Gleichstellungskonzeption der Landesregierung: Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer

Schwerin – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat dem Landeskabinett den Bericht zur Umsetzung der Vierten Gleichstellungskonzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.

Der Bericht macht deutlich, dass die Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern als Querschnittsaufgabe in allen Ressorts der Landesregierung wahrgenommen wird.

„Es geht dabei nicht um Gleichmacherei, sondern um Wege zur Herstellung der Chancengleichheit für beide Geschlechter“, betonte Drese heute in Schwerin. Zudem werden in der Gleichstellungskonzeption Maßnahmen und Instrumente dargelegt, die zur sozialen Gerechtigkeit beitragen, die Partizipation von Frauen im beruflichen und gesellschaftlichen Leben stärken, Gewalt gegen Frauen und Kinder verhindern und geflüchtete Frauen bei der Integration unterstützen.

Nach Überzeugung von Ministerin Drese ist die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen in Bildung und Ausbildung entscheidend, um beiden Geschlechtern gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu gewährleisten. „Nur wenn Mädchen und Jungen von Anfang an erfahren, welche Möglichkeiten die gesamte Bandbreite der Ausbildungs-, Studien- und Berufswelt bietet, können typische Rollenbilder und vermeintlich geschlechtsspezifische Zuweisungen bei der Berufswahl aufgelöst werden. Klischeefreiheit trägt dazu bei, individuelle Karrierechancen zu eröffnen“, sagte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass als eine wichtige Maßnahme zur Chancengleichheit im Bereich der frühkindlichen Bildung die „Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in MV“ verbindlich in Kitas eingeführt wurde. Auf dieser Grundlage werden in der Kindertagesförderung die tatsächlichen und individuellen Fähigkeiten verstärkt gefördert. Drese: „Kinder sammeln so unabhängig von gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen an das Geschlecht Erfahrungen, die für die Persönlichkeitsentwicklung und die spätere Berufsbiographie von hoher Bedeutung sind. Darum geht es mir,“ so Ministerin Drese.

Die Landesregierung hat am 14. Januar 2014 die „Konzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zur Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern gemäß Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes und Artikel 13 der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für den Zeitraum 2013-2016“ als Vierte Gleichstellungskonzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. Mit dem vorliegenden Umsetzungsbericht werden die Inhalte und Schwerpunkte der Gleichstellungspolitik der Landesregierung in zusammengefasst sieben Handlungsfeldern vorgestellt.

B 104: Letzte Radweg-Lücke zwischen Pasewalk und Polen wird geschlossen

Pasewalk – Heute (19. September 2017) beginnt mit der Erneuerung von Durchlässen der Bau eines neuen Radwegs an der B 104 zwischen den Ortslagen Zerrenthin und Rossow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die 2,85 Kilometer sind der letzte noch fehlende Abschnitt der Radverbindung an der Bundesstraße zwischen Pasewalk und der polnischen Grenze. Mit Fertigstellung voraussichtlich zur Jahresmitte 2018 können die Radler die Strecke von etwa 20 Kilometern durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg zurücklegen.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung von ca. 6.175 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 644 Lkw, zwischen Löcknitz und Pasewalk (Stand 2015) ist dieser straßenbegleitende Radweg für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Er wird in 2,50 Metern Breite überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. In der Ortslage Zerrenthin und in einem kleineren Abschnitt wegen der Baugrundverhältnisse wird der Radweg gepflastert.

Als Ausgleichsmaßnahme werden 303 Winterlinden als durchgehende Allee gepflanzt, dazu weitere 54 Bäume als Ausgleich für den bereits fertiggestellten Abschnitt zwischen Rossow und Löcknitz. Dort war nicht genug Platz für die Ausgleichspflanzung. Gleichzeitig werden zum Schutz von Autofahrern und Bäumen Schutzplanken am Fahrbahnrand errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen einschließlich Grunderwerb und Erneuerung von Durchlässen etwa 872.000 Euro. Davon entfallen ca. 647.000 Euro auf den Radweg. Die Kosten werden bis auf den Eigenanteil der Gemeinde Zerrenthin für den Gehweg in Höhe von knapp 37.000 Euro entlang der Ortsdurchfahrt vom Bund finanziert.

Gemeinde Baabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Beleuchtung auf LED

Insel Rügen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik in der Bollwerkstraße im Ostseebad Baabe (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 16.616,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Ostseebad Baabe beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in der Bollwerkstraße (am Radweg) umzurüsten. Die vorhandenen neun Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 15 LED-Leuchten inklusive Masten ersetzt.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer Energieeinsparung von rund 4.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann jährlich eine Einsparung von rund 2,8 Tonnen Kohlendioxid erreicht werden.

VR-Innovationspreis 2017 – Bewerbungen noch bis zum 30. September möglich

Schwerin – Noch bis zum 30. September können sich die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Schwerin um den „VR-Innovationspreis Handwerk 2017“ bewerben. „Der VR-Innovationspreis würdigt Handwerksunternehmen, die marktfähige technische und technologische Innovationen sowie zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte entwickelt haben. Die Teilnahme am Wettbewerb bietet den Betrieben die Chance, ihre eigenen Entwicklungen einem breiten Publikum vorzustellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Der Wirtschaftsminister ist Schirmherr des Wettbewerbs.

Die Handwerkskammer Schwerin, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie die Volks- und Raiffeisenbanken schreiben den Preis gemeinsam für technische und technologische Innovationen und zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte aus. Neu ist in diesem Jahr, dass neben einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro ein zusätzlicher Gewinn auf die Ausgezeichneten wartet. Vier Unternehmen erhalten zusätzlich ein exklusives dreiminütiges Filmporträt, produziert von TV Schwerin. Der Film wird landesweit ausgestrahlt und kann von den Unternehmen auch zur eigenen Werbung verwendet werden. „Mit dem Imagefilm können die Gewinner ihr Unternehmen öffentlichkeitswirksam präsentieren, um noch stärker auf die eigenen innovativen Produkte und Leistungen aufmerksam zu machen“, so Glawe weiter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe der Handwerkskammer Schwerin eingetragen sind. Der Sitz des Unternehmens muss sich im Bezirk der Handwerkskammer Schwerin befinden. Die Ausschreibungsunterlagen und das Bewerbungsformular können auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums (www.wm.mv-regierung.de) eingesehen und heruntergeladen werden.

Schwesig will Partnerschaft zum Leningrader Gebiet weiter ausbauen

Schwerin – Ministerpräsident Manuela Schwesig und eine rund 100 Personen starke Delegation besuchen in den nächsten drei Tagen die Stadt St. Petersburg und das umliegende Leningrader Gebiet.

„Es gibt seit 15 Jahren eine enge Regionalpartnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet, der Region rund um die Stadt St. Petersburg. Diese Partnerschaft wollen wir pflegen und weiter ausbauen. Ich habe deshalb die Einladung hierher sehr gern angenommen“, erklärte Schwesig in St Petersburg.

„Ich freue mich sehr, dass die Reise bei uns in Mecklenburg-Vorpommern sowohl bei der Wirtschaft des Landes wie auch bei Bürgerinnen und Bürgern, die mich in den letzten Tagen auf die Reise angesprochen haben, auf eine sehr positive Resonanz stößt. Wir sind mit einer großen Wirtschaftsdelegation hier. Das zeigt, dass es weiter ein großes Interesse am Ausbau der Wirtschaftskontakte gibt. Es geht mir aber auch um eine noch engere Zusammenarbeit zwischen unseren Hochschulen und auf dem Gebiet der Kultur“, sagte die Regierungschefin weiter.

Schwesig traf heute zunächst mit der Deutschen Generalkonsulin in St. Petersburg Dr. Eltje Aderhold zusammen. Anschließend gab es ein erstes Zusammentreffen der Delegation. Morgen besucht Schwesig die maritime Messe NEVA in St. Petersburg und die Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet. Außerdem stehen ein Gespräch mit dem Gouverneur der Partnerregion Alexander Drosdenko und ein Treffen mit Studierenden der Puschkin-Universität des Leningrader Gebiets auf dem Programm.

Schwesig informiert über ihren Facebook- und ihren Twitter-Kanal auch persönlich über Eindrücke von ihrer Russlandreise.

„Jugend trainiert für Olympia“

Ministerin Hesse: Jüngste Erfolge sollen Schülerinnen und Schüler beflügeln

Schwerin – Mit dem neuen Schuljahr gehen auch die Schulsportwettbewerbe in eine neue Runde. Den Mannschaften und Einzelsportlern, die sich in den Wettkämpfen besonders stark präsentieren, winkt am Ende die Teilnahme an den Finals des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ bzw. „Jugend trainiert für Paralympics“. Bildungs- und Sportministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, dass die Schulen im Land, und damit die Schülerinnen und Schüler, wieder in großer Zahl an den Vorausscheiden in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

„Sport schafft Selbstvertrauen, Sport schafft Ehrgeiz, und die Wettbewerbe haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir uns in vielen Sportarten nicht verstecken müssen“, sagte Hesse. „Von den Erfolgen, die Schülerinnen und Schüler aus MV in Berlin erreicht haben, lassen sich andere hoffentlich beflügeln.“

Im vergangenen Schuljahr war einer dieser Erfolge der erste Platz, den eine Schülerin vom Sportgymnasium Neubrandenburg in der Wettkampfklasse der 14- bis 17-Jährigen in der Leichtathletik holte. Ihre Mannschaft erkämpfte sich später bei den Schülerweltmeisterschaften im französischen Nancy Rang sechs.

Die Bundeswettbewerbe werden in folgenden Sportarten ausgetragen: Badminton, Basketball, Beach-Volleyball, Fußball, Geräteturnen, Golf, Hallenhandball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Ski Alpin, Skilanglauf, Skisprung, Tennis, Tischtennis, Triathlon und Volleyball.

„Jenseits der sportlichen Erfolge, die am Ende stehen oder nicht stehen: Training und Wettbewerbe sind für Schüler und Lehrer eine Chance, sich außerhalb des Unterrichtsalltags kennen zu lernen. Das hält für beide Seiten sicherlich neue Facetten bereit“, so die Ministerin. „Ich weiß, dass sich bei uns im Land viele Lehrerinnen und Lehrer über Sportunterricht und Stundenplan hinaus engagieren. Dafür bedanke ich mich. Ohne diesen Einsatz würde ‚Jugend trainiert für Olympia‘ gar nicht funktionieren.“

Die Aussicht auf die Bundesfinals lockt viele junge Sportlerinnen und Sportler zu den Wettkämpfen auf Stadt- und Kreisebene: Im vergangen Schuljahr waren es insgesamt ca. 17.000, von denen es knapp 450 bis in die Endausscheide in Berlin geschafft haben.

Die Modalitäten und Formulare für die Anmeldungen zu den jeweiligen Wettbewerben sowie weitere Informationen zu „Jugend trainiert für Olympia“ bzw. „Jugend trainiert für Paralympics“ hat das Ministerium in einer Broschüre zusammengestellt. Diese ist unter Publikationen abrufbar.

Beseitigung von Sturmflutschäden

Wasser- und Bodenverband Insel Usedom-Peenestrom erhält rund 57.000 EUR für Beseitigung von Sturmflutschäden

Schwerin – Nach der Sturmflut „Axel“ Anfang Januar dieses Jahres hatte die Landesregierung für nachhaltige Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden an Hochwasserschutzanlagen, an öffentlichen touristischen Bauwerken und Stränden sowie an kommunalem Eigentum ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht.

Neben Gemeinden hatten auch einige Wasser- und Bodenverbände Anträge auf finanzielle Unterstützung für die Beseitigung der Sturmflutschäden gestellt, darunter der Wasser- und Bodenverband Insel Usedom-Peenestrom.

Die Sturmflut hat an zwei Anlagen Schäden angerichtet. Trotz regelmäßiger Pflege der Grasnarbe auf den Deichen Zecherin und an der Ziese kam es zu Durchbrüchen. Diese müssen nun repariert werden. Rund 57.000 Euro werden dafür vom Land bereitgestellt.

„Auch die betroffenen Wasser- und Bodenverbände mussten nach den Sturmschäden schnell handeln. Deshalb ist es richtig, dass diese neben den Gemeinden in den Genuss der vom Land bereitgestellten finanziellen Mittel kommen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids in Mölschow. „Auch sie sollen nicht allein auf den unverschuldet entstandenen Kosten sitzen bleiben.“