Schwesig zieht positive Bilanz ihrer Russlandreise

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist heute von ihrer Reise nach St. Petersburg zurückgekehrt. „Das war ein guter, wichtiger und erfolgreicher Besuch. Es gibt auf beiden Seiten ein starkes Interesse, die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur weiter auszubauen. Ich habe beispielsweise mit dem Gouverneur unserer Partnerregion Alexander Drosdenko darüber gesprochen, wie wir einen stärkeren Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden an unseren Universitäten aufbauen können“, erklärte die Ministerpräsidentin nach ihrer Ankunft in Schwerin.

Im Mittelpunkt der Reise standen ein Besuch der Schiffbaumesse NEVA und der Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet. „Es sind gestern auf der NEVA zwei Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern und Russland unterzeichnet worden. Ich hoffe sehr, dass die Gespräche unserer Wirtschaftsdelegation zu weiteren gemeinsamen Projekten führen.“

Schwesig traf auch mit Studierenden der Puschkin-Universität des Leningrader Gebiets zusammen. „Mir war es wichtig, auch mit Vertretern der jungen Generation zusammenzukommen. Das war ein sehr spannendes Gespräch, in dem nicht nur um Wirtschaftsthemen, sondern auch um die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und gesellschaftliches Engagement in beiden Ländern ging.“

Schwesig kündigte an, dass es im Oktober 2018 einen weiteren Russlandtag in Mecklenburg-Vorpommern geben wird. „Wir wollen die Kontakte nach Russland, insbesondere in unsere Partnerregion, weiter ausbauen. Deshalb werden wir auch die gegenseitigen Besuche und Wirtschaftsveranstaltungen weiter fortführen.“

Der Besuch der Wirtschaftsdelegation in St. Petersburg und im Leningrader Gebiet geht heute weiter. Fach- und Führungskräfte aus beiden Ländern kommen in einem von der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern organisierten Workshop zusammen. Außerdem stehen verschiedene Firmenbesuche auf dem Programm.

Zweites Flusskreuzfahrtschiff bei MV WERFTEN Wismar fertiggestellt

Wismar – In Wismar ist das zweite von insgesamt vier geplanten Flusskreuzfahrtschiffen der Rhein-Klasse von der MV WERFTEN Wismar GmbH an die Reederei Crystal River Cruises übergeben worden. Im Anschluss an die offizielle Übergabe wurde das Schiff im Beisein von Lauren Barfield, Spielerin des amtierenden Deutschen Volleyballmeisters SSC Palmberg Schwerin, getauft. Die MV WERFTEN sind einer der Sponsoren der Mannschaft.

„Ein Stück Mecklenburg-Vorpommern macht sich auf den Weg. Gebaut und getauft in Wismar, werden die sehr gut ausgestatteten Schiffe bald die Flüsse Europas befahren. Das ist beste Werbung für die Leistungskraft der maritime Wirtschaft unseres Landes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das 6-Sterne-Schiff (135 Meter lang und 11,40 Meter breit) für rund 100 Passagiere ist nach Angaben der MV WERFTEN für Touren entlang des Rheins, des Mains und der Donau gebaut worden. Derzeit sind auf der Werft in Wismar zwei weitere Flusskreuzfahrtschiffe der Rhein-Klasse – „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ – im Bau, die im Jahr 2018 fertiggestellt sein sollen. Die Werft in Wismar arbeitet auf einer Gesamtfläche von 560.000 Quadratmetern, davon 170.000 Quadratmeter überdacht. I

n der 395 Meter langen, 155 Meter breiten und 72 Meter hohen Dockhalle können Schiffe im unterteilbaren 340 Meter langen, 67 Meter breiten und 13 Meter tiefen Baudock wetterunabhängig fertiggestellt werden. „Mit hoher Fachkompetenz und viel Motivation haben die Mitarbeiter auf der Werft in Wismar dazu beigetragen, dass die Passagiere bald die Niederlande, Belgien, Deutschland und Ungarn auf komfortable Weise erkunden können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, der maritimen Zulieferindustrie, der maritimen Logistik, der Schifffahrt, der Hafeninfrastruktur und dem maritimen Tourismus. Insgesamt sind in über 1.900 Betrieben und Einrichtungen rund 32.000 Personen beschäftigt. Auf den größeren Werften des Landes – MV WERFTEN (Rostock, Wismar, Stralsund), Peene Werft (Wolgast), Neptun Werft (Rostock) und der Tamsen Maritim (Rostock) – sind insgesamt mehr als 2.300 Mitarbeiter beschäftigt.

Junge Menschen im Land sollen mehr Gehör finden

Schwerin – Auf Initiative von SPD und CDU hat der Sozialausschuss einstimmig eine Anhörungsreihe zum Thema „Jung sein in M-V“ beschlossen.

Im Anschluss an die Sitzung erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz: „Die Anhörungsreihe ist ein weiterer Schritt, um junge Menschen noch mehr an politischen Prozessen zu beteiligen.“

Gemeinsam mit Jugendlichen und Experten werde der Sozialausschuss ab Januar 2018 in mehreren öffentlichen Anhörungen die Themen Teilhabe und Mitwirkung von Jugendlichen, Übergangsmanagement Schule, Bildung und Beruf, Medienbildung für junge Leute im Kontext der Digitalisierung, Mobilität im ländlichen Raum, Ehrenamt und Erprobungsräume, Kinderarmut und Chancengleichheit beraten.

„Damit werden Themen besprochen, die gerade für junge Menschen von großer Bedeutung sind. Im Ergebnis soll ein Bericht erarbeitet und dem gesamten Landtag vorgelegt werden. Das stärkt nicht nur die Jugendbeteiligung im Land, sondern rückt auch Themen in den Fokus, die besonders für Jugendliche wichtig sind“, so Nadine Julitz.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Ehlers ergänzt: „In den kommenden 2 Jahren werden im Sozialausschuss des Landtages dazu Jugendliche aus unterschiedlichen, gesellschaftlichen Bereichen eingebunden.

Inhaltlich werden vielschichtige Querschnittsthemen behandelt, wodurch jugendliche Anliegen aus Mecklenburg-Vorpommern unmittelbares Gehör im parlamentarischen Raum finden. Das ist ein gutes Signal an die junge Generation und zeigt, dass wir diese in besonderer Weise im Blick haben“.

Neues Haus des Gastes entsteht in der Burganlage in Plau am See

Plau am See – Die Stadt Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) plant den weiteren Um- und Ausbau der bestehenden Burganlage zu einem Haus des Gastes mit anschließendem Kurgarten.

„Die Stadt Plau am See mit ihrer malerischen Altstadt ist ein beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel in der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit dem Haus des Gastes in der historischen Burganlage entsteht für Besucher eine erste Anlaufstelle für touristische Auskünfte. Künftig werden die Gäste noch besser über die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele informiert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides.

Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau des Rettungsweges im Gewölbekeller und im Untergeschoss, die Errichtung einer Touristeninformationsstelle und einer Bibliothek im Erdgeschoss sowie der Ausbau des Dachgeschosses zu Vorführ-, Ausstellungs- und Beratungsräumen. Zudem sollen die gesamten Außenanlagen der Burganlage grundhaft erneuert werden. Dazu gehören unter anderem die Zuwegungen zur Burganlage und zum Parkplatz, die Rekonstruktion des Burgwalls mit den Türmen, die Erneuerung des Burggrabens und die Errichtung einer Bühne mit Tanzfläche.

„Direkt am künftigen Haus des Gastes wird ein attraktiver Kur- und Erholungsraum mit einem Bewegungspark entstehen. Ein idealer Treffpunkt für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Für die Stadt Plau am See als staatlich anerkannter Luftkurort ist das eine gute Ergänzung der touristischen Infrastruktur“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Um- und Ausbau der bestehenden Burganlage zum Haus des Gastes mit Kurgarten betragen rund vier Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro.

Derzeit wird in Plau am See der Parkplatz nahe der Burganlage an der Quetziner Straße vergrößert. Zukünftig finden dort 130 Autos, zwei Reisebusse und sechs Wohnmobile Parkraum. Die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 698.000 Euro sind vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 628.000 Euro unterstützt worden.

Im nächsten Jahr soll in Plau am See auf einer Länge von rund 800 Metern ein Teilstück des Radweges um den Plauer See im Stadtwald saniert werden. Der Abschnitt ist Teil des Mecklenburger-Seen-Radweges und des Eldetal-Rundweges; nach Abschluss der Maßnahme ist der Ausbau des touristischen Radweges Plauer See im Bereich der Stadt abgeschlossen.

Das Land unterstützt die Gesamtinvestitionen des Vorhabens in Höhe von knapp 272.000 Euro in Höhe von rund 236.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Die Stadt Plau am See investiert in ihr touristisches Angebot, um die Urlauber noch stärker auf die Schönheiten im Landesinneren aufmerksam zu machen. So wird der Binnenlandtourismus gestärkt“, sagte Glawe.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes in Plau am See mehr als 31.000 Ankünfte und über 160.000 Übernachtungen verzeichnet. Die Gäste verbrachten durchschnittlich fünf Nächte in dem Luftkurort.

Bützow erhält Zuschuss zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Bützow – Im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße GÜ 06 Ortsdurchfahrt Bützow (Landkreis Rostock) soll auch die Straßenbeleuchtung von der Gartenstraße bis zum Ziegelhofweg erneuert werden. Dafür erhält die Stadt Bützow vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 39.500 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandene Beleuchtung in dem Bauabschnitt wird durch 29 energieeffiziente LED-Leuchten inklusive Masten und Kabel erneuert. Jährlich können dadurch rund 10.100 Kilowattstunden Strom und rund fünf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Projekte zu europapolitischen Themen werden gefördert

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa unterstützt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration“ Projekte zur Europapolitik. Gefördert werden u.a. europäische Begegnungen, Studien- und Informationsreisen, Seminare und Konferenzen sowie Ausstellungen und Publikationen, die nachweislich geeignet sind, den Europagedanken zu fördern und sich mit der europäischen Integration befassen.

2017 konnten über diese Richtlinie bereits 14 Projekte gefördert werden. Darunter sind u.a. Studienreisen zu EU-Einrichtungen in Brüssel, Seminare zu Themen wie die Zukunft Europas, die Folgen des Brexit, den Rechtspopulismus und die Flüchtlingskrise sowie die Unterstützung der Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Sitzungen des Europäischen Jugendparlaments.

So erhielt die Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V. Waren/Müritz Zuwendungen in Höhe von rund 2.500 Euro für zwei Seminare im Oktober bzw. November. Schülerinnen und Schüler der Werkstattschule in Rostock fahren vom 9. bis 13. Oktober 2017 im Rahmen des Projekts „Jugend in Europa“ nach Brüssel und erhielten dafür einen Zuschuss aus dem Ministerium für Inneres und Europa in Höhe von 3.000 EUR.

Neues Löschfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Liessow

Laage – Die Freiwillige Feuerwehr Liessow ist eine Ortsfeuerwehr der Stadt Laage im Landkreis Rostock. Sie ist in den städtischen Brandschutz sowohl am Tag als auch in der Nacht eingebunden. Deshalb soll sie anstelle des vorhandenen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ein neues Löschfahrzeug (MLF) erhalten. Das löschwasserführende Fahrzeug kommt überwiegend zur Brandbekämpfung zum Einsatz und verbessert die wirksame Hilfe bei Bränden in der Ortslage, weil die Eingreifzeiten erheblich reduziert werden.

Minister Lorenz Caffier übergab heute in Liessow an Frau Petra Müller, Stadträtin von Laage, einen Förderbescheid über 65.000 EUR. Mit dem Geld soll die Stadt bei ihrer Investition in den Brandschutz unterstützt werden. „Das neue Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Liessow wird einen hohen Einsatzwert für die gesamte Stadt Laage haben. Die ausgereichten Fördermittel sind auch eine Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung in der Stadt und den Ortsteilen im Ernstfall bereit stehen und viele Stunden ihrer Freizeit für die Feuerwehren aufbringen.“

Hochschule Neubrandenburg führt neuen Rektor ein

Neubrandenburg – Der neue Rektor der Hochschule Neubrandenburg kommt aus den eigenen Reihen. Bei der feierlichen Einführung von Professor Gerd Teschke in sein neues Amt gratulierte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse heute dem zum 1. September 2017 ernannten Rektor und auch der Hochschule: „Mit Herrn Prof. Teschke als neuem Rektor hat die Hochschule jemanden auf diesem Posten, der mit breiter Erfahrung und ausgezeichneten wissenschaftlichen Leistungen aufwarten kann“.

Als Prorektor habe er u. a. an dem prominenten Erfolg mitgewirkt, dass die Hochschule Neubrandenburg es mit dem Projekt „HiRegion“ geschafft hatte, im Juli dieses Jahres für die Bundes-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ausgewählt zu werden. „Das ist ohnehin ein beachtlicher Erfolg, für eine Fachhochschule in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern aber erst recht“, lobte Hesse.

Teschke betreute vor seiner Ernennung zum Rektor den Bereich Forschung, Wissenstransfer und internationale Beziehungen. „Damit standen und stehen auf Ihrer Fahne wesentliche Knackpunkte, die eine moderne Hochschule heute ausmachen“, so die Ministerin.

Prof. Dr. rer. nat. habil. Gerd Teschke wurde mit Wirkung vom 01.09.2017 für vier Jahre zum neuen Rektor der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Prof. Teschke, geboren 1972 in Pasewalk, studierte an der Universität Potsdam Mathematik und Betriebswirtschaftslehre. Es folgten die Promotion und Habilitation an der Universität Bremen. Seit 2007 hat er die Professur für „Mathematik, Geometrie und angewandte Informatik“ an der Hochschule Neubrandenburg inne und war seit 2010 für vier Jahre Dekan des Fachbereichs Landschaftsarchitektur, Geoinformatik, Geodäsie und Bauingenieurwesen (neu Landschaftswissenschaften und Geomatik). 2014 übernahm Prof. Teschke die Funktion des Prorektors für Forschung, Wissenstransfer und internationale Beziehungen.

Linke verabschiedet sich endgültig vom Kurs solider Finanzpolitik

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb äußert sich zur Kritik der Linken am Regierungsentwurf des Doppelhaushaltes.

Der Entwurf der Landesregierung sieht Ausgaben von über 8 Mrd. € in den kommenden beiden Jahren vor: Die Eltern werden bei den Kitagebühren entlastet, die eigenfinanzierten Investitionen werden erhöht, damit es wirtschaftlich weiter vorangeht, für gute Bildung wird den Schulen mehr Geld zur Verfügung stehen, die Polizei erhält 150 zusätzliche Stellen und auch die Finanzausstattung der Kommunen wird sich in den kommenden Jahren weiter verbessern. All diese Vorhaben will die Landesregierung ohne die Aufnahme neuer Schulden finanzieren.

Die Linksfraktion verabschiedet sich hingegen von diesem soliden Kurs der Finanzpolitik und fordert über 300 Mio. € Mehrausgaben pro Jahr.

Dazu Finanzminister Mathias Brodkorb: „Es ist auch das Verdienst der Linken, gemeinsam mit der SPD in einer rot-roten Koalition das Fundament für die solide Haushaltslage des Landes geschaffen zu haben. Hierdurch konnten in den letzten Jahren Schulden abgebaut und gleichzeitig Ausgaben für Schulen und Kitas deutlich erhöht werden. Von diesem seriösen Kurs scheint sich die Linke nunmehr endgültig verabschieden zu wollen. Alle Parteien haben im Wahlkampf Steuersenkungen versprochen.

Der von der Regierung vorgesehene Sicherheitsabschlag von 180°Mio.°€ trägt dem Rechnung, weiteren Ausgabespielraum gibt es somit nicht. Die Vorschläge der Linken laufen daher auf eine jährliche Neuverschuldung von rund 300°Mio. € hinaus. Kein Vater und keine Mutter käme auf die Idee, die Sparbüchse des eigenen Kindes zu plündern, um dessen Weihnachtsgeschenke zu finanzieren. Nichts anderes bedeuten aber die vermeintlichen Wohltaten der Linken, wenn sie durch Schulden finanziert werden. Die Landesregierung hält daher daran fest, die beitragsfreie Kita schrittweise einzuführen – finanziell seriös und nicht auf Kosten unserer Kinder.“

CAP-Markt eröffnet

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese hat in Rostock CAP-Märkte als beispielgebende Integrationsunternehmen bezeichnet.

„Ich finde das Konzept und die Grundidee der CAP-Märkte hervorragend. Menschen mit Behinderungen erhalten dort eine berufliche Chance und arbeiten als Team mit Menschen ohne Behinderungen zusammen“, betonte Drese bei der Eröffnung des mittlerweile achten CAP-Marktes in Mecklenburg-Vorpommern.

CAP-Märkte gibt es bundesweit. Der Name leitet sich von Handicap ab, der englischen Bezeichnung für Benachteiligung.

Im CAP-Markt im Rostocker Hansaviertel, der am Mittwoch offiziell seine Pforten öffnet, entstehen zwölf neue Arbeitsplätze. Sechs davon werden von Menschen mit Behinderungen ausgefüllt, deren Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf ganz besondere Schwierigkeiten stößt. Träger ist die Integra Güstrow GmbH.

Kundenzielgruppe sind hauptsächlich Senioren, schwerbehinderte Menschen und junge Familien. Gegenüber herkömmlichen Supermärkten steht in CAP-Märkten mehr Personal für die Kundenberatung und erweiterten Service, wie z.B. beim Einpacken des Einkaufs zur Verfügung. Auch sind die Regaler flacher und die Gänge behindertenfreundlich breiter angelegt.

Drese: „Ich werbe bei Unternehmen, mehr Menschen mit Behinderungen und Handicaps eine Chance im Arbeitsleben zu geben. Viele von Ihnen sind absolut leistungsfähig und stellen eine Bereicherung des Unternehmens dar. Finanzielle Mittel für Fördermaßnahmen sind durch die Ausgleichsabgabe vorhanden.“

Management-Vorschläge für invasive gebietsfremde Arten vorgelegt

Schwerin – Bis zum 18. Oktober 2017 liegen im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund zu den Geschäftszeiten die bundesweit abgestimmten Unterlagen für das Management gebietsfremder invasiver Arten aus.

Dabei handelt es sich um Vorschläge, die Jedermann einsehen kann und zu denen Interessierte bis zum 20. November 2017 schriftlich Stellung nehmen können. Hinweise können entweder an das LUNG (Stichwort „Anhörung Managementpläne invasive Arten) gerichtet oder direkt online eingegeben werden. Die Unterlagen sind unter www.anhoerungsportal.de verfügbar.

Die ausgelegten Unterlagen beziehen sich auf die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Sie schafft einen für alle Mitgliedsstaaten verbindlichen Rechtsrahmen zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten. Als invasiv werden gebietsfremde Arten bezeichnet, die einheimische Arten verdrängen und so die biologische Vielfalt gefährden.

In einer ersten Listung wurden europaweit 37 invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten identifiziert, von denen 16 in Deutschland bereits so weit verbreitet sind, dass eine sofortige Entnahme der Gesamtpopulation nicht mehr möglich erscheint. Von diesen Arten kommen in Mecklenburg-Vorpommern mit Nutria, Waschbär, Kamberkrebs, Signalkrebs, Chinesischer Wollhandkrabbe und Blaubandbärbling 6 Arten vor.

Weltkindertag: Landesfonds zur Stärkung demokratischer Jugendbeteiligung

Schwerin – Zum Weltkindertag (20.9.) unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ spricht Sozialministerin Stefanie Drese sich für erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche aus. Zur Stärkung der demokratischen Jugendbeteiligung will das Sozialministerium ab 2018 einen Landesfonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich auflegen, der im aktuellen Haushaltsplanentwurf veranschlagt ist.

„Für mich ist ganz klar, jugendpolitische Entscheidungen können nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg gefällt, sondern nur mit den jungen Menschen gemeinsam getroffen werden“, verdeutlicht Drese. Dazu gehört nach Ansicht der Ministerin die frühzeitige, altersgerechte Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen, in Angelegenheiten, die sie selbst betreffen. „Das bringt die wichtige Sichtweise der Zielgruppe mit ein und erhöht zudem die Akzeptanz der Entscheidungen“, so Drese.

Für Ministerin Drese sind Kinder- und Jugendbeiräte auf kommunaler Ebene eine Möglichkeit, die Mitwirkung und Beteiligung junger Menschen zu stärken. „Hier wollen wir zukünftig weiter vorankommen und mehr Kinder und Jugendliche bewegen, vor Ort mitzumachen“, sagt Drese.

Auf Landesebene sind die Projekte des Landesjugendrings „Jugend im Landtag“ und „Jugend fragt nach“ für die Ministerin gelingende Formate für engagierte junge Menschen, die sich Gedanken über ihre eigenen und gesellschaftlichen Themen machen, ihre Interessen vertreten und in den Dialog mit der Politik und auch dem Altenparlament gehen.

Drese: „Diese Projekte gilt es in Richtung mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für junge Menschen auszubauen. Ob und wie eine Jugendenquete-Kommission dabei nützlich sein kann, entscheidet derzeit der Landtag.“

Schwesig: M-V präsentiert sich in St. Petersburg

St. Petersburg – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in St. Petersburg die Messe NEVA besucht. Dort präsentieren in den kommenden Tagen 17 Unternehmen aus der maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns an einem Firmengemeinschaftsstand oder als Einzelaussteller ihre Dienstleistungen und Produkte.

„Die maritime Wirtschaft hat eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land. Dazu gehört der Schiffs- und Bootsbau in unseren hochmodernen Werften. Dazu gehören Zulieferer, Dienstleister, die maritime Verkehrswirtschaft, unsere modernen Häfen, das hafennahe Gewerbe und die Logistikbranche“, warb Schwesig in ihrem Grußwort bei der Eröffnung der Messe durch den russischen Transportminister Maxim Sokolov. „Wir freuen uns, dass unsere Unternehmen sich in den kommenden Tagen auf der NEVA präsentieren können.“

Während des Messerundgangs unterzeichneten die Firmen Ostseestaal GmbH und Stieblich Hallenbau Absichtserklärungen über eine Zusammenarbeit mit der Ushakovo Yards GmbH. Ostseestaal und die Werft wollen bei der Entwicklung eines neuen Schiffstyps zusammenarbeiten, der als Arbeitsschiff auf Flüssen und in küstennahen Gewässern eingesetzt werden kann. Stieblich und die Werft wollen bei der Entwicklung und Fertigung neuartiger Module aus Stahl und Glas für den Einsatz im Boots- und Schiffbau kooperieren. „Das sind gute Beispiele dafür, wie Mecklenburg-Vorpommern und das Russland die wirtschaftliche Zusammenarbeit ganz konkret ausbauen können“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Am frühen Nachmittag eröffnete Schwesig gemeinsam mit Gouverneur Alexander Drosdenko die Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet. „Russland ist seit vielen Jahren ein wichtiger Wirtschaftspartner für Mecklenburg-Vorpommern. Russland ist stark vertreten im Holzcluster in Wismar. Die Nordstream Pipeline landet bei uns an. Und im letzten Jahr hat das Unternehmern Kirov eine Produktionsstätte für Großwälzlager in Betrieb genommen. Sehr viele Unternehmen des Landes haben gute Außenhandelsbeziehungen zu Russland. Diese Beziehungen wollen wir beibehalten, intensivieren und ausweiten“, erklärte Schwesig in ihrer Rede.