Tote Schafe bei Eldena: Wölfe in Verdacht

Eldena – Am 31.08.2017 kam es zu einem Rissvorfall bei Eldena im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dabei wurden 14 Schafe getötet und 3 weitere verletzt, wobei die Verletzungen teilweise so schwerwiegend waren, dass weitere Tiere getötet werden mussten. Im Ergebnis der Rissbegutachtung sind ein Wolf oder mehrere Wölfe als Verursacher wahrscheinlich. Zur weiteren Untersetzung des Befundes wurden Genetikproben genommen.

Die Erfordernisse eines Grundschutzes der Nutztiere waren im vorliegenden Fall nicht erfüllt.

„Ich bedaure diesen weiteren Rissvorfall, nehme diesen jedoch auch gleichzeitig zum Anlass, nochmals insbesondere an alle Schaf- und Ziegenhalter zu appellieren, den Schutz ihrer Tiere mindestens hinsichtlich der Einhaltung der Grundanforderungen zu überprüfen. Nur auf diesem Wege können wir die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Rissvorfällen absenken“, so Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Um einen Grundschutz zu gewährleisten, müssen die Zäune allseitig geschlossen sein. Empfohlen werden entweder mindestens 90 Zentimeter hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand größer als 20 Zentimeter bzw. Maschendrahtzäune mit mindestens 120 Zentimeter Höhe und einem Untergrabeschutz.

Auf die Ranzen, fertig, los!

Einschulungsfeiern beginnen am Wochenende

Schwerin – Jetzt geht‘s los: Schon vor dem ersten Schultag am kommenden Montag öffnen sich am Sonnabend, 2. September 2017, in Mecklenburg-Vorpommern die Schultore für die ABC-Schützen. Dann begrüßen die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer im Land ihre „Neuen“ und deren Familien zur Einschulung. „Dieser Tag ist immer auch ein Tag zum Kennenlernen“, so Bildungsministerin Birgit Hesse. Im neuen Schuljahr besuchen 15.300 Kinder die Jahrgangsstufe 1 an den Schulen. Davon lernen rund 1.600 Kinder an einer Grundschule in freier Trägerschaft.

„Wo ist der Klassenraum? Wer geht in dieselbe Klasse? Ist der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin nett? Wie läuft so ein Schultag eigentlich ab? Zum Schulstart ist der Kopf bei Kindern und Eltern vollgestopft mit Fragen. Dazu kommen Stolz, Vorfreude, Neugier und auch ein paar kleine Ängste. Die Einschulung ist immer aufregend, schließlich eröffnet sich eine neue Welt, die es jetzt zu entdecken gilt“, betonte Hesse, „und das tun alle Beteiligten am besten ganz positiv und offen, denn es warten neue Freundinnen und Freunde und die Aussicht, bald selber im Lieblingsbuch lesen zu können.“ Wenn sich die ersten Erfolge beim Lesen und Schreiben bemerkbar machten, beflügle das die Lust aufs Lernen.

Damit sich diese Lernerfolge schnell verfestigen, wird mit Beginn des Schuljahrs 2017/2018 eine Deutschstunde mehr in den ersten bzw. zweiten Klassen der Grundschulen auf dem Stundenplan stehen. Die zusätzliche Deutschstunde in der Schuleingangsphase soll vor allem die Rechtschreibkompetenzen der Schülerinnen und Schüler verbessern. Das Land folgt damit dem Wunsch vieler Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer.

Ausstellung „Küste, Land und mehr“ im Finanzministerium eröffnet

Schwerin – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst im FM“ eröffnete Finanzminister Mathias Brodkorb heute die Ausstellung „Küste, Land und mehr“ der Künstlerin Rosemarie Hoffmann.

Inspiriert durch die vielfältigen Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns, arbeitet die Künstlerin überwiegend mit Acrylfarben und der Spachteltechnik, um die zahlreichen Farbstimmung der Natur wiederzugeben.

Künstlerin Rosemarie Hoffmann: „Es sind oft die unspektakulären Vorgänge, die mich anregen ein Bild zu malen. Beim Wandern nehme ich meine Umgebung ständig in ihrer Vielfalt und Bewegung wahr. So entstehen schon unterwegs Bilder in meinem Kopf, die ich aus dem Tagesgefühl heraus dann zu Papier bringe.“

Die Ausstellung ist in den Räumlichkeiten des Finanzministeriums noch bis zum 16. Januar 2018 zu den Geschäftszeiten zu sehen.

Schwesig übergibt Grundschule am Ziegelsee und Tribüne im Sportpark Lankow

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in der Landeshauptstadt die Schlüssel für die Grundschule am Ziegelsee an die Schulleiterin übergeben.

„Die Grundschule am Ziegelsee ist ein Vorbild dafür, wie gut es läuft, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Stadt Schwerin hat schnell und effizient mit dieser Grundschule gehandelt. Es ist ein tolles Gesamtpaket mit Schule, Hort und Sporthalle, mit modernen Klassenräumen und umfassender Medienausstattung entstanden. Dazu eine Schulbibliothek und eine Mensa“, betonte Schwesig und übergab an die Stadt knapp 2,7 Millionen Euro Sonderbedarfszuweisung für den Schulneubau.

Am Nachmittag eröffnete Frau Schwesig das neue Funktionsgebäude mit Tribüne im Schweriner Sportpark im Stadtteil Lankow: „Die heutige Übergabe stellt einen weiteren Meilenstein für den Schwerin Fußball dar, der hier künftig konzentriert werden soll. Mit der modernen Anlage sind nunmehr die besten Voraussetzungen für Training und Wettkampf geschaffen. Ich freue mich, dass es dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt und den Landessport gelungen ist, das Vorhaben umzusetzen.“

26. Zahnärztetag in Mecklenburg-Vorpommern

Warnemünde – In Rostock-Warnemünde tagen noch bis Sonnabend (02.09.) rund 500 Teilnehmer beim 26. Zahnärztetag. Die Veranstaltung wird von der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der mecklenburg-vorpommerschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an den Universitäten Greifswald und Rostock e. V. organisiert. Auf der Fachtagung informieren sich die Teilnehmer umfassend zu den aktuellen Themen – unter anderem die geriatrische Versorgung bei der Zahnheilkunde.

„Zahngesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesunderhaltung insgesamt. Vom ersten Zahn bis ins hohe Alter können regelmäßige Prophylaxe und gute Pflege dazu beitragen, insgesamt gesünder zu bleiben. Wichtig ist es die Bedingungen für gebrechliche und pflegebedürftige Patienten für einer zahnärztlichen Behandlung weiter zu verbessern. Dazu gehören auch der Weg in die Praxis, Besuche der Zahnärzte zu Hause oder im Pflegeheim“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

78 Zahnärzte und 36 Prophylaxe-Fachkräfte untersuchen in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst regelmäßig Kinder und Jugendliche. Im Schuljahr 2015/2016 wurden so in Kitas, Grund- und Förderschulen jeweils rund 80 Prozent der Kinder erreicht. Die Termine werden koordiniert durch die Landesarbeitsgemeinschaft für die Jugendzahnpflege (LAJ). Das trug dazu bei, dass die Zahl der Vorschulkinder mit einem naturgesunden Gebiss gestiegen ist – von 57 Prozent in den Jahren 1997/1998 auf knapp 69 Prozent in den Jahren 2015/2016. „Die intensive Prävention trägt Früchte. Vor allem dank des ehrenamtlichen Engagements der Landesarbeitsgemeinschaft für die Jugendzahnpflege, der Arbeit der Zahnärzte gemeinsam mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst gelingt es, schon im frühen Alter für das wichtige Thema Zahngesundheit zu sensibilisieren“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit nach Angaben der Zahnärztekammer knapp 2.100 Zahnärzte, von denen mehr als 1.100 in eigener Niederlassung tätig sind. Das entspricht einem Verhältnis von 91 Zahnärzten je 100.000 Einwohner im Land. Im Bundesvergleich nimmt Mecklenburg-Vorpommern damit den fünftbesten Rang ein (nach Berlin, Hamburg, Sachsen und Thüringen).

Die Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern wurde am 28. April 1990 provisorisch und am 29. Mai 1991 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Die rechtliche Grundlage bildet das Heilberufsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist die selbstverwaltete Berufsvertretung für ihre rund 2.000 Mitglieder. Der Zahnärztekammer gehören alle Zahnärzte an, die im Land Mecklenburg-Vorpommern ihren Beruf ausüben, oder falls sie ihren Beruf nicht ausüben, dort ihre Hauptwohnung haben.

Ausbau der Kreuzung B 108/Abzweig Sommerstorf

Sommerstorf – Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhält für den Ausbau der Kreuzung Bundesstraße 108/Kreisstraße MÜR 1 am Abzweig Sommerstorf vom Land einen Zuschuss in Höhe von 157.500 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt. Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung nach dem Bundesfernstraßengesetz und den Straßenkreuzungsrichtlinien muss sich der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an den Ausbaukosten beteiligen.

Das Straßenbauamt Neustrelitz plant zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf der B 108 den Ausbau der Kreuzung mit der Kreisstraße MÜR 1 Abzweig Sommerstorf. Dazu soll die Fahrbahn auf einer Länge von 438 Metern neu aufgebaut und um einen Linksabbiegefahrstreifen verbreitert werden. Die Gesamtausgaben der Baumaßnahme betragen für den Landkreis rund 225.500 Euro. Die förderfähigen Ausgaben liegen bei rund 210.000 Euro.

Die Bundesstraße B 108 ist eine wichtige Bundesfernstraße in Mecklenburg-Vorpommern, die im Bereich der geplanten Baumaßnahme die Städte Waren (Müritz) und Teterow miteinander verbindet. Die Kreisstraße MÜR 1 stellt zusammen mit der Landesstraße 204 eine wichtige Verbindung zwischen der Autobahn 19, Anschlussstelle Linstow, und der Bundesstraße 108 am Abzweig Sommerstorf dar.

Bauarbeiten an A 20 bei Jarmen gehen weiter

Jarmen – Ab 11. September wird die Erneuerung der Autobahn 20 im Bereich der Peene-Brücke bei Jarmen fortgesetzt. Nach einer Unterbrechung der Bauarbeiten für die Sommersaison wird bis voraussichtlich 30. November die Fahrbahn in Richtung Stettin saniert. Auch die Planung des zweiten Bauabschnitts durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr erfolgte in enger Abstimmung mit den Tourismus-Vertretern der Insel Usedom.

Ab Montag, 4. September 2017, wird es zu Einschränkungen in Fahrtrichtung Lübeck kommen, da dort die mobilen Leitwände wieder aufgestellt werden müssen. Ab 11. September wird die Richtungsfahrbahn in Richtung Stettin gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Spur je Richtung über die Fahrbahn in Richtung Lübeck geführt. Diese war vor Beginn der Hochsaison erneuert worden, so dass der Haupturlaubsverkehr zu und von der Insel Usedom nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt wurde. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auch während des zweiten Bauabschnitts auf 80 km/h begrenzt. In den Bereichen der Überfahrten wird die Geschwindigkeit auf 40 km/h begrenzt.

Die Anschlussstellen (AS) Gützkow und Jarmen müssen wiederum teilgesperrt werden. Dort sind während der Baumaßnahme das Abfahren von der A 20 aus Richtung Lübeck sowie das Auffahren in Richtung Stettin nicht möglich. An den Anschlussstellen Gützkow und Jarmen sind nur das Verlassen der A 20 aus Richtung Stettin sowie das Auffahren in Richtung Lübeck möglich. Fahrzeuge aus Richtung Lübeck mit Ziel Usedom fahren an der AS Greifswald ab und über die Bundesstraße B 109, Landesstraße 35 bis Gützkow und dann weiter die B 111 Richtung Wolgast/Usedom. Auch die Anfahrt über die B 109 bei Greifswald ist möglich. Dort wird aber in Höhe Hanshagen der Verkehr mit Lichtsignalanlagen an einer Brückenbaustelle einspurig vorbeigeführt. Bei hohem Verkehrsaufkommen kann es zur Wartezeiten kommen.

Fahrzeuge von Usedom in Richtung Stettin können über die B 109 und B 199 zur AS Anklam und dort auf die A 20 fahren, alternativ in Richtung der A 20 und dann auf der L 35 in Parallellage bis zur Anschlussstelle Anklam. Dies bedeutet einen Umweg von ca. 600 Metern.

Im Rahmen des Bauvorhabens werden an der Jarmener Brücke alle Übergangskonstruktionen komplett erneuert. Auf insgesamt 7,5 Kilometern Länge werden die Fahrbahnen in kompletter Breite in beiden Fahrtrichtungen gefräst und es wird die Binder- und Deckschicht erneuert.

Der zeitliche Rahmen für die Bauarbeiten ist mit den Tourismusvertretern der Insel Usedom abgestimmt worden. Im März hatte die Straßenbauverwaltung den Tourismusverband über die erforderlichen Bauarbeiten informiert. Bei einem Treffen mit dem Verbandsvorstand sowie Vertretern von Infrastrukturministerium und Landesamt für Straßenbau und Verkehr wurden die Anregungen der Tourismusexperten und ihre Umsetzbarkeit besprochen. Dank akribischer Planungen konnte nun der Wunsch, dass die Bauarbeiten nicht die Urlauberströme in der Hauptsaison beeinträchtigen, erfüllt werden.

Auch der Wunsch nach einer Umleitungsbeschilderung, die an- und abreisenden Gästen der Insel die optimalen Reiserouten gut erkennbar anzeigt, wurde erfüllt. Dazu wurde ein weiterer Beschilderungsplan erarbeitet. Dieser wird dem Tourismusverband zur Verfügung gestellt. Es wurde zudem vereinbart, dass die Gastgeber auf der Insel ihren Gästen mit der Buchungsbestätigung die Anregungen zu den An- und Abfahrtsrouten während der Bauzeit übermitteln, die die Straßenbauverwaltung erarbeitet hat.

Vorstandsvorsitzender Sebastian Ader bewertete die Einbeziehung seines Tourismusverbands als äußerst positiv: „Natürlich sind wir und vor allem die Gäste unserer Insel überaus zufrieden, dass der Verkehr in der Hochsaison ungehindert über die A20 rollen konnte. Schon bei den Baumaßnahmen an der Bahnbrücke Anklam hatte sich gezeigt, dass die Beteiligung unseres Tourismusverbands an den Planungen allen Betroffenen zu Gute kommt.“ Er würde es begrüßen, wenn dieses abgestimmte Vorgehen auch bei künftigen Maßnahmen, die Usedom betreffen, praktiziert würde.

Innovationswettbewerb geht in die dritte Runde

Gesundheitspreis MV sucht innovative Projekte für chronisch kranke Kinder

Schwerin – Bereits zum dritten Mal schreibt die Selbstverwaltung der AOK Nordost zusammen mit der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern aus. Die Auszeichnung, die seit dem Jahr 2013 alle zwei Jahre vergeben wird, steht unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Harry Glawe und ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Das diesjährige Wettbewerbsthema lautet: „Damit können wir leben. Unser Beitrag für chronisch kranke Kinder und deren Familien.“ Unter diesem Motto werden innovative, praxiserprobte Projekte, Modelle oder zukunftsweisende Versorgungskonzepte gesucht, die den Lebens- und Versorgungsalltag für chronisch kranke Kinder und Jugendliche sowie für deren Familien leichter machen.

„Der Preis macht durch seinen Schwerpunkt in besonderer Weise auf ein sensibles und immer bedeutender werdendes Thema aufmerksam. Umso wichtiger ist es, betroffenen Familien durch kreative Projekte das gemeinsame Leben zu erleichtern und sie gesamtgesellschaftlich noch besser zu unterstützen. Manchmal sind schon es kleine und einfache Ideen, die den Alltag für Betroffene erheblich erleichtern“, sagt der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Chronische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen stellen sowohl für die Betroffenen als auch für deren Familien eine hohe Belastung im Alltag dar – und sie nehmen zu. Betroffene Eltern wünschen sich neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung entsprechende problembegleitende, familienorientierte und psychosoziale Versorgungsangebote. Ziel des Gesundheitspreises ist es deshalb, Initiativen zu finden und bekannt zu machen, die beispielhaft zeigen, wie chronisch kranke Kinder und Jugendliche besser in die Gesellschaft integriert werden können. Ein Weg dabei ist die aktive Öffnung von Freizeiteinrichtungen oder Vereinen für diese Kinder und Jugendlichen.

Neben Ärztinnen und Ärzten, Schulen und Kitas können sich auch Sportvereine des Kinder- und Jugendsportes, Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken mit Kinder- und Jugendausrichtung, Selbsthilfegruppen, sozialpädiatrische Zentren und sonstige Akteure der Kinder- und Jugendarbeit an dem Innovationswettbewerb beteiligen. Über die Bewerbungen und die Verteilung des Preisgeldes entscheidet eine unabhängige Jury, die aus Wissenschaftlern, Pädagogen, Ärzten und anderen Gesundheitsexperten besteht.

„Chronisch kranke Kinder und Jugendliche sind besonders auf koordinierte und abgestimmte Leistungen angewiesen. Es muss uns gelingen, die Schnittstellen bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen besser mit dem gesamten Lebensumfeld der Betroffenen abzustimmen“, appelliert Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer M-V. „Der diesjährige Gesundheitspreis soll helfen, beispielgebende Aktivitäten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und zur Umsetzung weiterer Projekte anregen.“

Auch Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, betont: „Für das Wohl chronisch kranker Kinder ist es enorm wichtig, dass die Familie und das soziale Umfeld als stabilisierender Rahmen wirken können. Deshalb brauchen wir bei der Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher familienorientierte Lösungen und breite Netzwerke im ganzen Land. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem diesjährigen Gesundheitspreis innovative Denkansätze und Modelle finden werden, um bei diesem Thema neue Wege gehen zu können.

Bewerbungen können bis Ende Dezember 2017 an die Geschäftsstelle des Gesundheitspreises bei der AOK Nordost gesundheitspreis.mv@nordost.aok.de gesandt werden.

Backhaus verleiht Preis für ökologisches Gärtnern auf der IGA in Berlin

Berlin – Auf der Internationalen Gartenausstellung 2017 in Berlin wird am 2. September 2017 zum zweiten Mal der „European Award for Ecological Gardening 2017“ zur Anerkennung herausragender ökologischer Leistungen im Gartenbau verliehen.

Überreicht wird der Preis in den drei Kategorien „Gärtnern ohne Garten“, „Gärten für Besucherinnen und Besucher“ sowie „Gemeinschaftsgärten“ durch Dr. Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Mag. Karl Wilfing, Landesrat Niederösterreich, und Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Nominiert sind 30 Projekte, die heute im Rahmen einer Ausstellung in den Tagungsräumlichkeiten der IGA Berlin 2017 präsentiert werden. Die ProjekteinreicherInnen haben dabei die Gelegenheit, ihre Projekte persönlich vorzustellen. Eine internationale Fachjury unter der Leitung von Biogärtner und Herausgeber der Fachzeitschrift Kraut&Rüben Karl Ploberger bewertet die Einreichungen. Die Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro sowie eine Sonder-Plakette der Aktion „Natur im Garten“.

„Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von über 20 Mrd. Euro in ganz Deutschland ist der Gartenbau eine tragende Säule für Arbeits- und Ausbildungsplätze im ländlichen Raum“, betonte Backhaus im Vorfeld der Verleihung. Noch wichtiger aber sei die Leidenschaft, auf die es beim Gärtnern ankommt. „Das Gärtnern bietet eine Abwechslung zum Alltag, einen Ort der Ruhe und der Erholung für Körper, Geist und Seele“, sagte er weiter. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 80.000 Kleingartenparadiese.

Hinter dem „European Award for Ecological Gardening“ stehen die Aktion „Natur im Garten“, vertreten durch das Land Niederösterreich, der Verein „Natur im Garten“ sowie die „European Garden Association“.

Minister Backhaus hat die Aktion „Natur im Garten“ nach dem Vorbild Niederösterreichs bereits 2010 nach Mecklenburg-Vorpommern geholt. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband „Mecklenburger Endmoräne“.

„Die Aktion legt Wert darauf, mit und in der Natur zu arbeiten und die Schätze der Natur sinnvoll einzusetzen und auch zu nutzen. Dazu gehört der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sowie Torf. Zusätzlich sollte der Garten mit ökologisch wertvollen und regionaltypischen Pflanzen gestaltet sein“, erklärte Backhaus.

Mittlerweile wurden hierzulande 333 Gärten mit der Gartenplakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet. Die NaturgärtnerInnen werden von Fachleuten des Landschaftspflegeverbandes „Mecklenburger Endmoräne“ bei der naturnahen Gartengestaltung beraten.

40-jähriges Firmenjubiläum der Elektrotechnik Klaus Pick & Sohn in Stralsund

Stralsund – Die Elektrotechnik Klaus Pick & Sohn aus Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat am Freitag ihr 40-jähriges Jubiläum feierlich begangen. Das Unternehmen plant, montiert, wartet und repariert unter anderem Elektroinstallationen, Speicherheizungen, Photovoltaikanlagen, Solaranlagen und Beleuchtungsanlagen. „Der Betrieb ist von einer kleinen Werkstatt zu einem erfolgreichen Unternehmen gewachsen dank unternehmerischen Denkens, weitsichtigen Strategien und engagierten Mitarbeitern. Von Unternehmensgründung an wurde kontinuierlich jungen Menschen im Rahmen einer Ausbildung das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben. Die Elektrotechnik Klaus Pick & Sohn ist ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region und Aushängeschild für die Fachkräftesicherung“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

1977 gründete Geschäftsführer Klaus Pick die erste eigene Werkstatt im elterlichen Hühnerstall; ein Jahr später wurden bereits zwei Mitarbeiter beschäftigt. Heute arbeitet das Unternehmen auf insgesamt 220 Quadratmetern in einem 1994 fertiggestellten Neubau am Handwerkerring. Derzeit sind neun Mitarbeiter im Unternehmen tätig. Seit 1997 ist Jens Pick nach Ausbildung und Meisterprüfung im väterlichen Betrieb tätig und übernahm 2014 die Firma. „Neben dem Einsatz für das eigene Unternehmen ist auch das ehrenamtliche Engagement der Unternehmenslenker Klaus und Jens Pick herausragend. Beide bringen ihre Fachkompetenz in den regionalen und bundesweiten Handwerksgremien ein und tragen so dazu bei, dass die Branche sich stetig an aktuelle Erfordernisse angepasst weiterentwickelt“, hob Rudolph hervor.

Klaus Pick war von 1984 bis 2016 Obermeister der Elektroinnung, von 1997 bis 2015 Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke. Weiterhin engagierte er sich von 2011 bis Oktober 2016 als ehrenamtliches Mitglied im Mittelstandsbeirat des Wirtschaftsministeriums. Zusätzlich hatte Herr Klaus Pick von 2001 bis 2015 die Funktion als Vizepräsident des Zentralverbandes des Elektrohandwerks wahrgenommen. Im Jahr 2016 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für ehrenamtliches Engagement. Sohn Jens Pick ist seit 2016 Obermeister der Elektroinnung Mecklenburg-Vorpommern.

Die Landesinnungen der Schornsteinfeger, des Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikhandwerks sowie des Elektro- und Informationstechnischen Handwerks haben sich zum Netzwerk „Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz“ zusammengeschlossen, das insgesamt rund 1.050 Handwerksbetriebe vertritt. In der Arbeitsgemeinschaft werden gewerkeübergreifende Energieeffizienzkonzeptionen koordiniert, Bietergemeinschaften unterstützt und gemeinsame Schulungen organisiert. Auf der Internetseite www.energieeffizienz-mv.de sind für private und gewerbliche Verbraucher eine Vielzahl von Informationen zusammengestellt. „Klaus-Dieter Pick ist aufgrund seiner zahlreichen Kontakte und seinen überdurchschnittlichen Erfahrungen im Bereich Energieeffizienz für das Netzwerk als Koordinator aktiv. Davon profitieren Privatkunden und Unternehmen, die ausführlich über Möglichkeiten der energieeffizienten Gebäudetechnik aufgeklärt werden“, sagte Rudolph.

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.985 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern 1.382 Elektrotechniker, 131 Informationstechniker und 27 Elektromaschinenbauer in der Handwerksrolle verzeichnet.

Derzeit werden in den Unternehmen des Landes sechs Informationselektroniker, 310 Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik, zwei Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik, ein Elektroniker in der Fachrichtung Automatisierungstechnik sowie zwei Elektroniker in der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik ausgebildet.

Erfolgsprojekt „Hiddenseer Kutterfisch“ jetzt auch online

Insel Hiddensee – Gemeinsam mit Initiator Mathias Schilling hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann den Onlineshop des Fischkonservenladens „Hiddenseer Kutterfisch“ in Schaprode eröffnet. Der Fischladen selbst lädt seit Mitte August zum Einkaufen ein. Hier kann man neben der Konservenware natürlich auch frischen Fisch erwerben.

Das Projekt des erfolgreichen Unternehmers Schilling wurde im Rahmen des Modellvorhabens „Land(auf)Schwung“ des Landkreises Vorpommern-Rügen mit 30 000 Euro gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 243 000 Euro, wovon mehr als 146 000 durch Bund und Land gefördert wurden. Die Landesregierung unterstützt die Förderregion mit 50 000 Euro aus Mitteln des Landwirtschaftsministeriums und dem Vorpommern-Fonds mit dem Ziel, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und Beschäftigung im ländlichen Raum zu sichern.

„Es ist eine großartige Idee, die der Initiator Mathias Schilling maßgeblich in die Tat umgesetzt hat: „Vorpommern in die Welt tragen, quasi vom Fischernetz direkt ins Internet“. Nunmehr gibt es die Möglichkeit, nicht nur im Sommer gesunde Produkte der einheimischen Fischer als Mitbringsel vom Ostseeurlaub mit nach Hause zu nehmen, sondern auch im Winter online zu bestellen. So sorgt der engagierte Unternehmer mit dafür, dass die wunderschöne Insel Hiddensee, dass Vorpommern, ja unser ganzes Land weit über seine Grenzen hinaus noch bekannter wird“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung.

Mit diesem Projekt würden die ansässigen Fischer unterstützt. „Bei uns wird nicht nur frischer Fisch gefangen, sondern die verarbeiteten Produkte werden hier auch direkt zum Kauf angeboten. Das ist gut für Fischer, Einheimische und Touristen und damit gut für die Region.“

Kita in Alt-Meteln eröffnet

Alt-Meteln – Ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Kinderbetreuung im Land: Nach fast zwei Jahren Bauzeit ist die sanierte und erweiterte Kita in Alt-Meteln eröffnet worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gratulierte persönlich zur Eröffnung.

„Gemeinsam haben Sie alle – Erzieherinnen, Kinder, Eltern, Gemeinde – in den letzten Monaten beherzt angepackt und auch so manche Entbehrung in Kauf genommen, damit Sie ihrem Ziel näher kommen – die kleinen Aubachspatzen an nur einem Ort zu betreuen“, sagte die Ministerpräsidentin auf der Eröffnungsfeier. Bereits letzten Sommer seien die Kita- und Hort-Kinder in den sanierten Backsteinbau gezogen, „mit neuen, hellen Räumen, viel Platz zum Spielen und Toben.“ Jetzt seien auch der Anbau für die Krippe und die Neugestaltung des Außenbereichs abgeschlossen. Bund und Land haben den Umbau mit zusammen rund 1,2 Mio. Euro gefördert.

„Die Landesregierung hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Kinderbetreuung im Land zu verbessern: mit der Entlastung der Eltern im Vorschuljahr um 80 Euro pro Monat, der Absenkung der Krippenbeiträge um 100 Euro im Monat und der Verbesserung des Betreuungsschlüssels im Kindergarten von 1:18 auf 1:15“, sagte die Ministerpräsidentin. Insgesamt seien die Landesausgaben für die Kitas mehr als verdoppelt worden.

„Zusätzlich reicht das Land das Geld an die Kommunen zur Kindertagesförderung weiter, das vom Bund ursprünglich für das Betreuungsgeld eingeplant war. Das sind in diesem und nächsten Jahr insgesamt rund 22 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere Bundesmittel in Höhe von 21 Millionen Euro bis 2020 für den Ausbau von Kitas aus dem Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung.“

Zum 1. Januar 2018 sollen die Eltern um weitere 50 Euro bei den Beiträgen für einen Vollzeitplatz in Krippe und Kindergarten entlastet werden, mit Ausnahme des letzten Kindergartenjahres. „Wir entlasten die Eltern und wir investieren in gute Kitas. Das ist auch in Zukunft der richtige Weg“, sagte Schwesig.

Neuer FSJ-Jahrgang startet in Mecklenburg-Vorpommern

Voss: Freiwilligendienste sind Chance zur beruflichen Orientierung junger Menschen

Schwerin – Heute, am 1. September, besuchte Staatssekretär Nikolaus Voss die katholische Gemeinde St. Anna Schwerin anlässlich der Beauftragung neuer Freiwilliger, die künftig ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren oder in einem Bundesfreiwilligendienst gemeinnützig tätig sein wollen.

Im ganzen Land wird derzeit in katholischen und evangelischen Gemeinden das neue FSJ-Jahr mit Feierlichkeiten zur Begrüßung der freiwilligen Helfer begangen.

„Damit erhalten viele junge Menschen eine besondere Chance. Zum einen können Sie erstmals in das Berufsleben eintauchen und zum anderen die eigenen Kompetenzen kennenlernen und austesten. Das sind Praxiserfahrungen, von denen man ein ganzes Leben lang zehren kann. Gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch die Auswirkungen des demografischen Wandels, sollte das FSJ zunehmend als eine Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung betrachtet werden“, erklärte Voss und sagte weiter: „Ich bedanke mich für die Bereitschaft zum Engagement und wünsche allen Freiwilligen zum Start viel Erfolg und interessante Einblicke“.

Sich über ein FSJ beruflich zu orientieren und gleichzeitig gesellschaftlich zu engagieren, hat sich in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten fast 27 Jahren bei den jungen Menschen immer mehr etabliert. So nutzten allein im vergangenen Jahr 733 junge Erwachsene diese Möglichkeit.

Das Freiwillige Soziale Jahr wird durch den Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert. Insgesamt werden in der Förderperiode 2014 – 2020 dafür zwei Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden im Land bei neun Trägern jährlich insgesamt 180 Teilnehmer aus Mitteln des ESF unterstützt.

Im FSJ können sich junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel 12 Monate) in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung engagieren. Dazu zählen u.a. Kindertagesstätten, Schulen, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Jugendarbeit, in denen das FSJ über die Jahre hinweg zu einer festen Institution im Sinne eines Bildungs- und Orientierungsjahres geworden ist.

Auszubildende bei den MV WERFTEN begrüßt

Rostock – Die MV WERFTEN Gruppe investiert weiter in den eigenen Fachkräftenachwuchs. Heute startet für 90 neue Auszubildende und 12 Studenten, die ein duales Studium absolvieren, das Ausbildungsjahr. „Das ist ein wichtiger Beitrag für die eigene Fachkräftegewinnung und vor allem auch Fachkräftesicherung im Unternehmen. Die Schaffung von Ausbildungsplätzen ist auch ein klares Bekenntnis für die Region und für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe anlässlich des Ausbildungsstarts.

Die drei Werftstandorte in Wismar, Stralsund und Rostock sind von den IHKs in MV mehrfach als TOP Ausbildungsbetrieb geehrt worden. Neben den Ausbildungsrichtungen Anlagenmechaniker, Konstruktionsmechaniker, Fertigungsmechaniker, Industrieelektriker für Betriebstechnik und Mechatroniker wird von den MV WERFTEN auch ein Duales Studium Maschinenbau angeboten.

„MV WERFTEN bieten eine ganze Palette von Ausbildungsmöglichkeiten an. Gut qualifizierte und motivierte Auszubildende und Mitarbeiter sind das Herz eines jeden Unternehmens. Nur durch diese lassen sich bestehende, wettbewerbsfähige Strukturen erhalten und eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung sicherstellen“, so Glawe weiter.

Darüber hinaus ist in Wismar heute bei der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH offiziell der Produktionsstart der Kabinenproduktion für die sogenannte „Global Class“ erfolgt. Insgesamt werden rund 3.400 Kabinen pro Schiff gebaut. Darüber hinaus werden für die Endeavor Class (Megayachten) Crewkabinen, etwa 150 pro Schiff, gefertigt. An der Westtangente in Wismar sollen auf einer Fläche von 9.000 Quadratmeter Kabinen vor allem für große Schiffe gefertigt werden. Die MV WERFTEN Fertigmodule GmbH investiert mehr als 17 Millionen Euro in die Kabinenfertigung.

„Bis zu 200 Arbeitsplätze sind hier vor Ort in den kommenden Jahren perspektivisch geplant. Das sind Jobs im verarbeitenden Gewerbe, die unser Land dringend braucht“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Global Class und die Endeavor Class werden ab 2018 bei MV WERFTEN in Wismar, Rostock und Stralsund gebaut. Die Kabinen werden als komplett vormontierte Module zu den Werften geliefert und dort installiert.

Erweiterung der Dialyse und Endoskopie im Klinikum Karlsburg

Karlsburg – In Karlsburg soll die Dialyseabteilung umgebaut werden. Aufgrund des Neubaus des Diabetes-Innovationszentrums sollen freigezogene Zimmer zu einer einheitlichen Dialyseabteilung mit zusammenhängenden Untersuchungsräumen umgebaut werden. Ebenso ist eine einheitliche Endoskopieabteilung im Klinikum geplant.

„Mit dem Vorhaben wird den Bedarfen des Klinikums und der Patientennachfrage noch stärker Rechnung getragen. Dialyse- und Herzklappenpatienten können so noch optimaler behandelt werden. Damit werden die Möglichkeiten der Patientenbehandlung in Karlsburg insgesamt weiter aufgewertet und deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag vor Ort.

Konkret sollen vier Zimmer entkernt und umgebaut werden. Acht Dialyseplätze werden mit entsprechender medizinischer Ausstattung entstehen. „Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, des demografischen Wandels und durch den medizinischen Fortschritt und steigender Risikofaktoren für nierenschädigende Erkrankungen ist von einem wachsenden Bedarf an Dialysebehandlungen auszugehen“, so Glawe weiter.

Darüber hinaus werden die jetzigen Dialyseräume mit den vorhandenen Nebenräumen zu einer Endoskopieabteilung mit zusammenhängenden Räumen umgebaut werden. Gegenwärtig erfolgen die Untersuchungen an verschiedenen Stellen der Klinik. „Das diagnostische Spektrum der Herzpatienten durch endoskopische Untersuchungen hat sich in den vergangenen Jahren stetig erweitert. Das ist auch besonders wichtig, wenn es um die Spezialversorgung von Patienten mit multiresistenten Keimen geht“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat für das Vorhaben einen Fördermittelbescheid im Klinikum übergeben. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 1,17 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Landeskrankenhausgesetzes Mecklenburg-Vorpommern mit 927.000 Euro.