Eine Maus steht unter Strom

Sozialministerin Drese und Vorstand Murche eröffnen traditionelle Kita-Aktion der WEMAG

Schwerin – Seit 21 Jahren ist es beim Energieversorger WEMAG Tradition, in der Vorweihnachtszeit kleine Geschenke an die Kindertagesstätten in ihrem Versorgungsgebiet zu übergeben. Den Auftakt zu dieser Aktion haben heute Sozialministerin Stefanie Drese und WEMAG-Vorstand Thomas Murche in der „Kindertagesstätte für ALLE“ in Retgendorf gesetzt.

Sozialministerin Stefanie Drese (re.) und WEMAG-Vorstand Thomas Murche (li.) beschenken Kinder der Kindertagesstätte Retgendorf. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Überreicht wurde vor leuchtenden Kinderaugen das Kinderbuch „Die kleine Rennmaus und ihr Zauberhaus“, das von der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien herausgegeben wird. „Die kleine Rennmaus ist ein Energiebündel, sie läuft und springt den ganzen Tag. Sie lebt in ihrem Zauberhaus und stellt ihren eigenen Strom her: mit Lauf-, Wasser- und Windrad und einer Solaranlage auf dem Dach“, erklärt Thomas Murche den staunenden Kindern bei der Übergabe des Geschenks. Passend zum Buch wurde von der Lewitz-Werkstätten gGmbH wieder in liebevoller Handarbeit Holzspielzeug gefertigt, mit dem die Kindergartenkinder die Geschichte nachspielen können.

Dazu gehören ein Zauberhaus mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, ein Windrad, ein drehbares Wasser- und Laufrad, eine Batterie und natürlich eine kleine Rennmaus. Das „Grüner Strom“-Label fördert das Kindergarten-Spiel in diesem Jahr mit 5.000 Euro, da es als Material für die Bildungsarbeit im Bereich von erneuerbaren Energien genutzt wird. „Wir entwickeln seit vielen Jahren immer wieder neues Holzspielzeug, das in regionalen Werkstätten von Menschen mit Behinderung gefertigt wird. Und zeigen damit doppeltes Engagement: Wir unterstützen die heimische Wirtschaft und überraschen die Kindertagesstätten in der Region“, berichtet Thomas Murche.

Auch Sozialministerin Stefanie Drese bestärkt diese gute Tradition der WEMAG von ganzem Herzen. „Ich finde das Zusammenspiel zwischen WEMAG, Lewitz-Werkstätten und den Kindertagesstätten fantastisch. Es ist beeindruckend, was Menschen mit Behinderungen in Handarbeit leisten können. Mithilfe der detailgetreuen Gestaltung können die Kinder spielerisch lernen, wie grüner Strom selbst erzeugt werden kann“, so die Ministerin.

Die „Kita für ALLE“ liegt am Schweriner Außensee und wurde 1992 als erster integrativer Kindergarten in MV gegründet. In insgesamt acht Familiengruppen leben, lernen und spielen Krippen- und Kindergartenkinder. Das Besondere dabei: Die Kinder erleben ihren Alltag in altersgemischten Familiengruppen, sie haben einen unterschiedlichen Entwicklungsstand und werden zum Teil auch unterschiedlich betreut. „Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen. Sie lernen beim Spielen. Das Spielen trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentfaltung bei“, sagt Thomas Tweer, Geschäftsführer des Kita-Trägers Diakoniewerk Neues Ufer, bei der feierlichen Übergabe.

In der Vorweihnachtszeit schwärmen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WEMAG in etwa 200 Kindertagesstätten im WEMAG-Netzgebiet aus. „Vielen ist es eine große Freude, und nicht selten sind es auch die eigenen Kinder unserer Mitarbeiter, die in der Kindertagesstätte auf das traditionelle Geschenk der WEMAG warten“, so Murche abschließend.

Neuer Löschwasserteich für mehr Sicherheit in Neu Zierhagen

Neu Zierhagen – In dem kleinen Dorf Neu Zierhagen in der Gemeinde Lalendorf (Landkreis Rostock) sind die Wohnhäuser mit Reetdacheindeckung nicht zu übersehen. Was malerische aussieht, kann brandschutztechnisch schnell ein großes Problem werden. Denn es gibt im Dorf keine natürliche Löschwasserversorgung.

Auch ein Hydrantennetz ist nicht vorhanden. Für mehr Sicherheit soll künftig ein Feuerlöschteich sorgen, der sicherstellt, dass im Brandfall schnell und genügend Löschwasser bereit steht. Das Innenministerium unterstützt den Bau daher ausnahmsweise mit einer Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 30.600 EUR. Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von rund 64.200 EUR gerechnet.

„Während früher fast jedes Dorf seinen Löschwasserteich hatte, findet man sie heute nur noch selten innerhalb der Ortslagen“, sagte Minister Lorenz Caffier heute in Lalendorf bei der Übergabe des Förderbescheides an den Bürgermeister Herrn Reinhard Knaack.

„Der Rückgang hat viele Gründe wie z.B. die veränderten Anforderungen an die Menge des Löschwassers, die Beschaffenheit der Teiche sowie die alternativen Möglichkeiten, Löschwasser für den ersten Angriff in modernen Fahrzeugen bereits mitzuführen. Aber es darf nicht passieren, dass die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrückt und es ist nicht ausreichend Löschwasser da.“

Sanierung der Kita „Sonnenkäfer“ in Malchin

Malchin – Für die Umgestaltung und Sanierung der Innenräume der Kita „Sonnenkäfer“ in der Stadt Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält der Regionalverband der Arbeiterwohlfahrt Demmin Fördermittel in Höhe von ca. 230.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die zuwendungsfähigen Ausgaben betragen etwa 310.000 Euro.

Die Kita „Sonnenkäfer“ liegt inmitten einer Plattenbausiedlung am Stadtrand von Malchin und wurde in den 1980er Jahren erbaut. Im Jahr 2014 wurde die Außenfassade der Kita nachhaltig saniert. Der Regionalverband der Arbeiterwohlfahrt Demmin als Träger der Einrichtung hat das Gebäude entkernen und die Innenräume mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro sanieren lassen.

Die Arbeiten haben mit Zustimmung des Bauministeriums bereits im Dezember 2016 begonnen und wurden im November 2017 abgeschlossen. Mit Fertigstellung der Arbeiten können nun in der Kita 42 Krippen-, 96 Kindergarten- und 66 Hortkinder betreut werden.

Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Abschluss wird gefördert

Schwerin – Das Wirtschaftsministerium unterstützt kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss.

„Wir wollen damit den Ausbau der Kapazitäten im ingenieurtechnischen und im IT-Bereich der Unternehmen weiter voranbringen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz von kleinen und mittelständischen Betrieben durch die Entwicklung marktfähiger Produkte zu erhalten und weiter auszubauen. Zusätzliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten können in den Unternehmen voran gebracht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Von der Förderung auf der Grundlage der neuen Richtlinie können in Mecklenburg-Vorpommern künftig kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem gesamten verarbeitenden Gewerbe profitieren. Damit sind auch Handwerksunternehmen, die die GRW-Voraussetzungen wie z.B. den überregionalen Absatz erfüllen, antragsberechtigt.

„Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe vollzieht sich in vielen Bereichen gerade ein enormer Umstrukturierungsprozess beispielsweise im Bereich der Digitalisierung. Damit kleine und mittlere Unternehmen bei der Bewältigung dieser Anforderungen mithalten können, sollen sie bei der Einstellung von neuem technischen Personal Unterstützung erhalten“, so Wirtschaftsminister Glawe. „Durch die Förderung können auch kleine und mittlere Unternehmen attraktive Einstellungsvoraussetzungen bieten, dies ist in Zeiten der Fachkräfteknappheit unbedingt notwendig.“

Die Richtlinie sieht vor, dass es sich bei der geförderten Personalstelle um ein unbefristetes – zusätzliches zum bisher schon vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss – Beschäftigungsverhältnis handeln muss, das tarifgleich vergütet wird. Für den neuen Mitarbeiter muss es sich um eine Ersteinstellung oder um eine Einstellung nicht später als drei Jahre nach Hochschulabschluss handeln. Die Förderungshöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben und wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt.

Anträge können ab sofort beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern gestellt werden. Die Richtlinie ist am 27. November veröffentlicht worden und rückwirkend vom 15. Juli 2017 in Kraft getreten. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2021.

Einweihung des neuen Geläuts der Petri Kirche in Wolgast

Wolgast – Mit einem Festgottesdienst zum ersten Advent ist in der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) das neue, fünfstimmige Geläut der Kirche eingeweiht worden.

„Dank des großen Engagements der Kirchengemeinde mit seinem Förderverein ist es gelungen, neue Glocken für die St. Petri Kirche über Spenden in Höhe von 60.000 Euro zu finanzieren. Jetzt erklingt im Herzen der Stadt erstmals ein fünfstimmiges Geläut und begleitet so Werk- und Feiertage im religiösen Jahreskreis“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Petri Kirche steht im Zentrum der Stadt Wolgast und ist neben der Gertrudenkapelle Teil der Europäischen Route der Backsteingotik. Die dreischiffige Basilika aus dem 14. Jahrhundert war früher Hofkirche der Herzöge zu Pommern-Wolgast. Heute befindet sich die Grablege der letzten Pommernherzöge in der Gruft von St. Petri und im Kirchenschiff hängt ein Bilderzyklus aus dem Mittelalter zum Totentanz.

Die fünf Bronzeglocken mit den Namen Glaube, Liebe, Hoffnung, Lob und Dank sind im Glockenstuhl der im 14. Jahrhundert errichteten Kirche montiert worden. Die vorherigen Stahlgussglocken wurden außer Dienst gestellt. Mit dem Festgottesdienst wurden die Glocken insgesamt erstmals geläutet.

„Die Petri Kirche ist ein religiöser, kultureller und touristischer Anlaufpunkt in Wolgast. Neben den Gottesdiensten wird Besuchern auch ein vielseitiges Konzertprogramm geboten – unter anderem bei den Wolgaster Sommermusiken. Zugleich lohnt der 184-Stufen-Aufstieg auf den Kirchturm, der die Mühen mit einem traumhaften Blick aus 40 Metern Höhe über die Stadt bis zur Insel Usedom belohnt“, sagte Glawe.

Die Kirche St. Petri in Wolgast erhielt aus dem „Kirchenprogramm 2015“ des Bundes Fördermittel für die Sanierung des Gebäudes in Höhe von 126.000 Euro. Die Gesamtinvestitionen betrugen 210.000 Euro.

Ehrenamtliche für ihre besonderen Verdienste ausgezeichnet

Schwerin – „Heute ist ein Tag, an dem wir zeigen wollen: So vielfältig ist das Ehrenamt bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. So viele Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit für andere. Helfen mit und gestalten ein gutes Zusammenleben. Wir verleihen an 62 Frauen und Männer die „Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern für besondere Verdienste im Ehrenamt“. Als Ministerpräsidentin möchte ich damit ein sichtbares Zeichen für Ihr besonderes Engagement setzen. Diese Nadel ehrt Sie ganz persönlich. Sie ehrt das, was Sie tun und alle, die sich in ähnlicher Weise engagieren. Und sie soll Ansporn sein für andere, Ihrem guten Beispiel zu folgen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Auszeichnungsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am Sonnabend in Schwerin.

Alle Ausgezeichneten seien seit vielen Jahren freiwillig und unentgeltlich für unser Gemeinwesen tätig. Schwesig: „Ehrenamtliche mischen sich politisch ein oder sind die gute Seele im Ort. Viele von ihnen kümmern sich unermüdlich um die Sorgen und Nöte derer, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. In Netzwerken oder Selbsthilfegruppen stehen sie mit Rat und Tat zur Seite, geben Kranken Zuversicht und begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie alle sorgen für Wärme und dafür, dass die Menschen gern bei uns im Land leben. Dafür sage ich allen danke.“

Es sei wichtig, das vielfältige Ehrenamt sichtbar zu machen. „Ich möchte für die Zukunft, dass wir noch mehr Gelegenheit für diese sichtbaren Zeichen im Land haben. Im Sommer haben wir mit der Ehrenamtsstiftung ein Fest des Engagements gefeiert. Da haben wir gemeinsam mit dem Bundespräsidenten die Aufmerksamkeit auf besonders gelungene ehrenamtliche Projekte und auf das Ehrenamt insgesamt gerichtet. Und im November hat der Landtag eine Entschließung zur Einführung der Ehrenamtskarte für Mecklenburg-Vorpommern gefasst. Ich finde, das ist ein guter Weg, Ehrenamtlichen danke zu sagen und ihre Arbeit anzuerkennen. Ich habe die Sozialministerin gebeten, gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung ein Konzept für eine Ehrenamtskarte auf Landesebene vorzubereiten.“ Erste Gespräche habe es bereits gegeben. „Und ich bin sicher: Das wird in Zukunft eine sehr schöne Form der Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit sein.“