Drese: Vielfältige Maßnahmen des Landes für mehr soziale Gerechtigkeit

Schwerin – Der Landtag debattierte heute auf Antrag der Fraktion Die Linke über Unterstützungsmöglichkeiten für armutsgefährdete Kinder. Ministerin Stefanie Drese betonte, dass das statistische Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen auf das Engste verbunden ist mit der Einkommens- und Vermögenssituation ihrer Eltern. „Der beste Schutz vor Kinderarmut sind deshalb höhere Löhne hier bei uns im Land“, sagte Drese. „Aber diese können nicht einfach verordnet werden. Sie setzen eine gute wirtschaftliche Entwicklung, die wachsende Einsicht von Unternehmen für die Notwendigkeit einer besseren Bezahlung und starke Gewerkschaften voraus. Hier ist in den letzten Jahren enorm viel geschehen, v.a. beim Abbau der Arbeitslosigkeit und durch die frühzeitigen Landesvorgaben zum Mindestlohn“, so Drese. Die besseren Rahmenbedingungen müssten sich nun auch in einem höheren Lohnniveau auswirken. Dafür kämpfe die Landesregierung.

Im Bereich der Familienpolitik stünden eine Reihe von Maßnahmen zur gezielten Förderung benachteiligter Kinder und deren Familien zur Verfügung. Drese: „Die Landesregierung unterstützt mit Strukturen und Angeboten der Familienarbeit, Eltern- und Familienbildung, Familienhebammen sowie einem breit gefächerten Beratungsnetzwerk. Darüber hinaus ermöglicht das Land durch die Förderung von Erholungsmaßnahmen einen bezahlbaren Urlaub für einkommensschwache Familien.“

Ein besonderer Fokus des Landes liegt auf der frühkindlichen Bildung. Mit massiven Investitionen wurde in den vergangenen Jahren die Kindertagesförderung qualitativ und quantitativ ausgebaut. Drese: „Wir sind bei den Betreuungsquoten bundesweit vorn, stellen zusätzliche Mittel für Kitas in sozialen Brennpunkten zur Verfügung und Kitas aus MV nutzen überdurchschnittlich die Angebote KitaPlus und Sprach-Kitas. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für Eltern, eine Arbeit aufnehmen zu können und wir fördern gezielt Kinder, die auf Grund ihrer sozialen und/ oder ethnischen Herkunft benachteiligt sind. Durch die vom Sozialministerium geförderten FamilienCoaches erhalten Familien zudem Unterstützung und Hilfsangebote z. B. bei medizinischen, finanziellen oder anderen sehr persönlichen Problemen, die oft belastend sind und für Eltern Hindernisse bei Bewerbungen darstellen.

Über einen sehr positiven Trend konnte die Ministerin bei den Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT) berichten. Die Ausgaben etwa für Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen, den persönlichen Schulbedarf und Lernförderung sind landesweit im sechsten Jahr in Folge gestiegen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Kinder, die Ansprüche auf BuT-Leistungen haben u.a. durch die verbesserte wirtschaftliche Situation im sechsten Jahr in Folge weiter gesunken. Drese: “Immer weniger Kinder im SGB II- und Kinderzuschlagbezug erhalten also immer mehr Mittel aus dem BuT-Paket des Bundes. Auch das ist ein wesentlicher Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit.“

Geschichte der SPD begründet Verurteilung politisch motivierter Gewalt

Schwerin – Anlässlich der Debatte um die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg verurteilt der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte jede Form von politischem Extremismus.

„Niemand in diesem Land kann den Bürgerinnen und Bürgern ernsthaft einreden, dass die SPD und ihre Mitglieder, die in ihrer über hundertjährigen Geschichte selber Gegenstand von Verboten, von Verfolgung und Gewalt war, auch nur ansatzweise Verständnis für „sogenannte politisch motivierte Gewalt“ in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft hat.

Und wenn jetzt einige, geistig gestrige der früheren Bundesfamilienministerin und neugewählten Ministerpräsidentin anlässlich der Vorkommnisse in Hamburg – nicht in Mecklenburg-Vorpommern – eine mangelnde Distanz zum Linksextremismus andichten wollen, dann sollten sich diese Personen vielleicht erst einmal mit den Fakten beschäftigen, bevor sie irgendwelche alten Zeitungsüberschriften aus dem Zusammenhang reißen und dann auch noch unserer Ministerpräsidentin in den Mund zu legen versuchen.

Weder hat Manuela Schwesig jemals den Linksextremismus verharmlost, noch hat sie gar in ihrer Funktion als Bundesministerin funktionierende Programme gegen Extremisten egal welcher Couleur gekürzt oder gar gestrichen. Vielmehr hat sie zwei Dinge getan, für die wir als SPD-Fraktion auch in diesem Land ihr heute noch dankbar sind: Sie hat ein neues, besseres Programm zur Stärkung der Demokratie und gegen Extremismus auf den Weg gebracht, mit dem die Mittel auch gegen linke Militanz mehr als verdoppelt wurden.“

Im Übrigen habe die Ministerpräsidentin in ihrer Regierungserklärung, wie auch auf einer Vielzahl von Veranstaltungen klar und deutlich gegen jede Form von Extremismus und Gewalt Position bezogen, so Schulte abschließend.

Schuljahr 2016/2017: Mehr Schwimmlehrkräfte an den Grundschulen

Ministerin Hesse: Schwimmunterricht kann nur stattfinden, wenn es gut ausgebildete Schwimmlehrkräfte gibt

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern gibt es heute mehr Schwimmlehrkräfte an den Schulen als vor einem Jahr. Das Land hat mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 Fortbildungen für eine Schwimmlehrerausbildung aufgelegt. In drei Lehrgängen haben sich jeweils 20 Lehrkräfte qualifiziert. Im Schuljahr 2017/2018 sind weitere Kurse geplant. In den Fortbildungen wird Lehrerinnen und Lehrern die Methodik des Schwimmens vermittelt. Außerdem können sie eine Rettungsschwimmerqualifikation erlangen. Die Kurse werden gemeinsam mit der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft veranstaltet.

„Schwimmunterricht kann an Schulen nur stattfinden, wenn es gut ausgebildete Schwimmlehrkräfte gibt“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Alle zwei Jahre müssen diese Lehrerinnen und Lehrer den Nachweis der Rettungsfähigkeit erbringen. Mit der neuen Schwimmlehrerausbildung wollen wir sicherstellen, dass an allen Grundschulen des Landes eine ausreichende Anzahl an Schwimmlehrkräften zur Verfügung steht. Ich freue mich darüber, dass die Fortbildungen so gut angenommen wurden“, sagte Hesse.

Schwimmen ist Teil des Sportunterrichts und ab der dritten Klasse verbindlich geregelt. Im Rahmenplan „Sport“ der Grundschulen ist festgeschrieben, dass am Ende der Jahrgangstufe 4 die Kinder schwimmen können sollen sowie hygienische Verhaltensweisen und Baderegeln benennen und beachten können.

„In den letzten Jahren haben die Schulträger und Schulen große Anstrengungen unternommen, damit Schwimmunterricht angeboten werden kann“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Gerade bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ein Gewässer an das nächste reiht bis hin zur Ostseeküste, ist schwimmen zu können keine Kür, sondern Pflicht. Es ist ein großes Anliegen der Landesregierung, dass Kinder so früh wie möglich sicher schwimmen lernen“, betonte Hesse.

Im Schuljahr 2015/2016 haben 94 Prozent der öffentlichen Grund- und Förderschulen Schwimmunterricht durchgeführt. Lediglich an 13 Schulen hat es keinen Schwimmunterricht gegeben, wie aus einer Umfrage des Bildungsministeriums hervorgeht. Alle 279 Grund- und Förderschulen haben sich an der Umfrage beteiligt. Im laufenden Schuljahr haben lediglich sieben Schulen keinen Schwimmunterricht geplant.

Drese: Land unterstützt wichtige Arbeit der Produktionsschulen

Schwerin – Ministerin Stefanie Drese hat als Schirmherrin des heutigen „Produktionsschultags in Mecklenburg-Vorpommern“ die Bedeutung der Produktionsschulen für junge Menschen mit verschiedenen persönlichen und sozialen Problemen hervorgehoben.

„Durch die enge Verzahnung von Arbeiten und Lernen werden Jugendlichen, die nur geringe Chancen auf dem regulären Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben, Perspektiven eröffnet“, sagte Drese in Schwerin. Derzeit werden in den fünf Produktionsschulen des Landes an acht Standorten 330 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren unterstützt und gefördert. Sie haben hier die Möglichkeit, ihre Ausbildungs- und Berufsreife zu erwerben, und arbeiten in den verschiedenen Werkstätten, wie zum Beispiel in der Metallwerkstatt, in der Tischlerei, im Bauservice, in Kreativwerkstätten sowie in der Gärtnerei und in der Tierhaltung.

Drese: „Die Produktionsschulen sind ein Beweis dafür, dass es gelingen kann, Schulabbrecher und junge Menschen ohne Ausbildungsplatz und mit besonderem individuellem Hilfebedarf zu motivieren und auf eine berufliche Zukunft vorzubereiten. Das ist vor allem das Ergebnis einer vertrauensvollen und zuverlässigen pädagogischen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Produktionsschulen“, so die Ministerin.

Für diese Jugendlichen braucht es besondere pädagogische Konzepte, die den Zugang zur Ausbildung oder zur Beschäftigung ermöglichen. „Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die Produktionsschulen als ein Teil des Übergangssystems von der Schule in den Beruf bedarfsgerecht und zukunftsorientiert auszurichten und Ideen und Vorschläge zur gelingenden sozialen und beruflichen Integration weiterzuentwickeln“ so Drese. Die Ministerin warb gleichzeitig bei den Unternehmen im Land, Absolventen von Produktionsschulen eine Chance zu geben.

Drese sagte seitens der Landesregierung zu, die Produktionsschulen weiter zu fördern und jährlich Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Foto eines Privatmanns zeigt Wolf im Darßwald

Schwerin – Im Darßwald im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hält sich ein Wolf auf. Der sichere Nachweis dafür konnte anhand einer am 10. Juli 2017 entstandenen Fotografie eines Privatmanns geführt werden.

Bereits seit längerer Zeit wurde die zumindest zeitweise Anwesenheit eines Wolfes vermutet. Sichtungen von Urlaubern und das Verhalten von Wildtieren ließen auf die Anwesenheit schließen.

„Bei der Populationsdynamik des Wolfes ist es nicht überraschend, dass Einzelindividuen jetzt auch den Nationalpark an der Ostseeküste erreicht haben. Insbesondere die großen zusammenhängenden Kernzonenbereiche des Ostzingst bieten dem Wolf Rückzugsbereiche“, so Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus. Der Wolf zeigte ein arttypisches Fluchtverhalten, nachdem er die Witterung des Fotografen aufgenommen hatte. „Ich bitte die Besucher des Nationalparks um Vorsicht und Aufmerksamkeit. Bei Sichtung des Tieres ist der Nationalpark oder das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie zu informieren“, sagte Backhaus weiter.

Die Nationalparkverwaltung verweist auf die durch das Landesamt für Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichen Hinweise zum Umgang mit Wölfen, dabei insbesondere auf die strikte Einhaltung der ohnehin im Nationalpark bestehenden Leinenpflicht für Hunde.

Tierhalter werden anhand der Sichtung noch einmal dafür sensibilisiert, ihre Tiere durch Zäune wirkungsvoll zu schützen.

Ahlbeck, Binz, Zingst und Boltenhagen – AOK AKTIV STRAND geht erstmals „ON TOUR“

Einladung zu Spiel, Spaß und Sport an der Ostsee

Faul in der Sonne liegen und nichts tun? Oder doch lieber mit Freunden und Familie neue Sportarten ausprobieren und an der frischen Ostseeluft Spaß bei gemeinsamem Spiel und Bewegung haben? Dann aufgemerkt, es wird sportlich am Ostsee-Strand und genau das ist das Konzept des AOK AKTIV STRANDES, der erstmals auf Tour geht.

Usedomer und Besucher können vor der einzigartigen Kulisse der Ostsee viele verschiedene Trendsportarten wie beispielweise Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball auf ihren Funfaktor testen. Neben ihrem festen Standort im Ostseebad Kühlungsborn schlägt die AOK AKTIV STRAND SPIEL- UND SPORTARENA ihre Zelte nun auch auf Usedom in Ahlbeck (22. Juli), auf Rügen in Binz (5. August), auf Fischland-Darß in Zingst (12. August) und im Ostseebad Boltenhagen (19. August) auf. Dazu sind alle sportbegeisterten Ostseebewohner und Gäste der Region recht herzlich eingeladen. Geleitet wird der AOK AKTIV STRAND vom ehemaligen Bundesligatrainer des FC Hansa Rostock, Andreas Zachhuber.

„Wir wollen die Ostseefans anstecken mit unserer Idee eines AKTIV STRANDES, an dem der gemeinsame Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht“, betonte Matthias Auth, Leiter Sport und Gesundheit der AOK Nordost. „Insofern sehen wir uns als Sportkasse und Impulsgeber für eine gesunde Lebensweise, die die regelmäßige Aktivität und eine ausgewogene Ernährung in den Mittelpunkt stellt.“

Volles Programm in Ahlbeck

Gestartet wird am Sonnabend, dem 22. Juli im Kaiserbad Ahlbeck. In Zusammenarbeit mit der Tourist Information Ahlbeck lädt die SPIEL- & SPORTARENA – der AOK AKTIV STRAND ON TOUR von 11 bis 21 Uhr zu aktiver Erholung mit Beachsoccer, Beachvolleyball und weiteren Sportarten am feinen Sandstrand in Ahlbeck ein (Strandaufgang 1y1z/Grenzstraße/Rathenaustraße). Direkt an der Ostsee können vier Spielfelder mit erstklassiger Ausrüstung und einem qualifizierten Trainerteam, das bis 17 Uhr zur Verfügung steht, frei genutzt werden. Sportgeräte können von 10 bis 18 Uhr gegen Pfand ausgeliehen werden.

Von 11 bis 13 Uhr findet ein Beachsoccer-Training ­und ­-Turnier mit den erfolgreichen und mehrfachen Deutschen Meister der Rostocker Robben statt. Wer lieber pritscht und baggert, sollte sich das Beachvolleyball-Training mit dem Lokalmatador des HSV Insel Usedom von 14 bis 17 Uhr vormerken. Gleichzeitig wird von 14 bis 17 Uhr für die Handballfreunde ein Training im Beachhandball­ angeboten. Und auch das geht auf der Sommersonneninsel – „Eishockey“­ mit den ­Rostocker­ Nasenbären­ von 11 – 14 Uhr. Ab 18 bis 21 Uhr wird zum sportlichen Match am Ahlbecker Strand auch noch chillige Musik aufgelegt. Herzlich willkommen.

Baustoffhersteller entwickelt innovatives Verschlussmaterial für Altstadtpflaster

Im verkleinerten Maßstab wird das Fugenverschlussmaterial derzeit intensiven Tests unterzogen. Foto @ Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe GmbH

Rostock – Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH aus Rostock forscht derzeit an einem neuartigen Verschlussmaterial für Altstadtpflaster. Deren Lücken sind häufig besonders breit, deshalb müssen sie abriebsfest und erosionsbeständig sein, aber dennoch den Wasserabfluss gewährleisten. „Wir haben in vielen Städten und Gemeinden unseres Landes das ortsbildprägende Altstadtpflaster liegen. Mit dem innovativen Forschungsvorhaben des mittelständischen Familienunternehmens Stones GmbH soll es gelingen, die Pflasterung möglichst langlebig zu erhalten und gleichzeitig das Stadtbild zu verschönern. Ziel ist es, ein flexibles und wasserdurchlässiges Verschlussmaterial zu entwickeln, dass der Erosion und dem täglichen Abrieb standhält“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Die historischen Pflasterungen mit sogenannter ungebundener Bettung gelten als die ältesten ihrer Art. Der Vorteil ist, dass sich die Steine dynamisch belasten lassen und somit auch Temperaturspannungen ungehindert abgebaut werden können. Zudem sind die Pflasterdecken wasserdurchlässig. Durch Regen und den Einsatz von Kehrmaschinen werden die Fugen jedoch ausgewaschen. In der Folge verlieren die Steine mit der Zeit ihren sicheren Halt und werden dadurch zur Stolperfalle für Passanten. Die leeren Fugen führen außerdem dazu, dass sie beim Überfahren erheblichen Lärm erzeugen und ein Magnet für Unrat sowie Unkraut sind.

Bisher wurde stets versucht, dieses Problem mit starren Fugen in gebundener Form zu lösen. Doch bei starken Temperaturschwankungen halten diese Fugen der Belastung nicht stand und reißen. Danach dringt Wasser ein und bei Frost besteht die Gefahr, dass das Gefüge zusammenbricht. Durch den gezielten Einsatz von umweltfreundlichen organischen Polymeren soll ein organisch-mineralisch gebundenes Fugenmaterial entwickelt werden. Mit einer gewissen Elastizität würden sich die Steine so gegenseitig stützen und als Fahrbahndecke eine optimale funktionale Einheit bilden. Die Bindung des Fugenmaterials und der stabilisierten Wegedecken erfolgt auf pflanzlich-mineralischer Basis. „Die Stones GmbH entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Baustoffe und leistet so über ihr Fugenmaterial einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 132.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben auf mehr als 245.000 Euro. Für die Förderung von wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation stellt das Wirtschaftsministerium in der EU-Förderperiode bis 2020 aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Förderung wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation hat eine hohe Priorität in Mecklenburg-Vorpommern. Daraus entstehen wettbewerbsfähige Produkte, Verfahren und Technologien. Das ist ein wesentlicher Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Land“, sagte Glawe.

Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH befindet sich im Familienbesitz und vertreibt seine innovativen Produkte vorzugsweise über den Baustoff-Fachhandel in Deutschland und Europa.

Neue Kita-Ausbildung kann starten

Schwerin – Der Landtag hat die Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) beschlossen. Damit ist der Weg frei für den Start der neuen dualorientierten Ausbildung von Kita-Erzieherinnen und -Erziehern bereits zum Schuljahr 2017/18.

„Wir schaffen zügig ein auf den frühkindlichen Bereich spezialisiertes, ergänzendes Ausbildungsangebot und sind damit mit Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bundesweit Vorreiter“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese im Landtag. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in unseren Kitas.“

Die Ministerin zeigte sich überzeugt, dass der neue Ausbildungsgang „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige“ sowohl für Schulabsolventen und Umschüler als auch für Einrichtungsträger hoch attraktiv ist. „Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihrer Kita. So gewinnen wir Fachkräfte, die sich mit ihrer Einrichtung identifizieren und gern und lange dort verweilen“, betonte Drese.

Sehr positiv stimmen Ministerin Drese die bereits rund 100 Anmeldungen zum Start der Ausbildung. „Sie werden nach drei Jahren fachlich hochqualifizierte und praxiserprobte Erzieherinnen und Erzieher für Krippe, Kindergarten und Hort sein, die ihren Platz in unseren Kitas finden werden“, sagte Drese an den ersten Ausbildungsjahrgang gerichtet.

Die sehr gute Qualifizierung müsse sich nach Ende der Ausbildung auch in der gleichwertigen Entlohnung niederschlagen. Drese: „Es ist deshalb richtig, dass Landesregierung und Landtag die Gleichwertigkeit beider Erzieherausbildungsgänge noch einmal ausdrücklich betonen und damit die Position der Gewerkschaften in ihren künftigen Verhandlungen zur Durchsetzung einer entsprechenden tariflichen Eingruppierung stärken.“

Mit der Änderung des KiföG gelingt nach Ansicht der Ministerin zudem eine moderate Ausdehnung des Fachkräftekatalogs, ohne das hohe Qualitätsniveau in der Kindertagesförderung zu gefährden. „Ich freue mich, dass im Beratungsverlauf eine kindheitspädagogische Grundqualifizierung für künftige Kita-Fachkräfte, die nicht aus den klassischen Berufsfeldern kommen, verankert worden ist. Diese umfasst mindestens 250 Stunden sowie ein achtwöchiges Praktikum“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin dankte zum Abschluss all denjenigen, die sich an der fachlichen Debatte um die neue Erzieher-Ausbildung für die 0- bis 10-Jährigen sachlich beteiligt und sie mit Leben erfüllt haben. Drese: „Wir hatten ein rasantes und anstrengendes Gesetzgebungsverfahren mit vielen Abstimmungsrunden. Aber ich sage auch, so muss ein parlamentarisches Verfahren, ein demokratischer Gesetzgebungsprozess laufen. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Es ist ein sehr gutes Ergebnis, das heute vorliegt“, so Drese.

447.580 Euro für Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik

Ministerin Hesse: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald engagiert sich seit vielen Jahren in der Niederdeutschförderung

Greifswald – Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verstärkt die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Niederdeutsch von Lehrerinnen und Lehrern sowie Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Dazu hat die Universität Greifswald ein Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik eingerichtet. Das Land unterstützt das Vorhaben in den Jahren 2017 bis 2020 mit insgesamt 447.580 Euro. Die Einrichtung eines solchen Zentrums ist im Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ vorgesehen.

„Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Mir ist die Förderung der niederdeutschen Sprache wichtig. Wenn wir erreichen wollen, dass sich mehr junge Menschen für das Niederdeutsche begeistern, müssen wir auch die Zahl derjenigen erhöhen, die die niederdeutsche Sprache in unseren Schulen vermitteln. An den allgemein bildenden Schulen gibt es derzeit 62 Lehrkräfte, die über eine Lehrbefähigung für das Fach Niederdeutsch verfügen“, erläuterte Hesse.

Aufgabe des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik ist es, die bestehende Lehrerausbildung zu stärken und die berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungsangebote für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sowie Lehrerinnen und Lehrer zu unterbreiten. Das Kompetenzzentrum ergänzt die Angebote des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) in Schwerin. Außerdem soll das Kompetenzzentrum den Plattdeutsch-Wettbewerb des Landes begleiten, der im Jahr 2018 das nächste Mal ausgetragen wird.

„Seit vielen Jahren engagiert sich die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald in der Niederdeutschförderung“, so Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Studienangebote sind gezielt auf die Sprachvermittlung und den Spracherwerb ausgerichtet. Ich freue mich, dass sich die Universität Greifswald bereiterklärt hat, das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik einzurichten und wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg. Sie sind wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für alle, die sich im Fach Niederdeutsch aus-, fort-, und weiterbilden wollen“, so Hesse.