Fipronil in Geflügelzuchtbetrieb festgestellt

Schwerin – Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern hat Eierproben positiv auf Fipronil getestet.

Die Eier stammen aus einem Geflügelzuchtbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern, in dem Elterntiere gehalten werden. Die Eier werden also nicht für den Verzehr produziert, sondern dienen der Masthähnchenproduktion.

Aus diesem Grund wurden zudem Fleischproben gezogen, die derzeit im LALLF analysiert werden. Die Ergebnisse hierzu werden Anfang nächster Woche erwartet.

Zudem gibt es Hinweise, dass in einem weiteren Geflügelzuchtbetrieb das mit Fipronil versetzte Desinfektions- und Reinigungsmittel Dega-16 eingesetzt wurde. Die Tiere dieses Betriebes wurden vor dem Bekanntwerden des aktuellen Geschehens bereits zur Schlachtung nach Polen bzw. Niederlande gebracht. Die dortigen Behörden werden durch den Bund informiert.

Auf www.lebensmittelwarnung.de sind aktuelle Warnungen zu Fipronil-belasteten Produkten abrufbar. Weitere Informationen, eine Risikobewertung und eine Fragen-Antworten-Liste zum Thema Fipronil in Eiern und eihaltigen Lebensmitteln sind auch unter www.bfr.bund.de erhältlich.

Dahlemann: Rückkehrer sind Riesenchance für Vorpommern

Torgelow – Mit einem Besuch der Firma ME-LE-Energietechnik in Torgelow hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute seine zweiwöchige Vorpommerntour abgeschlossen.

Bei seinem Besuch informierte sich der Staatssekretär über die Fachkräftesicherung im Unternehmen. Er führte ein Gespräch mit deutschen und polnischen Auszubildenden und Studierenden, die bei ME-LE einen dualen Studiengang absolvieren. Außerdem sprach Dahlemann mit Beschäftigten, die einige Jahre außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns gelebt haben und nun ins Land zurückgekehrt sind.

„Die Zeiten, in denen junge Menschen für eine Berufsausbildung aus Vorpommern weggehen mussten, sind zum Glück vorbei“, sagte Dahlemann mit Blick auf die aktuellen Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt. „Die Wirtschaft muss heute größere Anstrengungen unternehmen, um ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Ich freue mich, dass Unternehmen wie ME-LE das erkannt haben und so vorbildlich für die gesamte Wirtschaft viel Zeit und Leidenschaft in die Fachkräftesicherung investieren.“

In den kommenden Jahren müsse ein noch stärkeres Augenmerk auf mögliche Rückkehrer nach Vorpommern gerichtet werden. „Es gibt viele gute Fachkräfte, die nach einer längeren Zeit in anderen Bundesländern oder gar im Ausland nach Vorpommern zurückkehren wollen. Ich sehe das als Riesenchance. Wir müssen noch gezielter um Rückkehrer werben. Dazu führe ich bereits Gespräche mit dem Unternehmerverband und den Wirtschaftsförderern in Vorpommern“, sagte Dahlemann.

Dahlemann zog ein positives Fazit seiner zweiwöchigen Sommertour: „Ich habe viele engagierte Menschen getroffen und sehr gute Ideen kennengelernt, wie wir Vorpommern gemeinsam weiter voranbringen können. Der Vorpommern-Fonds und die Lenkungsgruppe sind zwei wesentliche Instrumente dafür. Entscheidend sind jedoch die stärkere Vernetzung und das Fördern der Macher. Das ist Maßstab unseres Handelns.“

Mehr Schüler, mehr Lehrer, mehr Stunden

Ministerin Hesse: Über steigende Schülerzahlen können wir uns freuen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sind die Schülerzahlen in den vergangenen vier Schuljahren gestiegen. Im Schuljahr 2013/2014 lernten circa 122.400 Kinder und Jugendliche an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen, im Schuljahr 2016/2017 waren es insgesamt rund 130.200 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um 6,4 Prozent, wie aus einer Erhebung des Bildungsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Lehrerstellen stieg im selben Zeitraum um 14,7 Prozent. Vor vier Jahren gab es insgesamt circa 8.750 Stellen, heute sind es rund 10.000 Stellen.

„Über steigende Schülerzahlen können wir uns freuen. In einigen Jahren macht sich dieser Anstieg bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern bemerkbar. Mehr junge Menschen können dann eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Das Land hat auf die gestiegenen Schülerzahlen reagiert und mehr Lehrerstellen zur Verfügung gestellt. Auch die Arbeits- und Lernbedingungen an den Schulen hat die Landesregierung verbessert. Heute stehen den Schulen rund 60 Mio. Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung“, so Hesse.

Kritik, das Land presse die Schulen aus wie eine Zitrone, wies Bildungsministerin Hesse zurück. „Die Zuweisung der Lehrerstunden erfolgt heute nach einem anderen Modell als vor vier Jahren. Im Schuljahr 2013/2014 haben die Schulen eine schülerbezogene Stundenzuweisung erhalten. Heute bekommen sie ein verbindliches Grundbudget, weil es sich damit besser planen lässt. Wenn in einer Klasse mit 20 Schülern ein 21. Schüler hinzukommt, muss nicht gleich eine neue Klasse gebildet werden. Es ändert sich auch nichts an der Grundzuweisung der Lehrerstunden. Erst wenn eine neue Klasse gebildet wird, erhält eine Schule mehr Stunden. Falsch ist, dass die Schulen nicht genügend Stunden erhielten“, erläuterte die Ministerin. Das Land weise alle Stunden zu, die notwendig seien, um den Unterricht nach der Stundentafel zu erteilen.

Im Schuljahr 2013/2014 haben die allgemein bildenden Schulen insgesamt 200.819 Lehrerstunden erhalten, im Schuljahr 2016/2017 waren 204.529 Lehrerstunden. Hinzu kommen beispielsweise Stunden für die sonderpädagogische Förderung, Ganztagsschulen, Begabtenförderung, Mentorenstunden oder Anrechnungsstunden für die Leitung der Schule.

Schwesig wirbt vor Unternehmern für den Standort M-V

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat beim Sailbrunch am Sonnabend in Rostock vor Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem In- und Ausland für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben: „Mecklenburg-Vorpommern ist das Urlaubsland Nummer 1 in Deutschland. Und auch in der Wirtschaft werden wir immer internationaler.“ Dies würden Ansiedlungen großer Unternehmen wie z.B. Nestlè belegen.

Mecklenburg-Vorpommern sei ein investorenfreundliches Land. „Viele Unternehmen brauchen für ihre Produktionsstätten große Flächen, angebunden an eine gute Infrastruktur mit leistungsstarken Häfen, Autobahnen und Schienenverbindungen. Und all das finden sie bei uns.“ Dazu komme eine gute geografische Lage wie die Ostseeregion und die Nähe zu den starken Metropolen Hamburg und Stettin.

Ganz wichtig seien Angebote wie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „vor allem ein gutes Kitabetreuungsangebot und gute Schulen. Damit wollen wir in Zukunft noch mehr Unternehmen überzeugen, sich bei uns im Land anzusiedeln. Mein Ziel ist es, dass wir in einigen Jahren als ein Land wahrgenommen werden, in dem man nicht nur zwei oder drei Wochen sehr gut Urlaub machen kann, sondern als ein Land zum Leben und Arbeiten. Und das an 365 Tagen im Jahr.“

Verstärkt werde in den Ausbau der Breitbandnetze investiert. „Dafür nutzen wir die Mittel des Breitband-Förderprogramms des Bundes. Zusätzlich wird die Landesregierung ein 10-Millionen-Euro-Programm auf den Weg bringen, um die Digitalisierung weiter voranzubringen. Dies ist einer der Bereiche, in der ich als Ministerpräsidentin neue Akzente setzen möchte. Ich bin davon überzeugt: Die Digitalisierung eröffnet gerade einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, das viel Freiraum für neue Ideen und optimale Bedingungen für kreatives Arbeiten bietet, neue wirtschaftliche Chancen, besonders auch im Export.“

Rostocker Elektronik- und Softwareunternehmen investiert in neue Betriebsstätte

Rostock – Die pironex GmbH errichtet derzeit eine neue Betriebsstätte in Rostock. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Lieferung kundenspezifischer Elektronik- und Softwarelösungen für die Bereiche Medizin, Forschung und Industrie spezialisiert. „Die pironex GmbH hat sich mit ihrer praxisorientierten Umsetzung innovativer Technologien bei regionalen und überregionalen Kunden einen guten Namen erarbeitet. Jetzt soll das Geschäftsfeld rund um den Bereich E-Mobilität ausgeweitet werden. Mit dem Bau des neuen Unternehmenssitzes werden zwölf Arbeitsplätze gesichert und drei neue Jobs entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die pironex GmbH entwickelt kundenspezifische Software, Apps und Steuerungselektronik. Ein weiterer Geschäftsbereich ist die Produktion elektronischer Baugruppen, Geräte und Systeme wie beispielsweise Ladegeräte sowie Batteriemanagementsysteme für Ladestationen und Elektrofahrzeuge. Als Diebstahlschutz, Zugangssystem oder für die Fahrzeugverwaltung bei öffentlichen Verleihsystemen baut das Unternehmen auch Elektronik für Pedelecs und E-Bikes.

Aufgrund steigender Kundennachfrage soll jetzt der Bereich E-Mobilität ausgebaut werden. Dafür wird derzeit eine neue Produktionsstätte errichtet. Der kombinierte Werkstatt- und Bürokomplex soll auf einer Fläche von knapp 2.000 Quadratmetern entstehen. Weiterhin sind Investitionen in die Labor- und Werkstattausrüstung geplant. „Mit den Investitionen in die Erweiterung werden langfristig die Voraussetzungen für weiteres Unternehmenswachstum im Zukunftsfeld E-Mobilität geschaffen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für den Neubau der Betriebsstätte betragen knapp 1,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 277.000 Euro.