Umbau der Grundschule Waren

Fördermittelzusage für Umbau der Grundschule Waren mit Außenanlagen

Waren/Müritz – Infrastrukturminister Christian Pegel übergab am Montag dem Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Norbert Möller, für den Umbau und die Erweiterung der Grundschule „Am Papenberg“ sowie für die Neugestaltung der Außenanlagen Städtebaufördermittel in Höhe von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für diese Baumaßnahmen betragen rund 2,3 Millionen Euro.

Da sich die Schülerzahlen der dreizügigen Grundschule in den vergangenen Jahren stark erhöht haben, ist eine Schul- und Horterweiterung erforderlich. Im Zuge dessen wurde in einem ersten Bauabschnitt bereits das Hortzentrum mit Jugendtreff neu gebaut.

Nach Auslagerung des Hortes soll nun das Grundschulgebäude umgebaut und saniert werden. Die Flächen des Hortes sollen künftig als Klassenräume genutzt werden und in einem Anbau entstehen zusätzlich größere Klassenräume. Für diesen zweiten Bauabschnitt betragen die Städtebaufördermittel rund 1,1 Millionen Euro.

Der dritte Bauabschnitt umfasst die Neugestaltung der Außenanlagen mit Finanzhilfen von knapp 300.000 Euro. Der Schulhof ist nicht sehr groß und bietet derzeit wenig Spielangebote für die Schul- und Hortkinder. Er soll neu gepflastert und mit Bänken, Hochbeeten und Pflanzflächen versehen. Des Weiteren werden die Parkplätze neu angeordnet. Gebaut werden soll von Mai 2018 bis August 2019.

Arbeitsmarkt M-V im September 2017

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern im September gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 7,8 Prozent. Aktuell sind 64.400 Menschen arbeitslos, das sind 7.800 (-10,8 Prozent) weniger im Vergleich zum September des Vorjahres; gegenüber dem Vormonat August sind es 2.200 weniger (-3,3 Prozent).

„Die Belebung am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Die Zahl der offenen Stellen steigt und auch die Nachfrage nach Fachkräften hält an. Trotz der verbesserten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Herausforderung, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Wir haben Potential für noch mehr Ansiedlungen. Besonders im verarbeitenden Gewerbe haben wir noch Nachholbedarf. Wir werben weiter intensiv um Investoren, um im Ergebnis zu mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Jede Neuansiedlung im Gewerbegebiet schafft und sichert Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt aktuell – es liegen Juli-Daten vor – bei 568.100. Das sind 9.100 (+1,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. Zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.200), im Handel (+1.200) und im Bereich Logistik (+900) entstanden. Mit der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung einher geht die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen. Seit Jahresbeginn wurden 38.700 (+8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert) sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. „Wichtig ist die weitere Belebung von Industriegebieten im Land. Hier setze ich auch auf die Ansiedlungseffekte, die durch Neuansiedlungen oder Erweiterungen entstehen“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Kommende Woche (Freitag, 06. Oktober 2017) ist Richtfest bei der Firma BVS Blechtechnik GmbH. Die Firma siedelt sich neu in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin an. Das Unternehmen stammt aus Böblingen (Baden-Württemberg) und hat sich auf Feinblechverarbeitung spezialisiert. Im Industriepark Schwerin ist der Bau einer Betriebsstätte geplant. Bis zu 25 neue Jobs entstehen hier mittelfristig im verarbeitenden Gewerbe. „Ein wichtiges Entscheidungskriterium, neben den hervorragenden Standortbedingungen bei uns im Land, war die Partnerschaft mit dem in Schwerin angesiedelten Unternehmen ZIM Flugsitz GmbH, einem Hersteller von Flugzeugsitzen“, erläuterte Glawe.

Von dem anhaltenden Beschäftigungsaufbau profitieren auch jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren. Derzeit sind 6.000 von ihnen arbeitssuchend gemeldet, das sind 7,4 Prozent weniger (500) im Vergleich zum Vormonat. „Die berufliche Ausbildung ist für junge Menschen der Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung, zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie zur Sicherung der eigenen Beschäftigungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich wird dadurch der Fachkräftenachwuchs für Mecklenburg-Vorpommern gesichert“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de), in der das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern des Landes gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern werben. Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ können Interessierte gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika und Unternehmen zu suchen. Zudem stehen Details zu einzelnen Ausbildungen sowie die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen und der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern bereit.

Dialogtour: Finanzminister lädt Vereine nach Greifswald ein

Greifswald – Nach dem erfolgreichen Auftakt der Dialogtour in Rostock hat Finanzminister Mathias Brodkorb nun gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung rund 1.600 Vereine nach Greifswald eingeladen.

In Rostock waren rund 250 Vereinsverantwortliche der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, mit ihrem Finanzamt vor Ort, den Experten der Ehrenamtsstiftung sowie dem Finanzministerium ins Gespräch zu kommen.

Am 11. Oktober soll dieser Dialog nun in Greifswald (Ernst-Lohmeyer-Platz 6, UNI-Campus Loefflerstraße) fortgeführt werden. Die Vereine der Region sind angeschrieben und können sich bis zum 10. Oktober unter dialogtour@fm.mv-regierung.de oder telefonisch unter 0385/588-4567 anmelden.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Es hat sich schon zum Auftakt gezeigt, dass die Vereine für jede Hilfe dankbar sind. Wir wollen die Vereine daher weiterhin unterstützen und sie nicht mit der Bürokratie alleine lassen. Die Finanzverwaltung bleibt ein verlässlicher Partner des Ehrenamts.“

Abends in die Schule!

Abend der offenen Schule in Gingst mit Schülerband KALLM

Insel Rügen – Zu einem herbstlichen „Abend der offenen Schule“ lädt die Regionale Schule mit Grundschule Gingst am Freitag, dem 13. Oktober 2017 ein. Dann erleben alle interessierten Eltern, ehemalige Schüler und gern gesehene Besucher zwischen 17 und 20 Uhr all das, was den schulischen Alltag aus- und schöner macht.

An dem Abend werden alle Eltern und Schüler der künftigen 1. und 5. Klassen die Möglichkeit haben, sich über das Schulprofil, die Lernangebote und das Alltagsleben der beiden Schulformen zu informieren. In der Mensa finden die zwei Informationsveranstaltungen statt: um 16 Uhr beginnt diese für die Eltern der neuen 1. Klassen und um 18 Uhr die Runde für die zukünftigen 5. Klassen. Dabei nutzen die Eltern und Erziehungsberechtigten zugleich die Möglichkeit der Anmeldung, die in der Grundschule bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein muss.

Für alle Besucher wird ein buntes Programm an Spiel, Spaß und Spannung angeboten, das in diesem Jahr wiederum vom SSV 09 Gingst e. V., dem schuleigenen Förderverein, unterstützt wird. Dazu gehören eine Tombola, ein Bücher- und Flohmarkt und die verschiedenen Bastelstationen in der neuen Grundschule. Interessierte Gäste können sich an dem Abend alle modernen Lernräume und Unterrichtsmaterialien ansehen.

Die Regionalschüler präsentieren unter anderem die Ergebnisse der Themenwoche und der Projekttage „Berufswelten“, die sich mit dem Thema Berufsorientierung aus unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Abends wird der Auftritt der Schülerband KALLM sein, die mit neuen Songs dabei sein wird. Der Schulverein beendet auf dem Schulhof mit Würstchen und Punsch die Grillsaison des Jahres.

Alle interessierten Gingster und Gäste sind herzlich eingeladen, um sich auch über die Arbeit des Schulfördervereins zu informieren und diesen durch eine Mitgliedschaft oder Spenden zu unterstützen. Auf der Homepage www.schulegingst.de finden Sie weitere Informationen. Nachfragen sind telefonisch unter 03 83 05 4 39 möglich.

„Ehe für alle“ am 1. Oktober in Kraft getreten

Drese: Gleichgeschlechtliche Paare haben endlich gleiche Rechte in der Ehe

Schwerin – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese begrüßt das Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Mit dem 1. Oktober 2017 können lesbische und schwule Paare ganz regulär heiraten oder bestehende eingetragene Lebenspartnerschaften umwandeln lassen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass mit der „Ehe für alle“ eine vor allem rechtliche Diskriminierung beendet wird. Gleichgeschlechtliche Paare haben nun das volle Adoptionsrecht. Auch steuerrechtlich sind sie nun gleichgestellt“, betont Drese und stellt klar: „Endlich ist der Schritt gemacht, dass alle Menschen, die füreinander Verantwortung übernehmen, staatlichen Schutz erhalten.“

Nach Angaben der Ministerin setzt die Landesregierung sich mit Nachdruck für die Rechte der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTI*) in Mecklenburg-Vorpommern ein. Mit dem Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern (LAP Vielfalt) wurde bereits im Jahr 2015 ein wichtiger Schritt getan.

Am 9. Oktober laden das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern und der Landesverband der LSBTI* MV Gaymeinsam e.V. zur Fachtagung nach Schwerin ein, um über den Stand und den Fortschritt der Umsetzung des LAP Vielfalt zu informieren. Am Ende der Fachtagung wird ein Projekt zum Schutz von LSBTI*-Flüchtlingen in MV sowie die Fotoaktion „Zeig Homophobie die Rote Karte“ vorgestellt.

Brustkrebsmonat Oktober

Glawe: Aktionsmonat soll Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken

Schwerin – Weltweit ist der Oktober zum Brustkrebsmonat ausgerufen worden. Die Aktion geht zurück auf eine Initiative der American Cancer Society aus dem Jahr 1985. „Ziel des Aktionsmonats ist es, die Vorbeugung, die Erforschung und die Behandlung von Brustkrebs stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Nach Meinung der Spezialisten ist die Früherkennung von Brustkrebs wichtig für die Heilungschancen wie bei kaum einer anderen Krebsart“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Um Brustkrebs möglichst früh zu erkennen, werden in Meck-lenburg-Vorpommern seit 2007 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum kostenfreien Mammographie-Screening eingeladen.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen betrifft mehr als jede vierte Krebsdiagnose bei Frauen in Mecklenburg-Vorpommern die Brust. Für das Jahr 2014 wurden 1.379 Fälle von Brustkrebs bei Frauen in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Die Mortalitätsstatistik weist für dasselbe Jahr 325 Todesfälle infolge von Brustkrebs aus. Die höchste Neuerkrankungsrate ist bei Frauen im Alter von 65 bis 70 Jahren zu beobachten. In dieser Altersgruppe wird jährlich bei 335 von 100.000 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern Brustkrebs diagnostiziert.

Auch jüngere Frauen sind betroffen. Ein Sechstel aller Erkrankten ist bei Diagnose jünger als 50 Jahre. Bei den restlichen Tumorarten trifft das nur auf jede zwölfte Frau zu. Auf Grund der insgesamt guten Prognose bei Brustkrebs lebten Ende 2014 in Mecklenburg-Vorpommern 10.105 Frauen, bei denen innerhalb der vergangenen 10 Jahre Brustkrebs diagnostiziert wurde. Das sind 1,5 Prozent aller Frauen im Erwachsenenalter in Mecklenburg-Vorpommern. „Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig, sich umfassend zur Krankheit und ihrem Verlauf zu informieren. Vor allem konkrete Tipps für den Umgang mit schwierigen Situationen können helfen, Ängste zu lindern“, sagte Glawe.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige rund um das Thema Krebs. Telefonisch und per E-Mail beantworten Ärzte Anfragen. Der KID ist täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr unter 0800-420-30-40 oder unter krebsinformationsdienst@dkfz.de zu erreichen.

Unter Schirmherrschaft des Wirtschafts- und Gesundheitsministers Harry Glawe hat die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. einen Krebsinformationstag für Ärzte, Mitarbeiter onkologischer Versorgungseinrichtungen, Patienten, Angehörige und interessierte Bürger organisiert. Neben den Möglichkeiten zur Diagnostik genetischer Fragestellungen zu Krebserkrankungen soll es auch um die neuesten Informationen zu Therapiemöglichkeiten bei verschiedenen Tumorerkrankungen gehen.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin.

Games-Charts: „Project Cars 2“ gibt Gummi

Schnell, schneller, „Project Cars 2“: Die rasante Simulation vom Rennstall Bandai Namco nimmt in den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ordentlich Fahrt auf – und überholt die Mehrzahl der Konkurrenten. Im PC Games-Ranking braust das Motorsport-Spiel an die fünfte Stelle, bei PS4 (drei) und Xbox One (zwei) sogar aufs Podium. Noch mehr PS unter der Haube hat „Destiny 2“, das beide Konsolen-Rankings abermals anführt.

Klein, aber oho sind die Helden aus „The Lego Ninjago Movie Videogame“, dem offiziellen Spiel zum neuen Leinwandabenteuer der Kultfiguren. Die Ninjas erobern die Positionen sieben (Xbox One) und neun (PS4). Kämpferisch präsentiert sich auch „Path of Fire“, die zweite Erweiterung des Online-Hits „Guild Wars 2“. Sie holt den PC-Vizesieg und muss sich einzig „Die Sims 4“ beugen.

Doppelte Japan-Power kommt in den Nintendo Switch-Charts zum Einsatz, wo „Pokémon Tekken DX“ (eins) und „Dragon Ball Xenoverse 2“ (fünf) einen gelungenen Einstand feiern. „Mario & Rabbids Kingdom Battle“ zieht sich hinter „Mario Kart 8 Deluxe“ an die dritte Stelle zurück. „3DS Metroid: Samus Returns“, „3DS Monster Hunter Stories“ (3DS) bzw. „Mario Kart Wii Selects” und „Mario Party 9 Selects“ (Wii) haben in den weiteren Nintendo-Charts das Sagen.

Auf PS3 hält König Fußball dank „PES 2018 – Premium Edition” weiterhin das Zepter in der Hand. „Call of Duty: Black Ops 2“ ist Zweiter, ebenso wie auf Xbox 360, wo „Minecraft“ ungeschlagen bleibt.

Land senkt 2018 und 2019 Elternbeiträge in Kita und Kindertagespflege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat im Landtag die Eckpunkte zur schrittweisen Einführung einer für Eltern kostenfreien Kindertagesbetreuung dargelegt.

„Die komplette Abschaffung der Elternbeiträge ist das gemeinsame Ziel der gesamten Landesregierung“, betonte Ministerin Drese in der heutigen Landtagsdebatte. Dafür sei die Unterstützung des Bundes notwendig. „Diese hatten wir unter den Bundesfamilienministerinnen Schwesig und Barley. Unsere Erwartung ist natürlich, dass auch eine neue Bundesregierung, einer guten Kindertagesbetreuung den höchsten Stellenwert einräumt. Aber wir wissen es zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, verdeutlichte Drese.

Deshalb gilt nach Aussage der Ministerin: „Erst wenn die finanziellen Auswirkungen der Bundestagswahl klar sind, können konkrete Zeitpläne vorgelegt werden, wie wir zur Abschaffung der Elternbeiträge kommen.

Drese betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern sich bereits auf dem Weg zur Beitragsfreiheit befindet. „Ab Januar 2018 werden die Elternbeiträge für die Kindertagespflege und die Kita mit Ausnahme des bereits gesenkten Vorschuljahres über einen direkten Zuschuss um 50 Euro pro Monat für jedes in Vollzeit betreute und geförderte Kind gesenkt. Das bedeutet wie versprochen eine Beitragsreduzierung von bis zu zusätzlich 600 Euro pro Jahr“, so Drese.

Ein Jahr später kommt dann die Geschwisterkindentlastung, kündigte die Ministerin an. Für das zweite Kind wird der Elternbeitrag in der Kindertagesförderung halbiert, ab dem dritten Kind und für alle weiteren Kinder werden Krippe, Tagespflege, Kindergarten und Hort elternbeitragsfrei werden. Drese: „Wir handeln also. Wir haben ein Konzept und setzen es um, wie wir es versprochen haben. Und der nächste Schritt ist dann die vollständige Elternbeitragsentlastung mit Unterstützung des Bundes.“

Ausdrücklich bot Ministerin Drese im Landtag den Oppositionsfraktionen sowie den Kommunen und Trägern eine Zusammenarbeit an: „Wir stehen vor großen Anstrengungen, um unsere sehr gute Kindertagesförderung sowohl qualitativ als auch quantitativ weiter auszubauen. Wir werden auch weiterhin einen zunehmenden Personalbedarf in den Kitas haben.“

Drese: „Deshalb bin ich sehr zufrieden darüber, dass die neue dualorientierte Erzieher/innen-Ausbildung 0-10 Jahre nicht zerredet wurde. Nachdem wir zunächst eine Berufsschulklasse hier im Land einrichten wollten, ist es vor allem mit Unterstützung der freien Träger geglückt, so viele Auszubildende neu einzustellen, dass an allen fünf Standorten der Berufsschulen jeweils eine Klasse eröffnet werden konnte. Und das genau ein Jahr früher als ursprünglich geplant“, so Ministerin Drese in der heutigen Landtagssitzung.

Neuansiedlung im Industriepark Schwerin: Erster Spatenstich für Ypsomed gesetzt

Schwerin – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Ypsomed Gruppe, Simon Michel, den ersten Spatenstich für das neue Produktionswerk des Medizintechnikunternehmens Ypsomed im Industriepark Schwerin gesetzt. Die Ypsomed Gruppe mit Hauptsitz in Burgdorf (Schweiz) entwickelt und produziert Injektions- und Infusionssysteme für die Selbstmedikation, unter anderem zur Selbstbehandlung bei Diabetes.

„Mit dem Unternehmen Ypsomed siedelt sich ein internationaler Diabetes-Spezialist in Schwerin neu an. Künftig werden hier innovative Produkte hergestellt und zunächst 119 neue, hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. Die Standortvorteile des Landes haben überzeugt. Vor allem die gut ausgebaute Infrastruktur, die unmittelbare Nähe zu Hamburg, der Ostseeregion sowie die gut ausgebildeten Fachkräfte sind ein Beleg für den attraktiven Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben übergeben.

Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. Diese werden im Anschluss mit Zulieferteilen zu fertigen Endprodukten montiert. Dafür wird auf einer Fläche von rund 19.000 Quadratmetern ein Produktions- und Verwaltungsgebäude gebaut, unter anderem mit einer eingeschossigen Produktionsfläche inklusive Reinraum, Lagerflächen einschließlich Werkzeuglager, ein zweigeschossiger Verwaltungsbereich mit Büros, Sitzungsräumen und Auditorium. Nach Unternehmensangaben soll das Werk in der ersten Jahreshälfte 2019 den Betrieb aufnehmen.

„Das Unternehmen Ypsomed investiert in den für Mecklenburg-Vorpommern so wichtigen Bereich der Medizintechnik. Damit wird die Gesundheitswirtschaft im Land insgesamt gestärkt und bekräftigt uns bei dem Ziel, führendes Gesundheitsland in Deutschland zu werden“, sagte Glawe.

Die Gesundheitswirtschaft hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einer strategisch bedeutsamen Zukunftsbranche der regionalen Wirtschaft entwickelt. Rund 150.000 Beschäftigte zählt der Nordosten in diesem Bereich. Mit ihrem Querschnittscharakter umfasst die Gesundheitswirtschaft als heterogene Branche eine Vielzahl unterschiedlicher Teilbereiche, wie zum Beispiel die ambulanten und stationären Einrichtungen, die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik, Krankenversicherungen aber auch den Gesundheitstourismus oder E-Health. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es unter anderem 40 Krankenhäuser, rund 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie mehr als 60 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte mit hochwertiger medizinischer und touristischer Infrastruktur. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns liegt mit insgesamt circa 15 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

„Die Gesundheitswirtschaft ist Beschäftigungsmotor und Impulsgeber für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus bietet die Branche auch Chancen für andere Bereiche, beispielsweise den Tourismus, denn das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Menschen bildet die Grundlage für Wachstum im Bereich Gesundheitstourismus im Land“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die Errichtung betragen rund 81,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 9,75 Millionen Euro.

Mit einer Gesamtgröße von 350 Hektar bietet der Industriepark Schwerin das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region. Neben Ypsomed produzieren weitere Unternehmen im Industriepark: die Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), die FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), die PTS-Precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), die FVH Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat) und die ZIM Flugsitz GmbH. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstanden.

Die Unternehmensansiedlung wurde begleitet durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern. Aufgabe der Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die in das nordöstliche Bundesland investieren und expandieren wollen.

Treppenbau-Unternehmen erweitert Betriebsstätte in Kritzow

Kritzow – Die Treppenbau Plath GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte in Kritzow bei Wismar. „Das Unternehmen hat sich weit über die eigene Region hinaus einen guten Namen gemacht. Durch die Investitionen in einen Hallenneubau und den Maschinenpark will die Treppenbau Plath GmbH sicherstellen, weiterhin individuell und flexibel auf Kundenwünsche abgestimmt attraktive Treppen zu gestalten. Mit der jetzt geplanten Erweiterung werden 46 Arbeitsplätze gesichert und mindestens zwei neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

Das in zweiter Generation tätige Familienunternehmen produziert vorrangig Innentreppen. Um die Produktionskapazitäten zu erhöhen und Arbeitsabläufe zu optimieren, soll nun in eine Lackierstraße samt Zubehör und eine größere Druckluftanlage investiert werden. Zusätzlich soll eine neue Kommissionierungshalle für die vorgefertigten Treppen errichtet werden. Mit der Investition in die Lackierhalle strebt die Treppenbau Plath GmbH eine komplette Systemlösung von der Vorbehandlung, dem Lackierprozess über die Förder- und Handhabungstechnik bis zur Trocknung und Abluftreinigung an. Gleichzeitig kann mit der neuen Anlage mehr Lackmaterial zurückgewonnen werden. Darüber hinaus soll über zwei neue Kompressoren Abwärme zurückgewonnen und in das Heizsystem eingespeist werden. „Die Treppenbau Plath GmbH setzt auf eine ressourcenschonende Arbeitsweise. So wird durch die Investition ein enormer Zuwachs bei der Nachhaltigkeit und im Umweltschutz erreicht“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betragen 525.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 141.000 Euro.

Mehr Effizienz: Landesbesoldungsamt und Landeszentralkasse künftig eine Behörde

Schwerin – Das Kabinett hat jetzt den Plänen des Finanzministeriums für die Zusammenlegung von Landesbesoldungsamtes und Landeszentralkasse zum Landesamt für Finanzen zugestimmt.

Das Finanzministerium verspricht sich von der Zusammenlegung ein effizienteres Verwaltungshandeln. Sowohl Landeszentralkasse als auch das Landesbesoldungsamt nähern sich der Größe von 100 Stellen, die organisationswissenschaftlich als Untergrenze wirtschaftlichen Verwaltens ermittelt wurde.

Im künftigen Landesamt für Finanzen sollen die Bereiche Organisation, Personal, Haushalt, Informationstechnik und die sonstigen Verwaltungsaufgaben zentral erledigt werden, so dass mehr Beschäftigte sich den Fachaufgaben widmen können.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Die Menschen bei uns im Land erwarten zurecht, dass wir die Steuergelder sorgsam einsetzen. Mit dem Landesamt für Finanzen schaffen wir Doppelstrukturen ab, stärken die Arbeitsfähigkeit und machen die Finanzverwaltung fit für die Zukunft.“

Über 10.000 Seelsorger-Gespräche jährlich in den Justizvollzugsanstalten

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) sprach kürzlich mit JVA-Seelsorgern und verwies darauf, dass der kirchliche Beistand hinter Gittern eine erfolgreiche Resozialisierung fördert.

„Seelsorge ist für viele Inhaftierte auf ihrem Weg der Resozialisierung ein wichtiger Meilenstein. Über den Glauben haben sie Kraft gefunden, sich auf ein Leben ohne neue Straftaten vorzubereiten. Die sieben Seelsorger in den fünf Justizvollzugsanstalten unseres Landes haben dabei einen wichtigen Beitrag geleistet“, sagte Justizministerin Hoffmeister zur jährlichen Zusammenkunft der kirchlichen Gefängnisseelsorger.

„Allein in der größten Justizvollzugsanstalt des Landes, in der JVA Bützow, erreicht die Seelsorge in manchen Monaten die Hälfte der Inhaftierten in Gottesdiensten und Bibelstunden. Als Justizministerin, die im Land auch für die Kirchenangelegenheiten zuständig ist, freue ich mich über die rege Teilnahme. Die Arbeit der kirchlichen Seelsorger ist seit nunmehr über 20 Jahren unverzichtbar, auch für die Bediensteten haben sie stets Zeit“, so die Ministerin weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten drei Seelsorger der katholischen Kirche sowie vier Seelsorger der Nordkirche. Sie absolvieren zusammen geschätzt 10.000 Gespräche mit Gefangenen pro Jahr. Sie halten regelmäßig Gottesdienste in den Justizvollzugsanstalten ab. Auch organisieren sie Musikveranstaltungen und Weihnachtsaktionen. Das Land unterstützt die kirchliche Seelsorge in den JVA mit den jährlichen Zahlungen an die beiden Kirchen. Das jährliche Treffen der Seelsorger mit der Justizministerin dient dem Gedankenaustausch.

Der Arbeitsmarkt im September 2017: Herbstbelebung setzt stärker ein als üblich

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv. Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit im September stärker als üblich abgenommen. Die Beschäftigung wächst weiter und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt in diesem Monat kräftig.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im September: -96.000 auf 2.449.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -159.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Infolge der einsetzenden Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von August auf September um 96.000 auf 2.449.000 gesunken. Der Rückgang fiel stärker aus als üblich. Deshalb hat die Arbeitslosigkeit auch bereinigt um die saisonalen Einflüsse abgenommen und zwar um 23.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 159.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 20.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im September 2017 auf 3.406.000 Personen. Das waren 118.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im August auf 1,60 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 64.000 gestiegen. Mit 44,50 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 692.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.

Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Juni auf Juli saisonbereinigt um 57.000 zugenommen. Insgesamt waren im Juli nach hochgerechneten Angaben 32,15 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 888.000 mehr als ein Jahr zuvor. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Anstieg überzeichnet ist, weil der Vorjahreswert aufgrund von Datenverarbeitungsfehlern um schätzungsweise 120.000 untererfasst ist.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im September waren 773.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 86.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im September 2017 um 4 Punkte auf 244 Punkte. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 24 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 684.000 Personen erhielten im September 2017 Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im September bei 4.337.000. Gegenüber September 2016 war dies ein Anstieg von 31.000 Personen. 8,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Kabinett stimmt Gesetzentwurf zur Änderung des FAG M-V zu

Schwerin – Nachdem der Landkreistag sowie der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern, der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen im August dieses Jahres die Gelegenheit hatten, eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abzugeben, hat das Kabinett jetzt der Übersendung des Gesetzesentwurfes zur Änderung des Finanzausgleichsgesetzes an die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zugestimmt.

„Die Landesregierung hat damit auf dem Weg der Novellierung des kommunalen Finanzausgleichs einen Meilenstein in kooperativer und transparenter Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Städten und Landkreisen erreicht“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Mit den vereinbarten Änderungen wird die Ausgleichsfunktion des Finanzausgleichssystems in unserem Land gestärkt. Unser Ziel ist es, dass die Reform nach der Anhörung und der Beratung im Parlament vom 1. Januar 2018 an wirksam wird.“

Der erste Schritt“, so Finanzminister Mathias Brodkorb, „ist gemacht. Mir war wichtig, dass die Kommunen nicht nur mehr Geld erhalten, sondern dass es zum einen gerechter verteilt wird und dass wir zum anderen das Problem der Entschuldung angehen. Diesen Weg werden wir auch mit dem nächsten Reformschritt im Jahr 2020 konsequent weiterverfolgen.“

Vorbehaltlich der Beschlussfassung des Landtages wird die kommunale Familie insgesamt (amtsangehörige Gemeinden, große kreisangehörige Städte, kreisfreie Städte und Landkreise) durch die Änderungen des Gesetzes über 100 Mio. Euro mehr als nach bisheriger Rechtslage zur Verfügung haben.

Mit der Änderung des FAG M-V soll mehr Geld bei jenen ankommen, die es am meisten brauchen. Auch soll es mehr Solidarität auf kommunaler Ebene geben: Steuerschwache Kommunen werden mehr finanzielle Unterstützung vom Land erhalten und steuerstarke Kommunen werden sich nach dem Solidaritätsprinzip mehr als bisher an der Unterstützung für steuerschwache Kommunen beteiligen. Auch kinderreiche Gemeinden werden mehr Geld erhalten, denn diese haben auch höhere Kosten zu tragen.

Für diese gerechtere Finanzausstattung bringen sich sowohl das Land als auch die steuerstarken Kommunen ein. So wird das gemeinsame Ziel von Landesregierung und Kommunalen Landesverbänden, die steuerschwachen Gemeinden im Finanzausgleich stärker zu berücksichtigen, erreicht. Ohne diese angestrebten Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes zum 1. Januar 2018 gäbe es eine Vielzahl von Kommunen, die geringere Zuweisungen im Vergleich zu den bisherigen Planungen erhalten würden. Durch die zusätzlichen Mittel des Landes verbessern sich die Rahmenbedingungen damit deutlich.

Der Gesetzentwurf enthält folgende wesentliche Punkte:

Erstens: Die Beteiligungsquote der Kommunen an den Gesamteinnahmen von Land und Kommunen steigt von derzeit 33,99 % auf 34,496 % ab dem Jahr 2018, der Landesanteil verringert sich entsprechend. Dadurch erfolgt eine Aufstockung der Finanzausgleichsmasse um 34,15 Mio. Euro.

Zweitens: Für die seit dem 1. Januar 2014 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen bei der Zuweisung für die Wahrnehmung der Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises und der unteren staatlichen Verwaltungsbehörden leistet das Land finanzielle Ausgleichsleistungen in Höhe von 9,7 Mio. Euro, die der Schlüsselmasse zu Gute kommen. Zukünftig werden Kostensteigerungen für diese Aufgaben nicht mehr zu Lasten der Schlüsselmasse finanziert.

Drittens: Die Bundesmittel aus dem Fünf-Milliarden-Euro-Entlastungspaket werden den Kommunen in unserem Land vollständig zur Verfügung gestellt. Davon fließen in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 70,23 Mio. Euro in einen Kommunalen Entschuldungsfonds zum Abbau kommunaler Schulden.

Viertens: Der Familienleistungsausgleich soll nicht mehr wie bisher nach den Anteilen der Gemeinde an der Einkommenssteuer verteilt werden, sondern nach dem Anteil der Kinder in den Gemeinden. Damit ist jedes Kind im Land auch finanztechnisch gesehen gleich viel wert. Unabhängig von der Steuerkraft erhält jede Gemeinde rund 309 Euro pro Kind.

Fünftens: Steuerschwache Kommunen werden finanziell gestärkt. Die Ausgleichsquote für die Verteilung der Schlüsselzuweisungen wird in zwei Schritten von 60 auf 70 Prozent erhöht.

Sechstens: Durch die gesetzliche Festsetzung von Nivellierungshebesätzen sowohl für die kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte als auch für die kreisangehörigen Gemeinden soll die Hebesatzspirale zukünftig durchbrochen werden.

Inklusion in der Schule: Schulleiterinnen und Schulleiter bilden sich fort

Ministerin Hesse: Umsetzung der Inklusion an unseren Schulen mit Augenmaß

Rostock – In Rostock haben sich kürzlich 104 Schulleiterinnen und Schulleiter hinsichtlich der Umsetzung der Inklusion fortgebildet. Mit den Veranstaltungen qualifiziert das Land Schritt für Schritt seine Lehrkräfte, wie sie auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf eingehen können. In dem einjährigen Fortbildungskurs vertiefen die Schulleiterinnen und Schulleiter vor allem ihr Wissen über Handlungsmöglichkeiten zum Aufbau einer inklusiven Schule.

„Inklusion ist nicht nur der Fahrstuhl am Gebäude. Inklusion findet vor allem im Klassenzimmer statt, dort wo Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In den Fortbildungen geht es deshalb darum, wie Lehrerinnen und Lehrer Mädchen und Jungen bestmöglich fördern können. Die Begabtenförderung gehört ebenso dazu, weil wir auch an die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler denken müssen“, so die Ministerin.

Organisiert werden die Fortbildungen durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V). Das Angebot umfasst insgesamt rund 12.000 Kursplätze für Lehrkräfte der allgemein bildenden und beruflichen Schulen und wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 22,6 Millionen Euro gefördert. Die ESF-finanzierten Fortbildungskurse laufen über einen Zeitraum von insgesamt sieben Jahren und enden im Sommer 2022. Die ersten Inklusionsfortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an Regionalen Schulen, Gesamtschulen und beruflichen Schulen hatten bereits im Schuljahr 2016/2017 begonnen.

„Ich habe immer betont, dass wir die Inklusion an unseren Schulen mit Augenmaß umsetzen“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Wir wollen alle mitnehmen, nichts überstürzen und niemanden überfordern. Eine intensive Kommunikation ist mir dabei besonders wichtig. Unsere Lehrerinnen und Lehrer nehmen bei der Umsetzung der Inklusion in der Schule eine wichtige Rolle ein. Ihre Qualifizierung erfolgt daher zu Beginn. In den Fortbildungen können die Lehrkräfte alle Fragen rund um die Inklusion stellen. Außerdem haben sie Gelegenheit, das erworbene Wissen in Praxisanteilen zu erproben“, so Hesse.