Gesundheitsversorgung in MV

Schwerin – Im Landtag ist am Mittwoch das Thema der Aktuellen Stunde: „Medizinische Versorgung in ganz Mecklenburg-Vorpommern sichern“ diskutiert worden. „Wir haben eine gute Gesundheitsversorgung im Land, diese müssen wir gemeinsam zukunftsfest gestalten. Die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern wird durch eine Vielzahl von Einrichtungen und engagierten Fachkräften sichergestellt. Um die Versorgung auf Dauer in allen Teilen des Landes zu sichern, müssen Ansätze genutzt werden, die uns in die Lage versetzen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Die Versorgung muss stärker an regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

Zu den großen Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung zählt Gesundheitsminister Glawe unter anderem die demografische Entwicklung der Bevölkerung, das heißt die Alterung der Bevölkerung und der damit steigende Versorgungsbedarf, die damit einhergehenden Schwierigkeiten der Fachkräftegewinnung und die Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung. „Deshalb brauchen wir neue Ansätze für die Gesundheitsversorgung: sektorenübergreifende Ansätze, Nutzung der Telemedizin, Fachkräftegewinnung und neue Formen der Arbeitsteilung sind dabei zentrale Elemente“, forderte Gesundheitsminister Harry Glawe.

Momentan gibt es im Bereich der ambulanten Versorgung etwa 1.100 Hausärzte und knapp 2.000 Fachärzte. Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. „Bei der flächendeckenden, qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung nehmen sie auch perspektivisch eine zentrale Rolle ein. Deshalb investieren wir in die Zukunft – für die Menschen in der Region“, so Gesundheitsminister Glawe. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mehr als zwei Milliarden Euro in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen. Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser. Aktuell sind im Krankenhausplan 9.988 Betten und 1.283 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

„Trotz vielfältigster Aktivitäten seitens der Bundesregierung, der Landesregierung und der Kassenärztlichen Vereinigungen gestaltet sich die Suche nach Nachfolgern von Hausarztpraxen zunehmend schwieriger“, so Glawe. Insbesondere durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin erreicht wird, ist zu hoffen, dass möglichst viele der jungen Allgemeinmediziner sich für eine Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern entscheiden.

Der Gesundheitsminister hat dafür geworben, dass die Gemeinden ein Attraktivitätsprofil ihrer Gemeinde erstellen. „Ziel ist es dabei, auf sich aufmerksam zu machen, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, regte Glawe an. Das Attraktivitätsprofil kann an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmediziner an den Universitäten zu verteilen. „Außerdem möchte ich als neuen Ansatz auch noch das Stipendienprogramm für Medizinstudenten, die sich für eine Tätigkeit im ländlichen Raum verpflichten, erwähnen, das noch in diesem Jahr wirksam werden soll“, so Glawe.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe machte darauf aufmerksam, dass ein zukunftsfähiges, langfristiges Konzept zur sektorenübergreifenden Versorgungsplanung in Arbeit ist. „Dieses Konzept wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald entwickelt. Ziel in dem mehrjährigen Projekt ist es, Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme mit Unterstützung der Gesundheitsforschung in ländlichen Regionen zu entwickeln und sie in Modellregionen zu erproben“, erläuterte Glawe. Das Projekt wird sich schwerpunktmäßig mit den Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte beschäftigen. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt.

Daneben bietet die Telemedizin ein enormes Potenzial für unser Land. „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung unseres Landes kann Telemedizin gerade in den dünnbesiedelten ländlichen Regionen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung einer sektorenübergreifenden medizinischen Versorgung leisten“, sagte Glawe im Landtag. Auch die Kommunikation zwischen dem ambulanten und stationären Bereich der Gesundheitsversorgung kann weiter verbessert werden. „Gerade was die Weitergabe von Informationen angeht, besteht noch Bedarf. Hier sind zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Es wird darauf ankommen, dass die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden und wir die hier gesammelten guten Erfahrungen zügig in die Regelversorgung überführen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Als Beispiele nannte er Projekte wie den Telenotarzt, die elektronische Patientenakte und das Projekt Herz-Effekt, die gegenwärtig im Land erprobt werden.

WEMAG richtet Servicestation im Roggendorfer Dorfladen ein

Energieversorger stattet Dorfläden als Servicepartner für Strom und Gas aus

Roggendorf – Ab sofort können die Kunden der WEMAG und alle, die sich für die Ökostrom- und Erdgasprodukte des kommunalen Energieversorgers interessieren, bei ihrem Einkauf im Dorfladen in Roggendorf auch den Service der WEMAG nutzen. Denn in der Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg ist seit dem 13. Oktober die vierte WEMAG-Servicestation eröffnet. „In einer Flächenregion wie Mecklenburg-Vorpommern ist es gar nicht immer einfach, seine Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären“, weiß Jenny Wrobel, Ansprechpartnerin für Privat- und Gewerbekunden bei der WEMAG. „Mit der Servicestation bieten wir Interessenten die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert in ihrer Nähe über die Angebote der WEMAG zu informieren und unsere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.“

Geschäftsinhaberin Sylvia Illgen und WEMAG-Mitarbeiterin Jenny Wrobel (v.l.) bestücken den Dorfladen in Roggendorf mit Informationsmaterial für Strom- und Gaskunden Foto @ WEMAG/Fabian Franz

Zur Eröffnung in Roggendorf hat Jenny Wrobel Ladeninhaberin Sylvia Illgen mit Informationsmaterialien rund um die Themen Ökostrom, Erdgas und Energiesparen ausgestattet. Aber auch Vordrucke zur Zählerstandsmitteilung, Abschlagsanpassung oder Neuanmeldung liegen im Lebensmittelmarkt bereit. Die Post an die WEMAG können die Roggendorfer nun auch im Geschäft abgeben. „So halten wir den kurzen Draht zu unseren Kunden“, so Wrobel weiter.

„Mit den Servicestationen schafft die WEMAG Kontaktmöglichkeiten auch in kleineren Ortschaften. So müssen die Leute vor Ort keine weiten Wege mehr in Kauf nehmen und können quasi während des Einkaufens die Serviceleistungen der WEMAG in Anspruch nehmen“, sagt Ladeninhaberin Sylvia Illgen. Sie freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit der WEMAG und in dem Zusammenhang auch auf mehr Kunden in ihrem Geschäft.

Im Roggendorfer Dorfladen findet sich nun der vierte Servicepunkt der WEMAG. In Grebs bei Eldena, Marnitz und Warnow wurden bereits weitere Lebensmittelmärkte mit Servicematerialien von der WEMAG ausgestattet. Noch einige weitere sollen im gesamten regionalen Versorgungsgebiet bis zum Jahresende folgen.

Neben Servicepunkten stehen Kunden natürlich auch weiterhin die Türen zum Kundencenter in Schwerin offen. Auch die mobile Kundenberatung, das WEMAG-Infomobil, bleibt weiter im Einsatz. Zu insgesamt 185 Terminen an 32 Standorten war es im Jahr 2016 für Einwohner vor Ort.

Staatssekretär regt bundesweite Abgabe für Erhalt der Schutzgebiete an

Insel Rügen – Einen „grünen Soli für den Naturschutz“ regte der Staatssekretär im Landes-Umweltministerium, Dr. Jürgen Buchwald, auf dem „Regionalen Abend“ der Vertreter des Dachverbandes der Nationalen Naturlandschaften, des Nationalen Naturerbes sowie der Arbeitsgemeinschaft Biosphärenreservate und der Wildnisgebiete an.

„Ich bin überzeugt, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 13 Nationalen Naturlandschaften einen ganz besonderen Beitrag für den Naturschutz in Deutschland und in Europa leistet. Deshalb die Bitte an den Bund bzw. die anderen Bundesländer, über einen ‚grünen Soli‘ für den Naturschutz nachzudenken. Nationalparks und Biosphärenreservate können aus meiner Sicht keine reine Länderaufgabe bleiben“, sagte der Staatssekretär in Prora im Naturerbezentrum Rügen.

Buchwald verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern über insgesamt 1.418.300 Hektar unter Schutz gestellte Flächen verfügt, das entspricht 45,8 Prozent der gesamten Landesfläche. Zusammengefasst sind in dieser Zahl neben den Natura-2000-Gebieten inklusive der europäischen Vogelschutzgebiete alle Nationalparks, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete , Biosphärenreservate und Naturparks. Allein auf Rügen finden sich mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, dem Nationalpark Jasmund, dem Biosphärenreservat Südost-Rügen und dem Naturerbezentrum Rügen vier solcher Naturerbegebiete.

Während der Anteil an Nationalparks im Bundesgebiet im Schnitt bei 0,6 Prozent und an Natura-2000-Gebieten im Schnitt bei 14,1 Prozent der Landesfläche liege, komme MV auf 3,7 Prozent bei den Nationalparks und auf 34,5 Prozent bei Natura-2000-Gebieten. Der Staatsekretär unterstrich die Bedeutung dieser Schutzgebiete für Tourismuswirtschaft und naturkundliche Bildung einerseits und für den Erhalt der Artenvielfalt und die Bewältigung des Klimawandels anderseits.

„Die personellen und finanziellen Aufwendungen für den Erhalt der Schutzgebiete werden größtenteils von unserem Land getragen, während Gesamtdeutschland in der Umwelt- und Klimabilanz von unserer Arbeit profitiert“, sagte Dr. Buchwald.

„Bei diesen hochrangigen Schutzkategorien handelt es sich um eine dauerhafte Aufgabe, deren Erfüllung auch eine bedeutende nationale und internationale Dimension hat“, so der Staatsekretär. Deshalb sei es an der Zeit, für Nationalparks und Biosphärenreservate eine reguläre nationale Mitfinanzierung durch den Bund zu erwirken.

AOK Nordost Herbstempfang in Schwerin

Schwerin – In Schwerin hat die Krankenkasse AOK Nordost ihren Herbstempfang begangen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat vor Ort gefordert, das Gesundheitssystem noch stärker an den Belangen der Patienten auszurichten. „Wir brauchen mehr innovative Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme wie in ländlichen Regionen. Hierzu zählt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Zuge der Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung. Die Telemedizin bietet neue Ansätze. Wichtig ist es, die in der Versorgungspraxis bewährten Lösungen in die Regelversorgung zu überführen. Sie werden so für alle zugänglich gemacht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die hohe Bedeutung der digitalen Gesundheit spiegelt sich auch im Koalitionsvertrag der Landesregierung wider. „Ein Baustein ist die Telemedizin. In diesem Bereich liegt weiteres Innovationspotenzial auch in der Erforschung und Nutzung telemedizinischer Anwendungen. Wichtig ist es, die Chancen der Telemedizin frühzeitig zu erkennen und sie in der ambulanten und stationären Versorgung weiter auszubauen“, sagte Glawe weiter.

Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung unseres Landes kann die Telemedizin gerade in den dünnbesiedelten ländlichen Regionen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung einer sektorenübergreifenden medizinischen Versorgung leisten. „Ressourcen der Gesundheitsversorgung können ohne Rücksicht auf räumliche Distanzen verfügbar gemacht werden. Auch die Kommunikation zwischen dem ambulanten und stationären Bereich der Gesundheitsversorgung kann weiter verbessert werden, gerade was die Weitergabe von Informationen z. B. zu Medikamenten angeht. Gerade die Vernetzung auf den verschiedenen Ebenen ist ein Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserem Flächenland. Hier arbeiten wir intensiv daran“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe.

Der Minister machte in diesem Zusammenhang auf das Projekt HaffNet aufmerksam. „Das ist ein innovatives Modell in der Patientenversorgung für die Uecker-Randow-Region und Anklam. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Vernetzung und Koordination von ambulanten und stationären Versorgungsleistungen. Gerade die Vernetzung auf den verschiedenen Ebenen ist ein Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserem Flächenland. Wir brauchen mehr solche kreativen und mutigen Denkweisen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Er dankte den Projektverantwortlichen vom Ärztenetzwerk HaffNet, der AOK Nordost, der Kassenärztliche Vereinigung M-V (KVMV) und der AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern für die Umsetzung des Vorhabens.

Die AOK Nordost ist am 01. Januar 2011 durch den Zusammenschluss der AOK Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entstanden. Die AOK Nordost ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Die AOK Nordost hat rund 1,8 Millionen Versicherte und rund 5.600 Beschäftigte, davon 180 Auszubildende.

Pilotprojekt „Minicomputer in der Grundschule“ gestartet

Landesregierung, DVZ und IHK zu Schwerin starten Aufruf zur Teilnahme

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern können künftig schon Grundschülerinnen und Grundschüler auf spielerische Art und Weise Programmieren lernen. Die Landesregierung, die Calliope gGmbH, das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ) und die Industrie und Handelskammer zu Schwerin haben heute das gemeinsame Pilotprojekt „Minicomputer in der Grundschule“ gestartet. Dabei stehen den Grundschulen im Land 100 Klassensätze des Lerncomputers „Calliope“ kostenlos zur Verfügung. Grundschulen, die einen Klassensatz erhalten möchten, können bis zum 30. November 2017 ihr Interesse im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums anmelden.

„Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Computer, was beim Programmieren vor sich geht“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wenn die Lehrer den ‚Calliope mini‘ im Unterricht einsetzen, tun sie genau das, was ich unter Medienbildung verstehe: Es ist mehr, als eine reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Herumwischen auf dem Tablet“, so Hesse.

„Für meine zwei Töchter würde ich mir sehr wünschen, dass sie in der Schule die Möglichkeit bekommen, auf diesem Wege an dieses spannende Thema auf spielerische Weise herangeführt zu werden“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Der Minicomputer „Calliope“ hat die Form eines Sheriffsterns und sieht aus wie das Innenleben eines Rechners. Er ist nach einer Tochter des Zeus benannt, der Muse der Wissenschaft. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen bluetoothfähigen Prozessor und einen integrativen Lautsprecher. Ein Klassensatz der Minicomputer mit 25 Exemplaren hat einen Wert von 750 Euro. Die Kosten in Höhe von insgesamt 75.000 Euro übernimmt die Calliope gGmbH.

„Der Mikroprozessor ‚Calliope mini‘ besticht durch seine Einfachheit und zugleich mit seiner Vielzahl an Funktionen. Das macht ihn besonders für den Einsatz in der Grundschule interessant. Hier können Kinder frühzeitig den Umgang mit Technik erlernen und mit Spaß im Unterricht erste Medienkompetenz erlangen“, sagte Hubert Ludwig, der Geschäftsführer der DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

„Wir sagen ‚Ja‘ zum ‚Calliope mini‘, weil es für unsere Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit ist, sich quasi spielerisch an Programmierung und Logik heranzutasten. Hier haben wir eine Technik zum Anfassen und Erleben – und das bereits in der Grunschule“, betonte Peter Todt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin.

„Wir möchten Eltern und Kindern spielerisch die Angst vor der Digitalisierung nehmen und streben eine Teilhabe aller durch erschwingliche Technik an. Der ‚Calliope mini‘ schafft die Neugierde, Kinder zu Akteuren im digitalen Umbruch zu machen und ihnen später einen selbstbestimmten Umgang mit Technologie zu ermöglichen“, erläuterte Klaus J. Buß, Geschäftsführer der Calliope gGmbH.

Für Grundschulen, die sich am Pilotprojekt beteiligen, ist noch in diesem Schuljahr eine regionale kostenlose Fortbildung vorgesehen. Die Lehrerfortbildung wird durch das IQ M-V in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAIS organisiert. Jede Schule, die mit mindestens einer Lehrkraft an der Fortbildung teilnimmt, erhält im Anschluss einen kostenlosen Klassensatz mit 25 Minicomputern. Um die Geräte nutzen zu können, sollte die Schule über einen Computerraum mit Internetzugang verfügen.

Regionalkonferenz der IHK zu Rostock

Rostock – Unter dem Titel „Industriepotenziale für die Regiopolregion Rostock – Welche Chancen bietet der Standort Rostock?“ fand am Dienstag (17.10.) die Regionalkonferenz der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) statt. „Die Regiopolregion Rostock ist wirtschaftlich auf gutem Kurs. Die ansässige Industrie hat eine große Bedeutung für die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns und ist zu einem starken Standbein der Wirtschaft des Landes geworden. Dazu gehören auch die zahlreichen Unternehmen und Arbeitsplätze im Handwerk und im Dienstleistungsbereich, die für und mit der Industrie arbeiten. Sie alle stehen für hochqualifizierte Arbeitsplätze, innovative Produkte und moderne Technologien. So werden gesellschaftliche Werte, nachhaltige Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph anlässlich der Regionalkonferenz. Der Staatssekretär wurde vor Ort von Jochen Freese, Referatsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik im Wirtschaftsministerium, vertreten.

Um die wirtschaftliche Basis in Mecklenburg-Vorpommern zu verbreitern, wirbt das Wirtschaftsministerium mit einer Industrieoffensive für den Standort Mecklenburg-Vorpommern. Dabei ist vorgesehen, das Land im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort zu vermarkten. Vor allem die weitere gezielte Entwicklung und Erschließung von hafennahen Flächen in Rostock, Stralsund, Wismar und Sassnitz/Mukran stehen dabei im Fokus. Auch Großgewerbestandorte in Schwerin, Rostock-Laage, dem Pommerndreieck bei Grimmen und der Standort Pasewalk sollen beworben werden. „Grundvoraussetzung für neue Unternehmensansiedlungen sind attraktive Industrie- und Gewerbegebiete. Wir treiben den gezielten und funktionalen Ausbau der Infrastruktur voran. Dem Großgewerbegebiet Rostock-Laage kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Am Standort sind insgesamt rund 500 Hektar für Gewerbe und Industrieanlagen ausgewiesen. Dafür wollen wir verstärkt in die Offensive gehen, beispielsweise über Messepräsenzen mit Beteiligung der regionalen Partner der Wirtschaftsförderung sowie Wirtschaftsreisen mit Unternehmensvertretern ins In- und Ausland, um Investoren für diese Flächen zu gewinnen“, sagte Rudolph.

Für die Erschließung, den Ausbau und die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbegebieten sowie für weitere Infrastrukturmaßnahmen in der Region sind aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) seit 1990 bei Gesamtinvestitionen in Höhe von 579 Millionen Euro Investitionszuschüsse in Höhe von 387 Millionen Euro ausgereicht worden. So hat das Wirtschaftsministerium unter anderem für den ersten bis dritten Bauabschnitt im maritimen Gewerbegebiet Seehafen Rostock die Gesamtinvestitionen in Höhe von 72,1 Millionen Euro mit knapp 62 Millionen Euro unterstützt. Des Weiteren sind der Technologiepark Warnemünde, die Gewerbegebiete Ost und West in Ribnitz-Damgarten sowie das maritime Gewerbegebiet Rostock-Groß Klein mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums hergerichtet worden. „Die Regiopole Rostock verfügt über hervorragende Standortbedingungen. Maritime Gewerbeflächen, Standorte in Hochschulnähe, direkte Verbindungen an den Hauptverkehrsadern zu Wasser und zu Lande sowie vor Ort ansässige Forschungseinrichtungen bieten ideale Voraussetzungen für Unternehmensansiedlungen“, sagte Rudolph.

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium seit dem Jahr 2011 in der Regiopolregion Rostock (Hansestadt Rostock, Landkreis Rostock, Ribnitz-Damgarten) 170 unternehmerische Investitionsvorhaben im gewerblichen und industriellen Bereich in Höhe von rund 82 Millionen Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 355 Millionen Euro unterstützt. Damit sind rund 1.061 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen und rund 5.865 Arbeitsplätze gesichert worden. In Mecklenburg-Vorpommern gesamt waren es im gleichen Zeitraum 681 Investitionsvorhaben, die mit rund 392 Millionen Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von knapp 1,9 Milliarden Euro gefördert wurden. Dadurch entstanden 5.314 neue Arbeitsplätze und 25.400 Jobs wurden gesichert. Jüngste Beispiele für Unternehmenserweiterungen in der Region sind die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, die EEW Specialpipe GmbH und die Rostocker Korrosionsschutz GmbH.

Schwesig sieht gute Argumente für Erhalt und Ausbau der Darßbahn

Barth – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann haben gestern in Barth ein Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative „Keine Bahn ist keine Lösung“ geführt

„Die Bürgerinitiative kämpft schon seit vielen Monaten für den Erhalt der Bahnstrecke von Velgast nach Barth und für eine Verlängerung der Bahnverbindung bis auf den Darß. Es ist klar: Die Landesregierung muss demnächst eine Entscheidung über die Bahnstrecke treffen. Es war mir wichtig, vor einer solchen Entscheidung persönlich mit den Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Und ich muss sagen: Ich habe gestern viele gute Argumente für den Erhalt und den Ausbau der Bahnstrecke gehört“, erklärte Schwesig heute in Schwerin.

„Wir waren uns in dem Gespräch einig darüber, dass der Erhalt der Bahnstrecke nach Velgast und die Verlängerung auf den Darß miteinander zusammenhängen. Wir werden diese Bahnstrecke auf Dauer nur erhalten können, wenn sie bis auf den Darß verlängert wird“, erklärte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel.

„Die Bürgerinitiative hat für eine schnelle Entscheidung geworben. Das verstehe ich“, sagte Schwesig. Es seien aber noch Gespräche mit dem Bund erforderlich. „Frau Merkel und Herr Dobrindt haben sich zuletzt positiv über die Darßbahn geäußert. Dazu führen wir jetzt natürlich Gespräche mit dem Bund.“ Schwesig kündigte außerdem an, die beteiligten Akteure im Land und im Kreis an einen Tisch holen zu wollen.

„Die Menschen in Barth und Umgebung haben ein starkes Signal für den Erhalt ihrer Bahnstrecke gesendet“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann. „Ich bin sehr dankbar für das Engagement der Bürgerinitiative. Die Region muss jetzt geschlossen für das Projekt kämpfen, das großes Potential für Vorpommern bietet.“

A 20 bei Tribsees: Alternative Umleitungen und Behelfsbrücke in Aussicht

Tribsees – „Wir haben in der kurzen Zeit seit Feststellung des Absackens des Straßenkörpers Ende September unter Hochdruck Maßnahmen entwickelt und geprüft, um zunächst den Umleitungsverkehr für alle Betroffenen möglichst verträglich zu gestalten. Außerdem haben wir die dauerhafte Instandsetzung der Ostseeautobahn in diesem Bereich in Angriff genommen“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel heute (17.10.2017) bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Manfred Rathert und Ronald Normann, Abteilungsleiter Autobahn beim Landesamt an der beschädigten Autobahn 20 bei Tribsees. Dort stellten sie das Handlungskonzept vor, das kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen enthält.

„Wir sind bestrebt, die derzeitige Verkehrsführung auf der A20 – eine verbleibende Fahrspur in Richtung Stettin – aufrecht zu erhalten, solange dies unter Gewährleitung der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer vertretbar ist“, so der Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Dies hänge vom weiteren Verformungsverhalten des Straßendamms ab. Um dies zu kontrollieren, werden täglich engmaschig Setzungs- und Dehnungsverhalten gemessen und – auch nachts – die Entwicklung bereits vorhandener Risse und eventuelle Neubildungen permanent beobachtet. „Die aktuellen Messergebnisse deuten nicht auf eine erforderliche Vollsperrung hin. Sollte sich dies ändern, sind wir sofort handlungsfähig und können die bereits vorbereitete Totalsperrung sofort umsetzen und die Umleitung aktivieren.“

Für die Umfahrung der Schadstelle ist bis auf Weiteres eine offizielle Umleitung – U 38 – von Tribsees über Bad Sülze, Dettmannsdorf und Sanitz zur Anschlussstelle Sanitz ausgewiesen. Um die Auswirkungen für die Anwohner erträglicher zu gestalten, wird in bebauten Bereichen außerhalb geschlossener Ortschaften entlang der Strecke im Einzelfall die Geschwindigkeit von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde heruntergesetzt. Die Abstimmungen dazu laufen.

Ebenfalls vorgesehen ist, in der Gemeinde Langsdorf und anderen Durchfahrten Bedarfsampeln aufzustellen, die den Fußgängern das Queren der Straße erleichtern sollen. Auch hierzu laufen die Abstimmungen. „Uns ist bewusst, welche Belastung dieser plötzliche und unerwartete Ausfall der A20 für diejenigen bedeutet, die an der Umleitungsstrecke wohnen“, sagt Christian Pegel und verspricht: „Wir tun Alles, um diese Belastung so gering wie möglich zu halten und so schnell wie möglich wieder zu beseitigen.“

Voraussichtlich Anfang November wird zusätzlich zur aktuellen Umleitungsstrecke über Sanitz eine weitere über die L 19 und L 23 über Böhlendorf in Richtung Bad Sülze zur Verfügung stehen. Dort hatte das Straßenbauamt Stralsund bereits vor dem Absacken der A 20 Bauarbeiten begonnen, die eine Vollsperrung erforderlich machten. Diese Bauarbeiten wurden beschleunigt und sollen gegen Ende dieses Monats beendet sein. Dadurch würde sich die Umleitungsstrecke von etwa 30 auf ca. 11 Kilometer verkürzen. „Da diese Strecke für den gefahrlosen Begegnungsverkehr zu schmal ist, wird sie allerdings im Falle einer Sperrung beider Richtungsfahrbahnen der A 20 nur für eine Richtung zur Verfügung gestellt werden können“, sagt Landesamtsleiter Manfred Rathert.

Es wurden weitere Alternativen für Umleitungsstrecken betrachtet und werden derzeit geprüft. Dazu zählt u.a. die Herstellung einer Behelfsauf- und -abfahrt zur Autobahn von der Kreisstraße NVP 9 für beide Richtungen, mit der sich die Umleitungsstrecke auf etwa vier Kilometer verringern würde. Ziel ist es bei positivem Prüfergebnis, diese provisorische Anschlussstelle bis möglichst zum Jahresende zu errichten – und zurückzubauen, sobald sie nicht mehr erforderlich ist.

Dies könnte bei günstigem Verlauf schon im Laufe des Sommers 2018 der Fall sein. „Wir haben in der vergangenen Woche bereits die Planung einer ca. 80 – 100 Meter langen auf Großbohrpfählen gegründeten Behelfsbrücke sowie das dafür erforderliche Baugrundgutachten beauftragt“, sagt Manfred Rathert und fügt hinzu: „Sollten die Planungen bis zum Jahresende 2017 abgeschlossen sein, könnten die Bauleistungen Anfang 2018 ausgeschrieben werden. Ein Versprechen, dass alles bis zu den Sommerferien abgeschlossen ist, kann angesichts zahlreicher Unwägbarkeiten derzeit allerdings nicht gegeben werden.“ Die Behelfsbrücke würde den Verkehr über die A 20 auf mindestens einer Spur pro Richtung ermöglichen. Der Bund hat bereits signalisiert, solch‘ eine Brücke zeitnah zur Verfügung zu stellen.

„Wir können zurzeit nicht vollständig ausschließen, dass auch der übrige Dammbereich bzw. die Gründung geschädigt sind oder in Zukunft Schäden auftreten. Daher werden wir den Baugrund und den Zustand des gebauten Gründungssystems umfassend, auch hydrologisch, untersuchen lassen“, sagt Ronald Normann, Leiter des Bereiches Autobahn im Landesamt. Diese Untersuchungen wurden zum Teil bereits beauftragt. „Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, können wir Konstruktionsvarianten für eine dauerhafte Lösung entwickeln.“

Minister Christian Pegel wirbt noch einmal für Verständnis bei allen, die von dem unerwarteten plötzlichen Abbruch der Fahrbahn an der Trebeltalbrücke betroffen sind. „Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, die Folgen für Autofahrer und Anwohner so verträglich wie möglich zu gestalten und die A 20 schnell wieder durchgängig für den Verkehr zu öffnen. Ich bedanke mich für Ihre Geduld und Ihr Verständnis.“

Förderung für Kleinstunternehmen

Schwerin – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV bietet in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) eine Kleinstunternehmensförderung für Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz an. Wer noch in diesem Jahr eine Förderzusage erhalten möchte, der sollte bis zum 30.11. 2017 seinen Antrag einreichen.

Bezuschusst werden können die Anschaffungskosten für langlebige Wirtschaftsgüter, die im Sachanlagevermögen von Betrieben verbucht werden, z.B. Baukosten für Neubau und Modernisierung, Bürohardware und Software, Verkaufstresen, Kühlzelle oder Möbel.

Der Fördersatz beträgt 35 Prozent bei Existenzgründungen und 30 Prozent bei Modernisierungen. Voraussetzung für die Förderung ist u.a. dass der Unternehmenssitz in ländlicher Region, außerhalb größerer und mittelgroßer Städte, angesiedelt ist und der überwiegende Absatz im Umkreis von 50 km realisiert wird.

Zielgruppe sind Kleinstunternehmen, die vor allem der Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Dienstleistungen vor Ort dienen. Die Förderbereiche sind sehr vielfältig, es lohnt sich nachzufragen. Beispielhaft seien das Friseurgewerbe oder der Tischler genannt. Bislang haben 17 Kleinstunternehmen eine Förderung in Anspruch genommen.
Anträge können ganzjährig beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, Bleicherufer 13, 19053 Schwerin, eingereicht werden.

Unterstützung bei der Antragstellung und Entwicklung der Unternehmenskonzepte geben auch die Handwerkskammern und IHK in Ihrer Region.

Branchentag der Unternehmerverbände in Mecklenburg-Vorpommern

Roggentin – Das Thema „Informations- und Kommunikationstechnologie in Mecklenburg-Vorpommern“ stand am Mittwoch (18.10.) in Roggentin (Landkreis Rostock) im Mittelpunkt des fünften Branchentages der regionalen Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommerns. „Der digitale Wandel bringt zahlreiche Veränderungen für die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns mit sich. Ein produktiver Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung ist bei Strafe des Marktaustritts alternativlos. Bereits bestehende Wertschöpfungsmodelle und Produktionsabläufe in den Unternehmen werden sich nachhaltig verändern. Daraus folgend verschieben sich die Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Damit die Unternehmen ihre aktuelle Marktposition in Zukunft behaupten und ausbauen können, müssen sie die digitale Transformation stärker mitgestalten. Dafür braucht es Rahmenbedingungen, um die Digitalisierung als einen sich kontinuierlich verändernden Prozess, der eine ständige Neuausrichtung und Überarbeitung bestehender Unternehmensprozesse erfordert, zu verstehen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen auf diesem Weg“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Um sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und entsprechende unternehmerische Anpassungen zu gestalten, unterstützt das Wirtschaftsministerium unter anderem im Rahmen der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEI) einen Einstieg in den Digitalisierungsprozess. Seit 2015 wurden aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) insgesamt 235 Projekte mit rund 82,1 Millionen Euro unterstützt, welche im Rahmen von Produkt- und Verfahrensentwicklungen durch Digitalisierungskomponenten an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen haben. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH. Der Serienfertiger und Zulieferer für die Automobilindustrie hat sich auf die Produktion von Stanz- und Tiefziehteilen spezialisiert. Derzeit soll die mobile und automatisierte Bestückung, Bedienung und Werkstückentnahme der im Unternehmen vorhandenen Pressen mittels mobilen Robotern für den Ausgleich kurzfristiger Kapazitätsschwankungen oder bei kurzfristigen Auftragseingängen umgesetzt werden. „So kann das Unternehmen durch die Digitalisierung eine flexiblere Auftragsbearbeitung umsetzen und langfristig die eigene Wertschöpfung nachhaltig erhöhen“, sagte Rudolph.

Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit für Unternehmen auf dem Weg zur steigenden Digitalisierung liegt in der Regionalen Innovationsstrategie (RIS). Ziele sind die Profilierung des Forschungs- und Technologiestandortes Mecklenburg-Vorpommern in den technologischen Zukunftsfeldern Gesundheit/Life Science, Ernährung, Energie und Klima, Mobilität, Information und Kommunikation sowie nachhaltige Produktionstechniken und neue Werkstoffe (insbesondere im Maschinenbau). In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen insgesamt im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Regionale Innovationsstrategie soll ein positives Innovationsklima schaffen, um die Wirtschaft und die Wissenschaft des Landes noch mehr als bisher zu motivieren, wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln und zukunftsorientierte sowie attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei spielen die Veränderungen durch die Digitalisierung eine große Rolle“, sagte Rudolph.

Veranstalter des Branchentages waren der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., der Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. und der Unternehmerverband Vorpommern e.V. „Die Unternehmensverbände in Mecklenburg-Vorpommern leisten mit der Organisation der Veranstaltungsreihe einen wichtigen Dienst für ihre Mitglieder. So ist ein effektiver Informations- und Erfahrungsaustausch gegeben“, sagte Rudolph abschließend.