Verkehrsunfall auf Rügen – drei Kinder verletzt

Insel Rügen – Am Montagnachmittag, dem 03.07.2017, ereignete sich auf der B 96 zwischen Samtens und Bergen auf Rügen ein Verkehrsunfall, bei dem drei Kinder leicht verletzt wurden.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr eine 36-jährige Urlauberin aus dem sächsischen Erzgebirgskreis, zusammen mit ihren zwei Kindern, in einem Pkw Renault die B96 in Richtung Bergen auf Rügen, als sie sich auf Höhe des Parkplatzes „Burkvitzer Wald“ auf das Ende eines Rückstaus zubewegte. Der vor ihr fahrende Pkw BMW aus Schweden musste abbremsen, was die 36-jährige Fahrerin des Renaults scheinbar zu spät bemerkte und gegen 14:45 Uhr auf den BMW des 38-jährigen Fahrers auffuhr.

Durch den Zusammenstoß erlitten die beiden 9 und 4 Jahre alten Kinder der 36-Jährigen einen Schock. Im Pkw des 38-jährigen Schweden befanden sich ebenfalls zwei 6 und 4 Jahre alte Kinder sowie eine Beifahrerin, wovon ein Kind durch den Aufprall ebenfalls leicht verletzt wurde.

Vorsichtshalber wurden alle Kinder zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren. Die beiden Fahrer und die Beifahrerin des BMW blieben jedoch unverletzt. Der Pkw Renault war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von 12.000 Euro.

Regenereignisse haben keine gravierenden Schäden angerichtet

Schwerin – Langanhaltender, zum Teil starker Regen hielt Mecklenburg-Vorpommern und weite Teile Norddeutschlands von Donnerstagmittag bis Samstag in Atem. Niederschläge von bis zu 100 mm pro m² wie beispielsweise in Waren und Pasewalk haben regional zu hohen Wasserständen in den Fließgewässern und Seen des Landes geführt. Teilweise waren die Gewässer bordvoll und in einigen Gebieten kam es zu Überschwemmungen von Grünlandflächen, wie z.B. an der Recknitz und am Hellbach. Schäden an kommunaler Infrastruktur waren jedoch nicht zu verzeichnen.

Das ist im Vergleich zum Jahr 2011, dessen Niederschlagsmengen bis auf lokale Ausnahmen nicht erreicht wurden, auch darauf zurück zu führen, dass die Böden aufgrund der vorangegangenen Trockenzeit in der Lage waren, viel Wasser aufzunehmen und die großen Seenspeicher, wie der Schweriner See und die Müritz noch Fassungsvermögen hatten, um die Wassermengen zu speichern.

„Die Situation macht deutlich, dass Hochwasserschutz eine Daueraufgabe ist. Die Investitionen, die wir nach 2011 getätigt haben, haben sich ausgezahlt“, sagte der Umweltminister Dr. Till Backhaus. So wurden beispielsweise in Anlagen zum Hochwasser- und Überflutungsschutz in der Conventer Niederung ca. 1,8 Mio. €, davon 1,2 Mio. Fördermittel, investiert.

Backhaus lobt die gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort: „Durch das gemeinsame und planvolle Vorgehen der Kommunen, der Wasser- und Bodenverbände, des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg und des Landkreises Rostock sowie des Abwasserzweckverbandes Kühlung wurde ein gut abgestimmtes und wirkungsvolles Hochwasserschutzkonzept umgesetzt.“

Nach den aktuellen Prognosen sind weitere ergiebige Niederschläge in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, so dass von einer Entspannung der Abflusssituation in allen Gewässern ausgegangen wird. Derzeit werden alle Gewässer und Anlagen aber weiter intensiv kontrolliert. Über die bei den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt eingerichtete anlagenbezogene Rufbereitschaft ist die Kontrolle auch außerhalb der Dienstzeiten gewährleistet.

Bauarbeiten am Schienennetz zwischen Lübstorf und Carlshöhe beginnen

Minister Pegel zwischen den Verantwortlichen der DB beim 1. Spatenstich – und Maskottchen Max Maulwurf. Foto: EM

Minister Pegel zwischen den Verantwortlichen der DB beim 1. Spatenstich – und Maskottchen Max Maulwurf. Foto @ EM

Lübstorf – Am Bahnhof Lübstorf erfolgte der erste Spatenstich für den Bau eines neuen Stellwerks sowie die Streckenertüchtigung über zehn Kilometer an der Bahnstrecke Bad Kleinen – Schwerin in Höhe Carlshöhe.

„Diese Baumaßnahme ist für uns Freud‘ und Leid zugleich“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel heute beim offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten. Freude, weil ab Dezember 2018 Züge auf dieser Strecke, Teil der Verbindung Rostock-Hamburg und Ludwigslust-Wismar, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde verkehren können sollen.

Leid, weil die Fahrgäste dafür in der Zeit der Bauarbeiten einige Hindernisse hinnehmen müssen. Das größte wird die Vollsperrung der Strecke Bad Kleinen – Schwerin vom 7. Januar bis voraussichtlich 14. April 2018 sein. Die Fahrgäste müssen in dieser Zeit in den Schienenersatzverkehr umsteigen.

„Vor allem die Pendler bitte ich inständig um Nachsicht. Und ich verspreche, nach Ende der Bauarbeiten wird dann alles umso besser“, so Christian Pegel. Besser wird vor allem der moorige Streckenabschnitt zwischen Carlshöhe und Lübstorf. Weil die alten Gleisanlagen dort kaum noch Halt haben, müssen Züge dort zurzeit auf Bummelzugtempo abbremsen. Für die Moorstelle Kronshof wird nun eine 400 Meter lange Moorbrücke auf 600 Pfählen errichtet, die 25 bis 35 Meter tief in den Boden gerammt werden. Außerdem wird eine 2500 Quadratmeter große Spundwand für die Stabilität der Gleise sorgen.

Weiterhin werden auf den zehn Kilometern Baustrecke 12 Weichen neu gebaut, 17 Signale, ein Überholgleis sowie 300 Maste und Stromkabel für die Oberleitung erneuert. Hinzu kommt ein neues elektronisches Stellwerk. 62 Millionen investiert die Bahn insgesamt in diese Streckenertüchtigung.

Vorbereitend zum Stellwerk Lübstorf wurden 2014 bereits die Bahnsteige des Lübstorfer Bahnhofs sowie die Bahnübergänge Friedensweg und Bahnhofstraße erneuert.

„Im Zusammenhang mit diesen Bauarbeiten ist auch die Gestaltung des Bahnhofs Bad Kleinen und anliegender Schienenabschnitte zu betrachten“, so Christian Pegel. Er blickt optimistisch in die Zukunft: „Jetzt wird auf dieser Strecke einmal alles gemacht und dann haben wir hoffentlich viele Jahre Freude daran.“

Natürliches Futter für Aquaristik und Aquakultur aus Teterow

Teterow – „Mit der Übergabe des Fördermittelbescheides wird ein ganz wichtiger Baustein für den Aufbau einer nachhaltigen Aquakultur in unserem Land unterstützt, um die natürliche Futtergrundlage in der Aquaristik und der Aquakultur zu sichern“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, heute in Teterow bei der Aquacopa GmbH.

Das Land und der Europäische Meeres- und Fischereifonds unterstützen das Vorhaben der Aquacopa GmbH mit knapp 67.000 €. Bis Anfang 2019 soll dann erstmalig in Deutschland eine kommerziell erfolgreiche Aufzucht von winzig kleinen Ruderfußkrebsen, den Copepoden aufgebaut sein. Die Aquacopa GmbH wird ein Verfahren zur intensiven Aufzucht von Copepoden weiter entwickeln. Außerdem sollen diese neuartigen Lebendfutterprodukte in den Markt eingeführt werden. „Damit nimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein und wird die Aquakultur um die natürliche Fütterung bereichern und nachhaltig vorantreiben“, hob Dr. Backhaus hervor.

Diese Kleinstlebewesen sind z.B. für die Ernährung der Zanderbrut zwingend notwendig. „So ist die schon jetzt gute Zusammenarbeit mit der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere mit der Experimentalanlage in Hohen Wangelin, die intensiv an der erfolgreichen Aufzucht des Zanders in einer Kreislaufanlage forscht, nicht verwunderlich“, sagte Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern erlangt die Aquakultur eine immer größere Bedeutung. So wurden seit 2000 insgesamt 22 Vorhaben mit insgesamt über 6,7 Mio. € gefördert. Ziel ist es, die Aufzucht von Fischen in Kreislaufanlagen und Teilkreislaufanlagen wissenschaftlich fundiert zu entwickeln. Durch diese Bemühungen konnte sich in den vergangenen Jahren eine vielversprechende Infrastruktur im Bereich der Aquakultur entwickeln, so dass Produzenten, Verarbeiter und Forschungseinrichtungen erfolgreich zusammenarbeiten können. Diese Infrastruktur, vor allem die Forschungseinrichtungen, zieht auch neue Investoren, wie die Aquacopa GmbH an.

Neue Kita für Schwerin-Süd

Schwerin – Für den Neubau einer Kindertagesstätte in Schwerin-Süd übergibt Bauminister Christian Pegel der Landeshauptstadt Schwerin einen Zuwendungsbescheid. Die Mittel in Höhe von rund 950.000 Euro stammen aus dem EFRE-Strukturfonds 2014-2020 für integrierte nachhaltige Stadtentwicklung. Die Gesamtkosten betragen mehr als 1,9 Millionen Euro.

In der Schweriner Robert-Bunsen-Straße/Alexander-Behm-Straße errichtet die Dreescher Werkstätten gGmbH eine betriebsnahe, integrative Kita. Mit dem Neubau der Kindertagesstätte für Kinder mit und ohne Handicap werden Inklusion und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert. Die Einrichtung ist vorrangig für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der im Gewerbegebiet Am Fährweg ansässigen Unternehmen vorgesehen.

Für das Projekt wurde ein vorzeitiger Vorhabenbeginn genehmigt. Daher konnte im Oktober 2016 mit dem Bau begonnen werden. Voraussichtlich am 1. September dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schülerinnen aus Schwerin gewinnen Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

Schwerin – „bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit 7.000 Schüler Kunstwerke gegen Alkoholmissbrauch. Das beste Plakat aus Mecklenburg-Vorpommern kommt von den zwei 13-jährigen Schülerinnen Stella Becker und Paula Zimny von der ecolea-Schule. Sie setzten sich gegen rund 300 Teilnehmer aus MV durch. Als Landessieger erhalten die Siebtklässlerinnen 300 Euro. Die Sozialministerin Stefanie Drese übergab als Schirmherrin der Aktion die Urkunden und Preise.

„Die gestiegenen Zahlen zeigen, wie wichtig Suchtprävention weiterhin ist. Jede Alkoholvergiftung ist eine zu viel. Ich möchte den Kindern und Jugendlichen deshalb verdeutlichen, dass es nicht cool ist, Alkohol zu trinken. Viel stärker ist es „NEIN“ zu sagen, wenn Freunde wie selbstverständlich Alkohol konsumieren“, sagt Ministerin Drese. „Der Plakatwettbewerb ist ein toller Weg, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mein Dank geht an alle teilnehmenden Jugendlichen, die sich mit äußerst kreativen Ideen eingebracht haben“, so die Ministerin weiter.

„Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Sabine Hansen, Leiterin der Landesvertretung der DAK in Mecklenburg-Vorpommern. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei `bunt statt blau´: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“

Das Kunstwerk der Siegerinnen Stella Becker und Paula Zimny aus Schwerin zeigt, dass es gut überlegt sein soll, ob man zu tief ins Glas schaut. „Willst du dir die Kante geben“, so lautet die Frage auf dem Plakat der beiden Künstlerinnen. „Unser Motiv soll die Leichtsinnigkeit darstellen, der viele Jugendliche Unterliegen, wenn sie die Wirkung des Alkohols unterschätzen“, erklären die Siegerinnen ihr erfolgreiches Plakat“. Den zweiten Platz belegte Jennifer Niendorf (17) vom Innerstädtischen Gymnasium in Rostock. Der dritte Platz ging an die beiden sechzehnjährigen Schülerinnen Anna Becker und Amanda Schmidt vom Erasmus-Gymnasium. Der Sonderpreis für junge Künstler ging an Stella Tasan (13) und Amy Thörel (12) aus der Klasse 7b der ecolea-Schule.

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in MV mussten 347 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 19 Jahren deshalb in die Klinik. Die Zahl der Betroffenen ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent gestiegen. Experten fordern weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Sozialministerin Drese Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gibt es seit acht Jahren. Mit inzwischen rund 87.000 Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.