Festnahme eines 19-jährigen Syrers wegen Terrorverdacht in Schwerin

Schwerin – Die Bundesanwaltschaft hat heute am frühen Morgen den 19-jährigen syrischen Staatsangehörigen Yamen A. wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB) durch Spezialeinheiten der Bundespolizei, des Bundeskriminalamtes und des SEK der Landespolizei M-V in Schwerin festnehmen lassen. Zudem wurden die Wohnungen des Beschuldigten sowie weiterer bislang nicht tatverdächtiger Personen u.a. in Schwerin durchsucht.

Zum heutigen Einsatz erklärt Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die koordinierte und konsequente Ermittlungsarbeit der beteiligten Sicherheitsbehörden konnte zielgerichtet eingegriffen und eine offensichtlich konkrete Gefahrenlage verhindert werden. Dafür bedanke ich mich bei allen Einsatzkräften. Die Festnahme zeigt, dass wir Personen, bei denen es Anhaltspunkte dafür gibt, dass von ihnen eine konkrete Gefahr ausgeht, fest im Visier haben. Ich habe immer betont, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Mecklenburg-Vorpommern als Rückzugsort für potenzielle Attentäter genutzt wird. Deshalb ist es umso wichtiger, dass unsere Sicherheitsstruktur technisch und rechtlich mit den neuen Dimensionen des Terrors Schritt halten kann. Die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Polizei- und Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern spielt dabei eine Schlüsselrolle, wie die Vorfeldaufklärung und die heutige Festnahme zeigen. Sie sind auch ein weiteres Argument für die Stärkung der Sicherheitsbehörden.“

Die Ermittlungen führt auch weiterhin die Generalbundesanwaltschaft.

„Nach der Festnahme des Beschuldigten und der Beschlagnahme der Tatmittel gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefährdung für die Bevölkerung. Zu den Zeugen liegen im Rahmen der durchgeführten polizeilichen Maßnahmen derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf eine Beteiligung an den Tatplanungen hindeuten würden. Nach Auswertung der Asservate und der Vernehmungen wird die Landespolizei die Situation weiter beurteilen“, so Minister Caffier.

Der 19-jährige syrischen Staatsangehörigen Yamen A. war im Herbst 2015 nach Deutschland gekommen und hatte im Februar 2016 in Mecklenburg-Vorpommern einen Asylantrag gestellt. Seit April 2016 ist er im Besitz einer befristeten Aufenthaltserlaubnis (subsidiärer Schutz). In der Vergangenheit ist er bisher nicht auffällig gewesen.

Schwesig: Aufeinander zugehen und Brücken bauen

Rostock – „Die Evangelische Kirche feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum, den 500. Jahrestag der Reformation. Und sie feiert ihn nicht nur öffentlich, sondern auch offen für alle und mit allen, die dabei sein wollen. Mit gemeinsamen Gottesdiensten oder mit Empfängen wie diesem heute“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf dem Jahresempfang der Nordkirche anlässlich des Reformationstages in der Rostocker Marienkirche.

Die Art, wie das Reformationsjubiläum begangen werde, sei ein wichtiges Zeichen für Offenheit, Freiheit und Toleranz in der Gesellschaft. Schwesig: „Das sind hohe Güter. Sie sind für ein friedliches Miteinander unverzichtbar. Ich bin sehr froh, dass auch die Kirchen in diesem Sinne aufeinander zugegangen sind und dass das Gemeinsame und nicht das Trennende betont wird. Denn gerade in Zeiten, in der viele Mauern bauen und Gräben ziehen und der Ton in vielen Debatten rauer wird, ist es wichtig, dass Menschen aufeinander zugehen, die Hand ausstrecken und Brücken bauen.“

Schwesig würdigte „den großen Beitrag der Kirchen zum sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Sie betreiben Kitas und Pflegeeinrichtungen und ergreifen Partei für diejenigen, die in unserer Gesellschaft Unterstützung und Solidarität brauchen. Ihr Wort hat Gewicht.“

Das Reformationsfest sei eine wunderbare Gelegenheit, den Gedanken der Reformation nach außen zu tragen, zu den Bürgerinnen und Bürgern. Über die Reformation nachzudenken, ihre langfristigen Folgen sichtbar zu machen – das hätten sich die Evangelische Kirche Deutschland und die Nordkirche, viele Vereine, Museen und Institutionen im Land in der Lutherdekade und ganz besonders im Jubiläumsjahr gemeinsam zur Aufgabe gemacht.

„Sie haben Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich damit auseinanderzusetzen. Mit Kulturprogrammen, Ausstellungen, Lesungen und Projekten haben sie seit 2008 ganz eindrucksvoll sichtbar gemacht, was uns im Norden, was uns hier in Mecklenburg-Vorpommern bis heute prägt und unsere Sicht auf die Welt seit 500 Jahren mitbestimmt.“

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Kramerhof

Kramerhof – Die Gemeinde Kramerhof (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 20.370,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 91 Natriumdampfleuchten werden durch 91 Leuchten mit LED-Technik umgerüstet. Es handelt sich dabei beispielsweise um zwölf Leuchten in Kramerhof, acht Leuchten im Ortsteil Vogelsang und jeweils 35 Leuchten in Klein Kedingshagen und Groß Kedingshagen.

Dadurch können jährlich 24.752 Kilowattstunden Strom und knapp 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Sturm „Herwart“ sorgte für unzählige Feuerwehreinsätze

Schwerin – Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren, des THW, der Rettungsdienste sowie der Polizei waren landesweit unzählige Male im Einsatz, um die Folgen des Sturms „Hewart“ zu beseitigen. Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, die von den Straßen geräumt werden mussten, teilweise abgedeckte Dächer, Unfälle und andere Sturmschäden gönnten den Einsatzkräften kaum eine Pause.

Innenminister Caffier dankte heute allen beruflichen und besonders auch den ehrenamtlichen Helfern, die Hilfe geleistet haben. im Einsatz waren. „Solche Einsätze sind auch immer nicht ganz ungefährlich für die Einsatzkräfte selbst. Was mich wieder besonders beeindruckt hat, ist die Professionalität, die unsere Einsatzkräfte vor Ort zeigen. Und wieder einmal wurde uns vor Augen geführt, wie sehr unsere Gesellschaft das Ehrenamt braucht. Als Innenminister ist mir sehr bewusst, dass das ehrenamtliche Engagement zwar unentgeltlich, aber trotzdem nicht umsonst zu haben ist. Die Aufgabe der Landesregierung ist es deshalb die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement, auch im Hinblick auf eine angemessene technische und persönliche Ausstattung, sicherzustellen. Dafür werde ich mich weiterhin mit Nachdruck einsetzen.“

Winterdienst: Straßenbauverwaltung des Landes schließt Vorbereitungen ab

Schwerin – Mit der Winterdienstüberprüfung in der Straßenmeisterei Ribnitz-Damgarten konnte am Freitag die Winterdienstvorbereitung der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen werden.

In allen sieben Autobahnmeistereien und den 24 Straßenmeistereien des Landes wurden Maschinen und Winterdienstmaterial überprüft und für den Einsatz vorbereitet.

„Wir sind für den Winter gewappnet. Die Streustofflager wurden vollständig aufgefüllt. Rund 36.000 Tonnen Streusalz wurden in Hallen und Silos eingelagert. Daneben stehen über 150 Kilometer Schneezaunmaterial für den Einsatz bereit“, so Verkehrsminister Christian Pegel.

750 Straßenwärterinnen und Straßenwärter betreuen ein Straßennetz von 1.935 Kilometern Bundesstraße, 3.357 Kilometern Landesstraße und 1.250 Kilometern Kreisstraße sowie 568 Kilometern Bundesautobahnen. Zum Ausbringen des Streugutes und zum Räumen der Straßen verfügen die Meistereien über einen umfangreichen Fuhr- und Gerätepark von über 200 Fahrzeugen. Dieser wird durch noch einmal so viele Fahrzeuge von Vertragspartnern ergänzt, die mit landeseigenen Schneepflügen und Streutechnik ausgestattet werden.

Verkehrsminister Pegel appelliert vor dem Wintereinbruch an alle Verkehrsteilnehmen: “Die Kollegen der Meistereien werden mit allen Kräften für freie Straßen im Land sorgen. Es ist aber auch an jedem Verkehrsteilnehmer, sich im Straßenverkehr den Wetterverhältnissen entsprechend zu verhalten. Wintergerechte Reifen aber vor allem eine angepasste Fahrweise sind geboten.“

Reformationsjubiläum hat vielen das kirchliche Engagement näher gebracht

Schwerin – „Dieses 500. Jahr der Reformation ist aus meiner Sicht ein großer Erfolg gewesen. In unserem Land haben sich wieder viele mit den christlichen Werten und den Wurzeln unserer Gesellschaft befasst. Der Bibelwettbewerb hat 600 unterschiedliche Schülerinnen und Schüler in der Sache vereint. Sie hatten so viele tolle Ideen, das Wirken des Martin Luther in die heutige Zeit zu projizieren. Auch das Reformationsmusical des Bibelzentrums in Barth über Luthers Mitstreiter aus Pommern, Johannes Bugenhagen, ist ein wahres Meisterwerk, das sowohl Christen als auch viele Nichtchristen seit Wochen begeistert. Ebenso wurde die Sonderausstellung ‚Luthers Norden‘ am Pommerschen Landesmuseum Greifswald von 6.000 Menschen aus aller Welt besucht, darunter 2.000 Kinder“, so Justizministerin Hoffmeister.

Sie ist auch für Kirchenangelegenheiten zuständig. Als Vertreterin der Landesregierung nimmt Ministerin Hoffmeister an der zentralen Feier zum Gedenken an die Reformation in der Lutherstadt Wittenberg teil.

„Das Jubiläum 500 Jahre Reformation kam in Deutschland zur richtigen Zeit. Es beweist, dass christliche Werte noch immer zu uns passen und wichtiger denn je werden. Ich gehe fest davon aus, dass uns die Lehren von Martin Luther noch ewig begleiten werden“, so Ministerin Hoffmeister vor den Feierlichkeiten in Wittenberg.

Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft

Bewerbungsfrist für den ersten „Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft“ läuft noch bis zum 08. November

Schwerin – Bewerbungen noch bis zum 08. November 2017 möglich: Der erstmals ausgelobte Ideenwettbewerb im Bereich Ernährungswirtschaft geht in die finale Runde. „Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist ein leistungsstarker Wirtschaftszweig mit einem qualitativ hochwertigen und vielfältigen Produktsortiment. Für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Branche ist es notwendig, neue Wege zu gehen. Mit dem Ideenwettbewerb wollen wir Mut machen für eine engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Das Wirtschaftsministerium und die Hochschule Neubrandenburg haben den Wettbewerb gemeinsam vorbereitet.

„Wir haben drei thematische Richtungen für den Wettbewerb definiert. So haben Unternehmen und Hochschulen die Möglichkeit, entsprechend ihrer speziellen Qualifikationen und Fertigkeiten teilzunehmen. Ziel ist es, die Forschungsintensität der Branche anzuregen“, sagte Glawe.

Im Zeitraum 2015 bis 2016 sind 10 Projekte im Ernährungsbereich mit Zuschüssen vom Wirtschaftsministerium in Höhe von insgesamt 1,86 Millionen Euro bewilligt worden. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Die Schwerpunkte im Wettbewerb sind:

  1. „Gesunde Ernährung“ (Lebensmittel mit nachgewiesener Gesundheitswirkung, bioaktive Inhaltsstoffe, Enzym- und Biotechnologie, funktionelle, gesundheitsbezogene Lebensmittel)
  2. „Technologische Innovation“ (Rohstoffe und Produkte, innovative Verarbeitungstechnologien in der Lebensmittelproduktion sowie Lebensmittelverpackungen mit Funktion
  3. „Prozessinnovation“ (Prozessinnovation in der Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Konsumenten, Automatisierung in der Qualitätskontrolle für Lebensmittelrohstoffe und -produkte).

Teilnahmeberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen und große Unternehmen, die eine Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern haben, sowie Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt ist in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Die Jury setzt sich aus Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zusammen.

Die Projekte im Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft können bis zum 08. November 2017 in schriftlicher oder digitaler Ausführung beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden. Für den Wettbewerb stehen vom Wirtschaftsministerium Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für Projektförderungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Anne-Frank-Ausstellung in Jugendanstalt Neustrelitz

Erneut wurde die Ausstellung über das Leben der Anne Frank präsentiert. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU): „Diese Erinnerung darf nie verblassen“

Neustrelitz – Nahezu alle jugendlichen Inhaftierten im geschlossenen Vollzug der Jugendanstalt Neustrelitz haben in den letzten zwei Wochen die Ausstellung über das Leben und das grausame Schicksal der Anne Frank besucht. Zum Finale war auch Justizministerin Hoffmeister in der Jugendanstalt: „Ich finde es sehr gut, dass die jungen Gefangenen mit dem Schicksal der Anne Frank konfrontiert werden. Gerade in einer Zeit, in der Hass, Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung von einigen lautstark betrieben wird, muss verstärkt aufgezeigt werden, wohin das vor über 70 Jahren geführt hat. Der Garant für den Frieden von heute ist unser Einsatz für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung.“

„Ich danke den Bediensteten der Jugendanstalt Neustrelitz für ihr Engagement, um diese Ausstellung nachhaltig zu gestalten. Junge Inhaftierte wurden als Begleiter geschult, die wiederum Mitinhaftierte durch die Ausstellung führten. Die Vollzugsbediensteten bereiteten diese Führungen vor und nach“, so Ministerin Hoffmeister. Bernd Eggert, Leiter der Jugendanstalt Neustrelitz ergänzt: „Vor 13 Jahren haben wir als erste Jugendanstalt Deutschlands diese Ausstellung hinter Gittern präsentiert. Mittlerweile sind es viele andere Jugendanstalten, in denen diese Ausstellung war.“ Ähnliche Programme zur Förderung von Toleranz und Respekt gibt es in der Jugendanstalt das ganze Jahr über.

Die Anne-Frank-Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ wird nach dem 30. Oktober im Neustrelitzer Kulturquartier zu sehen sein. Gefördert wird sie über das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ und das Projekt „Anstoß: Soziale Nachhaltigkeit in Neustrelitz.“

Drückjagdsaison auf Schwarzwild beginnt schon morgen

Schwerin – Angesichts der zahlenmäßig stark angewachsenen Wildschweinpopulation in Mecklenburg-Vorpommern und der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bis nach Polen und Tschechien kündigt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die „drastische Reduzierung der Schwarzwildbestände“ an. „Das ist eine ganz entscheidende vorbeugende Maßnahme, um Schweinehalter, Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe im Land mit einem jährlichen Gesamtumsatz von fast einer Milliarde Euro vor massiven wirtschaftlichen Schäden durch den Ausbruch von ASP zu bewahren“, sagte er.

Früher als üblich beginnt deshalb am morgigen Sonnabend (28. Oktober) die diesjährige Drückjagdsaison in Mecklenburg-Vorpommern. Viele Jagdbezirksinhaber sind der Aufforderung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt gefolgt und beteiligen sich an revierübergreifenden Drückjagden, insbesondere mit dem Ziel der Wildschweinebejagung. Traditionell beginnt die Drückjagdsaison mit dem Hubertustag am 3. November. „Die Landwirte sind angehalten, ihre Maisernte jetzt zeitnah abzuschließen, um den Schwarzwildjagden zum Erfolg zu verhelfen“, sagte Minister Backhaus. An Verkehrsteilnehmer appellierte er, wegen der Drückjagden besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, um Verkehrsgefährdungen Wild zu vermeiden.

Anfang November wird die am 19. Oktober 2017 auf Betreiben von Minister Backhaus gegründete Taskforce zur APS-Vorbeugung konkrete Schritte zur Reduzierung des Schwarzwildbestandes vorstellen, darunter „motivierende Maßnahmen“ für Jäger. Backhaus hatte dazu auf dem Landtag ein Sofortprogramm angekündigt, für dessen Umsetzung 2017 und 2018 zusätzliche Landesmittel bereit stehen. „Es sollen Anreize geschaffen werden, in größerem Umfang als bisher Frischlinge ab einer bestimmten Gewichtsklasse dem Bestand zu entnehmen und einer guten Verwertung zuzuführen. Schließlich ist und bleibt das Naturprodukt Wildfleisch aus heimischen Revieren ein hochwertiges, gesundes Nahrungsmittel“, so der Minister.

Einer gestern von der CDU-Abgeordneten Beate Schlupp geforderten Jagdprämie in Höhe von 50 Euro je Tier erteilte Backhaus eine Absage. Die Reduzierung des Sofortprogramms auf eine solche Prämie verfehle das Ziel. „Es geht in dem Programm um weitreichende strategische Maßnahmen zur Schwarzwildbestandsregulierung und zur ASP-Vorbeugung“, betonte er.

Außerdem sei die Bejagung von Wildschweinen In Schutzgebieten wie Nationalparks, Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten und Landschaftsschutzgebieten generell möglich und nur in wenigen nutzungsfreien Gebieten partiell eingeschränkt. „Mit Blick auf die Notwendigkeit der ASP-Vorbeugung können die Naturschutzbehörden auf Antrag Ausnahmen von den Bejagungsbeschränkungen genehmigen. Das ist bereits übliche Praxis“, ergänzte Minister Backhaus.

Rathaus Neubrandenburg: Land fördert Sanierung

Neubrandenburg – Infrastrukturminister Christian Pegel übergab heute (27.10.2017) in Neubrandenburg einen Zustimmungsbescheid über die Gewährung von Mitteln der Städtebauförderung zur energetischen Sanierung des Rathauses Neubrandenburg an den Bürgermeister der Stadt, Silvio Witt.

Das Rathaus Neubrandenburg wird gegenwärtig als Sitz der Stadtverwaltung und des Stadtarchives genutzt. Die Stadt beabsichtigt, das 1960 in industrieller Bauweise errichtete und seit 1990 als Rathaus genutzte Gebäude bautechnisch und energetisch zu sanieren.

Das Vorhaben ist Teil der Städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt/Vor dem Treptower Tor“ der Stadt Neubrandenburg. Die Sanierung des Rathauses wird mit rund 9,6 Millionen Euro Städtebaufördermitteln unterstützt.

150.000 Euro verleihen der „UCRA – Die Pommernkogge“ Rückenwind

Ueckermünde – Die in anderthalb Jahrzehnten entstandene Kogge soll sich mit einer über drei Jahre gestaffelten Startfinanzierung freischwimmen. Das kündigt der SPD-Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann bei seinem Besuch in Ueckermünde an:

„Ich freue mich sehr, dass wir im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Strategiefonds des Landes eine finanzielle Startförderung in Höhe von 150.000 Euro auf den Weg bringen werden. Damit helfen wir dem Projekt, absehbar auf eigenen Beinen stehen zu können. Gleichzeitig stärken wir damit die interkommunale Zusammenarbeit der Stadt Torgelow als Schiffseigner und der Stadt Seebad Ueckermünde, die zugesagt hat, sich ebenfalls an der Finanzierung zu beteiligen. Die UCRA steht für den sanften Tourismus und gleichzeitig für die wertvolle Landesgeschichte und die Geschichtsvermittlung in der Region.“

Es sei geplant, die Förderung in drei Tranchen vorzunehmen, so Dahlemann weiter. Im ersten Jahr sollen 75.000, im zweiten 50.000 und im dritten Jahr 25.000 Euro fließen. Zuvor müsse das Parlament noch den Doppelhaushalt 2018/19 beschließen. Nach drei Jahren werde das Projekt im Stande sein, schwarze Zahlen zu schreiben, erklärt Patrick Dahlemann zuversichtlich.

„UCRA – Die Pommernkogge“ ist ein Projekt des Vereins “Ukranenland- Historische Werkstätten“ e. V.

Rollenspiel-Hit „ELEX“ erobert PC-Thron

Mit den Fantasy-Reihen „Gothic“ und „Risen“ setzte Piranha Bytes die Messlatte im Rollenspiel-Genre höher. Bei seinem jüngsten Projekt „ELEX“ beschreitet der Essener Entwickler neue Wege und lässt Mittelalter und Zukunft unmittelbar aufeinanderprallen. Schauplatz ist der nach einem Meteoriteneinschlag verwüstete Planet Magalan, der seine Geheimnisse auf Platz eins der offiziellen deutschen PC Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, offenbart. Auf PS4 (acht) und Xbox One (vier) startet das RPG ebenfalls direkt in der Top 10.

Vor einer „rektakulären Zerreißprobe“ stehen die Superhelden aus „South Park“, die alles daransetzen, ihre friedliche Stadt vor dem Bösen zu retten. Gleich drei Versionen des schrägen Spaßes entern die PC-Hitliste, und zwar die Standard-Variante (drei), Collector’s Edition (sechs) und Gold Edition (sieben). In den PS4- und Xbox One-Charts winkt als höchste Position jeweils Rang fünf.

Neue Strecken, neue Fahrzeuge, neue Physik-Engine: Sony motzt seine Rennsportsimulation „Gran Turismo Sport“ mächtig auf und rast mit der Standard Plus-, Standard-, Special- und Collector‘s Edition auf die Plätze zwei, drei, vier und zehn der PS4-Tabelle. Nur der abermalige Spitzenreiter „FIFA 18“ bremst die PS-Protze aus. Auch auf Xbox One stellt sich „FIFA 18“ einem riesigen Fuhrpark in den Weg, dieses Mal aber dem Rennstall des zweitplatzierten „Forza Motorsport 7“.

Wer die „Fire Emblem“-Serie und das „Warriors“-Franchise mag, kommt mit „Fire Emblem Warriors“ voll auf seine Kosten. Hinter „Mario Kart 8 Deluxe“ erkämpft sich das Crossover die Silber- und Bronzemedaille der Nintendo Switch-Charts. Auf 3DS beginnt das Schlacht-Spektakel an siebter Stelle. „Mario & Luigi: Super Star Saga + Bowsers Schergen“ und „Miitopia“ haben hier Oberwasser.

Einen New Entry vermelden die Nintendo Wii-Charts mit „Sonic & Sega All-Stars Racing“ (neun). Vorne tauschen wieder einmal „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt eins) und „Mario Party 9 Selects“ (jetzt zwei) das Kommando. Auf PS3 und Xbox 360 hält „FIFA 18“ den Kasten sauber.

Lühmannsdorf erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Lühmannsdorf – Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Lühmannsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) einen Zuschuss in Höhe von 24.830,13 Euro (Fördersatz 50 Prozent) vom Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Lühmannsdorf beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung in ihren Ortsteilen Brüssow, Giesekenhagen, Jagdkrug und Lühmannsdorf auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 112 Quecksilberleuchten werden durch 112 hocheffiziente LED-Leuchten ausgetauscht.

Jährlich können durch diese Maßnahme knapp 24.000 Kilowattstunden Strom und rund 1,4 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Nordverbund Niere soll in Mecklenburg-Vorpommern gegründet werden

Greifswald – Am Freitag informierte sich Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe beim Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald über das Projekt „Save the kidney“. Dabei geht es um eine zielorientierte und interdisziplinäre Erforschung von Medikamenten gegen Nierenerkrankungen. „Patienten, die von einer Erkrankung der Niere betroffen sind, müssen mit hohen Einschränkungen leben und oftmals regelmäßig zur Dialyse. Eine intensive Forschung zu möglichen Behandlungsstrategien und wirksamen Medikamenten kann dazu führen, dass den Erkrankten effektiv geholfen wird“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Nach Angaben der Forschergruppe des Instituts für Anatomie und Zellbiologie in Greifswald nimmt die Zahl der Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung kontinuierlich zu. Studien zeigen, dass in Mecklenburg-Vorpommern 17 Prozent der Bevölkerung an einer Nierenerkrankung leiden. Zur Verbesserung der Situation soll am Institut für Anatomie und Zellbiologie in Greifswald ein „Nordverbund Niere – Save the Kidney“ mit Wissenschaftlern aus Rostock, Hamburg, Hannover und Kiel gegründet werden. „Der intensive Austausch unter den Wissenschaftlern über Landesgrenzen hinweg ist ein richtiger Weg, um zum Wohle der Patienten Krankheiten und deren Behandlungsmöglichkeiten besser zu erforschen“, sagte Glawe.

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) warten in Deutschland mehr als 10.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. In der DSO-Region Nord-Ost (Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) haben im Jahr 2016 108 Verstorbene ihre Organe gespendet. So konnten 328 Organe entnommen und transplantiert werden, die Mehrzahl davon waren Nieren. Die Bereitschaft zur Organspende ist in Mecklenburg-Vorpommern hoch: In der DSO-Region Nord-Ost gab es 2016 14,2 Organspendern pro Million Einwohner; Mecklenburg-Vorpommern hatte mit 18,6 Organspendern pro Million Einwohner den höchsten Wert innerhalb der Region. Minister Glawe verwies auf die Bedeutung eines Organspendeausweises: „Organspende kann Leben retten. Ein Spenderausweis ist eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, die persönliche Einstellung – ob Zustimmung oder Ablehnung – zur Organspende zu dokumentieren.“