Landesgeschäftsstelle M-V für das Maritime Cluster Norddeutschland e.V. eingerichtet

Rostock – Ab Sonnabend, dem 01. Juli 2017, steht die Landesgeschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern für das Maritime Cluster Norddeutschland e.V. zur Verfügung. Die Geschäftsstelle ist bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock angesiedelt, wo auch der Maritime Ausschuss der IHKs in MV ansässig ist. „Unser Land erhält somit eine zentrale Anlaufstelle für maritime Interessen innerhalb des norddeutschen Verbundes. Das ist ein weiterer Schritt zum Ausbau der Zusammenarbeit der norddeutschen Länder“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. „Die maritime Wirtschaft ist ständig in Bewegung. Der stetige Wandel stellt die in der Branche tätigen Unternehmen vor große Herausforderungen, bietet aber auch Chancen, sich in neuen Märkten zu positionieren. Mit dem gemeinsamen Verbund der norddeutschen Länder wollen wir im Schulterschluss die maritime Wirtschaft stark, wettbewerbsfähig und nachhaltig aufstellen“.

„Wir als IHK haben uns über diese Initiative sehr gefreut, weil sie ein wichtiges Werkzeug ist, um im internationalen Wettbewerb dabei zu sein. Hier lassen sich Kompetenzen bündeln, wir können uns den internationalen Herausforderungen stellen und vor allem die Stärkung der maritimen Industrie gemeinsam angehen“, so Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock. „Die maritime Wirtschaft gehört zu den strukturbestimmenden Branchen in Mecklenburg-Vorpommern, ist aber logischerweise stark überregional und international orientiert. Die Vernetzung in Norddeutschland ist daher für die Unterstützung der Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern sehr hilfreich. Daher ist die Ansiedlung der Landesgeschäftsstelle des MCN in der IHK zu Rostock ein starkes Signal an die Unternehmen des Landes, mit ihren Wünschen und Anregungen auf die Geschäftsstelle zuzugehen.“

In dem Verein Maritimes Cluster Norddeutschland e.V. sind die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Schleswig-Holstein vertreten. Jedes der beteiligten Länder unterhält eine eigene Landesgeschäftsstelle. „Deren Aufgabe es ist, als Dienstleister für die maritimen Unternehmen zu agieren, die weitere Verstetigung und Verbesserung der länderübergreifenden Vernetzung zu unterstützen und den regelmäßigen Dialog zwischen den beteiligten Akteuren zu befördern“, so Glawe weiter. Alle regionalen Geschäftsstellen sollen in einheitlicher Form und mit einheitlichem Auftritt nach außen als integraler Bestandteil des gesamten Maritimen Clustermanagements Norddeutschland im Rahmen des Arbeitsprogramms und des Wirtschaftsplans des MCN e.V. agieren.

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) wurde 2011 gegründet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in der norddeutschen maritimen Branche zu stärken und zu fördern. Zunächst arbeiteten die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in dem länderübergreifenden Cluster zusammen, 2014 kamen auch Bremen und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Seit Anfang 2017 agiert das MCN als Verein.

Das Maritime Cluster Norddeutschland verschafft der maritimen Wirtschaft eine Stimme. Der Verein bündelt die weitgefächerten Kompetenzen der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Außerdem schafft er Plattformen für einen Dialog der Akteure untereinander und fördert so Schnittstellen zu anderen Branchen. Er unterstützt unter anderem bei der Suche nach Innovationspartnern, berät zu Fördermitteln und vermittelt Kontakte in die maritime Branche. Aktuell sind nach Vereinsangaben 257 Unternehmen und Institutionen der maritimen Branche Mitglied im MCN. Das Cluster ist mit Geschäftsstellen in Bremen, Elsfleth, Hamburg, Kiel und Rostock in den fünf norddeutschen Bundesländern vor Ort.

Ausbau der Kreisstraße zwischen Goddin und Grischow

Goddin – Für den Ausbau der Kreisstraße DM 35 zwischen Goddin und Grischow erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einen Zuschuss in Höhe von 417.400 Euro. Die Gesamtausgaben der Baumaßnahme betragen rund 900.000 Euro. Zuwendungsfähig sind rund 835.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte plant in der Gemeinde Ivenack die Kreisstraße DM 35 in einem zweiten Bauabschnitt vom Bahnübergang Goddin bis zur Ortslage Grischow grundhaft auszubauen. Die Fahrbahn soll dabei auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern in einer Breite von 5,50 Metern in Asphaltbauweise hergestellt werden.

Die Kreisstraße DM 35 ist eine wichtige überörtliche Straße, die eine Verbindung zwischen der Bundesstraße 104 und der Landesstraße 273 darstellt. Die Fahrbahn besteht zurzeit zum Teil nur aus drei Meter breiten Betonplatten und einem 1,50 Meter breiten unbefestigten Seitenstreifen. Die Betonplatten sind stark verschlissen, so dass die Fahrbahn sehr uneben ist. Eine funktionierende Straßenentwässerung ist nicht vorhanden und wird im Rahmen der Bauarbeiten mit hergestellt.

Arbeitsmarkt M-V Juni 2017

Schwerin – Der Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen. Im Land waren im Juni nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.900 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.900 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 8,0 Prozent (Vorjahresmonat Juni: 9,2 Prozent). „Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Die Konjunktur läuft. Erfreulich ist auch, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit alle Altersgruppen betrifft. Dies sind auch Zeichen für eine Belebung der regionalen Wirtschaft im Land. Der Tourismus zieht an. Wichtig ist mir, dass in dieser Branche aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden. Dies erreichen wir u.a. durch Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. „Wir wachsen weiter im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Deutlich wird dabei, dass vor allem im Bereich der Gesundheitswirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe mehr Jobs entstehen. Ziel bleibt es, durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.“

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe machte bei Betrachtung der Arbeitsmarktzahlen auf die regionalen Unterschiede aufmerksam. „Hier müssen wir ansetzen. In Vorpommern und in Teilen Mecklenburgs variieren die Zahlen im Vergleich zu Westmecklenburg deutlich. Hier müssen wir die Stellschrauben in der regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung anziehen und die Förderung spezifischer machen“, erläuterte der Minister. Neue Fördermöglichkeiten werden im Rahmen des Arbeitsmarktforums am Montag in Stralsund vorgestellt (Pressegespräch: 09:45 Uhr im Stralsunder Rathaus, Raum Stadtwaage). Im Landkreis Ludwigslust liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,7 Prozent. Das ist die niedrigste Quote im Land. Im Landkreis der Mecklenburgischen-Seenplatte ist die Quote mit 10,0 Prozent am höchsten.

Im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält der Trend weiter an. „Es gibt deutlich mehr Jobs“, sagte Arbeitsminister Glawe 8.200 zusätzliche Arbeitsplätze sind im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (+1,5 Prozent, Stand: April – aktuellste Zahlen). Beschäftigungszuwächse gab es unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen (+3.400), dem verarbeitenden Gewerbe (+1.600), dem Gastgewerbe (+1.300) sowie im Bereich Logistik (+900).

Auch die Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist im Juni 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,5 Prozent gesunken. „Das ist ein Beleg dafür, dass mehr junge Menschen ihre beruflichen Perspektiven bei uns im Land suchen. Wir haben ein breites Angebot an Möglichkeiten, müssen teilweise noch intensiver darauf aufmerksam machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 4.909 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.448 unversorgte Bewerber gegenüber. Der Minister machte in diesem Zusammenhang auf die mit den Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) aufmerksam. „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Es präsentieren sich 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen im Azubi-Atlas. Der Eintrag ist für die Unternehmen kostenlos.

Vorschläge für inklusiven Kulturpreis DIALOGE einreichen

Ministerin Hesse: Inklusion beschränkt sich nicht nur auf die Schule

Schwerin – Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse ruft Kulturschaffende dazu auf, sich um den Kulturpreis DIALOGE zu bewerben. Die Auszeichnung wird im Rahmen des inklusiven Theaterfestivals DIALOGE vergeben. Mit dem Preis soll die Arbeit von Gruppen gewürdigt werden, in denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam künstlerisch aktiv werden. Der Kulturpreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Außerdem gibt es zwei weitere Preise in Höhe von je 1.000 Euro. Neben dem Förderpreis ist das ein Sympathiepreis, mit dem Projektideen ausgezeichnet werden, bei denen es bislang an Geld fehlt, um sie zu realisieren. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis 31. Juli 2017 bei der Fantasia AG in Rostock eingereicht werden.

„Inklusion beschränkt sich nicht nur auf die Schule, sondern umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche“, betonte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Bei uns im Land gibt es viele inklusive Kulturprojekte, in denen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen engagieren. Der Kulturpreis DIALOGE ist Dank und Ansporn zugleich. Zum einen ist er eine große Wertschätzung für alle Beteiligten. Zum anderen will der Preis würdigen, dass es sich lohnt, miteinander kreativ zu sein. Dies gilt beispielsweise für die Preisträger 2016. Der Kulturpreis im vergangenen Jahr ging an die Eckigen/Theater Nichtsnutz in Stralsund. Die Jury würdigte vor allem eine Jahrzehnte andauernde künstlerisch hochwertige Theaterarbeit“, so Hesse.

In Stralsund findet im September 2017 auch das Theaterfestival DIALOGE statt. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Kein Bock auf Luther?“. Zum Auftakt, am 18. September 2017, präsentiert das inklusive Schauspielensemble des Staatstheaters Darmstadt im Theater Vorpommern ein zweiteiliges Gastspiel. Außerdem sind Workshops für Kinder und Jugendliche geplant. Das Land unterstützt das Theaterfestival DIALOGE in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von 25.000 Euro. Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse hat die Schirmherrschaft für das Festival übernommen.

Der Arbeitsmarkt im Juni 2017: Schwächere Entwicklung am Ende der Frühjahrsbelebung

Nürnberg – „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni aus saisonalen Gründen weiter zu-rückgegangen. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -25.000 auf 2.473.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -142.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Mai auf Juni um 25.000 auf 2.473.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich aber ein leichter Anstieg von 7.000 im Vergleich zum Vormonat. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden. Gegenüber dem Vorjahr waren 142.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt ebenfalls um 7.000 erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf 3.496.000 Personen. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegen-über dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Mai auf 1,57 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 36.000 gestiegen. Mit 44,16 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 648.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April saisonbereinigt um 37.000 zugenommen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben 32,03 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 727.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juni waren 731.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 9.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juni 2017 um 3 Punkte auf 235 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von +19 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 685.000 Personen erhielten im Juni 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.424.000. Gegenüber Juni 2016 war dies ein Anstieg von 106.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000) und Kaufleute für Büromanagement (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungs-markt ist im Juni aber noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

25-jähriges Firmenjubiläum der Franziska Stolle GmbH Brenz

Brenz – Die Franziska Stolle GmbH aus Brenz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat am Freitag ihr 25-jähriges Jubiläum feierlich begangen. Das Fest fand auf der Burg in Neustadt-Glewe statt. „Das Traditionsunternehmen ist seit seiner Gründung stetig gewachsen, hat die Produktion erweitert und den Standort konsequent ausgebaut. Die Franziska Stolle GmbH ist ein bedeutender und verlässlicher Arbeitgeber in der Region“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. Aktuell sind in Brenz 480 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Veranstaltung waren rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung geladen.

Die Franziska Stolle GmbH Brenz wurde im Jahr 1992 von Willi Stolle gegründet. Franziska Stolle war die Ehefrau von Willi Stolle, beide sind bereits verstorben. Als „Pionier in der Geflügelbranche“ hatte Willi Stolle bereits 1954 gemeinsam mit seinem Bruder die Gebrüder Stolle GmbH in Visbek (Niedersachsen) gegründet. In Brenz begann die Produktion am 24. August 1992. Die Hähnchen kommen noch heute überwiegend von Landwirten aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Im Jahr 2012 wurde das Unternehmen von der Plukon Food Group, einem international tätigen Unternehmen der Geflügelbranche, übernommen.

„Der Plukon-Standort in Brenz ist heute ein Geflügelschlachtbetrieb für die Produktion von frischen und tiefgefrorenen Geflügelprodukten für den deutschen und Einzelhandels- und Foodservice-Markt. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen zu einem wichtigen Rohstofflieferanten von Hähnchenteilen für andere Betriebe der Unternehmensgruppe entwickelt“, so Rudolph weiter. Die Franziska Stolle GmbH Brenz ist innerhalb der Plukon-Gruppe in Deutschland der größte Schlachtbetrieb mit ca. 950.000 Hähnchen pro Woche.

Insgesamt investierte das Unternehmen am Standort Brenz in den vergangenen 25 Jahren über 46,4 Millionen Euro. Das Land hatte für verschiedenen Vorhaben insgesamt Fördermittel in Höhe von 8,4 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ an das Unternehmen ausgereicht. „Unterstützt wurde mit den Mitteln die Errichtung der Betriebsstätte sowie Investitionen in verschiedenste Erweiterungen. Mit den Geldern wurden beispielsweise Fleischverarbeitungsmaschinen, Kältetechnik sowie Konservierungsanlagen angeschafft“, erläuterte Rudolph. Nach Unternehmensangaben gehen 45 Prozent der erzeugten Waren in den Export, davon werden zwei Drittel in die EU ausgeführt.

In 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie sind über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Ernährungswirtschaft in MV ist gemessen an ihrem Gesamtumsatz von ca. 4,5 Milliarden Euro jährlich der größte Industriezweig innerhalb des verarbeitenden Gewerbes in unserem Bundesland. Sie hat einen Gesamtanteil von 33 Prozent an den Gesamtumsätzen des verarbeitenden Gewerbes“, sagte Rudolph.

Seit 1990 sind vom Wirtschaftsministerium über 460 Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft im Bereich Ernährung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 481 Millionen Euro unterstützt worden. Damit wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro ausgelöst. „Neuansiedlungen und Erweiterungen werden wir auch künftig unterstützen“, machte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend deutlich.

Digitalisierung der Justiz in M-V: Gerichte und Staatsanwaltschaften unter einem IT-Dach

Schwerin – Das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern startet zum 1. Juli den „Gemeinsamen IT-Betrieb“ für die Gerichte, Staatsanwaltschaften und das Justizministerium. Damit wird im Zuge des Programms „Justiz 2020“ ein struktureller Grundstein gelegt, um die gesetzlich vorgegebene Digitalisierung ihrer Arbeitsabläufe erfolgreich umzusetzen.

Justizministerin Hoffmeister: „Wir erfüllen mit dem Start des Gemeinsamen IT-Betriebs auch eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag. Auf dem Weg zum elektronischen Rechtsverkehr und der elektronischen Akte müssen wir in Mecklenburg-Vorpommern mögliche Synergieeffekte nutzen. Darum ist es effektiv, wenn wir die unterschiedlichen bisherigen IT-Einheiten unter einem organisatorischen Dach vereinigen. Diese Organisation bauen wir mit Unterstützung der Leitungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften ab Juli bis zum Jahresende auf.“

Im Gemeinsamen IT-Betrieb werden gut 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den bisherigen IT-Einheiten der Gerichte, Staatsanwaltschaften und des Justizministeriums beschäftigt sein. In seiner Gründungsphase wird der Gemeinsame IT-Betrieb vorübergehend an das Ministerium angegliedert, bevor es über die endgültige Gestalt des Gemeinsamen IT-Betriebs entscheiden wird. Um den bestmöglichen Austausch mit den Gerichten und den Staatsanwaltschaften sicherzustellen, wird der Gemeinsame IT-Betrieb feste Standorte in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg haben.

Minister Backhaus mahnt: Fleisch- und Wurstwaren sind keine Souvenirs!

Schwerin – „Im Hinblick auf die beginnende Urlaubs- und Feriensaison bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger des Landes eindringlich darum, keine Fleisch- oder Wurstwaren aus den Gebieten mitzubringen, die von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen sind. Auch die Menschen, die von dort zu uns nach Mecklenburg-Vorpommern kommen um zu arbeiten, bitte ich um entsprechende Achtsamkeit“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Die für den Menschen ungefährliche Tierseuche ist jetzt von Osteuropa sprunghaft weiter nach Westen vorgedrungen und hat Tschechien erreicht. Da der Reiseverkehr von der Tschechischen Republik und anderen Mitgliedstaaten nach Deutschland nicht mehr der Einfuhruntersuchung an einer Grenzkontrollstelle unterliegt, ist das Risiko der Einschleppung, insbesondere entlang des Fernstraßennetzes, durch Fahrzeuge oder Personen nach wie vor hoch.

„Der ASP- Erreger kann sogar einige Zeit in Brühwürsten überleben und ist somit eine potentielle Gefahr für die Schweine und das Schwarzwild in Mecklenburg-Vorpommern, wenn die Tiere Zugang zum Beispiel zu weggeworfenen Wurstbroten bekommen“, so der Landwirtschaftsminister.

„Ich werde die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter bitten, noch aktiver als bisher den Zoll und die Bundespolizei fachlich zu unterstützen. Die Bundesbehörden finden auch im Ministerium jederzeit kompetente Ansprechpartner, wenn im Rahmen von Kontrollen Fragen zu klären sind“, betonte Dr. Backhaus.

Anders als bei der Klassischen Schweinepest (KSP), die in Mecklenburg-Vorpommern nach einigen Jahren der Bekämpfung erst durch die Impfung der Wildschweine getilgt wurde, kann gegen die ASP kein wirksamer Impfschutz erzielt werden.

„Wir wollen gemeinsam vermeiden, dass das ASP-Virus in den Schwarzwildbestand beziehungsweise in Hausschweinehaltungen eingeschleppt wird“, so Minister Backhaus.

Branchentreff des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik M-V

Rostock – Am Freitag hat Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph den Landesverbandstag des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Mecklenburg-Vorpommern (SHK MV) in Rostock eröffnet. „Der Landesverband engagiert sich stark für Zukunftsthemen die uns alle angehen, vor allem im Bereich der Energiewende. Ob altersgerechtes Bauen oder effizientes Heizen: das SHK-Handwerk spielt bei der Bewahrung einer intakten Umwelt und der Versorgungssicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle im Land. Unser Handwerk gehört zu den Pionieren der deutschen Energiewende. Professionelles Handwerk und erfolgreiche Energiewende sind zwei Seiten einer Medaille“, erläuterte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage im Handwerk zeigen deutlich, dass sich die Auftragsweiten bei den SHK-Betrieben deutlich verlängert haben. „Jeder zweite Betrieb hat Auftragsweiten von drei bis vier Monaten. Beinahe jeder zehnte Betrieb verfügt gegenwärtig über eine Auftragsweite von sechs Monaten. 93 Prozent erwarten 2017 keine Verschlechterung der Auftragsweite, 23 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. „Die wachsende Nachfrage sorgt für eine sehr gute Auftragslage. Hemmnis: wachsender Nachwuchs- und Fachkräftebedarf“, so Rudolph weiter.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind im Juni noch 109 Ausbildungsplätze im Bereich der Anlagenmechaniker/-in sowie Sanitär-/Heizungs-Klimatechnik (Stand Juni 2017) unbesetzt. Aktuell sind 302 Lehrlinge der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikgewerke in Ausbildung (1. bis 3. Lehrjahr sowie neue Auszubildende ab August 2017).

Bis 2030 sollen sich nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung die Emissionen in Deutschland um mehr als die Hälfte gegenüber dem Jahr 1990 reduzieren. Das Gesamtziel wird auf einzelne Sektoren heruntergebrochen – so gilt beispielsweise für den Gebäudebereich ein Fahrplan für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand. Ziel ist das Heben der enormen Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale im Wärmemarkt. Nur ca. 33 Prozent der in deutschen Heizungskellern installierten rund 21 Millionen Heizungen entsprechen dem Stand der Technik. „Würden die verbleibenden ca. 14 Millionen Heizungen auf den Stand der Technik gebracht, könnten ca. 15 Prozent des deutschen Energieverbrauchs eingespart werden. Die Energiewende und die damit verbundenen Marktchancen für das Handwerk bieten gerade im SHK-Handwerk große Perspektiven. Das Handwerk ist in allen Energieeinsparfragen am Bau dabei. Ihr Können ist beispielsweise bei der Be- und Entlüftungsanlage, der Heizungserneuerung oder Photovoltaik-Anlagen, Dämmung sowie bei der Installation intelligenter „smart home“-Technologien gefragt. Die SHK-Gewerke gehören zu den Umsetzungspionieren der Energiewende“, erklärte Rudolph weiter.

Beim Verbandstag wurde darüber hinaus das 25-jährige Bestehen der Gasgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. feierlich begangen. Sie ist eine Interessengemeinschaft für alle Fragen rund um das Thema Erdgas. Dazu gehören Erdgaskunden, das Fachhandwerk, Energieversorgungsunternehmen und Gasgerätehersteller. Ziel der Gas-Gemeinschaft ist eine Marktpartnerschaft aller Mitglieder und die technische Qualität der Gasgeräte. Der Zusammenschluss will das Vertrauen in das Gasfach durch Qualitätsarbeit fördern und gemeinsam für Erdgas werben. Der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Mecklenburg-Vorpommern ist Mitglied der Gasgemeinschaft. „Beide verbindet eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft. Der regelmäßige Informationsaustausch und systematische Monteurschulungen tragen dazu bei, dass die Mitglieder stets aktuelles Fachwissen vorweisen können“, sagte Rudolph.

Der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist der Landesinnungsverband des Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Handwerkes in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist die Berufsorganisation für das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, Klempnerhandwerk (Blechner, Flaschner, Spengler), Behälter- und Apparatebauerhandwerk sowie das Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerk. Der Verband ist die Interessenvertretung der Gewerke, der als Informations-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für die Mitgliedsbetriebe aktiv ist. Er vertritt zwölf SHK-Innungen sowie eine Kachelofen- und Luftheizungsbauerinnung. In den Innungen des Fachverbandes sind rund 400 Betriebe mit 2.000 Beschäftigten organisiert. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 1.233 Installateur- und Heizungsbauer, 61 Klempner, 70 Ofen- und Luftheizungsbauer sowie 36 Behälter- und Apparatebauer bei den Handwerkskammern registriert. Das entspricht einem prozentualen Anteil an den Gesamtbetrieben des Handwerks von sieben Prozent.

Im Handwerk insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern derzeit über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet; diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.958 Lehrlinge, die einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro erwirtschaften.

Zum Reformationsjubiläum geht das „Wort an Bord“ des Nordkirchenschiffes

Stralsund – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU), zuständig für Kirchenangelegenheiten, sprach jetzt zum Start der Tour des Nordkirchenschiffes in Stralsund ein Grußwort.

„Der Wind der Weltgeschichte hat sich in den 500 Jahren nach der Reformation mehrmals gedreht. Die Wellen schlugen an vielen Teilen der Erde hoch. Selten blieb die See ruhig. Und da man so viel in der Geschichte mit Schiffen verbinden kann, finde ich die Idee eines Nordkirchenschiffes anlässlich des Reformationsgedenkens sehr gelungen. Auf dem Seeweg werden alle 13 Nordkirchenkreise besucht. Es geht das „Wort an Bord““, so Justizministerin Hoffmeister in Stralsund zum Start der „Artemis“.

„Das Symbol Schiff bedeutete schon in den frühchristlichen Katakomben die Lebensfahrt an ein Ziel, das als Leuchtturm oder Christusmonogramm dargestellt wurde. Heute ist das Nordkirchenschiff im Reformationsjahr ein Symbol für das gemeinsame Unterwegssein im Glauben. Auf dem Schiff sind alle gleich. Sie haben ein gemeinsames Ziel und sind in diesem Ziel vereint. Auf dem Nordkirchenschiff fahren die unterschiedlichsten Menschen unter einer gemeinsamen Flagge: dem Glauben an Gott“, sagte die Ministerin weiter.

„Das Nordkirchenschiff zeigt zudem eindrucksvoll, dass in der heutigen Zeit auch Zusammenhalt und Toleranz wichtig sind. Wir müssen mehr denn je das Gespräch miteinander suchen, an Bord wie an Land. Es ist gut, dass die Ökumene heute bei uns funktioniert. Sie ist gelebte Gemeinsamkeit und selbstverständliche Praxis. Ein passender Leitspruch dazu ist an der Wand der Inselkirche in Kloster auf Hiddensee zu finden: ‚Gottes sind Wogen und Wind, aber Segel und Steuer sind euer, dass ihr den Hafen gewinnt.‘ Daraus spricht der Gedanke der Reformation, die Idee von Freiheit und christlichem Selbstbewusstsein“, so Ministerin Hoffmeister in Stralsund.

Bad Doberan erhält Zuschuss für Erneuerung des Parkentiner Wegs

Bad Doberan – Die Stadt Bad Doberan (Landkreis Rostock) erhält für die Erneuerung des 1. Bauabschnitts des Parkentiner Wegs einen Zuschuss in Höhe von 197.900 Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für diese Baumaßnahme betragen 304.568 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Parkentiner Weg soll vom Anschluss an die Bundesstraße B 105 bis zur Einmündung Doberweg in einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut werden. Vorgesehen ist zudem ein neuer Gehweg. Der Abschnitt ist derzeit uneben und verfügt über keine Straßenentwässerung. Auch der Gehweg ist in einem schlechten Zustand.

Förderzusage für Grundschule in Neubrandenburg

Neubrandenburg – Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Datzeberg“ erhält die Stadt Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Finanzhilfen im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von rund 330.000 Euro für die Teilsanierung der Grundschule in der Rasgrader Straße. Die Gesamtausgaben betragen insgesamt rund 800.000 Euro.

Die Stadt Neubrandenburg plant, die schadhafte Fassade der Grundschule instand zu setzen sowie die Holzverbundfenster gegen Kunststofffenster auszutauschen. Auch Sonnenschutzeinrichtungen sollen in Teilen nachgerüstet werden.

Bildungsministerin Hesse zu Gast bei „LESEWÜRMERN“

Endausscheid des 16. Rostocker Vorlesewettbewerbs für Grundschüler

Rostock – Bildungsministerin Birgit Hesse nimmt am Freitag, 30. Juni 2017, am diesjährigen Endausscheid des Rostocker Vorlesewettbewerbs für Grundschülerinnen und Grundschüler im Waldemar Hof teil. An diesem Freitag werden die besten LESEWÜRMER, wie sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nennen, der 3. und 4. Klassen gekürt. Die LESEWÜRMER der 1. und 2. Klassen sind bereits am Donnerstag, 29. Juni 2017, an der Reihe. Die Veranstaltungen sind öffentlich. Bildungsministerin Birgit Hesse die Schirmherrschaft für den Vorlesewettbewerb übernommen.

„Lesen ist nicht nur ausgesprochen wichtig, sondern verschafft Kindern Zugang zu wunderbaren Geschichten, die wiederum Einlass in phantastische Welten gewähren“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Dank unserer Vorstellungskraft nehmen sie uns mit auf abenteuerliche Reisen in märchen- und sagenhafte Welten. Ob das nun die Zauberschule in Hogwarts ist, wo Harry Potter und Hermine Granger gemeinsam die magischen Künste erlernen, oder wir eine Woche beim Sams und Herrn Taschenbier verbringen, wo viele blaue Sommersprossen tolle Dinge geschehen lassen. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Drücke ich die Daumen und wünsche ihnen viel Erfolg“, so Hesse.

Am LESEWÜRMER-Endausscheid nehmen die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Grundschulen aus Rostock und der Umgebung teil. Eine Jury bewertet die Lesetechnik, das Textverständnis und die Textgestaltung. Ausrichter des Rostocker Vorlesewettbewerbs für Grundschülerinnen und Grundschüler sind die „andere buchhandlung“, der Waldemar Hof e. V. und das Literaturhaus Rostock.

Meisterprämie für Unternehmensnachfolgen wird weitergeführt

Schwerin – Die Richtlinie zur Förderung von Unternehmensnachfolgen im Handwerk – die sogenannte „Meisterprämie“ – ist vom Wirtschaftsministerium verlängert worden. „Eine Betriebsnachfolge bietet besonders gute Chancen auf eine zukunftsfähige Existenz und eine Karriere in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Meisterprämie erhalten Handwerks- und Industriemeister, die erstmals eine Existenz gründen, finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer sorgfältig vorbereiteten Geschäftsidee. Die Prämie dient als eine Hilfe, um die ersten Schritte vorzubereiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Richtlinie wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Handwerks- und Industriemeister können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten, wenn sie erstmalig eine Existenz durch Übernahme eines Unternehmens gründen. Die Förderung erfolgt aus Landesmitteln. Im Jahr 2016 wurden 26 Meisterprämien, 2015 insgesamt 25 Meisterprämien ausgegeben. Nach Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) stehen in Mecklenburg-Vorpommern bis 2018 etwa 2.200 Unternehmen zur Übergabe an. Davon sollen 29.000 Mitarbeiter betroffen sein.

„Gerade im Handwerk haben wir im Land viele erfolgreiche, etablierte Unternehmen, bei denen in den nächsten Jahren altersbedingt ein Wechsel seitens der Betriebsleitung ansteht. Diese Unternehmen sollen erhalten bleiben, um Arbeitsplätze und Marktanteile zu sichern. Die Meisterprämie kann dabei als Anreiz dienen“, sagte Glawe. Weitere Informationen und Antragsformulare für die Meisterprämie gibt es beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern unter www.lfi-mv.de.

Um potentielle Unternehmensnachfolger zu unterstützen, wird auch das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ unter Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern weitergeführt. „Es findet in vielen Unternehmen, die sich nach der Wende gegründet haben, ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen, sei es im Handwerk, im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Dienstleistungsbereich oder auch im Handel. Ziel ist es, potentielle Betriebsübernehmer stärker für das Thema Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Weiterhin soll der Nachfolgeprozess professionell begleitet werden. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit rund 236.000 Euro unterstützt.

Alle zur Gründung notwendigen Informationen, Kontaktadressen und Fördermöglichkeiten sind auch komprimiert auf der Internetseite www.gruender-mv.de zusammengefasst. Zudem werden Weiterbildungstermine, Hinweise zu aktuellen Wettbewerben für Start-ups und interaktive online-Hilfen angeboten.

Eine weitere Anlaufstelle für Handwerker, die sich eine eigene Existenz aufbauen wollen, und für Handwerksunternehmen, die einen Nachfolger suchen, sind die Betriebsberater der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern.

Deutliche Verbesserungen bei Klassenfahrten in Aussicht gestellt

Land hat bei Überarbeitung der Regelungen viele Hinweise von Schulen, Bildungsstätten und Verbänden aufgenommen

Schwerin – Für Lehrerinnen und Lehrer soll die Organisation und Durchführung von Klassenfahrten vom kommenden Schuljahr an einfacher werden. Nach den Plänen des Landes sollen die Budgets für Schulwanderungen und Schulfahrten den zuständigen Staatlichen Schulämtern jeweils für den Zeitraum eines Kalenderjahres zugewiesen werden und an die Schulen ausgereicht werden. Die bisherige Regelung, wonach Schulen ein auf fünf Jahre festgelegtes Budget für Schulwanderungen und Schulfahrten erhalten, hat sich als zu bürokratisch bewiesen. Der Erlass „Lernen am anderen Ort“ soll zudem in „Durchführung von Schulwanderungen und Schulfahrten“ umbenannt werden. Die Anhörung soll in Kürze beginnen.

„Klassenfahren gehören für Schülerinnen und Schüler zu den besonderen Erlebnissen im Schulalltag. Das weiß jeder aus eigener Erfahrung“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Bei der Überarbeitung der Regelungen haben wir viele Hinweise von Schulen, Bildungsstätten und Verbänden aufgenommen. Dafür danke ich insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern. Die oft genannte Sorge, die vorgesehenen Mittel reichten nicht aus, kann ich entkräften. Im Jahr 2017 stehen laut Haushaltsplan 700.800 Euro zur Verfügung. Zu diesem Grundbetrag kommen weitere Mittel hinzu“, erläuterte Hesse.

Künftig soll zudem die Anzahl von Schulfahrten klarer geregelt werden: So soll es in jeder Jahrgangsstufe mindestens eine Schulwanderung geben. Im Primarbereich soll sie in der Jahrgangsstufe 3 im zweiten Halbjahr oder in der Jahrgangsstufe 4 stattfinden. Im Sekundarbereich I in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 sowie im Sekundarbereich II an den allgemein bildenden Schulen in den Jahrgangsstufen 10 oder 11 soll jeweils eine Klassenfahrt durchgeführt werden. Darüber hinausgehende Forderungen, die Zahl der Klassenfahrten noch deutlich auszuweiten, erteilte Bildungsministerin Hesse eine Absage.

Die Anzahl der teilnehmenden Aufsichts- und Begleitpersonen soll in der Regel so gestaltet werden, dass jeweils eine Lehrkraft als verantwortliche Aufsichtsperson zur Verfügung steht. Die Lehrerin bzw. der Lehrer soll bei einer Gruppengröße von bis zu 30 Schülerinnen und Schülern von einer zusätzlichen Aufsichts- oder Begleitperson unterstützt werden. Bei Schülergruppen mit mehr als 30 Teilnehmern ist für jeweils 15 Schülerinnen und Schüler eine weitere Aufsichts- oder Begleitperson vorgesehen. Wenn öffentliche Verkehrsmittel nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen, sollen künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch private KFZ von Aufsichtspersonen genutzt werden können.