„Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat zum Abschluss des 27. Filmkunstfestes MV den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen: „Mit Iris Berben setzt das Festival die beeindruckende Reihe hochrangiger Künstlerinnen und Künstler fort, die für ihr filmisches Schaffen geehrt werden, für ihre großen Verdienste um die Filmkunst. Ihr ist als enorm wandlungsfähige Künstlerin eine außergewöhnliche Film-Karriere gelungen.“

Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie setze sie sich seit 2010 für ihre Kolleginnen und Kollegen ein und sei darüber hinaus ein zutiefst politischer Mensch mit großem Engagement gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung, für Verständnis und Toleranz, für Humanität und Frieden – „über alle Grenzen hinweg und bewusst auch in Zeiten, in denen Kräfte stärker werden, die unserer freiheitliche Demokratie den Kampf angesagt haben. Es ist für mich eine große Freude, Iris Berben den Ehrenpreis des Filmkunstfestes MV, den „Goldenen Ochsen“ zu verleihen.“

Der Ministerpräsident würdigte das Filmkunstfest als „ein sehr attraktives Treffen für Filmschaffende aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Es ist ein Traum für das Publikum.“ In Schwerin gäbe es in jedem Jahr ein ganz besonderes Flair. Sellering: „Die ganze Stadt ist im Festivalfieber, einzigartige Begegnungen sind möglich. Wo sonst treffen Schauspieler, Filmschaffende und Publikum so unmittelbar aufeinander? Ich freue mich, dass der Einsatz des Landes, gemeinsam mit vielen engagierten Sponsoren, die Voraussetzungen für das schaffen konnte, was dieses Festival ausmacht, die Voraussetzungen dafür, dass sich das Filmkunstfest so gut entwickelt hat, zum wichtigsten Filmfestival in Ostdeutschland, zum Flaggschiff des Filmlandes MV.“

Christian Pegel stellte sich in Grimmen Fragen von etwa 70 Besuchern

Grimmen – Einen Überblick über die Arbeit des Energieministeriums im Allgemeinen wie auch en détail erhielten die Besucher der Auftaktveranstaltung „Minister vor Ort“ mit Energieminister Christian Pegel am Freitag (5. Mai 201) in Grimmen.

Etwa 70 Einwohner aus dem gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen waren zum Bürgerforum ins Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ gekommen, das Jörg Klingohr moderierte.

Einige von ihnen drängte die Frage, wann sie in ihren Dörfern endlich die Datenleitungen haben, um damit heutigen Standards gemäß im Netz surfen zu können. Ihnen konnte der Minister zusichern: „In drei bis vier Jahren erden Sie fast alle mit mindestens 50 MBit pro Sekunde im Netz surfen können.“ 1,3 Milliarden Euro Bundes-, Landes- und kommunale Eigenmittel werden dank der erfolgreichen Bewerbungen um das Bundesprogramm in diesem Zeitraum in den nahezu flächendeckenden Breitbandausbau vor allem im ländlichen Raum investiert. Auch Grimmen selbst soll dank des Förderprogramms des Bundes bis 2019 schnelles Internet bekommen.

Der Breitbandausbau sei wichtig für den Standort Mecklenburg-Vorpommern, nicht nur für Unternehmen. Auch Familien wählten ihren Wohnort zunehmend danach aus, wo sie das Internet voll nutzen könnten: „Unser Vorteil ist: Hier könnten die Leute Datenleitungen wie im Zentrum Hamburgs haben, aber in einer reizvollen, touristisch interessanten Landschaft leben.“

Auch für die Telemedizin werde das Internet wichtig, gerade wegen des Facharztmangels. „Das Internet ersetzt nicht den Arzt. Aber chronisch Kranke könnten ihre Daten regelmäßig übers Internet an ihren Arzt schicken und sich so den Routinebesuch dort sparen“, sagte der Minister.

Um Verständnis warb er bei Bürgern, die kritisierten, dass gegen ihren Willen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Windräder gebaut wurden oder werden sollen – und verwies in diesem Zusammenhang auf die Autobahn 20: „Als sie geplant wurde, gab es ebenfalls Protest, vor allem von den direkt betroffenen Anwohnern. Heute wird sie von Einheimischen wie Urlaubern, für Güter- wie Personenverkehr eifrig genutzt und wir sind froh, dass wir sie haben“. Auf die Frage, wie viele Windkraftanlagen er aus seinem Fenster sehe, antwortete er: „Keine. Als Stadtbewohner sind es bei mir viel befahrene Straßen, mit denen ich mich durchaus arrangiert habe.“ Manchmal sei es unumgänglich, sich den Zielen und Wünschen der Gesamtgesellschaft unterzuordnen. Er verwies zudem auf die Anstrengungen der Landesregierung, die Akzeptanz für Windkraftanlagen zu erhöhen, etwa mit dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz, das dafür sorgen soll, dass auch die Anwohner vor Ort von den Anlagen profitieren. Auf die Frage, ob das Gesetz nicht zu spät gekommen sei, räumte er ein, dass er es sich durchaus auch schon früher hätte vorstellen können. „Aber besser später als gar nicht. Jetzt wünsche ich mir, dass die anderen 15 Bundesländer mit einem solchen Gesetz nachziehen.“

Als weitere Maßnahme für eine höhere Verträglichkeit von Windparks für die direkten Anwohner nannte er die Nachtbeleuchtung, die bei neuen Windparks nur noch angeht, wenn sich Flugzeuge nähern. Keinen Kompromiss gebe es aber in der grundsätzlichen Befürwortung der Windenergie: „Wenn wir die Energiewende wollen – und dafür hat sich eine breite Mehrheit im ganzen Land entschieden – ist die Windkraft unverzichtbar.“

Wichtiges Thema war auf dem Bürgerforum auch der Verkehr. Bürger ärgerten sich über mangelnde Bahnverbindungen. „Die Bahn ist auf den Transport vieler Menschen ausgelegt. Bei weniger Passagieren sind Busse günstiger“, sagte der Minister. Als Ergänzung zu den Linienbussen spricht er sich für Anrufbusse aus, die Haltestellen nur anfahren, wenn sich die Fahrgäste zuvor angemeldet haben. „So können wir weiterhin auch in der Fläche Nahverkehr anbieten, ohne uns finanziell zu überfordern“, erklärte der Minister.

Auf Fragen von Bürgern hin versprach der Minister, er werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass auf dafür geeigneten Straßen außerhalb von Ortschaften Radstreifen eingerichtet werden können. Der Modellversuch „Schutzstreifen außerorts“, an dem Mecklenburg-Vorpommern federführend teilgenommen hatte, sei erfolgreich gewesen. Die Auswertung des Modellversuchs liege seit eineinhalb Jahren beim Bundesverkehrsministerium zur Entscheidung, ob die Ergebnisse in eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung münden.

Nach zwei Stunden sachlicher und konstruktiver Diskussion klang die Veranstaltung bei Kaffee, Saft und belegten Brötchen in kleineren Gesprächsrunden aus.

Rolli-Segler feiern10jähriges Jubiläum

Ueckermünde – „Der Rolli-Segler „Wappen von Ueckermünde“ sorgt nun schon seit fast auf den Tag genau 10 Jahren dafür, dass auch Menschen mit Behinderungen die Ostsee mit dem wunderbaren Haff ganz unmittelbar selbst erfahren können. Das ist ein wirklich sehr guter Grund zum Feiern“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der 10jährigen Jubiläumsfeier des Rolli-Seglers im Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung in Ueckermünde.

Auf dem ersten Großsegler Deutschlands, auf dem auch Menschen mit Behinderungen mitfahren können, werden Segeltörns nach den individuellen Wünschen der Mitsegler organisiert. Das Besondere daran sei, dass alle Teilnehmer in die Abläufe an Bord ganz selbstverständlich einbezogen würden. Insgesamt haben seit der Taufe des Rolli-Seglers rund 3 000 Crew-Mitglieder mehr Seemeilen zurückgelegt als für eine Erdumrundung nötig wären. Dahlemann: „Diese großartige Bilanz ist natürlich nur möglich, weil das Schiff komplett barrierefrei ausgebaut ist.“ Hinzu käme die Wartung und Unterhaltung, „und zwar nicht als großes kommerzielles Unternehmen, sondern als kleiner, ganz überwiegend ehrenamtlich getragener Verein.“

Für diese Leistungen wurde der Verein mehrmals ausgezeichnet, 2007 als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“, 2008 mit dem Zertifikat „Qualitätsmanagement barrierefreier Tourismus“ oder als „Verein des Jahres der ostdeutschen Sparkassen“.

Dass Menschen mit Handicap ganz selbstverständlich in unserer Gemeinschaft mit dabei seien und auch an allen Freuden des Lebens teilhaben, das bleibe ein wichtiges Ziel der Landesregierung und sei auch für Vorpommern ein ernstes Anliegen, sagte Dahlemann. „Das ist eine Frage der Würde jedes Einzelnen. Barrierefreiheit, größtmögliche Inklusivität aller Lebensbereiche, das ist für ein Land, für das der Tourismus eine so große Rolle spielt wie für Mecklenburg-Vorpommern, aber auch eine wirtschaftliche Frage“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär abschließend.

Burg Stargard: Umgestaltung des Areals auf dem Klüschenberg

Burg Stargard – Nach der Schließung des Tierparks in der Stadt Burg Stargard soll das Areal den Bürgerinnen und Bürgern als Park zur Naherholung zur Verfügung stehen. Dies ist verbunden mit einer Reihe von Abriss- und Rückbauarbeiten auf dem Gelände. Für die Bauabschnitte 1 (Rückbau der Gebäude und diverser Wegführungen) und 2 (Herrichten eines Hauptweges) hatte das Innenministerium bereits Fördermittel in Höhe von rund 229.660 EUR zur Verfügung gestellt.

Im dritten Abschnitt der Abwicklung des Tierparks soll eine neue Zufahrt auf das Gelände gestaltet werden, womit die Arbeiten auf dem ehemaligen Tierparkgelände dann abgeschlossen wären. Um auch hier die Stadt finanziell zu entlasten, reicht das Innenministerium weitere Fördermittel in Höhe von 249.370 EUR aus. Den Zuwendungsbescheid übergab Minister Lorenz Caffier heute an den Bürgermeister der Stadt Herrn Tilo Lorenz.

„Auch wenn der Tierpark Klüschenberg im letzten Jahr schließen musste, wird das Areal auf dem Klüschenberg mit seinem gut erhaltenen Eichen- und Hainbuchenbestand auch weiterhin ein reizvolles Ausflugsziel für Einheimische und Gäste sein“, ist Minister Caffier überzeugt.

Burg Stargard: Neues Feuerwehrfahrzeug übergeben

Burg Stargard – Innenminister Lorenz Caffier hat bei seinem heutigen Besuch in Burg Stargard das neue Einsatzfahrzeugs HLF 10 offiziell an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Das Ministerium hatte die Kleinstadt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bei der Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges mit über 88.300 Euro unterstützt.

„Als zuständiger Fachminister für den Brandschutz war es für mich selbstverständlich, Sie beim Kauf eines neuen Ersatzfahrzeuges zu unterstützen“, sagte Lorenz Caffier den Feuerwehrfrauen und –männern in Burg Stargard. „Ich bedanke mich ausdrücklich für Ihre Arbeit, ohne Ihren persönlichen Einsatz wäre ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz in unserem Land nicht denkbar. Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist jedoch auch eine moderne und den Anforderungen entsprechende technische Ausstattung der Feuerwehren.“

Die Freiwillige Feuerwehr Burg Stargard hat die Funktion einer Stützpunktfeuerwehr. Die bislang vorhandene Technik, ein Feuerwehrlöschfahrzeug LF 16 war überaltert und stark reparaturbedürftig. Mit der Neuanschaffung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs 10 wird der Brandschutz im gesamten Amtsbereich gewährleistet. Die Anschaffung gliedert sich sehr gut in die Alarm- und Ausrückanordnung des Amtes unter Berücksichtigung der Tageseinsatzbereitschaft ein.