150 Jahre Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen

Nienhagen – Innenminister Lorenz Caffier hat der Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen im Landkreis Rostock zum 150. Gründungsjubiläum gratuliert. „Nienhagen kann mit Stolz auf seine Feuerwehr blicken“, sagte der Minister auf der Jubiläumsfestveranstaltung heute in Nienhagen. „Was vor genau 150 Jahren als Spritzenverband für die Gemeinden Rethwisch, Börgerende und Nienhagen mit 30 Hilfsleuten begann, ist heute eine hochprofessionelle Truppe von 101 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten“, lobt Innenminister Caffier.

Am 15. Mai 1867 hatte sich der Spritzenverband zusammengefunden, um Hilfe und Beistand in Not und Gefahr für die Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region zu leisten. „Dieses Einstehen für die Nachbarn, das persönliche Engagement, ist bis heute die Grundidee des Brand- und Katastrophenschutzes in unserem Land – egal ob bei den freiwilligen Einsatzkräften oder den Angehörigen der Berufsfeuerwehr“, betont Brandschutzminister Caffier. Er dankt zugleich auch den Feuerwehrleuten für ihre stetige Einsatzbereitschaft. In diesen Dank schließt er auch die Familien, Angehörigen und Partner der Einsatzkräfte ein, ohne deren Verständnis und Rückhalt die Feuerwehrleute ihren Dienst nicht leisten könnten.

Minister Caffier lobt zugleich die aktive Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen. Die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr verdeutlichen das große Engagement auf diesem Gebiet. „Das ist wichtig für die personelle Sicherung des Brandschutzes in der Zukunft. Es ist aber auch ein toller Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche“, sagt der Innenminister.

Die erste Löschtechnik des Spritzenverbandes bestand aus einem Küben und einem Wasserwagen. 1939 erhielt die Wehr ihre erste Tragkraftspritze und das erste Löschfahrzeug konnte die Wehr 1962, es war ein ausrangierter Krankenwagen vom Typ K30, übernehmen.

1960 konnte als Höhepunkt für die Wehr der Bau und die Einweihung des Gerätehauses in der Gemeinde gefeiert werden. 1971 erhielten die Kameraden die Genehmigung zum Ausbau des Gerätehauses, es wurde

ein Schulungsraum und ein Stellplatz für den neuen Schlauchanhänger geschaffen. Die Kameraden führten diesen Umbau in Eigeninitiative durch. Dann erhielt die Wehrdas erste Löschfahrzeug mit Schlauchanhänger.

„Die Kameradinnen und Kameraden hatten bei vielen sportlichen Wettkämpfen oftmals die Nase vorn und gingen als stolze Sieger vom Platz“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Körperliche Fitness und Sport bilden nach wie vor eine der entscheidenden Grundlagen für die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren.

Neben dem Gewinn vieler Kreismeistertitel sowie erfolgreicher Beteiligung an Landeswettkämpfen der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen, ist als besonderer Erfolg der Sieg von der Frauenmannschaft bei den Landesmeisterschaften im September 2002 herauszustellen.

Acht Mitglieder der Feuerwehr Nienhagen nahmen im Team MV an den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock im Juli 2016 teil. Die Frauenmannschaft belegte den 1. Platz und die Männermannschaft holte den 3.Platz.

„Danke dafür, dass Sie Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Danke dafür, dass Sie Ihr Leben riskieren, um unseres zu schützen. Ohne Ihr Engagement könnten wir den Brandschutz in Deutschland nicht gewährleisten“, sagte Innenminister Caffier abschließend und wünschte allen noch ein schönes Jubiläumsfest.

SEETELHOTELS feiert 25jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) hat am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Hotelgruppe der Familie Seelige-Steinhoff gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). „Das familiengeführte Unternehmen SEETELHOTELS hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Hotelgruppe stetig um weitere Übernachtungsmöglichkeiten erweitert und das Angebot für die Gäste vielfältig ergänzt. Diese Erfolgsgeschichte ist geprägt durch das unermüdliche Engagement der Gründerfamilie. Heute gehört SEETELHOTELS zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Vorpommern. 450 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Hotelgruppe verfügt über mehr als 950 Zimmer, die Angebote reichen dabei vom Drei-Sterne-Familienresort bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Insgesamt hat die Unternehmerfamilie an den Standorten Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Trassenheide in den vergangenen 25 Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit knapp 27 Millionen Euro unterstützt. Zuletzt wurden das Hotel Kaiserstrand Beachhotel und die Villa Gerda in Bansin eröffnet. Zu den SEETELHOTELS gehört auch die Privatbrauerei zu Heringsdorf. In dem Usedomer Brauhaus werden vier verschiedene Biere mit einer Gesamtkapazität von über 2.400 Hektolitern pro Jahr gebraut sowie edle Brände destilliert und Liköre kreiert.

„Besonders hervorzuheben ist auch das starke Engagement des Unternehmens für die Region. Neben der Unterstützung kultureller und kulinarischer Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen auch Klassenpatenschaften, geht Schulkooperationen ein und fördert die heimischen Vereine. Das zeigt die hohe Identifikation mit der Insel Usedom und ihren Menschen“, sagte Glawe.

Gemeinsam mit anderen Hoteliers der Insel Usedom unterstützt die SEETELHOTELS-Gruppe die Entwicklung des Flughafens Heringsdorf. Die Unternehmer übernehmen Garantien für den Flugticketverkauf, um so regelmäßige Flüge aus verschiedenen Quellgebieten zu ermöglichen. Am Flughafen startete am 8. April der Linienverkehr mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. „Die Kooperation zwischen dem Flughafen und den Hotels trägt entscheidend dazu bei, die Attraktivität der Urlaubsregion weiter zu erhöhen und auch in der Vor- und Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. 2016 wurden im Seeheilbad Heringsdorf (Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf) mehr als 479.000 Ankünfte (+5 Prozent) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+4,6 Prozent) gezählt.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Europäischer Natura 2000 – Tag am 21. Mai

Schwerin – „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann die Welt verändern…“ Und er kann auch Natur und Menschen verbinden. Die Schmetterling – Handgeste (hochgehaltene Hände mit sich kreuzenden Daumen) ist zum Zeichen des NATURA 2000 – Tages geworden, der am 21.5. europaweit begangen wird. In allen europäischen Mitgliedstaaten sind die Menschen eingeladen, NATURA 2000 – Schutzgebiete kennenzulernen.

Über 27000 solcher Schutzgebiete gibt es in Europa, davon 296 auf über 1 Mio. Hektar, also 34,5 % der Fläche in Mecklenburg-Vorpommern. Sie beherbergen viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten und über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften. Und sie sollen dazu beitragen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. „Vieles, was uns selbstverständlich erscheint, wie zum Beispiel saubere Luft zum Atmen und gesundes Grundwasser zum Trinken, ist eng mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und mit einer nachhaltigen Nutzung unserer Landschaften verbunden“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Deshalb haben sich die europäischen Mitgliedstaaten schon frühzeitig zum Aufbau des NATURA 2000 – Netzes bekannt. So wurde im Jahr 1979 die Vogelschutzrichtlinie verabschiedet und 13 Jahre später, vor genau 25 Jahren, die sogenannte FFH-Richtlinie (Fauna – Flora – Habitat – Richtlinie). Beide Richtlinien enthalten wichtige Vorgaben für die Etablierung von NATURA 2000 Schutzgebieten und nachhaltigen Landnutzungsformen.

„Vieles wurde seitdem erreicht, vieles bleibt zu tun aber der NATURA 2000 – Tag darf gefeiert werden, vielleicht mit einer Tour durch ein NATURA 2000 – Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Die Broschüre „Natur erleben, Naturschutz verstehen – Natura 2000 – das europäische Naturschutznetz in M-V mit Wandertouren“ lädt mit Tourentipps wie „Moor und Sumpf und keine nassen Füße – Mit dem Fahrrad rund um das Rauhe Moor“ oder „Salzige Luft und Wattwurmgetümmel – Küstenwanderung von der Wohlenberger Wiek nach Wismar“ zum Entdecken und Kennenlernen ein“, sagte der Minister.

Jugend- und Familienminister/innenkonferenz mit wichtigen Beschlüssen

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Quedlinburg – Ministerin Stefanie Drese zieht ein positives Fazit nach der Jugend- und Familienminister/innenkonferenz (JFMK) der Länder und des Bundes am 18./19.5. in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt).

Die von Mecklenburg-Vorpommern miteingebrachten Anträge zu den Themen „Digitalisierung: Neue Chancen für Familien“ sowie „Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher“ wurden einstimmig angenommen. Zudem beschloss die JFMK die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten „Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz“ im Bereich der frühen Bildung.

„Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Erhalt der hohen Qualität in unseren Kitas sind für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns zwei ganz wichtige Bereiche. Deshalb ist es sehr gut, dass wir uns länderübergreifend und mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf gemeinsame Maßnahmen verständigt haben“, betont Ministerin Drese.

Im Bereich der Kita-Fachkräftegewinnung gehöre dazu die Prüfung einer verbesserten Förderung durch die Arbeitsverwaltung (u.a. durch Förderung eines dritten Ausbildungsjahres), die Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle und Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Ausbildung. Drese: „Hier stieß unser neuer praxisintegrierter Ausbildungsgang auf großes Interesse meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir wollen mit diesem zusätzlichen Angebot junge Menschen ansprechen, sich für einen Beruf in der Kita zu entscheiden und wir wollen auch Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger gewinnen.“

Ausdrücklich begrüßt Ministerin Drese, die Zusage von Bundesfamilienministerin Schwesig, dass sich der Bund über seine bisherigen Unterstützungsleistungen hinaus, grundlegend und dauerhaft an der Finanzierung des Systems der Kindertagesbetreuung beteiligt. „Wichtig ist zudem, dass länderspezifische Zielvereinbarungen zwischen Bund und Ländern geschlossen werden können“, so Drese. „Wir haben mit unserem hohen Ausbaustand ganz andere Bedarfe als die West-Bundesländer. Dass wird nun berücksichtigt“, verdeutlicht Drese.

„Gerade in einem Pendlerland wie MV kann mobiles Arbeiten Müttern und Vätern Fahrten ersparen und damit mehr Zeit und Flexibilität für die Familie ermöglichen“, sagte Ministerin Drese zum einstimmig beschlossenen Digitalisierungs-Antrag. Hierfür bedürfe es eines grundlegenden Wandels gängiger Unternehmenskultur. Drese: „Ziel muss eine familienfreundliche Unternehmenskultur sein, die mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen ansieht, deren Tätigkeit sich hierfür eignet. Gleichzeitig gilt es, eine familienbelastende Entgrenzung von Familie und Arbeit zu verhindern“, so Ministerin Drese.

Europa-Projekttag der Schulen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese und die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, beteiligen sich am kommenden Montag (22. Mai) aktiv am bundesweiten EU-Schulprojekttag.

Initiiert wurde dieser Projekttag 2007 aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Er war als einmalige Initiative gedacht, hat sich jedoch aufgrund des regen Zuspruchs von Schulseite verstetigt und findet in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt. Der EU-Projekttag soll dazu beitragen, Europa zu entdecken und mitzugestalten. Durch Diskussionen mit Politikern und Vertretern europäischer, aber auch nationaler sowie regionaler Institutionen und Einrichtungen soll das Interesse der Schülerinnen und Schüler am europäischen Projekt geweckt und das Verständnis für das Funktionieren der Europäischen Union vertieft werden.

Ministerin Drese wird im Friderico-Francisceum Gymnasium Bad Doberan mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 über Europa und die Europäische Union diskutieren. „Wir brauchen dringend neue Impulse gerade aus der jüngeren Generation, um Fehlentwicklungen zu korrigieren und die Begeisterung für Europa wieder zu wecken“, so Drese. „Gleichzeitig wissen viele gar nicht, dass gerade unser Bundesland auch finanziell in den vergangenen 25 Jahren sehr stark von europäischen Förderprogrammen wie den Europäischen Sozialfonds (ESF) profitiert hat und weiterhin profitiert.“

Die Integrationsbeauftragte Dagmar Kaselitz ist am 22. Mai an zwei Schulen in Penzlin und Möllenhagen unterwegs. In Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 stehen dabei die jüngsten Flüchtlingsbewegungen nach Europa im Mittelpunkt. „Angesprochen werden soll die mangelnde europäische Solidarität bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen“, so Kaselitz. „Aber es geht auch um Vorbehalte und Kontaktmöglichkeiten mit Geflüchteten in ländlichen Regionen.“ In Penzlin unterstützt die Integrationsbeauftragte Kaselitz zudem den Europatag der Regionalen Schule mit Grundschule „Johann Heinrich Voss“, der dort an der ganzen Schule gestaltet wird.

Caffier: Linksfraktion gönnt der Landesregierung die Einigung mit den Kommunen ums Geld nicht und kneift!

Schwerin – Auf Antrag der Oppositionsfraktion des Landtages Mecklenburg-Vorpommern Die Linke war in seiner 14. Sitzung des Landtages vorgesehen, dass Innenminister Lorenz Caffier für die Landesregierung eine Regierungserklärung zu den Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen abgibt. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen zog die Fraktion Die Linke ihren eigenen Antrag allerdings zurück.

„Das heutige Verhalten der Linksfraktion ist nicht nur schlechter politischer Stil, es wird auch der Verantwortung, die auch die Parlamentarier der Linken gegenüber unseren Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern haben, keineswegs gerecht“, erklärt Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „Offenbar kann es die linke Opposition nicht verkraften, wenn Landesregierung und Kommunale Verbände sich nach intensiven, langen und sicher auch kritischen Gesprächen auf einen gemeinsamen Weg verständigen.“

Letzte Woche wurde in der Sitzung des FAG-Beirates ein Durchbruch erzielt. Die Landesregierung und die kommunalen Landesverbände haben sich auf einen gemeinsamen Beschluss und einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt.

Nach dem Beschluss des FAG-Beirates sind sich Landesregierung und Kommunale Verbände einig, dass das Finanzausgleichsgesetz in zwei Stufen reformiert wird. Die erste Stufe soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Folgende Punkte werden dann umgesetzt:

  • Erstens. Aufgrund einer angepassten Berechnungsmethode wird die Finanzausgleichsmasse zukünftig um 34,15 Mio. Euro aufgestockt. Die Beteiligungsquote steigt damit von 33,99 % auf 34,496 %. Die zusätzlichen Mittel werden damit systemisch, also dauerhaft gezahlt. „Ein lang gehegter Wunsch der Kommunen“, so Innenminister Lorenz Caffier.
  • Zweitens. Knapp 10 Mio. Euro fließen zusätzlich an die Kommunen für Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises. Bisher wurden diese Mittel aus der Schlüsselmasse entnommen. Zukünftig fließen sie aus dem Landeshaushalt.
  • Drittens. Die Bundesmittel aus dem 5-Milliarden-Euro-Entlastungspaket werden den Kommunen in unserem Land vollständig zur Verfügung gestellt. Das sind etwa 80 Mio. Euro jährlich. Davon fließen jedes Jahr rund 35 Mio. Euro in einen Fonds zum Abbau kommunaler Schulden.
  • Viertens. Steuerschwache und kinderreiche Gemeinden und Städte werden finanziell gestärkt. Wir erhöhen die Ausgleichsquote für die Verteilung der Gemeindeschlüsselzuweisungen in zwei Schritten von 60 auf 70 Prozent.
  • Fünftens. Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass die Nivellierungshebesätze für die nächsten Jahre festgeschrieben. Hierzu Innenminister Caffier: „Dieses technische Detail ist sehr wichtig. Es führt dazu, dass Gemeinden und Städte nicht mehr gezwungen sind, ständig ihre Hebesätze zu erhöhen. Die Steuerspirale ist durchbrochen!“

„Die Linksfraktion sollte sich bewusst sein, dass die beschlossenen Maßnahmen auch den Bürgermeistern und Gemeindevertretern mit linkem Parteibuch zugutekommen. Ich fordere die Linksfraktion daher auf, die Landesregierung und Kommunalen Verbände bei dem beschlossenen Weg zu unterstützen! Denn nur gemeinsam, Landesregierung, Landtag und Kommunen, können wir den kommunalen Finanzausgleich zukunftsfest ausgestalten“, so Innenminister Caffier abschließend.

Bio-Bauern auf Achse: Erster Bio-Genussmarkt kommt nach Schwerin

Schwerin – Heute findet unter dem Motto „LAND WIRT SCHAF(F)T ZUKUNFT – Bio-Bauern auf Achse“ zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern der Bio-Genuss-Markt statt. Auf dem Hafenfest am Marstall in Schwerin geben 16 Aussteller, darunter Landwirte und Öko-Verbände, Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die ökologische Wirtschaftsweise.

„Das Hafenfest in Schwerin bietet der Bio-Branche eine weitere große Plattform, um sich einem breiten Publikum vorzustellen. Interessierte haben die Möglichkeit, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen und mehr über einzelne Regionen zu erfahren. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Stützpfeiler für eine erfolgreiche Entwicklung des ökologischen Landbaus. Auch hier gilt die goldene Regel: Transparenz schafft Vertrauen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus, der die Veranstaltung besuchen wird.

Wie wird aus Milch Butter? Wie aus Getreide Brot? Oder wie entsteht Honig? Auf einer Spielstraße können Gäste an fünf Mitmachstationen die Besonderheiten des Ökolandbaus erfahren und sich ein Diplom als „Bio-Botschafter“ erarbeiten. Für die kleinen Besucher wird es einen interaktiven Kinder-Mitmach-Bauernhof geben.

Unterstützt wird der Bio-Event vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ländlichfein e.V., dem Netzwerk Ökologischer Landbau der Landesforschungsanstalt MV und den beteiligten Unternehmen.

Mit Stand vom 31.12.2016 sind hierzulande 1.099 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. 843 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 132.200 ha Landwirtschaftsfläche ökologisch – fast jeder fünfte Betrieb.

Damit liegt der Öko-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hierzulande bei 9,85 %. Dies ist ein Spitzenwert im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für das Jahr 2016 von ca. 7,0 %. Damit nimmt unser Land sowohl hinsichtlich der Wirtschaftskraft als auch im Rahmen der Behördenarbeit eine führende Rolle ein.

Ein weiterer Flächenzuwachs wird zudem in 2017 erwartet. Bereits in den ersten 4 Monaten sind weitere 2.000 ha im Kontrollverfahren von 19 Landwirtschaftsbetrieben angemeldet worden.