Integrationsleistung des Rostocker Vereins Dien Hong gewürdigt

Rostock – Integrationsministerin Stefanie Drese hat sich anlässlich der Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins „Dien Hong – Gemeinsam unter einem Dach“ als Vertreterin der Landesregierung für die Gewaltexzesse in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 entschuldigt.

„Wir haben im Sommer 1992 auf vielen Ebenen versagt: als Staat, als Ordnungsmacht, als Zivilgesellschaft, als Bürgerinnen und Bürger. Diese Tage von Lichtenhagen gehören zu den schlimmsten Ereignissen unseres Bundeslandes. Und auch wenn wir keine persönliche Schuld tragen, ist es unsere Pflicht, ist es unsere Verpflichtung als Verantwortung tragende Politiker/innen und Bürger/innen dieses Landes, dass so etwas nie wieder geschieht“, betonte Ministerin Drese.

Drese bezeichnete es als ein bemerkenswertes Signal, dass sich nur wenige Wochen nach den rassistischen Pogromen vietnamesisch-stämmige Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit einigen engagierten einheimischen Rostockern entschlossen haben, den Verein „Dien Hong“ zu gründen – als Zeichen der Furchtlosigkeit und Unbeugsamkeit, aber auch als Zeichen der ausgestreckten Hand mit dem Willen, den kulturellen und sozialen Austausch zwischen Vietnamesen und Deutschen zu verbessern.

„Wie erfolgreich Ihre Arbeit war und ist, zeigt die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre“, sagte die Ministerin. „Mittlerweile geht es längst nicht mehr nur um Vietnamesen und Deutsche. Dien Hong ist ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs, aber auch ein Ort der Bildungs-, Sprach- und Beratungsangebote für alle Zugewanderten, die ihre neue Heimat in Rostock gefunden hatten“, so Drese.

Auch im Bereich der Sprachmittlung ist Dien Hong nach Aussage von Ministerin Drese in Rostock unersetzlich geworden. Mit dem 2012 gegründeten Projekt „SprInt“ unterstützen und dolmetschen Sprach- und Integrationsmittler das Fachpersonal im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen der Stadt Rostock bei Gesprächen mit Zugewanderten. Im Jahr 2016 wurde „SprInt Rostock“ mit Mitteln des Landes und des Landkreises Rostock zu einer regionalen Vermittlungszentrale, der „SprInt Region Rostock“, ausgebaut.

Die Ministerin hob in ihrem Grußwort zudem die Gründung des ersten „Integrationsfachdienstes Migration in Mecklenburg-Vorpommern (IFDM)“ unter der Regie des Vereins hervor. Dieser Fachdienst Migration kümmert sich vorbildlich und innovativ um die sprachliche und berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten, deren Aufenthalt in Deutschland auf Dauer angelegt ist.

Drese: „All diese Beispiele zeigen, der Verein „Dien Hong – Gemeinsam unter einem Dach“ leistet seit 25 Jahren seines Bestehens unschätzbare Dienste für die Integration von Zugewanderten in der Region Rostock.“

2. Redefiner Hengstparade

Redefin – Heute besucht Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die zweite Redefiner Hengstparade in diesem Jahr. Um 13 Uhr eröffnet er die traditionsreiche Schau auf dem Landgestüt in Redefin. Die Hengstparaden finden an drei Sonntagen im September statt. Zu den Veranstaltungen werden jährlich rund 80.000 Besucher begrüßt.

„Die Hengstparaden bieten einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Gestütes. Dieses hat sich der Zucht und Erhaltung von Spezialpferderassen verpflichtet. In den Stallungen stehen Hengste der Lewitzer Schecken oder des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes. Von den gegenwärtig in Deutschland geführten Zuchtbüchern für über 100 Rassen, werden 20 Rassen allein vom Verband der Pferdezüchter in Mecklenburg-Vorpommern betreut“, lobte der Minister.

Neben der Zucht habe sich das Landgestüt über die integrierte Landesreit- und Fahrschule mit engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem Dienstleister in allen Fragen der Pferdehaltung sowie der Ausbildung von Pferden, Reitern und Fahrern entwickelt, sagte er weiter.

Das Landgestüt Redefin ist darüber hinaus Austragungsort der Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten sowie auch erstmals Voltigieren und der Hallen-Meisterschaften in Springen, Dressur und Gespannfahrer.

Im Bestreben Bleibendes rund um das Pferd zu vermitteln, wurde in 2016 auf dem Gelände ein Museum zur Pferdegesundheit und ein Kutschenmuseum eröffnet.

Schwesig lobt Engagement von UNICEF für Kinder und eröffnet Spendenlauf

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Eröffnung des 21. Schweriner UNICEF-Laufs das Engagement von UNICEF für Kinderrechte und gegen Kinderarmut gelobt: „Immer dort, wo es Kindern nicht gut geht, wo sie Armut, Hunger, Krieg, Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt sind, überall dort ist UNICEF aktiv und hilft mit medizinischer Versorgung und Kleidung, Wasser und Nahrung und mit dem Bau von Schulen oder Kinderheimen. Ich finde, das ist ein ganz wichtiges Engagement. Deshalb habe ich auch in diesem Jahr gern die Schirmherrschaft übernommen.“

Die Regierungschefin forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, so viele Runden wie möglich zu laufen, um damit reichlich Spenden einwerben zu können: „Für jede Runde, die wir heute laufen, wird ein bestimmter Betrag von unseren Sponsoren an UNICEF gespendet.“

In diesem Jahr werden mit dem Geld Kinderschutzzentren in Guatemala unterstützt. Schwesig: „In Guatemala gibt es viel Armut. Viele Kinder müssen früh arbeiten und können nicht in die Schule gehen. Dazu kommt eine hohe Kriminalität. Und auch Naturkatastrophen sorgen immer wieder dafür, dass viele Kinder ihr Zuhause verlieren.“

Die Ministerpräsidentin läuft selbst drei Runden um den Pfaffenteich und wirbt damit eine Spende der Firma ZIM-FLUGSITZ für UNICEF ein. Außerdem sponsert sie selbst drei Schüler.