Stabilitätsbericht: Einhaltung der Schuldenbremse nicht in Gefahr

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat dem Landeskabinett den Stabilitätsbericht 2017 vorgestellt.

Mit dem Stabilitätsbericht weisen die Bundesländer jedes Jahr anhand einheitlicher Kriterien nach, ob und wie sie das Verfassungsziel ausgeglichener Haushalte bis zum Jahr 2020 erreichen werden. Beim Überschreiten bestimmter Grenzwerte wird überprüft, ob eine Haushaltsnotlage droht. Sollte dies der Fall sein, wird ein Sanierungsprogramm erarbeitet.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es bei keiner der vier Kennziffern (struktureller Finanzierungssaldo, Schuldenstand, Kreditfinanzierungsquote, Zins-Steuer-Quote) Auffälligkeiten. Demnach ist die Einhaltung der Schuldenbremse aktuell nicht in Gefahr.

Auffällig im positiven Sinne zeigte sich das Land bei der Verschuldung. So belegte Mecklenburg-Vorpommern auch im vergangenen Jahr im Ländervergleich den vierten Platz bei der Pro-Kopf-Verschuldung. Die Verschuldung je Einwohner ging von 5.777 Euro auf 5.380 Euro zurück – der niedrigste Wert seit 15 Jahren.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Mecklenburg-Vorpommern hat seine Hausaufgaben gemacht: Wir werden die Vorgaben zur Schuldenbremse einhalten. Doch nicht nur das: Mit dem konsequenten Abbau von Altschulden, senken wir unsere Zinszahlungen und schaffen damit politische Handlungsspielräume für die Zukunft unseres Landes.“

„Last Minute-Aktion“ für freie Ausbildungsplätze ist gefragt und wird verlängert

Schwerin – Verlängerung: Die „Last Minute-Aktion“ für freie Ausbildungsplätze im Rahmen der Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) wird verlängert. Wirtschaftsminister Glawe ermunterte die Unternehmen im Land, das kostenfreie Portal für die Vermittlung von freien Lehrstellen weiter intensiv zu nutzen. „Die berufliche Karriere startet mit einer Ausbildung. Die duale Ausbildung ist dabei für heimische Unternehmen immer noch die beste Möglichkeit, Fachkräfte frühzeitig zu gewinnen und langfristig aufzubauen. Es machen deutlich mehr Unternehmen bei der Aktion mit. Wir wollen junge Menschen auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktmöglichkeiten in ihrer Heimat aufmerksam machen. Oft lohnt sich der Blick nach einem Ausbildungsplatz schon vor der Haustür“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Dienstag. Die Last Minute-Aktion ist zum Sommerferienbeginn im Juli gestartet und wird nun bis zum 30. September fortgesetzt.

Aktuell sind 344 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet. 175 Unternehmen nehmen bisher an der Last Minute-Aktion 2017 teil. Knapp 800 Bewerbungsformulare wurden seit Aktionsstart über die Kampagnen-Website www.durchstarten-in-mv.de versandt. Wirtschaftsminister Glawe warb auch dafür, Ungelernte stärker in den Fokus zu nehmen. „Jeder Jugendliche hat eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung verdient. Wichtig ist es, gleichzeitig auch ungelernten Kräften eine Ausbildungsmöglichkeit anzubieten. Persönlichkeit, besondere Fähigkeiten und Kompetenzen sind wichtiger geworden als nur die Schulnoten. Die Stärken des Einzelnen werden manchmal erst auf dem zweiten oder dritten Blick sichtbar. Von einer abgeschlossenen Ausbildung profitiert am Ende das Unternehmen und der Auszubildende. Das sichert auch den eigenen Fachkräftebedarf“, betonte Glawe weiter. Innerhalb der Last Minute-Aktion können die Ausbildungssuchenden im Azubi-Atlas alle Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz haben. Diese sind mit dem Last Minute-Symbol, einem roten Wecker, markiert. Deshalb ist es wichtig, dass Arbeitgeber und Schüler möglichst früh zusammenfinden.

Ende August sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Vor allem in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes (Koch/Köchin: 262 freie Plätze, Restaurantfachmann/-frau: 252) sowie im Einzelhandel (Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 189) bieten die Unternehmen Ausbildungsplätze. Auch im Handwerk (Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik: 81, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik: 79) haben Jugendliche noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. „Es gibt viele Chancen für Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings lassen sich nicht alle pauschal auf alle Arbeitgeber übertragen. Entscheidend ist eine Vielfalt im Angebot“, so Glawe weiter. Dazu zählen unter anderem das Anbieten von Zusatzqualifikationen während der Ausbildung, die Organisation von Angeboten zur Freizeitgestaltung, das frühzeitige Aufzeigen von Übernahmeoptionen, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten.

Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit mehr als 1.380 Unternehmen mit rund 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten. „Schulabgänger erhalten mit dem ´Azubi-Atlas´ die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika und Unternehmen zu suchen. Die Umkreissuche auf ´durchstarten-in-mv.de´ ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion“, betonte Glawe. Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 500 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern.

Freie Plätze für das Referendariat im Schuldienst ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Wer sich für unsere Schulen entscheidet, trifft eine gute Wahl

Schwerin – Kaum haben die neuen Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen begonnen, stellt das Land wieder Plätze für das Referendariat zur Verfügung. Zum 1. Februar 2018 gibt es insgesamt 406 freie Plätze an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen. Bewerbungsbedingungen finden interessierte Bewerberinnen und Bewerber in der Online-Stellenbörse unter www.Lehrer-in-MV.de. Bewerbungsschluss ist Freitag, 13. Oktober 2017 (Poststempel). Zeugnisse können bei nahezu allen Lehrämtern nachgereicht werden. Das Referendariat dauert 18 Monate.

„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mecklenburg-Vorpommern hat ein großes Angebot an freien Plätzen für das Referendariat“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wer sich für unsere Schulen entscheidet, trifft eine gute Wahl. Die Einstellungschancen sind hoch, weil bei uns in den kommenden Jahren viele erfahrene Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Deswegen hoffe ich, dass sich nicht nur viele Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen für das Referendariat bei uns im Land entscheiden, sondern anschließend auch in Mecklenburg-Vorpommern als Lehrerin bzw. Lehrer arbeiten wollen“, sagte Hesse.

Die 348 Plätze für das Referendariat an den allgemein bildenden Schulen verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt: Für das Lehramt an Grundschulen stehen 63 Plätze zur Verfügung, für das Lehramt an Regionalen Schulen sind es 99 Plätze. Beim Lehramt an Gymnasien sind es 124 Plätze. Einen besonderen Bedarf gibt es hier in den Fächern Physik, Informatik, Englisch, Biologie, Geschichte, Chemie und Musik. Für das Lehramt für Sonderpädagogik gibt es 62 Plätze. Auch hier haben Bewerberinnen und Bewerber sehr gute Einstellungschancen.

„Bei uns im Land erteilen Referendarinnen und Referendare nach einer halbjährigen Einführungszeit 10 Wochenstunden eigenverantwortlichen Unterricht“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Angehende Lehrerinnen und Lehrer sammeln dabei wichtige Praxiserfahrungen und können sich ausprobieren. Genau dies wollen sie auch. In anderen Ländern müssen sie im Referendariat zum Teil mehr unterrichten. Außerdem werden unsere Referendarinnen und Referendare auf Widerruf verbeamtet“, so die Ministerin.

Auch an den Beruflichen Schulen ist ein Referendariat möglich: Das Land stellt zum 1. Februar 2018 58 Plätze für das Lehramt an beruflichen Schulen zur Verfügung. Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer das entsprechende Erste Staatsexamen oder einen als gleichwertig anerkannten universitären Abschluss nachweisen kann. Die Ausbildung erfolgt in folgenden Fachrichtungen: Agrarwirtschaft, Bautechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Ernährung und Hauswirtschaft, Fahrzeugtechnik, Farbtechnik, Raumgestaltung und Oberflächentechnik, Gesundheit und Altenpflege, Holz- und Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnik, Metalltechnik, Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung.

Dahlemann: Export große Chance für Unternehmen aus Vorpommern

Torgelow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat auf der Export-Tour-Veranstaltung in Torgelow die Unternehmen aus dem östlichen Landesteil dazu aufgerufen, sich stärker auf internationale Märkte auszurichten: „Wir haben viele starke Unternehmen bei uns in Vorpommern, die regional oder sogar deutschlandweit erfolgreich sind. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Firmen aus unserer Region gezielt auf den Export setzen. Die Landesregierung unterstützt sie dabei gern.“

Ein wichtiges Instrument, um das eigene Unternehmen bekannter zu machen und Kunden zu gewinnen, sei die Präsenz auf Messen. „Die Landesregierung gewährt finanzielle Unterstützung, damit sich insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen auf überregionalen und ausländischen Märkten präsentieren können. Wir fördern beispielsweise Firmengemeinschaftsstände. Damit erleichtern wir es gerade kleineren Unternehmen, ohne größeren Organisationsaufwand auf nationale und internationale Messen zu gehen“, informierte Dahlemann.

Rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer, Vertreter von Kammern, Sparkasse, Wirtschaftsfördergesellschaft, Kommunen und anderen Einrichtungen waren zur 19. Veranstaltung der Export-Tour nach Torgelow gekommen, um sich zu informieren und darüber auszutauschen, wie überregionale Märkte noch besser erreicht werden können. „Ich danke der Firma Metallbau Wittenberg für die Ausrichtung der Veranstaltung. Das Unternehmen baut von Torgelow aus beeindruckende Messestände, zum Teil für große internationale Konzerne und ist damit ein Aushängeschild für Vorpommern in der ganzen Welt“, lobte der Staatssekretär.