40 Jahre Bundesverband Seniorentanz e.V.

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete am Sonnabend das Tanzfest des Landesverbandes MV anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Bundesverbandes Seniorentanz e.V.

„Seniorentanz gibt allen älteren Menschen den eigenen körperlichen Fähigkeiten entsprechend, die Möglichkeit, Freude und Bewegung an der Musik zu erfahren und aktiv Gesundheitsvorsorge zu betreiben. Gleichzeitig werden soziale Kontakte gepflegt und wird so der Vereinsamung vorgebeugt“, sagte Ministerin Drese vor mehreren Hundert tanzfreudige Seniorinnen und Senioren aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in der OSPA-Arena Rostock.

Der Seniorentanz hat sich nach der Wende auch in Mecklenburg-Vorpommern etabliert und ist zu einer großen Bewegung geworden. Am 7. Oktober 1995 ist er als Landesverband gegründet worden. Heute gehören zum Landesverband vier Arbeitskreise, in denen sich Tanzleiterinnen und Tanzleiter viermal im Jahr weiterbilden.

Drese: „Die große und wachsende Beliebtheit des Seniorentanzes ist nur möglich, weil sich Menschen ehrenamtlich engagieren und ausbilden lassen, um dann als zertifizierte Tanzleiterinnen oder Tanzleiter Seniorentanzkurse durchzuführen.“ Unter deren Anleitung treffen sich im ganzen Land mittlerweile in ca. 130 Tanzkreisen Frauen und Männer zum gemeinsamen Tanzen.

„Mit Ihrem Engagement bringen Sie ein Stück wertvolle Lebensqualität in den Alltag unserer älteren Menschen“, betonte Drese am Sonnabend in Rostock.

10 Jahre Mehrgenerationenhaus Torgelow

Torgelow – Sozialministerin Stefanie Drese hat in Torgelow die hervorragende Arbeit des Mehrgenerationenhauses (MGH) in Torgelow gewürdigt und die tiefe Verankerung der Einrichtung in der Region betont. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Hauses besuchte Drese das von der Volkssolidarität Uecker-Randow organisierte Familienfest und informierte sich über die im MGH angesiedelten Projekte.

Unter dem Dach des MGH befinden sich ein Offener Treff, eine Begegnungsstätte der Senioren, eine kleine Kita, die Ambulanten Hilfen zur Erziehung, eine Tagespflege, eine Großküche, die seniorTrainer-Agentur, die MitMachZentrale, die Migrationsberatungsstelle für erwachsene Zuwanderer und die niederschwellige soziale Beratungsstelle, der I-Punkt Sucht sowie viele weitere Angebote im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe.

„Etwa 25.000 Menschen nutzen die vielen Angebote jährlich. Das ist beeindruckend und basiert auf der engen Zusammenarbeit mit den mobilen Beratungsprojekten, den über 50 Ortsgruppen, den Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe sowie den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“, sagte Ministerin Drese in ihrem Grußwort. Mit seinen offenen Angeboten würde das MGH auch Menschen erreichen, die Berührungsängste haben oder sich nicht zugehörig fühlen und könne so als Sprachrohr derjenigen fungieren, die sonst oft ungehört bleiben, so Drese.

Besonders erfreut zeigte sich die Ministerin über die Idee, das zehnjährige Bestehen mit einem interkulturellen Familienfest zu begehen. „Ich finde das großartig, wenn Jung und Alt, wenn Einheimische und Zugereiste, wenn Alteingesessene und Neuzugezogene zusammen feiern, tanzen, sich austauschen und kennenlernen. Und wenn ich sehe, wie hier Geflüchtete integriert, Patenschaften übernommen und zusätzliche Deutschkurse angeboten werden, wie etwas gemeinsam auf die Beine gestellt wird, da kann sich manch größere Stadt eine Scheibe von Torgelow und der Uecker-Randow-Region abschneiden“, lobte Drese.

Durch ein Bundesprogramm können Mehrgenerationenhäuser im Zeitraum 2017 bis 2020 jährlich 40.000 Euro Förderung (75% Bund/ 25% Land und/oder Kommune) im Jahr erhalten. Das Sozialministerium unterstützt die unter dem Dach des MGH Torgelow angesiedelte „MitMachZentrale“, und das Projekt „seniorTrainer-Agentur“.

Touristischer Infopoint und Schwimmbad in Kirch-Baggendorf eröffnet

Kirch-Baggendorf – In Kirch-Baggendorf (Gemeinde Gransebieth, Landkreis Vorpommern-Rügen) ist am Sonnabend feierlich die Eröffnung des Tourismus-Informationspunktes (Info-Point) und des Schwimmbades in Kirch-Baggendorf begangen worden. „Das ist eine spannende Kombination: Besucher können sich informieren und gleichzeitig auch abkühlen. Die Gäste erhalten interessante Informationen zu bestehenden touristischen und kulturellen Angeboten der Recknitz-Trebel-Region am touristischen Informationspunkt. Wer mag, kann sich anschließend mit einem Bad abkühlen oder vor Ort noch verweilen. Mit dem neuen Vorhaben ist ein attraktives Angebot für das Küstenvorland entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe anlässlich der Eröffnung.

Der Minister war am Sonnabend nicht vor Ort. Er hat an den Trauerfeierlichkeiten für den Bundeskanzler a.D., Dr. Helmut Kohl, im Dom zu Speyer (Rheinland-Pfalz) sowie am sich anschließenden „Großen militärischen Ehrengeleit“ teilgenommen.

Es ist ein Tourismus-Informationspunkt (Info-Point) als Mehrzweckgebäude neu entstanden. Dieser dient auch als Eingang zum Schwimmbad. Bestehende bauliche Anlagen wurden abgerissen. Bei dem Vorhaben wurde das ca. 54 x 33 Meter große Schwimmbad modernisiert und erneuert. „Mit der Inbetriebnahme kann die Region noch besser mit anderen touristischen Angeboten vernetzt werden. So können sich Radfahrer über Beherbergungsmöglichkeiten informieren. Das ist gerade für die stark zunehmende Zahl der Radtouristen von Bedeutung. Diese sind oft individuell unterwegs, das heißt, bei mehrtägigen Radreisen werden keine Unterkünfte vorgebucht, sondern sie entscheiden sich zum Teil spontan, wo sie am nächsten Abend nächtigen möchten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe warb vor Ort auch für die Gedenkstätte des Naturforschers, Afrikareisenden und Sammlers Alexander von Homeyer. „Der einzige Ort in Mecklenburg-Vorpommern, wo an Forscher erinnert wird, ist die kleine Gedenkstätte in Kirch-Baggendorf“, sagte Glawe. Aktuell bekommt die Gedenkstätte eine Leihgabe von der Müritzeum GmbH aus Waren. Es handelt sich dabei um 21 vom Sammler akribisch aufbereitete Skelette von verschiedenen Wirbeltieren, etwa aus der Zeit um 1850, die in extra dafür angefertigten Glas-/Holzkästchen untergebracht sind. Die Sammlung wurde vor Jahren im Elternhaus von Alexander von Homeyer in Vorland bei Grimmen gefunden.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 1,2 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 1,08 Millionen Euro. Das Innenministerium stellt aus dem Kofinanzierungsprogramm des Landes Mittel in Höhe von rund 31.500 Euro bereit.

Haushalt der Hansestadt Rostock genehmigt

Rostock – Das Ministerium für Inneres und Europa hat über den Haushalt 2017 der Hansestadt Rostock entschieden. Es wurden keine Beanstandungen oder rechtsaufsichtliche Anordnungen getroffen und investive Kredite und Verpflichtungsermächtigungen vollständig genehmigt. Damit ist nach Veröffentlichung der Haushaltssatzung der Weg frei für neu geplante wichtige Investitionsvorhaben.

Mit diesen Entscheidungen würdigt das Ministerium auch die positive Entwicklung der städtischen Finanzen in den letzten beiden Jahren, die sich voraussichtlich auch in diesem Jahr fortsetzen wird.

So ist der Ergebnishaushalt 2017, welcher den Ressourcenverbrauch darstellt, ausgeglichen. Mit dem damit verbundenen Erhalt des positiven Eigenkapitals entspricht die Hansestadt einer nachhaltigen Generationengerechtigkeit.

Auch der städtische Finanzhaushalt, welcher die Liquidität abbildet, weist in 2017 in der Planung einen Überschuss in Höhe von 13,3 Mio. EUR aus. Zusammen mit den noch nicht berücksichtigten finanziellen Wirkungen der in diesem Jahr umzusetzenden Maßnahmen des Haushaltssicherungskonzepts wird sich das Gesamtdefizit bis zum Jahresende auf voraussichtlich auf 77 Mio. EUR verringern. Schließlich möchte die Hansestadt Rostock bis zum übernächsten Jahr einen vollständigen Abbau des aufgelaufenen negativen Saldos erreichen.

„Bei diesem ambitionierten Ziel unterstütze ich die Hansestadt Rostock gerne und bin bereit, noch in diesem Jahr eine Konsolidierungsvereinbarung unterschriftsreif zu verhandeln, die den Rostocker Konsolidierungskurs dann auch finanziell mit einem zweistelligen Millionenbetrag unterstützt“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Parchim erhält Zuwendung für die Sanierung der Wallanlagen

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) möchte die historischen Wallanlagen sanieren. Für dieses Projekt stellt das Energieministerium aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Finanzhilfen für Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung in Höhe von rund 810.000 Euro zur Verfügung. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen rund 1,1 Millionen Euro.

Mit der Sanierung der Wallanlagen soll das wertvolle kulturhistorische Erbe für Bewohner und Touristen erlebbar gemacht und für nachfolgende Generationen gewahrt werden. Mit Projekten wie der Revitalisierung der historisch bedeutsamen Wallanlagen werden Akzente zur Aufwertung von Freiflächen gesetzt, die der Erholung und Freizeitgestaltung der Einheimischen und Touristen dienen. Bausteine der Sanierung sind die Wiederherstellung zugewachsener Blick- und Sichtachsen, die nachhaltige Pflege und Entwicklung der Baum- und Gehölzbestände nach Vorbild historisch nachweisbarer Pflanzenlisten und die Neuordnung der Wege.

Für das Vorhaben wurde ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn gewährt, so dass im August 2016 begonnen werden konnte. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2018 geplant.

Hochwassersituation in M-V angespannt

Schwerin – Langanhaltender, zum Teil starker Regen hält Mecklenburg-Vorpommern und weite Teile Norddeutschlands seit Donnerstagmittag in Atem. Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller sind das Ergebnis. Hierzulande bleibt die Lage an lokalen Brennpunkten weiter angespannt. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor heftigen Unwettern. Auch wird weiter mit ergiebigem Dauerregen gerechnet.

„Regen bringt nicht immer Segen. Durch den Klimawandel müssen wir davon ausgehen, dass uns solche Ereignisse künftig häufiger ereilen. Das ist nicht nur für Landwirte ein Problem, auf deren Flächen die Wassermassen enorme Schäden verursachen können. Auch die allgemeine Bevölkerung muss damit rechnen, immer öfter von den Auswirkungen solcher Ereignisse betroffen zu sein. Mein Dank gilt in diesen Stunden insbesondere den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und natürlich allen freiwilligen Helfern. Sie sind rund um die Uhr im Einsatz und haben die Lage im Griff“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Bei einer landesweiten Betrachtung der Hochwassersituation in den Flüssen gebe es aktuell aber noch keinen Grund zur Beunruhigung: „Die Lage an der Elbe ist unkritisch und nach jetzigem Stand ist hier kein Hochwasser zu erwarten. Die Pegel der übrigen Fließgewässer weisen zwar steigende Tendenz auf, kleine Bäche führen auch schon Hochwasser, aber in den größeren Gewässern wie Warnow, Recknitz, Trebel und Tollense werden zur Zeit mittlere Durchflüsse registriert. Diese Gewässer dürfte erst Sonntag und Montag eine Hochwasserwelle durchlaufen. Die Hochwasserschutzanlagen des Landes mussten daher noch nicht in Betrieb gehen. Sie sind aber überall funktionsbereit“, so der Minister.

Etwas anders ist die Situation an den großen Seen. Der Schweriner See, der Tollensesee und auch die Mecklenburger Oberseen (Müritz, Kölpinsee, Fleesensee und Plauer See) haben ihre oberen Stauziele fast erreicht. In Abhängigkeit vom weiteren Niederschlagsgeschehen kann eine kurzzeitige Überschreitung der oberen Stauziele und das Entstehen lokaler Probleme nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund des vom Deutschen Wetterdienst vorhergesagten Niederschlagsgeschehens muss allerdings landesweit mit einer Verschärfung der Lage gerechnet werden. Auch wenn die Situation noch längst nicht so kritisch ist wie beim Hochwasser des Jahres 2011 ist Wachsamkeit geboten.

„Wir beobachten die Lage daher weiterhin genau – und das nicht nur im Ernstfall. Auch bei den turnusmäßigen Deich- und Gewässerschauen nehmen wir die Hochwasserschutzanlagen und die Gewässer im Land regelmäßig genau unter die Lupe, denn Hochwasserschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe. Unsere Mitarbeiter befinden sich selbstverständlich auch am Wochenende in Alarmbereitschaft, sodass der Betrieb unserer Hochwasserschutzanlagen zu jeder Zeit abgesichert ist“, betonte Backhaus abschließend.

Fachtagung zum Bundesteilhabegesetz

Ministerin Drese begrüßte über 150 Expertinnen und Experten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Das in diesem Jahr in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz bietet nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese Chancen für Menschen mit Behinderung in ihrem Leben mehr selbst bestimmen und besser am Arbeitsleben teilhaben zu können. „Der Mensch mit seinen spezifischen Bedarfen wird durch ein modernes Recht auf Teilhabe und die dafür notwendigen Unterstützungen in den Mittelpunkt gestellt“, sagte Drese in Schwerin.

Auf Einladung des Sozialministeriums kamen heute über 150 Expertinnen und Experten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zu einer Fachtagung zum Bundesteilhabegesetz in die Landeshauptstadt. Teilnehmer waren u.a. die Landesverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Verbände der Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, Anbieter sozialer Dienste, kommunale Vertreter aus den Sozialämtern der Landkreise und kreisfreien Städte, Behindertenbeauftragte und -beiräte sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände und von Rehabilitationsträgern.

Drese rief dazu auf, die sich mit dem Bundesteilhabegesetz verbundenen Möglichkeiten zu nutzen und den Wandel im Land gemeinsam zu gestalten. So gebe es Verbesserungen beim Zugang zur Eingliederungshilfe durch Leistungen aus einer Hand, da zukünftig nur eine Antragstellung erforderlich ist, um ein umfassendes Prüf- und Entscheidungsverfahren in Gang zu setzen. Drese: „Das ist eine deutliche Erleichterung für Menschen mit Behinderungen. Bisher mussten die Betroffenen, die notwendigen Reha-Leistungen bei verschiedenen Leistungsträgern separat beantragen“, verdeutlichte die Ministerin.

Ministerin Drese sprach sich dafür aus, sich der am Bundesteilhabegesetz geäußerten Kritik offen zu stellen. „Wir sind gut beraten, den Dialog zu suchen und Lösungswege zu finden“, sagte Drese. Gleichzeitig wies die Ministerin darauf hin, dass jeder Weg mit ersten Schritten beginnt. Drese: „Und der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft benötigt eine Vielzahl von Schritten. Wir sollten den durch das Bundesteilhabegesetz aufgezeigten Weg mutig, lernbereit und gemeinsam weiter beschreiten.“

Ausdrücklich bot die Ministerin den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Unterstützung des Sozialministeriums bei der Ausgestaltung und praktikablen Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes an. „Unser Haus ist offen“, betonte Drese.