Handlungsbedarf bei Notfallversorgung

Glawe: Denkmodelle in Praxis umsetzen – Helios Kliniken sind wichtiger Bestandteil der Krankenhauslandschaft in MV

Schwerin – Auftakt ins neue Jahr: Am Mittwoch hat die HELIOS Kliniken Schwerin GmbH ihren Neujahrsempfang veranstaltet. Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe machte auf das Thema Notfallversorgung aufmerksam. „Die Notaufnahmen in den Krankenhäusern geraten zunehmend an ihre Grenzen, sowohl personell und strukturell als auch finanziell. Um die Patientenversorgung zu verbessern, besteht hier dringender Handlungsbedarf, die Notfallversorgung neu zu regeln und die Vergütung neu zu gestalten“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Wir brauchen Denkmodelle, die auch in die Praxis umgesetzt werden. Eine verstärkte sektorenübergreifende Versorgung ist notwendig. Eine Zusammenführung aller drei Bereiche der Notfallversorgung: des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung, des Rettungsdienstes und der Notaufnahmen der Krankenhäuser würde die Notfallversorgung verbessern“. „Gegenwärtig wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein Vorschlag für ein gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern erarbeitet.“

„Die Helios Kliniken Schwerin sind ein fester und wichtiger Bestandteil unserer leistungsfähigen Krankenhauslandschaft im Land“, sagte Gesundheitsminister Glawe im Rahmen des Neujahrsempfanges. Mit 1.046 Planbetten und 31 Tagesklinikplätzen sind die Helios Kliniken Schwerin das größte Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen 332 Betten und 148 tagesklinische Plätze in der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat den Standort Schwerin in den vergangenen Jahren mit über 380 Millionen Euro gefördert. Das ist auch ein Beitrag dafür, dass das Haus die modernen Standards erfüllen kann und auf dem neuesten Stand der Technik ist“, sagte Glawe.

Gegenwärtig wird der neue Anbau an der Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie umgesetzt. Im Dezember war Richtfest. Der Bau ist Teil einer kofinanzierten Bau- und Sanierungsmaßnahme an der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik. „Durch diese Großinvestition entstehen Räumlichkeiten, die den heutigen Anforderungen an eine moderne Medizin im Bereich der Psychiatrie entsprechen“, so Gesundheitsminister Harry Glawe. Die umfassende Sanierung der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik wird vom Wirtschafts- und Gesundheitsministerium in Höhe von 29 Millionen Euro unterstützt; die Gesamtinvestitionen betragen rund 37 Millionen Euro.

Die Helios Kliniken Schwerin GmbH bietet zahlreiche medizinische Leistungen an. Das Unternehmen ist eines von sieben akademischen Lehrkrankenhäusern der Universitätsmedizin Rostock. Zur GmbH zählen die Betriebsstätten Helios Kliniken Schwerin und Carl-Friedrich-Flemming-Klinik.

Neben den 14 somatischen Fachabteilungen werden mehrere Institute und Zentren und ein Medizinisches Versorgungszentrum in Gadebusch und zwei in Schwerin betrieben. Als besondere Aufgaben sind ein Perinatalzentrum, eine überregionale Stroke Unit und ein Onkologisches Zentrum im aktuellen Krankenhausplan ausgewiesen. Die Tageskliniken der Helios Kliniken Schwerin GmbH befinden sich in Schwerin, Ludwigslust, Wismar und Sternberg.

Ministerin Drese stärkt demokratische Jugendbeteiligung

100.000-Euro-Landesfonds aufgelegt

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese spricht sich für mehr Teilhabe und Mitwirkung von Jugendlichen aus. „Unsere Gesellschaft braucht junge Leute, die sich einmischen und über eigene Angelegenheiten mitreden und mitentscheiden können“, sagte Drese heute in Schwerin. Wer das Engagement Jugendlicher steigern wolle, müsse auch die Voraussetzungen durch attraktivere Rahmenbedingungen verbessern.

Nach Ansicht von Ministerin Drese sind geeignete Beteiligungsformen, die auch finanziell untersetzt sind, motivierend für junge Menschen, gesellschaftliche Belange vor Ort mitzugestalten. „Das ist wichtig für eine lebendige und offene Demokratie“, so Drese.

Für Aktivitäten zur Stärkung der Jugendbeteiligung hat das Sozialministerium ab 2018 einen neuen Landesfonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich aufgelegt, der im Haushaltsplan des Landes verankert ist.

Drese: „Unser Ziel ist es, mehr Jugendliche für Politik bzw. demokratische Prozesse zu begeistern und akzeptierte Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen. Das wollen wir aber nicht verordnen, sondern soll im Dialog erfolgen. So werden wir junge Menschen direkt und im Kontext der Sozialen Medien einladen, an diesem Prozess in M-V aktiv mitzuwirken und ihre Ideen einzubringen.“

Justizministerin Hoffmeister: „Entfristung aller SED-Unrechtsbereinigungsgesetze nötig“

Der Rechtsausschuss des Bundesrates stimmt einem Entschließungsantrag zu, u. a. von M-V eingebracht. Ministerin Katy Hoffmeister: „Widersprüche vermeiden“

Schwerin – „Eine ernstgemeinte Aufarbeitung des DDR-Unrechts setzt insbesondere voraus, dass die Betroffenen zu Lebzeiten einen Antrag auf Rehabilitierung stellen können. Nach geltendem Recht können die Opfer politischer Verfolgung aber nur bis Ende 2019 ihre Rehabilitierung beantragen. Später wäre das nicht mehr möglich. Einige Betroffene waren aber bislang nicht in der Lage die Rehabilitierung zu betreiben. Jeder konkrete Einzelfall liefert einen Beitrag zur Aufarbeitung der politischen Verfolgung in der DDR und hat somit erhebliche gesellschaftliche Bedeutung. Ich freue mich daher, dass der Rechtsausschuss des Bundesrates einem Entschließungsantrag der ostdeutschen Länder zustimmte. Die Bundesregierung wird gebeten, die Voraussetzungen für eine Aufhebung der Antragsfristen in den Gesetzen zur Rehabilitierung von Opfern politischer Verfolgung in der DDR zu schaffen“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister.

„Auch das zweite Ziel des Entschließungsantrags ist mir wichtig. Es muss möglich bleiben, Repräsentanten der staatlichen Ordnung auch künftig auf eine Verstrickung in staatlich verübtes Unrecht in der DDR zu überprüfen. Nach derzeitiger Rechtslage würde am 1. Januar 2020 diese Möglichkeit entfallen. Das Interesse an der Aufklärung von DDR-Unrecht ist ungebrochen. Wenn Stasi-Verstrickungen wichtiger Funktionsträger unentdeckt blieben, wäre das nicht hinnehmbar. Der Respekt vor den Opfern des SED-Unrechts gebietet es, Funktionsträger auch künftig zu überprüfen, zumal viele Menschen noch heute an den Repressionen des Staatssicherheitsdienstes leiden. Würde die Überprüfung wegfallen, während bei SED-Opfern dauerhaft geprüft wird, ob es für die Gewährung von Leistungen Ausschlussgründe, z.B. IM-Tätigkeit gibt, entstünde ein Widerspruch. Im Sinne der Opfer des DDR-Unrechts muss dieser Widerspruch vermieden werden“, fordert Ministerin Hoffmeister.

Sondierungsergebnisse versprechen Gutes für MV

Schwerin – Anlässlich der Debatte um das Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thomas Krüger: „In der Fraktion haben wir ausführlich und offen über die Chancen diskutiert, die mit einer möglichen Regierungsbeteiligung auf Bundesebene einhergehen. Auch wenn man kein Fan einer GroKo ist, muss man erkennen, welche Vorteile für Mecklenburg-Vorpommern entstehen können. Das sieht auch eine große Mehrheit unserer Fraktion so. Wir kommen unserer Herzensangelegenheit, der kostenfreien Kita, einen großen Schritt näher, Schulen und Hochschulen des Landes werden erheblich profitieren. Mehr Kindergeld, weniger Belastung durch Krankenkassenbeiträge und Initiativen für Menschen, die seit langem arbeitslos sind – das alles sind Verabredungen, die die Bürger entlasten und unser Land voranbringen werden. Ich bin kein Freund der GroKo. Aber ohne SPD-Regierungsbeteiligung stünde Mecklenburg-Vorpommern am Ende mit leeren Händen da und das kann ich als Landespolitiker nicht vertreten.“

Präventionsarbeit gegen Gewalt und Kriminalität

Schwerin – Neben seinen eigentlichen sportfachlichen Verbandsaufgaben engagiert sich der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LFV M-V) seit vielen Jahren auch sehr aktiv in der Präventionsarbeit gegen Gewalt und Kriminalität. Dabei zeichnet er sich nicht nur durch seine sehr zuverlässige, kompetente und innovative Mitarbeit in der Arbeitsgruppe „Sport und Gewaltprävention“ des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) aus, sondern auch durch die Organisation und Umsetzung vielfältiger eigener Präventionsmaßnahmen im Amateurfußballbereich.

„Dies hat auch nach Auffassung der Landespolizei maßgeblich dazu beigetragen, dass Gewaltvorfälle im Amateurfußball in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren spürbar reduziert werden konnten“, betonte Innenminister Lorenz Caffier in seiner Funktion als Vorsitzender des LfK auf dem Jahresempfang des Landesfußballverbandes heute in Göhren-Lebbin. „Vor diesem Hintergrund fördert der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr zwei Projekte des Landesfußballverbandes und ein Projekt des Kreisfußballverbandes Vorpommern-Greifswald mit insgesamt 18.800 EUR.“

Als Beispiel nannte der Minister das Projekt des LFV „Souveräner Umgang mit Gewaltvorfällen – Schiedsrichter sollen korrekt handeln“, das mit 8.000 EUR unterstützt wird. Das Projekt zielt dabei auf ein Thema ab, das auch andere gesellschaftliche Bereiche und inzwischen auch die öffentliche Diskussion zunehmend berührt. Es geht um den Respekt der Gesellschaft vor Amtsträgern und bürgerschaftlich engagierten Akteuren – wie z.B. der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten oder wie hier, den Schiedsrichtern. Letztlich geht es um die Vermittlung und das Einstehen für zivilgesellschaftliche Werte.

„Nach meiner Einschätzung ist in nur wenigen Bundesländern der Landesfußballverband so eng und konstruktiv in ein gesamtgesellschaftliches Netzwerk gegen Gewalt eingebunden. Das trägt für alle Beteiligten Früchte“, lobt der Minister. „Die Teilnehmer an Ihrem Projekt sind deshalb nicht nur Botschafter für einen fairen Sport sondern zugleich auch Botschafter für einen gewaltfreien Umgang in unserer Gesellschaft insgesamt.“

Folgende weitere Projekte werden 2018 durch den LfK gefördert:

  • „Unser Fußball ist bunt und tolerant“ (5.800 EUR, LFV M-V)
  • „Fairständnis 2018“ (5.000 EUR, Kreisfußballverband Vorpommern-Greifswald)

Mehmet Turgut war 1998 noch kein Opfer von Nazi-Attacken

Schwerin – Am 13.01.2018 stellte die Ostseezeitung in einem Artikel unter dem Titel „Mehr Nazi-Attacken auf Turgut“ dar, dass es im Jahr 1998 bereits vor dem Mord in Rostock an Mehmet Turgut im Jahr 2004, der dem NSU-Trio zugerechnet wird, „…zwei Attacken von Neonazis“ gegeben haben soll.

Die im Artikel der Ostseezeitung von Politikern der Partei DIE LINKE dargelegten Behauptungen, es wären Hinweise zu vermeintlichen „Nazi-Attacken“ ignoriert worden, weist das Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern als populistische Unterstellung zurück und erklärt folgendes:

Dass es sechs Jahre vor dem Mord an Mehmet Turgut eine körperliche Auseinandersetzung und eine Körperverletzung durch alkoholisierte Imbissbesucher zum Nachteil des damaligen Imbissbetreibers, nicht zum Nachteil Mehmet Turguts, gegeben hat, stellt keine neue Erkenntnis dar. Die polizeilichen Berichte zu dem Vorfall wurden durch das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits zum Bestandteil der Verfahrensakten der durch den Generalbundesanwalt nach Bekanntwerden der Terrorgruppe NSU übernommenen Ermittlungen gemacht. Ebenso sind Informationen zum Brand, für den keine Erkenntnisse vorliegen, dass es sich um einen Brandanschlag gehandelt hat, in den beim GBA liegenden Ermittlungsakten enthalten. Sofern diese Teile der Verfahrensakten nicht den beiden Untersuchungsausschüssen des Bundestages vorgelegt wurden, kann das zumindest nicht der Verantwortung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zugerechnet werden.

Im Zusammenhang mit den Mordermittlungen aus dem Jahr 2004 wurde der Imbissbesitzer mehrfach zeugenschaftlich vernommen. Ein Tatzusammenhang dieser Vorfälle mit dem Mord an Mehmet Turgut kann damals wie heute auf Basis der Erkenntnislage nicht gesehen werden.

Anders als in der öffentlichen Berichterstattung dargestellt, war das Mordopfer Mehmet Turgut eben nicht Opfer der Körperverletzung vom Juni 1998. Es liegen ebenso keine Erkenntnisse vor, wonach der Streit im Imbiss über selbst mitgebrachte Getränke durch einen der Tatverdächtigen politisch motiviert gewesen sein könnte. Über die Tatsache, dass sich innerhalb von sechs Jahren zwei Straftaten an ein und derselben Tatörtlichkeit ereignet haben, auf eine identische Motivation beider Taten zu schließen, ist hochgradig unseriös.

In diesem Zusammenhang wird entgegen der regelmäßigen Vorwürfe des Herrn MdL Ritter, die Landesregierung würde die Fragen zu Aktivitäten des NSU in M-V nur unzureichend beantworten, noch einmal festgehalten, dass die Landesregierung bisher alle Fragen des NSU-Unterausschusses umfassend beantwortet hat, sofern sie selbst über die für die Beantwortung notwendigen Informationen verfügt und durch das Oberlandesgericht München als NSU-prozessführendes Gericht ermächtigt ist, diese zur Verfügung zu stellen. Der Öffentlichkeit Glauben zumachen, die Landesregierung sei ein Hindernis bei der Aufklärung des NSU-Komplexes, ist ein untauglicher Versuch für die Begründung der Notwendigkeit eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) in Mecklenburg-Vorpommern.

Dass die nach inzwischen sechsjährigen Ermittlungen des Generalbundesanwaltes und einem seit bereits vier Jahren in München laufendem NSU-Prozess teilweise immer noch offenen Fragen ausgerechnet durch einen kosten- und personalaufwendigen PUA in M-V beantwortet werden können, dürfte auch Herr Ritter selbst nicht ernsthaft erwarten.

FDP-Gesetzentwurf zu Familiennachzug

Berlin – Der Familiennachzug zu subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen in Deutschland soll nach den Willen der FDP-Fraktion grundsätzlich für weitere zwei Jahre ausgesetzt, aber zugleich für verschiedene Ausnahmefälle wieder zugelassen werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Fraktion zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes vor, der in dieser Woche erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht.

Darin verweist die Fraktion darauf, dass der Familiennachzug für subsidiär Geschützte im Jahr 2016 mit dem sogenannten „Asylpaket II“ bis zum 16. März dieses Jahres ausgesetzt wurde. Während die Kapazitäten zur Integration weiterhin angespannt seien und durch einen Familiennachzug der Angehörigen subsidiär Schutzbedürftiger zusätzlich stark belastet würden, stelle für die Betroffenen die Wartezeit bis zu einer Zusammenführung der Familie bereits jetzt eine große Härte dar.

Wie die Fraktion ausführt, bringt die Einschränkung der allgemeinen Regelungen zum Familiennachzug für weitere zwei Jahre für die Betroffenen eine „erhebliche Belastung“ mit sich, „da sie nun in der Regel mindestens vier Jahre warten müssen, bis die familiäre Lebensgemeinschaft wiederhergestellt werden kann“. Dies sei „gerade im Verhältnis zwischen Eltern und ihren minderjährigen Kindern ein langer Zeitraum“.

Die vorgesehenen Ausnahmefälle sollen laut Vorlage unter anderem Konstellationen erfassen, „in denen es den betroffenen Personen nicht mehr zumutbar ist, länger auf den Familiennachzug zu warten“. Dies könne „aufgrund eines individuellen Härtefalls für die Person, zu welcher der Zuzug nach Deutschland erfolgen soll, oder für die nachzugsberechtigten Personen oder aufgrund einer Verschlechterung der humanitären Lage im Aufenthaltsstaat und einer daraus folgenden Gefahr von Leib, Leben und Freiheit der nachzugsberechtigen Personen der Fall sein“.

Da der Familiennachzug „aufgrund der großen integrationspolitischen Herausforderungen in Deutschland beschränkt wird“, ist es der Fraktion zufolge „nur konsequent“, einen Familiennachzug ferner in den Fällen zu erlauben, in denen der Integrationsaufwand voraussichtlich gering sein wird. „Dies ist zum einen in den Fällen anzunehmen, in denen die Person, zu welcher der Nachzug erfolgt, den Lebensunterhalt sowohl für sich als auch die nachzugsberechtigten Personen sichern kann. Darüber hinaus sollte ein Nachzug aber auch erlaubt werden, wenn die Person, zu welcher der Nachzug erfolgt, sich in die Lebensverhältnisse in Deutschland integriert hat“.

Bildungsministerin lädt ein: Lehrersprechstunde in Rostock

Ministerin Hesse: Umsetzung der Inklusion beschäftigt Lehrerinnen und Lehrer

Rostock – Die Lehrersprechstunde in Rostock geht in die nächste Runde. Zu Freitag, 19. Januar 2018, hat Bildungsministerin Birgit Hesse Lehrerinnen und Lehrer zu persönlichen Gesprächen in das Staatliche Schulamt in Rostock eingeladen. Beginn ist 13 Uhr. 12 Lehrerinnen und Lehrer haben sich angemeldet, freie Plätze gibt es leider nicht mehr. Die Lehrersprechstunden ergänzen die Schulbesuche, bei denen die Ministerin Einblicke in den Schulalltag erhält.

„Im Dezember habe ich mich in den Sprechstunden mit den Lehrerinnen und Lehrern über die Umsetzung der Inklusion, die Finanzierung von Klassenfahrten und das Führen von Klassenbüchern ausgetauscht“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Um das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf wird es auch in dieser Woche gehen. Das zeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer die Umsetzung der Inklusion beschäftigt. Ich kann das nachvollziehen und begrüße, wenn sie mich in den Lehrersprechstunden darauf ansprechen. Außerdem soll es um Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und die Berufsorientierung in der Schule gehen“, sagte Hesse.

Die Lehrersprechstunden in Rostock mit Sprechtagen im Dezember 2017 und Januar 2018 folgen auf Sprechtage in Schwerin. Die erste Lehrersprechstunde in der Amtszeit von Bildungsministerin Birgit Hesse gab es am 30. Juni 2017 in Schwerin, der zweite Teil folgte im September 2017. Die Lehrersprechstunden sollen in loser Folge an jeweils zwei Terminen nacheinander in allen vier Schulamtsbereichen in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg stattfinden.

Gemeinde Karenz stellt auf LED-Beleuchtung um

Karenz – Einen Zuschuss in Höhe von 12.340,30 Euro (Fördersatz 50 Prozent) erhält die Gemeinde Karenz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Karenz beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 48 Leuchten in der Grebser Straße, in der Dorfstraße, im Schulweg, im Malker Weg, in der Bergstraße und in der Straße Musendorf werden durch 48 LED-Leuchten ersetzt.

Pro Jahr können durch das Vorhaben rund 5.300 Kilowattstunden Strom und rund drei Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält auch die Gemeinde Malliß (Landkreis Ludwigslust-Parchim)  einen Zuschuss in Höhe von 37.891,98 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Gemeinde Malliß beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Ortsteil Malliß und Conow auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 174 Leuchten in der Ludwigsluster Straße, Am Mühlenberg, in der Ziegelei-straße, in der Siedlung, in der Conower Straße, in der Straße Sülze, in der Salinenstraße und in der Grebser Straße werden gegen 174 LED-Leuchten ersetzt.

Durch diese Maßnahme können jährlich fast 19.000 Kilowattstunden Strom und elf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Wölfin Naya aus Lübtheen wanderte 700 Kilometer bis kurz vor Brüssel

Schwerin – Wölfin Naya aus Mecklenburg-Vorpommern ist von der Lübtheener Heide aus bis nach Flandern gewandert. Derzeit hält sich das Tier auf einem Truppenübungsplatz 70 Kilometer vor Brüssel auf. Damit ist Naya der erste wilde Wolf, der seit mehr als hundert Jahren in Belgien gesichtet wurde.

Naya war im Mai 2016 im Lübtheener Rudel geboren und im Herbst 2016 mit einem Halsbandsender ausgestattet worden. Im Oktober 2017 hatte sich die Fähe erstmals von ihrem Rudel getrennt, um sich auf die Suche nach einem Partner und einem eigenen Revier zu begeben. Dank Peilsender an ihrem Halsband lässt sich ihr Weg sehr genau verfolgen.

Am 10. Oktober hatte sich Naya zunächst in Richtung Lauenburg in Schleswig-Holstein bewegt, kehrte dann aber zu ihrem Rudel zurück. Am 23. Oktober überquerte sie die Elbe und wanderte durch Niedersachen und Sachsen-Anhalt nach Süden. Ende Oktober hielt sich die Wölfin bei Wolfsburg auf, um dann nach Westen weiterzulaufen. Nach vergeblichen Versuchen, die A27 zwischen zwischen Verden und Walsrode zu überqueren, gelang ihr der Übergang über die A1 zwischen Diepholz und Osnabrück am 17. Dezember. In der Weihnachtszeit hatte Naya die Grenze von Deutschland zu den Niederlanden überquert; am 2. Januar zog sie nach Belgien weiter. Insgesamt legte sie von Lübtheen aus eine Strecke von rund 700 Kilometern zurück.

Naya ist einer von derzeit vier Wölfen aus Mecklenburg-Vorpommern, die über Peilsender Daten zu Aktionsradius, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen liefern. Das 2011 gestartete, an der TU Dresden angesiedelte und aus Mitteln der Jagdabgabe Mecklenburg-Vorpommerns unterstützte „Forschungsprojekt Wolfstelemetrie“ unterstützt das Wolfsmonitoring des Landes.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit drei Wolfsrudel. Der Aktionsradius eines wildlebenden Rudels in Mitteleuropa erstreckt sich über 200 bis 300 Quadratkilometer. Im Alter von etwa ein bis zwei Jahren wandern Wölfe von ihrem Rudel ab, um ein eigenes Territorium zu finden. Wölfe ernähren sich zu mehr als 90 Prozent von Schalenwild – vor allem von Reh –, außerdem von Rotwild und Damwild, auch von Hasen oder Bibern. Nur etwa 1 Prozent der Wolfsnahrung machen Nutztiere aus.

Karls eröffnet am 23. März 2018 Upcycling-Hotel in Rövershagen

Rövershagen – Komfortabel nächtigen zwischen Europaletten, entspannen im Licht einer Lampe aus einer alten Kaffeekanne, fabulieren am Tisch aus einer Kabeltrommel: Am 23. März eröffnet mit dem Upcycling-Hotel „Alles Paletti“ in Rövershagen bei Rostock eine Unterkunft der besonderen Art.

Damit steigt Eigentümer Robert Dahl, der bereits drei Erlebnis-Dörfer im Nordosten sowie das „Pier 7“ im Ostseebad Warnemünde betreibt, ins Hotelgeschäft ein. Das Konzept ist so außergewöhnlich wie seine Erlebnis-Dörfer, die besonders bei Familien beliebt sind. Alle 50 Zimmer sind mit Materialien und Möbeln ausgestattet, die eine Geschichte mit sich bringen und liebevoll aufgearbeitet wurden. So fungieren beispielsweise Skier als Bettbegrenzung, Schlitten werden zu Badregalen und Stühle zu Leitern.

Buchungen sind ab 67 Euro für das Doppelzimmer möglich und beinhalten die Tageskarte für Karls Erlebnis-Dorf, auf das Gäste aus dem Hotelzimmer blicken.

Wäscherei hat in neue Betriebsstätte in Schönberg investiert

Schönberg – Die iPhotex GmbH hat in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) eine neue Betriebsstätte für eine Wäscherei errichtet. „Das Unternehmen investiert in einen neuen Standort, um insbesondere seinen Kundenkreis aus den Hamburger Hotelbetrieben zu bedienen. Hotel- und Gastronomiebetriebe benötigen vor allem in der touristischen Hochsaison schnell ihre Bett-, Frottee- und Tischwäsche zurück. Mit der neuen, hochmodernen Wäscherei in Schönberg können die Aufträge effizient abgearbeitet werden. So kann sich das Unternehmen noch besser dem Wettbewerb stellen. Mit der Errichtung sind 18 neue Arbeitsplätze vor Ort entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Für die Betriebsstättenerrichtung wurde ein bestehendes, bereits früher als Wäscherei genutztes Gebäude umgebaut. Unter anderem sind Versorgungsleitungen für Energie, Wasser und Gas installiert sowie ein vollständiger Wäschereimaschinenpark neu erworben worden. Die iPhotex GmbH gehört zum Firmenverbund Großwäscherei Duncker, Duncker-iPhotex und iPhotex, die als Spezialisten für textile Dienstleistungen in der Hotellerie, Gastronomie und Fährschifffahrt aktiv sind. Die Wurzeln des inhabergeführten Familienbetriebes gehen zurück bis in das Jahr 1872.

2006 wurde in Lüdersdorf eine Großwäscherei eröffnet; 2011 und 2014 erfolgten Erweiterungen. Heute gehören vier Wäschereien an den drei Standorten Lüdersdorf, Schönberg und Lübeck zum Unternehmen. Mit der neuen Wäscherei in Schönberg verfügt das Unternehmen insgesamt über eine Produktions- und Lagerfläche von knapp 20.000 Quadratmetern. Nach Unternehmensangaben kann ein Gesamt-Tagesvolumen von bis zu 160 Tonnen Wäsche im Zweischichtbetrieb gewaschen werden. „Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen stärken die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Wir unterstützen die Investitionen. Betriebe können am Markt mit erfolgreichen Produkten und Dienstleistungen weiter wachsen. So entstehen dauerhafte Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen knapp 3,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund knapp 307.000 Euro.

MoorFutures stehen weiter hoch im Kurs

Schwerin – Für die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Kohlenstoffzertifikate MoorFutures konnte mit der Unternehmensberatung Cassini ein weiterer Käufer gewonnen werden. Das Unternehmen wird einen Teil seiner dienstreisebedingten Treibhausgasemissionen durch den Kauf von MoorFutures freiwillig kompensieren. „Es freut mich sehr, dass unsere MoorFutures so gut angenommen werden“ sagte Umweltminister Dr. Backhaus. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen“, so der Minister.

Bei den MoorFutures handelt es sich um ein Finanzierungsinstrument zur Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen durch das Wiedervernässen trocken gelegter Moore. Die Emission aus den Mooren ist die mit Abstand größte Treibhausgas-Einzelquelle des Landes.

Im Sommer 2012 wurde mit dem Polder Kieve das weltweit erste Projekt zur Generierung von Kohlenstoffzertifikaten auf Basis von Moorwiedervernässungen gestartet. Aktuell sind die Zertifikate nahezu verkauft. „Wer hier noch zum Zuge kommen möchte, sollte sich beeilen“, so der Minister.

Aus der Wiedervernässung des Polders Kieve im Sommer 2012 ergibt sich eine Emissionsminderung von gut 14.000 Tonnen Treibhausgas. In gleicher Zahl werden MoorFutures zum Einzelpreis von 35 Euro aufgelegt. Davon wurden bereits etwa 13.000 verkauft. Als Erlös stehen bislang mehr als 450.000 Euro zusätzlich für den Klimaschutz bereit, in diesem Falle für Moorwiedervernässungen.

Zu den größten Einzelinvestoren beim Kauf der Kohlenstoffzertifikate gehören die WEMAG AG, die Commerzbank AG und jetzt auch die Unternehmensberatung Cassini. Daneben kaufen auch zahlreiche Privatpersonen MoorFutures, darunter der renommierte Klimaforscher Professor Stefan Rahmstorf.

Neues Löschfahrzeug für die Stadt Strasburg

Strasburg – Innenminister Lorenz Caffier hat heute einen Fördermittelbescheid über rund 112.000 Euro an die Bürgermeisterin der Stadt Strasburg (Uckermark) Frau Karina Dörk übergeben. Das Geld fließt in die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges mit 3000 Liter Wassertank (kurz TLF 3000) für die Freiwillige Feuerwehr Strasburg. „Das neue Fahrzeug wird gut in das System der Feuerwehr passen, denn es sichert auf modernstem technischen Stand den Brandschutz und die technische Hilfeleistung in der Region“, so der Minister.

Die Freiwillige Feuerwehr Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist als Schwerpunktfeuerwehr eingestuft und nimmt Aufgaben im Gemeindegebiet, aber auch darüber hinaus wahr. Besondere Einsatzschwerpunkte sind u.a. die BAB 20, die Bundesstraße B 104 mit der Freigabe für Gefahrguttransporte, mehrere Landes- und Kreisstraßen, die Bahnlinie Stettin-Lübeck sowie diverse öffentliche Einrichtungen, große Waldflächen und zwei Biogasanlagen.

Innenminister Caffier brachte während seines Besuchs in Strasburg seinen großen Respekt für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute zum Ausdruck und machte deutlich, wie wichtig eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr ist. „So wie ein Arzt seine medizinischen Instrumente braucht, kann die Feuerwehr ohne eine gute Ausrüstung nicht helfen.“ Er bedankte sich für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und wünschte allen, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

Deutsch-polnische Kontakt- und Beratungsstelle in Löcknitz

Innenminister Caffier: Finanzielle Unterstützung für Begegnungsstätte und Willkommenszeichen an polnische Bürger

Löcknitz – Die deutsch-polnische Kontakt- und Beratungsstelle der Euroregion Pomerania in Löcknitz ist nach Auffassung von Innenminister Lorenz Caffier nach wie vor ein wichtiges Zeichen für ein tolerantes Miteinander in der Grenzregion. Die Kontaktstelle geht auf eine Initiative des Ministers zurück und wurde im Jahr 2009 eröffnet. Sie ist Treff- und Anlaufpunkt für polnische und deutsche Bürger gleichermaßen und hat die Aufgabe, den Integrationsprozess polnischer und deutscher Bürger zu begleiten und zu entwickeln sowie den Kontakt zu den jeweiligen Behörden und Ämtern in Polen und Deutschland herzustellen und zu erleichtern.

Das Innenministerium unterstützt den Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Fördermitteln in Höhe von rund 82.000 Euro als Sonderbedarfszuweisung, damit das Projekt fortgeführt werden kann. Weitere Fördermittel kommen aus der Europäischen Union. „Hier findet ein reger Austausch statt, der Grundlage für ein tolerantes Miteinander ist“, sagte der Minister. „Die Nachfrage an den angebotenen Dienstleistungen ist seit Beginn des Projekts weiter gestiegen. Auch der polnische Partner, die Stadt Stettin, hat vor Ort eine eigene Kontaktstelle innerhalb der Strukturen der Stadtverwaltung im Bürgerservicebüro.“

Beide Einrichtungen sind grenzüberschreitend tätig und nutzen das bereits geschaffene Netz an Behörden, gleichzeitig sind sie eine Schnittstelle zwischen Ämtern und den Bürgern aus dem Ausland. Insbesondere können durch die Sprachkompetenz der Mitarbeiter der Kontakt- und Beratungsstelle die sprachlichen Barrieren abgebaut werden. Die deutsche Kontaktstelle in Löcknitz entlastet die kommunalen Ansprechpartner auf Gemeinde-, Amts- und Kreisebene in erheblichem Umfang.