Land bezahlt Kosten der Stadt Rostock für sogenannte Transitflüchtlinge

Schwerin – Im Herbst 2015 waren unter den Schutzsuchenden, die nach Deutschland kamen oder direkt in Rostock eintrafen, viele sogenannte Transitflüchtlinge. Sie wollten nach Skandinavien weiterreisen, um dort einen Asylantrag zu stellen. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten auf den Fährschiffen waren eine Erstversorgung und Unterbringung für ein oder mehrere Tage in einer Rostocker Notunterkunft notwendig. Dort wurden sie von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Stadtverwaltung betreut, bis in Zusammenarbeit mit den Fährlinien eine Weiterreise möglich war.

Um die Hansestadt Rostock angesichts der unvorhersehbaren Aufgabe nicht ungebührlich zu belasten, hatte das Innenministerium schon im Oktober 2015 finanzielle Unterstützung bei den Kosten zugesagt, die im Zusammenhang mit der Versorgung der durchreisenden Personen entstanden sind, soweit diese Kosten nicht schon nach dem Verfahren gemäß Flüchtlingsaufnahmegesetz Mecklenburg-Vorpommern erstattet wurden.

Nachdem die von der Hansestadt Rostock dargestellten Kostenpositionen geprüft wurden, erhält die Stadt eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 2,5 Mio. Euro.

Innenministerium richtet Kommission ein, um „Prepper-Szene“ zu beleuchten

Schwerin – Im Rahmen der heutigen 17. Sitzung des Innen- und Europaausschusses des Landtages Mecklenburg-Vorpommern berichtet Innenstaatssekretär Thomas Lenz unter anderem zum Sachstand des vom GBA geführten Ermittlungsverfahrens und den Durchsuchungen am 28.08.2017.

Staatssekretär Lenz teilt in der Ausschusssitzung den Abgeordneten des Landtages mit, dass Innenminister Lorenz Caffier die Einrichtung einer Kommission zur Beleuchtung der „Prepper-Szene“ verfügt hat. Die unter Leitung des Inspekteurs der Landespolizei, Wilfried Kapischke, stehende Kommission hat zum Ziel, ein detaillierteres und auf das Land Mecklenburg-Vorpommern insgesamt bezogenes Bild zu dem ursprünglich aus den USA stammenden Phänomen zu erstellen. Es ist gegenwärtig nicht viel mehr bekannt, als dass das Spektrum der „Prepper“ von Personen reicht, die sich auf Starkregen oder Stromausfall vorbereiten und den „Ernstfall“ proben und bis zu den sogenannten Doomern geht, welche wie Verschwöhrungstheoretiker den Tag des Jüngsten Gerichts erahnen und sich dann gegebenenfalls mit Waffen vor einem vermeintlichen Gegner schützen wollen.

Um umfassende Informationen über „Prepper“ in Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen, wird sich die Kommission thematisch breit aufstellen und das Phänomen aus verschiedenen Perspektiven ganzheitlich betrachten. Beispielsweise untersucht die Kommission straf- und gefahrenabwehrrechtliche Inhalte oder auch waffenrechtliche Fragen.

Im Ergebnis wird dann zu entscheiden sein, ob sich aus den gewonnen Erkenntnissen konkret zu treffende Maßnahmen ableiten lassen.

Schwesig: MeLa ist wichtigste Landwirtschaftsmesse im Norden

Mühlengeez – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Mühlengeez bei der Eröffnung der 27. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung die Bedeutung der MeLa hervorgehoben: „Sie ist die größte und wichtigste Messe der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Norddeutschland. Hier auf der MeLa zeigen die Betriebe aus dem Land, was sie können. Hier kann man sehen: Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern hochmoderne und hochproduktive Betriebe, in der klassischen und in der ökologischen Landwirtschaft. Sie alle leisten hervorragende Arbeit.“

Auch die Ernährungswirtschaft habe einen hohen Stellenwert im Land. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten und nach dem Umsatz sei sie der größte Industriezweig in Mecklenburg-Vorpommern. Schwesig: „Immer mehr Unternehmen siedeln sich in unserem Land an, neben Leuchttürmen wie Nestlè und Dr. Oetker auch Mittelständler und kleine Unternehmen mit hochspezialisierten Produkten. Diesen Weg müssen wir fortsetzen.“

Zur guten Entwicklung gehörten auch die immer bessere Vermarktung im Inland und der immer weiter gestiegene Exportanteil. Im Laufe der letzten zehn Jahre habe sich die Exportquote der Ernährungswirtschaft von etwa zehn Prozent auf knapp 20 Prozent verdoppelt. Dabei habe Russland für das Land immer eine wichtige Rolle gespielt. „Es war in den letzten Jahren leider so, dass viele Landwirte hier in Mecklenburg-Vorpommern von den russischen Importverboten für Agrarerzeugnisse betroffen waren und bis heute sind. Ich werde nächste Woche mit einer großen Unternehmerdelegation auch aus der Land- und Ernährungswirtschaft nach St. Petersburg reisen“, kündigte die Regierungschefin an. „Wir wollen die guten Kontakte nach Russland nicht abreißen lassen.“

In der Landwirtschaft sei es wie in anderen Wirtschaftszweigen. Es gehe darum, genügend Fachkräfte für eine gute Zukunft der Unternehmen zu sichern. „Um in diesem Wettbewerb mitzuhalten, muss auch die Landwirtschaft attraktive Bedingungen bieten. Von Anfang an. Es geht darum, offensiv um junge Menschen zu werben. Hier auf der MeLa können junge Menschen sehen und erfahren, was es heißt, in der Landwirtschaft zu arbeiten und für diesen Beruf zu leben.“

Schwerpunkt Schule beim Landespräventionstag

Hesse: Schule ist guter Ort, um mit Prävention anzusetzen

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat beim heutigen 9. Landespräventionstag das diesjährige Motto „Prävention macht Schule – Schule macht Prävention“ begrüßt. „Damit richtet sich das Augenmerk auf einen Ort, der aus meiner Sicht einer der besten Ansatzpunkte für Kriminalprävention ist. Schließlich formt Schule nicht nur kluge Köpfe, sondern im besten Fall auch kluges Verhalten. Präventionsarbeit trägt dazu bei, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten und unser Zusammenleben respektvoll zu gestalten“, sagte Hesse bei der Veranstaltung des beim Innenministerium angesiedelten Landesrats für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) in Schwerin.

Die Ministerin bedankte sich bei allen, die an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern Präventionsarbeit leisten und die Schülerinnen und Schüler an das Thema heranführen: Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Polizei sowie Vereine und Initiativen, die mit ihren Projekten an den Schulen aktiv sind. „Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe Prävention lebt von ihren Akteuren. Und sie braucht ein möglichst breit aufgestelltes Netz von Handelnden: staatliche und nichtstaatliche, hauptamtliche und ehrenamtliche, schulische und außerschulische“, so Hesse. Deshalb sei der Landespräventionstag eine wertvolle Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des LfK, Armin Schlender, übergab die Ministerin den vier Gewinnern des Landespräventionspreises (die ComputerSpielSchule aus Greifswald, der Verein Jugendrechtshaus Schwerin e.V., der Verein Ichthys e.V. aus Techentin und der Verein Polylux e.V. aus Neubrandenburg) ihre Auszeichnungen und überreichte vier weiteren Projekten ihre Anerkennungsurkunden.

Der Landespräventionstag findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr hatten sich mehr als 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, darunter 40 Schulen.

Ministerin Drese: Frauen bilden das größte zu fördernde Potenzial in Unternehmen

Schwerin – 70 weibliche Nachwuchsführungskräfte des Landes, die von Mentorinnen und Mentoren für 24 Monate begleitet wurden, erhielten von Gleichstellungsministerin Stefanie Drese heute ihre Teilnehmer-Zertifikate zum Abschluss des dritten Landesprogramms „Zukunft durch Aufstieg“.

„Frauen in Führungspositionen sind noch immer weit unterrepräsentiert. So sind von insgesamt 676 Vorstandsmitgliedern der 160 Unternehmen im Dax, MDax, SDax sowie TecDax nur 46 weiblich“, sagte Drese als Schirmherrin des Mentoring-Projekts auf der Abschlussveranstaltung in Schwerin.

Die Ministerin verdeutlichte ihr Ziel, Frauen besser zu unterstützen, eine leitende Funktion zu übernehmen. „Das Mentoring-Programm des Landes ist dafür eine geeignete Maßnahme. Unsere Erfahrungen zeigen, dadurch werden motivierte und leistungsfähige Frauen optimal auf eine Leitungsposition vorbereitet und in ihrer Rolle als Nachwuchsführungsperson gestärkt“, so Drese.

Die Förderung qualifizierter Führungskräfte und eine gleichstellungsorientierte Personalpolitik liegen nach Ansicht Dreses auch im Interesse der Unternehmen.

„Das größte Potenzial liegt nach meiner festen Überzeugung bei den Frauen“, betonte die Ministerin. Sie sind hervorragend ausgebildet und qualifiziert, leistungsfähig und motiviert, tauchen jedoch in unserem Bundesland zu selten in der oberen Führungsebene auf.“

Drese: „Ich bin mir sicher, dass spätestens angesichts des drohenden Fach- und Führungskräftemangels das Mentoring-Programm noch weiter an Bedeutung gewinnt und zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern wird.“

Die Ministerin bedankte sich bei den Unternehmen, die sich bereits am landesweiten Mentoring-Programm „Zukunft durch Aufstieg“ beteiligen und sich damit als moderner und attraktiver Arbeitgeber präsentieren. „Sie setzen damit gegenüber ihren weiblichen Fach- und Führungskräften ein wertschätzendes und nachhaltiges Zeichen“, sagte Drese.

Das Landesprogramm „Zukunft durch Aufstieg – Mentoring für weibliche Nachwuchsführungskräfte in Mecklenburg-Vorpommern“ startete erstmals im Jahr 2013 mit rund 40 Mentees. Es wird sowohl auf der regionalen als auch auf der Landesebene mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds aus der Richtlinie zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben gefördert.

Am dritten Mentoring-Programm haben sich als Arbeitgeber u.a. beteiligt: AIDA Cruises, Alpincenter Wittenburg, AWO Neubrandenburg, Cheplapharm Greifswald, DRK Parchim, Universitätsmedizin Greifswald, Klinikum Südstadt Rostock, Qbus Werbeagentur, Nordex, Liebherr, Staatstheater Schwerin und Sparkasse Neustrelitz.

Landespräventionspreis 2017 vergeben

Schwerin – Im Rahmen des 9. Landespräventionstages wurden in Schwerin vier Projektträger mit dem Landespräventionspreis 2017 ausgezeichnet, die mit ihren besonders ideenreichen und nachahmenswerten Angeboten bereits über einen längeren Zeitraum Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sehr wirkungsvoll in deren Präventionsarbeit unterstützen. Eine Jury unter Beteiligung des Bildungsministeriums hatte die Preisträger zuvor aus insgesamt 36 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Für Innenminister Lorenz Caffier, der als Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung die entsprechenden Urkunden unterzeichnet hat, zeigen die Preisträger mit ihrem oft ehrenamtlichen Engagement das große Potenzial der gesamtgesellschaftlichen Präventionsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern.

„Wenn Schulen in ihrer Präventionsarbeit langfristig und eng mit fachlich kompetenten und engagierten Unterstützern von außen kooperieren, ergeben sich für sie oft völlig neue Chancen bei der dauerhaften Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt, Kriminalität und anderen Sicherheitsrisiken“, betonte Innenminister Caffier mit Blick auf die diesjährigen Preisträger. „Den Nutzen davon tragen sowohl die Schulen selbst als auch deren unmittelbares soziales Umfeld und letztlich unsere gesamte Gesellschaft.“

Er dankte den Preisträgern und deren Partnerschulen ausdrücklich für deren vorbildliches Engagement in der Präventionsarbeit und sagte ihnen die weitere Unterstützung des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung zu. Zugleich forderte er dazu auf, den Beispielen der Preisträger zu folgen.

Mit dem Landespräventionspreis 2017 wurden ausgezeichnet: – die ComputerSpielSchule aus Greifswald, – der Verein „Jugendrechtshaus Schwerin e.V.“, – der Verein „Ichthys e.V.“ aus Techentin und – der Verein „Polylux e.V.“ aus Neubrandenburg. Die Preisträger erhielten jeweils einen Pokal, eine Urkunde und eine Geldprämie in Höhe von 800 EUR. Eine Anerkennungsurkunde und eine Geldprämie in Höhe von jeweils 300 EUR erhielten darüber hinaus: – die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern e.V., – der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Vorpommern-Rügen für das Projekt „Lucys Magic Phones“, – der Verein „Aphasikerzentrum Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ für das Projekt „Die verlorene Sprache“ und – die Abteilung American Football des SV Warnemünde Fußball e.V. für das Projekt „Griffins gegen Gewalt“.

Der Landespräventionspreis wird seit 2001 regelmäßig alle zwei Jahre vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung und der Landespolizei ausgeschrieben. In diesem Jahr stand er, wie der 9. Landespräventionstag, unter dem Motto „Prävention macht Schule – Schule macht Prävention“.

ADAC Sicherheitswestenaktion 2017 für M-V

Christian Pegel freute sich mit den Schulanfängern über ihre Westen.

Christian Pegel freute sich mit den Schulanfängern über ihre Westen.

SchwerinRund 100 Erstklässler der Friedensschule haben im Schweriner Verkehrsministerium ihre Sicherheitswesten erhalten. Die Übergabe ist Teil der Aktion „Einfach sicher gehen“ der ADAC Stiftung „Gelber Engel“, bei der bundesweit 760.000 Westen verteilt werden.

Mit ihrer Sicherheitswestenaktion will die ADAC Stiftung Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar machen und so die Unfallzahlen reduzieren. In Mecklenburg-Vorpommern erhalten 283 Schulen über 13.000 Westen.

Die offizielle Übergabeveranstaltung für Mecklenburg-Vorpommern fand im Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung statt. Minister Christian Pegel übernahm dabei die Patenschaft für die Aktion. „Ich habe selbst zwei kleine Töchter, von denen eine bereits Schulkind ist. Ich habe meinen Mädels früh erklärt, dass sie sich in der Nähe von Straßen vorsichtig und aufmerksam verhalten müssen. Aber es sind eben Kinder und daher ist enorm wichtig, dass die anderen Verkehrsteilnehmer auf sie achten. Die leuchtenden Westen erleichtern ihnen das“, sagte er nach der Veranstaltung.

Der Vorstand für Jugend und Sport des ADAC Hansa, Adi Schlaak, betonte: „Damit die Sicherheitswesten ihren Zweck erfüllen, müssen sie auch konsequent getragen werden. Nicht nur auf dem Weg zur Schule, sondern auch in der Freizeit. Durch das Tragen der Sicherheitsweste sind die Kinder aus bis zu 140 Metern erkennbar – das kann Leben retten“.

Pegel und Schlaak appellierten zudem an die Autofahrer, besonders in der Nähe von Schulen noch vorsichtiger zu fahren. Denn Grundschüler können oftmals die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht richtig einschätzen und aufgrund ihrer Körpergröße fehlt ihnen häufig der Überblick.

Bundesweit gibt die ADAC Stiftung 760.000 Sicherheitswesten aus. Unterstützt wird die Aktion von der Deutschen Post, die die gesamte Logistik und den kostenlosen Versand der rund 30.000 Pakete in ganz Deutschland übernimmt.

Volkskunde an der Uni Rostock bleibt

Hesse: Gespräche mit der Universitätsleitung und der Fakultät laufen

Rostock – Die Befürchtungen, die Abwicklung der „Wossidlo-Forschungsstelle für Europäische Ethnologie/ Volkskunde“ an der Universität Rostock stünde bevor, erklärte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse heute anlässlich der Sitzung des Bildungsausschusses im Schweriner Landtag für gegenstandslos.

„Für uns ist klar: Dieser Bereich ist für Mecklenburg Vorpommern von großem kulturellem und landesgeschichtlichem Wert“, betonte die Ministerin. „Ich habe gegenüber der Universität Rostock deutlich gemacht, dass ich von den Verantwortlichen erwarte, dass Wossidlo-Archiv, Volkskunde und Mecklenburgische Landesgeschichte auch in Zukunft sichtbar erhalten bleiben“, so Hesse weiter.

Seit bekannt geworden war, dass die Philosophische Fakultät die zwei Stellen der „Wossidlo-Forschungsstelle für Europäische Ethnologie/Volkskunde“ nach deren Freiwerden anderweitig einsetzen wollte, befindet sich das Bildungsministerium in intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten der Rostocker Universität. Rektor Wolfgang Schareck hat inzwischen zugesichert, dass die Universität nicht vorhabe, den Bereich ruhen zu lassen. Vielmehr arbeitet die Philosophische Fakultät derzeit an einem Konzept, das auch künftig einen Platz für Volkskunde und Landesgeschichte in dem Fachbereich vorsieht.

„Ich bin froh, dass die Universität das Interesse des Landes nachvollziehen kann und wir gemeinsam auf einem guten Weg sind“, sagte die Ministerin. Die konkrete Bewirtschaftung der Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter überlasse das Ministerium der Universität, schließlich müsse eine Lösung gefunden werden, die sich in das gesamte Personalkonzept einfüge.

Zeitzeugen sollen weiter leben

WEMAG bringt Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ mit auf den Weg

Schwerin – In Mecklenburg sind etwa 200 Kirchturmuhren dem Verfall preisgegeben. Für die Rettung dieser Zeitzeugen wurde ein bislang in Deutschland einzigartiges Projekt ins Leben gerufen. Die Idee dazu entstand im Herbst 2010. Hans-Joachim Dikow, der „klockenschauster“ aus Schwerin, wurde von einem Kunden auf eine nicht funktionierende Kirchturmuhr in seinem Heimatdorf angesprochen. Kurzerhand nahm der Uhrmacher Kontakt zur Landeskirche auf. „Im Gespräch mit dem damaligen Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz wurde schnell die Dimension klar“, erinnert sich Dikow. „Unter den etwa 600 Kirchturmdächern Mecklenburgs verrosten und verrotten schätzungsweise 200 handwerkliche Meisterwerke der Uhrmacherei. Konkrete Informationen über den Zustand der Turmuhren existierten damals allerdings nicht“. Doch man war sich einig, dass Abhilfe geschaffen werden musste. So wurde die Initiative „Kirchturmuhren in Not.“ gegründet.

WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Wulf Kawan, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kirchliches Bauen Mecklenburg und „Klockenschauster“ Hans-Joachim Dikow (v.l.) eröffnen die Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ in Schwerin. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Ziel dieses Projektes war primär die Erfassung aller Kirchturmuhren in Mecklenburg inklusiver der Dokumentation. Eine Mammutaufgabe, die sich insgesamt über vier Jahre erstreckte. „Die Organisation eines Besichtigungstermins war oft schon eine zeitraubende Aufgabe“, denkt Dikow an die Anfänge der Projektarbeit zurück. Auch die Erfassung vor Ort war oft eine Herausforderung. Dikow: „Der Aufstieg auf manchen Turm war wirklich lebensgefährlich.“

Parallel zur Erfassung galt es, das Projekt „Kirchturmuhren in Not“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um somit finanzielle Mittel für konkrete Projekte einzuwerben. Das erfolgt durch jährlich organisierte Benefizkonzerte, durch den Verkauf von Motivuhren und seit September 2017 auch durch eine Wanderausstellung. Diese Ausstellung konnte nur aufgrund des enormen Engagements der WEMAG realisiert werden. Sie dokumentiert an verschiedenen Orten des Landes nicht nur anschaulich die Arbeit der Erfassung und Rekonstruktion von Kirchturmuhrwerken in Mecklenburg, sondern erläutert auch deren historischen Hintergrund.

„Die Kirchturmuhren sind Gradmesser des technischen Fortschritts und schreiben Zeitgeschichte, die wir für die nächsten Generationen bewahren wollen. Deshalb unterstützen wir den 1. Mecklenburger Uhrenclub bei seinem Vorhaben, die Uhren in den Kirchtürmen unserer Region zu restaurieren und damit zu erhalten“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Marienplatz-Galerie in Schwerin.

Blickfang der Ausstellung ist ein originales Kirchturmuhrwerk von F.A. Bayes aus Hildesheim, Baujahr 1906. Es handelt sich hier um eine Leihgabe des Turmuhrenmuseums Seehausen/Altmark. Dieses voll funktionsfähige Exponat bietet einen verständlichen Einblick in die Funktionalität eines Uhrwerks. Außerdem wird – dank der Unterstützung durch die Stiftung Mecklenburg – in einer begleitenden Broschüre die Arbeit der Initiative von den historischen Ursprüngen bis hin zur konzeptionellen Erfassung und fachlichen Einordnung in Bild und Text dargestellt.

Die Ausstellung wird bis zum 21. Oktober 2017 in der Schweriner Marienplatz Galerie gezeigt und ist anschließend bis Jahresende in der Kirche St. Nikolai in Wismar zu sehen.

MeLa 2017 beginnt

Backhaus: „Bund muss agrarpolitische Akzente setzen“

Mühlengeez – Zum Auftakt der 27. Mecklenburgischen Landwirtschaftsmesse (MeLa), der größten norddeutschen Leistungsschau der Landwirtschaft in Mühlengeez (Landkreis Rostock) fordert Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus den Bund dazu auf, sich ernsthaft für eine leistungsfähige und nachhaltig wirtschaftende Agrar- und Ernährungsbranche einzusetzen.

„In Berlin sucht man agrarpolitische Akzente vergebens. Nahezu nichts, was bei den Agrarministern von Bund und Ländern auf den Fachkonferenzen Konsens war, ist von der Bundesregierung bisher konsequent weiterverfolgt worden“, moniert der Minister. Ihr fehle es an Ideen für eine zukunftsfähige Milchmarktpolitik, eine Tierwohloffensive oder eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Mit dem Beschluss des Düngegesetzes und der Düngeverordnung habe man sich unter Druck des europäischen Vertragsverletzungsverfahrens gerade so über die Ziellinie gerettet.

„Landwirte brauchen mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie – das ist kein parteipolitischer Singsang, sondern eine Tatsache“, so Backhaus. Unter dem Bundeslandwirtschaftsminister habe bisher keiner der beiden Grundsätze Einzug in die Agrarpolitik gehalten – mit weitereichenden Konsequenzen. „Wenn Landwirte mittlerweile mehr Zeit am Schreibtisch als auf dem Feld verbringen müssen, um ihr Kerngeschäft am Laufen zu halten, wen wundert es da, dass sie den steigenden gesellschaftspolitischen Forderungen nach einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Produktionsweise dauerhaft kaum gerecht werden können“, so Backhaus.

„Mein erklärtes Ziel ist es, die Landwirtschaft ökonomisch sowie ökologisch tragfähig und sozial gerecht aufzustellen. Dafür werde ich mich in den Diskussionen zur Ausgestaltung der GAP ab 2020 vehement einsetzen“, betont er. Konkret bedeute dies, dass sich Zahlungen an die Landwirte künftig noch stärker am Umfang ihrer Leistungen für die Gesellschaft bemessen müssen. Honoriert werden soll, wer gesunde Lebensmittel erzeugt, soziale Arbeitsplätze bietet, Tiere artgerecht hält und zur Artenvielfalt beiträgt, Landschaftsstrukturen erhält sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, so Backhaus weiter.

Verlässliche und nachvollziehbare rechtliche Rahmenbedingungen sind Backhaus zufolge nicht zuletzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bedeutsam. Auch das Jahr 2017 sei für die Landwirtschaft kein einfaches gewesen: „Das nasse Wetter unmittelbar vor der Ernte hat vielerorts unbefahrbare Schläge verursacht und die Erntearbeiten verzögert. Zwar liegt der Ertrag für Getreide nach ersten Hochrechnungen mit 72,3 dt/ha nur knapp unter dem Mittel der vergangenen fünf Jahre, allerdings lassen die Qualitäten bei allen Getreidearten zu wünschen übrig. Beim Raps liegt der Ertrag bei 30,2 dt/ha gegenüber 36,9 dt/ha im fünfjährigen Mittel. Daraus ergeben sich Einbußen von 18 Prozent.“

Ein Lichtblick sei hingegen auf dem Milchmarkt erkennbar: „Bei einer Milchleistung von durchschnittlich 9.572 Kilogramm in 2016 liegt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Bundesschnitt von 8.563 Kilogramm weit vorne. Im Juli 2017 lag der Milchpreis bei etwa 36,4 Euro Cent pro Kilogramm. Auch der Kieler Rohstoffwert Milch, ein Frühindikator für Preisentwicklungen auf dem Milchmarkt, ist erstmals seit langer Zeit wieder auf 40 € Cent angestiegen und lässt damit auf eine weitere Preissteigerung hoffen“, so der Minister.

Ausgestanden sei die Milchkrise allerdings noch nicht. Die Auswirkungen in den Betrieben seien immer noch spürbar: „Infolge der Milchkrise haben hierzulande 61 Betriebe mit rund 9.300 Milchkühen die Produktion eingestellt. Bei vielen weiteren Betrieben sind die Rücklagen verbraucht, die Angst vor der nächsten großen Krise allgegenwärtig“, bilanziert Backhaus. Deshalb halte er an seinen zentralen Forderungen fest: Jeder Lieferung müsse ein Vertrag zu Grunde liegen, der Menge, Preis, Qualität, Lieferbedingungen, Laufzeit und Kündigungsregelungen regelt. Eine Branchenorganisation könne das „Spielfeld“ abstecken, die Markttransparenz verbessern und Ideen zur Absatzförderung entwickeln.

Minister Backhaus sieht die MeLa als agrarpolitisches Forum, in dem branchenrelevante Themen partei- und verbandsübergreifend diskutiert und angegangen werden können. Zugleich würdigt er in seiner Eröffnungsrede die Leistungen der in der Land- und Ernährungswirtschaft Beschäftigten.

Die Fach- und Publikumsmesse sei auch ein Spiegelbild für die positiven Entwicklungen im ländlichen Raum, so der Minister. Seit 1991 investierten Unternehmen, Land und EU insgesamt 23,4 Milliarden Euro in die Entwicklung des ländlichen Raumes und in die Land- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Am Donnerstag, dem 14. September, 14.00 Uhr, lädt das Agrarministerium MV Besucher zu einer Podiumsdiskussion „Forum zur internationalen und nationalen Tierseuchensituation unter besonderer Berücksichtigung der Bienengesundheit“ ein. Der Landesbauerntag (15. September) beginnt um 10.30 Uhr und thematisiert die „Basis agrarpolitischer Entscheidungen – Wissenschaft oder Meinungsmache?“. Darüber hinaus zeigen über 1.000 Aussteller, davon ca. 300 Tieraussteller, wie modern, produktiv und kreativ Landwirtschaft sein kann. Etwa ein Drittel der Aussteller kommt aus anderen Bundesländern und oder dem Ausland. Das verdeutlicht die überregionale Bedeutung der Messe.

Es geht voran auf der POLARIUM-Baustelle

Rostock – Mit der Baugenehmigung in der Tasche geht es jetzt zügig voran auf der alten Bärenburg. Heute hat Wirtschaftsminister Harry Glawe gemeinsam mit Zoodirektor Udo Nagel die POLARIUM-Baustelle besichtigt. Darüber hinaus hat der Minister den Förderbescheid für das Gesamtprojekt übergeben. Das Land unterstützt das ambitionierte Bauvorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro.

„Das POLARIUM wird den Zoo noch attraktiver für die Rostocker sowie für die Gäste aus dem In- und Ausland machen. Bei der neuen Heimstätte für die Eisbären und Pinguine wird es in einem Besucherzentrum spannend aufbereitete Informationen zur ursprünglichen Heimat und zum notwendigen Natur- und Artenschutz geben. Gleichzeitig stärken solche Investitionen in derartige hochwertige Erlebniswelten die ganzjährige touristische Infrastruktur“, betonte der Wirtschaftsminister.

„Gerade in diesem Sommer hat sich wieder einmal gezeigt, wie notwendig wetterunabhängige Angebote im Land sind. Eine wunderbare Natur und moderne Übernachtungsmöglichkeiten allein reichen heute längst nicht mehr aus, um Gäste für unser Land zu begeistern. Wer sich weiterentwickeln und im hart umkämpften Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren“, so Harry Glawe weiter.

Aktuell werden auf der Baustelle die letzten Tiefbauarbeiten vorgenommen, wobei die Erschließungsarbeiten zum großen Teil abgeschlossen sind. „Die Baugrube für das künftige Besucherzentrum ist bereits ausgehoben, insgesamt wurden schon 6.000 Kubikmeter Erde bewegt. Mitte September beginnen nun die Rohbauarbeiten und in Kürze werden drei Baukräne aufgestellt“, erläuterte Zoodirektor Udo Nagel.

„Der Rohbauer strebt eine 6-Tage-Woche an, so dass auch bald Fortschritte zu sehen sein werden. Die Grundsteinlegung ist noch für den Oktober geplant. Unsere Besucher haben den besten Überblick über das Baugeschehen über eine extra am Bauzaun angebrachte erhöhte Aussichtsplattform“, so Nagel. „Wir sind unseren Besuchern zu großem Dank verpflichtet, da wir sehr viel Verständnis für die Baustelle und die damit einhergehenden Einschränkungen mitten im Zoo erfahren.“

Parallel zu den Bauarbeiten laufen auch die Vorbereitungen für die Ausgestaltung der Tiergehege und den Ausstellungsbereich auf Hochtouren. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Pol-Position hat als Generalplaner die Regie beim Bau des POLARIUMs übernommen. Das Ausstellungskonzept wird von der dan pearlman Markenarchitektur GmbH aus Berlin umgesetzt. Beide Unternehmen hatten sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt.

Bis zum 800. Stadtgeburtstag im kommenden Jahr, in Abhängigkeit vom Wetter voraussichtlich im Spätsommer, soll das POLARIUM fertiggestellt werden. Die Baustelle ist insgesamt 12.500 Quadratmeter groß und wird künftig eine weitläufige, unterteilbare Anlage für die Eisbären mit großen einsehbaren Tauchbecken, ein Freigehege für die Pinguine und den Versorgungstrakt für die Tiere beherbergen sowie das Besucherzentrum, das über polare Lebensräume und ihre Bewohner informiert.

Die neue Anlage ist für drei erwachsene Eisbären und ihren Nachwuchs ausgelegt. Zur künftigen Pinguinkolonie werden etwa 35 Tiere zählen. Mit dem POLARIUM wird der Zoo Rostock, der auch seit mehr als 35 Jahren das Internationale Zuchtbuch führt und den Eisbären als Wappentier trägt, seine langjährige erfolgreiche Eisbärenzucht fortsetzen. 35 Eisbären wurden seit 1956 im Rostocker Zoo aufgezogen, zuletzt der am 03. Dezember 2014 geborene Fiete, der nun in einem ungarischen Zoo in Sóstó ein neues Zuhause gefunden hat.

„Der Rostocker Zoo hat mit dem lebendigen Evolutionsmuseum DARWINEUM bewiesen, dass Investitionen in innovative Angebote auf ein großes Interesse stoßen. Das DARWINEUM ist eine Erfolgsgeschichte mit überregionaler Ausstrahlung, die mit dem POLARIUM fortgeschrieben werden soll. Wir werden auch zukünftig solche Projekte unterstützen, die als sogenannte Schlechtwettervarianten genutzt werden können und gleichzeitig die Attraktivität des Standortes erhöhen und zur Entwicklung des Kultur-, Freizeit- und Wirtschaftslebens einer Region beitragen“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Ausbau der Kreisstraße von Karow nach Käselow

Karow – Der Landkreis Rostock erhält für den Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Kreisstraße GÜ 18 zwischen Karow und Käselow einschließlich der Ortslage Käselow Fördermittel in Höhe von 363.600 Euro vom Infrastrukturministerium. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Straße in diesem Abschnitt ist aufgrund des schlechten Untergrunds sowie der verschiedenen Oberflächenbeläge dringend erneuerungsbedürftig. Deshalb werden zunächst Maßnahmen für eine Baugrundverbesserung durchgeführt und anschließend die Fahrbahn auf der vorhandenen Breite von 5,50 Metern in Asphaltbauweise erneuert. In der Ortslage Käselow werden zudem zwei Bushaltestellen mit Blindenleiteinrichtungen errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei 790.000 Euro, davon sind rund 730.000 Euro zuwendungsfähig.

Die Kreisstraße liegt zentral im Landkreis Rostock und nördlich der Stadt Güstrow. Sie bindet an die Landesstraßen L 14 und L 13 an und verbindet die Orte Hohen Sprenz, Siemitz, Käselow, Karow und Strenz.

Schuljahr 2017/2018: Neue Grundschule in Rostock offiziell eröffnet

Ministerin Hesse: An der Grundschule am Alten Markt wird Inklusion gelebt

Rostock – Rostock hat seit diesem Schuljahr eine neue Grundschule. Die Grundschule am Alten Markt ist heute offiziell eröffnet worden. Bei einem Festakt und anschließenden Tag der offenen Tür hat die Hansestadt symbolisch den Schlüssel an die Schulleitung übergeben. Seit anderthalb Wochen lernen bereits 195 Mädchen und Jungen in der neuen Schule am Fuße der Petrikirche in der Östlichen Altstadt.

„Lesen, Schreiben, Rechnen steht hier wie in allen anderen Grundschulen auf dem Stundenplan. Das Besondere in dieser Schule ist jedoch, dass Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen. Grundschulpädagogen und Sonderpädagogen schaffen gemeinsam neue Lernsituationen und legen auf die Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler einen besonderen Fokus. An der Grundschule am Alten Markt wird Inklusion gelebt“, betonte Hesse.

Die Grundschule am Alten Markt ist aus der Sprachheilschule hervorgegangen. Wegen stark gestiegener Schülerzahlen war die Neugründung einer Grundschule in Rostock notwendig geworden. Bei der Schulentwicklungsplanung hatte das Bildungsministerium dem Wunsch der Hansestadt Rostock als Schulträger entsprochen, die frühere Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache zum Schuljahr 2017/2018 in eine Grundschule mit spezifischer Kompetenz mit dem Schwerpunkt Sprachentwicklung umzuwandeln. Damit ist die Schule ein Pilotprojekt im Rahmen der Inklusionsstrategie des Landes.

„Jedes Kind ist an unserer Schule herzlich willkommen“, sagte die Schulleiterin Beate Westphal. „Das gleichberechtigte Miteinander übernimmt eine tragende Rolle im Schulalltag, wenn es darum geht, eine Welt ‚ohne Schranken‛ aufzubauen. Neben dem Unterricht bereichern viele kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen den Schulalltag. Dazu zählen beispielsweise das Schwarzlichttheater, die Kunstnacht und Schülerkonzerte. Ich bin zuversichtlich, dass sich auch die räumlichen Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren an unserer Schule verbessern werden“, so die Schulleiterin.