Netzentgelte im Versorgungsgebiet der WEMAG Netz GmbH sinken

Schwerin – Die Netznutzungsentgelte im Versorgungsgebiet der WEMAG Netz GmbH werden im Jahr 2018 voraussichtlich je nach Spannungsebene um 8 bis 11 Prozent sinken. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr werden sie dann bei 10,49 Cent pro Kilowattstunde liegen. Das haben Berechnungen von der WEMAG Netz für das nächste Jahr ergeben.

Damit zeigen sich in den Netznutzungsentgelten die ersten Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (NEMoG), das im Juli dieses Jahres in Kraft getreten ist. Das Gesetz sorgt dafür, dass einzelne Kostenpositionen, die vorrangig der Integration der erneuerbaren Energien dienen, gerechter deutschlandweit verteilt werden. Es soll die Regionen entlasten, die schon heute einen hohen Anteil erneuerbarer Energien aufweisen. „Zusammen mit unserer Landesregierung haben wir dies seit Langem gefordert und sind froh, dass das NEMoG die Abschaffung der vermiedenen Netzentgelte für regenerative Energieanlagen sowie mittelfristig eine bundesweite Angleichung der Netzentgelte im Bereich der Übertragungsnetze vorsieht. Davon profitieren Vorreiter der Energiewende wie Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH.

Allein im Versorgungsgebiet der WEMAG Netz GmbH, im windreichen Westmecklenburg und in Nord-Brandenburg, sind regenerative Kraftwerke mit einer Leistung von 1.400 Megawatt am Netz. „Im Jahr 2016 erzeugten diese Anlagen etwa 207 Prozent der Strommenge, die an unsere Kunden verteilt wird“, so Haak weiter.

Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Trennung von Netz und Vertrieb kann die WEMAG Netz GmbH keine Aussage dazu treffen, ob sich die neuen Netzentgelte auch in sinkenden Strompreisen für die Endkunden niederschlagen werden. Diese werden von den Stromlieferanten in eigener Zuständigkeit unter Berücksichtigung weiterer Kostenbestandteile, zu denen staatliche Umlagen und Bezugspreise gehören, berechnet.

Die WEMAG Netz GmbH ermittelt nach den Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) jedes Jahr bis Mitte Oktober die für das nächste Jahr vorläufig gültigen Netzentgelte. Die Bundesnetzagentur überwacht die auf den Netzentgelten basierenden Erlöse des Netzbetreibers. Die vorläufigen Netzentgelte für 2018 sind auf der Homepage des Netzbetreibers www.wemag-netz.de veröffentlicht.

Polizei registriert 45 Wildunfälle in laufender Woche

Ludwigslust – Auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust- Parchim haben sich von Montag bis Donnerstagfrüh bereits 45 Wildunfälle ereignet. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand, jedoch kam es in allen Fällen zu Sachschäden, die in Einzelfällen bis zu mehreren Tausend Euro betrugen. Betroffen waren alle Regionen im Landkreis. Zu etwa 80 Prozent war Rotwild an den Zusammenstößen beteiligt, aber auch Wildschweine liefen vor fahrende Autos.

Die Polizei vermutet, dass das Wild auch durch die noch andauernde Maisernte auf den Feldern verscheucht wird und auf der Suche nach neuen Futterplätzen ist. Das führt zu einem vermehrten Wildwechsel und somit zu einem erhöhten Unfallrisiko. Angesichts der Unfallzahlen appelliert die Polizei erneut zur angepassten und vorausschauenden Fahrweise, insbesondere zu den Dämmerungszeiten und auf ausgeschilderten Straßenabschnitten.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust- Parchim insgesamt 3.226 Wildunfälle, bei denen 34 Verkehrsteilnehmer verletzt wurden, drei davon schwer. Der Anteil der Wildunfälle am Gesamtaufkommen aller Verkehrsunfälle im Landkreis betrug im letzten Jahr rund 41 Prozent.

Landesweite Übung zur Afrikanischen Schweinepest beendet

Schwerin – Die zweitägige landesweite Tierseuchen-Übung mit dem Schwerpunkt ASP ist beendet. Zu Wochenbeginn hatte das Landwirtschaftsministerium zusammen mit den Veterinärbehörden der sechs Landkreise und der kreisfreien Stadt Rostock sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) die landkreis- und behördenübergreifende Koordinierung und Kommunikation für den Fall des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest geprobt. Eingebunden in die Übung waren auch die Jagd-, Forst- und Ordnungsbehörden sowie der Katastrophenschutz.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus dankte allen Beteiligten und zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Mit Blick auf die ASP-Situation in Europa und speziell in unseren Nachbarländern Polen und Tschechien war dieses behördenübergreifende Training eines ASP-Krisenmanagements von größter Wichtigkeit“, sagte er. Das Training unterstütze die gezielte Vorbereitung auf einen drohenden Ernstfall.

Backhaus mahnte dringend das enge Zusammenwirken von Jägern, Forst- und Landwirten an, um die klima- und futterbedingt rasant anwachsende Schwarzwildpopulation im Land zu reduzieren. Werde die Seuche durch Wildschweine in Grenznähe eingeschleppt und auf den hiesigen Wild- und Hausschweinbestand übertragen, so drohten Schweinehaltern durch Tierverluste und Beschäftigten der Ernährungswirtschaft durch nachfolgende Handelsbeschränkungen massive wirtschaftliche Schäden. „Schlimmstenfalls kommt der Handel mit Schweinefleisch im Land zum Erliegen“, warnte der Minister.

Das Übungsszenario war von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei zwei Hausschweinen in Freilandhaltung im Landkreis Rostock ausgegangen. Zeitgleich sah das Szenario das Vorliegen einer ASP-positiven Probe von einem tags zuvor verendeten Wildschwein im Landkreis Vorpommern Greifswald vor. Von nun an galt die (simulierte) Gefahrenstufe 2.

Ein Arbeitsstab im Innenministerium unter fachlicher Leitung des Landwirtschaftsministeriums benachrichtigte die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und der Stadt Rostock und setzte eine Reihe umfänglicher Behörden-Maßnahmen in Gang. Restriktionszonen (Sperrzonen) wurden ausgewiesen; Veterinäre simulierten u.a. die Entnahme, das LALLF die Untersuchung fiktiver Blutproben von erkrankten oder verendeten Tieren, und die untere Jagdbehörde wurde mit der Suche nach weiterem „Fallwild“ beauftragt. Am Ende registrierte der Arbeitsstab in sieben simulierten Fällen den Ausbruch bzw. den Verdacht der Afrikanischen Schweinepest in Wild- und Hausschweinbeständen in fünf Landkreisen.

Geübt wurden neben Koordinierung und Kommunikation aller Maßnahmen und sämtlicher Beteiligter auch praktische Handlungen, wie sie im Ernstfall umgehend vonnöten wären: zum Beispiel das Ausweisen oder Absperren von Restriktions- und Gefährdungsgebieten, der Einsatz der Jägerschaft, die Kommunikation mit Flächeneigentümern im Seuchengebiet, das Durchsetzen von Seuchenschutz-Maßnahmen für Halter von Hausschweinen, das Überprüfen und das Desinfizieren von Stallanlagen durch die Veterinärämter und schließlich das Klären rechtlicher Fragen und die gezielte Information der Öffentlichkeit.

Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Allerdings ist der Erreger auch in gefrorenem oder verarbeitetem Fleisch überlebensfähig. Die Infektion von Schweinen kann also über verfütterte oder achtlos entsorgte Wurst- oder Fleischreste erfolgen. Mit der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das ASP-Virus ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. „Ich fordere die Bundesregierung auf, dringend die Forschungskapazitäten für einen solchen Impfstoff zu erhöhen“, sagte Minister Till Backhaus.

Sportförderung: 1,9 Mio. Euro für Sportstätten im Land

Ministerin Hesse: Geförderte Projekte zeigen, wie vielfältig das Sportangebot ist

Schwerin – Das Land unterstützt in diesem Jahr 14 weitere Vorhaben zur Sanierung und Modernisierung von Sportstätten. Die Gemeinden und Vereine erhalten insgesamt 1,9 Mio. Euro für den Bau, die Sanierung und Modernisierung der Sportanlagen und -hallen. Dabei handelt es sich um Fördermittel des Landes bzw. der EU.

„Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig das Sportangebot bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Fußball, Leichtathletik, Eislaufen, Reiten oder Segeln – viele Sportarten sind nur möglich, wenn geeignete Sportstätten vorhanden sind. Und diese sollen selbstverständlich in gutem Zustand sein. Das Land unterstützt daher die Kommunen und Vereine, weil die Instandhaltung von Sportstätten eine kostspielige Angelegenheit ist. Wichtig ist außerdem der Bau von Sporthallen wie in Sagard oder Binz, damit der Sportunterricht in der Schule stattfinden kann. Die Sporthallen sollen auch von den ortsansässigen Vereinen genutzt werden. Deshalb freuen sich darüber nicht nur Schülerinnen und Schüler“, so Hesse.

Die Förderungen im Überblick:

Neue Atomstudie: Aktuelle Probleme und Gefahren bei deutschen Zwischenlagern

BUND fordert Überprüfung des Atommüllzwischenlager-Konzeptes

Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine neue Studie zu den wachsenden Sicherheitsproblemen der Atommüllzwischenlagerung präsentiert. Die Atomsicherheitsexpertin Oda Becker kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Sicherung und Sicherheit der Atommüllzwischenlager problematisch sind. Defizite sieht die Studienautorin unter anderem bei fehlenden Reparatur- und Inspektionsmöglichkeiten und bei dem unzureichenden Schutz gegen potenzielle Terroranschläge.

Außerdem werden die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bisher genehmigt in Betrieb bleiben müssen, weil mit der Einlagerung des Atommülls in ein tiefengeologisches Lager erst ab 2050 oder deutlich später begonnen werden kann. Dies bringt neue Risiken. Der BUND verlangte von den zuständigen Politikern in Bund und Ländern, diese Probleme endlich offen zu thematisieren. Dazu der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger: „Es muss Schluss sein mit einer Politik des Durchwurschtelns. Angesichts der zunehmenden Sicherheitsrisiken brauchen wir einen breiten öffentlichen Diskurs unter Beteiligung der Menschen an den Zwischenlagerstandorten. Zu diskutieren ist, wie die Zwischenlagerung weitergehen soll, welche Nachrüstungen erforderlich sind und ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen müssen.“

Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll stehen in den zentralen Zwischenlagern in Gorleben, Ahaus und Lubmin. Daneben gibt es zwölf weitere Standortzwischenlager bei den Atomkraftwerken (AKWs) und das Behälterlager in Jülich. Trotz Nachrüstungen an einigen Zwischenlagergebäuden ist der Terrorschutz unzureichend. „Eine bewaffnete und entschlossene Terrorgruppe ist nach wie vor in der Lage, in die oberirdischen Zwischenlager einzudringen“, so Becker. Auch mit Blick auf die erwarteten, langen Lagerzeiträume, muss eine deutliche Verbesserung des Schutzes gegen Terrorangriffe erfolgen.

Die Sicherheitsnachweise für die Castorbehälter in den Zwischenlagern sind nur für 40 Jahre geführt worden. Bei einer verlängerten Zwischenlagerung können Alterungseffekte negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Zwischenlager haben. „Sicherheitstechnisch relevant sind dabei Material- und Zustandsänderungen vor allem an der Primärdeckeldichtung, dem Tragkorb zur Aufnahme von Brennelementen, der Behälterinnenwand, dem Neutronenabsorber sowie dem Inventar“, so Becker. Hinsichtlich der fehlenden Erfahrungen mit Alterungseffekten bedürfe es umfangreicher Forschung und der Inspektion der Behälter.

An allen Zwischenlagerstandorten fehlen nach Stilllegung der Atomkraftwerke Möglichkeiten zur Reparatur schadhafter Castorbehälter. Diese werden auch benötigt, um wegen der längeren Zwischenlagerungsdauer mindestens stichprobenweise den Zustand von Behälterinventaren und Behälterinnenkomponenten zu prüfen. Oda Becker: „Es sollten an allen langfristigen Zwischenlagerstandorten während der gesamten zu erwartenden Betriebszeit „Heiße Zellen“ vorhanden sein, in denen Reparaturen der Behälter sowie die Überprüfungen von Inventar und Einbauten im Behälterinnenraum möglich sind.“

Vor dem Hintergrund der vorliegenden Ergebnisse, fordert der BUND vom neuen Bundestag die längst überfällige öffentliche Debatte über die Atommüllzwischenlagerung zu starten. „Wer Vertrauen in ein neues Suchverfahren für ein Atommüll-„Endlager“ aufbauen will, der muss auch die derzeitigen Zwischenlagerprobleme offen diskutieren und unter Beteiligung der aktuell Betroffenen das Atommüllzwischenlagerkonzept überprüfen“, forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Als ersten wichtigen Schritt gilt es die jetzt anstehenden Genehmigungsverfahren für die Aufnahme der Behälter aus der Wiederaufarbeitung in vier Standortzwischenlager mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Drese: Wir brauchen höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in unserem Land

Rostock – Sozialministerin Drese besuchte am heutigen Donnerstag (12. Oktober) den „Unternehmertag Pflege 2017“ Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.). In ihrem Grußwort sprach sie sich für eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes und eine Stärkung der Pflege in Mecklenburg-Vorpommern aus und verwies auf Reformen im Dritten Pflegestärkungsgesetz und im Landespflegegesetz.

Nach den Ergebnissen der zuletzt veröffentlichten Pflegestatistik waren Ende 2015 in Mecklenburg-Vorpommern über 79.000 Personen pflegebedürftig. Das sind 6.700 Personen mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die Tendenz ist weiter steigend.

„Der ausgewogene Mix aus professionellen, familiären und ehrenamtlichen Struktur- und Hilfeangeboten ist nach meiner festen Überzeugung ein erfolgreiches Modell, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in Mecklenburg-Vorpommern zu begegnen“, betonte Ministerin Drese. „Den Wunsch der meisten Pflegebedürftigen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, folgen wir in Mecklenburg-Vorpommern mit unserem Grundsatz ambulant vor stationär.“, so Drese.

Daher setze das Land auf die weitere Stärkung der häuslichen, ambulanten und teilstationären Pflege, u.a. durch weitere Pflegestützpunkte mit Beratung und Hilfsangeboten für Pflegebedürftige und Angehörige.

Die Ministerin appellierte an die Pflegeunternehmen und Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs beizutragen. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern würden viele Absolventen nach ihrer erfolgreichen Ausbildung in andere Bundesländer abwandern. „Deshalb brauchen wir höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in unserem Land“, sagte Drese heute in Rostock.

Radweg von Rövershagen nach Gelbensande wird frei gegeben

Rövershagen – Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Freitag (13.10.2017) zusammen mit Vertretern des Landkreises Rostock, der Hansestadt Rostock und der Gemeinden den Radweg entlang der Bundesstraße B 105 zwischen Rövershagen und Gelbensande (Landkreis Rostock) feierlich freigeben.

Der Radweg wurde parallel zur Fahrbahnseite der B 105 auf einer Länge von 3,5 Kilometern und in einer Breite von 2,50 Metern überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. Der neue Abschnitt zwischen Rövershagen und Gelbensande stellt ein Teilstück des Gesamtradweges entlang der B 105 von Rostock nach Bentwisch bis Altheide da. Somit schließt sich die Lücke zu den bereits fertiggestellten Radwegen entlang der B 105. Der Lückenschluss bis Altheide mit einer Länge von 3 km ist im Straßenbauplan Mecklenburg-Vorpommern enthalten und soll – sofern der Grunderwerb rechtzeitig abgeschlossen ist und Baurecht besteht – bis Ende 2020 fertiggestellt werden.

Die Bundesstraße B 105 ist eine überregionale, hochfrequentierte Verkehrsverbindung von Selmsdorf über Wismar und Rostock in Richtung Ribnitz-Damgarten, weiterführend bis nach Stralsund. Der Neubau des Radweges dient der

Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der weiteren touristischen Erschließung. Für den Neubau des Radweges waren umfangreiche Fäll- und Rodungsarbeiten notwendig. Als Ausgleichsmaßnahme erfolgten Erstaufforstungen auf insgesamt 6,7 ha Fläche. Im Bereich des Waldbiotops der Rostocker Heide wurde eine 68 m lange Spundwand zwischen dem Teich und dem Radweg gesetzt.

Zusätzlich wurde auf dem Streckenabschnitt in der Rostocker Heide ein Fledermausquartier durch Umbau eines ehemaligen Trafohauses geschaffen.

Die Baukosten belaufen sich auf 858.200 Euro. Davon trägt der Bund 833.200 Euro und die Gemeinde Rövershagen 25.000 Euro.

Schwesig: Unsere Wirtschaft muss sich noch internationaler aufstellen

Neubrandenburg – Auf dem ersten Exportabend der Landesregierung hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Wirtschaft des Landes dazu aufgerufen, die Chancen auf internationalen Märkten noch stärker zu nutzen. „Es gibt viele Unternehmen, die schon erfolgreich auf den Außenhandel setzen. Ich würde mich freuen, wenn weitere hinzukommen. Mecklenburg-Vorpommens Wirtschaft muss sich in Zukunft noch breiter und internationaler aufstellen“, erklärte die Ministerpräsidentin zum Auftakt der Veranstaltung in Neubrandenburg.

Die Landesregierung werde den Außenhandel auch künftig unterstützen. „Wir reisen regelmäßig mit Wirtschaftsdelegationen ins Ausland, um Kontakte zu knüpfen. Ich war kürzlich mit Wirtschaftsvertretern in Russland und in der Schweiz. Und wir werden Ende November mit der Wirtschaftspräsentation in Stettin zu Gast sein. Auch der Wirtschaftsminister, der Landwirtschaftsminister und der Energieminister sind regelmäßig mit Delegationen im Ausland unterwegs“, sagte Schwesig. Außerdem fördere das Land die Präsenz von Unternehmen auf überregionalen Messen, sowohl über die einzelbetriebliche Messeförderung wie auch über Firmengemeinschaftsstände.

Im 1. Halbjahr 2017 lag der Außenhandel Mecklenburg-Vorpommerns mit einem Wert von 7 Milliarden Euro höher als im 1. Halbjahr 2016 mit 6,4 Milliarden. Euro. Davon entfielen 3,8 Milliarden Euro auf den Export und 3,2 Milliarden Euro auf den Import. Die wichtigsten Außenhandelspartner waren Dänemark (618 Mio. Euro), Polen (590 Mio. Euro), die Niederlande (566 Mio. Euro), Russland (525 Mio. Euro) und Finnland (350 Mio. Euro).

Zuckerfabrik unterstützt Naturtourismus und Umweltbildung an der Peene

Anklam – „Die Peene ist als einer der letzten unverbauten Flüsse Europas einzigartig und schützenswert. Nicht umsonst wird sie auch „Amazonas des Nordens“ genannt. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Zuckerfabrik Anklam und dem Förderverein Naturpark Flusslandschaft Peenetal e.V. leistet die Zuckerfabrik einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung des Naturtourismus und der Umweltbildung in der Naturparkregion“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute in Anklam. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Zuckerfabrik als Teil der Region die Verantwortung für die einzigartige Natur, die Peene und ihre Umgebung ernst nimmt.

Mit der Vereinbarung verfolgen laut ihrer Präambel sowohl die Zuckerfabrik Anklam als auch der Förderverein Naturpark Flusslandschaft Peenetal e.V. das Ziel, den Zugang der Einwohner der Region zu den Naturreichtümern des Peenetals zu erleichtern, durch verstärkte Umweltbildung und Sensibilisierung der Menschen zum Schutz des Peenetals beizutragen und so ihre jeweilige Institution für die Bürger weiter zu öffnen und in der Region wirksam zu verankern. „Naturnahe Gewässer bereichern die Artenvielfalt, verschönern das Landschaftsbild, dienen der Naherholung und dem Tourismus und tragen ganz wesentlich zum Hochwasserschutz bei. Gemeinsam können wir diese einzigartigen Naturschätze für nachfolgende Generationen nur erhalten, wenn wir den Blick dafür schärfen“, hob der Umweltminister hervor.

Mit dieser Vereinbarung, die vorerst bis zum 31.12.2021 gilt, unterstützt die Zuckerfabrik Anklam Bus- und Bahnfahrten zu Zielen bzw. Offerten des jeweils aktuellen Kataloges der Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote in der Naturparkregion mit jährlich 5.000 Euro. Die Förderungen in Höhe von 50 Prozent der Brutto-Fahrtkosten können Schulklassen (ohne Berufsschulen), Studentengruppen und soziale Hilfsorganisationen in Anspruch nehmen, die in den Altkreisen Ostvorpommern und Demmin sowie in den Städten Greifswald, Neubrandenburg und Friedland ansässig sind. Das Engagement soll dabei auf die Förderung sozial schwacher Gruppen ausgerichtet werden.

Die Begabtenförderung von Mecklenburg-Vorpommern jetzt im Netz

Schwerin – Eltern, Schüler und Lehrer können sich ab sofort im Internet umfassend über die Begabtenförderung in Mecklenburg-Vorpommern informieren. Das teilte das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung am Mittwoch in Bonn mit. Unter www.begabungslotse.de/special-mecklenburg-vorpommern präsentiert das Online-Portal „Begabungslotse“ schulische und außerschulische Förderangebote für Schüler, Beratung für Eltern und Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte. Bildungsministerin Birgit Hesse betonte zum Start, Ziel der Begabtenförderung im Land sei es, „die individuellen Begabungen aller Schülerinnen und Schüler zu entdecken, zu stärken und zu fördern“.

Das größte deutsche Portal zur Talentförderung stellt beispielsweise die Regionalen Schulen für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 in Wismar, Rostock und Stralsund vor, die Profilschulen mit dem Schwerpunkt „Niederdeutsch“ und die Gymnasien für Hochbegabte in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin. Außerdem informiert der „Begabungslotse“ über außerschulische Lernorte wie JugendUni und Juniorstudium, Schülerlabore als Orte des Forschens, landesweite Wettbewerbe und künstlerisch-kreative Angebote. Vorgestellt wird auch die Arbeit der regionalen Beratungsteams der vier Staatlichen Schulämter.

„Ob Sprachgenie, Handwerkertalent, Rechenchampion, Sport-Ass oder Kunstkenner – in jedem von uns schlummern Talente. Wir müssen sie nur an die Oberfläche bringen und weiterentwickeln“, sagte Bildungsministerin Hesse in ihrem Grußwort. Unterstützung erhalten Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung in Schwerin. Es ist Initiator und Organisator von Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern.

Bildung & Begabung ist das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Sie entwickeln Modellprojekte für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung. Die Wettbewerbe und Akademien helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken – unabhängig davon auf welche Schule sie gehen oder aus welcher Kultur sie stammen. Bildung & Begabung bringt Experten auf Fachtagungen zusammen und hält im Internet Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler bereit. Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbandes. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident.

Jazz in den Ministergärten 2017 mit 15 Bands aus 7 Ländern

Schwerin/Berlin – Am Freitag, den 13. Oktober 2017 verwandeln sich die Landesvertretungen in den Berliner Ministergärten für einen Abend in ein Mekka für Jazzliebhaberinnen und -liebhaber aus Nah und Fern. Aus sieben Ländern treten ab 19:00 Uhr auf fünf Bühnen etablierte Jazzkünstlerinnen und -künstler, Ensembles sowie Nachwuchsmusikerinnen und -musiker auf. Aus Mecklenburg-Vorpommern kommen in diesem Jahr das Rostocker Trio Fuchs und der Greifswalder Jazz-Komponist und Kontrabassist Jaro mit seiner Duettpartnerin, der Sängerin Kiki Manders, nach Berlin.

Die Musik des jungen Rostocker Trios Fuchs erzählt mit Funk, Jazz und Blues von Fuchs und Fähe, von Flut und Ebbe. Sie ist Groove, Reduktion, Freiraum und Stille. Simon Wupper (drums), Henning Schiewer (bass) und Julian Fuchs (piano) haben sich 2014 als Studenten der Pop- und Weltmusik an der HMT Rostock kennengelernt. Ihrem Projekt gelingt es mit scheinbarer Leichtigkeit, die Besetzung des klassischen Jazztrios in unsere Zeit zu übertragen, ohne den originalen erdigen Sound zu verlieren.

Die Sängerin Kiki Manders und der Kontrabassist und Komponist Jaro haben sich an der Musikfabrik Greifwald kennengelernt. Vor einem Jahr entstand die Idee einer Zusammenarbeit in der Besetzung einzig mit Stimme und Kontrabass. Unter dem Motto „MODERN improvised LIED“ steht die Improvisation im Mittelpunkt des Geschehens.

Tickets sind für 27 Euro (inkl. Vorverkaufsgebühr) unter www.jazzindenministergaerten.de erhältlich. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 17:00 Uhr an der Abendkasse verkauft.

Drese: Kindertagesförderung wird qualitativ und quantitativ weiter ausgebaut

Schwerin – Ministerin Stefanie Drese hat heute auf die weiteren massiven Investitionen des Landes zum Ausbau der Kindertagesförderung hingewiesen. „Unser Kurs ist klar. Wir bauen beständig die Kitaplätze und die Öffnungszeiten aus. Wir verbessern regelmäßig die Qualität und die Qualitätsstandards. Und wir entlasten die Eltern kontinuierlich bei den Kita-Beiträgen“, sagte Drese im Anschluss an eine öffentliche Sachverständigenanhörung zur Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern im Sozialausschuss des Landtags.

Allein für die Senkung der Elternbeiträge um bis zu 600 Euro im Jahr und die Einführung der Geschwisterkindregelung werden von der Landesregierung mit dem kommenden Doppelhaushalt fast 50 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Drese: „Darüber hinaus setzen wir unsere Qualitätsförderung und die gezielte Entwicklungsförderung von Kindern fort. Hier geht es etwa um die Erhöhung des Zeitumfangs der mittelbar pädagogischen Arbeit, die zusätzliche Förderung von Kindern unter drei Jahren, die Förderung der Weiterbildung der Kindertagespflegepersonen, die Fach- und Praxisberatung sowie zusätzliche finanzielle Zuweisungen an die Landkreise und kreisfreien Städte für die Teilnahme von Kindern an der Verpflegung in den so genannten Übernahmefällen.“

Hinzu kommen nach Aussage der Ministerin erhebliche Investitionen zur Schaffung weiterer Kitaplätze durch steigenden Geburten- und Betreuungsraten. „Hier sind wir bundesweit spitze und werden es auch bleiben“, so Drese. „Wir haben mit 11.600 bereits einen neuen Höchststand an pädagogisch Tätigen in Kitas erreicht. Das sind über 30 Prozent mehr als vor sechs Jahren. Mit unserer neuen dual-orientierten Erzieher/innen-Ausbildung setzen wir genau dort an und sorgen für Fachkräftenachwuchs für unsere Kitas.“

Die Kritik der Linksfraktion mit Bezug auf die umstrittene Bertelsmann-Studie weist Ministerin Drese zurück. „Von unseren pädagogischen Standards, den Versorgungsquoten und den im KiföG festgeschriebenen Betreuungszeiten inklusive Randzeitenbetreuung und 24-Stunden-Kitas träumen die meisten anderen Bundesländer“, verdeutlicht Drese. „Wer diese Angebote schlecht redet, verschließt die Augen vor der Realität.“

Drese: „Natürlich stehen wir vor großen Anstrengungen, um unsere sehr gute Kindertagesförderung sowohl qualitativ als auch quantitativ weiter auszubauen und die Beitragsfreiheit für Eltern zu erreichen. Hierbei setze ich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit den Kommunen und Trägern sowie auf massive Hilfen durch den Bund.“