Jagdhornblasen in der Bekow

Hagenow – „Die Jagd steht für Beständigkeit und Tradition. Als wesentlicher Bestandteil des jagdlichen Brauchtums, ist das Jagdhornblasen ständig zu pflegen und zu fördern. Umso mehr freut es mich, dass das Jagdhornblasen in der letzten Zeit einen Aufschwung erlebt.“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute anlässlich des Jagdhornbläsertreffens in der Hagenower Bekow.

Ursprünglich wurde von Tierhörnern die Spitze abgesägt und damit dumpfe Töne erzeugt. Damit diente das Blasen von Jagdhornsignalen der Verständigung bei der Jagdausübung und es konnten während der Jagd Informationen weitergeleitet werden. Bis ins Mittelalter hinein bestanden die Jagdsignale aus einer begrenzten Anzahl von Tönen verschiedener Tondauer und Höhe. Heute dient das Jagdhornblasen der kompletten Umrahmung einer Gesellschaftsjagd. Im Laufe der Zeit trugen die Jagdhornbläsergruppen immer mehr mit Jägermärschen oder anderen mit der Jagd verbundenen Musikstücken zur musikalischen Ausschmückung von Veranstaltungen bei.

„Heutzutage kommt dem Jagdhornblasen eine weitere große Bedeutung zu, und zwar die Vermittlung des Jagdverständnisses in der Öffentlichkeit. Es soll aber auch die damit verbundene Vereinsarbeit fördern und nicht nur die Jäger, sondern vielmehr noch die breite Bevölkerung mit den Jagdsignalen vertraut machen“, so der Landwirtschaftsminister.

Die Jagd genießt in Mecklenburg-Vorpommern ein großes Ansehen.

Als anerkannter Naturschutzverband setzt sich die Jägerschaft des Kreisjagdverbandes im Ehrenamt für die Natur, die heimischen Tierarten, die Hege und Pflege und das Brauchtum der Jagd ein.

Das diesjährige Jagdhornbläsertreffen des Kreisjagdverbandes Ludwigslust findet bereits zum 26. Mal statt. Mit ca. 1.200 Mitgliedern ist es der größte regionale Jagdverband in Mecklenburg-Vorpommern. Minister Backhaus hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für diese einzigartige Veranstaltung zur Pflege und Bewahrung des jagdlichen Brauchtums übernommen.

Zunächst aus der Idee heraus geboren, sich im äußersten Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns lediglich im Jagdhornblasen messen zu wollen, hat sich diese Veranstaltung längst zu einem Publikumsmagnet von hohem gesellschaftlichem und auch jagdpolitischem Wert entwickelt. Inzwischen sind nahezu alle Bereiche rund um die Jagd am 1. Mai auf dem Hellberg in der Hagenower Bekow vertreten.

Erster Mai – Tag der Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat anlässlich des Tags der Arbeit auf Herausforderungen des Arbeitsmarktes aufmerksam gemacht. „Eine verstärkte Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine aktive Mitarbeiterqualifikation sind aktuelle Aufgaben der Arbeitswelt, die es zu bewältigen gilt. Wir brauchen attraktive Arbeitsplätze im Land mit fairen Löhnen. Immer mehr Unternehmen reagieren auf die Anforderungen. Das ist auch ein Beitrag für die langfristige Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

„Mitarbeiterbindung und Motivation sowie Personalmarketing sind nicht nur in Großunternehmen wichtig. Es gibt viele kleine mittelständische Betriebe, in denen der Spagat zwischen Arbeit und Familienleben immer wichtiger wird. Es geht insbesondere darum, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Notwendigkeiten zu verbinden“, so Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe weiter. Der Minister regte darüber hinaus an, stärker auch auf gesundheitliche Prävention in den Unternehmen zu setzen. „Prävention bietet die Möglichkeit sich aktiv den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu begegnen. Betriebliche Gesundheitsförderung wird noch zu wenig praktisch umgesetzt. Aufgrund ihrer Größe fehlen in vielen Betrieben Kapazitäten für eine eigenständige betriebliche Gesundheitsförderung“, sagte Glawe. „Die Gestaltung eines gesunden Lebens- und Arbeitsumfeldes trägt wesentlich zum Erreichen eines hohen Lebensalters bei. Zufriedene Mitarbeiter kommen gern zur Arbeit und bleiben auch langfristig im Unternehmen“. Die Lebenserwartung von Männern liegt in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 76,5 Jahren, bei Frauen bei rund 82,9 Jahren.

Ausbildung, fortwährendes Lernen sowie Qualifikation und Weiterbildung sind die Schlüssel für ein erfolgreiches und ausgeglichenes Erwerbsleben. „Hier müssen die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. Auch die Unternehmen sind gefordert, verstärkt auf Qualifizierung ihrer Mitarbeiter setzen. Ein wichtiges Feld ist dabei die Digitalisierung. Sie verändert die Lebens- und Arbeitswelt, wie die technische Entwicklung das seit Jahrzehnten schon tut. Es ist wichtig, hier die Chancen, die sich daraus ergeben, aktiv zu nutzen. Spezialisierungen, die Besetzung von Nischen oder die Etablierung von neuen Geschäftsfeldern sind wichtige Themen dabei. Es werden immer Menschen gebraucht, die beispielsweise Arbeitsprozesse voranbringen, die die Qualität der Entwicklung kontrollieren oder mit den modernen Maschinen arbeiten. Im Ergebnis werden neue Jobs entstehen“, sagte Glawe weiter. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig mit einer Qualifizierungsoffensive die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks. Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten.

Wirtschaftsminister Glawe hat abschließend für einen stärkeren sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt geworben. „Wir müssen uns auch wieder stärker auf unsere Wurzeln besinnen. Familie ist die Basis des gesellschaftlichen Miteinanders und der gesellschaftliche Frieden der Kit der alles zusammenhält. Vieles wird einfacher, wenn wir besser gegenseitig zuhören und gegenseitig auch verstehen“, so Glawe. „Für komplexe gesellschaftliche und politische Probleme gibt es oft keine einfachen Lösungen. Hier sind vernünftige Diskussionen zielführender statt sich durch plumpe Parolen anzufeinden. Schlussendlich ist es immer besser, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden.“