Bau eines Familien-Kompetenz-Zentrums

Minister Pegel in Rostock: Förderbescheid für den Bau eines Familien-Kompetenz-Zentrums

Rostock – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt heute (09.10.2017) in Rostock einen Zuwendungsbescheid über rund 7,52 Millionen Euro für den Bau eines Familien-Kompetenz-Zentrums an den Oberbürgermeister Roland Methling. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, Förderzeitraum 2014 bis 2020, für den Förderbereich Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung gewährt.

Die Stadt Rostock baut auf dem Gelände des Kinderheims in der Schleswiger Straße 6 in Rostock-Lichtenhagen ein Familien-Kompetenz-Zentrum (FKZ). Das Vorhaben umfasst den Abbruch alter Bestandsgebäude und den Neubau von drei Gebäuden sowie einer Zufahrtsstraße. Innerhalb der drei Gebäude wird künftig eine Betreuung für das Mutter-Kind-Wohnen, das betreute Kinder- und Jugendwohnen sowie eine Nutzung für weitere soziale Zwecke realisiert. Das Projekt dient der Verbesserung der Möglichkeiten zur Integration von Bildung, Arbeit und Gesellschaft.

Mit den Bauarbeiten konnte aufgrund eines genehmigten vorzeitigen Maßnahmenbeginns bereits im Oktober 2016 begonnen werden. Im Rahmen der Bescheidübergabe besichtigt Minister Pegel auch die Baustelle und lässt sich über den Baufortschritt informieren.

„Als für den Bereich Bau zuständiges Ministerium verfolgen wir die stadtentwicklungspolitische Zielstellung, Städte und Gemeinden in unserem Land zu zeitgemäßen Wohn- und Arbeitsstandorten zu entwickeln. Dies gelingt durch die gezielte Unterstützung von Projekten, die zur Funktionsstärkung von Innenstädten und Ortsteilzentren, zum Beispiel durch die Verbesserung der sozialen Infrastruktur beitragen, um für die Bewohnerinnen und Bewohner gute Lebensbedingungen zu schaffen.“, so Minister Pegel.

Konferenz zur künstlichen Veränderung des Klimas

Zivilgesellschaft zu Geo-Engineering: Klimawandel erfordert echte Ursachenbekämpfung statt riskanter Manipulation globaler Ökosysteme

Berlin – Anlässlich der heute in Berlin beginnenden Konferenz zur künstlichen Veränderung des Klimas („Climate Engineering Conference, CEC17“) warnen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung vor den unkalkulierbaren Folgen großflächiger, technologisch unerprobter Manipulation an den globalen Ökosystemen. Anstatt Unsummen in die Erforschung riskanter Technologien zur Symptombekämpfung zu stecken, sei in erster Linie der rasche Ausstieg aus fossilen Energien wie der klimaschädlichen Kohle nötig. Zugleich müssten die erneuerbaren Energien stärker gefördert und Ökosysteme wie Wälder und Moore weltweit großflächig renaturiert werden, um die natürlichen CO2-Absorptionspotentiale auszuschöpfen. Unerlässlich sei auch die Veränderung der industriellen landwirtschaftlichen Produktion hin zu klimafreundlichen kleinbäuerlichen Betrieben.

Barbara Unmüßig, Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung: „Vorschläge, den globalen Klimawandel aufzuhalten, gibt es zahlreiche. Diese durchzusetzen ist in erster Linie eine politische und keine ausschließlich technologische Frage. Wir haben viele Antworten. Stattdessen erleben wir in immer größerem Maße Investitionen in den Ausbau fossiler Infrastruktur und in die agroindustrielle Landwirtschaft. Diese Investitionen müssen wir umlenken in Klimaschutz und armutsorientierte Entwicklung. Geoengineering macht leider das glatte Gegenteil. Investitionen in Milliardenhöhe fließen in Risikotechnologien mit neuen negativen Auswirkungen auf Menschenrechte und Ökosysteme. Wir brauchen dringend eine breite demokratische Debatte zu den komplexen Gesamtrisiken des Geoengineerings.“

Karin Nansen, Vorsitzende der internationalen Dachorganisation des BUND „Friends of the Earth International“ sagte: „Schon heute fließt zu viel Geld in die Erforschung fragwürdiger Technologien zur CO2-Reduktion. Diese Experimente sind sehr teuer im Vergleich zu sinnvollen Investitionen in saubere Energien und Ressourcenschutz, die sofort wirksam wären. Geo-Engineering ist verbunden mit einem hohen Flächenverbrauch und birgt große Risiken für die direkt betroffenen Menschen und Ökosysteme. Es verführt dazu zu glauben, wir könnten weiter wirtschaften wie bisher. Die Klimakrise erfordert jedoch das Gegenteil, nämlich den Ausstieg aus fossilen Energien, den Ausbau der Erneuerbaren, den Schutz von Wäldern und Mooren, Agrarökologie und das Einleiten von umweltfreundlicher Mobilität noch vor 2020. Wir müssen die Ursache der Klimakrise beseitigen, nicht ihre Symptome.“

Auf der Konferenz werden Vertreter und Vertreterinnen der drei Organisationen die erforderliche grundlegende Transformation unserer Gesellschaften als Gegenbeispiel zu Plänen diskutieren, in das Klima großtechnologisch einzugreifen.

Ausstellung: Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium

Schwerin – Im Wirtschaftsministerium ist am Montag (09.10.) eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken eröffnet worden. „Die Präsentation der Meisterstücke zeigt Handwerk auf höchstem Niveau. In nur 18 Arbeitstagen haben die Tischler außergewöhnliche, individuelle und handwerklich herausragende Stücke gefertigt. Mit der Ausstellung wollen wir die Leistungen der Absolventen würdigen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Tischler haben mit ihren Meisterstücken den Grundstein für einen weiterhin erfolgreichen beruflichen Karriereweg gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Eröffnung in Schwerin. Die Tischlermeister haben bei der Handwerkskammer Schwerin über 24 Monate die Meisterschule in Teilzeit besucht. Fester Bestandteil der Abschlussprüfung ist die eigenverantwortliche Planung und Erstellung eines Meisterstücks.

Die Ausstellung ist Bestandteil der landesweiten Imagekampagne „Besser ein Meister“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns initiiert hat. „Ziel ist es, den Meistertitel als Premium-Marke zu positionieren und für ein modernes, positives Bild des Handwerks zu werben, um Fachkräfte für den Wirtschaftszweig zu gewinnen und zu sichern. Der hohe Qualitätsstandard im Handwerk muss auch dauerhaft gewährleistet sein, damit die Branche weiterhin als Wirtschaftsmotor für Mecklenburg-Vorpommern agiert. Deshalb ist es notwendig, Schulabgänger für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, Gesellen für Qualifizierungen wie den Meistertitel zu begeistern und Interessierte bei der Übernahme oder Gründung eines Betriebes zu begleiten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Handwerk dabei auf vielfältige Weise“, sagte Glawe.

Der Wirtschaftsminister machte auch auf die Bedeutung der Fachkräftesicherung im Handwerk aufmerksam. „Eine abwechslungsreiche Berufsorientierung, eine wachsende Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit angebotener Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung heimischer Unternehmen“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerksmeister unter anderem durch das „Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro als Anerkennung für ihren Abschluss. Existenzgründern im Handwerk wird zudem die Unternehmensnachfolge durch die „Meisterprämie“ in Höhe von 7.500 Euro erleichtert.

Wirtschaftsminister Glawe hat abschließend für den Meistertitel im Handwerk geworben. „Der Meisterbrief ist die ideale Basis für ein nachhaltiges und erfolgreiches Unternehmertum und gelebter Verbraucherschutz“, sagte Glawe abschließend. Die Ausstellungstücke – eine Treppe, zwei Haustüren, ein Schreibtisch, zwei Barschränke, eine Truhe und ein Lowboard – sind noch bis zum 20. Oktober 2017 im Wirtschaftsministerium zu sehen (täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr).

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.958 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen. In Mecklenburg-Vorpommern sind 724 Tischlereibetriebe in den Handwerksrollen der Kammern verzeichnet. Derzeit absolvieren 225 Jugendliche im Land eine Ausbildung zum Tischler.

Dahlemann: GRAFIK_NORD ist Anziehungspunkt für Kunstfreunde

Ahlbeck – „Bereits zum vierten Mal zeigen Künstlerinnen und Künstler aus unserem Land innerhalb des Ausstellungsprojektes GRAFIK_NORD ihre Arbeiten. Sie geben damit einen Einblick in die aktuelle Entwicklung der künstlerischen Druckgrafik in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders freue ich mich, dass die Galerie KALKSCHUPPEN in Ahlbeck-Ludwigshof zu den Gastgebern der Reihe gehört“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Ausstellungseröffnung am 8. Oktober.

Neben dem Tourismus seien Kunst und Kultur Stärken des Landesteils Vorpommern. Dahlemann: „Wir brauchen auch außerhalb der Saison vielfältige und interessante kulturelle Angebote für Einheimische und unsere Gäste. Das Ausstellungsprojekt GRAFIK_NORD gehört für mich ganz klar dazu. Es trägt dazu bei, die Region noch bekannter zu machen und die Identifikation mit dem östlichen Landesteil zu fördern. Gern habe ich die Schirmherrschaft dafür übernommen.“

Erste Station des acht Wochen dauernden Projekts war die Burg Neustadt-Glewe. Auf die Galerie KALKSCHUPPEN folgt die Galerie AURIGA in Rostock, in der am 27. Oktober die Ausstellung eröffnet wird.

Alle Kunden bekommen wieder Strom

Sturmtief Xavier hat die bislang schwersten Schäden in der WEMAG-Geschichte verursacht/Krisenstab bleibt bestehen

Schwerin- Im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH (WNG) werden wieder alle Kunden mit Strom versorgt. „Die letzten Reparaturarbeiten können am Sonntag abgeschlossen werden“, sagte Netz-Geschäftsführer Andreas Haak. Er dankte allen Mitarbeitern, Partnerunternehmen sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, die an der Beseitigung der Sturmschäden beteiligt waren.

Das Sturmtief Xavier hat mit seinem Eintreffen im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH in den Nachmittagsstunden des 5. Oktober alle auf die Probe gestellt – den Netzbetreiber, die Mitarbeiter, die Einsatzkräfte und die Kunden. Mit Blick auf die Wetterlage wurde durch den WNG-Geschäftsführer Andreas Haak umgehend der Krisenstab einberufen. Der Sturm verursachte in schneller Folge an unterschiedlichen Stellen sehr viele Störungen. Die noch Laub tragenden Bäume boten in dem regennassen Boden eine große Angriffsfläche. Das führte zu zahlreichen Entwurzelungen der Bäume nicht nur an den Bundesstraßen, sondern entlang der Landesstraßen und in den Waldgebieten. Das Sturmtief Xavier hat die bislang schwersten Schäden an den elektrischen Anlagen in der Geschichte der WEMAG verursacht.

Aus allen Netzdienststellen waren WEMAG-Mitarbeiter in den besonders stark betroffenen Gebieten im Raum Hagenow und Ludwigslust sowie der Prignitz permanent im Einsatz, um die Kunden so schnell wie technisch möglich, wieder mit Strom zu versorgen. Dabei konzentrierten sie sich zunächst auf die Mittelspannungsleitungen, über die besonders viele Kunden versorgt werden.

In einigen Waldgebieten konnten die erforderlichen Reparaturfahrzeugen nur mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks die Freileitungen erreichen. Die THW-Einsatzkräfte beseitigten die Bäume, die aus dem feuchten Boden gerissen wurden und die Wege versperrten. Außerdem entfernten sie die in die Stromleitungen gefallenen Bäume.

„In den nächsten Tagen und Wochen kann es noch zu unangekündigten Stromabschaltungen kommen, damit der Normalzustand des Netzbetriebs wieder hergestellt werden kann“, kündigte Andreas Haak an. Ob der Krisenstab aufgelöst werden könne, werde erst nach einer Lagebesprechung am Montagvormittag entschieden.

Für den Fall dass es in den nächsten Tagen zu vereinzelten Störungsfällen durch weitere herunterfallende Äste in Stromleitungen kommt, erreichen Kunden das Störungsmanagement der WEMAG Netz GmbH unter der Rufnummer 0385 755-111.