Zusammenarbeit in der Metropolregion

Schwerin – Am Montag hat in Schwerin die IHK-Wirtschaftskonferenz Westmecklenburg stattgefunden. Im Mittelpunkt stand das Thema Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. „Mit Schwerin und dem nun gesamten Kreis Ludwigslust-Parchim sind zwei weitere Partner zur Metropolregion hinzugekommen. Das wirtschaftliche Gewicht aus unserem Bundesland ist größer geworden. Mir ist wichtig, dass Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie die anderen Partner von den Vorteilen einer Metropolregion profitiert. Das gemeinsame Handeln macht die Region als Ganzes erst stark und vor allem auch attraktiv. Die Wahrnehmbarkeit im internationalen Wettbewerb kann noch stärker betont werden“, machte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der IHK zu Schwerin deutlich.

„Als Teil der Metropolregion Hamburg wird der Wirtschaftsstandort Westmecklenburg seine eigenen Stärken einbringen und gleichzeitig auch von den Stärken Hamburgs profitieren. Hierdurch bekommt die wirtschaftliche Entwicklung Westmecklenburgs neue Impulse.“

Die Industriedichte in der Region (Landeshauptstadt Schwerin, Landkreis Nordwestmecklenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) entspricht mit 43 Industriebeschäftigten je 1.000 Einwohner dem Durchschnitt des Landes (43). „Die Region Westmecklenburg hat sich wirtschaftlich positiv entwickelt. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums sind eine Reihe von Neuansiedlungen erzielt worden, bestehende Unternehmen erweitern. In der Region machen sich vor allem die gut ausgebaute Infrastruktur, die verkehrsgünstige Lage sowie die Nähe zu Hamburg bemerkbar. Insbesondere der Hamburger Hafen als Logistikdrehscheibe für den internationalen Markt macht eine Unternehmensansiedlung im näheren Umfeld attraktiv. Chancen bestehen auch für Zulieferfirmen“, so Glawe weiter.

Angesiedelt haben sich in den vergangenen Jahren unter anderem in Schwerin der Flugsitzhersteller ZIM, das Kaffeekapselwerk Nestlé, die Block Menü GmbH; (Restaurantzulieferer) in Zarrentin, die Schur Pack Germany GmbH in Valluhn-Gallin (Faltschachtelwerk), das Unternehmen AqVida GmbH (Produktionsstätte für Krebsmedikamente) in Dassow, die Rothkötter Mischfutterwerk GmbH (Produktion von Tierfutter) in Boizenburg sowie der Verschlusskappenhersteller United Caps GmbH oder die FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co. KG (Herstellung von Regranulaten durch Recycling von Folienabfällen) in Schwerin.

Im Vorfeld der heutigen Konferenz fand ein Unternehmensbesuch bei FLAMMEROTEC statt. Die FLAMMAEROTEC GmbH & Co. KG mit Sitz im Industriepark Schwerin ist anerkannter Bauteil- und Baugruppenlieferant der nationalen und internationalen Luftfahrtzulieferindustrie, wurde 2005 gegründet und ist ein Beteiligungsunternehmen der FLAMM-Gruppe. „Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren als ein bedeutender Arbeitgeber für die Region entwickelt. Die Produkte sind international gefragt“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Aktuell arbeiten rund 350 Mitarbeiter im Unternehmen.

„Das Beispiel FLAMMAEROTEC zeigt, dass der Standort Westmecklenburg als Schnittmenge von MV und der Metropolregion Hamburg punktet. Hier finden Unternehmen Raum, um sich weiter zu entwickeln und die Unterstützung der Akteure vor Ort“, sagt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. „Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von der Nähe zu Hamburg und der engen Zusammenarbeit, die wir durch weitere Projekte ausbauen möchten“, so Eisenach.

Schülerzeitungsredakteure aus M-V zu Gast im politischen Berlin

Berlin – Auf Einladung der Bevollmächtigten des Landes beim Bund Dr. Pirko Kristin Zinnow haben vom 5. bis zum 7. Juli 2017 achtzehn Schülerzeitungsredakteure aus Mecklenburg-Vorpommern das politische Berlin besucht. Höhepunkt und Abschluss des Besuchsprogramms war am Freitag ein Treffen mit der erst am Dienstag neu gewählten Ministerpräsidentin des Landes Manuela Schwesig am Rande der Plenarsitzung des Bundesrates.

Weitere Stationen des dreitägigen Bildungsaufenthaltes waren unter anderem die Bundespressekonferenz, das ARD-Hauptstadtstudio und der Bundestag. In der Landesvertretung begrüßte Dr. Zinnow die Nachwuchsjournalistinnen und –journalisten und lobte deren Engagement:„Mit Eurer Arbeit in der Schülerzeitungs-redaktion leisten Ihr einen ganz wichtigen Beitrag zum Gelingen der Schulgemeinschaft. Sehr gerne habe ich Euch deshalb eingeladen, Euer Wissen über Politik und Medien bei einem Besuch in der Bundeshauptstadt aus erster Hand zu vertiefen.“

Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren der Schülerzeitungsredaktionen der Kreisgesamtschule (KGS) in Altentreptow (Redaktion „The Treptow Times“), des Friderico-Francisceum Gymnasium in Bad Doberan (Redaktion „Stichling“), der Werkstattschule Rostock (Redaktion „Scorpion) und der Europaschule Gymnasium Teterow (Redaktion „PAUSENZEITung“) nahmen an der Berlin-Fahrt teil.

Landespastor Martin Scriba geht in Ruhestand

Schwesig: Scribas Hingabe ist es, die ihn besonders auszeichnet

Schwerin – „Martin Scriba hat die Position der Kirchen zu den verschiedensten Themen klar und deutlich gemacht – immer kritisch, mit großer Vehemenz, ohne Scheu vor Konflikten. Ich erinnere mich an brisante Themen wie den Sonntagsschutz, die Weiterentwicklung des Kindertagesförderungsgesetzes, die Finanzierung der Schulen zur individuellen Lebensbewältigung in freier Trägerschaft oder die bessere Vergütung in der ambulanten Pflege“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Sonntag bei der Verabschiedung von Landespastor Martin Scriba im Schweriner Dom.

Natürlich seien die Landesregierung und die Kirchen nicht immer einer Meinung gewesen. „Aber wir haben immer zu gemeinsamen, guten Lösungen gefunden. Das hat viel mit der besonnenen Art von Herrn Scriba und seinem großen Verhandlungsgeschick zu tun. Mit seiner Beharrlichkeit und Ausdauer hat er dafür gesorgt, dass die Stimme der Kirche Gewicht im politischen Gespräch hat.“

So habe Scriba in zehn Jahren Regierungsbeauftragter der Evangelischen Kirchen viel für die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Kirche getan. Sich für Menschen einzusetzen, für alle, die Hilfe benötigen, „das ist sein Lebenscredo. Das hat Herr Scriba auch als Landespastor in der Diakonie beherzigt“, so die Ministerpräsidentin. Heute sei die Diakonie nicht nur der größte Wohlfahrtsverband, sondern auch eine wichtige Arbeitgeberin mit mehr als 14.000 Beschäftigten, die in Kitas, Pflegediensten, Hospizen und Beratungsstellen tätig seien.

Dazu kämen die Ehrenamtlichen, die die Menschen vor Ort unterstützten, ob in der Telefonseelsorge oder in der Trauerbegleitung. Sehr deutlich habe sich dies auch in der Flüchtlingsaufnahme gezeigt. Schnell und unbürokratisch hätten Diakonie und andere Träger ihre Hilfe angeboten. Besonders habe sich Scriba für das Projekt „Menschen stärken Menschen“ eingesetzt, ein Projekt, das ich als Bundesfamilienministerin auf den Weg gebracht habe und das diejenigen unterstützt, die sich für Geflüchtete einsetzen, als Pate, Gastfamilie oder als Vormund.“ Da sei Martin Scriba von Anfang an ein verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner und Berater gewesen.