„Tag des Handwerks“ auf der MeLa in Mühlengeez

Mühlengeez – Noch bis Sonntag ist das Handwerk auf der Messe MeLa – der Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau – in Mühlengeez (Landkreis Rostock) mit einer Sonderschau vertreten. Anlässlich des bundesweiten „Tag der Handwerks“ (16.09.) informierte sich Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph auf einem Rundgang bei den Ausstellern.

„Das Handwerk als Wirtschaftsmacht präsentiert sich bereits im 15. Jahr eindrucksvoll auf der Messe MeLa. Hier werden die Vielfalt der Branche, das Können der Handwerker und die Bedeutung des Wirtschaftszweiges als Ausbilder deutlich. Die Messe ist eine ideale Plattform für heimische Unternehmen, für sich zu werben, um neue Zielgruppen und Absatzmärkte zu erschließen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Handwerkskammer Schwerin hat eine „Straße des Handwerks“ auf einer Gesamtfläche von 768 m² in Mühlengeez organisiert. 28 Handwerksunternehmen, die Krankenkasse IKK, die Landesinnungen der Dachdecker und der Schornsteinfeger sowie die Handwerkskammer Schwerin selbst sind präsent. Unter dem Motto „#EINFACHMACHEN“ wurden zum „Tag des Handwerks“ Live-Vorführungen der Aussteller gezeigt, Berufe zum Anfassen und Ausprobieren angeboten und vor allem für Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk geworben.

Mit dem Hashtag sollen Jugendliche ermutigt werden, ihre beruflichen Interessen und dabei auch das Handwerk als Option zu entdecken. Die Handwerkskammer Schwerin bietet auf einer „Last-Minute-Lehrstellenbörse“ Schulabgängern die Möglichkeit, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen. Bei den Handwerkskammern des Landes stehen derzeit noch knapp 500 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung. „Das Handwerk ist ein vielseitiger Wirtschaftsbereich – es fußt auf traditionellen Techniken und nutzt zugleich innovative Techniken zur individuellen Problemlösung für die Kunden. Dieses moderne Bild des Handwerks mit den beruflichen Chancen und Karrieremöglichkeiten müssen wir noch stärker bei den Schulabgängern bekannt machen“, sagte Rudolph.

Die Aussteller auf der „Straße des Handwerks“

Auto-Service-Mulsow e.K. (Parchim), Bedachungen Habedank GmbH (Bützow), Bernstein Galerie E, Uta Erichson (Ribnitz-Damgarten), Dachdecker GmbH Pahl (Tarnow), Fleischerei Jörg Dargel (Dorf Mecklenburg), Grabower Backhus, Bäckerei Erik Herrmann (Grabow), Handwerkskammer Schwerin, HKF Haustechnik GmbH (Krassow), Innungskrankenkasse Nord, Kreishandwerkerschaft Güstrow, Landesinnung der Steinmetzen und Steinbildhauer M-V, Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks M-V, Mecklenburger Kupferschmiede, Daniel Amlow (Parchim), Metallbau & Sanierung Thorsten Fichtler (Krassow), Müller & Zi GmbH (Bad Doberan), Ökologische Baustoffe Wolfgang Hünemörder (Bützow), Pfeifenbau Roland Kirsch (Wittenförden), Red Rebane GmbH (Schwerin), Sattlerei Del Kägebein (Parchim), Schafwollverarbeitung Ralph Traber (Neu Poserin), Schiffszubehör Eckhard Knoll (Bützow), Schornsteinfeger-Innung M-V, Tischlerei Manfred Harm (Groß Wokern), Töpferhof Brigitte Dix (Satow), von STICKwitz Rita Schwenn-Eggers (Bredenfelde), Waffen Poltier OHG (Güstrow), Zimmerei Zarrentin, Burghard Heise & Partner GbR (Zarrentin), Zurow Bau GmbH (Krassow).

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.985 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen.

MeLa 2017: Backhaus würdigt Ehrenamt im ländlichen Raum

Mühlengeez – „Viele Landwirtschaftliche Betriebe gestalten das gesellschaftliche Zusammenleben in ihren Gemeinden aktiv mit. Sie sind sie im dörflichen Leben tief verwurzelt und engagieren sich bei der Durchführung von Festen und Veranstaltungen. Für mich sind sie deshalb das Herzstück vieler Gemeinden. Das wird immer wieder gerne vergessen. Umso wichtiger ist es, dass wir regelmäßig daran erinnern. Dort, wo sich Menschen aus tiefer persönlicher Überzeugung für etwas einsetzen, wird in die Zukunft geschaut“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez anlässlich der Vergabe Ehrenamtspreises.

Zu den Preisträgern 2017 gehören der Landwirtschaftsbetrieb Fink (Klüssendorf, Landkreis Nordwestmecklenburg), die Agrargesellschaft mbH & Co. KG Wittow-Süd (Altenkirchen, Landkreis Vorpommern-Rügen) sowie die Agrargemeinschaft Holthusen eG (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Sie werden mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet.

Mit je 500 Euro wird das Engagement von Landwirt Hans-Eckhard Lüth (Rehna OT Vitense, Landkreis Nordwestmecklenburg), der Kastanienhof Rave KG (Schlieven, Landkreis Ludwigslust-Parchim) und der Agrargenossenschaft Hagebök eG (Neuburg, Landkreis Nordwestmecklenburg) gewürdigt.

„Die Betriebe leisten freiwillig einen Beitrag zum Schutz der Umwelt oder bringen Kindern die Landwirtschaft näher, sind kommunalpolitisch aktiv, wirken in Vereinen mit, pflegen ländliche Wege sowie Gewässer oder unterstützen Gemeindefeste. Trotz des knappen Faktors Zeit ist es vielen Landwirten wichtig, sich in ihren Gemeinden zu engagieren. Viele tun dies, ohne viel darüber zu reden oder eine finanzielle Entlohnung zu verlangen. Das verdient unsere Anerkennung!“, hob der Minister hervor. Der Ehrenamtspreis wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben.

„Destiny 2“ kracht auf Platz eins der Games-Charts

Das Schicksal meint es gut mit „Destiny 2“: Die Fortsetzung des wohl teuersten Videospieles aller Zeiten wiederholt den Erfolg seines Vorgängers und erobert Platz eins der offiziellen deutschen PS4- und Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Der Online-Shooter aus dem Hause Activision ballert „Uncharted: The Lost Legacy“ (PS4) bzw. „F1 2017 Special Edition” (Xbox One) vom Thron, die nun an zweiter Stelle Unterschlupf finden.

Äußerst wandlungsfähig ist der zweithöchste Neueinsteiger „Knack 2“, der Rang vier der PS4-Hitliste knackt. Das kunterbunte Action-Adventure lebt vom Charme seines ungewöhnlichen Helden, der wahlweise auf Mausgröße schrumpfen oder sich in einen riesigen Golem verwandeln kann. Dritter Neuling im Bunde ist die „Revolution Edition“ von „Battlefield 1“ auf Position neun.

In den restlichen Rankings bleibt die Spitze unverändert. Diese setzt sich aus „Die Sims 4“ und „Grand Theft Auto V“ (PC), „Call of Duty: Black Ops 2“ und „Minecraft“ (PS3), „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“ (Xbox 360) bzw. „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“ (Nintendo Wii) zusammen.

Drese: „Wir müssen Familien mit unseren Hilfsangeboten noch besser erreichen“

Schwerin – „Kinderschutz umfasst mehr als die Abwendung unmittelbarer Gefahren.“ Sozialministerin Stefanie Drese sprach sich auf der Kinder- und Jugendschutzkonferenz vor rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern heute im Schweriner „Capitol“ dafür aus, Menschen für den Kinderschutz weiter zu sensibilisieren und die Kinder- und Jugendhilfe noch stärker am Kindeswohl und an der Stärkung der Elternkompetenzen auszurichten.

Die Konferenz bildet den Auftakt der Aktionswoche Kinderschutz „Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder“ mit vielen Veranstaltungen bis zum 20. September in Schwerin.

Die Ministerin machte in ihrem Grußwort deutlich, dass die Kinder- und Jugendhilfe in erster Linie Förderer und Unterstützer für junge Menschen und Familien ist und nur im Notfall eine Kriseninterventionsstelle. „Wir müssen Familien mit unseren Hilfen deshalb noch besser erreichen, sind auf diesem Weg in den letzten Jahren aber auch erheblich vorangekommen“, betonte Drese.

Dabei sei es das Ziel des Landes, Eltern frühzeitig zu begleiten und beraten und Angebote zu unterbreiten, um die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern bestmöglich zu fördern. Risiken für das Kindeswohl müssten frühzeitig wahrgenommen und Gefährdungen präventiv wirksam vorgebeugt werden, so die Ministerin.

Drese: „Mir geht es dabei z.B. um die stärkere Einbindung der Kitas ins Netzwerk Frühe Hilfen, die Verbesserung der Anschlussfähigkeit von Hilfemaßnahmen, die Weiterentwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie die Ausrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung an die Anforderungen eines zeitgemäßen Kinderschutzes sowohl von Fachkräften als auch von ehrenamtlich im Kinder- und Jugendbereich Engagierten.“

„Wir wollen, dass junge Menschen in unserem Land einen guten Start ins Leben haben, dass sie chancengleich und geschützt aufwachsen. Mit einer guten Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur von Anfang an“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Im Haushaltsplanentwurf des Sozialministeriums 2018/2019 sind u.a. folgende Fördermaßnahmen im Bereich Kinderschutz vorgesehen. Dabei ist zu beachten, dass Ausgaben für den Kinderschutz darüber hinaus in vielen Förderbereichen veranschlagt und Bestandteil verschiedener Projekte ist, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Landesprogramm Familienhebammen: 500.000 Euro (2018f.)
Bündnis Kinderschutz: 180.000 Euro (2018f.)
Kinderschutzhotline: 130.000 Euro (2018f.)
Förderung der Erziehung in der Familie (Stärkung der Elternkompetenz): 500.000 Euro (2018f.)
Förderung von Schwangerschaftsberatungsstellen nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz: 3.081.700 Euro (2018)
Zuschüsse an Gemeinden und Gemeindeverbände zur Förderung der Familienarbeit: 270.000 Euro (2018f.)
Kinder- und Jugendtelefon (DKSB MV): 30.000 Euro (2018f.)

Rekordbeteiligung bei Juniorwahl in MV

Schwerin – Für die Juniorwahl 2017 haben sich in Mecklenburg-Vorpommern 121 Schulen mit insgesamt 24.770 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Dies entspricht einer Beteiligung von rund 40 Prozent aller weiterführenden Schulen im Land. Damit wird die hohe Beteiligung zur letzten Landtagswahl 2016 nochmals deutlich übertroffen (2016: 85 Schulen, 14.000 teilnehmende Schülerinnen und Schüler).

Die Juniorwahl ist ein bundesweites Projekt des Vereins Kumulus e. V., das durch die Landeszentrale für politische Bildung mit rund 15.000 Euro unterstützt wird. Bundesweit nehmen fast 1 Million Schülerinnen und Schüler teil.

Die Juniorwahl ist ein Planspiel, bei dem Jugendliche selbständig Wählerverzeichnisse erstellen, die Stimmabgabe organisieren und mit den originalgetreuen Stimmzetteln der Bundestagswahl am 24. September wählen. Die Juniorwahl findet zumeist in der Woche vor der Bundestagswahl statt. Die Wahlergebnisse werden am Wahlsonntag mit Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr bekanntgegeben.

„Ich freue mich riesig über das große Interesse unserer Schulen an der Juniorwahl. Es zeigt, dass man mit den richtigen Angeboten Jugendliche für Politik begeistern und politisches Wissen vermitteln kann.“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich danke insbesondere den engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die freiwillig dieses Projekt an ihren Schulen koordinieren.“

„Die Juniorwahl leistet nicht nur in der Schule wichtige Aufklärungsarbeit über unsere Demokratie“, erläuterte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „Sie wirkt auch in die Elternhäuser hinein, indem die Jugendlichen mit ihren Eltern über die bevorstehende Bundestagswahl diskutieren.“

Hinweis: Die Juniorwahl ist nicht zu verwechseln mit der „U18-Wahl“ des Landesjugendrings MV, die in außerschulischen Jugendeinrichtungen angeboten wird.

80 Jahre AMEOS Klinikum Anklam

Anklam – Das AMEOS Klinikum Anklam hat am Freitag sein 80-jähriges Bestehen am Standort mit einem Festakt begangen. Träger der Klinik ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern mbH. „Das AMEOS Klinikum Anklam leistet einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Insel Usedom. Rund 115 engagierte Mitarbeiter aus dem medizinischen und nichtmedizinischen Bereich tragen täglich mit viel Engagement dazu bei, dass die Patienten auf hohem Niveau versorgt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das AMEOS Klinikum Anklam hat 101 Planbetten sowie zwölf tagesklinische Plätze und umfasst die Fachbereiche Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe, Frauenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie (Tagesklinik). Im Haus ist auch eine Dialysepraxis des MVZ Diaverum Neubrandenburg. Jetzt ist geplant, den Krankenhausstandort zu modernisieren. Dazu soll ein Neubau errichtet und der bestehende Altbau umgebaut werden. „Mit den Investitionen werden sich die Bedingungen für Patienten und Beschäftigte erheblich verbessern und das Klinikum insgesamt zukunftsgerecht gestaltet“, sagte Glawe.

Zudem ist durch den Träger die Errichtung eines Medizinischen Zentrums für Erwachsene mit geistiger und mehrfacher Behinderung vorgesehen.

Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern ist Teil eines Modellprojektes zur innovativen Patientenversorgung für die Uecker-Randow-Region und Anklam. Weitere Partner sind das Ärztenetzwerk Haffnet, die AOK Nordost und die Kassenärztliche Vereinigung MV. Ziel ist es, für die Menschen in der Region die bedarfsgerechte, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. „Die enge Kooperation von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten für die notwendige, weitergehende Behandlung der Patienten trägt erheblich dazu bei, dass Erkrankte durchgängig gut versorgt werden“, sagte Glawe.

Das Anklamer Klinikum gehört zur AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich, die nach eigenen Angaben 12.700 Mitarbeiter in 76 Einrichtungen (Krankenhäuser, Poliklinika, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen) an 40 Standorten beschäftigt. Die Region AMEOS Nord verbindet die 25 AMEOS Einrichtungen an 14 Standorten mit insgesamt 2.700 Betten beziehungsweise Behandlungsplätzen. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beschäftigt AMEOS rund 3.100 Mitarbeiter.

Unternehmensmesse „Karriere Kompakt“ in Greifswald

Greifswald – Die Veranstaltung „Karriere kompakt – Greifswalder Messe für Einstieg, Aufstieg und Umstieg“ ist am Freitag von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph eröffnet worden. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist ein zentrales Thema für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Es gilt, Schulabgänger für eine Ausbildung im Land zu begeistern, bereits etablierte Fachkräfte zu halten und möglichst viele Erwerbstätige in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Greifswalder Messe greift mit dem Dreiklang ´Einstieg, Aufstieg, Umstieg´ diesen Themenkomplex auf und verfolgt das Ziel, allen an Ausbildung und beruflicher Veränderung Interessierten attraktive Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern aufzuzeigen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Auf der von der Agentur für Arbeit Greifswald und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald ausgerichteten Berufs- und Ausbildungsmesse präsentierten sich rund 40 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wie Energieversorgung, Bootsbau, Gesundheit, Handel, Metallbau, Wohnungswirtschaft, Engineering und IT-Dienstleistungen, Büro und Verwaltung. Im Rahmenprogramm gab es unter anderem Fachvorträge rund um die Arbeitswelt, einen kostenlosen Bewerbungsfoto-Service sowie eine kostenlose Styling-Beratung. Als besonderes Angebot wurden geführte Rundgänge zu den Ausstellern in englischer und arabischer Sprache durchgeführt. „Die Unternehmen im Land sind mit Aufträgen gut ausgelastet; im Handwerk beispielsweise beträgt der durchschnittliche Auftragsbestand der Betriebe knapp neun Wochen. Dafür werden gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte gebraucht. Wir müssen unseren Fokus jetzt vor allem auf den Ausbildungsmarkt richten. Auch wenn sich die Situation etwas gebessert hat, gibt es immer noch viele unbesetzte Stellen“, sagte Rudolph.

Ende August sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Vor allem in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes (Koch/Köchin: 262 freie Plätze, Restaurantfachmann/-frau: 252) sowie im Einzelhandel (Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 189) bieten die Unternehmen Ausbildungsplätze. Auch im Handwerk (Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik: 81, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik: 79) haben Jugendliche noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. „Wenn die Ausbildungsplätze heute nicht besetzt werden, fehlen morgen die Fachkräfte. Hier ist vor allem die Kreativität der Unternehmen bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter gefragt. Neben einer fachlich fundierten Ausbildung müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen – etwa Angebote im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den drei Industrie- und Handelskammern des Landes durchführt. Mit der Kampagne sollen junge Menschen, ihre Familien und Lehrkräfte zielgruppengerecht über die Ausbildungs- und Berufsperspektiven im Land informiert werden. Kernelement der Kampagne ist die Internetpräsenz unter www.durchstarten-in-mv.de mit dem Azubi-Atlas, in dem sich die Unternehmen mit ihren jeweiligen Ausbildungsangeboten und Kontaktdaten präsentieren. Der Azubi-Atlas zeigt die Branchenvielfalt und das breite Spektrum beruflicher Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern und ermöglicht es, Kontakte zwischen Unternehmen und potentiellen jungen Arbeitskräften herzustellen. Derzeit sind dort mehr als 1.380 Unternehmen mit rund 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten.

Waldarbeiter treten auf MeLa bei forstlichen Meisterschaften an

Mühlengeez – Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern lädt am Rande der MeLa zu den Waldarbeitermeisterschaften ein.

Bei der Azubi-Meisterschaft treten heute von 8 bis 17 Uhr auf dem Mühlengeezer Messegelände zunächst 24 angehende Forstwirte, darunter zwei Frauen, gegeneinander an. Sie sammeln Punkte für die U24-Landesmeisterschaft der Waldarbeiter im kommenden Jahr.

Am Samstag, dem 16. September 2017, gehen am gleichen Ort die Profi-Meisterschaften der Waldarbeiter mit acht Teilnehmern über die Bühne.

Am Sonntag, dem 17. September 2017, starten 14 Forstwirte schließlich zur Forwardermeisterschaft M-V.

Die Teilnehmer der Waldarbeitermeisterschaften üben sich in den Disziplinen Baumfällen, Sägekettenmontage, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Entasten eines Stammes. Bei der Forwardermeisterschaft steuern Maschinenführer ihre Fahrzeuge durch einen engen Parcours. „Dabei geht es um Schnelligkeit, Präzision und Sicherheit“, betont Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Die Wettkämpfe helfen nicht nur, die Wertschätzung des Waldarbeiterberufes und die Aufmerksamkeit auf die Waldarbeit allgemein zu steigern. Sie regen auch dazu, an,einheimisches Holz mehr zu verwenden. Bauen mit Holz ist nachhaltig, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Holz als traditionelles und modernes Baumaterial steht für leistungsfähiges Bauen, natürliche Ausstrahlung und angenehmes Wohngefühl. Gerade vor dem Hintergrund der Klimadiskussion kommt dem Rohstoff Holz eine wichtige Rolle zu“, sagte er weiter.

Auch lobte der Minister die wachsende Präsenz der Forstwirtschaft auf der MeLa: „Sie verfügt über ein eigenes, deutlich wahrnehmbares Areal, auf dem die neueste Forst- und Holztechnik vorgeführt wird. Auch frisches Wildfleisch kann man hier erwerben.“

Der Verband der Waldarbeitermeisterschaften richtet die Wettbewerbe bereits seit 1970 aus. 195 gab es die erste Landesmeisterschaft der Waldarbeiter, 2007 wurde zum ersten Mal der MeLa-Pokal zu den Meisterschaften der Waldarbeiter verliehen. Seither finden Landesmeisterschaft und MeLa-Pokal-Meisterschaft in jährlichem Wechsel statt.