Europatag am 9. Mai: Veranstaltungen in ganz Deutschland

Brüssel – Die Europäische Union feiert jährlich am 9. Mai ihren Europatag. Auch in Deutschland sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. „Jeder Einzelne von uns ist ein Teil der EU. Wir alle gemeinsam sind Europa in Vielfalt geeint. Der 9. Mai macht Europa für uns erlebbar und lässt uns besinnen, dass das vereinte Europa immer noch die größte und beste politische Idee des 20. Jahrhunderts ist. Und auch für die Gestaltung unserer Zukunft bleibt die Union unverzichtbar“, sagte Richard Kühnel, Vertreter der Kommission in Deutschland. „Ich lade Sie herzlich ein, mit uns und vielen Partnern in der Europawoche gemeinsam europäische Vielfalt zu erleben und zu feiern.“ Bei den diesjährigen Feierlichkeiten steht das 60-jährige Jubiläum der Römischen Verträge im Fokus.

Am 9. Mai 1950, fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede in Paris Revolutionäres vor: eine Gemeinschaft, in der die ehemaligen „Erbfeinde“ Deutschland und Frankreich ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen sollten. Da Kohle und Stahl die beiden wichtigsten Komponenten in der Herstellung von Waffen waren, sollte Krieg in Europa so unmöglich gemacht werden. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, gegründet von sechs Ländern, war die erste einer Reihe supranationaler europäischer Institutionen, die schließlich zur heutigen Europäischen Union wurden. Seit 1985 feiern wir den 9.Mai als Europatag.

In Berlin wird Europa „zum Leuchten“ gebracht – mit einer Lichtinstallation an der Komischen Oper. Ab 9. Mai bis Ende Oktober strahlt der Lichtschriftzug „EUROPA“ aus 33 Neonröhren am Bühnenturm der Komischen Oper.

Zur Eröffnung am 9. Mai um 19:30 Uhr gibt es in der Komischen Oper drei Kunstaktionen, Musik und eine Diskussion über Europa mit dem Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, Richard Kühnel, der Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann (SPD) und dem Berliner Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer.

Außerdem wird der Berliner Europapreis Blauer Bär 2017 verliehen. Mit dem Preis werden jährlich am 9. Mai beispielhafte Berliner Initiativen und Personen gewürdigt, die mit ihrem überwiegend ehrenamtlichen Engagement in unterschiedlichsten Gesellschafts- und Politikbereichen zum Zusammenwachsen Europas und seiner Menschen beitragen. Der Preis wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland ausgelobt. Es steht insgesamt ein Preisgeld von 2.000 Euro zur Verfügung.

Bei einem Bürgerfest am 13. Mai feiert die Multimedia-Ausstellung „Erlebnis Europa“ im Europäischen Haus Berlin ihr einjähriges Bestehen mit Diskussionsmöglichkeiten, Live-Musik und Kinderprogramm.

In Bonn wird der Europatag schon am 6. Mai mit einem Bürgerfest mit Musik, einem Riesenpuzzle und einer Fotoaktion rund um das Alte Rathaus und auf dem Marktplatz gefeiert. Politische Parteien präsentieren ihre europapolitischen Konzepte und auch Europaschulen und verschiedene Organisationen stellen sich vor. Auf der Kletterpyramide der Bonner Regionalvertretung der EU-Kommission kann man über die Mitgliedstaaten hinwegklettern.

Hamburg bietet rund 100 Veranstaltungen zur Europawoche – laut Senat ein neuer Rekord. In München wird der Europatag am 5. Mai auf dem Marienplatz gefeiert, in Stuttgart am 12. Mai auf dem Schlossplatz. Geboten werden Spiele, Kultur und viele Informationen. Zahlreiche Politiker stellen sich dem Gespräch über europäische Politik. Ähnliche Fest und Konzerte, aber auch Podiumsdiskussionen und Aktionen zu europarelevanten Themen werden in sämtlichen Städten veranstaltet.

Kulturförderung 2017: 80.000 Euro für Kinder- und Jugendkunstschule Greifswald

Ministerin Hesse: „KunstWerkstätten“ bereichern das kulturelle Leben in Greifswald

Greifswald – Die Kinder- und Jugendkunstschule Greifswald „KunstWerkstätten“ e. V. erhält in diesem Jahr mehr Geld. Das Land unterstützt die künstlerische Projektarbeit des Vereins im Jahr 2017 mit Mitteln der allgemeinen Kulturförderung in Höhe von 80.000 Euro. Im vergangenen Jahr haben die „KunstWerkstätten“ 66.150 Euro erhalten.

„Die KunstWerkstätten bereichern mit ihren Angeboten das kulturelle Leben in Greifswald“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch. „Die Kinder- und Jugendkunstschulen bilden daher einen Schwerpunkt in der Kulturförderung des Landes. Gemeinsam mit der Hansestadt unterstützt das Land die vielfältige Projektarbeit, um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine musische, künstlerische und kulturelle Bildung zu Gute kommen zu lassen“, sagte Hesse.

Die „KunstWerkstätten“ Greifswald dürfen sich weiterhin „Staatlich anerkannte Kinder- und Jugendkunstschule in Mecklenburg-Vorpommern“ nennen. Im Februar dieses Jahres hat das Land die entsprechende Anerkennung für fünf weitere Jahre verlängert. Dieses Qualitätssiegel ist eine verlässliche Aussage zur Güte der Ausbildung und zur Qualität der Angebote der Kinder- und Jugendkunstschule.

Nach eigenen Angaben der „KunstWerkstätten“ e. V. besuchen jede Woche ca. 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die mehr als 40 Kurse. 900 Schulkinder und 345 Kinder im Kita-Alter haben im vergangenen Jahr bei den Projekten mitgemacht. 670 Kinder nahmen an den Ferienwerkstätten, den Sommerlagern und den Workshops teil.

Neues Feuerwehrhaus in Löcknitz

Innenministerium unterstützt Finanzierung des neu gebauten Feuerwehrhauses in Löcknitz mit über 800.000 EUR Fördermittel

Löcknitz – Das Innenministerium M-V unterstützt den Neubau eines Feuerwehrhauses in der Gemeinde Löcknitz mit 807.642 Mio. Euro Fördermitteln. Den Bewilligungsbescheid aus Sonderbedarfszuweisungen des Innenministeriums übergab heute, am Internationalen Tag der Feuerwehr, Innenminister Lorenz Caffier dem Bürgermeister der Gemeinde Herrn Detlef Ebert.

Der Neubau war erforderlich geworden, weil das alte Gebäude aus dem Jahr 1956 nicht mehr den aktuellen Normen und Richtlinien entspricht und regelmäßig Folgekosten im Rahmen der Instandhaltung verursacht.

„Die Feuerwehr in Löcknitz wird künftig wieder gute Voraussetzungen haben, um auch ihre überörtlichen Aufgaben wahrzunehmen“, hob Innenminister Caffier hervor.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Löcknitz handelt es sich um eine Stützpunktfeuerwehr, die auch überörtliche Aufgaben im Auftrag des Landkreises Vorpommern-Greifswald übernimmt, wie zum Beispiel Gefahrgutangelegenheiten und schwere technische Hilfeleistungen. Damit hat die FFW Löcknitz eine zentrale Funktion für den nördlichen Bereich des Amtes Löcknitz-Penkun. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro.

Internationaler Tag der Feuerwehr

Schwerin – Den Internationalen Tag der Feuerwehr am 4. Mai nahm Innenminister Lorenz Caffier zum Anlass das Engagement der vielen Freiwilligen Kameradinnen und Kameraden in Mecklenburg-Vorpommern zu würdigen und an diesem Tag die öffentliche Wahrnehmung von Freiwilligenarbeit sowie ehrenamtliches Engagement in den Fokus zu setzen.

„Man stelle sich vor, es brennt und die Feuerwehr lässt auf sich warten“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Das ehrenamtliche Engagement im Brand- und Katastrophenschutz ist eine der wichtigsten Säulen für unsere Gesellschaft. Freiwillige Feuerwehren oder das THW sind von unschätzbarer Bedeutung für ein sicheres Leben in den ländlichen Regionen und den Städten in Mecklenburg-Vorpommerns. Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu sein bedeutet, mit viel Enthusiasmus, Zeit- und Kraftaufwand, die Öffentliche Sicherheit in Mecklenburg-Vorpommern zu gewährleisten. Nicht selten wird dabei die eigene Gesundheit, ja sogar das eigene Leben für die Allgemeinheit eingesetzt – da gilt es einfach mal an so einem Tag Danke! zu sagen.“

Die Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des bestehenden ehrenamtlichen Hilfeleistungssystems stellt in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern eine der größten Herausforderungen dar. Die Veränderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, beeinflussen auch das Ehrenamt in den Feuerwehren.

Im Jahr 2008 hatten die Freiwilligen Feuerwehren im Land noch rund 28.000 aktive Mitglieder. Im Jahr 2012 waren nur noch rund 26.300 Personen in der Freiwilligen Feuerwehr in unserem Land aktiv, während sich aktuell rund 25.500 freiwillige Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden in den insgesamt 944 Freiwilligen Feuerwehren des Landes engagieren.

Natürlich ist es auch Aufgabe der Landesregierung, die Rahmenbedingungen für ein intaktes Ehrenamt bei den Feuerwehren zu schaffen. Sie muss sich für die Feuerwehren als zentralen Eckpfeiler der Gesellschaft weiter einsetzen.

„Wir müssen darüber nachdenken, wie wir den hohen Stellenwert des Engagement in den Feuerwehren wieder in das Bewusstsein aller Bürgerinnen und Bürger rücken“, appelliert Innenminister Caffier an Politik und Gesellschaft. „Wir müssen es schaffen, dass die Übernahme eines Amtes tatsächlich wieder grundsätzlich als „Ehre“ angesehen wird. Hierbei gilt es unsere Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern dafür zu begeistern, sich in den Dienst einer „guten Sache“ zu stellen.“

Der Internationaler Tag der Feuerwehrleute findet immer am 04. Mai eines Jahres statt. Der Tag wurde zu Ehren von fünf Feuerwehrleuten etabliert, nachdem diese am 4. Januar 1999 unter tragischen Umständen in einem Lauffeuer in Australien ums Leben kamen. Da der 4. Mai auch der Tag des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute, ist, wird er seit dem als Tag der Feuerwehrleute begangen.

Förderbescheid „Frühe Hilfen“ zur Unterstützung werdender Eltern und junger Familien

Bad Kleinen – Sozialministerin Stefanie Drese hat in Bad Kleinen einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 64.224 Euro für die Netzwerkkoordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ im Landkreis Nordwestmecklenburg übergeben. Das Netzwerk hält Kontakte etwa zu Ärzten und unterstützt werdende Eltern sowie junge Familien und nimmt Kontakt zu schwer erreichbaren Familien auf.

Mit der Zuwendung werden Personal- und Sachkosten u.a. für Fachtagungen und Weiterbildungen für Eltern und Fachkräfte finanziert. Ministerin Drese: „Ziel der frühen Hilfen ist es, frühzeitig Risikosignale und Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Erziehungs- und Beziehungskompetenzen der Eltern sollen gestärkt und ausgebaut werden, damit den Kindern ein gesunder Start ins Leben ermöglicht werden kann.“ Dazu sei es wichtig, die einzelnen Akteure miteinander zu vernetzen und einen regelmäßigen Austausch untereinander zu organisieren, zu fördern und zu begleiten, so Drese.

Durch den Einsatz von sogenannten Sozialraumkoordinatoren in diesem Jahr soll das Angebot im Landkreis flächendeckender werden, um noch mehr Eltern und Familien zu erreichen. Zudem soll das Netzwerk durch weitere Multiplikatoren bekannter gemacht und das ehrenamtliche Engagement abgesichert werden.

Ballistische Schutzhelme für die Landespolizei

Güstrow – Zum besseren Schutz bei Terror- oder Amokeinsätzen erhält der Streifeneinzeldienst der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, über die bisherige ballistische Schutzausstattung hinaus, zusätzlich ballistische Schutzhelme. Weiterhin wurden die ballistischen Überziehschutzwesten der Schutzklasse IV nach Ablauf der Gewährleistungsfrist von 10 Jahren ersetzt. Innenminister Lorenz Caffier übergab der Landespolizei im Einsatztrainingscenter der Fachhochschule in Güstrow die neue Schutzausstattung.

„Die bislang hauptsächlich verwendeten Einsatzhelme in der Landespolizei schützten ausschließlich vor Stichen, Stößen und Brandmittelangriffen“, so Innenminister Caffier. „Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus, aber auch Amokläufe und Gewaltkriminalität machen eine verbesserte Ausstattung der Polizistinnen und Polizisten notwendig und erfordern neue Standards beim passiven Schutz der Beamten“.

Die Polizistinnen und Polizisten des Streifeneinzeldienstes der Polizeireviere des Landes treffen meist als Erste am Gefahrenort ein und benötigten deshalb nicht nur kugelsichere Westen, sondern auch einen Schutz des Kopfes. Die neuen Helme bieten den gleichen ballistischen Schutz, der bis vor kurzem nur Spezialeinheiten vorbehalten war.

Jeweils zwei der Helme gehören künftig zur Ausrüstung auf jedem im Dienst befindlichen Streifenwagen, damit die Beamten bei entsprechenden Einsatzlagen unmittelbar darauf zurückgreifen können. Insgesamt werden in den nächsten Tagen 220 neue Helme und ebenso viel neue Überziehschutzwesten an die einzelnen Dienststellen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock ausgeliefert.

Die Auswahl des in der Landespolizei einzuführenden Schutzhelms erfolgte unter Beteiligung von Polizeivollzugskräften der auszustattenden Polizeibehörden. Favorisiert wurde einstimmig der nach der Technischen Richtlinie Gesamtsystem „Ballistischer Helm“ zertifizierte ballistische Schutzhelm Hoplit F 1200-16H der Firma Ulbrichts Witwe GmbH.Bei diesem Typ handelt es sich um einen Hybridhelm, dessen Helmschale außen aus Titan und innen aus Aramid besteht.

Besonders wichtig beim effektiven Schutz vor Projektilen ist die Aufnahme der Restenergie des Projektils, wenn es durch den Helm gestoppt wird, die sogenannte Traumawirkung. Der Schutzhelm Hoplit F weist im Vergleich zu anderen Helmen die geringsten Trauma-Werte auf. Er ist wenigen Sekunden von Größe 52 – 62 variabel einstellbar und passt sich damit den unterschiedlichen Kopfformen und -größen an. Der Helm ähnelt in der Form einem Motorrollerhelm und lässt sich auch mit einem In-Ohr-Kommunikationssystem tragen.

Die Ergänzungsbeschaffung der ballistischen Überziehschutzwesten wurde europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag hat die Firma Mehler Vario GmbH erhalten.

Für die Beschaffung der ballistischen Helme des Streifeneinzeldienstes wurden ca. 1,4 Mio. Euro verausgabt.

Richtfest bei der Centogene AG in Rostock

Rostock – Die Firma Centogene AG in Rostock hat am Donnerstag das Richtfest für die Erweiterung ihrer Betriebsstätte begangen. Das Unternehmen betreibt auf dem Gebiet der Medizin molekularbiologische und gentherapeutische Laboratorien. Zudem werden weltweit medizinische Institutionen, Ärzte und Patienten bei genetischen und biochemischen Analysen seltener Erkrankungen unterstützt. „Das beständige Wachstum des Unternehmens durch die nationale und internationale Nachfrage machte eine Erweiterung notwendig. Die Centogene AG erbringt mit den mehr als 230 Mitarbeitern hochwertige Dienstleistungen im Bereich der medizinischen Diagnostik. Vor allem die von eigenen Forscherteams entwickelten molekulargenetischen und biochemischen Analysen haben international für Aufmerksamkeit gesorgt. Das ist beste Werbung für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Unternehmen errichtet derzeit in Rostock in der Straße „Am Strande“ auf einer Fläche von mehr als 4.400 Quadratmetern ein Diagnostikzentrum für seltene Krankheiten. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der bisherige Firmensitz in der Schillingallee aufgegeben werden. Mit dem Neubau sollen nach Unternehmensangaben vor allem die Bereiche Biotechnologie und Medizintechnik weiter ausgebaut werden. Die Centogene AG ist stark im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation präsent. Gemeinsam mit den Hochschulen des Landes wurden bereits Forschungsvorhaben umgesetzt und marktfähige Produkte entwickelt. „Innovationen dieser Art sind die entscheidende Triebkraft für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung. Nur mit international wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen können sich unsere Unternehmen auf dem Markt etablieren und dabei zukunftsorientierte und attraktive Arbeitsplätze sichern und schaffen. Deshalb werden wir weiter Unternehmensaktivitäten bei Forschung und Entwicklung stärken“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt im Rahmen der Verbundforschungsförderung Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft, um im Ergebnis zu mehr marktfähigen Produkten zu kommen. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern werden in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt.

Zur Gesundheitswirtschaft zählen unter anderem die Medizintechnik, die Biotechnologie, das Gesundheitshandwerk, der medizinische Handel und die pharmazeutische Industrie. In Mecklenburg-Vorpommern sind über 148.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung beträgt 15,3 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen. „Die Gesundheitswirtschaft ist ein wichtiger strategischer Teil der Wirtschaft unseres Landes und zugleich zuverlässiger Beschäftigungsmotor. Zahlreiche Unternehmen im Bereich Medizintechnik haben sich bei uns angesiedelt, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen erfolgreich sind“, sagte Glawe.

Zu den neu angesiedelten Unternehmen zählen unter anderem die DOT GmbH aus Rostock (medizinische Beschichtungstechnologie für Implantate und Instrumente); human med AG aus Schwerin (Hersteller von wasserstrahlassistierten Geräten für die plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie); Cortronik GmbH aus Rostock (Herstellung von Gefäßstützen/Stents); Euroimmun AG in Dassow (forscht, entwickelt und produziert Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik) und der Medizintechnikspezialist CLEARUM GmbH in Poppendorf bei Rostock (Produktion von Hohlfasermembranen, die im medizinischen Bereich Anwendung finden).

Die Gesamtinvestition beträgt rund 34,2 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro.

Die Centogene AG wurde 2005 gegründet und analysiert nach eigenen Angaben jährlich rund 200.000 Patienten- und Forschungsproben von internationalen Kooperationspartnern im Pharmabereich – vor allem auf dem Gebiet der Diagnostik seltener Erbkrankheiten – in den Bereichen Stoffwechselerkrankungen, neurologische Erkrankungen, Nierenerkrankungen und Augenerkrankungen. Die Kunden kommen aus mehr als 100 Ländern der Welt. Mit neuesten Technologien, wie beispielsweise dem Next-Generation-Sequencing, werden mehr als 130 medizinische Analysen und Dienstleistungen angeboten. Die biochemische Diagnostik stützt sich auf die Bestimmung von Biomarkern sowie Screenings von Neugeborenen und Hochrisikogruppen. Darüber hinaus bietet die Centogene AG ein breites Spektrum diagnostischer und prognostischer Tests im onkologischen Sektor an. Hier sind vor allem Keimbahnanalysen bei Patientinnen mit Brust- oder Eierstockkrebs, bei Patienten mit gehäuften familiären Darmkrebsfällen und bei erkennbar erhöhtem familiärem Krebsrisiko aufzuführen. Daneben untersucht das Unternehmen Tumorproben auf bekannte Schlüsselmutationen („driver mutations“), welche die Wahl der Chemotherapie beeinflussen und analysiert zellfreie DNA aus Serumblutproben („liquid biopsy“).

Wachsende frauenfeindliche Tendenzen

Drese: „Lassen wir uns nicht von Männern von gestern vorschreiben, was wir heute zu tun und zu lassen haben.“

Güstrow – Auf wachsende frauenfeindliche Tendenzen in Teilen der Gesellschaft hat Gleichstellungsministerin Stefanie Drese in ihrem Grußwort auf der Delegiertenkonferenz des Landesfrauenrates M-V heute in Güstrow hingewiesen.

„Lange Zeit schien es so, als ginge es mit der Gleichberechtigung stetig bergauf. Seit einiger Zeit ist die Stimmung jedoch leider eine andere. Frauen fühlen sich dieser Tage in ihren Rechten und in ihrer Freiheit bedroht – weltweit, aber auch in Deutschland“, sagte Drese. Die Forderung nach gleichen Rechten und gleichen Chancen für Frauen und Männer – und nach konkreten Maßnahmen, um das zu verwirklichen – ziehe Hass auf sich, vor allem in den sozialen Medien.

So habe sich nicht nur der amtierende US-amerikanische Präsident mehrmals offen frauenfeindlich geäußert und wolle Frauenrechte beschneiden. Auch in Deutschland gäbe es politische Kräfte, die Gleichstellungspolitik als Genderwahn diffamieren und das traditionelle Frauenbild zementieren wollen, so die Ministerin. „Gegen die Zuweisung von Geschlechterrollen, die die Freiheit einschränken, selbst zu bestimmen, wie man als Frau oder Mann leben will, müssen wir uns wehren“, betonte Drese in ihrer Rede.

„Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir unsere Errungenschaften verteidigen. Lassen wir uns nicht von Männern von gestern vorschreiben, was wir heute zu tun und zu lassen haben“, sagte Ministerin Drese vor den Delegierten des Landesfrauenrates.

Erdbeersaison in Rövershagen eröffnet

Rövershagen – „Erdbeeren sind besonders gesund. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und bestehen zu über 90 % aus Wasser. So ist es nicht verwunderlich, dass der Pro-Kopf-Verbrauch bei 3,4 kg liegt“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt  anlässlich der Erdbeersaisoneröffnung auf Karls Erdbeerhof in Rövershagen.

Die Erdbeeranbaufläche in Deutschland betrug im Jahr 2016 12.300 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf über 143.000 t, bei einem Ertrag von ca. 115 dt/ha. Im Vergleich dazu betrug die Anbaufläche in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 791 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf knapp 8.000 t bei einem mittleren Ertrag von ca. 102 dt/ha. „Damit war die Erdbeerernte sehr enttäuschend, was der Witterung geschuldet war“, bedauerte der Minister. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes betrug das Minus zwischen 15 und 20% gegenüber dem Vorjahr.

„In diesem Jahr war nach den milden Temperaturen im Februar und März erst von einem frühen Erntebeginn auszugehen. Die anhaltend kühle und regnerische Witterung des vergangenen Monats hat die Entwicklung jedoch wieder gestoppt“, hob Backhaus hervor. Die Frostereignisse vor ca. 2 Wochen haben die Erdbeerblüte nur wenig getroffen, da die meisten Bestände durch Vlies- und Folienbedeckung weitestgehend geschützt werden konnten.

Inzwischen werden in Deutschland auf knapp 1.000 ha bzw. rund 7,8% der Anbaufläche unter Folie angebaut. In MV sind es schätzungsweise ca. 50 ha. Die Vorteile sind vielfältig: Neben der Verfrühung der Ernte ist eine Verlängerung der Erntesaison möglich, die Anbausicherheit kann verbessert werden und durch spezielle Anbauformen wird durch eine höhere Pflanzdichte ein höherer Flächenertrag erreicht. Da die Früchte frei hängen, sind sie in der Regel von hervorragender Qualität. Auch die Pflückleistung ist etwa 30 bis 40 Prozent höher, da in angenehmer Arbeitsposition im Stehen gepflückt werden kann. „Allerding ist der Anbau in den Tunneln aber wesentlich kapitalintensiver als im Freiland, sodass man auf gute Preise angewiesen ist“, sagte der Minister abschließend.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED in Grambow

Grambow – Die Gemeinde Grambow und ihre Ortsteile Wodenhof, Ziegelei und Schäferei im Kreis Nordwestmecklenburg erhalten vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 218.525,91 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Ausgetauscht werden insgesamt 125 alte Quecksilber- bzw. Natriumdampflampen: 98 im Bereich der Ortslage Grambow, 18 im Ortsteil Wodenhof, sieben in der Ziegeleistraße und zwei in der Schäferei. Auch die Masten und Kabel werden erneuert.

Dadurch können jährlich rund 28.200 Kilowattstunden Strom sowie rund 16 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.