Arbeitsmarkt in M-V im August 2017

Schwerin – Die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern liegt im August 2017 bei 8,1 Prozent – insgesamt waren nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit 66.600 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 7.700 weniger als im August des Vorjahres.

„Die Wirtschaft im Land kommt weiter voran. Das macht sich vor allem durch Erweiterungen der ansässigen Unternehmen, aber auch durch einige Neuansiedlungen im Land bemerkbar. Im verarbeitenden Gewerbe entstehen Jobs. Gefragt sind wir zunehmend im Bereich Logistik. Ein Wettbewerbsvorteil sind unsere gut ausgebauten Gewerbegebiete mit attraktiver Lage zum Beispiel an den Autobahnen. Der Standortvorteil macht sich bemerkbar“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Als Beispiele nannte der Minister die neu entstehenden Logistikzentren in Fahrbinde (Raben Group) und in Ludwigslust (Fenix Outdoor Logistics GmbH). „An beiden Standorten entstehen über 160 Jobs in den kommenden Monaten“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. Das Gewerbegebiet Pommerndreieck wird aktuell gerade ausgebaut. Im Industriepark Schwerin plant die BVS Blechtechnik GmbH eine Produktion zur Feinblechverarbeitung. Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Ypsomed plant, im Herbst den Spatenstich für eine Produktion von Injektionssystemen für Diabetiker zu setzen.

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bestätigen den Trend: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern (aktuellste Zahlen Juni 2017) liegt bei 567.000, das sind 8.400 mehr (+1,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.400) sowie im Handel und in der Logistik (jeweils +900) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Ende August sind rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Vor allem in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes (Koch/Köchin: 262 freie Plätze, Restaurantfachmann/-frau: 252) sowie im Einzelhandel (Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 189) bieten die Unternehmen Ausbildungsplätze. Auch im Handwerk (Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik: 81, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik: 79) haben Jugendliche noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. „Die Unternehmen des Landes bieten unversorgten Bewerbern die Möglichkeit, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu starten. Da heißt es zugreifen, denn eine qualifizierte Berufsausbildung ist der Grundstein für den weiteren Weg in die Zukunft“, sagte Glawe.

Im Rahmen der Kampagne „Durchstarten in MV“ läuft weiterhin die Last Minute-Aktion für einen Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Ausbildungssuchende können im Azubi-Atlas mit einem besonderen Last Minute-Filter alle teilnehmenden Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu vergeben haben. Die Angebote sind mit dem Last Minute-Symbol – einem roten Wecker – deutlich sichtbar hervorgehoben.

Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit mehr als 1.380 Unternehmen mit rund 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 500 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden.

Weitere Informationen gibt es zur Last Minute-Aktion auch im Facebook- und im Instagram-Kanal der Kampagne. Die Initiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt seit Oktober 2009 für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Gewinner der Denkmalpreise 2017 stehen fest

Schwerin – Geteilte Freude ist doppelte Freude: Wenn Kulturministerin Birgit Hesse am 10. September die diesjährigen Preise in der Denkmalpflege verleiht, beglückwünscht sie gleich vier Gewinnerinnen und Gewinner. Sowohl der „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ als auch der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ gehen in diesem Jahr an je zwei Personen bzw. Initiativen. Die Ministerin übergibt die Auszeichnungen bei der landesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht, im Münster zu Bad Doberan.

Den mit 4.000 Euro dotierten „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ teilen sich der Tischlermeister Ingo Arlt aus Goldberg und der Speicher e. V. Ueckermünde:

Arlt wird für sein bemerkenswertes privates Engagement für den Erhalt der Zwillingsmühlen in Neuvorwerk ausgezeichnet. Mit ihrer fachgerechten Sanierung will er die Windmühlen als technisches Denkmal bewahren, ohne dabei einen wirtschaftlichen Erfolg in Aussicht zu haben.

Der Speicher e. V. Ueckermünde hat es geschafft, mit seinem unermüdlichen Einsatz die historische Speicheranlage in Ueckermünde nicht nur zu erhalten, sondern sie mit einem fantasievollen Konzept zu einem Kulturzentrum zu machen, das Einheimische wie Touristen gerne besuchen.

„Sich mit so viel Zeit und Energie einem Denkmal zu widmen, ist für die jeweilige Region von riesigem Wert“, erklärte die Ministerin im Vorfeld der Preisverleihung. „Die Preisträger arbeiten ja nicht daran, ein Gebäude, sondern vielmehr ein Stück Geschichte zu bewahren und diese Geschichte erlebbar zu machen. Das ist eine Leistung für uns alle.“

Der mit 700 Euro dotierte „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ geht in diesem Jahr an zwei Projekte von Schulen in Wismar und Stralsund:

Was macht die Energiewende mit unserer Kulturlandschaft? Wie vertragen sich Windkraft und Denkmalschutz? Solchen Fragen spürt das Projekt „Denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Großen Stadtschule Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar nach. Gemeinsam mit fachkundigen Paten aus Wissenschaft und Politik arbeiten die Jugendlichen brandaktuelle Themen der Denkmalpflege und unserer Gesellschaft auf.

Unter dem Dach der Kirchengemeinde St. Nikolai in Stralsund befassen sich die Kinder der örtlichen Jona Schule in einem Kreativkreis mit dem Baudenkmal St. Nikolai. Dabei haben sie so viel über die baulichen Eigenheiten und die Geschichte der Kirche gelernt, dass die Kinder regelmäßig Führungen anbieten und so mit ihrem Wissen Besucher und Touristen begeistern.

„Dass Denkmalschutz kein angestaubtes Thema ist oder nur ältere Menschen interessiert, zeigen uns diese beiden Projekte. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen schaffen es mit ihrer großen Neugier, die Denkmale vom Früher ins Jetzt zu holen“, freute sich Hesse.

Die diesjährige „Lobende Erwähnung“ verbunden mit einem Preisgeld von 300 Euro erhält der Förderverein der Kirche zu Kirch Stück e. V. Der Verein trieb die Sanierung der Kirche St. Georg voran mit dem Ziel, das Gebäude zu einem plattdeutschen Zentrum zu machen. Neben den entsprechenden Kulturveranstaltungen sind vor allem die auf Platt gehaltenen Gottesdienste inzwischen ein echter Besuchermagnet.

Ernte 2017: Bauern können Verluste aus Vorjahr nicht kompensieren

Schwerin – „Das Jahr 2017 gehört zu den eher schwierigeren für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Ungünstige feuchte Witterung unmittelbar vor der Ernte verursachte vielerorts befahrbare Schläge. Punktuell mussten ganze Schläge umgepflügt werden. Zwar liegt der Ertrag für Getreide nach ersten Hochrechnungen mit 72,3 dt/ha nur 0,6 % unter dem langjährigen Durchschnitt, allerdings lassen die Qualitäten bei allen Getreidearten zu wünschen übrig. Höhere Maschinen- und Trocknungskosten schmälern die Erträge zusätzlich. Haben die Landwirte gehofft, ihre Einkommensverluste aus dem Vorjahr in diesem Jahr auszugleichen, müssen sie nun ernüchternd konstatieren, dass dies nicht gelingt.“

Diese Ernte-Bilanz zog Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Bienenzuchtzentrum in Bantin anlässlich der Pressekonferenz zur Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung, die landesweit unter dem Kürzel MeLa bekannt ist und in diesem Jahr zum 27. Mal am Standort Mühlengeez vom 14. bis 17. September stattfindet.

„Wir werden alles daran setzen, den Landwirten durch die zeitgerechte Prämienzahlung bei der Liqiditätssicherung zu helfen. Mein Haus arbeitet mit Hochdruck daran, fehlerhaft gestellte AUKM-Anträge abzuklären. Bislang konnten wir über 90 % abarbeiten und auszahlen. Ich bin optimistisch, dass wir bis zur MeLa komplett ausgezahlt haben werden. Dann sind wir immer noch einen Monat vor Ablauf der gesetzlich möglichen Frist, die am 14. Oktober endet“, so der Minister.

Auch die Flächenprämien sollen bis zum Jahreswechsel bei den Landwirten sein. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn auch die Behörden kommen durch die nassen und teilweise überfluteten Böden nicht auf die Flächen, um die notwendigen Vor-Ort-Kontrollen tatsächlich durchzuführen“, betonte Backhaus.

Trotz dieser Situation, die regional sehr unterschiedlich ist, bescheinigt Backhaus der Landwirtschaft eine „kämpferische Grundeinstellung“. Diese wird sich auch auf der MeLa widerspiegeln. „Das Schlagwort, das jetzt in aller Munde ist, Digitalisierung, hat in der Landwirtschaft schon lange Einzug gehalten und hält insbesondere für junge Leute moderne und spannende Aufgabenfelder bereit. Gleichzeitig eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten, um die tierartgerechte Haltung und umweltschonende Anbauverfahren weiterzuentwickeln. Das wollen wir auf der MeLa beweisen. So werden wir auch ganz gezielt den Messerundgang mit der Ministerpräsidentin diesem Thema widmen“, unterstrich er.

Die Ernährungswirtschaft sichert den Absatz für die Landwirtschaft und ist Backhaus zufolge eine der größten Konstanten im Land: „Egal, welche Krise durch die Republik fegt, die Ernährungswirtschaft ist beinahe immun gegen jeden negativen äußeren Einfluss und beschäftigt viele Menschen.“ So waren 2017 (Stand: Mai 2017) in den 88 Betrieben der Ernährungswirtschaft mit mehr als 50 Beschäftigten rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete in 2016 einen Umsatz von mehr als 4,5 Mrd. €. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes beträgt aktuell 37,6 %.

Auf der 27. MeLa in Mühlengeez zeigen über 1.000 Aussteller auf rund 170.000m2, wie modern, produktiv und kreativ Land- und Ernährungswirtschaft sein können. Es werden wieder weit über 180 Rassen präsentiert. Die Honigbiene ist in diesem Jahr das Tier der MeLa. Sie gilt in Deutschland nach Rind und Schwein zu den wichtigsten Nutztieren. Bei vielen landwirtschaftlichen Kulturen führt die Blütenbestäubung der Bienen zu wesentlichen Ertragssteigerungen, auch Obst und Gemüse profitieren in Gewicht, Gestalt, Zucker-Säure-Gehalt, Keimkraft, Fruchtbarkeit und Lagerfähigkeit von den Bienen.

Das Land unterstützt die Lebensbedingungen der Bienen mit unterschiedlichen Förderprogrammen umfassend. Das Geld erhalten beispielsweise Landwirte, um Blühstreifen und -flächen anzulegen und Fruchtfolgen abwechslungsreich zu gestalten. So können die Nahrungsgrundlagen der Insekten langfristig durch die Landwirtschaft gestärkt werden.

Auch die Themen Düngegesetz und Düngeverordnung werden am MeLa-Stand des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt einen wichtigen Platz einnehmen. „Mit unserem Podium sind wir ebenfalls am Puls der Zeit. So habe ich ein Expertengespräch auf der MeLa zum Thema Seuchengeschehen einberufen, auf dem wir uns mit den Lehren aus der letzten Geflügelpest, mit der aktuellen Gefahr der Afrikanischen Schweinepest und dem wichtigen Thema der Bienengesundheit befassen“, so Backhaus.

Tickets für Fifty-Fifty-Taxi sehr gefragt

Schwerin – Die Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern interessieren sich stark für die Fifty-Fifty-Tickets, mit denen sie Taxis zum halben Preis benutzen können. Allein in diesem Jahr wurden bis 31. Juli 17.621 Tickets verkauft. Im gesamten Jahr 2016 waren es 28.721 Tickets.

„Jedes verkaufte Ticket ist ein Stück mehr Verkehrs-sicherheit für junge Menschen“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel. „Das Angebot hat sich als beliebte Alternative für jugendliche Nachtschwärmer besonders im ländlichen Raum etabliert.“ Das Ticket ist seit 1998 eine Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Verkehrssicherheit. Das Verkehrsministerium stellt dafür jährlich bis zu 90.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem Ticket können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren an Wochenenden, gesetzlichen Feiertagen und deren Vorabenden Taxis zum halben Preis benutzen. Sie kaufen für jeweils 2,50 Euro Gutscheine im Wert von fünf Euro, mit denen sie in den teilnehmenden Taxis bezahlen können. „Wir wollen, dass junge Menschen entspannte Wochenenden verbringen und sicher zur Disko und wieder nach Hause kommen“, sagte Christian Pegel.

Die Tickets gibt es in den Service-Centern der Krankenkasse AOK in Mecklenburg-Vorpommern als einem der Partner der Aktion. Dazu zählen auch der Radiosender Antenne MV, der Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe sowie mehrere Taxi-Unternehmen und Taxi-Zentralen, die das Ticket bewerben. Schulberater der AOK informieren zudem in den Schulen über die Initiative.

Die Fifty-Fifty-Tickets werden verkauft, so lange das Budget von 90.000 Euro ausreicht. 2016 wurden davon 81.620 Euro abgerufen.

Stralsund investiert in Schulen

Stralsund – Die Grundschule „Ferdinand von Schill“ im Stralsunder Stadtteil Grünhufe soll umfassend saniert werden. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1989, die Fenster sowie Eingangs- und Rauchschutztüren wurden bereits mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket 2010 erneuert, ansonsten wurden ausschließlich Reparatur- und Verschönerungsarbeiten durchgeführt.

Saniert werden jetzt der komplette Innenbereich sowie die Fassade. Darüber hinaus erfolgt die Erneuerung der Dacheindeckung. Beide Schulteile erhalten einen barrierefreien Zugang und je ein Behinderten-WC.

„Ich freue mich, dass wir mit einer Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 537.000 Euro unterstützen können und den Haushalt der Hansestadt Stralsund damit entlasten“, sagte Lorenz Caffier heute bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids an den Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow. „Das Innenministerium hat im laufenden Jahr auf den ständig steigenden Bedarf an Förderungen im Bereich Aus- und Neubau von Schulen und Kita reagiert und im Rahmen eines Sonderprogramms des Landes rund 10 Mio. EUR für insgesamt neun Projekte zusätzlich bereitgestellt“.

Insbesondere werden mit diesen Mitteln Standorte gefördert werden, an denen es Mehrfachbedarfe gibt. Zu den geförderten Schulprojekten gehören der Neubau einer Grundschule in Schwerin, der Umbau einer Berufsschule in Neubrandenburg sowie die Sanierungen der Grundschule „Ferdinand von Schill“ in Stralsund einer Grundschule in Wismar sowie einer Regionalschule in Sassnitz. Auch zwei Kita-Projekte in Warin und Bad Kleinen werden durch diese zusätzlichen Mittel gefördert.

Minister Caffier verweist jedoch darauf, dass der Investitionsbedarf für die kommunalen Schulträger insbesondere für Sanierungen sowie Um- und Ausbau in den nächsten Jahren weiterhin sehr groß sein wird. Allein die Umsetzung der INKLUSION an den Schulen wird erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel erfordern. Das Land werde daher im Rahmen der interministeriellen Zusammenarbeit die Fördermöglichkeiten bündeln und das Fördervolumen durch Landesmittel aus dem neu zu bildenden Strategiefonds sowie Bundesmittel aus dem Kommunalinvestitionsfonds erhöhen.

Stralsunder Verein zur Förderung der Kriminalprävention gewürdigt

Stralsund – Innenminister Lorenz Caffier hat die langjährige und erfolgreiche Arbeit des „Vereins zur Förderung der Kriminalprävention in Stralsund e.V.“ gewürdigt und ihn als herausragendes Beispiel für gesellschaftliches Engagement gewürdigt. Im Rahmen einer Festveranstaltung zum 20jährigen Bestehen des Vereins im Stralsunder Rathaus zeichnete er den Verein und drei besonders aktive Vereinsmitglieder mit einer Anerkennungsurkunde des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) aus.

„Mit dem auch nach 20 Jahren noch immer ungebrochen großen Engagement seiner Mitglieder, seinen vielfältigen Ideen und seiner Manpower ist der Verein bis heute eine großartige Bereicherung im System der gesamtgesellschaftlichen Kriminalitätsvorbeugung in Mecklenburg-Vorpommern“, so der Innenminister, der zugleich auch Vorsitzender des LfK. „Der Stralsunder Förderverein ist nahezu ein Paradebeispiel dafür, wie sich engagierte Bürger vor Ort ganz unmittelbar und ehrenamtlich in die Präventionsarbeit einbringen können.“ Davon habe die Hansestadt Stralsund in den vergangenen Jahren vielfach profitieren können.

So hat der Förderverein in 20 Jahren allein vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung nahezu 160.000 EUR Fördermittel für dutzende praktische Präventionsprojekte in der Hansestadt eigeworben und erfolgreich umgesetzt. Auch für die weitere Arbeit sicherte der Minister dem Verein die Unterstützung des LfK zu.

Vorsicht Schulkinder!

Schwerin – Nach den Sommerferien beginnt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Einschulung am 02.09.2017 für die ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie sich auch als Straßenverkehrsteilnehmer zurecht finden müssen. Innenminister Lorenz Caffier appelliert mit Blick auf den Schulanfang am 4. September an alle Verkehrsteilnehmer: „Seien Sie besonders rücksichtsvoll und vorsichtig unterwegs und gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran. Nehmen Sie den Fuß vom Gaspedal und seien Sie jederzeit bremsbereit, denn Schulanfänger verfügen kaum über ein Gefahrenbewusstsein und zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern.“

Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Landespolizei zum Schuljahresstart mit intensivierten Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gezielt im Umfeld von Schulen für die Sicherheit der Schulanfänger im Einsatz sein. Im Fokus stehen dabei die Schulwegsicherung und das richtige Angurten der Kinder in den Fahrzeugen. Im ganzen Monat September richtet die Landespolizei ihr Augenmerk darauf im Rahmen ihrer landesweiten, themenorientierten Schwerpunktkontrollen.

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder im Alter von 6-14 Jahren ist auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen im Jahr 2016 um mehr als vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Insgesamt verunglückten 476 Kinder, wobei 74 Kinder schwer- und 402 Kinder leichtverletzt wurden. Bei Verkehrsunfällen auf dem Weg zur oder von der Schule verunglückten 35 Kinder. Unter den Schulanfängern waren erneut fünf verletzte 6-7jährige zu beklagen, wobei ein Schulanfänger sogar schwerverletzt wurde.

Minister Caffier: „Dieser Umstand allein ist Anlass genug, die Anstrengungen zu mehr Verkehrssicherheit und verkehrssicherem Verhalten zu erhöhen, und das gilt nicht nur zum Schulanfang!“

Die Beachtung folgender Hinweise bringt mehr Sicherheit für die Schulkinder:

  • Planen Sie stets genügend Zeit ein und gehen Sie den Schulweg in den ersten Tagen gemeinsam mit ihrem Kind ab!
  • Begleiten Sie Ihr Kind solange, bis Sie sicher sind, dass es den Schulweg alleine meistern kann!
  • Trainieren Sie auch das richtige Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel/des Schulbusses!
  • Wählen Sie immer den sichersten Schulweg, nie den kürzesten, nehmen Sie auch Umwege in Kauf!

Sollten Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen, achten Sie stets darauf, dass das Kind immer – auch auf nur kurzen Fahrten – vorschriftsmäßig angeschnallt bzw. in entsprechenden Kindersitzen gesichert ist. Das gilt auch bei Fahrgemeinschaften!

Beachten Sie auch alle Halt- und Parkverbote und lassen Sie Kinder grundsätzlich nur auf der Gehwegseite ein- und aussteigen!

Das Kind sollte möglichst auffällige, signalfarbene Kleidung und einen geeigneten Schulranzen mit großflächigen Reflektorstreifen bei schlechten Sichtverhältnissen tragen, denn Sicherheit hängt auch von der Sichtbarkeit ab!

Wohnungsgesellschaft WoBau Wismar erhält Fördermittel für Aufzug

Wismar – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt der Wohnungsgesellschaft der Hansestadt Wismar (WoBau) am Donnerstag (31.08.2017) einen Zuwendungsbescheid über 28.441 Euro. Gefördert wird der Einbau eines Personenaufzugs in einem viergeschossigen Wohnhaus. Nach dem Einbau des Aufzugs können alle Etagen stufenlos erreicht werden.

Das Haus hat bisher nur einen Treppenaufgang. Der Aufzug wird im Hausinnern neben dem Hauseingang eingebaut. In allen Geschossen sind deshalb Umbauten notwendig, wodurch sich auch die Grundrisse von insgesamt acht Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 559,97 Quadratmeter ändern. Die Größe der Wohnungen ändert sich aber nur unwesentlich.

Die Förderung wurde nur für die Baukosten des Aufzugseinbaus einschließlich aller anteiligen Baunebenkosten beantragt. Die Gesamtkosten für den Personenaufzug betragen 94.806,35 Euro.

In diesem Jahr sind aus dem Zuschussprogramm Personenaufzüge bis einschließlich 31. Juli Förderanträge für weitere 64 Personenaufzüge eingegangen, um barrierearme Zugänge zu insgesamt 783 Wohnungen zu ermöglichen. Die beantragten Zuschüsse belaufen sich insgesamt auf rund 2,8 Millionen Euro. Davon wurden bereits Zuwendungen von 1,65 Millionen Euro bewilligt. Das betrifft 33 Aufzüge für die Erschließung von 426 Wohnungen.

Von 2014 bis 2016 wurden insgesamt 236 Personenaufzüge gefördert und so ein barrierearmer Zugang zu 3.285 Wohnungen ermöglicht. Die Fördermittel dafür betrugen insgesamt rund 9,9 Millionen Euro.

Treffen der Kreishandwerkerschaften in Rostock

Rostock – In Rostock hat am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften Mecklenburg-Vorpommern (LAG M-V) getagt. „Die Kreishandwerkerschaften sind neben den Wirtschaftskammern des Handwerks eine wichtige Interessenvertretung des Handwerks und der Innungen. Sie fördern die wirtschaftlichen und sozialen Interessen ihrer Innungsmitglieder, sind Dienstleister sowie Beratungs- und Koordinierungsstelle. Von der starken Gemeinschaft können alle Handwerksunternehmen profitieren. Hier gilt es, noch aktiver bei den Betrieben für eine Innungsmitgliedschaft zu werben, um den Organisationsgrad weiter zu erhöhen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Ein Thema der Versammlung war die aktuelle Ausbildungssituation in den Handwerksbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns. Nach Angaben der Handwerkskammer Schwerin sind zum diesjährigen Ausbildungsstart 533 neue Ausbildungsverträge geschlossen worden (Stand 15.08.2017), das entspricht einem Plus von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern sind 952 Ausbildungsplätze neu besetzt worden (Stand 25.08.2017); im Vorjahr waren es 933 Ausbildungsplätze. „Die steigenden Zahlen bei der Besetzung der Ausbildungsplätze im Handwerk zeigen, dass die Branche bei Jugendlichen wieder attraktiver wird. Es bleibt dabei: Eine Berufsausbildung im Handwerk schafft eine solide Basis für die berufliche Karriere, bietet Raum für die persönliche Weiterentwicklung und trägt dazu bei, qualifizierte Fachkräfte für die Unternehmen zu sichern“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Fachkräftesicherung im Handwerk, unter anderem durch das „Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro für Handwerksmeister als Anerkennung für ihren Abschluss. „Wir haben uns vorgenommen, das Meister-Extra ab 2018 zu verdoppeln. Das Meisterextra für die 50 Besten wollen wir auf 5.000 Euro erhöhen“, sagte Rudolph.

Weiterhin erhalten Existenzgründer, die ein bestehendes Unternehmen übernehmen, vom Wirtschaftsministerium eine „Meisterprämie“ in Höhe von 7.500 Euro. Zudem wird die landesweite Marketingkampagne „Besser ein Meister“ gefördert, die gezielt die Nachwuchswerbung im Handwerk betreibt. „Der Meisterbrief steht für wirtschaftliche Stabilität im Handwerk. Er qualifiziert in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ausbildungsbefähigung und Fachwissen. Selbstständige Handwerker können so kaufmännische Entscheidungen auf fundierter Basis treffen, angestellte Meister sind herausragend qualifizierte Fachkräfte mit Führungsqualitäten. Der Meister mit dieser dreifachen Qualifikation als Spezialist für sein Fachgebiet, Ausbilder und Unternehmer ist ein einmaliges Erfolgsmodell für Deutschland und ein wichtiger Standortfaktor im internationalen Wettbewerb. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Meisterausbildung gestärkt wird“, sagte Rudolph.

Das Handwerk hat als Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber und Ausbilder eine herausragende Bedeutung für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Das Handwerk und der gewerbliche Mittelstand umfassen mehr als 90 Prozent aller Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.958 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen.

Die neun Kreishandwerkerschaften (KHS) in Mecklenburg-Vorpommern (KHS Vorpommern-Greifswald, KHS Güstrow, KHS Mecklenburg/Strelitz-Neubrandenburg, KHS Müritz-Demmin, KHS Nordwestmecklenburg-Wismar, KHS Rostock-Bad Doberan, KHS Rügen-Stralsund-Nordvorpommern, KHS Schwerin, KHS Westmecklenburg-Süd) bilden die Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften MV. In den Kreishandwerkerschaften sind insgesamt 126 Handwerksinnungen organisiert.

Apfelsaison eröffnet

Backhaus: „Herbe Rückschläge bei der Ernte“

Kröpelin – Bei der Sonnenländer Bio Obst GmbH in Kröpelin (LK Rostock) eröffnet Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute die Apfelsaison 2017. Dabei verweist er auf die deutlichen Ertragseinbußen in der Apfelernte aufgrund der Frühfröste im November 2016 und der kühlen Witterung zur Blüte.

In Deutschland werden Erträge in Höhe von rund 550.000 Tonnen erwartet. Das sind 55 % des Vorjahres mit ca. 1 Million Tonnen. Hierzulande werden die Erträge in ähnlicher Größenordnung eingeschätzt. Das heißt, der erwartete Ertrag wird bei rund 20.000 Tonnen liegen – 2016 war es rund mit rund 37.000 Tonnen fast doppelt so viel. „Ein unglaublicher Rückschlag!“, so der Minister.

Trotz der erwarteten Ertragsausfälle sei die Versorgung mit Äpfeln aber gesichert. Auch führe das verminderte Angebot dazu, dass weniger betroffene Regionen Ertragsausfälle durch bessere Preise etwas ausgleichen können.

In Mecklenburg-Vorpommern bauen ca. 35 Betriebe auf einer Fläche von ca. 1.500 Hektar Äpfel an. Das sind ca. 3,5 % der deutschen Baumobstfläche. Bei der durchschnittlichen Betriebsgröße liegt MV mit ca. 46 Hektar pro Betrieb im Spitzenfeld, nur Sachsen hat mit über 60 Hektar pro Betrieb größere Einheiten. Bundesweit sind es nur 6 ha pro Betrieb. „Das unterstreicht die Bedeutung des Obstbaus in unserem Bundesland“, betont Backhaus.

Der Apfel ist die in Deutschland mit Abstand meist verzehrte Obstart. Bei einem Gesamt-Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 63 Kilogramm Früchten im Erntejahr 2015/16, nahmen Äpfel mit rund 19 Kilogramm pro Kopf den Spitzenplatz ein. Weltweit gibt es 20.000 verschiedene Sorten. Etwa 1.000 davon werden in Deutschland angebaut. Die absolute Lieblingssorte der Deutschen ist dabei der aromatisch-saftige Elstar, gefolgt vom süß-säuerlichen Braeburn und dem feinsäuerlichen Jonagold.

Unschlagbar, so Backhaus, ist der Gesundheitswert des Apfels: „Die Fruchtsäuren wirken wie eine biologische Zahnbürste und wirken außerdem gegen Rheuma und Gicht. Die Fruktose fördert die Konzentration und hält den Blutzuckerspiegel konstant. Polyphenole und Karotinoide schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Das in den Zellwänden des Apfels steckende Pektin hat eine cholesterinsenkende Wirkung und die Ballaststoffe regulieren die Verdauung. Darüber hinaus sind Äpfel echte Vitaminspender.“

Diese Eigenschaften machen Äpfel insbesondere für die Ernährung von Kindern wertvoll: „Mit unserem Schulobstprogramm in MV haben wir die Voraussetzungen geschaffen, bereits im Kindesalter das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu schärfen“, sagt der Minister. Im Rahmen der „Apfelkiste“, als Teilprojekt des Landesschulobstprogrammes, werden teilnehmende Schulen einmal pro Woche mit frischen Äpfeln der Saison aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert.

2016/17 wurden von den hiesigen 388 Grund- und Förderschulen 249 Schulen mit rund 34.000 Schülerinnen und Schülern wöchentlich mit 97.320 Kilogramm Äpfeln aus regionalem Anbau versorgt. Hierfür stand ein Budget von 145.100 € zur Verfügung.

Ab dem neuen Schuljahr 2017/18 bis 2023 wird ein neues EU-Schulernährungsprogramm aufgelegt, an dem sich Mecklenburg-Vorpommern beteiligen wird. Darin ist die kostenfreie Abgabe von Schulmilch sowie Schulobst- und -gemüse an sechs- bis zehnjährige Kinder in teilnehmenden Schulen möglich. Pro Jahr stehen dafür rund 600.000 € zur Verfügung.

Auch die Obstbaubetriebe erhalten Unterstützung: „In der aktuellen Förderperiode fördern wir die umweltschonende Produktion von Obst und Gemüse über ein Förderprogramm zur Erhaltung der Biodiversität. Daran beteiligen sich 45 Betriebe mit insgesamt 3.900 Hektar Anbaufläche“, so der Minister.

Neuansiedlung in Ludwigslust

Grundsteinlegung für Logistikzentrum der Fenix Outdoor Logistics GmbH

Ludwigslust – Die Fenix Outdoor Logistics GmbH errichtet im Ludwigsluster Industriegebiet Stüdekoppel ein neues Logistik-Zentrum. Das Unternehmen gehört zur Schweizer Gesellschaft Fenix Outdoor International AG, stellt Outdoor-Produkte her und vermarktet diese. „Mecklenburg-Vorpommern erweist sich erneut als attraktiver Wirtschaftsstandort für internationale Investoren. Bedeutend ist vor allem die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hier am Standort entstehen mit dem neuen Logistikzentrum der Fenix Outdoor Logistics GmbH im ersten Schritt mindestens 66 neue Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Grundsteinlegung. Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid. Die Neuansiedlung wurde begleitet durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mbH. „Wir setzen darauf, dass durch die Ansiedlung des internationalen Konzerns im Industriegebiet Stüdekoppel eine Sogwirkung für Investitionsvorhaben von weiteren Firmen entsteht. Das trägt auch zu weiterem wirtschaftlichen Wachstum in der Region bei“, so Glawe weiter.

Von Ludwigslust aus soll nach Unternehmensangaben ab Ende 2018 das gesamte Versandgeschäft für die Fenix Holding abgewickelt werden. Dazu zählen unter anderem die Marken Fjällräven, Primus und Hanwag sowie die Einzelhändler Globetrotter Ausrüstung in Deutschland, Partioaitta in Finnland und Naturkompaniet in Schweden. Dafür entstehen im Industriegebiet eine neue, knapp 10.000 Quadratmeter große Logistikhalle sowie ein über zwei Etagen angrenzendes Bürogebäude. Weiterhin wird in den Maschinenpark investiert, unter anderem in eine automatisierte Taschensorteranlage, Anlagen für das Retourenlager sowie Gabelstapler. „Die Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns haben das Unternehmen überzeugt. Vor allem die Anbindung an die Übersee- und Ostseehäfen über das naheliegende Bundesautobahnnetz und die dadurch mögliche gute Erreichbarkeit der Märkte in Deutschland und Skandinavien waren für das Unternehmen ausschlaggebend bei der Standortwahl“, sagte Glawe.

Hans-Joachim Heuer, Director Supply Chain Management der Fenix Outdoor Logistics GmbH, dazu: „Hinsichtlich der Infrastruktur und Anbindung haben wir in Ludwigslust optimale Bedingungen gefunden. Wir bauen hier eine `Best in Class´-Logistik für die Zukunft auf und ich hoffe, dass wir bei anhaltender positiver Geschäftsentwicklung sehr bald die nächsten Ausbaustufen umsetzen können.“

Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens auf 18,8 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 2,7 Millionen Euro. „Die Region Westmecklenburg insgesamt hat sich wirtschaftlich positiv entwickelt. Wir werden weiter Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen unterstützen. Das stärkt die Wirtschaft im ganzen Land und schafft sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Seit 2011 wurden in der Stadt Ludwigslust zehn Vorhaben bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 26 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium unterstützt. Dadurch sind 113 Arbeitsplätze neu geschaffen und 341 Arbeitsplätze gesichert worden. Dabei handelt es sich unter anderem um das Maschinenbauunternehmen Rattunde & Co. GmbH, das seine Betriebsstätte um ein Sozialgebäude erweitert hat, um weitere Mitarbeiter einstellen zu können und damit die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Mit dem Vorhaben wurden 157 Arbeitsplätze gesichert und 26 Jobs neu geschaffen. Die LSS Lewens Sonnenschutz-Systeme GmbH & Co. KG hat jüngst in ein neues Bürogebäude, eine neue Lagerhalle sowie in den Maschinenpark investiert.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden seit 2011 insgesamt 155 Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 628 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 117,8 Millionen Euro unterstützt. Durch die Investitionen wurden 2.407 Dauerarbeitsplätze neu geschaffen und 7.485 Jobs gesichert. In Gallin hat sich beispielsweise die Schur Pack Germany GmbH mit einem Faltschachtelwerk angesiedelt und beschäftigt 130 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist auf die Produktion und den Vertrieb von Faltschachteln aus Papier, Karton und Kunststoffen spezialisiert. Die Rothkötter Mischfutterwerk GmbH baut derzeit in Boizenburg/Elbe erstmals eine Betriebsstätte. Die BGT Boizenburger Gummitechnik GmbH & Co. KG erweitert gerade die bestehende Betriebsstätte um eine neue Fertigungslinie.

Nach Angaben der „Logistik-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ gibt es im Land 5.200 Logistikunternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften.

Die Fenix Outdoor International AG ist eine Schweizer Gesellschaft mit Sitz in Zug. Die Gruppe teilt sich in drei Segmente: Marken, Global Sales und Einzelhandel (Frilufts Retail). Das Fenix Outdoor Markensegment besteht aus fünf Outdoor-Marken (Fjällräven, Hanwag, Brunton, Primus und Tierra). Der Einzelhandelsbereich besteht aus Naturkompaniet (Schweden), Partioaitta (Finnland) und Globetrotter Ausrüstung (Deutschland).

Neuer „Fonds Frühe Hilfen“ stärkt Kinderschutz in M-V

Drese zieht positive Bilanz zu bisherigen Projekten im Bereich „Frühe Hilfen“

Schwerin – Am 29. August, stimmte das Kabinett der Verwaltungsvereinbarung „Fonds Frühe Hilfen“ zu. Somit werden die Vorgaben des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz umgesetzt und die Weichen für eine dauerhafte Unterstützung von Netzwerken im Bereich der „Frühen Hilfen“ gestellt. Ministerin Stefanie Drese informierte auf der heutigen Landespressekonferenz über die Ziele des neuen Hilfefonds.

Im Rahmen des neuen Fonds stellt der Bund jährlich 51 Mio. Euro für Strukturen und Angebote zur psychosozialen Unterstützung der Familien in den „Frühen Hilfen“ zur Verfügung. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das rund 1,2 Mio. Euro (1.159.654 Euro).

„Es geht darum, junge Mütter und Väter zu unterstützen –von Geburt ihres Kindes an. Risikosignale und Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung sollen frühzeitig erkannt und darauf reagiert werden. Mit dem neuen Fonds sollen die Netzwerke „Frühe Hilfen“ gestärkt werden, die dann den Kontakt zu den relevanten Stellen aufbauen“, so Drese.

Die Akteure kommen dabei u.a. aus den Bereichen Kinder‐ und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Frühförderung und Schwangerschaftsberatung. In den Netzwerken „Frühe Hilfen“ bzw. in den geschaffenen Netzwerkkoordinierungsstellen der Landkreise/kreisfreien Städte wird dann die Zusammenarbeit abgestimmt. So erhalten Familien frühzeitig Zugang zum benötigten Hilfesystem (wie z.B. Kontakt zu Ärzten) oder entsprechend ihrem Unterstützungsbedarf zu den lokalen Einrichtungen und Diensten.

„Frühe Hilfen haben sich als ein zusätzliches Versorgungselement in Deutschland etabliert“, sagte Drese und berichtete weiter: „Aus der bereits durchgeführten Bundesinitiative, die im Zeitraum 2012 bis 2017 Mecklenburg-Vorpommern rund 6,4 Mio. Euro für den Auf- und Ausbau der Netzwerke „Frühe Hilfen“ zur Verfügung stellte, haben wir nachhaltig den Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern fördern können.“

Durch die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ wurde der Ausbau der Netzwerke komplett umgesetzt. Jede Netzwerkkoordinierungsstelle wurde mit mindestens einer vollen Personalstelle ausgestattet. Neben Maßnahmen zur Qualifizierung von Familienhebammen und ehrenamtlichen Projekten im Bereich „Frühe Hilfen“ werden jährlich bis zu zwei Dutzend Einzelmaßnahmen im ganzen Land gefördert.

Vollsperrung der BAB A 19 im Bereich der Brücke über den Petersdorfer See

Röbel – Am Donnerstag (31.08.2017) wird die A 19 im Bereich der Petersdorfer Brücke ab 19.00 Uhr für etwa zwei Stunden voll gesperrt.

Die Sperrung ist notwendig, um auf dem derzeit unter Verkehr stehenden Bauwerk messtechnische Untersuchungen, sogenannte Probebelastungen, durchführen zu können. Die regelmäßig zu erhebenden Daten dienen dem statischen Nachweis über die Tragfähigkeit des Brückenbauwerkes.

Während der Sperrung wird der Verkehr aus Richtung Berlin an der Anschlussstelle Röbel und der Verkehr aus Richtung Rostock an der Anschlussstelle Malchow von der Autobahn abgeführt. Umleitungen zur nächsten Anschlussstelle und nach Waren sind ausgeschildert.

Minister Pegel überreicht angehenden Straßenwärtern Zeugnisse

Teterow – Infrastrukturminister Christian Pegel nimmt am Donnerstag (31.08.2017) die sogenannte Freisprechung der Straßenwärterinnen und Straßenwärter vor.

Am 31. August 2017 werden voraussichtlich 19 Azubis ihre dreijährige Ausbildung zum Straßenwärter erfolgreich beenden und aus den Händen von Minister Christian Pegel ihre Zeugnisse erhalten. Von den 19 sind zwölf Auszubildende der Straßenbauverwaltung und sieben Auszubildende aus Kommunen und Landkreisen, darunter einer junge Frau. Zusätzlich wurden 21 Umschüler binnen zwei Jahren zu Straßenwärtern ausgebildet.

Ihre theoretische Ausbildung erhielten die Azubis in den Ausbildungsstätten der Bildungsträger BBV Tribsees bzw. UFAT-Bildungswerk Wöbbelin. Die praktische Ausbildung der Azubis der Straßenbauverwaltung erfolgte in der Straßenmeisterei Teterow.

Die zwölf Azubis der der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden nach bestandener Abschlussprüfung am 30.08.2017 durch diese übernommen.

Straßenwärter haben eine hohe Verantwortung für die Sicherheit im Straßenverkehr. Zu ihren Aufgaben gehören beispielsweise regelmäßige Zustandsüberprüfungen an Straßen und Brücken, kleine Ausbesserungsarbeiten, die Pflege von Grünflächen sowie der Winterdienst.

Rund 750 Straßenwärter und Straßenwärterinnen sind in den insgesamt 24 Straßenmeistereien und sieben Autobahnmeistereien des Landes für die Unterhaltung der Landes- und Bundesstraßen sowie der Autobahnen zuständig. Sie betreuen ein Straßennetz von rund 6.500 Kilometern (1.935 Kilometer Bundesstraßen, 3.357 Kilometer Landesstraßen und 1.250 Kilometer Kreisstraßen). Hinzu kommen 568 Kilometer Bundesautobahnen.

Straßenwärter ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Voraussetzung ist eine gute körperliche Verfassung sowie die Bereitschaft zum Schichtdienst. Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2018 können bis zum 30.11.2017 an das Straßenbauamt Stralsund gerichtet werden.

Hochwasserschutzpläne für Nordusedom

Insel Usedom – Auf einer Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz im Norden der Insel Usedom stellt Umweltminister Dr. Till Backhaus zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute Abend ab 19 Uhr in der Heinrich-Heine-Schule in Karlshagen die aktuellen Planungen zum Bau des Ringdeiches um Peenemünde und des Riegeldeiches vor Karlshagen vor.

Bisher verfügt der Norden der Insel über kein geschlossenes Küstenschutzsystem. Eine überströmungssichere Verbindung zwischen dem Deich auf der Peenestromseite und der Düne auf der Ostseeseite fehlt. Hieraus ergeben sich im Falle einer schweren Sturmflut zwei zentrale Probleme:

  • Erstens, die direkte Gefährdung der Ortschaften Nordusedoms. Zahlreiche Wohnhäuser würden mehr als einen Meter tief im Wasser stehen.
  • Zweitens, eine Überströmung Nordusedoms bis in die Krumminer Wieck und das Achterwasser mit erhöhten Sturmflutwasserständen im Achterwasser und Oderhaff würde einen Ausbau aller dortigen Küstenschutzanlagen erforderlich machen.

„Die Herstellung des Sturmflutschutzes für Nordusedom hat für die Landesregierung daher höchste Priorität“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Um die genannten Gefährdungen auszuschließen wird der Neubau von zwei Deichen vorgesehen.

Zum einen soll ein Deich um Peenemünde errichtet werden, mit dem Ziel den Ort überflutungssicher zu machen. Im südwestlichen Bereich soll er an einer Hochwasserschutzwand anschließen, deren Bau noch in diesem Jahr beginnt.

Zum anderen ist eine Verbindung zwischen dem bestehenden Peenestromdeich und dem hohen Dünengelände auf der Ostseeseite vor Karlshagen geplant. Dieser wird als Riegeldeich bezeichnet, da er ein Durchströmen zum Achterwasser verhindert und Karlshagen sowie die südlich gelegenen Ortschaften gegen Fluten abriegelt.

„Ich freue mich, dass es diese Lösung jetzt gibt“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann. „Damit ist die Abkehr von einem Kompensationsflächenpool Cämmerer See vollzogen und der Sturmflutschutz kann zügig umgesetzt werden. Vielen Dank an die Bürgerinitiative, die sich für eine gute Lösung eingesetzt hat.“

Die Schutzziele der bestehenden naturschutzrechtlichen Schutzgebiete werden bei der Planung beachtet. Daraus resultieren umfangreiche Untersuchungs- und Prüferfordernisse. Ziel ist, dass 2021 mit dem Bau begonnen werden kann. Bis Ende 2017 sollen die Planungsunterlagen fertiggestellt sein. Für 2018 und 2019 ist das Planfeststellungsverfahren angesetzt. Insgesamt werden die Baukosten auf über neun Millionen Euro geschätzt.