren 1.776.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 93.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen, wenngleich sich das Wachstum zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 13.000 gestiegen. Mit 43,84 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 352.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA von August auf September saisonbereinigt um 6.000 abgenommen. Insgesamt waren im September 31,74 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 411.000 mehr als ein Jahr zuvor. Damit liegt die Beschäftigung nach wie vor deutlich im Plus. Allerdings ist das Wachstum zuletzt ins Stocken geraten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. Im November waren 681.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 71.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 3.000 zugenommen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – sank im November 2016 um 1 Punkt auf 222 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 17 Punkten aber weiterhin sehr deutlich aus.

Sellering eröffnet Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg

Ludwigslust – Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute in Ludwigslust die diesjährige Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg eröffnet. „Die Metropolregion Hamburg ist ein wirklich gutes Beispiel für norddeutschen Pragmatismus: Wir kümmern uns gemeinsam um das Machbare, um das, was uns allen nützt“, erklärte der Ministerpräsident. Ziel sei es, in möglichst vielen Bereichen zu einer Zusammenarbeit der Stadt Hamburg mit ihrem Umland zu kommen. „Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass künftig unsere Landeshauptstadt Schwerin und der gesamte Kreis Ludwigslust-Parchim der Metropolregion angehören werden.“

Inhaltlich stand die Konferenz in diesem Jahr unter der Überschrift „Nachhaltige Mobiliät“. „Gerade in einem dünnbesiedelten Bundesland ist Mobilität eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und zugleich entscheidend für die wirtschaftlichen Entwicklungschancen. Deshalb unternehmen wir hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern schon jetzt viele Schritte und unterstützen alle guten Ideen, um auch in Zukunft ein gutes Angebot im öffentlichen Verkehr machen zu können. So stellt zum Beispiel der Landkreis Ludwigslust-Parchim am Rande der Konferenz ein neues Rufbussystem vor, das wir als Land unterstützen. Ein gutes Beispiel für unsere Versuche, den ÖPNV bei uns im Land zukunftssicher aufzustellen“, sagte Sellering.

Mit Blick auf die Anbindungen nach Hamburg sei es wichtig, zu einer besseren Abstimmung von Fahrplänen und zu einer weiteren Verzahnung der Verkehrsangebote zu kommen. „Das muss unsere gemeinsame Forderung als Metropolregion sein“, so der Ministerpräsident.

Welt-AIDS-Tag: Höhere gesellschaftliche Akzeptanz für Erkrankte notwendig

170px-Red_Ribbon.svgSchwerin – „Mit HIV kann man heute leben. Mit Diskriminierung nicht.“ – unter diesem Motto wird am Donnerstag (01.12.) der diesjährige Welt-AIDS-Tag begangen. Die Kampagne wendet sich gegen die Ausgrenzung von Menschen, die an der Immunschwäche HIV („Human Immunodeficiency Virus“) leiden. „Ziel ist es, eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz für die erkrankten Menschen zu schaffen. Oft schüren Unwissenheit und Angst Vorurteile gegen HIV-Infizierte, dabei können Menschen mit HIV arbeiten und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Mit dem Welt-AIDS-Tag soll gleichzeitig auf die zwingende Notwendigkeit von Prävention hingewiesen werden. Dafür haben wir in Mecklenburg-Vorpommern ein Netz an Beratungs- und Aufklärungsstellen für sexuelle Gesundheit“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

In Deutschland leben nach Angaben des Robert-Koch-Institutes etwa 85.000 Menschen mit HIV; in Mecklenburg-Vorpommern etwa 520. Im Jahr 2015 gab es im Land etwa 55 geschätzte Neuinfektionen; bundesweit 3.200. Um Neuinfektionen zu vermeiden, gibt es sogenannte „Notfalldepots“ in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einem HIV-Risikokontakt (zum Beispiel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder Nadelstichverletzungen) wird empfohlen, vor Ablauf von 24 Stunden mit einer „postexpositionellen Prophylaxe“ (PEP) zu beginnen: Jeder niedergelassene Arzt hat die Möglichkeit, Patienten zu einer Einrichtung zu überweisen; die unter Umständen erforderliche Weiterbehandlung erfolgt dann durch die HIV-Ambulanz des Zentrums für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock. Die HIV-PEP-Notfalldepots sind unter www.aek-mv.de gelistet. „Es ist wichtig, Barrieren abzubauen, die Menschen von einem HIV-Test abhalten. Deshalb gibt es an vielen Gesundheitsämtern und Beratungsstellen für sexuelle Gesundheit die Möglichkeit, anonym und kostenfrei eine HIV-Beratung und einen Test durchführen zu lassen“, betonte Glawe.

2016 findet der Welt-AIDS-Tag zum 29. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. AIDS ist eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems, die durch das Immunschwächevirus HIV (= Human Immunodeficiency Virus) verursacht wird. Die Abkürzung AIDS steht für die englische Bezeichnung „Acquired Immune Deficienay Syndrome“ und heißt auf deutsch „Erworbener Immundefekt“.

In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.sg-mv.de umfassend über Informations-, Weiterbildungs- und Beratungsstellen zu den verschiedenen Themen der sexuellen Gesundheit und die entsprechenden Ansprechpartner.

Landesforst M-V startet Weihnachtsbaumverkauf

Schwerin – Das Weihnachtsfest rückt näher und für Viele beginnt die Suche nach dem Weihnachtsbaum. Ab dem 4. Dezember startet die Landesforst MV mit dem Weihnachtsmarkt im Forstamt Radelübbe in die diesjährige Weihnachtsbaumsaison der Forstämter. Der Lieblingsbaum der vergangenen Jahre war die Nordmanntanne. Diese Baumart machte mehr als zwei Drittel der jährlich verkauften Weihnachtsbäume aus. Aber auch die Blaufichte, Gemeine Fichte und Kiefer erleben eine Renaissance.

„Frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus der Region halten nicht nur länger, sondern schonen auch die Umwelt. Bei unseren Forstämtern kann man genau erfahren, woher der Baum kommt und wie er aufgewachsen ist“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Zudem besteht in vielen Forstämtern die Möglichkeit, den eigenen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen.

Die Weihnachtsbäume der Landesforst MV kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Größtenteils werden sie in Weihnachtsbaumkulturen angebaut. Nach etwa acht Jahren werden sie geerntet. Die Pflege sei aufwendig, so der Minister: „Die heranwachsenden Weihnachtsbäume müssen regelmäßig freigemäht und in Form geschnitten werden. Weihnachtsbäume der Landesforst MV sind regionale Naturprodukte par excellence.“

Viele Forstämter bieten Besuchern neben dem Weihnachtsbaumverkauf auch ein vorweihnachtliches Rahmenprogramm. Auf eigens organisierten Weihnachtsmärkten können Schmuckreisig, Brennholz oder kulinarische Besonderheiten erworben werden. So vermarktet die Landesforst MV Wildbret von Reh, Wildschwein, Rot- und Damwild, ob küchenfertig vorbereitet oder weiterveredelt. „Damit wird der Weihnachtsbaumkauf für die ganze Familie zu einem Erlebnis“, kommentierte Backhaus.

Die Landesforst MV hat im vergangenen Jahr rund 22.000 Weihnachtsbäume verkauft. Deutschlandweit werden jedes Jahr rund 23 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Vorrangig schmücken Fichten, Tannen und Kiefern die Wohnzimmer. Auch andere Nadelbaumarten, zum Beispiel Douglasien werden gelegentlich angeboten. Weitere Informationen zu den Terminen der Weihnachtsbaumverkäufe und Weihnachtsmärkte in den Forstämtern erhalten Sie unter www.wald-mv.de.

Treffen der regionalen Wirtschaftsförderer zum Jahresabschluss

Schwerin – In Schwerin haben sich die regionalen Wirtschaftsfördereinrichtungen des Landes getroffen. „Mecklenburg-Vorpommern kommt wirtschaftlich voran. Unsere Wirtschaftspolitik zielt auf mehr Wachstum und Beschäftigung, höhere Einkommen sowie den Abbau der Arbeitslosigkeit. Neben der Entwicklung der strukturschwachen Regionen und dem Thema der Fachkräftegewinnung wird auch das Thema der Digitalisierung von zunehmender Bedeutung sein. Die Internetanbindung der ländlichen Räume eröffnet neue Möglichkeiten für Ansiedlungen in diesen Regionen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin.

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf die aktuelle Diskussion zu Vorpommern als Wirtschaftsstandort ein. „Ziel ist es, Vorpommern neben dem Tourismus noch stärker als Industrie- und Gewerbestandortregion zu entwickeln. Das verarbeitende Gewerbe, die Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation sind wichtige Bereiche, in denen wir weiter intensiv unsere Ansiedlungsbemühungen intensivieren. Das schafft und sichert Arbeitsplätze in Vorpommern“, betonte Glawe. Als Beispiele für wirtschaftliche Ansiedlung nannte Glawe den Bau einer Forschungsstätte der Firma Contintental in Anklam. Mit der Ansiedlung des türkischen Rohrherstellers BOGENN im Fährhafen Sassnitz hat sich das erste türkische Industrieunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Mit der Firma IDT Biologika (Tiergesundheit, Impfstoffe) wurde ein namhaftes Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie in Greifswald angesiedelt. Die Deutsche Ölwerke GmbH in Lubmin wächst weiter. Hier läuft die zweite Erweiterung.

Glawe betonte auch: „Unsere Wirtschaftspolitik zielt auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung in allen Regionen des Landes. Wir unterstützen strukturschwächere Regionen in besonderer Weise, zum Beispiel bei Investitionsmaßnahmen der kommunalen Infrastruktur oder Unternehmens-Investitionen. Entscheidend ist bei der ganzen Diskussion, dass wir aufpassen müssen, den Standort Vorpommern nicht kleinzureden. Vorpommern bewegt sich. Die Region wird auch künftig vielfältige wirtschaftliche Unterstützung aus meinem Haus erfahren“, so Glawe weiter.

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald ab 2017 geltenden Höchstsätze für die Förderung von Investitionen bei Unternehmen und der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aufmerksam. „Wir haben uns dafür intensiv beim Bund und der EU eingesetzt. Das ist eine gute Nachricht für die Wirtschaft in Vorpommern und für potentielle Investoren. Neu hinzugekommen sind die Ämter Peenetal/Loitz und Jarmen/Tutow sowie die Stadt Greifswald. Die Fördersätze werden ab Januar um fünf Prozentpunkte angehoben“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Damit gelten bis 2020 für den gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald Fördersätze von 20 Prozent für große Unternehmen, 30 Prozent für mittlere und 40 Prozent für kleine Unternehmen. Bislang galten die Fördersätze nur in Teilen des Landeskreises Vorpommern-Greifswald. Hierzu zählen die ehemaligen Landkreise Ostvorpommern und Uecker-Randow.

Wirtschaftsminister Glawe dankte den Wirtschaftsförderern. „Regionale Wirtschaftsförderung ist ein elementarer Bestandteil der heimischen Wirtschaftspolitik. Mit ihr kann ein aktiver Beitrag geleistet werden, neue Investoren für Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen. Wir wollen auch in den kommenden Jahren die überregionale und internationale Investorenansprache fortführen und ausbauen“, betonte Glawe. „Auch mit Unterstützung der regionalen Wirtschaftsförderung sind über 30.000 neue Arbeitsplätze bei uns im Land entstanden. Ziel ist es, auch in der noch frischen Legislaturperiode mehr Menschen in Arbeit zu bringen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Eingeladen zum heutigen Treffen hatte die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in MV.

Wiligrader Turmuhr restauriert

Schloss Wiligrad Foto: bbl

Schloss Wiligrad Foto @ bbl

Schwerin – Über 25 Jahre stand die Zeit auf Schloss Wiligrad still – zumindest die der Turmuhr. Heute ist sie wieder in Gang gesetzt worden – auch Dank der Unterstützung des Vereins der Freunde des Wiligrader Schlosses.

Die Wiligrader Turmuhr stammt noch aus der Erbauungszeit des Schlosses (1896-1898) und hatte mindestens die letzten 25 Jahre stillgestanden. Im Rahmen des Bauunterhaltes beauftragte daher der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern die Restaurierung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 13.700 Euro. Besonders erfreulich: Der Verein der Freunde des Wiligrader Schlosses e.V. beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 2.300 Euro an den Kosten.

Der in der Region bekannte „Klockenschauster“ Hans-Joachim Dikow, der sich bestens mit großen Uhren auskennt, übernahm die Restaurierung. Neben Reinigung und Reparatur des Uhrwerks elektrifizierte er den ursprünglich manuellen Aufzug. Dafür musste er das Uhrwerk komplett demontieren. In Leipzig widmete sich eines der ältesten Unternehmen in Deutschland, das sich auf Turm- und Kirchenuhren spezialisiert hat, der Wiligrader Turmuhr. Dort wurde schließlich das Uhrwerk komplett überholt und einem ausführlichen Funktionstest unterzogen.

Auch akustisch soll sich die Uhr nun wieder bemerkbar machen. Das Schlagwerk ist mit zwei Glocken ausgestattet, so sind Viertelstunden- und Stundenschlag gut zu unterscheiden. Die Glocken sind im Original erhalten und bedurften keiner Sanierung.

Spannend wird der Einbau des Uhrwerkes: Da der Treppenraum des Turmes sehr klein und der Weg in die Uhrenkammer nur über eine Wendeltreppe zu erreichen ist, musste die Uhr nach der Reparatur wieder komplett zerlegt werden, um sie in Einzelteilen an ihren ursprünglichen Standort zurück zu bringen. Danach muss sie an Ort und Stelle erneut zusammengesetzt werden. Läuft alles planmäßig, erklingt am 29. November um 15 Uhr erstmals wieder der Stundenschlag.

Notärztliche Versorgung im Rettungsdienst als Nebentätigkeit

Schwerin – Der Bund prüft aktuell einen Vorschlag für die notärztliche Versorgung im Rettungsdienst als Nebentätigkeit. „Wir haben bereits mehrfach Druck beim Bund gemacht und auf das Problem hingewiesen. Jetzt kommt ordentlich Bewegung rein. Wir brauchen eine schnelle Lösung. Mir ist am Ende des Diskussionsprozesses eine Entscheidung wichtig, die bereits ab dem kommenden Jahr gelten kann“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Demnach sollen Einnahmen aus Tätigkeiten als Notarzt im Rettungsdienst nicht beitragspflichtig sein, wenn diese Tätigkeiten neben einer Beschäftigung mit einem Umfang von regelmäßig mindestens 15 Stunden wöchentlich außerhalb des Rettungsdienstes oder einer Tätigkeit als zugelassener Vertragsarzt oder als Arzt in privater Niederlassung ausgeübt werden. Ein entsprechender Passus soll in das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung eingebracht werden. Die Notfallversorgung muss dauerhaft sichergestellt und rechtlich auf feste Füße gestellt werden“, forderte Glawe weiter.

Die Notarztversorgung in Deutschland erfolgt weit überwiegend durch Ärzte, die diese zusätzlich zu ihrer Haupttätigkeit übernehmen. „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland. In unseren ländlich geprägten Regionen steht die Notarztversorgung deshalb vor besonderen Herausforderungen. Wir brauchen Ärzte, die zusätzlich zu ihrer Haupttätigkeit notärztliche Dienste im Rettungsdienst übernehmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, so Gesundheitsminister Glawe.

Anlass einer neuen geplanten Regelung ist ein Urteil des Bundessozialgerichtes aus dem Sommer dieses Jahres. Demnach dürfe die hauptsächlich in ländlichen Regionen verbreitete Beschäftigung von Honorar-Notärzten auf Rettungswagen so künftig nicht mehr möglich sein. Die Richter in Kassel bestätigten ein Urteil des Landessozialgerichts Mecklenburg-Vorpommern, das die Beschäftigung als Scheinselbstständigkeit eingestuft hatte.

Erweiterung des Dersekower Nahwärmenetzes

Dersekow – Für die Erweiterung des bestehenden Nahwärmenetzes in Dersekow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält die Energie Dersekow GmbH & Co. KG vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 68.340 Euro (Fördersatz 30 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Kapazität der Biogasanlage ermöglicht eine zusätzliche Versorgung verschiedener Verbraucher mit Wärme. Die Energie Dersekow GmbH & Co. KG erweitert das bestehende Nahwärmenetz um ca. 600 Meter. Mit fünf Verbrauchern konnten Wärmeabnahmeverträge geschlossen werden. Diese sollen an das Nahwärmenetz angeschlossen werden.

Durch dieses Vorhaben können pro Jahr rund 216,545 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Sellering verleiht Landeskulturpreis an Ballettdirektor Ralf Dörnen

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den Ballettdirektor und Chefchoreografen am Theater Vorpommern Ralf Dörnen und den Kulturförderpreis an den Schönberger Musiksommer verliehen.

„Mit diesen hohen Auszeichnungen hebt die Landesregierung ganz besondere künstlerische Leistungen in unserem Land hervor und würdigt Menschen, die das Kulturland MV auf ganz besondere Weise bereichern“, betonte der Regierungschef.

Dass Mecklenburg-Vorpommern nicht nur als wunderschönes Land, sondern auch als hochinteressante Kulturlandschaft wahrgenommen werde, liege nicht zuletzt an den vielen hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern. Sellering: „Sie zeigen, man kann hier was bewegen, man kann hier mit guten Ideen und Selbstvertrauen unglaublich viel schaffen und erreichen. Deshalb freue ich mich, dass mit dem Kulturpreis in diesem Jahr ein Künstler geehrt wird, der genau dafür steht: Ralf Dörnen.“

Der Ausgezeichnete war vor fast 20 Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen, „im Gepäck dabei: vor allem eine große tänzerische Erfahrung, dazu Ideenreichtum, großer Schaffensdrang, Überzeugungskraft, Leidenschaft und Begeisterung für den Tanz.“

Mit unglaublicher künstlerischer Leidenschaft und großer choreografischer Fantasie, mit Akribie und Hartnäckigkeit sei es dem Künstler in wenigen Jahren gelungen, „das Ballett Vorpommern wieder erblühen zu lassen, es fest in der Tanzszene Deutschlands zu etablieren und das Publikum zu überzeugen, die Begeisterung des Publikums in Greifswald, in Vorpommern für den Tanz zu wecken.“

Inzwischen habe der Ballettdirektor 60 Choreografien auf die vereinigten Bühnen von Greifswald, Stralsund und Putbus gebracht. Stehende Ovationen und fast immer ausverkaufte Vorstellungen, seien mittlerweile Standard. Bundesweit und auch international sei das Ballett Vorpommern heute sehr erfolgreich, so auf der Expo 2000, in Dänemark und Polen. All das habe die hervorragende Arbeit von Herrn Dörnen über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt gemacht.

Sellering: „Es ist mir eine große Freude, Herrn Dörnen heute den Kulturpreis des Landes zu überreichen. Er und das Ballett stehen für Tanzkunst auf höchstem Niveau. Darauf kann der Preisträger, das Theater Vorpommern, darauf können wir alle in Mecklenburg-Vorpommern sehr stolz sein.“

Den Kulturförderpreis erhält der Schönberger Musiksommer. „Dieses Musikfestival ist ein einzigartiges Projekt in Mecklenburg-Vorpommern. Ein kleines, hochengagiertes Team, ganz überwiegend aus Ehrenamtlichen, veranstaltet jedes Jahr mehr als 30 Konzerte, Ausstellungen und Sondervorstellungen in Schönberg und sorgt damit für einen ganz besonderen Höhepunkt kulturellen Lebens in dieser Region“, betonte der Ministerpräsident.

Darüber hinaus möchte das Team mit Kinder- und Jugendkonzerten musikalische Talente wecken und Kinder spielerisch an Musik heranführen. „Das ist eine großartige Idee. Ich finde es wichtig, dass Kinder möglichst früh mit Kunst und Kultur in Berührung kommen. Das macht Spaß, fördert Kreativität, gibt Selbstvertrauen und ein Gefühl der Gemeinsamkeit.“

Mittlerweile sorgten 80 Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen, freiwillig und unentgeltlich, ob in der Organisation als Platzanweiser, als Kartenverkäufer oder selbst aktiv im Chor. Sellering: „Jeder Einzelne ist hoch engagiert, mit Herzblut dabei. Ein großartiges Engagement der Schönbergerinnen und Schönberger. Ihre Arbeit stärkt den Zusammenhalt in der Stadt, in der ganzen Region. All das ist eine großartige Leistung, die den Kulturförderpreis des Landes sehr verdient hat.“

Kuratorium für Gesundheitswirtschaft berät zum Thema Fachkräftemangel

Schwerin – Unter Leitung von Ministerpräsident Erwin Sellering kommt das Kuratorium Gesundheitswirtschaft am Montag, 05. Dezember 2016, 11.00 Uhr im Hotel Neptun, 18119 Rostock zu seiner zehnten Plenarsitzung zusammen. Mit dieser Sitzung endet planmäßig die Arbeit des auf fünf Jahre berufenen Gremiums. Im Frühjahr 2017 wird durch den Ministerpräsidenten ein neues Kuratorium ernannt.

Schwerpunkt in diesem Jahr ist der Fachkräftemangel in der Gesundheitswirtschaft. Hierzu wird Prof. Dr. Josef Hilbert, Geschäftsführender Direktor und Direktor des Forschungsschwerpunktes Gesundheitswirtschaft & Lebensqualität vom Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen unter dem Titel „Wie verändert Digitalisierung die Arbeitswelt in der Gesundheitswirtschaft?“ einen Vortrag halten. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Vorbereitung der 13. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus wird sich das Expertengremium mit dem Stand der Umsetzung des „Masterplans Gesundheitswirtschaft MV 2020“ beschäftigen.
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Aufgabe des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft ist die strategische Begleitung und Beratung der Landesregierung. Das Gremium umfasst 60 Mitglieder und soll einen breiten Fach- und Sachverstand für alle Bereiche der Gesundheitswirtschaft vereinen. Ihm gehören Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Krankenkassen, Kammern und Verbänden an.

Geflügelpest: Gefahr nicht gebannt – weiterhin Vorsicht geboten

Schwerin – Im Binnenland werden noch immer Wildvögel tot aufgefunden, die an der Geflügelpest H5N8 verendet sind.

Inzwischen konnte das hochpathogene H5N8-Virus hierzulande bei 116 Wildvögeln im Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt werden. Im Ergebnis mussten in 38 Fällen Restriktionszonen eingerichtet werden. Im Hausgeflügelbestand sind es mittlerweile 11 bestätigte Seuchenobjekte.

Auch wurde ein australischer Emu in einem Tierpark in Ueckermünde infiziert, in dem erfreulicherweise alle übrigen Vögel bis heute als frei von der Geflügelpest bestätigt werden konnten. „Diese wertvollen Vögel waren vor dem Eintrag von Kot von oben geschützt und können somit den Besuchern des sehr schönen Tierparkes weiterhin Freude bereiten“, sagte Landwirtschaftschafts Dr. Till Backhaus.

Gleichwohl betonte er, dass das Virus in M-V immer noch massiv vorhanden ist: „Ich gehe davon aus, dass wir noch weit in die Adventszeit hinein gegen die Tierseuche kämpfen müssen. Unsere Fachleute im Ministerium, im Labor und in den Landkreisen arbeiten ohne Pause, auch an den Wochenenden.“

Backhaus: „Ich bitte alle Geflügelhalter und alle Rassegeflügel-Züchter um Verständnis, dass in der gegenwärtigen Situation das landesweite Aufstallungsgebot und die verordneten Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden müssen. Nur so kann die Geflügelpest im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf fruchtbaren Boden fallen.“

Deutschlandweit ist das Virus der Geflügelpest bislang in 18 Hausgeflügel-Bestände gelangt. Insgesamt starben bundesweit 415 tot aufgefundene Wildvögel nachweislich an der hoch pathogenen Form der Aviären Influenza H5N8 (Geflügelpest).

Fahrzeugteile-Zulieferer rüstet Produktion mit neuer Lasertechnik auf

Wittenburg – Die Kähler Metallbau und Umwelttechnik GmbH investiert weiter an ihrem Standort in Bobzin bei Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Baugruppen und Aufbaukomponenten für den Fahrzeugbau spezialisiert. „Immer wieder erleben wir, wie schnell sich die Anforderungen insbesondere im Fahrzeugbau wandeln. Für die Zulieferer ist es daher umso wichtiger, ständig die neueste Technik vorzuhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Mit der Investition in hochmoderne CNC-Maschinen ist das Unternehmen für den Wettbewerb gerüstet und sichert rund 40 Arbeitsplätze.“

Als Zulieferer für die Fahrzeugbranche hat sich die Kähler Metallbau und Umwelttechnik GmbH in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Im Laufe der Zeit wurde das Produktportfolio um die Sonderanfertigung von Einzelteilen und Serien aus Stahl, Edelstahl und Aluminium erweitert. Die neue Laserschneideanlage erlaubt es, Stähle von einer Stärke bis zu 30 mm sauber und präzise zu bearbeiten. Mit Hilfe von zehn Lagerplätzen be- und entlädt die Anlage vollautomatisch. Die hydraulische Abkantpresse entwickelt eine Kraft von bis zu 320 Tonnen und ermöglicht so, auf Knopfdruck mit höchster Genauigkeit gewünschte Winkelmaße zu biegen. Gleichzeitig wird die Produktion nicht nur geräuschärmer, sondern auch um ca. 30 Prozent energieeffizienter. „Die Investition in CNC-Maschinen ist dabei eine wichtige Voraussetzung, um sich gegenüber Mitkonkurrenten weiter behaupten zu können. Mit der neuesten Technik lassen sich die Vorgaben aus der Industrie besser umsetzen“, so Glawe weiter.

Das Land unterstützt die Erweiterung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit 316.250 €. Die Gesamtinvestition für die Kapazitätserhöhung beläuft sich auf 1.150.000 €.

Die Kähler Metallbau und Umwelttechnik GmbH ist ein 1991 gegründetes mittelständisches Familienunternehmen, das seit 2015 in zweiter Generation geführt wird. Seit vielen Jahren ist es Systemlieferant und Kompetenzpartner für Firmen aus der Fahrzeugbranche. Darüber hinaus gehören die Fertigung von Metallteilen sowie die Herstellung von Geräten und Anlagen für die Schadstoffsanierung zur Produktpalette. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Produktionsfläche am Standort in Bobzin bei Wittenburg erweitert und umfasst seither 2.600 Quadratmeter.

Drese: Hospize und Palliativmedizin ermöglichen menschenwürdiges Sterben

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese hat die Bedeutung von Hospizen und der Palliativmedizin in einer immer älter werdenden Gesellschaft gewürdigt. Auf dem Hospiz- und Palliativtag der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin in Rostock sagte die Ministerin: „Den schwerstkranken Menschen ein Leben in höchstmöglicher Qualität, bester medizinischer und pflegerischer Versorgung und größtmöglicher Selbstbestimmung bis zum Tod zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe der Palliativmedizin.“

Die Ministerin hob dabei die Bedeutung vernetzter Strukturen im Land hervor. „An regionalen Netzwerken sollen neben den stationären Versorgungsformen wie Hospizen, Palliativstationen oder Pflegeheimen auch die ambulanten Versorgungsformen wie die „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, ambulante Hospizdienste, Pflegedienste oder Hausärzte beteiligt sein.“ Ziel solle es dabei sein, langfristig die Hospizarbeit und Palliativversorgung für alle Menschen in einer Region sicherzustellen.

Derzeit nehmen 56 verschiedene Träger und Institutionen die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern wahr. Dazu gehören sowohl die stationären Hospize und ambulanten Hospizdienste, als auch die stationäre Palliativversorgung durch die Kliniken und die ambulante Palliativversorgung durch die SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) im Land.

Ministerin Drese stellte dabei auch klar, dass nur durch den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Kräfte in den Hospizen und in der Palliativmedizin vielen Menschen ein ehrwürdiges Sterben möglich sei. „Diese Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Drese.

Weitere Landesmittel für Ausbau Gewerbegebiet Pommerndreieck

Süderholz – Mit der weiteren Erschließung ihres Gewerbegebiets Pommerndreieck will die Gemeinde Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) die Voraussetzungen für weitere Neuansiedlungen schaffen. Der Standort ist durch seine unmittelbare Nähe zur Autobahn 20 und zur Bundesstraße 96 besonders attraktiv, vor allem auch für großflächige Ansiedlungen. Daher wird die bereits entstandene Entschließungsstraße des ersten Bauabschnittes ausgebaut, ein Kreisverkehr sowie weitere Ver- und Entsorgungsleitungen werden entstehen. Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Gewerbegebiets belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Neben dem Wirtschaftsministerium, das das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,8 Mio. Euro unterstützt, mindern rund 170.000 Euro Finanzhilfe aus dem Kofinanzierungsprogramm die von der Gemeinde selbst aufzubringende finanzielle Beteiligung.

Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die Kofinanzierungshilfe entlasten wir den gemeindlichen Haushalt deutlich, da Süderholz selbst weniger Mittel für das Vorhaben aufbringen muss. So bleiben finanzielle Spielräume für andere wichtige Maßnahmen.“

Damit auch finanzschwache Kommunen an Förderprogrammen des Landes oder der EU teilnehmen können, hatte die Landesregierung in der letzten Legislaturperiode ein Kofinanzierungsprogramm aufgelegt. Dieser mit 50 Millionen ausgestattete Fonds griff den Kommunen unter die Arme, wenn sie den bei den meisten Förderprogrammen geforderten finanziellen kommunalen Eigenanteil nicht aufbringen konnten. Durch das Programm, das mittlerweile abgeschlossen ist, konnten in den letzten fünf Jahren rund 350 kommunale Projekte wie Kindertages- und Sportstätten, Schulen, Wegebau in ländlichen Regionen, städtebauliche Vorhaben oder Technik und Bauvorhaben im Brandschutz unterstützt werden. Gerade Städte und Gemeinden im ländlichen Raum haben von diesen 50 Millionen Euro profitiert.