Sichtbare Präsenz in der Hauptsaison

Waren/Müritz – Im feierlichen Rahmen eröffnete der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, in Waren an der Müritz am Yachthafen den Bäderdienst der Landespolizei 2017.

Vom 15. Mai bis zum 12. September 2017 werden insgesamt 202 Mitarbeiter der Landespolizei den Bäderdienst im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und des Polizeipräsidiums Rostock wahrnehmen.

Dies erfolgt durch die Umsetzung von 122 eigenen Beamten und mit Unterstützung von 80 Bereitschaftspolizisten in den Urlaubsregionen.

„Dank der engagierten Beamtinnen und Beamten, die für den Bäderdienst teilweise auf ihren eigenen Sommerurlaub verzichten, ist es uns möglich, die Streifentätigkeit für die Hauptsaison zu verstärken. Durch zusätzlich eingerichtete Wachen, patrouillierende Fahrradstreifen oder durch das Info-Mobil der Polizei sind wir schon rein optisch präsent. Wir sind durch das zusätzliche Personal aber auch in der Lage, falls nötig, unverzüglich spezielle Einsatzgruppen einzusetzen“, so Caffier.

Neben der konsequenten Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen zielt das Konzept der Landespolizei darauf ab, mögliche Straftaten wie Sachbeschädigungen und Diebstahl, Körperverletzungen oder Landfriedensbruch durch sichtbare Präsenz vielfach schon im Vorfeld zu verhindern.

„Die sichtbare Präsenz vor Ort, z.B. auf unseren Campingplätzen und Uferpromenaden sowie an unseren Stränden sehe ich als eine der wichtigsten Aufgaben der Polizei im Bäderdienst. Die Erfahrungen der Vorjahre zeigen, dass es uns hierdurch möglich ist, Straftaten zu verhindern oder sie gegebenenfalls sofort erkennen und schnell reagieren zu können“, erklärte der Minister in seiner Rede.

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Polizeiinspektionen, den Kommunalbehörden und Präventionsräten sowie den regionalen Saisonräten, Campingwirten und anderen Akteuren der Tourismusbranche, welche bereits lange vor Saisonbeginn anfange, habe sich das detaillierte Sicherheitskonzept bereits über 25 Jahre bewährt, führte Caffier aus. Der guten Vorbereitung und vertrauensvollen Zusammenarbeit sei es zu verdanken, dass statt besonderer Vorkommnisse im Rahmen des Bäderdienstes vielmehr zahlreiche positive Reaktionen auf die Bäderpolizei zurückgemeldet würden.

Neben dem Minister waren auch höchste Vertreter der Landespolizei und zahlreiche Besucher zur feierlichen Eröffnung erschienen. Traditionell wartete auch wieder ein buntes Rahmenprogramm auf alle Gäste. So stand nicht nur Möwe Clara als Fotomotiv, sondern auch ein Teil der Diensthundestaffel und eine Technikschau für Vorführungen bereit. Interessierte konnten sich zusätzlich an zahlreichen Ständen über die Landespolizei und ihre Arbeit informieren.

Die Veranstaltung wurde von den Klängen der Dixieland-Jazz-Band des Landespolizeiorchesters untermalt, welches den Anlass dazu nutzte, dem Minister die neue Musik-CD des Landespolizeiorchesters offiziell zu übergeben.

Haushalt 2017 des Landkreises Vorpommern-Rügen genehmigt

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa hat über den Haushalt 2017 des Landkreises Vorpommern-Rügen entschieden. Mit der nunmehr zulässigen Veröffentlichung der Haushaltssatzung ist die Zeit der vorläufigen Haushaltsführung beendet und der Landkreis kann geplante neue Investitionen beginnen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen der letzten Jahre kann der Landkreis im Finanzhaushalt erstmalig seit der Umstellung auf die kommunale Doppik im Jahr 2012 mit einem Plus von ca. 2,6 Mio. Euro in das Jahr 2017 starten. Für das laufende Jahr 2017 plant der Landkreis allerdings erneut ein Defizit von rund 7,7 Mio. Euro. Der Haushaltsausgleich sollte auch im Jahr 2017 das Ziel sein, daher hat das Innenministerium die Vorgabe gemacht, das geplante Defizit um rund 4,2 Mio. Euro zu verringern.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die Konsolidierungsbemühungen des Landkreises der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus, wie der Finanzhaushalt zeigt. Mit Blick auf die großen Herausforderungen der kommenden Jahre ist das eine gute Basis. Wichtig für eine weitere positive Entwicklung ist jetzt, die konsequente und disziplinierte Haushaltsführung beizubehalten.“

Positiv hervorzuheben ist auch, dass es dem Landkreis gelingt, schon das zweite Jahr in Folge trotz Investitionen insbesondere in Straßen und Schulen auf die Aufnahme von Investitionskrediten zu verzichten. Dies führt dazu, dass in künftigen Jahren keine neuen Zins- und Tilgungslasten auf den Landkreis zukommen.

Verkehrssituation am Gewerbepark Vierow muss sich entspannen

Vierow – Die Gemeinde Vierow im Landkreis Vorpommern-Greifswald plant die weitere Erschließung des Gewerbestandortes am Hafen Vierow. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph informierte sich am Montag über den Gewerbestandort und bestätigte vor Ort die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium für die geplanten Erweiterungsmaßnahmen.

„Der Hafen Vierow hat eine beeindruckende Entwicklung vorzuweisen. Das bringt allerdings auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für den Gewerbepark mit sich. Um die Zufahrtsstraße zu entlasten, die Abfertigung auf Straße und Schiene zu effektivieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, muss dringend neue Logistikfläche für ansässige Firmen ertüchtigt werden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

Nach Angaben der Hafen-Betreibergesellschaft lag der durchschnittliche Jahresumschlag in den letzten Jahren zwischen 600.000 und 800.000 Tonnen. An den zwei Liegeplätzen des Hafens beträgt die Wassertiefe siebeneinhalb Meter, so dass Schiffe mit bis zu 8.000 tdw (tdw = „tons deadweight all told“, bezeichnet die Gesamt-Tragfähigkeit eines Handelsschiffes) beladen werden können. Um den zunehmenden Lieferverkehr besser zu leiten, ist unter anderem vorgesehen, öffentliche Logistikfläche für bis zu 40 LKW, Sanitäranlagen für die Fahrer sowie eine Schleuse für die Reinigung von Reifen zu errichten.

„Der Hafen in Vierow und seine angrenzenden Industrie- und Gewerbeflächen bieten den Nutzern gute Möglichkeiten für den reibungslosen Gütertransport zu Wasser und zu Land. Vor allem Dank der direkten Lage an der Bundeswasserstraße, dem eigenen Gleisanschluss für Güterzüge sowie der durchgehenden Zugänglichkeit ohne Brücken und Schleusen für Schiffe bestehen vor Ort grundsätzlich gute Standortbedingungen für Umschlag und Lagerung von Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und anderen Ernährungsgütern. Jetzt gilt es, die Bedingungen vor Ort zu optimieren und zukunftsfest zu machen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 1,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.

Flüge aus Österreich und der Schweiz starten in Kürze

Insel Usedom – Am Sonnabend fand auf dem Heringsdorfer Flughafen (Insel Usedom) die traditionelle Saisonauftaktfeier mit Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe statt. „Der Flughafen hat sich gut entwickelt. Er ist ein wichtiger Faktor für die Tourismus- und Wirtschaftsregion Insel Usedom und Vorpommern. Wir haben noch deutliches Potenzial für mehr ausländischen Gäste in Mecklenburg-Vorpommern. Insofern ist es gut, wenn wir die Möglichkeiten der Erreichbarkeit der Gäste für unser Land auch weiter verbessern“, sagte der Wirtschaftsminister Glawe.

„Der Saisonauftakt mit unseren Mitstreitern in der Region aus der Tourismusbranche, Politik und Verwaltung ist immer eine gute Gelegenheit, über die neuesten Entwicklungen und Zukunftschancen bezüglich des Flughafens Heringsdorf ins Gespräch zu kommen. Auch in diesem Jahr haben wir einige Abläufe neu gestaltet, verbessert und uns viel vorgenommen“, betonten Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Raulin.

Der Wirtschaftsminister nutze das Treffen, um die mit Unterstützung des Landes neu angeschafften Vorfeldmaschinen sowie die Feuerwehr und die umgesetzten Investitionsmaßnahmen im Linienbetrieb in Augenschein zu nehmen. „Mit der erfolgten Anpassung der Sicherheitstechnik an die geltenden Standards und den weiteren noch anstehenden Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung des Flughafens Heringsdorf werden wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des internationalen Tourismus in der Region und somit auch für den Erhalt bestehender und die Ansiedlung neuer Betriebe geschaffen“, so Glawe weiter.

So haben sich seit Saisonstart am 8. April schon die neue 18stufige Passagiertreppe, die Ground Power Unit, eine Bodenstromversorgung für Flugzeuge, ein Elektrokleinschlepper für Bodengeräte und Gepäckhänger sowie eine Gepäckförderanlage zur Verladung in Luftfahrzeuge bestens bewährt. Die Verbesserungsmaßnahmen am Inselairport unterstützte das Wirtschaftsministerium mit einem Zuschuss von 1,15 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 1,54 Millionen Euro.

Der Linienverkehr startete in Heringsdorf am 8. April mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich wieder mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines auch wieder die Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. Im Spätsommer ab dem 2. September folgt die Germania mit einem Flugangebot aus Dortmund, das von Usedom aus zum direkten Weiterflug nach Palma de Mallorca genutzt werden kann. Im vergangenen Jahr nutzten insgesamt 42.160 Fluggäste den Heringsdorfer Flughafen, davon 22.497 Linienflugpassagiere.

Die Insel Usedom konnte 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 1.08 Millionen Ankünfte (+6,3%) und 5.36 Millionen Übernachtungen verzeichnen (+4,7%). Sie kann damit an den positiven Trend des Vorjahres (Ankünfte +5,5%; Übernachtungen +2,8%) anknüpfen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von 4,0 Nächten.

Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis.

„Luthers Norden“ – Ausstellung in Greifswald eröffnet

Greifswald – „Von der Reformation vor 500 Jahren wird unser Leben heute noch beeinflusst“, sagt Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) anlässlich der Ausstellungseröffnung im Pommerschen Landesmuseum.

„Der Luther-Getreue Johannes Bugenhagen hat hier in Norddeutschland die Reformation zum Erfolg geführt. Er hat das kirchliche und gesellschaftliche Leben auf ganz neue Grundlagen gestellt und die Kirchenordnungen z.B. für Hamburg, Lübeck und Dänemark verfasst. Neben den Kirchenfragen regelte er auch die Armenfürsorge und die Schulgesetzgebung. Dass er im Jahre 1534 Mädchen die Schule ermöglicht hatte, galt damals als hochmodern. Den sozialen Problemen der Bettler und Waisenkinder und auch vielen Frauen versuchte Johannes Bugenhagen in den Kirchenordnungen zu begegnen“, sagt Ministerin Hoffmeister zur Ausstellungseröffnung „Luthers Norden“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Das Justizministerium ist für Kirchenangelegenheiten zuständig und unterstützt das Projekt „Luthers Norden“ mit insgesamt 30.000 Euro für die Jahre 2016 und 2017. Die Ausstellung wurde von der Nordkirche sowie den Landesmuseen in Greifswald und in Schleswig konzipiert. Sie verbindet Gemälde, Kunsthandwerk und moderne Technik wie Animation, Hörstation und Medientische, um die Wirkungen der Reformation Norden zu verdeutlichen.

„Das Reformationsjahr bietet viele Höhepunkte allein hier in unserem Land. So viele Gemeinden sind engagiert dabei, um an den Auf- und Umbruch vor 500 Jahren zu erinnern. Immerhin wird unser Leben noch heute von der Reformation beeinflusst. Nach der Ausstellung im Pommerschen Landesmuseum freue ich mich schon auf das Musical Bugenhagen, das vom Bibelzentrum Barth inszeniert wurde und in Greifswald im Juni uraufgeführt wird. Auch der Bibelwettbewerb widmet sich der Reformation. Es werden zurzeit alle Einsendung ausgewertet“, so die Ministerin.

Ministerin Drese für stärkere familienorientierte Arbeitszeitgestaltung

Schwerin – Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai spricht sich Sozialministerin Stefanie Drese für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus.

„Kindererziehung, die Pflege von Angehörigen und die eigene berufliche Karriere ist nicht nur, aber vor allem für Frauen oft ein alltäglicher Spagat. Doch auch Männer möchten zunehmend mehr am Familienleben teilhaben“, betont Ministerin Drese. So zeigten Untersuchungen, dass rund 60 Prozent der Eltern in Deutschland mit Kindern unter drei Jahren es ideal fänden, sich ihre Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlicher aufzuteilen.

Dafür seien flexible Zeitkonzepte in Unternehmen und Betreuung notwendig. „Wir brauchen zudem Aushandlungsprozesse zu Fragen der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben, innerhalb einer Partnerschaft, zwischen Unternehmen und ihren Angestellten“, so die Ministerin.

Wichtig sind nach Ansicht von Drese weitere Anstrengungen von Politik und Arbeitgeberseite zur Verbesserung der Rahmenbedingungen. „Dazu gehören mehr Betriebskitas, Betreuungsplätze in den Randzeiten und Kurzzeitpflegeplätze. Aber es geht auch generell um eine Modernisierung der Arbeitskultur mit familienorientierter Arbeitszeitgestaltung, möglichst bedarfsgerecht und zugeschnitten auf individuelle Lebensumstände“, so Drese. „Wir müssen Menschen in ihren ganz unterschiedlichen Lebensphasen mehr Optionen bei der Arbeits- und Lebenszeitgestaltung geben.“

Kunsthalle Rostock: Grundsteinlegung für Schaudepot

Ministerin Hesse: Beachtliche Sammlung ostdeutscher und skandinavischer Kunst

Rostock – Die Bauarbeiten für ein neues Schaudepot der Kunsthalle Rostock kommen voran. Kulturministerin Birgit Hesse hat heute, am diesjährigen Tag der Städtebauförderung, an der Grundsteinlegung für das Schaudepot teilgenommen. Das neue Gebäude wird auf zwei Etagen auf rund 1.100 Quadratmetern zusätzliche Ausstellungs- und Depotflächen schaffen. Das Schaudepot soll im Herbst 2018 zum 800-jährigen Stadtjubiläum der Hansestadt Rostock fertiggestellt sein.

„Ein Schaudepot ist etwas ganz Besonderes“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Museen können nur eine Auswahl ihres Bestandes in Ausstellungen präsentieren. Mit dem Schaudepot soll die Kunsthalle mehr Raum für Ausstellungen erhalten und den Besucherinnen und Besuchern weitere Einblicke möglich machen. Die Kunsthalle Rostock verfügt über eine beachtliche Sammlung ostdeutscher und skandinavischer Kunst, die mehr als 10.000 Kunstwerke umfasst, darunter vor allem Gemälde, Grafiken und Plastiken“, erläuterte Hesse.

Die Kunsthalle Rostock zählt zu den wichtigsten Architektur-Denkmalen der DDR-Moderne. National renommierte Maler, Bildhauer und Fotografen haben in dem traditionsreichen Haus am Schwanenteich ihre Arbeiten ausgestellt: unter ihnen Arno Rink, Gerhard Richter, Georg Baselitz, Richard Serra, Norbert Bisky und Eugenio Recuenco.

„Um die nationale Wahrnehmung der Kunsthalle voranzubringen, attraktive Ausstellungen durch Leihgaben anbieten zu können und dadurch eine weitreichende internationale Vernetzung zu erreichen, ist eine Erweiterung notwendig“, sagte Kulturministerin Hesse. „Zudem kann die Kunsthalle künftig ihren Arbeitsschwerpunkt angemessen öffentlich präsentieren und das Ziel, sich als Kompetenzzentrum für osteuropäische Kunst zu profilieren und Kunst aus diesem Raum zu zeigen, weiter verfolgen“, so die Ministerin.