Radweg an der B 104 Rossow-Löcknitz wird für Verkehr freigegeben

Löcknitz – Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Donnerstag (04.05.2017) zusammen mit Vertretern des Landkreises Vorpommern-Greifswald und der Gemeinden den Radweg entlang der Bundesstraße B 104 zwischen Rossow und Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) freigeben. Treffpunkt ist um 14.40 Uhr, Rastplatz B 104 an der ehemaligen Gleisquerung (ca. 1,1 km westlich von Löcknitz).

Der Radweg wurde entlang der Nordseite der B 104 auf einer Länge von 4,16 Kilometern in einer Breite von 2,50 Metern überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. Davon verlaufen 83 Meter an der Ortsdurchfahrt Löcknitz. In Löcknitz sowie wegen der Baugrundverhältnisse auch auf einzelnen kleineren Abschnitten außerorts wurde der Radweg gepflastert.

Die Gemeinden Rossow und Löcknitz sowie die dazwischen liegenden Einzelgehöfte an der B 104 wurden durch den neuen Radweg an das überregionale Radwegenetz angeschlossen. Durch den neuen Radweg erhöht sich die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in diesem Straßenabschnitt, auf dem durchschnittlich etwa 6.500 Kfz pro Tag verkehren.

Voraussichtlich 2018 wird auch der Radweg zwischen Zerrenthin und Rossow fertiggestellt sein. Wenn hier die Verkehrsfreigabe erfolgt ist, kann auf insgesamt etwa 20 Kilometer Länge durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg entlang der B 104 gefahren werden.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 923.000 Euro. Davon trägt der Bund 885.000 Euro und die Gemeinde Löcknitz 38.000 Euro.

Caravanstellplatz in Ludwigslust wird neu gestaltet

Ludwigslust – Die Stadt Ludwigslust plant die Neugestaltung ihres Caravanstellplatzes in der Naumann-Allee. „Die Stadt Ludwigslust hat sich zu einem beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel entwickelt. Die barocke Schönheit des Schlosses mit dem beeindruckenden Park, das Naturmuseum Natureum, die Kirchen und insbesondere das umfangreiche kulturelle Angebot locken Besucher an. Das derzeitige Stellplatzangebot in Ludwigslust entspricht aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und Anforderungen. Deshalb soll jetzt der bestehende Caravanplatz aus- und umgebaut werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Um vor allem den Caravan-Touristen die Möglichkeit zu bieten, einen längeren Zeitraum in Ludwigslust zu bleiben, ist jetzt vorgesehen, auf dem Platz ein neues Betonsteinpflaster in Natursteinoptik aufzutragen, eine neue Elektrosäule zu installieren und die vorhandene Beleuchtung auszubessern. „Direkt im Zentrum der Stadt gelegen, mit Blick auf das Ludwigsluster Schloss und den direkt angrenzenden Schlosspark, bietet der Stellplatz optimale Bedingungen für Urlauber. Nach Abschluss der geplanten Maßnahmen ist ein Aufenthalt mit dem Caravan deutlich attraktiver“, sagte Glawe.

In der Stadt Ludwigslust gab es im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 14.800 Ankünfte (+9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 26.200 Übernachtungen (+7,8 Prozent). Im gesamten Reisegebiet Westmecklenburg wurden im gleichen Zeitraum rund 562.600 Ankünfte (-2,9 Prozent) und mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen (-2,0 Prozent) gezählt. 2016 wurden auf den Campingplätzen im Reisegebiet Westmecklenburg mehr als 45.600 Ankünfte (+0,3 Prozent) und rund 156.000 Übernachtungen (-1,6 Prozent) verzeichnet. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 auf den Campingplätzen 4,95 Millionen Übernachtungen +(7,1 Prozent) bei 1,04 Millionen Ankünften (+4,4 Prozent). „Immer mehr Gäste entdecken die Barockstadt Ludwigslust als abwechslungsreiches Ausflugsziel“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition für die Errichtung des Caravanstellplatzes beträgt 161.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 121.000 Euro.

Sellering wirbt für Tariflohn und gute Arbeitsbedingungen in MV

Neubrandenburg – „Der 1. Mai ist auch heute noch von großer Bedeutung. Es ist wichtig, für Arbeitnehmerrechte, starke Gewerkschaften und gute Arbeitsbedingungen einzutreten. Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern und in ganz Deutschland“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering bei seinem Besuch auf dem Neubrandenburger Demokratiefest.

„Mit der Einführung eines in Ost und West gleichen Mindestlohns und der Begrenzung von Zeit- und Leiharbeit sind in den vergangenen Jahren wichtige Verbesserungen erzielt worden“, sagte Sellering weiter. Er hoffe sehr, dass auch das von Bundesministerin Schwesig vorangebrachte Gesetz für Lohntransparenz die letzte Hürde im Bundesrat nehme. „Wir wollen, dass Frauen genauso bezahlt werden wie Männer. Das Gesetz wäre ein wichtiger Schritt dorthin.“

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sei die Lage von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute besser als vor zehn oder gar zwanzig Jahren. „Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit hat sich halbiert. Es ist heute deutlich leichter, einen guten Arbeitsplatz zu finden als früher“, so der Ministerpräsident.

Weiter verbessert werden müsse das Lohnniveau. Zwar sei der Durchschnittslohn auch in Mecklenburg-Vorpommern angestiegen. Die Entlohnung bleibe aber hinter der in anderen Bundesländern zurück. „Als Landesregierung können wir die Löhne im Land nicht festsetzen. Das ist Aufgabe von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Und das ist auch richtig so“, sagte Sellering. „Wir werben aber gemeinsam mit den Gewerkschaften und im Übrigen auch mit Teilen der Wirtschaft dafür, dass mehr Tariflohn im Land gezahlt wird. Wo Tarif gezahlt wird, ist die Lohnangleichung weiter fortgeschritten. Die Landesregierung will deshalb im Bündnis für Arbeit darüber sprechen, wie wir die Wirtschaftsförderung künftig noch stärker auf die Schaffung unbefristeter sozialversicherungspflichtiger tarifgebundener Arbeitsplätze ausrichten können. Das ist ein wichtiges Ziel.“