Neue Düngeverordnung: Was ändert sich im Ökolandbau?

Güstrow – Die Novellierung der Düngeverordnung bringt auch für Öko-Betriebe einige Neuerungen mit sich. Deshalb findet am 01. Februar 2018 ab 9.30 Uhr in der Viehhalle in Güstrow, Speicherstraße 11 eine von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei organisierte Veranstaltung statt.

Biobetriebe sind durch die EG-Öko-Verordnung sowie durch die Verbandsrichtlinien im Tierbesatz und in der Folge im Dunganfall und Nährstoffzukauf begrenzt. „Auch diese Betriebe müssen die Vorgaben der Düngeverordnung umsetzen und den Nachweis erbringen, dass Risiken durch die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln so gering wie möglich gehalten werden“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Bei der Nachweispflicht stehen der Bedarf der Pflanzen sowie die Zu- und Abfuhr von Stickstoff und Phosphor im Mittelpunkt.

Im Ökolandbau sind betriebseigene Dünger die wesentlichen Nährstoffquellen. Daher sind Anwendungshinweise zu deren Ausbringung und Lagerung von besonderer Bedeutung. Die direkte Düngung zu einer Fruchtart rückt mit der schlag- und fruchtartenbezogenen Düngebedarfsermittlung stärker in den Fokus. Darüber hinaus sind für Nährstoffvergleiche bzw. die Stoffstrombilanzen Kenntnisse über die Nährstoffzu- und -abfuhr erforderlich. Diese Vorgaben können nur fachgerecht umgesetzt werden, wenn eine zeitnahe schlagbezogene Dokumentation erfolgt, Erträge ermittelt und Nährstoffgehalte einbezogen werden.

„Diese Anforderungen werfen auch für Ökolandwirte in der Umsetzung viele Fragen auf, die auf der Veranstaltung in Güstrow durch Fachexperten der Stelle für Landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung (LFB), zuständig für Fragen zur Umsetzung der Düngeverordnung, beantwortet werden. Darüber hinaus wird vom LFB ein Rechenprogramm vorgestellt, das kostenlos zur Umsetzung genutzt werden kann“, so der Minister.

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie unter www.landwirtschaft-mv.de. Hier besteht auch die Möglichkeit Fragen bereits im Vorfeld zu senden.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1.141 Öko-Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft (Stand 30.06.2017). Darunter 883 landwirtschaftliche Unternehmen, die über 135.800 Hektar Fläche bewirtschaften. Die ökologisch bestellte Anbaufläche im Land ist zwischen 2015 und dem ersten Halbjahr 2017 um ca. 16.750 Hektar gewachsen. Damit liegt der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV bei 10,1 Prozent und auf etwas mehr als jedem zehnten Hektar in MV wird ökologisch gewirtschaftet.

Großes Interesse an Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer

Ministerin Hesse: Fortbildungen bringen Anregungen und sorgen für neue Ideen

Schwerin – Die Fortbildungsangebote des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) stoßen bei Lehrerinnen und Lehrern in Mecklenburg-Vorpommern auf großes Interesse. Im Jahr 2017 verzeichneten die 1.293 Veranstaltungen insgesamt 19.893 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (inklusive Mehrfachteilnahmen). Im Vorjahr lag die Teilnehmerzahl sogar leicht höher. An den 1.058 Fortbildungen nahmen im Jahr 2016 insgesamt 21.712 Lehrerinnen und Lehrer teil. Das Land hat im Jahr 2017 insgesamt 2,8 Mio. Euro für Fortbildungen der Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung gestellt. Davon waren 700.000 Euro für Fortbildungsbudgets der einzelnen Schulen vorgesehen.

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben eine große Bereitschaft sich fortzubilden“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Das freut mich, denn Fortbildungen bringen Anregungen für die Gestaltung des eigenen Unterrichts, sorgen für neue Ideen und machen den Austausch untereinander möglich. Im vergangenen Jahr haben die Fortbildungen zur Inklusion einen Schwerpunkt gebildet. Hinzu kamen Fortbildungen zur Integration von geflüchteten Schülerinnen und Schülern. Bei den Veranstaltungen zur Lehrergesundheit standen die Lehrerinnen und Lehrer selbst im Mittelpunkt“, erläuterte Hesse.

Den Auftakt der landesweiten Lehrerfortbildungen in diesem Jahr macht die Winterakademie 2018. Vom 5. bis 7. Februar 2018 können sich Lehrerinnen und Lehrer zu verschiedenen Themen fortbilden, Vorträge hören und an Workshops teilnehmen. Hauptveranstaltungsort ist zum fünften Mal in Folge das Musikgymnasium „Käthe Kollwitz“ in Rostock. Anmeldungen sind bis Freitag, 12. Januar 2018, online möglich.

„Die Winterakademie legt auch in diesem Jahr den Fokus auf die Qualität des Unterrichts und die Unterrichtsentwicklung“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Außerdem geht es in den Workshops darum, wie die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern bei der Inklusion gelingen kann. Im vergangenen Jahr haben mehr als 800 Lehrerinnen und Lehrer an der Winterakademie teilgenommen. Dies zeigt, dass die Winterferien eine gute Gelegenheit bieten, sich fortzubilden. Ich würde mich freuen, wenn es in diesem Jahr mindestens genauso viele Lehrkräfte werden, die an den Veranstaltungen teilnehmen“, so Hesse.

Anmeldestart – Klassenausflüge zum Umwelttag 2018

Schwerin – Rund 3.000 Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen drei Jahren Klassenwanderungen und -ausflüge in die dreizehn Nationalen Naturlandschaften unseres Bundeslandes unternommen. Anlass ist der Umwelttag, der weltweit jährlich um den 5. Juni herum mit verschiedensten Aktionen begangen wird. Auf den von erfahrenen Rangern geführten Touren gibt es jede Menge über die Natur und Umwelt zu erfahren, aber auch selbst zu erkunden. Die Angebote sind inhaltlich vielfältig und richten sich an alle Klassenstufen.

„Über die gute Resonanz in den vergangenen Jahren freue ich mich sehr. Das zeigt, dass der Bedarf nach Umweltbildung draußen in der Natur groß ist. Hier können die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, was die Natur in unserem Bundesland zu bieten hat. Ich rufe alle Lehrerinnen und Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern auf, ihre Klassen für geführte Wanderungen in den Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten anzumelden“, so Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Schließlich fördern derartige Ausflüge auch spielerisch das Lernen in der Natur. Zudem sind sie wichtig um zu begreifen wie bedeutsam der Erhalt der einzigartigen Naturschätze für nachfolgende Generationen ist“, betonte der Minister.

Alle Wanderungen finden kostenlos vom 28.05. – 01.06.2018 statt. Die Kosten der An- und Abreise sind individuell zu tragen. Anmeldeschluss ist am 30.04.2018. Vor Ort können die Klassen an einem Quiz teilnehmen, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt.

Die Kulturhauptstädte Europas 2018: Leeuwarden und Valletta

Brüssel – Seit dem 1. Januar sind Leeuwarden (Niederlande) und Valletta (Malta) ein Jahr lang die Kulturhauptstädte Europas. EU-Kommissar Tibor Navracsics, zuständig für Bildung und Kultur, erklärte: „Durch das Projekt ‚Europäische Kulturhauptstadt‘ werden Menschen über die Kultur einander nähergebracht, was langfristige Vorteile für die jeweiligen Städte, ihre Bürger und die Wirtschaft vor Ort mit sich bringt. 2018 ist ein besonderes Jahr, da es das Europäische Jahr des Kulturerbes ist und beide Städte zahlreiche Projekte zur Förderung des Kulturerbes in ihr Programm aufgenommen haben. Damit tragen sie dazu bei, die Rolle der Kultur für den Aufbau einer europäischen Identität hervorzuheben. Ich wünsche Leeuwarden und Valletta viel Erfolg für das kommende Jahr.“

Die Eröffnungsfeierlichkeiten für Valletta finden vom 14. bis 20. Januar in der ganzen Stadt in Anlehnung an die traditionellen maltesischen Dorffeste festa statt. Tibor Navracsics, Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, wird an der offiziellen Eröffnungsfeier am 20. Januar teilnehmen.

In Leeuwarden beginnen die Festlichkeiten am 26. und 27. Januar. Überall in der Stadt sind künstlerische Installationen und Darbietungen von professionellen und Amateurkünstlern vorgesehen und in der ganzen Region Friesland öffnen Museen ihre Türen für Besucher. Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der Europäischen Kommission, nimmt an der offiziellen Auftaktveranstaltung am 27. Januar teil.

Was wird geboten?

Das Programm für die festa von Valletta soll Künstlern und Publikum die Möglichkeit geben, ihr herkömmliches Verständnis von Kultur neu zu überdenken. Als Inselstaat im Mittelmeer zwischen Europa und Nordafrika strebt Malta mit dem Programm an, Sichtweisen verschiedener Mittelmeeranrainer zusammenzubringen. Das Programm umfasst mehr als 140 Projekte und 400 Veranstaltungen zu drei Hauptthemen: „Geschichten von der Insel“, „Barocke Zukunft“ und „Reisen“. Etwa 1000 lokale und internationale Künstler, Kuratoren, Darsteller, Workshop-Leiter, Schriftsteller, Designer, Chöre und Filmemacher werden sich beteiligen und auf den Inseln Malta und Gozo werden das ganze Jahr über Feierlichkeiten organisiert.

Mit dem Konzept iepen minskip (offene Gemeinschaft) als Herzstück des Programms zielt Leeuwarden darauf ab, lokale Gemeinschaften in der Region Friesland und in Europa zu stärken und einander näher zu bringen. Im Rahmen dieses Programms werden mehr als 800 Projekte in den Bereichen Musik, Theater, Landschaftskunst, Oper und Sport organisiert, die das ganze Jahr über stattfinden. Eine Ausstellung des niederländischen Grafikers M.C. Escher, eine Oper über Mata Hari, eine Veranstaltung mit friesischen Pferdezüchtern, Breitensport-Projekte wie „Europäischer Sport für alle“ sind nur einige Beispiele der zahlreichen Projekte, die dazu beitragen werden, das Bewusstsein und das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu stärken.

Hintergrundinformationen

Das Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ wurde von der damaligen griechischen Kulturministern Melina Mercouri im Jahr 1985 ins Leben gerufen und entwickelte sich zu einem der renommiertesten Kulturprojekte in Europa. Die Städte werden auf der Grundlage eines Kulturprogramms ausgewählt, das eine deutliche europäische Dimension aufweist, die Mitwirkung und aktive Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger der Stadt fördert und zur langfristigen Entwicklung der Stadt und ihrer Region beiträgt.

Darüber hinaus bietet das Projekt den Städten eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich ein neues Image zu geben, sich auf der Weltkarte zu positionieren, mehr Touristen anzuziehen und über die eigene Entwicklung mithilfe der Kultur nachzudenken. Kulturhauptstadt Europas zu sein hat eine langfristige Wirkung, nicht nur kulturell, sondern auch sozial und wirtschaftlich, und zwar sowohl für die Städte selbst als auch für das Umland.

Im Jahr 2017 waren Aarhus in Dänemark und Pafos auf Zypern die Kulturhauptstädte Europas. Nach Leeuwarden und Valletta im Jahr 2018 werden die folgenden Städte Kulturhauptstädte Europas sein: Plovdiv (Bulgarien) und Matera (Italien) im Jahr 2019, Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland) im Jahr 2020, Timisoara (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien, Kandidatenland) im Jahr 2021 und Esch (Luxemburg) und Kaunas (Litauen) im Jahr 2022. Alle EU-Mitgliedstaaten, Kanditatenländer und Länder der Europäischen Freihandelszone und des Europäischen Wirtschaftsraums, die am Programm Kreatives Europa teilnehmen, können Kulturhauptstadt Europas werden.

Umbau der Kita in Neustrelitz

Neustrelitz – Am Donnerstag (04.01.2018) übergibt Bauminister Christian Pegel dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Andreas Grund, einen Förderbescheid für den Umbau und die Erweiterung der Integrativen Kindertagesstätte „Buntes Leben“. Die Mittel in Höhe von rund 400.000 Euro stammen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) für nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Stadt Neustrelitz beabsichtigt den Umbau und die Erweiterung der Integrativen Kindertagesstätte „Buntes Leben“ zu unterstützen. Es werden zusätzliche neun Krippen- und 15 Kindergartenplätze geschaffen. Der Anbau wird so gestaltet, dass er unabhängig vom gesamten Gebäude betrieben werden kann.

Somit kann auf die Arbeitszeiten der Eltern reagiert werden und eine zusätzliche Kinderbetreuung auch außerhalb der Kernöffnungszeiten angeboten werden. Aufgrund der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns konnte bereits am 01.09.2017 mit dem Anbau begonnen werden. Voraussichtlich Ende Juli 2018 ist das Bauende geplant.

Arbeitsmarkt Dezember 2017 in M-V

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. 69.900 Menschen waren arbeitslos gemeldet – damit liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals in einem Dezember seit der Wiedervereinigung unter 70.000. Die Landesarbeitslosenquote beträgt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion Nord) 8,4 Prozent.

„Gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wesentliche Säule für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Hier gilt es, Mitarbeiter ganzjährig zu halten. Deshalb bleibt es die stetige Herausforderung, mehr saisonunabhängige Beschäftigungsangebote im Land zu schaffen, vor allem im Tourismus“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im Vergleich zum Vormonat November ist die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 4,8 Prozent gestiegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten Oktober 2017) ist gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahr sind 9.700 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden (gesamt 574.900); das entspricht einer Steigerung von 1,7 Prozent. Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+1.700) sowie im Handel (+1.200). Gleichzeitig sind bei den Arbeitsagenturen des Landes im vergangenen Jahr 50.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet worden, ein Plus von 7,6 Prozent (+7.600 Stellen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die wirtschaftlichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern haben sich deutlich verbessert. Die Unternehmer des Landes investieren in ihre Betriebsstätten, schaffen und sichern damit nachhaltige Arbeitsplätze. Das zeigt sich in dem erfreulichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wir werden unsere Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik konsequent weiter auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ausrichten. Das schafft mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Im Vergleich der Jahresdurchschnittswerte der Jahre 2016 und 2017 hat sich die Zahl der Arbeitslosen insgesamt von 80.389 (2016) auf 70.982 (2017) gesenkt – das entspricht einem Rückgang von 11,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist von 6.547 (2016) auf 5.879 (2017) gesunken (-10,2 Prozent); die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren von 30.111 (2016) auf 26.843 (2017). Insgesamt 24.938 Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern derzeit langzeitarbeitslos – 15,2 Prozent weniger als im Jahr 2016.

„Dank der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in Kombination mit den von uns initiierten Maßnahmen für den Arbeitsmarkt geht es weiter voran. Diesen Weg werden wir weiter gehen“, sagte Glawe. Der Wirtschaftsminister verwies auf Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik, unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose), die Einstellung von Joblotsen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie die stärkere regionalspezifische Ausrichtung des Arbeitsmarktes.

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2017

Deutlicher saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weniger gestiegen als saisonal üblich, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +17.000 auf 2.385.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -183.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 5,3 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von November auf Dezember durch die einsetzende Winterpause um 17.000 auf 2.385.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse hat die Arbeitslosigkeit deutlich abgenommen und zwar um 29.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 183.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 23.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Dezember 2017 auf 3.377.000 Personen. Das waren 165.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass mehr – insbesondere geflüchtete – Menschen gefördert wurden als im Vorjahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im November auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen. Mit 44,74 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 613.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um 69.000 zugenommen. Insgesamt waren im Oktober nach hochgerechneten Angaben 32,79 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 743.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im Dezember waren 761.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 103.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 18.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2017 um 6 Punkte auf 256 Punkte. Der Vorjahreswert wird um 31 Punkte übertroffen.

Insgesamt 707.000 Personen erhielten im Dezember 2017 Arbeitslosengeld, 50.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.272.000. Gegenüber Dezember 2016 war dies ein Rückgang von 51.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Jahresrückblick 2017: Sehr gute Entwicklung des Arbeitsmarktes

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt hat sich 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Jahresdurchschnitt zum vierten Mal in Folge gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist kräftig gestiegen, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern hat gegenüber dem Vorjahr nochmals weiter zugelegt. Dabei hat der Arbeitsmarkt nicht zuletzt von einem breit angelegten Konjunkturaufschwung profitiert.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Jahr 2017: 2.533.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -158.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahr: -0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in Deutschland 2.533.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 158.000.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2017 durchschnittlich auf 3.517.000 Personen. Das waren 60.000 weniger als im Vorjahr. Dass die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt stärker abgenommen hat als die Unterbeschäftigung, erklärt sich mit der gestiegenen Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente, insbesondere für geflüchtete Menschen. Entsprechend verzeichneten insbesondere Maßnahmen der sogenannten Fremdförderung, in der vor allem die Teilnahme an Integrationskursen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfasst werden, einen kräftigen Zuwachs.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2017 weiter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 638.000 auf 44,27 Mio. gestiegen. Damit erreichte die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Wie schon in den Vorjahren hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2017 stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. Die übrigen Formen der Erwerbstätigkeit z.B. geringfügige Beschäftigung oder Selbstständigkeit waren weiterhin rückläufig. Im Juni 2017 waren 32,17 Mio. Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 722.000 mehr als ein Jahr davor. Die Konjunktur erklärt den kräftigen Beschäftigungsanstieg nur zum Teil. Andere Faktoren wie der sektorale Wandel, eine hohe Arbeitsmarktanspannung und Zuwanderung gewannen an Bedeutung für die Beschäftigung und führten zu einem stabilen Aufwärtstrend.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 731.000. Das waren 75.000 mehr als im Vorjahr. Die meisten Stellenangebote richteten sich 2017 an Arbeitskräfte in den Bereichen Verkehr und Logistik, Verkauf, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Energie- und Elektrotechnik sowie Gesundheit.

Der BA-X, ein saisonbereinigter Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, zeichnete sich 2017 durch ein nahezu kontinuierliches Wachstum aus und befindet sich zum Jahresende mit 256 Punkten auf Höchstniveau. Der Vorjahreswert wird um 31 Punkte übertroffen.

Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitskräften kann man nach wie vor nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel sprechen. Gleichwohl zeigen sich eine allgemeine Anspannung und Engpässe in einzelnen technischen Berufen, bei Bauberufen sowie in einigen Gesundheits- und Pflegeberufen.

Insgesamt 745.000 Personen erhielten 2017 durchschnittlich Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als 2016.

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten betrug nach hochgerechneten Werten im Jahr 2017 im Rechtskreis SGB II rund 4.365.000. Nach Rückgängen in den vergangenen Jahren ist damit ihre Zahl wieder leicht gestiegen. Dabei geht der Anstieg hauptsächlich auf Staatsangehörige der acht Hauptherkunftsländer von Schutzsuchenden zurück. 2017 waren im Rechtskreis SGB II durchschnittlich 1.677.000 Personen (66 Prozent aller Arbeitslosen) arbeitslos gemeldet. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Röbel/Müritz

Röbel – Am Donnerstag (04.01.2018) übergibt Verkehrsminister Christian Pegel dem Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 200.000 Euro (Fördersumme 65 Prozent) für den Ausbau der Kreisstraße MSE 16 im ersten Bauabschnitt „Mühlentor“ in Röbel.

Einen Zuwendungsbescheid über rund 27.000 Euro (Fördersumme 65 Prozent) für den Ausbau des Gehwegs dieses Abschnitts wird der Bürgermeister von Röbel/Müritz, Andreas Sprick, in Empfang nehmen. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Kreisstraße MSE 16 ist eine wichtige innerörtliche Straße in Röbel mit direkter Anbindung an die Landesstraße 241. Sowohl die Fahrbahn als auch der nur teilweise vorhandene Gehweg sind von starken Unebenheiten geprägt und verschlissen. Es sind keine bzw. nur unzureichende Entwässerungseinrichtungen vorhanden. Deshalb soll die Ortsdurchfahrt vom Ludorfer Weg bis zur Einmündung in die Mirower Straße grundhaft 320 Meter lang und sechs Meter breit ausgebaut werden. Der Gehweg wird in einer Breite von 1,5 bis 2 Meter erneuert. Zudem wird eine Regenwasserkanalisation hergestellt.

Die Gesamtkosten für den Straßenausbau liegen bei rund 400.000 Euro, die für den Gehweg bei rund 140.000 Euro.