Premiere: „Rügen International Film Festival“ startet erstmals im Oktober

Insel Rügen – Premiere auf der Insel Rügen – vom 04. bis 08. Oktober 2017 soll erstmals das „Rügen International Film Festival“ stattfinden. „Die Insel Rügen bietet unseren Einheimischen und Gästen eine Vielfalt an touristischen Attraktionen. Neben den natürlichen Schönheiten wie Strand und Meer verfügt die Insel über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur, wie beispielsweise das Naturerbe Zentrum Rügen, ausgebaute Promenaden und hervorragende Unterkünfte. Jetzt wird das kulturelle Angebot mit dem ersten Rügen International Film Festival erweitert. Das Projekt soll maßgeblich zur touristischen und kulturellen Stärkung der Region Vorpommern beitragen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Veranstalter des Filmfestivals ist die Baltic International Filmfestival Rügen gGmbH der Kulturstiftung Rügen.

Geplant ist, an unterschiedlichen Spielorten – unter anderem in den Inselorten Lauterbach, Sellin, Sassnitz und Putbus sowie in Stralsund und Greifswald – filmische Darbietungen zu zeigen. Ein Rahmenprogramm mit Masterclasses, Open-Air-Events und musikalischen Veranstaltungen rundet das Festival ab. Im Programmfokus stehen Publikumsfilme aus den Ostsee-Anrainerstaaten („To See the Sea“), das lokale Filmschaffen im deutsch-polnischen Vorpommern, Kultur und Alltag auf Inseln weltweit von Malta bis nach Tasmanien und die inzwischen 30-jährige Geschichte des Europäischen Filmpreises. „Es ist eine spannende Idee, das Festival an unterschiedlichen Orten stattfinden zu lassen. Das ist beste Werbung für die Region. Darüber hinaus ist das im Oktober stattfindende Festival ein Beitrag zur Saisonverlängerung“, so Glawe weiter.

Während des Festivals sollen drei Preise vergeben werden. Die Filme des Wettbewerbsprogramms „To See the Sea“ wetteifern um den mit 7.500 Euro dotierten Preis für den besten Film, der Sonderpreis „Leben am Wasser“ (Preisgeld von 2.000 Euro) wird für einen Film vergeben, der einen besonders originellen und nachhaltigen Blick auf die Situation von Menschen wirft, die am und mit dem Meer leben. Zusätzlich vergibt der Landesverband Filmkommunikation e.V. Mecklenburg-Vorpommern den Findling-Preis. „Es brauchte Mut, Enthusiasmus und Energie von den engagierten Organisatoren, um das Festival als neues kulturelles Ereignis auf die Beine zu stellen. An den fünf Veranstaltungstagen kann ein Treffpunkt der Filmszene mit Einheimischen und Gästen entstehen“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Filmfestival aus Mitteln des Zukunftsfonds II Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von rund 150.000 Euro. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 380.000 Euro.

Weitere Informationen zum Festival, dem Programm und den Eintrittskarten gibt es unter www.ruegenfilmfestival.de.

Aquakultur zum Anfassen

Landesforschungsanstalt lädt ein

Born – Kann man Stör in der Ostsee wieder ansiedeln? Wie funktioniert eine geschlossene Aquakulturkreislaufanlage? Können Süßwasserfische im Brackwasser leben? – Diese und weitere Fragen rund um die Aquakultur beantworten die Mitarbeiter der Landesforschungsanstalt (LFA) Mecklenburg-Vorpommern bei ihren öffentlichen Führungen.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben Besucher am Dienstag, dem 18. Juli 2017, um 10.00 Uhr und um 13.00 Uhr, Gelegenheit, sich mit dem Thema Aquakultur vertraut zu machen.

Da die ca. anderthalbstündigen Führungen auf 20 Personen begrenzt sind, ist eine Anmeldung unter www.aquakultur-mv.de/„Anmeldung Born“ erforderlich. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Kinder bis zum 7. Lebensjahr haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen fünf Euro (ermäßigt: 3 Euro).

Die Forschungsarbeit in der Experimentalanlage widmete sich in den letzten Jahren u.a. der Verbesserung von Technologien zur Produktion von Fischen in Aquakulturkreislaufanlagen. Diese Arbeit wurde seit dem Jahr 2000 mit ca. 2,9 Mio. € Landesmitteln und ca. 8,8 Mio. € aus den EU-Fischereifonds unterstützt. Zukünftig wird sich die Forschungsarbeit dem Thema Tierwohl in Aquakultur zuwenden.

18.950 Tonnen Fisch werden in Deutschland jährlich in über 3.261 Aquakultur-Betrieben erzeugt. Der Anteil vor M-V liegt noch bei ca. 1.170 Tonnen. „Der Aquakultur wird in der Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung zukommen“, betont Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Die Gründe dafür reichen von der Überfischung der Meere über die Umweltbelastung durch Transporte aus Übersee bis hin zur Frische und Regionalität hier erzeugter Fische.

Backhaus zum Dorsch: Quoten auf wissenschaftlicher Basis festlegen

Schwerin – Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin betonte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute die Notwendigkeit von Fangbegrenzungen beim Dorsch für die Freizeitangler in der westlichen Ostsee und reagierte damit auf einen Antrag der AFD-Fraktion. Diese forderte erneut die Tagesfangbegrenzung von fünf auf zehn Tiere und das Mindestmaß auf 45 cm anzuheben. Im Gegenzug soll das Angeln vom 1. Februar bis zum 31. März jedes Jahres komplett verboten werden.

„Der völlige Verdienstausfall in den Hauptmonaten Februar und März ist für die Angelkutterbetreiber und Anbieter geführter Angeltouren wirtschaftlich höchst problematisch und könnte letztlich nicht durch lockere Regelungen in den anderen Monaten kompensieren werden – auch wenn es sicherlich die Möglichkeit gibt, in diesen beiden Monaten andere Fischarten zu angeln. Eine Fangverbotszeit wurde bisher auch stets von der Mehrheit der Angelkutterbetreiber abgelehnt“, so Backhaus.

Darüber hinaus wies er drauf hin, dass aktuelle Bestandserhebungen davon ausgehen, dass sich der Dorschbestand der westlichen Ostsee aufgrund eines außerordentlich starken Nachwuchsjahrganges 2016 bereits im Jahr 2019 erholt haben wird. Das Thünen-Institut für Ostseefischerei nimmt an, dass die Quoten in 2019 angehoben werden können.

Für das Jahr 2018 empfiehlt der Internationale Rat für Meeresforschung die Anhebung der Dorschfangquote für die Erwerbsfischerei um 8 %. Verbindliche Festlegungen gibt es bisher keine.

Im BALTFISH, dem Forum für die Fischerei in der Ostsee, werden derzeit verschiedene Maßnahmen diskutiert. Das Thünen-Institut für Ostseefischerei wird durch die Bundesregierung beauftragt, eine Einschätzung zu den vorgeschlagenen Maßnahmen abzugeben. „Diese Stellungnahme bleibt abzuwarten“, so Backhaus.

Eine Anhebung von Tagesfangbegrenzungen in der Freizeitfischerei, die zu Lasten der Erwerbsfischerei geht, werde es nicht geben. „Können die Dorschquoten allerdings wieder angehoben werden, sollte auch eine dem entsprechende Anhebung bei den Tagesfangbegrenzungen für die Angler möglich sein“, so der Minister.

Die Erhöhung des Mindestmaßes für Dorsch auf 45 cm wird aus Sicht von grundsätzlich beurteilt, sofern dies in der gesamten Ostsee und im angrenzenden Kattegat und Skagerrak gelten würde und die damit verbundenen anderen technischen Maßnahmen, vor allem die Regelungen zu den Maschenöffnungen, angepasst würden.

„Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Mindestmaß nicht mit einer jährlichen Quotenverordnung, sondern langfristig mit einer Verordnung zur Schaffung technischer Erhaltungsmaßnahmen festgesetzt wird. Dieses gilt dann auch für Angler, wenn aufgrund einer guten Bestandssituation des Dorsches bereits auf eine Tagesfangbegrenzung für Angler verzichtet werden kann“, erklärte der Minister.

Im September wird das BALTFISH-Forum erneut zusammenkommen und einen endgültigen Kompromissvorschlag erarbeiten und ihn dem Rat und der Kommission vorlegen. Mit einer Entscheidung des Rates wird im Oktober gerechnet.

Benachteiligt: Fahrtkosten von Berufsschülern

Wirtschaft darf sich bei Fahrtkosten von Berufsschülern nicht aus der Verantwortung stehlen

Schwerin – Im Rahmen der Debatte über die Fahrtkosten von Berufsschülern erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Butzki: „Ich möchte noch einmal ausdrücklich auf die Verantwortung der Wirtschaft hinweisen. Es liegt im Zuständigkeitsbereich der Betriebe und der Tarifpartner, dass die Auszubildenden durch eine faire Vergütung ihre allgemeinen Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten bestreiten können.

Die SPD-Landtagsfraktion ist auch grundsätzlich der Auffassung, dass es eine gleiche Ausbildungsvergütung in Ost und West in den jeweiligen Branchen geben muss. Wenn wir auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte in unserem Bundesland haben möchten, ist das eine zwingende Notwendigkeit. Die Jugendliche stimmen sonst mit den Füßen ab.“

Aber auch die Koalitionsfraktionen hätten bereits 2015 reagiert und sähen sich auch in der Verantwortung, so Butzki weiter.

„Wir erhöhten die anteilmäßige Finanzierung unter anderem um das Vierfache – also auf 400.000 Euro. Damals gab es schon einmal eine Forderung nach der kostenlosen Beförderung für alle Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Das haben die Fraktionen von SPD und CDU damals abgelehnt und das lehnen wir auch heute ab“, so Butzki.

Nicht alles was wünschenswert sei, könne auch finanziert werden. Durch die kostenlose Beförderung aller Berufsschüler würden circa 4 Millionen Euro an Mehrkosten entstehen.

Barrierearmes Wohnen

Stralsund – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (17.07.2017) einen Zuwendungsbescheid an die Wohngenossenschaft „Aufbau“ eG Stralsund. Gemäß dem Landesprogramm Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen wurden dem Unternehmen Fördermittel in Höhe von 59.400 Euro bewilligt.

Die Wohnungsgenossenschaft plant, in einem 6-geschossigen Wohngebäude in der Vogelsangstraße einen innenliegenden Personenaufzug nachzurüsten.

Das Haus aus dem Jahr 1983 verfügt über 18 Wohnungen. Mit dem neuen Lift soll die Barrierefreiheit gefördert werden. Nach Fertigstellung der Maßnahmen sollen alle Wohnungen über den Aufzug stufenlos erreichbar sein.