Ministerin Drese: Politik mit klarem Kompass für soziale Gerechtigkeit

Schwerin – Ministerin Stefanie Drese stellte im Sozialausschuss wesentliche Eckpunkte des Haushaltsplanentwurfs 2018/19 des Landes im Geschäftsbereich des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung vor. „Wir machen eine Politik mit klarem Kompass für soziale Gerechtigkeit. Kinder, Familien, Pflegebedürftige, Benachteiligte und Menschen mit geringem Einkommen haben oberste Priorität in unserem Haushaltsentwurf“, betonte Drese.

Der Einzelplan 10 des Sozialministeriums ist der zweitgrößte des Landes und umfasst rund 14 Prozent der Gesamtausgaben. So sind für das Jahr 2018 im vorliegenden Entwurf Ausgaben in Höhe von rund 1,15 Milliarden Euro geplant. Dabei entfallen allein auf den Bereich Sozialhilfe (z.B. Grundsicherung, Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege) insgesamt fast 600 Millionen Euro.

Ministerin Drese verdeutlichte, dass sie mit dem neuen Doppelhaushalt den eingeschlagenen Weg bei der Förderung der Kindertagesbetreuung konsequent fortsetzen und die Anstrengungen dort weiter verstärken will. „Wir schaffen gemeinsam mit den Kommunen mehr Plätze, verbessern die Qualität der Frühkindlichen Bildung und entlasten gleichzeitig die Eltern weiter von den Kita-Beiträgen“, so Drese.

Die Elternentlastung von 50 Euro je Monat für einen Ganztagsplatz ab Januar 2018 führt im Landeshaushalt zu Mehrausgaben von jährlich etwa 24 Millionen Euro. Drese: „Das sind 24 Millionen Euro, die ohne Schuldenaufnahme sehr gut investiert sind, da wir damit junge Familien gezielt unterstützen.“

Die Ministerin kündigte darüber hinaus an, die Weiterbildung insbesondere mit dem Schwerpunkt in der Kindertagespflege deutlich auszubauen. „Wichtig ist für uns auch die Förderung der Schulsozialarbeit. Deshalb wollen wir zusätzlich zu unserem 30-Millionen-Landesprogramm aus dem ESF die Kommunen mit jährlich 1,8 Millionen Euro bei der Finanzierung von Schulsozialarbeiterstellen unterstützen“, so Drese. Auch die Förderung der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit sowie der Produktionsschulen soll erhöht werden.

Im Bereich der Familienförderung setzt das Land nach Angaben von Ministerin Drese auf eine Reihe von Maßnahmen zur gezielten Förderung benachteiligter Kinder und deren Familien. Drese: „Dazu gehören Strukturen und Angebote der Familienarbeit, Eltern- und Familienbildung, Familienhebammen, Familiencoaches sowie ein breit gefächertes Beratungsnetzwerk.“ Darüber hinaus ermöglicht das Land mit der deutlich erhöhten Förderung der Tagessätze für Erholungsmaßnahmen einen bezahlbaren Urlaub für einkommensschwache Familien.

Im Bereich der Pflege sind politische Schwerpunkte des Landes der weitere Ausbau von Pflegestützpunkten und die Unterstützung der Kommunen bei der Weiterentwicklung und Erarbeitung seniorenpolitischer Gesamtkonzepte. „Hilfreich dabei werden auch die von der Enquete Kommission „Älter werden in M-V“ entwickelten Lösungsansätze sein“, so Drese.

Als sehr wichtig bezeichnete Ministerin Drese zudem die Verbesserung der personellen Ausstattung der Frauenhäuser. „Zukünftig kann überall eine 24-Stunden-Betreuung sichergestellt werden. Dazu ist die Erhöhung des Landeszuschusses ab kommendem Jahr um 140.000 Euro jährlich geplant. Damit kann die Personalsituation in den Frauenhäusern verbessert sowie die Unterstützung für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt bedarfsgerecht weiterentwickelt werden“, sagte Drese.

Schwesig wirbt in Bern für Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Bern – Auf einem Empfang anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in Bern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig diesen Tag als einen besonderen Tag für die Deutschen gewürdigt. „Das ist ein Tag, der für Freiheit und Einheit steht, für eine friedliche Revolution, für das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten zu einem einigen Deutschland. Das ist für uns Deutsche ein großer Freudentag und ich freue mich, diesen ganz besonderen Tag mit Ihnen gemeinsam zu feiern“, sagte Schwesig vor rund 700 geladenen Gästen. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr Partnerland beim Empfang der Deutschen Botschaft zum Tag der Deutschen Einheit.

In ihrer Rede warb Schwesig für den Wirtschaftsstandort und das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern: „In unserem Bundesland hat sich – wie in den anderen ostdeutschen Bundesländern auch – ein enormer Aufholprozess vollzogen. Heute ist Mecklenburg-Vorpommern ein moderner Wirtschaftsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur.“ Als südlicher Teil der Wachstumsregion Ostsee sei Mecklenburg-Vorpommern mit seinen leistungsstarken Häfen, Autobahnen und Schienenverbindungen ein wichtiges Bindeglied zwischen den Staaten rund um die Ostsee und Mitteleuropa.

Schwesig hob hervor, dass sich mit Nestlé, Biotronik AG, REHAU Gruppe und HAAG-Streit Gruppe eine Reihe wichtiger Schweizer Unternehmen bereits in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt haben. „Erst in der letzten Woche haben wir den ersten Spatenstich für ein neues Produktionswerk der Firma Ypsomed in Schwerin gefeiert. Ich freue mich über weitere Unternehmen, die Interesse am Standort MV zeigen. Fühlen Sie sich herzlich willkommen, investieren Sie in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte die Ministerpräsidentin an die anwesenden Wirtschaftsvertreter gewandt.

Netzausbau in Ostdeutschland

Verteilnetzbetreiber der ARGE Ost legen gemeinsamen Netzausbauplan bis 2027 für das Hochspannungsnetz in Ostdeutschland vor

Schwerin – Die Verteilnetze in Deutschland spielen weiterhin eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Mehr als 95 Prozent der dezentralen Erzeugungsanlagen sind zukünftig in den regionalen Verteilnetzen integriert. In keiner anderen Region in Deutschland sind so viele Erneuerbare-Energien-Anlagen angesiedelt wie in Ostdeutschland. Die sechs großen Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland – ENSO NETZ GmbH, Dresden, E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree, Avacon Netz GmbH, Helmstedt, MITNETZ STROM mbH, Halle (Saale), TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG, Erfurt, und WEMAG Netz GmbH, Schwerin – haben deshalb einen Netzausbauplan für das Hochspannungsnetz (110-Kilovolt-Netz) in Ostdeutschland vorgelegt. Grundlage bildet der im Jahr 2013 erstmals gemeinsam erarbeitete und 2015 überarbeitete Netzausbauplan, der nun an die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für 2017 angepasst wurde.

Die Volatilität erneuerbarer Energien bleibt langfristig eine Herausforderung. Die Ergebnisse des Netzausbauplanes zeigen, dass trotz Optimierung der Netze und der Novellierung des Erneuerbare–Energien-Gesetzes (EEG) der Netzausbau weiterhin notwendig ist. Mit dem Netzausbauplan für Ostdeutschland liegt in Deutschland ein unternehmens- und länderübergreifender Fahrplan der Verteilnetzbetreiber für das Hochspannungsnetz vor. Verteilnetzbetreiber, regionale Planungsgemeinschaften und Übertragungsnetzbetreiber können sich noch besser zum Netzausbau abstimmen. Ziel ist es, den Netzausbaubedarf insgesamt zu senken.

Diese Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland gehen für 2027 von einer Einspeiseleistung von rund 47.200 Megawatt für Ostdeutschland aus. Den wesentlichen Beitrag liefern Windenergie und Photovoltaik. Der gemeinsame

Netzausbauplan 2017 sieht deshalb vor, bis zum Jahr 2027 rund 2.600 Kilometer Hochspannungsleitungen neu zu bauen und zu verstärken sowie 39 Übergabe-Umspannwerke zum Höchstspannungsnetz zu erweitern oder neu zu bauen. So soll weiterhin eine reibungslose Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien gewährleistet werden. Der Netzausbauplan berücksichtigt dabei die modellhaft abschätzbare Wirkung der Spitzenkappung, die gleichzeitige Einspeiseleistung aus Wind- und Photovoltaikanlagen sowie die geplanten Ausschreibungsverfahren für Windenergieanlagen.

In den vergangenen vier Jahren wurden bereits neun Übergabe-Umspannwerke zum Höchstspannungsnetz erweitert oder neu gebaut und rund 450 Kilometer Hochspannungsleitung realisiert. Der Ausbaubedarf ist bislang konstant. Mit weiteren Kostensteigerungen rechnen die Verteilnetzbetreiber nicht.

Der gemeinsame Netzausbauplan wird stetig weiterentwickelt. Die bisherigen Ausbaumaßnahmen sind durch die enorme Zunahme der Einspeisung erneuerbarer Energien notwendig geworden. In den nächsten Jahren stehen mit der Digitalisierung, der Sektorkopplung und der Elektromobilität neue Herausforderungen auf der Verbraucher-seite bevor. Hierzu sind zukünftig weitere Netzausbaumaßnahmen und die intelligente Nutzung flexibler Lasten und Erzeugungen nötig.

Für den gemeinsamen Netzausbauplan wurden die Prognosen für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Ostdeutschland zwischen den Verteilnetzbetreibern und den Landesregierungen abgeglichen. Der gemeinsame Netzausbauplan 2017 ist auf den Internetseiten der Flächennetzbetreiber veröffentlicht.

www.avacon-netz.de
www.e-dis.de
www.enso-netz.de
www.mitnetz-strom.de
www.thueringer-energienetze.com
www.wemag-netz.de

FORUM MV: Backhaus will strukturschwache Regionen fördern

Torgelow – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus setzt sich weiter für eine gezielte Förderung ländlicher Regionen ein, die besonders stark von wirtschaftsstruktureller Schwäche und von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen sind. Das erklärte der Minister auf der heutigen Jahreskonferenz 2017 des FORUM Ländliche Räume und Demografie MV in Torgelow. Thema der Jahreskonferenz – sie ist die zweite Veranstaltung des im vergangenen Dezember von Landgesellschaft und Landwirtschaftsministerium in Güstrow gegründeten Netzwerkes FORUM MV – waren „Strategien zur Stärkung ländlicher Räume“.

Bereits seit Juni 2017 ist eine interministerielle Arbeitsgruppe damit befasst, in landesweit zunächst vier Modellregionen – Goldberg, Triebsees, Loitz und die Region Stettiner Haff mit Eggesin, Ferdinandshof, Torgelow und Ueckermünde – den konkreten Förderbedarf zu ermitteln und geeignete Instrumente und Ansätze zur Entwicklung dieser Regionen zu erarbeiten, informierte Backhaus. „Dort, wo es enorme Schrumpfung gibt, muss der Staat eingreifen, denn wir wollen und dürfen keine Region aufgeben“, sagte er.

Über die neu in das Landesraumentwicklungsprogramm aufgenommene Raumkategorie „LändlicheGestaltungsRäume“ können strukturschwache Regionen neben Mitteln aus dem bereits bestehenden „Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2014 bis 2020“ (EPLR) weitere Förderinstrumente beanspruchen. Beispielsweise fließen aus dem Strategiefonds der SPD-CDU-Koalition im Ressortbereich des Landwirtschaftsministeriums von 2017 bis 2021 insgesamt 2,732 Millionen Euro etwa in die Direktvermarktung im ländlichen Raum, in das Projekt Schul- und Integrationsgärten oder etwa zur Unterstützung von Tierheimen, Kleingartenvereinen oder des Bienenzentrums Bantin, erläuterte Backhaus.

Aufgabe und Stärke des Netzwerkes FORUM Ländliche Räume und Demografie sieht der Minister darin, dass das Gremium Akteuren aus dem ländlichen Raum Möglichkeit zum Austausch untereinander und zur Vernetzung mit Fachleuten und Institutionen bietet, die zum Beispiel über Fördermöglichkeiten informieren.

Auf der Veranstaltung wurde deutlich, dass Bevölkerungsrückgang und Überalterung vor allem in ländlichen Regionen abseits der Küsten und der Städte sichtbar werden. Im Schnitt könne nur etwa jeder zweite Bewohner strukturschwacher Regionen Busverbindung, Hausarzt oder Apotheke, Supermarkt oder Grundschule binnen 30 Minuten erreichen. Die Ausdünnung der Daseinsvorsorge zeige sich darin, dass gerade ältere Menschen in die Städte umzögen, weil die Leistungspalette dort gut erreichbar angeboten werde, verdeutlichte der Minister.

„Kernthemen für diese Regionen sind Mobilität, Digitalisierung, die Sicherung der Grundversorgung sowie Befähigung und Unterstützung der Akteure vor Ort“, sagte Till Backhaus. Wichtig sei es, zentral gelegene „Ankerdörfer“ so zu entwickeln, dass die Bewohner im Umkreis von höchstens zehn Kilometern alle Angebote der Daseinsvorsorge – Gesundheit, Versorgung, Bildung, Kultur – erreichen können. „Stabilisierung ist die Kernaufgabe für die ländlichen Gestaltungsräume“, sagte er.

Ideenland MV lockte viele Besucher in die Landesvertretung

Schwerin – Mehr als 8.000 interessierte Besucherinnen und Besucher ließen sich am Tag der offenen Tür in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern am 3. Oktober 2017 auf eine spannende Zeitreise vom Flugpionier Otto Lilienthal bis zur Plasmaforschung der Gegenwart ein. Acht Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie sechs Technik- und Mitmachmuseen boten vielfältige Aktivitäten rund um das Thema Kreativität an.

Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, zeigte sich erfreut über das große Besucherinteresse: „Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur Urlaubsziel Nr. 1 der Berlinerinnen und Berliner, sondern auch ein ebenso attraktiver Ort zum Lernen, Forschen und Arbeiten. Davon konnten sich die vielen Besucherinnen und Besucher heute überzeugen. Ich freue mich sehr über die gute Resonanz und das große Interesse an Wissenschaft und Forschung in unserem Land.“

Aufwendige Modelle, virtuelle Räume und viele Experimente zum Mitmachen zeigten die ganze Bandbreite der Spitzenforschung der Gegenwart. Dass gute Ideen in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition haben, hat etwa der Miniaturnachbau des ersten funktionalen Fluggleiters der Welt am Stand des Lilienthalmuseums Anklam unter Beweis gestellt. Für glänzende Augen bei den technikbegeisterten kleinen Gästen sorgten die quirligen Roboter zum Anfassen und Ausprobieren, die das DLR_School_Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Neustrelitz mit nach Berlin gebracht hatte.

Den ganzen Tag dicht umlagert war auch der Stand des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, der den Berlinerinnen und Berlinern einen Vorgeschmack auf die Saison 2018 gab. Kulinarisch fanden fangfrische Fischspezialitäten von der Boddenküste ebenso reißenden Absatz wie leckere Burger aus regionalen Produkten mit Namen wie „Der lecker Trekker“ oder der „Exot vom Dörp“. Dazu unterhielten mit Swing und Dixie die Rostocker Brassband „The Marching Saints“ und das Schweriner Saxophon-Quartett der Musikschule Ataraxia.

Vellahn investiert in die Zukunft der Kinder

Vellahn – „Die Verbesserung der räumlichen, materiellen und sozialen Rahmenbedingungen ist ein entscheidender Faktor für eine umfassende, qualitative und altersgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder. Schließlich sind Kindertagesstätten mehr als reine Betreuungsorte“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute anlässlich der Einweihung der Kindertagesstätte in der Gemeinde Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

„Hier wollen und sollen die Kinder spielerisch Schritt für Schritt die Welt entdecken und sich Wissen aneignen. Hier lernen sie soziale Bindungen einzugehen. Dies muss auch durch pädagogische Konzepte begleitet und unterstütz werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Umfeld die Kinder und die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Eltern willkommen heißt. Im Ergebnis heißt das: Hier legen wir die Grundsteine des Lebens und investieren in die Zukunft der Kinder“, hob der Minister hervor.

In der neuen Kita finden zukünftig die drei Einrichtungen aus Vellahn, Camin und Rodenwalde Platz. Dort waren die Gebäude stark sanierungsbedürftig, so dass ein Neubau unausweichlich war. Mit dem Neubau der Einrichtung wird eine Konzentration der Kinderbetreuung auf eine Standort erzielt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Das Vorhaben wurde mit einem Volumen von einer Million Euro aus Mitteln der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILER M-V) gefördert.

Künftig können bis zu 117 Kinder auf 42 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen betreut werden. Perspektivisch soll darüber hinaus eine Hortgruppe etabliert werden.

„Derartige Vorhaben stärken die Entwicklung des ländlichen Raums ungemein, da sie dem Standort zu größerer Attraktivität, gerade für jüngere Familien, verhelfen. So kann man dem demografischen Wandel langfristig entgegenwirken.“

Insgesamt hat die Landesregierung M-V die Gemeinde Vellahn seit 2007 bei unterschieden Vorhaben mit einem Zuwendungsbetrag von rund 2,9 Mio. Euro gefördert – darunter das Waldbad Vellahn mit ca. 49.000 €, der Spielplatz mit Volleyballanlage Camin mit ca. 17.000 € sowie den Sportplatz in Rodenwalde mit rund 225.000 €.

Politische Bildung im Zeitalter der Digitalisierung

10. Jahreskongress zur politischen Bildung in Rostock

rostock – Facebook, Twitter und Fake News – Welche Herausforderungen sich durch Social Media und das Internet für die politische Bildung ergeben, diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen Jahreskongresses der Landeszentrale für politische Bildung. Expertinnen und Experten diskutieren am Freitag, 6. Oktober 2017, in der Universität Rostock u. a., wie sich die politische Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung verändert. Hierzu wird die Chefredakteurin von SPIEGEL ONLINE, Dr. Barbara Hans, als Referentin erwartet. Bislang liegen rund 200 Anmeldungen vor. Auch der 10. Jahreskongress ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

„Die Digitalisierung hat unseren Alltag stark verändert. Vieles nehmen wir bereits als selbstverständlich hin. Wir können mit dem Smartphone telefonieren und jederzeit und von jedem Ort online kommunizieren“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Für die politische Bildungsarbeit ergeben sich durch die technischen Entwicklungen neue Möglichkeiten, Menschen auf anderen Wegen zu erreichen“, betonte Hesse.

„Unser Medienverhalten heute ist ein anderes, als das vor einigen Jahren“, so der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „Die Träger der politischen Bildung müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Wir müssen neue Lernformen und Angebote entwickeln, ohne dabei die Standards der politischen Bildung aufzugeben“, sagte Schmidt.

Am Nachmittag werden in Workshops praktische Beispiele zum Einsatz von neuen Kommunikationsformen und innovativen Lernmethoden für die politische Bildung vorgestellt. Zudem werden Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Fake News und Hate Speech im Internet gegeben.

Der Jahreskongress wird von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem Landesverband der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e. V. (DVPB) jährlich zu wechselnden Themen organisiert. Hiermit sollen Arbeitsschwerpunkte gesetzt und eine kontinuierliche Diskussion über Inhalte und Qualität der politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht werden.

Auftakt für Schulernährungsprogramm

Hagenow – Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hält am Freitag, dem 6. Oktober 2017, um 10.00 Uhr, an der Grundschule „Stadtschule am Mühlenteich“, Schulstraße 5, in Hagenow, ein Grußwort anlässlich der Auftaktveranstaltung zum EU-Schulernährungsprogramm.

Das neue Programm ermöglicht den teilnehmenden Schulen die kostenfreie Abgabe von Schulmilch sowie von Obst und Gemüse an sechs- bis zehnjährige Kinder. Pro Jahr stehen dafür rund 600.000 Euro zur Verfügung.

Neben einer Pressekonferenz wird ein kleines Hoffest stattfinden. Angeboten werden unter anderem das Spielmobil des Landjugendverbandes, aber auch ein Wettmelken am Gummi-Euter sowie ein Sensoriktest.

Landesbeirat Holz informiert auf der „RoBau 2017“

Rostock – Vom 06. bis 08. Oktober findet auf dem Messegelände der HanseMesse in Rostock die Landesbauausstellung „RoBau 2017“ statt. Als Informationsplattform für alle Bereiche des Bauwesens ist die RoBau mit 250 Ausstellern und über 15.000 Besuchern jährlich die größte Baumesse in Mecklenburg- Vorpommern.

Bereits zum 13. Mal beteiligt sich der als Initiative für das Bauen mit Holz im Landwirtschaftsministerium gegründete Landesbeirat Holz Mecklenburg-Vorpommern an dieser Messe. Gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern informiert der Landesbeirat Holz auf einem Gemeinschaftsstand über die Vorteile und Möglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffes Holz für viele Bereiche des Bauens und Modernisierens.

Präsentiert wird in diesem Jahr die aktuelle Wanderausstellung „HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR – Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz“ der Fachgruppe Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Diese von der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell geförderte Wanderausstellung zeigt Gebäude, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind und so den aktuellen Stand der Technik, das Potenzial, die universelle Einsetzbarkeit und die Weiterentwicklung des Holzbaus zeigen.

Ein Werkstoff-Forum-Holz informiert die Fachbesucher, Modernisierer und zukünftige Bauherren zudem umfassend über bekannte und neue Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und deren bautechnische Einsatzmöglichkeiten. Des Weiteren werden Beispiele zum Thema Holzmodifizierung gezeigt.

Finanziell unterstützt wird der Gemeinschaftsstand Holz durch die Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern.

Holz ist ein regionales Produkt. Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern werden nachhaltig bewirtschaftet, so dass der nachwachsende Baustoff Holz in gleichbleibender Menge zur Verfügung steht. „Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist eine gesellschaftliche Verpflichtung, um vor allem im ländlichen Raum Arbeitsplätze zu sichern und den Wirtschaftsbereich Forst und Holz weiter zu entwickeln. Aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Holz liegen vor allem im Holzbau große Potenziale“, so Minister Dr. Till Backhaus.

Der Holzbau punktet u.a. durch seine Klimafreundlichkeit. Die langfristige Bindung von Kohlenstoff in Holzprodukten wirkt der Erderwärmung entgegen. Darüber hinaus bietet der Baustoff Holz hervorragende Baueigenschaften und konstruktive Vorteile.

Der Landesbeirat Holz Mecklenburg-Vorpommern ist eine Initiative des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Helikopter befliegt 110-kV-Freileitungen

WEMAG kontrolliert Hochspannungsnetz in Westmecklenburg und im Norden Brandenburgs

Schwerin – Der kommunale Stromversorger WEMAG befliegt vom 4. bis 6. Oktober 2017 wieder Teile seines Hochspannungsnetzes in Westmecklenburg und im Norden Brandenburgs. In diesem Jahr stehen unter anderem die 110-kV-Freileitungen in den Bereichen Schönberg, Gadebusch, Schwerin, Hagenow, Wittenburg, Zarrentin, Boizenburg, Ludwigslust und Conow sowie im Raum Karstädt, Perleberg und Wittenberge auf dem Flugplan.

Den Auftrag dafür hat die DHD Heliservice GmbH aus Groß Kreuz erhalten. Kontrolliert werden der Zustand der Leiterseile und Masten sowie alle Veränderungen entlang der Trasse. „Das Befliegen ist eine wichtige Ergänzung zur Leitungsbegehung, da von oben Schäden gefunden werden können, die von unten oft nicht zu sehen sind“, erklärte Alexander Rupp, WEMAG-Gruppenleiter 110-kV-Leitungen.

Insgesamt werden etwa 270 Kilometer Freileitung beflogen und rund 929 Strommaste kontrolliert. Während der Befliegung kann es zu kurzzeitigen Lärmbelästigungen durch den Helikopter kommen. Dafür bittet die WEMAG um Verständnis, da die Inspektionen notwendig sind, um eine möglichst störungsfreie Energieversorgung zu gewährleisten.

Bewerbungsfrist für Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft 2017 läuft noch eine Woche

Schwerin – Noch eine Woche (bis zum 09.10.) können sich Interessierte für den „Ideenwettbewerb für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit bewerben. Gesucht werden zukunftsweisende Projektideen. Dabei geht es vor allem um branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, die das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft erschließen, vermarkten und weiter zu entwickeln helfen.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern trägt dazu bei, mehr Wertschöpfung für das Land zu erreichen. Unser Ziel ist es, die unternehmerischen Fähigkeiten der Kultur- und Kreativschaffenden zu steigern. Zugleich soll die Nachfrage anderer Branchen nach kreativen und innovativen Leistungen der Kreativwirtschaft, die Kooperationsbereitschaft und der branchenübergreifende Dialog erhöht werden. Durch den Ideenwettbewerb wollen wir die Kreativen des Landes ermuntern, neue Wege zu gehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts mit Erfahrungen und Bezug zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Projekte sind in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Mit der Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:

Angaben zum Unternehmen, Kurzexposé/Konzept/ Projektbeschreibung mit Zielstellungen und gegebenenfalls Projektpartner, ein grober Kosten- und Zeitplan (Personal- und Sachkosten) sowie Referenzen/Empfehlungen für die Umsetzung vergleichbarer Projekte. Bewerbungsschluss ist am 09. Oktober 2017.

Die Bewerbungen sollen per Post in einem geschlossenen Umschlag mit dem Vermerk „Teilnahme am Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft“ oder per Mail bis spätestens 09. Oktober 2017 (Eingangsstempel) an folgende Adresse gesandt werden:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 200
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin

oder per Mail an: d.kraetschmann@wm.mv-regierung.de.

Eine Jury – bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammern, der Wirtschaftsfördergesellschaften sowie der Kultur- und Kreativbranche – wird unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die eingereichten Projektideen in einem Auswahlverfahren entscheiden. Das Verfahren ist nicht öffentlich.

Ausgewählte Projekte sollen aus Landesmitteln im Rahmen von Dienstleistungsverträgen und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umgesetzt werden. Für den Wettbewerb stehen bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Ein Projekt sollte eine Laufzeit von maximal 12 Monaten haben. Die Höhe der Projektförderung beträgt höchstens 50.000 Euro (brutto) pro Vorhaben.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.