WEMAG vereinheitlicht Auftritt gegenüber Kunden

Neue Website geht am 3. Juli online

Schwerin – Bisher trat die WEMAG AG gegenüber ihren Kunden und der Öffentlichkeit vor allem außerhalb des ehemaligen Kernversorgungsgebietes mit der Vertriebsmarke „wemio“ auf. Das wird sich ab dem 3. Juli ändern: Das Unternehmen wird über das gesamte Vertriebsgebiet hinweg einheitlich unter der Unternehmensmarke WEMAG präsent sein.

Für die Kunden ändert sich dadurch praktisch nichts. Die WEMAG bleibt wie bisher schon im gesamten Vertriebsgebiet der Vertragspartner aller Kunden. Die Ansprechpartner bleiben dieselben wie bisher, genauso wie Kundennummern und alle sonstigen formalen Rahmenelemente. Die Kunden müssen also wegen der Markenveränderung in keiner Weise aktiv werden.

Ändern wird sich ausschließlich die Markenpräsenz: Auftreten und Kommunikation werden künftig einheitlich und ausschließlich unter dem Markennamen WEMAG erfolgen. Der Begriff „wemio“ wird in Zukunft nur bei den Produktnamen, also zum Beispiel bei „wemio Ökostrom“, weiterhin verwendet. Auslöser für die Veränderung war das Ergebnis einer Marktforschungsstudie. Sie zeigte, dass WEMAG als Unternehmensmarke auch außerhalb des ehemaligen Kernversorgungsgebietes über einen relativ hohen Bekanntheitsgrad verfügt und ein außergewöhnlich positives Markenimage genießt. „Wir vereinfachen unsere Markenführung und erhöhen damit nicht nur die Nachvollziehbarkeit für Kunden, sondern gleichzeitig auch unsere kommunikative Zugkraft und Effizienz“, erklärt Dr. Diana Kuhrau, Leiterin der WEMAG-Unternehmenskommunikation. Ab dem 3. Juli wird das Unternehmen deshalb nur noch unter der Marke WEMAG auftreten.

Ein neuer, einheitlicher Internetauftritt der WEMAG ist die Konsequenz daraus: Der Kundenbereich, Informationen zu unserem Ökostrom- und Erdgasangebot sowie unserem Unternehmen sind fortan auf der komplett neuen und für alle Gerätetypen optimierten Website www.wemag.com zu finden. Die Internetadresse www.wemio.de wird für eine Übergangszeit automatisch auf die neue gemeinsame Webpräsenz weiterleiten. Die E-Mail-Adressen werden ebenfalls automatisch auf die neue E-Mail-Adresse service@wemag.com umgeleitet, sodass Kunden und Interessenten auch in dieser Hinsicht nicht aktiv werden müssen.

Erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative

Mehr als 1,3 Millionen Unterschriften gegen Glyphosat

Berlin/München/Brüssel – Die Organisatoren der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Stop Glyphosat“ reichen heute mehr als 700000 Unterschriften aus Deutschland beim Bundesverwaltungsamt in Köln zur Überprüfung ein. In weniger als fünf Monaten haben insgesamt 1320517 Menschen aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten die Bürgerinitiative unterzeichnet. Damit wurde die notwendige Voraussetzung, innerhalb eines Jahres eine Million Unterschriften zu sammeln, deutlich übertroffen. Die Unterzeichner fordern von der EU-Kommission ein Verbot des Totalherbizids Glyphosat und eine Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide.

Zur breiten Unterstützung in der gesamten EU erklärte Karl Bär vom Umweltinstitut München: „Wenn über eine Million Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa ein Glyphosat-Verbot fordern, ist das ein klarer Handlungsauftrag an die EU-Kommission. Die Menschen wollen gesunde Nahrungsmittel ohne Rückstände krankmachender Pestizide. Sie engagieren sich gegen Ackergifte, damit Hummeln und Kiebitze in Europa eine Zukunft haben. Die Kommission darf die Zulassung von Glyphosat nicht erneuern. Sie muss das Vorsorgeprinzip ernst nehmen. Und das bedeutet: Der Schutz von Mensch und Umwelt steht über den Profitinteressen von Bayer und Monsanto.“

Heike Moldenhauer, Glyphosat-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sagte: „Die Rekordgeschwindigkeit, mit der die Unterschriften gesammelt wurden, zeigt die große Besorgnis der europäischen Bevölkerung beim Thema Glyphosat. Den Einsatz dieses Ackergiftes lehnen besonders viele Menschen in Deutschland ab. Das von Kanzlerin Merkel letzte Woche auf dem Bauerntag abgegebene Votum pro Glyphosat zeugt von enormer Ignoranz. Damit befürwortet die Kanzlerin eine Landwirtschaft, die auf industrielle Produktionsmethoden setzt und blind ist für deren Kollateralschäden. Will Merkel die wachsende Entfremdung zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft nicht weiter vertiefen, muss auch sie sich endlich für eine Agrarproduktion ohne Chemie einsetzen.“

Glyphosat ist maßgeblich verantwortlich für das Artensterben in der Agrarlandschaft. Als Totalherbizid vernichtet es die Nahrungspflanzen von Schmetterlingen, Bienen, Vögeln und zerstört die Lebensräume von wichtigen Nützlingen. Der BUND und das Umweltinstitut München fordern Umweltministerin Barbara Hendricks auf, bei ihrem „Nein“ zu Glyphosat zu bleiben.

Die Europäische Bürgerinitiative ist das offizielle Instrument der EU zur politischen Teilhabe von Bürgern. Da die formalen Kriterien der EBI gegen Glyphosat nun erfüllt sind, muss sich die EU-Kommission in einem formalen Verfahren den Forderungen der Initiative stellen.

Hinter der EBI gegen Glyphosat stehen rund 100 Organisationen in der EU. In Deutschland wurden die Unterschriften maßgeblich von Campact, BUND, WeMove, Umweltinstitut München und SumofUs gesammelt.

Erst kürzlich hatte die EU-Kommission bekanntgegeben, eine Wiederzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre zu planen. Voraussichtlich am 19. Juli 2017 werden die Vertreter der Mitgliedsstaaten über eine Wiederzulassung diskutieren. Im Herbst könnte bereits die Abstimmung folgen. Die Entscheidung der EU-Kommission dazu muss bis Ende des Jahres fallen, da zu diesem Zeitpunkt die Zulassung von Glyphosat ausläuft.

Neubau der Kita „Die kleinen Sandhasen“ in Warin

Warin – Für die Kinder der Kindertagesstätte „Die kleinen Sandhasen“ in der Stadt Warin im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die Zeit des Spielens in provisorischen Containern bald vorbei. Die Stadt plant einen Neubau der Kita mit 24 Krippen-, 60 Kindergarten-, und 22 Hortplätzen. Innenminister Lorenz Caffier unterstützt die Baumaßnahmen und nutze seinen Besuch heute in der Stadt, um einen Fördermittelbescheid in Höhe von 425.000 Euro Sonderbedarfszuweisungen des Innenministeriums zu übergeben.

„Die Einrichtung hat für Warin eine wichtige infrastrukturelle Bedeutung, denn mit der Kita schafft die Stadt die Betreuungsmöglichkeiten, die vor allem junge Familien brauchen, um in der Region zu bleiben“, ist sich Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier sicher. „Die Eltern wissen ihre Kinder gut betreut, wenn sie zur Arbeit gehen. Dies ist ein Stück Lebensqualität, den junge Familien schätzen. Mit dem Geld des Landes kann die Stadt einen Teil der von ihr aufzubringenden Eigenmittel finanzieren. Das entlastet den städtischen Haushalt erheblich und hilft so, die Gesamtinvestition in Höhe von rund 2,68 Mio. Euro abzusichern“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

Der Neubau einer Kindertagesstätte in Warin ist dringend notwendig, da das zuvor genutzte Gebäude stark sanierungsbedürftig ist und wegen Schimmelbefalls nicht mehr genutzt werden kann. Vorrübergehend ist die Kita in Containern untergebracht. Das Landwirtschaftsministerium und der Landkreis unterstützen die Investitionen für den Neubau ebenfalls mit Fördermitteln.

Kultursommerabend in Berlin warb erfolgreich für Ahrenshoop

Berlin – Am Freitag, den 30. Juni 2017, lockte der Kultursommerabend 2017 dem wechselhaftem Wetter zum Trotz zahlreiche Gäste in die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in den Berliner Ministergärten. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres „125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“.

Die Gastgeberin des Abends, die Bevollmächtigte des Landes beim Bund Dr. Pirko Kristin Zinnow, zog eine positive Bilanz: „Mit dem Kultursommerabend haben wir in Berlin vor dem Beginn der Sommerferien ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Ich bin mir sicher, dass das tolle Jubiläumsprogramm die Berlinerinnen und Berliner und die zahlreichen Gäste von außerhalb inspiriert hat, unserem schönen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern einen Besuch abzustatten, um das besondere Flair der Künstlerkolonie Ahrenshoop schon bald auch vor Ort zu erleben.“

Zur Bühneneröffnung sprach Dr. Angela Merkel, MdB als Schirmherrin des Jubiläumsjahres ein Grußwort. Beim anschließenden Rundgang zeigte sie sich sehr interessiert an den in Ahrenshoop entstandenen Arbeiten der anwesenden jungen Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland und dem Baltikum.

Der Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Ahrenshoop Hans Götze betonte in Berlin die einmalige Verbindung aus authentischem Kulturerlebnis und Erholung: „Ahrenshoop – das ist der Dreiklang von einer gewachsenen dörflichen Struktur, intakter, einmaliger Natur und lebendiger Kunst.“

Ein Highlight in Ahrenshoop ist das im Jahr 2013 neu eröffnete Kunstmuseum. Eine Jubiläums-Sonderausstellung in der Landesvertretung bot Einblicke in 125 Jahre künstlerisches Schaffen in der Künstlerkolonie. Zu sehen waren unter anderem Werke von Paul Müller-Kempf, Anna Gerresheim und Cesar Klein. Der Vorsitzende des Museumsvereins und Sprecher der Stiftung Kunstmuseum Dr. Herbert Kempf stellte die noch junge Institution vor: „Das Kunstmuseum Ahrenshoop macht die Tradition der Künstlerkolonie lebendig und trägt sie aus der Gegenwart in die Zukunft.“

Der diesjährige Träger der Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern Kai Grehn las vorab aus seinem erst im September erscheinenden neuen Werk. Der Darßer Tonnenbund präsentierte das traditionelle Tonnen-abschlagen, das jüngst in die Liste des nationalen immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Auf großes Interesse beim Publikum stießen insbesondere die gezeigten zeitgenössischen Arbeiten der internationalen Stipendiaten des Künstlerhauses Lukas. Regionale Spezialitäten und Kleinkunst im illuminierten Garten rundeten einen rundum gelungenen Abend im Herzen des politischen Berlins ab.

Neues Maßnahmenpaket für den Arbeitsmarkt vorgestellt

Stralsund – Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat in Stralsund im Rahmen des Arbeitsmarktforums neue bzw. erweiterte Förderungen zugunsten einer regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt voran, Betriebe wachsen, die Unternehmer stellen Mitarbeiter ein. Das Handwerk, das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungsbereich und auch die Gesundheitswirtschaft entwickeln sich weiter positiv. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Wir wollen die Arbeitsmarktförderung in unserem Land künftig generell noch stärker an regionalspezifisch unterschiedliche Bedarfe in Regionen und Orten ausrichten. Die vier Regionalbeiräte in Westmecklenburg, Region Rostock, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern werden gestärkt. Darüber hinaus soll Bürgerarbeit erstmals auch in Unternehmen ermöglicht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen. Im Land waren im Juni 65.900 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.900 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 8,0 Prozent (Vorjahresmonat Juni: 9,2 Prozent). „Insgesamt ist die Arbeitsmarktbilanz erfreulich, wenngleich die regionalen Unterschiede deutlich werden“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Im Landkreis Ludwigslust liegt die Arbeitslosenquote im Juni aktuell bei 5,7 Prozent. Das ist die niedrigste Quote im Land. Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Quote mit 10,0 Prozent am höchsten (Vorpommern-Rügen: 8,4 Prozent/Vorpommern-Greifswald: 9,4 Prozent).

Gegenwärtig wird eine umfassende und räumlich differenzierte Analyse der regionalen und sektoralen Arbeitsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Darauf aufbauend wird ein Maßnahmenpaket zugunsten einer regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung des Landes entwickelt. „Regionalspezifische Arbeitsmarktförderung heißt für mich, dass die Förderentscheidungen in den Regionen vor Ort fallen. Deshalb werden die den vier Regionalbeiräten zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) um vier Millionen Euro aufgestockt. Diese Mittel sollen allein den beiden Förderinstrumenten ´Strukturentwicklungsmaßnamen´ sowie ´Integrationsprojekte´ zu Gute kommen. Die Mittelaufteilung zwischen den Regionalbeiräten wird nach einem regionalen Schlüssel erfolgen. Räume mit Strukturschwächen im Arbeitsmarkt sollen hierbei deutlich besser gestellt werden. Und zwar unabhängig davon, ob sie in Vorpommern oder in Mecklenburg liegen“, erläuterte Arbeitsminister Glawe.

Darüber hinaus erhalten die Regionalbeiräte aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) künftig so genannte Regionalbudgets. Je Beirat und Jahr werden 300.000 Euro zur Verfügung stehen; über zunächst drei Jahre werden dies dann 3,6 Millionen Euro sein. „Die Finanzmittel dafür können für Projekte zur Verbesserung der regionalen Kooperation, zur Mobilisierung und Stärkung regionaler Wachstumspotenziale, zur Verstärkung von Maßnahmen des Regionalmarketings oder auch zur Verbesserung der Fachkräfteversorgung eingesetzt werden“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Wirtschaftspolitik und Arbeitsmarktpolitik sind im Ministerium unter einem Dach vereint und können daher miteinander verzahnt werden. Die Regionen und die Regionalbeiräte werden in die Lage versetzt, Aktionsprogramme zur Existenzgründerförderung in strukturschwachen Räumen auf den Weg zu bringen. „Das Ziel besteht in zusätzlicher Wertschöpfung in der Region. Wichtig ist mir dabei, dass die Existenzgründung auch die Existenz des Gründers sichert“, sagte der Minister. Bestehende Förderinstrumente sollen regionalspezifisch flexibler ausgerichtet werden, damit höchstmögliche Effekte für die Regionen entstehen. „Wir wollen den Fördersatz bei ´Strukturentwicklungsmaßnahmen´ für strukturschwache Räume flexibilisieren und von bislang 70 Prozent auf künftig mindestens 80 Prozent erhöhen“, so Arbeitsminister Harry Glawe.

Gemeinsam mit den Jobcentern in Mecklenburg-Vorpommern werden wir noch in diesem Sommer zwei zielgruppenbezogene Förderungen auf den Weg bringen. Diese Förderungen werden die jeweils regionalspezifischen Bedingungen berücksichtigen: „22 Joblotsen“ werden Arbeitgeber und geflüchtete Menschen zusammenbringen. Eine schnelle und passgenaue Einmündung in Arbeitsverhältnisse soll damit unterstützt und begleitet werden.

Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, und der Eigenbetrieb des Jobcenters des Landkreises Vorpommern-Rügen haben sich auf eine Optimierung und Beschleunigung der beruflichen Integration von Geflüchteten verständigt. Neben den Joblotsen als ein wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist geplant, Landes- und vier Regionalkoordinatoren einzustellen, die eng mit den Geschäftsführern der Jobcenter die Bildungsangebote und Verwaltungsabläufe analysieren und optimieren werden.

Ganz aktuell laufen Gespräche mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern einerseits sowie mit Unternehmen der Logistikwirtschaft andererseits: „Ziel dieser Gespräche ist es, 400 Arbeitslose und geflüchtete Menschen in einem Jahr zu Berufskraftfahrern zu qualifizieren und damit gleichzeitig den Arbeitskräftebedarf der Logistikwirtschaft zu befriedigen. Hier laufen die Gespräche“, machte Glawe deutlich.

Nicht alle, die grundsätzlich erwerbsfähig und hilfebedürftig sind, haben realistische Chancen auf eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt. Neben der mit der Zeit zunehmenden Entfremdung vom Arbeitsmarkt gesellen sich in der Realität häufig andere Probleme. Beispielsweise durch ungelöste familiäre Probleme oder gesundheitliche Einschränkungen ist die Integration in den Arbeitsmarkt keine leichte Aufgabe. „Die Landesregierung unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen und Familien bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Mit den Förderinstrumenten der ´Integrationsprojekte´ und dem ´Familiencoach´ leisten wir unmittelbare Hilfestellungen beim Zugang zu Erwerbsarbeit und -einkommen“, sagte Glawe.

Der Wirtschaftsminister warb abschließend für die Programme Qualifizierung und Bürgerarbeit. Beide sollen noch in diesem Sommer starten. „Kluge Fachkräftebindung sowie Fachkräftegewinnung und ein verstärktes Ausbildungsmarketing sind notwendig, um Arbeitskräfte und Auszubildende frühzeitig in unserem Land zu binden. Mit der Qualifizierungsoffensive für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks wollen wir auch ein Zeichen auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt setzen. Mit der Bürgerarbeit haben wir gemeinsam mit den Jobcentern die Möglichkeit, neben kommunalen oder gemeinnützigen Arbeitgebern, erstmals auch in Unternehmen, Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. So geben wir Menschen in der Grundsicherung wieder eine echte Perspektive“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. Mit der Bürgerarbeit werden wir zusammen mit den Jobcentern in diesem Jahr 200 Arbeitsplätze für arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose fördern.

Unter Einbeziehung aller relevanten Ressorts der Landesregierung, in Abstimmung mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Land, wird im zweiten Halbjahr 2017 das Maßnahmenpaket zugunsten einer regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung des Landes auf den Weg gebracht. Ab Herbst werden die Regionalbeiräte das in seinen Grundzügen vorgestellte Paket regionalspezifischer Arbeitsmarktförderung mit Leben füllen. In vier regionalen Arbeitsmarktforen soll die erarbeitete Arbeitsmarktanalyse vertieft und Vorschläge zur Ausgestaltung dieses Paketes gesucht werden.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe machte abschließend deutlich: „Wer arbeitet, muss deutlich mehr Einkommen haben als derjenige, der von Transferleistungen lebt. Wir nehmen auch die in den Blick, die morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, sich um ihre Kinder kümmern, ältere Menschen pflegen und in den Vereinen und Organisationen im Ehrenamt für das Funktionieren der Gesellschaft arbeiten. Deshalb ist unsere Hauptaufgabe, die Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze weiter zu verbessern – und zwar so, dass Menschen in Arbeit kommen oder auch bleiben können. Mit den vorgestellten Maßnahmen wollen wir hierfür einen ersten wichtigen und nachhaltigen Beitrag liefern“, betonte Glawe.

Das Arbeitsmarktforum in der Hansestadt Stralsund ist vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium organisiert und veranstaltet worden. Zum Arbeitsmarktforum waren über 160 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung eingeladen. Die Unterstützungsmöglichkeiten für den Arbeitsmarkt wurden gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, dem Geschäftsführer „Wirtschaft und Arbeit“ der Vereinigung der Unternehmensverbände, Jens Matschenz, sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Nord Ingo Schlüter erörtert.

Planerwerkstatt der Architektenkammer eröffnet

Ueckermünde – „Das Thema „Tourismus und Baukultur“, dem sich die Planerwerkstatt der Architektenkammer in diesem beiden Tagen zuwendet, ist von herausragender Bedeutung für Vorpommern, für unser Bundesland insgesamt“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann zur Eröffnung der Werkstatt im Seebad Ueckermünde.

Die Stadt habe mit großem Engagement in den vergangenen Jahren ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeitet. „Aber es gibt noch ungelöste Fragen, mit denen sich die Werkstattteilnehmer ganz besonders beschäftigen wollen. Dabei handelt es sich um die Fläche zwischen dem Haffbad und der Lagunenstadt und einem 5 000 Quadratkilometer großen Areal in der Nähe des Bahnhofes. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen“, betonte Dahlemann.

Tourismus sei für Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Das gilt für Vorpommern als einem der Tourismuszugpferde im Land in besonderem Maße. Baukultur, die es versteht, historisch Gewachsenes wie die Bäderarchitektur oder die typischen Backsteinbauten klug mit Neuem zu verbinden ist wichtig, um unsere regionale Identität zu bewahren und zu stärken“, so Dahlemann.

Eine solche sensible, regionaltypische Baukultur könne zu einem Markenzeichen des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern werden, „zu etwas Besonderem, von dem unsere Gäste sagen: Das macht Mecklenburg-Vorpommern neben seiner natürlichen Schönheit aus und deshalb fahren wir immer wieder gern dorthin. Ich freue mich, dass die Landesarchitektenkammer mit ihren Planerwerkstätten, mit vielen Veranstaltungen und Workshops dazu einen wichtigen Beitrag leistet“.

Diese Werkstätten, die in diesem Jahr zum 18. Mal durchgeführt würden, „sind inzwischen eine feste Tradition in unserem Land und waren schon mehrfach in Vorpommern zu Gast. Ich danke allen Organisatoren für die Vorbereitung,“ so Dahlemann abschließend.