Schwesig eröffnet Hanse Sail

Rostock – „Es ist eine große Ehre für mich, heute als neue Ministerpräsidentin des Landes die 27. Hanse Sail zu eröffnen. Rostock hat in den nächsten vier Tagen wieder allen Grund, kräftig zu feiern“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei der Eröffnung der Hanse Sail im Rostocker Stadthafen.

Bilder von der Veranstaltung seien in ganz Deutschland zu sehen. „Auf der Hanse Sail können wir zeigen, wie schön, wie lebenswert, wie einladend Mecklenburg-Vorpommern heute ist, wie gut die wirtschaftliche Entwicklung im Land ist und was die Menschen hier im Land gemeinsam erreicht haben.“, sagte Schwesig.

Die Hanse Sail sei wichtig für den Tourismus im Land. „Gerade heute zeigt sich: Für einen schönen Urlaub muss man nicht in weite Ferne reisen. Man kann auch einfach nach Mecklenburg-Vorpommern kommen“, sagte Schwesig weiter.

„Rostock ohne dieses wunderbare Fest kann ich mir kaum vorstellen“, bekannte die Ministerpräsidentin. „Die Hanse Sail ist ein besonders Erlebnis, das alle Generationen verbindet. Deshalb sage ich allen, die daran mitwirken, dass die Hanse Sail Jahr für Jahr zu einem großen Erfolg wird, vielen herzlichen Dank für ihre großartige Arbeit.“

Einnahmen der Kommunen in M-V deutlich über Bundesschnitt

Schwerin – Die Bertelsmann-Stiftung hat ihren kommunalen Finanzbericht veröffentlicht. Leider hat sich dabei ein Rechenfehler eingeschlichen: So stiegen die Einnahmen der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern entgegen der Meldung der Stiftung im vergangenen Jahr deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt. Auch der Überschuss und die Investitionsausgaben nahmen kräftig zu.

Die Bertelsmann-Stiftung teilte gestern mit, die Einnahmen der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern seien mit knapp drei Prozent deutlich geringer gestiegen als im Bundesdurchschnitt (6,4 Prozent). Mittlerweile räumte die Stiftung ein, dass ihr hier ein Rechenfehler unterlaufen sei. Tatsächlich betrug das Einnahmeplus der kommunalen Ebene unseres Landes im vergangenen Jahr 7,8 Prozent und lag damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Das Plus bei den Einnahmen schlägt sich nicht zuletzt im Haushaltsüberschuss nieder. Nach den Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung stieg dieser auf 112 € je Einwohner – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das ist ein Spitzenwert im Ländervergleich (Platz 3).

Und schließlich ist auch bei den Investitionen die Lage deutlich besser als von der Bertelsmann-Stiftung dargestellt. Je Einwohner gaben die Kommunen des Landes Mecklenburg-Vorpommern demnach im vergangenen Jahr 392 € für Investitionen aus. Das ist bundesweit der vierthöchste Wert. Und eine Steigerung von 70,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Des Weiteren warnt die Bertelsmann-Stiftung, dass den Kommunen mit dem Wegfall des Solidarpakts im Jahr 2020 „eklatante Haushaltsprobleme“ drohen. Allerdings blendet diese Feststellung die Einigung zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen völlig aus. Erst vor wenigen Wochen beschlossen der Bundestag und der Bundesrat eine Reform des Finanzausgleichs, von der die Länder und Kommunen ab dem Jahr 2020 stark profitieren und nach der eine unterproportionale kommunale Finanzkraft künftig stärker berücksichtigt wird.

Sozialministerin Drese will Landesförderung für Opferambulanzen erhöhen

Greifswald – Sozialministerin Stefanie Drese will die Landesförderung für die Opferambulanzen an den rechtsmedizinischen Instituten der Universitäten Rostock und Greifswald erhöhen. „Mir geht es um verbesserte Hilfen für Gewaltopfer sowie um eine stärkere institutionelle Kooperation, um Gewaltkreisläufe zu durchbrechen und Prävention zu betreiben“, sagte Drese bei ihrem Besuch der Opferambulanz Greifswald im Rahmen ihrer Sommertour.

Die Opferambulanzen sind wichtiger Bestandteil des Opferschutzes in Mecklenburg-Vorpommern und werden bisher mit 60.000 Euro jährlich durch das Land gefördert. Betroffene von Gewalt können hier ihre Verletzungen kostenlos und vor allem unabhängig davon, ob eine Strafanzeige gestellt wird, dokumentieren lassen. Die Anzahl der durchgeführten gerichtsfesten Befunddokumentationen sowie der weiteren Vermittlungen ist in den letzten Jahren nach Auskunft von Ministerin Drese kontinuierlich gestiegen.

So werden die Opferambulanzen seit ihrer Einrichtung im Jahr 2011 auch von Jugendämtern, den Staatsanwaltschaften und Kliniken bzw. niedergelassenen Ärzten verstärkt in Anspruch genommen. „Opfer dabei zu unterstützen, Ansprüche später auch strafrechtlich durchsetzen zu können, ist wichtig“, betonte Drese heute in Greifswald. „Denn mit der Dokumentation der Verletzungen erhalten die Opfer ein Gutachten, das gerichtsfest ist. Damit können Verfahren schneller abgeschlossen werden“, so Drese.

Ministerin Drese teilte heute mit, dass sie sich im Rahmen der regierungsseitigen Verhandlungen zum neuen Landesdoppelhaushalt 2018/2019 erfolgreich für eine Erhöhung der Landesförderung auf insgesamt 80.000 Euro pro Kalenderjahr eingesetzt hat. Drese: „Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag könnte damit z.B. ein höherer Stellenanteil an den beiden rechtsmedizinischen Instituten finanziert werden. Das wäre ein wichtiger Beitrag für den Opferschutz in unserem Land“, sagte Ministerin Drese.

Campingplatz in Loissin investiert in Erweiterungen des Angebots

Loissin – Der Campingplatz der Ferien- und Freizeitpark Betreibergesellschaft mbH in Loissin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erweitert derzeit seine Anlage. „Viele Camper verbinden in ihrem Urlaub den Wunsch nach Ferien inmitten der Natur mit gut ausgebauter Infrastruktur und abwechslungsreichen Freizeitangeboten. Auf dem Campingplatz in Loissin wird jetzt investiert, um den Gästen attraktive Übernachtungsmöglichkeiten mit noch größerem Komfort zu bieten. Die geplanten Maßnahmen sichern sieben Arbeitsplätze; zwei neue Jobs werden geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Campingplatz mit einer Gesamtfläche von 12 Hektar liegt zwischen den Inseln Rügen und Usedom am Südrand des Greifswalder Boddens. Die insgesamt 530 Stellplätze sind durchschnittlich 100 Quadratmeter groß. Jetzt ist vorgesehen, umfangreiche Baumaßnahmen vorzunehmen. Unter anderem sollen die sanitären Einrichtungen sowie der Küchenbereich erweitert, ein Lagerraum gebaut und Stellplätze mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen versorgt werden. „Die Maßnahmen verbessern deutlich die Qualität des Campingplatzes und erweitern die Kapazitäten für die Urlauber“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 108.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens auf 360.000 Euro. „Investitionen in die Erweiterungen und Qualitätssteigerungen sind von erheblicher Bedeutung, denn Camping ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Die Studie „Entwicklungschancen des Campingtourismus in MV“ vom Mai 2014 ergab, dass 2012 von den Campern in Mecklenburg-Vorpommern Umsätze in Höhe von rund 212 Millionen Euro getätigt wurden. Mehr als 80 Prozent davon kamen dabei von Touristikcampern und Wohnmobilisten.

Nach Angaben des Loissiner Betreibers gab es im Jahr 2016 insgesamt 60.400 Übernachtungen auf dem Campingplatz. Im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden nach Angaben des Statistischen Amtes 2016 auf den Campingplätzen knapp 173.000 Ankünfte (+6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und knapp 900.000 Übernachtungen (+4,5 Prozent) registriert. Die Campingplätze in ganz Mecklenburg-Vorpommern erzielten im Jahr 2016 mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent). „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich stetig weiter. Jetzt gilt es, durch kluge Investitionen und verstärkte Angebote zur Saisonverlängerung das hohe Niveau zu halten“, sagte Glawe.

Sonne spendet Wärme für Wasserversorgung

AWG Sternberg und WEMAG gründen neue Gesellschaft für Wärme-Projekte

Schwerin/Sternberg – Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft Sternberg-Dabel-Brüel e.G. (AWG Sternberg) will die Sonnenenergie für die Warmwassergewinnung nutzen. Für die Montage der Solaranlagen auf zwei Wohnhäusern in der Sternberger Karl-Marx-Straße erfolgte am 9. August der Baustart. „Mit der Kollektorfläche von jeweils 25 Quadratmetern können wir in jedem Wohngebäude die Warmwasserversorgung in 40 Haushalten unterstützen. Das heißt, etwa ein Drittel des Wassers wird von der Sonne erwärmt“, erklärte der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Sternberg-Dabel-Brüel e.G. Sven Parwulski. Mit der Einbindung der Erneuerbare-Energien-Anlagen wird auch die Umwelt entlastet. „Der Ausstoß von fast vier Tonnen Kohlendioxid wird jährlich pro Anlage vermieden. Außerdem werden je Gebäude rund 1.900 Kubikmeter Erdgas eingespart“, sagte Projektleiter Michael Schütt von der WEMAG Energiedienste GmbH, die auch das technische Konzept entwickelt hat.

Heizungsbaumeister Lars Ost prüft auf dem Dach die gerade angelieferten Bauteile für die Solaranlage. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Die Montage der Solaranlagen hat die in Sternberg ansässige Firma Michael Dei Heizung/Sanitär/Solar übernommen. „Es freut mich ganz besonders, dass ein regionaler Anbieter diesen Auftrag bekommen hat“, sagte Sven Parwulski bei der Anlieferung der Solarmodule.

Für die Realisierung dieses und weiterer Projekte haben die AWG Sternberg und die WEMAG Energiedienste GmbH die Energiedienste Sternberg GmbH gegründet, wobei die AWG mit 51 Prozent Gesellschafteranteilen Mehrheitsgesellschafterin ist. Sie übernimmt die kaufmännische und die WEMAG Energiedienste GmbH die technische Betriebsführung. „Von der Idee bis zur Umsetzung dieser Vorhaben hat es etwa zwei Jahre gedauert“, berichtete Michael Schütt und verwies auf einige Anfangsschwierigkeiten, die es gemeinsam zu lösen galt.

Bereits zum 1. Juli sind fünf Heizstationen in Sternberg in AWG-Wohnblöcken Am Sehrransbach und in der Karl-Marx-Straße in Betrieb genommen worden. Darüber hinaus wird gegenwärtig in der Karl-Marx-Straße ein kleines Heizhaus gebaut. „Von hier aus wollen wir drei Wohnblöcke mit modernster Heiztechnik versorgen“, kündigte Sven Parwulski an. Er rechnet im September mit der Inbetriebnahme.

Die Wohnungsgenossenschaft will die Fernwärmeversorgung in Sternberg stetig erweitern. Geplant ist die Umstellung zunächst in der Seestraße. Auch in Brüel wird auf eine moderne Wärmeversorgung gesetzt. So wurden bereits drei bestehende Heizstationen von dem vorherigen Wärmelieferanten übernommen, im nächsten Jahr soll nun mit dem Umbau dieser bestehenden veralteten Ölheizungsanlagen auf eine Heizung mit moderner Gas-Brennwerttechnik begonnen werden.