Arbeitsmarkt im April in Mecklenburg-Vorpomnmern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern waren im April 72.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 12.200 Arbeitslose weniger (-14,5 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,7 Prozent. „Erstmals sind wir auch in einem April unter die magische 10 Prozent-Marke im Bereich der Arbeitslosenquote gekommen. „Der Arbeitsmarkt erweist sich insgesamt als robust. Die Konjunktur nimmt Fahrt auf. Die Nachfrage an Fachkräften steigt. Auffallend ist ein leichter Trend. Die saisonalen Effekte der Beschäftigung werden auch im Tourismus kleiner. Das bedeutet, dass mehr ganzjährige Beschäftigung entsteht. Mehr Menschen sind unabhängig vom touristischen Saisonstart in Arbeit“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am Mittwoch in Schwerin. Im Vergleich zum Vormonat März ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, die Arbeitslosigkeit um 7.400 (-9,3 Prozent) gesunken.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2017 – bei 548.400 Beschäftigten. „Es entstehen mehr Jobs auch in den noch kühlen Monaten. Neben dem Tourismus wächst der Bedarf auch in anderen Bereichen, wie im verarbeitenden Gewerbe (+2.000 sozialversicherungspflichtige Stellen), Gastgewerbe (+1.100), Dienstleistungen sowie in der Gesundheitswirtschaft (+3.500)“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise die Forst- und Fischereiwirtschaft (-600 Stellen) sowie die öffentliche Verwaltung und Sozialversicherungen (-500).

Die Investitionen in die Infrastruktur der vergangenen Jahre machen sich immer mehr bemerkbar. Hierzu zählen insbesondere der Ausbau der Autobahnen und die Erschließung der Gewerbegebiete. „Einige Gewerbestandorte haben noch Potential für Ansiedlungen neuer Unternehmen oder für Erweiterungen bereits ansässiger Unternehmen. Wir wollen die Gewerbestandorte Pasewalk und das Pommerndreieck noch intensiver vermarkten. An einer Vermarktungsoffensive wird gearbeitet. Darüber hinaus gilt es, die Hafen- und Wirtschaftsstandorte weiter zu entwickeln, das Handwerk zu stärken und die Gesundheitswirtschaft weiter auszubauen. Wir arbeiten daran, die Rahmenbedingungen stetig weiter zu verbessern“, sagte Glawe weiter.

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.350 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in mehr als 300 Berufen veröffentlicht. „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 5.900 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 4.400 unversorgte Bewerber gegenüber. „Im Hotellerie- und Gastronomiebereich ist die Not am größten. Hier werden am meisten Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (348 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 606 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (125 unbesetzte Plätze). 318 Auszubildende werden als Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel gesucht.

„Durchstarten in MV“ ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes. Sie wirbt für Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Arbeitsmarkt im April 2017: Gute Entwicklung setzt sich fort

Nürnberg – „Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich damit fort.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -93.000 auf 2.569.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -175.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von März auf April um 93.000 auf 2.569.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im April um 100.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 15.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im April 2017 auf 3.603.000 Personen. Das waren 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,70 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 4,0 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 42.000 gestiegen. Mit 43,82 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 638.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 56.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 31,77 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 717.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Kräftenachfrage wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im April waren 706.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 10.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im April 2017 um 3 auf 231 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 20 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 750.000 Personen erhielten im April 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.422.000. Gegenüber April 2016 war dies ein Anstieg von 95.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis April 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 443.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 463.000 Ausbildungsstellen gemeldet, ebenfalls 4.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (28.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.900) und Kaufleute für Büromanagement (18.900). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im April aber noch deutlich in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Haushalt 2017/2018 des Landkreises Nordwestmecklenburg genehmigt

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa hat dem Landkreis Nordwestmecklenburg seine Entscheidungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 übermittelt. Damit kann die vom Kreistag am 19.01.2017 beschlossene Haushaltssatzung nach der Veröffentlichung in Kraft treten. Im Ergebnis der Prüfung wurde der Doppelhaushalt 2017/2018 ohne Beanstandungen bzw. rechtsaufsichtliche Anordnungen genehmigt.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg kann für die Jahre 2017 und 2018 einen ausgeglichenen Haushalt darstellen, dies gelingt jedoch nur durch Rückgriff auf positive Überträge aus Haushaltsvorjahren.

Innenminister Lorenz Caffier lobt die Haushaltsführung des Landkreises: „Die Haushaltslage des Landkreises Nordwestmecklenburg hat sich in den letzten Jahren stabilisiert und insgesamt recht positiv entwickelt. Mit dem nun vorgelegten Haushalt bekräftigt der Landkreis seinen Willen, die konsequente und nachhaltige Haushaltskonsolidierung fortzuführen. Dennoch ist es notwendig und wichtig, perspektivisch auch innerhalb des Jahres keine Defizite mehr zu erwirtschaften, um die erlangten finanziellen Handlungsspielräume zu stabilisieren.“

Mit dem Haushalt 2017/2018 hat der Landkreis einige Baumaßnahmen im Bereich des Straßenbaus sowie Investitionen im Schulbereich geplant.

Bürgerforum am 5. Mai in Sternberg

Schwerin – Die Landesregierung möchte in dieser Wahlperiode noch stärker mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Unter dem Titel „Landesregierung vor Ort“ bereisen der Ministerpräsident und die Ministerinnen und Minister das Land Mecklenburg-Vorpommern. Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Europa, lädt alle Interessierten recht herzlich am 5. Mai 2017, ab 17 Uhr in das Rathaus nach Sternberg, Landkreis Ludwigslust-Parchim, zum konstruktiven Austausch in netter Runde ein.

„Wir haben uns als Landesregierung vorgenommen, weiterhin alles für ein starkes Mecklenburg-Vorpommern zu tun. Wir wollen den Zusammenhalt in unserem Land bewahren und die Gemeinschaft stärken. Das schaffen wir nur gemeinsam“, so Caffier. „Welche Sorgen und Wünsche haben die Bürgerinnen und Bürger oder womit sind sie zufrieden? Das Bürgerforum ist eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, die hoffentlich auch von beiden Seiten entsprechend genutzt wird.“

Zum Start der Veranstaltungsreihe findet in allen Landkreisen und kreisfreien Städten mindestens eine Veranstaltung mit jeweils einem Mitglied der Landesregierung statt. Die Stadt Sternberg freut sich bereits sehr auf den Besuch aus Schwerin:

„Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Sternberg und für unseren Amtsbereich freut es mich ganz besonders, dass Herr Minister Lorenz Caffier unsere Stadt für das Bürgerforum auserwählt hat. Als an mich die Anfrage gerichtet wurde, ob die Stadt für das Forum zur Verfügung steht, habe ich spontan zugesagt. Wir fühlen uns geehrt und ich denke, es ist für alle eine gute Gelegenheit, aktuelle Themen vor Ort direkt ansprechen zu können und mit dem Minister hautnah in Kontakt zu treten. Hinzu kommt, dass wir auf eine jahrelange erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Minister Caffier verweisen können, an die wir gerne anknüpfen wollen. Wir freuen uns auf das Bürgerforum“, sagt Armin Taubenheim, Bürgermeister von Sternberg.

In der neuen Veranstaltungsreihe soll nicht nur über die Arbeit der Landesregierung informiert werden. Der Fokus liegt auch auf der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am politischen Geschehen. Der Dialog mit dem Minister soll ihnen ermöglichen, individuell und ungezwungen Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

„Mir war schon immer wichtig, als Politiker und auch als stellvertretender Ministerpräsident vor Ort ansprechbar zu sein. Ich möchte, dass die Menschen mir erzählen, was sie politisch bewegt. In Sternberg können sie mir ihre ganz persönlichen Fragen in einer offenen Gesprächsrunde stellen. Ich hoffe, dass wir damit Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam weiter voran bringen und das Vertrauen in gute Politik stärken“, erklärt der Minister.

Der Platz an den Veranstaltungsorten ist begrenzt. Deshalb wird um Voranmeldung unter www.regierung-mv.de gebeten. Hier finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auch weiterführende Informationen zu der Veranstaltungsreihe.

Projektförderung für Bürgerkomitee Südstadt Parchim e.V.

Parchim – Das Bürgerkomitee Südstadt Parchim e.V. erhält 10.000 EUR Fördermittel für sein Projekt „ZiP – Zusammen in Parchim“. Bei der heutigen Übergabe des Zuwendungsbescheides lobt Innenminister Lorenz Caffier das Engagement der Parchimer für ihre Stadt: „Ein Großteil des städtischen Lebens wird von Vereinen und ehrenamtlicher Arbeit getragen. Dies wollen wir finanziell unterstützen, auch als Anerkennung für das Geleistete.“

Das Projekt „ZiP – Zusammen in Parchim“ will Bürger für freiwilliges Engagement interessieren und aktivieren, generations- und konfessionsübergreifende Arbeit unterstützen und damit auch den sozialen Zusammenhalt fördern. Allein mit ehrenamtlicher Arbeit sind die vielfältigen Aufgaben aber nicht zu bewältigen. Mit den Fördermitteln werden daher Personalkosten für die hauptamtliche Arbeit als Koordinierungs- und Anlaufstelle gefördert sowie Sachkosten finanziert, die bei Veranstaltungen entstehen.

Bereits im Jahr 2016 hat das Innenministerium das Projekt mit einem Zuschuss von 10.000 EUR unterstützt.

Frenzel: Filmkunstfest wirbt für Schwerin und ganz MV

Schwerin – „Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist beste Werbung für unsere Landeshauptstadt Schwerin und für ganz Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel heute bei der Eröffnung des Festivals im Schweriner Filmpalast „Capitol“.

„Viele freuen sich schon Wochen vorher auf das Filmkunstfest. Das Festival begeistert jedes Jahr aufs Neue sein Publikum mit einer großen Vielfalt an Filmen und anderen kulturellen Veranstaltungen. Und es sorgt auch dafür, dass Filmemacher, Schauspieler und Produktionsteams aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland viele positive Eindrücke aus Mecklenburg-Vorpommern mit nach Hause nehmen“, sagte Frenzel weiter.

Die Landesregierung unterstütze das Filmkunstfest und die Filmszene im Land gern. Frenzel kündigte an, die Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren auf neue Füße zu stellen. „Unsere Überlegungen gehen dahin, die bislang in getrennter Zuständigkeit wahrgenommene wirtschaftliche und kulturelle Filmförderung einschließlich der Drehstandortförderung in einer gemeinnützigen GmbH zusammenzuführen. Und wir wollen die Weichen dafür stellen, dass es künftig mehr heimische Film- und Fernsehproduktionen gibt. Dabei setzen wir auch auf eine Beteiligung des Norddeutschen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens“, sagte der Staatssekretär. Erste konstruktive Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden. Weitere Gespräche sollen in den nächsten Monaten folgen.

Höhepunkt der Meisterklasse: Öffentlicher Vortrag von Navid Kermani

Ministerin Hesse: Navid Kermani setzt sich für den Dialog zwischen den Religionen ein

Greifswald – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse nimmt am Donnerstag, 4. Mai 2017, an der öffentlichen Vorlesung „Gottes ist der Orient! Der Koran und die Poesie“ des deutsch-iranischen Schriftstellers Navid Kermani an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald teil. Beginn ist 18 Uhr. Am Freitag, 5. Mai 2017, wird Navid Kermani dann an der Universität Rostock den Vortrag „Gottes ist der Okzident! Goethe und die Religion“ halten. Die beiden Vorträge bilden den Abschluss der diesjährigen Meisterklasse Mecklenburg-Vorpommern, die vom Land mit 38.900 Euro unterstützt wird.

„Navid Kermani setzt sich für den Dialog zwischen den Religionen ein“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Wie kaum ein anderer hat er es in den vergangenen Jahren verstanden, dem deutschen Publikum zu vermitteln, wie komplex die islamische Welt ist. In seinen literarischen und wissenschaftlichen Werken oder in journalistischen Beiträgen zeigt er auf, wie schwierig das Übersetzen religiöser Denk- und Sprachwelten ist, aber auch wie notwendig und unverzichtbar. Ich freue mich daher auf den Vortrag von Navid Kermani als einen Höhepunkt in diesem akademischen Jahr“, sagte Hesse.

Die Meisterklasse an den Universitäten findet nach 2014 zum zweiten Mal statt und steht diesmal unter dem Titel „Vollendete Schönheit. Zur (Un-)Übersetzbarkeit von Religion und Kultur“. Ziel der Meisterklasse ist es, den Studierenden in den sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern die Möglichkeit zu eröffnen, mit einem „Meister“ eines Faches zusammenzuarbeiten. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat für die Universitäten die Finanzierung übernommen, um Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Zusammenarbeit mit renommierten Vertreterinnen und Vertretern eines Faches zu ermöglichen, die sonst nicht eingeladen werden könnten.

Land unterstützt Turnier im Dressur- und Springreiten in Sukow

Ministerin Hesse: Förderung ist auch Ausdruck des Landes für das ehrenamtliche Engagement

Sukow – Das Land unterstützt das diesjährige Turnier im Dressur- und Springreiten in Sukow. Für die Ausrichtung des Turniers vom 19. bis 20. August 2017 erhält der SV Sukow e. V. Mittel der Sportförderung in Höhe von 2.000 Euro.

„Sukow ist ein Zentrum des Pferdesports in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Der Verein hat eine lange Tradition bei der Organisation und Durchführung von Turnieren im Dressur- und Springreiten. Seit über 40 Jahren werden in Sukow Pferdeturniere veranstaltet. Da ich selbst begeisterte Reiterin bin, freut es mich, dass wir den Reitsport in Sukow unterstützen können. Diese Förderung und die Bewilligung der Fördermittel in den vergangenen Jahren ist auch Ausdruck der Wertschätzung des Landes für das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder“, lobte Hesse.

Der SV Sukow e. V. hat im Jahr 2015 Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro erhalten, um die Zaunanlage zu modernisieren und eine Beregnungsanlage zu bauen. Im Jahr 2016 erhielt der Verein Landesmittel in Höhe von 51.000 Euro für den Ersatzneubau von zwei Tribünen für den Reitplatz. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Juni 2017 abgeschlossen sein.

Weltweit wird erstmals Zander-Genom erforscht

Dummerstorf – „Mit der heutigen Übergabe des Fördermittelbescheides wird ein weiterer Baustein für den Aufbau einer nachhaltigen Aquakultur in unserem Land unterstützt“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute in Dummerstorf anlässlich der Vorstellung des Projektes „Diversitätsanalyse des Zandergenoms zur Entwicklung molekularer Bioindikatoren für die fischgerechte regionale Aquakultur“.

Die Landesregierung finanziert das Projekt des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie in Dummerstorf mit insgesamt 996.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds und des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In Kooperation mit dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern sollen die Ergebnisse im Jahr 2020 vorgelegt werden.

„Das übergreifende Thema dieses Projektes ist die Domestikation der Fische durch den Menschen. Was bei Schweinen schon seit ca. 10.000 Jahren und bei Fischen, beginnend mit dem Karpfen, erst seit wenigen Jahrhunderten erfolgt, rückt aufgrund des stetig steigenden Bedarfs heute für eine Reihe von Edelfischen in den Mittelpunkt – die Zucht. Dementsprechend ist das Zandergenom nahezu unerforscht“, betonte der Minister.

„Wir werden weltweit erstmalig das komplette Genom und damit die Gesamtheit der der genetischen Informationen des Zanders identifizieren und die Ergebnisse für nachfolgende genetische Forschungen am Zander und anderen Barschartigen frei verfügbar machen“, so Dr. Backhaus. Dabei geht es auch um das Tierwohl der Fische in modernen Aquakulturanlagen. Es sollen Biomarker beim Zander gefunden werden, die als Parameter für das Wohlbefinden des Fisches in der weiteren Züchtung genutzt werden können.

Museen und Schlösser sollen künftig einheitlich verwaltet werden

Schwerin – Nachdem die Zuständigkeit für das Staatliche Museum Schwerin seit dieser Legislatur vom Bildungs- auf das Finanzministerium übergegangen ist, hat Finanzminister Mathias Brodkorb dem Kabinett heute einen Gesetzentwurf für die Neustrukturierung vorgelegt. Ziel ist es, mit der Zusammenführung der Verwaltungen von Schlössern und Museen in die neue obere Landesbehörde „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“ inhaltlich zu stärken und das Besucheraufkommen zu steigern.

Schloss Ludwigslust

Bereits 2013 hatte ein Beratungsunternehmen die Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Betrieb für Bau- und Liegenschaften und dem Finanzministerium als ein Hemmnis für die effektive Verwaltung und Vermarktung der Schlösser und Gärten ausgemacht. Mit der Änderung der Organisationsstruktur soll das Kulturgut des Landes noch stärker als bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor ausgebaut werden.

Das Finanzministerium verspricht sich von der Neuorganisation unter anderem kurze Entscheidungswege, klare Verantwortlichkeiten, Wegfall von Doppelstrukturen, die Bündelung der Fachkompetenzen in einer Institution und nicht zuletzt einen einheitlichen Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages soll die geänderte Organisationsstruktur zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Wir wollen unsere Schlösser und Museen schlagkräftiger, zielgerichteter und effizienter organisieren. Nach der Übertragung der Zuständigkeit an ein Ministerium ist die einheitliche Organisation der nächste Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Seniorenfreundliche Städte und Gemeinden gesucht

Schwerin – Bis zum 15. Juni können beim Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung noch Bewerbungen für die seniorenfreundlichsten Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern eingereicht werden.

Der gemeinsam vom Sozialministerium und dem Landesseniorenbeirat ausgerufene Wettbewerb findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt und ist mit insgesamt 10.000 Euro ausgelobt.

„Wir suchen Städte und Gemeinden, die sich durch eine aktive seniorenfreundliche Kommunalpolitik besonders hervorheben“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese heute ihn Schwerin. „Die Kommunen sind die Orte, die die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das vielfach vorhandene Engagement der älteren Generation schaffen sollen. Besonders gelungene Projekte wollen wir auszeichnen“, so Drese. Viele seniorenfreundliche Vorhaben und Projekte seien in den zurückliegenden Jahren bereits umgesetzt worden.

Bewertungskriterien des Wettbewerbs sind: Kommunale Strategien, Wohnen im Alter, seniorengerechte Infrastruktur sowie Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Darüber hinaus können auch innovative Projekte zur Stärkung der Lebensqualität älterer Menschen und Belebung des sozialen Zusammenhalts eingereicht werden.

Die Auszeichnung wird in drei von der Einwohnerzahl abhängigen Kategorien vergeben: bis 2.000 Einwohner/innen, bis 8.000 Einwohner/innen und über 8.000 Einwohner/innen.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen sind abrufbar unter www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Soziales/Senioren/.