Countdown zum Stadtjubiläum auf 80 City-Light-Plakaten

Plakat „Wir feiern Doppeljubiläum“ Foto @ Hansestadt Rostock, Projektbüro Stadtjubiläum

Rostock – Mit einer ersten Plakat-Kampagne startet die Hansestadt Rostock den Countdown zum Doppeljubiläum 2018/2019 nun auch optisch. Das satte Grün als Hintergrund von Plakaten im City-Light-Format wird ab morgen (Dienstag, 28. Februar 2017) an 90 Standorten in ganz Rostock zu sehen sein. Broschüren und viele weitere Publikationen zum Doppeljubiläum überraschen mit einer frischen Farbwahl.

Der an den Frühling erinnernde Grün-Ton wurde gerade erst vom Farbforschungsinstitut Pantone zur Trendfarbe des Jahres 2017 gewählt. „Damit starten wir auch optisch den Countdown zum Doppeljubiläum mit seinen vielfältigen Projekten und Veranstaltungshöhepunkten“, erläutert Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling.

Im Oktober des letzten Jahres wählten die Rostockerinnen und Rostocker mit Hilfe einer Jury ihr Logo zum Doppeljubiläum 800 Jahre Stadtrechtsbestätigung 2018 und 600 Jahre Universität Rostock 2019.

Die Siegerin des Wettbewerbs, die Rostocker Grafikdesignerin Steffi Böttcher, hat nun das Handbuch zur Verwendung des Designs zum Stadtgeburtstag vorgelegt. Die Gestaltungsvorschriften, das so genannte Corporate Design, steht ab sofort allen Rostockerinnen und Rostockern, aber auch Unternehmen, Vereinen und sonstigen Institutionen zur freien Verfügung. Unter der Internetadresse www.rostock.de/800600 können sowohl das Jubiläumslogo als auch das Handbuch und diverse Vorlagen für Druckerzeugnisse heruntergeladen und für eigene Zwecke verwendet werden, sofern die Verwendung nicht kommerziell erfolgt.

Vorstand des Landesschulbeirates neu gewählt

Ministerin Hesse: Dem Land stehen ausgewiesene Experten zur Verfügung

Schwerin – Der Vorstand des Landesschulbeirates Mecklenburg-Vorpommern hat sich neu konstituiert. Thomas Weßler, Stifungsdirektor der Bernostifung, wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als seine Stellvertreter werden ihn Jörg Seifert vom Philologenverband Mecklenburg-Vorpommern und Peter Todt von der Industrie- und Handelskammer Schwerin unterstützen, wobei auch Jörg Seifert wiederholt das Vertrauen der Mitglieder des Landesschulbeirats erhielt.

„Ich gratuliere den Vorstandsmitgliedern zu ihrer Wahl. Mit dem Landesschulbeirat stehen dem Land ausgewiesene Expertinnen und Experten zur Verfügung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. Die Ministerin wird den Vorstand des Landesschulbeirates Ende März 2017 zu einem Gespräch empfangen.

Dem Landesschulbeirat gehören Vertreterinnen und Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer, Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schüler, der Universitäten und Fachhochschulen, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern, des Landesausschusses für Berufsbildung, des Landesjugendringes, der kommunalen Spitzenverbände, der Kirchen, der Schulen in freier Trägerschaft sowie der Organisationen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände an.

Der Landesschulbeirat wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren durch die Bildungsministerin des Landes berufen und berät die oberste Schulbehörde bei allen Angelegenheiten von grundlegender Bedeutung für die Schule.

Hochseeangelfahrtenanbieter brauchen dringend Unterstützung

Schwerin – Die neuen von der Europäischen Union beschlossenen Fanquoten für Dorsche setzen die Anbieter von Hochseeangelfahrten enorm unter Druck. Das ist das Ergebnis eines Expertengesprächs mit Kutterkapitänen und Vertretern des Tourismusverbandes an dem auch die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Susann Wippermann und der fischereipolitische Sprecher der Fraktion Andreas Butzki teilnahmen.

Susann Wippermann: “Die Hochseeangelfahrten sind ein wichtiges Standbein des maritimen Tourismus und tragen erheblich zur Wertschöpfung in der Region bei.“

Hintergrund: Die neue Fassung der Fanquoten für Dorsche – erlassen auf Basis einer Erhebung des Johann Heinrich von Thünen-Institutes – sieht erstmals auch eine Reglementierung für die Freizeitfischerei vor. Demnach dürfen Angler während der Laichzeit zwischen Februar und März fortan drei Dorsche pro Tag entnehmen. Außerhalb dieses Zeitraumes liegt das Tagesfanglimit bei fünf Dorschen.

Das Tagesfanglimit führt inzwischen bei vielen Angelkuttern infolge von Stornierungen und rückläufiger Nachfrage zu einer Existenzbedrohung. Kapitän Frank Fibig von der „MS Santa Maria“ betonte, dass bei einigen Kuttern im ersten Quartal alle Buchungen aufgrund der erlassenen Quote storniert wurden. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen müssten viele der derzeit ca. 40 Angelkutter im Land noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufgeben.

Der fischereipolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Butzki ist alarmiert: „Wir werden gemeinsam mit den Ministerien und den Hochseeangelfahrtenanbietern an kurzfristigen Lösungen arbeiten.“

Darüber hinaus wurden bereits auch für 2018 Ansätze diskutiert, falls die Europäische Union weiter an den Dorsch-Fangquoten festhält.

Das Kutterangeln ist ein wichtiger Baustein im Angebot des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern von dem viele Partner in Hotels, Ferienwohnungen und im Einzelhandel von den Angeltouren profitieren, fügt der Tourismusverband hinzu.

Sellering: Metropolregion bringt norddeutsche Zusammenarbeit voran

Schwerin – „Die Metropolregion Hamburg hat sich neu aufgestellt. Besonders freue ich mich, dass nunmehr der komplette Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Landeshauptstadt Schwerin und damit der gesamte westliche Teil unseres Landes zur Metropolregion gehören. Jetzt ist auch die Wirtschaft, vertreten durch die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern mit dabei, genauso wie der Unternehmerverband Nord und der DGB. Das erweitert unser Handlungsspektrum und gibt neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, betonte der Ministerpräsident anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen allen alten und neuen Trägern der Metropolregion Hamburg im Rathaus der Hansestadt.

Der Staatsvertrag und der Kooperationsvertrag seien Dokumente der gemeinsamen norddeutschen Identität. „Dazu gehört der Traditionsstolz der Hansestädte, dazu gehört die unverwechselbare Landschaft bei uns im Norden. Vor allem aber erleben wir norddeutsche Identität durch die Menschen. Menschen, die vielleicht nicht so viel reden wie andernorts, aber dafür umso verlässlicher handeln.“

Die Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg stehe für norddeutschen Pragmatismus im besten Sinne. Sellering: „Vernetzte regionale Infrastruktur, Förderung von guten Projekten über Ländergrenzen hinweg, gute Sichtbarkeit der Region um die Weltstadt Hamburg – das alles macht die Metropolregion zu einem wichtigen Bestandteil für die norddeutsche Zusammenarbeit insgesamt. Wenn wir in der globalisierten Welt wirtschaftlich mithalten wollen, dann müssen wir auch all unsere Stärken mit einbringen und zusammenführen.“

Stralsunder Möbelwerke GmbH erweitert

Stralsund – Am Montag hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe bei der Stralsunder Möbelwerke GmbH über aktuelle Erweiterungsvorhaben des Unternehmens informiert. Der Betrieb produziert und vertreibt Wohn- und Büromöbel. „Das Besondere bei den Stralsunder Möbelwerken ist, dass Tische, Regale, Schreibtische und vieles mehr direkt hier vor Ort in Stralsund entwickelt und gefertigt werden. Die rund 60 Mitarbeiter produzieren hochwertige Einrichtungsgegenstände. Die Möbel aus Mecklenburg-Vorpommern gehen dann größtenteils in den regionalen und überregionalen Einzelhandel. Die Stralsunder Möbelwerke wirken mit ihren Produkten als Botschafter für unser Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Stralsunder Möbeltischlerei – als Vorläuferin der heutigen Möbelwerke – wurde 1950 gegründet. Heute ist am Standort ein Werk mit 6.800 Quadratmetern Produktionsfläche, einem großen Lager und einem eigenen Ausstellungsraum. Die Stralsunder Möbelwerke GmbH produzieren unter anderem unter dem Namen „Stralsunder Planungswelten“ Systemmöbel für die Bereiche Wohnen, Essen und Arbeiten. Derzeit werden nach Unternehmensangeben zehn eigene Planungssysteme mit je über 100 Elementen hergestellt. Außerdem fertigt das Unternehmen Büro- und Objektmöbel für gewerbliche Kunden nach individueller Planung. „An die Einrichtung im Büro und zu Hause werden hohe Anforderungen gestellt – Möbel sollen gut aussehen, funktional und langlebig sein. In den Stralsunder Möbelwerken werden die Kundenwünsche qualitativ hochwertig umgesetzt“, sagte Glawe.

Derzeit erweitert das Unternehmen seinen Maschinenpark und hat in ein Bohrzentrum und eine neue Montagelinie mit integrierter Verpackungseinheit investiert. Die Gesamtkosten der Investition betragen 813.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 285.000 Euro.

Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern in 25 Betrieben der Holz- und Möbelindustrie mit mehr als 50 Beschäftigten rund 3.750 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete 2015 einen Jahresumsatz in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Der Holz- und Möbelsektor lässt sich in fünf Bereiche unterteilen. Hierzu gehören die Herstellung von Möbeln, die Holzwerkstoffindustrie, der baunahe Bereich, die Sägeindustrie und die übrigen Sparten der Holzbearbeitung. Im Land liegt der Branchenschwerpunkt bei der Sägeindustrie, der Herstellung von Holzfaser- und Holzspanplatten sowie der Herstellung von Konstruktions- und Fertigbauteilen. Weiterhin kommt eine Vielzahl von Handwerksbetrieben hinzu. Die Möbelindustrie wird überwiegend von der Herstellung von Büromöbeln bestimmt.

Der regionale Schwerpunkt der Holz- und Möbelindustrie für das Land liegt in der Hansestadt Wismar und der Region Nordwestmecklenburg, unter anderem mit den Unternehmen Großsägewerk Ilim Nordic Timber GmbH & Co. KG in Wismar, die EGGER Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co. KG, der Möbelhersteller Palmberg in Schönberg und der Schichtholzhersteller Hüttemann Wismar GmbH & Co. KG.

Produktionsstätte zur Feinblechverarbeitung entsteht in Schwerin

Schwerin – Die BVS Blechtechnik GmbH siedelt sich neu in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin an. Das Unternehmen stammt aus Böblingen (Baden-Württemberg) und hat sich auf Feinblechverarbeitung spezialisiert. Im Industriepark Schwerin ist der Bau einer Betriebsstätte geplant. „Das ist ein weiterer Ansiedlungserfolg für unser Land. Bis zu 25 neue Jobs entstehen mittelfristig im verarbeitenden Gewerbe. Die Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns haben überzeugt. Punkten konnten wir vor allem mit der gut ausgebauten Infrastruktur, der unmittelbaren Nähe zu Hamburg, der Ostseeregion sowie mit gut ausgebildeten Fachkräften. Darüber hinaus plant das innovative Unternehmen mit der ZIM Flugsitz GmbH eine intensive Zusammenarbeit“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag (weitere Informationen unter: „Partnerschaft mit ZIM Flugsitz GmbH“).

Das 1989 gegründete Unternehmen hat seinen Stammsitz mit rund 165 Mitarbeitern in Böblingen. Jetzt soll unter dem Namen BVS Systemtechnik GmbH im Industriepark Schwerin eine eigenständige Tochterfirma entstehen. In Schwerin werden dann Prototypen, Muster und Kleinserien in einer 3.000 Quadratmeter großen Fertigungshalle hergestellt. „Das ist erst der Anfang, weitere Projekte und Entwicklungsschritte werden die Basis für eine positive und stabile Zukunft in Schwerin“, davon überzeugt ist Geschäftsführer Harald Steiner.

Weiterhin sollen sämtliche Logistikprozesse konzentriert werden für den chinesischen Standort der BVS Blechtechnik GmbH. Der Betrieb ist mit 60 Prozent an dem Unternehmen BVS Chenghua beteiligt. Spezialisiert auf die Fertigung hoher Stückzahlen nach europäischer Norm produziert das chinesische Unternehmen in der Provinz Shandong mit mehr als 100 Mitarbeitern auf rund 5.200 Quadratmetern Fläche Blechteile für Einzelwerkzeuge oder Folgeverbundwerkzeuge. „Maschinenbau, Metallherstellung und -bearbeitung sind als Branche für die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern von großer Bedeutung. Mit der BVS Systemtechnik haben wir ein weiteres Unternehmen im Land, das hochwertige Produkte und Dienstleistungen in der Blechverarbeitung liefern wird“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Im Maschinenbau in Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit in 28 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten rund 5.800 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro im Monat erwirtschaften. Im Bereich der Metallherstellung und -bearbeitung sind derzeit in 38 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten rund 4.700 Mitarbeiter tätig, die einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro im Monat erwirtschaften. Der Produktionsstart ist im ersten Quartal 2018 geplant.

Ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Standortwahl war die bereits bestehende Partnerschaft mit dem in Schwerin neu angesiedelten Unternehmen ZIM Flugsitz GmbH, einem Hersteller von Flugzeugsitzen. Bisher entwickelt und produziert BVS für ZIM neben mehreren Blechbaugruppen wie Komplettgehäusen und Monitorhalterungen auch Centerkonsolen. Die Zusammenarbeit soll künftig in enger räumlicher Nachbarschaft verstärkt werden. Die ZIM Flugsitz GmbH aus Markdorf (Baden-Württemberg) konstruiert, produziert und vertreibt Sitze für internationale Fluglinien. Die Produktpalette reicht von Flugsitzen für die Economy Class, Premium Economy Class und Business Class. Im Industriepark Schwerin ist eine Produktionshalle mit rund 7.500 Quadratmetern entstanden. Die offizielle Inbetriebnahme des Werkes findet am 03. März 2017 statt.

Die Gesamtinvestitionen der ZIM Flugsitz GmbH für die Neuerrichtung des Standortes betragen rund 9,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro unterstützen. Mit dem Vorhaben sollen 64 neue Arbeitsplätze entstehen. „Durch die geplante Zusammenarbeit können Synergien intensiv genutzt werden. Wertschöpfungsketten werden verlängert und bleiben bei uns im Land“, sagte Glawe.

Mit einer Gesamtgröße von 350 Hektar bietet der Industriepark Schwerin mit 200 Hektar freien Arealen das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region. Diese Unternehmen produzieren im Industriepark: Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), PTS-precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat), Ypsomed (Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Injektionssystemen zur Verabreichung von Flüssigmedikamenten) und die ZIM Flugsitz GmbH. „Der Industriepark Schwerin entwickelt sich rasant. Insbesondere die Errichtung des Nestlé-Kaffeekapselwerkes im Gewerbegebiet hat auch dazu beigetragen, stärker auf den Wirtschaftsstandort Schwerin aufmerksam zu machen. Unternehmen ziehen nach und investieren. Die Sogwirkung eines Global Players macht sich bemerkbar. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze sind im Gewerbegebiet entstanden“, so Glawe.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Errichtung des Standortes beträgt vermutlich rund acht Millionen Euro. Das Land plant, bei Vorlage aller Unterlagen, das Vorhaben vermutlich in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Begleitet wird die Unternehmensansiedlung durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern (Invest in MV). Aufgabe der Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die in das nordöstliche Bundesland investieren und expandieren wollen.

Justiz-Struktur in Mecklenburg-Vorpommern ist zukunftsfest

Stralsund – Die vom Landtag beschlossene Gerichtsstrukturreform aus dem Jahr 2013 ist mit der Übernahme der Aufgaben des Amtsgerichtsbezirks Ribnitz-Damgarten durch das Amtsgericht Stralsund abgeschlossen

Dreieinhalb Jahre nach Beschluss des Landtages ist das Gerichtsstrukturneuordnungsgesetz vom Justizministerium umgesetzt worden. Letzter Schritt ist am 27. Februar 2017 die Übernahme aller Aufgaben des Amtsgerichts Ribnitz-Damgarten durch das Amtsgericht Stralsund.

Justizministerin Katy Hoffmeister wird in den nächsten Wochen alle zehn zum Teil neu zugeschnittenen Amtsgerichtsbezirke besuchen: „Ich werde mir in den nächsten Wochen vor Ort anschauen, was bereits gut läuft und wo der Übergang in die neue Struktur vorübergehend Engpässe hervorrief. Ich möchte mit den Direktorinnen und Direktoren der zehn Amtsgerichte zusammen mit dem Präsidenten des Oberlandesgerichts und den Präsidenten der Landgerichte im engen Dialog bleiben, damit auch künftig die Gerichtsstruktur lösungsorientiert für eine starke Justiz genutzt wird. Wichtig ist festzuhalten: Größere Amtsgerichtseinheiten ermöglichen jeder Richterin, jedem Richter sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance, etwa Belastungen durch Vertretungssituationen besser aufzufangen als in kleinen Amtsgerichtseinheiten. So sind des Weiteren auch eher Spezialisierungen möglich“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister.

In Ribnitz-Damgarten wird in Zusammenarbeit mit dem Mecklenburg-Vorpommerschen Anwaltverein und der Kommune eine anwaltliche Beratungsstelle fortgeführt werden. Solche Beratungsstellen gibt es bereits in Wolgast und Ueckermünde.

Neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Ducherow

Innenminister Caffier: Technische Erneuerung stärkt Einsatzbereitschaft

Ducherow – Die Freiwillige Feuerwehr Ducherow (Amt Anklam-Land) wird bald über ein neues Fahrzeug verfügen können. Das Innenministerium unterstützt den Kauf eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 mit 150.000 Euro. Minister Lorenz Caffier würdigte heute am Rande der Jahreshauptversammlung der FF Ducherow die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden: „Neben der Bekämpfung von Bränden müssen die Feuerwehren unseres Landes immer häufiger zu Hilfeleistungs- und Rettungseinsätzen ausrücken. Moderne Einsatztechnik ist bei diesen Aufgaben unentbehrlich, denn die Angehörigen der Feuerwehren können Menschen oft nur unter großer Gefahr für das eigene Leben retten.

Die Bereitstellung moderner Einsatzmittel dient deshalb dem Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte gleichermaßen“, so der Minister. Er dankte den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ducherow ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement. „Ein Fuhrpark, der den örtlichen Verhältnissen und Einsatzschwerpunkten angepasst ist, ist in einer Gemeinde genauso wichtig, wie das Ehrenamt. Ohne Ihren persönlichen Einsatz für den Schutz unserer Bevölkerung und Ihr Engagement wäre der flächendeckende Brand- und Katastrophenschutz nicht zu leisten.“

Die Freiwillige Feuerwehr Ducherow, die als Stützpunktfeuerwehr eingestuft ist, sichert den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung in der Gemeinde und in Nachbargemeinden. Durch eine Gemeindefusion im Jahr 2009 hat sich das Einsatzgebiet vergrößert und in der Gemeinde befinden sich viele Schwerpunktobjekte wie z.B. Schule, Pflegeheim, Biogasanlage, Tankstelle oder Einkaufsmarkt.

Ministerin Drese eröffnet EhrenamtMessen

Schwerin – In diesem Jahr finden die EhrenamtMessen in Mecklenburg-Vorpommern zum zehnten Mal statt. Ministerin Stefanie Drese eröffnete in Schwerin die erste regionale Messe 2017 für die Landeshauptstadt und den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Weitere EhrenamtMessen finden in den nächsten Wochen in Wismar, Neubrandenburg, Güstrow, Pasewalk und Stralsund statt.

„Ich freue mich sehr, dass sich unter dem Motto ‚Sich engagieren – etwas bewegen‘ auch in diesem Jahr viele Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen und Organisationen präsentieren“, betonte Drese im Gymnasium Fridericianum in Schwerin. Die Aussteller würden ihre vielfältigen Projekte aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen vorstellen und die Besucherinnen und Besucher über die zahlreichen Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren, informieren.

Es wäre wünschenswert, so Drese, wenn sich möglichst viele Besucherinnen und Besucher für ein Ehrenamt begeistern lassen. „Denn sich freiwillig zu engagieren, macht vor allem auch Spaß und bereichert das eigene Leben.“ Ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauche das freiwillige Engagement, um als Gemeinschaft zu funktionieren. Drese: „Bürgerschaftliches Engagement ist unerlässlich für den sozialen Zusammenhalt und macht aus einem Nebeneinander ein Miteinander.“

Die sechs auf das gesamte Land verteilten EhrenamtMessen erfreuen sich großer Beliebtheit. Allein im vergangenen Jahr nutzten über 12.000 Bürgerinnen und Bürger die Messen, um sich einen Überblick über das breite Angebot des bürgerschaftlichen Engagements in ihren Regionen zu verschaffen. Das Land bezuschusst die Messen mit 25.000 Euro, in diesem Jahr durch die Festveranstaltung am vergangenen Freitag sogar mit 35.000 Euro.

Die Termine der fünf folgenden EhrenamtMessen:

4.-5.3. Wismar
11.3. Neubrandenburg
18.3. Güstrow
25.3. Pasewalk
1.4. Stralsund

56. Landesausscheid der Mathematik-Olympiade beginnt

Ministerin Hesse: Beim Landesausscheid treten die Mathe-Asse gegeneinander an

Schwerin – Algebra, Analysis oder Geometrie: In diesen Fachgebieten kennen sich die 230 Schülerinnen und Schüler aus, die von heute bis Sonnabend, 25. Februar 2017, an der diesjährigen Landesrunde der Mathematik-Olympiade teilnehmen. In Mecklenburg-Vorpommern findet der Landesausscheid aus organisatorischen Gründen immer am letzten Februarwochenende in Greifswald, Rostock und Schwerin parallel statt. Bildungsministerin Birgit Hesse wird am Sonnabend die Siegerinnen und Sieger am Standort Schwerin auszeichnen.

„Beim Landesausscheid treten die Mathe-Asse gegeneinander an“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Knobeleien auf hohem Niveau verlangen den Schülerinnen und Schülern einiges ab. Mit Fachkenntnis allein ist es bei der Mathe-Olympiade nicht getan. Hier geht es nicht nur um Formeln, sondern vielmehr um Kreativität und geistige Wendigkeit, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Landesausscheid wünsche ich viel Glück, gutes Gelingen und beim Rechnen einen kühlen Kopf“, sagte Hesse.

Die Mathematik-Olympiade gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den Wettbewerben mit hohen Teilnehmerzahlen. In der Regionalrunde waren noch 2.200 Kinder und Jugendliche vertreten. Die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler der Regionalrunde der Klassenstufen 3 bis 12 werden zum Landesausscheid eingeladen. Die 11 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klasse 8 bis 12 vertreten Mecklenburg-Vorpommern in diesem Frühjahr bei der Bundesrunde in Bremerhaven.

Nachwuchswerbung und Klimawandel Zukunftsthemen im Garten- und Landschaftsbau

Göhren-Lebbin – „Der Garten- und Landschaftsbau ist nach wie vor die attraktivste Ausbildungsrichtung der Berufsausbildung im Gartenbau, aber auch diese Branche muss sich zukünftig dem Nachwuchs-, Fach- und Führungskräftemangel stellen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus heute in Göhren-Lebbin anlässlich der Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Mecklenburg-Vorpommern e.V.. „Deshalb ist die Nachwuchswerbung weiterhin ein Schwerpunktthema und ganz wichtig, dass sich der Verband auf Messen, Jobbörsen, in Schulen und Ausbildungszentren präsentiert“, ergänzte er. Von den 60 im Jahr 2016 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entfallen 47 auf den Garten- und Landschaftsbau. Insgesamt bestehen 128 Ausbildungsverträge im Gartenbau, 102 davon im Garten- und Landschaftsbau.

„Der Garten- und Landschaftsbau hat einen entscheidenden Anteil daran, dass schon bald im Frühling wieder alles grünt und die Außenanlagen gepflegt aussehen“, so Minister Backhaus. Mit 59,3 % kommen die Hauptauftraggeber aus dem Privatbereich, 18,1 % sind öffentliche Aufträge, 9,2 % beauftragt der Wohnungsbau, 5,7 % die Industrie und 4,9 % Generalunternehmer. Etwa 80 % betreffen Neubauvorhaben, ca. 20 % sind beispielsweise Pflegeverträge.

Dabei decken die Galabauer ein breites Spektrum ab – von Außenanlagen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden, kirchlichen Einrichtungen oder Industrie- und Gewerbebauten, über Hausgärten, Parks oder Friedhofsanlagen bis hin zu Baumpflegearbeiten oder wasserbaulichen Maßnahmen wie die Renaturierungen von Steh- und Fließgewässern oder Maßnahmen für den Natur- und Umweltschutz. „Sie tragen dazu bei, dass sich die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Touristen hier wohlfühlen“, betonte der Minister.

Dr. Backhaus hob weiterhin das beispielgebende und zukunftsweisende Engagement des Fachverbandes bei der Umsetzung des neuen Städtebauförderprogramms „Zukunft Stadtgrün“ im Hinblick auf den Klimawandel hervor, mit dem unserer Städte, mit mehr Grün, fit für die Zukunft gemacht werden sollen. „Stadtgrün reduziert den Feinstaub und sorgt für ein besseres Binnenklima. Grünflächen verringern die Auswirkungen von Starkregen und mildern im Sommer die Temperaturen um drei bis sechs Grad. Ein beeindruckender Beitrag für die Umwelt“, so Dr. Backhaus.

Der Gesamtumsatz des Garten- und Landschaftsbaus stieg im Jahr 2015 von 6,84 Milliarden Euro (2014) auf rund 7,14 Milliarden Euro. Die Zahl der Fachbetriebe erhöhte sich um 110 auf 16.779. Damit ist auch die Anzahl der Beschäftigten um 3 Prozent auf 112.541 angestiegen.

Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte in M-V neu bestellt

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa in Schwerin hat 13 Mitglieder des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Mecklenburg-Vorpommern neu bestellt. Der Obere Gutachterausschuss wird für fünf Jahre berufen und ist ein unabhängiges Expertengremium aus freiberuflichen Gutachtern sowie Fachleuten für die Immobilienbewertung aus der öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam mit den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte in den Landkreisen und kreisfreien Städten sorgt der Obere Gutachterausschuss für eine umfassende Grundstücksmarkttransparenz im Land.

„Das breite Spektrum der Mitglieder im Oberen Gutachterausschuss sichert auch eine hohe Fachkompetenz dieses Gremiums“, betonte der Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Europa Thomas Lenz in seinem Grußwort. Das Gremium arbeitet selbständig, unabhängig und nicht weisungsgebunden, dadurch gewährleistet es Transparenz am Grundstücksmarkt und gibt z.B. in seinen Berichten als Service für den Bürger objektive Maßstäbe für Grundstückswerte an.“

Die wichtigsten Aufgaben des Oberen Gutachterausschusses sind die Erstellung überregionaler Auswertungen und Analysen des Grundstücksmarktgeschehens, die Vereinheitlichung der Bodenrichtwertermittlung sowie die Erstattung von Obergutachten hauptsächlich für die Gerichte. Die Arbeitsergebnisse des Gremiums werden in der Finanzverwaltung benötigt und kommen auch den anderen Nutzern der amtlichen Wertermittlung wie z.B. Grundstückssachverständigen, Banken, Immobilienmaklern, Stadtplanern und Immobilienverwaltungen zu Gute. Außerdem fließen sie ein in einen Landesgrundstücksmarktbericht, der seit 2012 jährlich herausgegeben wird.

Im Oberen Gutachterausschuss sind öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, für die Bewertung land- und forstwirtschaftlicher Flächen, Bausachverständige aus der Finanzverwaltung, vorsitzende Mitglieder örtlicher Gutachterausschüsse und Immobilienmakler vertreten. Zum Vorsitzenden Mitglied des Oberen Gutachterausschusses wurde Herr Jörg Schaffer, Abteilungsleiter im Landesamt für innere Verwaltung, bestellt.

Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration

Junge schwedische Filmszene präsentiert sich bei Rostocker Filmfestival im Stadthafen

Rostock – In Mai wird der Rostocker Stadthafen mit seinen Spielstätten wieder Filmemacher und Filmeliebhaber zum Rostocker Filmfestival anziehen. Das Festival im StadtHafen (FiSH) bietet jedes Jahr jungen Nachwuchsfilmemachern aus Deutschland und einem jährlich wechselnden Partnerland des Ostseeraumes eine Plattform, um dem Publikum und einer Expertenjury ihre Werke zu präsentieren.

Seit Jahren umfasst FiSH auch ein internationales Gastlandfenster, in dem ein besonderer Blick auf das Schaffen der jungen Filmszene in einem der Ostsee-Anrainerstaaten geworfen wird. In diesem Jahr stellt die junge schwedische Filmszene innerhalb des Gastland-Programmfenster „OFF Sverige“ ihre aktuellen Arbeiten vor und diskutiert diese mit den jungen deutschen Filmemachern und Besuchern des Festivals.

Dabei werden die Themen Flucht, Asyl und Integration als gesamteuropäischer Schwerpunkt im Fokus stehen. Das Programmfenster „OFF Sverige“ innerhalb des Festivals wird vom Ministerium für Inneres und Europa mit 1.500,- Euro aus Mitteln zur Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration unterstützt. „Festivals wie das FiSH fordern und fördern das Gespräch und das Miteinander“, begründet Innenminister Lorenz Caffier die Förderung.

Ostseebad Sellin investiert in neues Strandreinigungssystem

Insel Rügen – Das Ostseebad Sellin auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) investiert in ein neues Strandreinigungssystem. Die bisher für die Reinigung eingesetzten Gerätschaften sollen durch moderne Maschinen ausgetauscht werden, um weiterhin den Strand sauber und attraktiv zu halten. „Urlaubsgäste, Tagesausflügler und Anwohner erleben vor allem im Sommer einen abwechslungsreich Badespaß in der herausragenden Naturlandschaft des Ostseebades Sellin. Hierfür muss am Strand viel getan werden. Damit beispielsweise die Reinigungsarbeiten künftig etwas leichter von der Hand gehen, werden neue Maschinen gekauft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der neue Raupenbagger eignet sich ideal für den Alltagsbetrieb am Strand. Foto @ Kurverwaltung Sellin

Während in der Nebensaison der Strand einmal wöchentlich gereinigt wird, sollen die Geräte in der Hauptsaison von April bis Ende Oktober täglich zum Einsatz kommen. Bisher wurden die Maschinen zum großen Teil geleast. Jetzt werden ein Traktor mit Anhänger zur Reinigung, ein Radlader und ein Raupenbagger sowie ein Muldenkipper zum Abtransport des Unrats angeschafft. „Saubere Strände sind auch Beitrag dafür, dass unsere Gäste gern wiederkommen und sich vor Ort wohlfühlen“, so Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe.

Die Strände in Sellin erhalten seit Jahren das Gütesiegel „Blaue Flagge“ verliehen. Die „Blaue Flagge“ ist ein weltweit anerkanntes Umweltsymbol, das seit 30 Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung für jeweils ein Jahr an vorbildliche Badestellen und Sportboothäfen vergeben wird. Dabei kommt es nicht nur auf die Qualität des Wassers, sondern auch auf Sauberkeit an den Badestellen an. In Deutschland wurden im Jahr 2016 insgesamt 109 Sportboothäfen und 43 Badestellen mit dem Umweltsymbol „Blaue Flagge“ ausgezeichnet; davon in Mecklenburg-Vorpommern 35 Badestellen und sechs Sportboothäfen. „Die jährliche Auszeichnung ist für Sellin und alle weiteren Badestellen und Sportboothäfen im Land Ehre und Ansporn zugleich. Das hohe Niveau soll natürlich auch in den nächsten Jahren gehalten werden. Deshalb unterstützen wir weiter Investitionen in die touristische Infrastruktur im Land“, sagte Tourismusminister Glawe.

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt die Anschaffung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit 368.000 Euro. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 409.000 Euro.

Das Ostseebad Sellin ist eines der beliebtesten Ferienziele auf Rügen. Seine Seebrücke im Stil der Bäderarchitektur ist neben den Rügener Kreidefelsen ein Wahrzeichen der Insel. Viele Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen befinden sich in liebevoll restaurierten Bädervillen, oftmals mit Meerblick oder in unmittelbarer Strandnähe. Das Badeleben im Strandkorb und die zahlreichen Freizeitangebote für Kinder machen Sellin zu einem idealen Ort für den Familienurlaub.

Sellin ist ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Binz, zum Baumwipfelpfad in Prora, zur Halbinsel Mönchgut und in die Residenzstadt Putbus. Das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL, Kap Arkona und die Störtebeker Festspiele sind ebenso lohnende Ziele, wie ein Besuch im Stadthafen Sassnitz.

Verletzung der Unparteilichkeit…………

Keinerlei Hinweise auf Verletzung der Unparteilichkeit durch Professor Wiegand-Hoffmeister

Schwerin – Das Sozialministerium weist den auf NDR Radio MV gesendeten Beitrag und auf der Homepage des Senders am 22.02.2017 platzierten Artikel („Interessenkonflikt bei AWO-Spitzenmann?“) mit Vorwürfen gegen Professor Bodo Wiegand-Hoffmeister in dessen Funktion als Vorsitzender der beim Landesamt für Gesundheit und Soziales angesiedelten Schiedsstelle nach §80 SGB XII entschieden zurück. Die dort aufgestellten Behauptungen und Vorwürfe sind aus Sicht des Sozialministeriums in maßgeblichen Punkten unzutreffend und tendenziös dargestellt. Die inzwischen vorgenommenen Änderungen in der Berichterstattung des NDR werden vom Sozialministerium begrüßt.

Das Sozialministerium stellt zu den aufgestellten Behauptungen und Vorwürfen fest:

  1. Die mit Verweis auf den Landesrechnungshof erhobenen Anschuldigungen gegen Prof. Bodo Wiegand-Hoffmeister sind unzutreffend. Die ursprünglich vom NDR angeführten Ausführungen des Landesrechnungshofs beziehen sich ausdrücklich nicht auf den Vorsitzenden der Schiedsstelle SGB XII Sozialhilfe, Prof. Bodo Wiegand-Hoffmeister. Dies hat der NDR inzwischen berichtigt.
  2. Herr Prof. Wiegand-Hoffmeister hat bei Antritt seiner Funktion darauf hingewiesen, im Falle notwendiger Abstimmungen, die den AWO-Regionalverband Bad Doberan betreffen, auf eine Mitwirkung in der Schiedsstelle zu verzichten. Ein Interessenkonflikt ist daher von vornherein ausgeschlossen.
  3. Seit 2013 sind 28 Verfahren bei der Schiedsstelle SGB XII anhängig. Hiervon wurden 13 Verfahren verhandelt. Davon endeten sechs mit einem Schiedsspruch. Von diesen sechs von Prof. Wiegand-Hoffmeister zu verantwortenden Schiedssprüchen endeten drei Verfahren zugunsten des Kommunalen Sozialverbandes (KSV) und drei zugunsten der Sozialhilfeträger. Die ursprünglich im NDR-Bericht mit Verweis auf den Bericht des Landesrechnungshofs aufgestellte Behauptung einer stets „zuungunsten der Kommunen“ ausgefallenen „Schiedsstellen-Praxis“ ist folglich falsch. Dies hat der NDR inzwischen berichtigt.
  4. Bei den sechs von Prof. Wiegand-Hoffmeister zu verantwortenden Schiedssprüchen war die AWO in keinem einzigen Fall Streitpartei.
  5. Bodo Wiegand-Hoffmeister ist vom Städte- und Gemeindetag M-V e.V. in Abstimmung mit dem Landkreistag M-V e.V. zum Vorsitzenden der Schiedsstelle vorgeschlagen worden und nicht von der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Der Vorwurf einer Parteilichkeit von Prof. Wiegand-Hoffmeister zugunsten der Wohlfahrtsverbände und zulasten der kommunalen Ebene erweist sich allein deshalb schon als konstruiert und in keiner Weise belegbar.
  6. Die Behauptung des NDR, dass Prof. Wiegand-Hoffmeister 2013 „per Los durch das SPD-geführte Sozialministerium zu der Aufgabe gekommen“ sei, ist falsch und tendenziös. In § 3 Abs. 4 S. 2 SchiedsLVO-SGB VIII ist das Losverfahren zwingend vorgeschrieben, wenn die Träger/Verbände sich nicht auf eine Person einigen können. Das Sozialministerium ist an der Durchführung des Losverfahrens in keiner Weise beteiligt.

Ministerin Stefanie Drese: „Ich habe nicht die geringsten Zweifel an der Neutralität von Prof. Wiegand-Hoffmeister in seiner Funktion als Vorsitzender der Schiedsstelle nach §80 SGB XII. Seine hohe fachliche Kompetenz ist ohnehin unbestritten. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Verletzung der Unparteilichkeit und keine dem Sozialministerium bekannten Beanstandungen durch Mitglieder der Schiedsstelle, Vertreter der Kommunen bzw. der Leistungserbringer.

Gerade vor diesem Hintergrund bedauere ich außerordentlich, dass Prof. Wiegand-Hoffmeister heute meinem Ministerium mitgeteilt hat, sein Amt niederlegen zu wollen. Mein Dank gilt Herrn Wiegand-Hoffmeister für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender der Schiedsstelle nach §80 SGB XII.“