Rück- und Neubau des Jugendclubs in Bützow

Bützow – Bauminister Christian Pegel übergibt am Freitag (05.01.2018) dem Bürgermeister der Stadt Bützow, Christian Grüschow, einen Zuwendungsbescheid für den Rückbau und den Neubau des Jugendclubs „DOMIZIL“ in Bützow.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) betragen rund 360.000 Euro. Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten für diese Maßnahme liegen bei knapp 500.000 Euro.

Der städtische Jugendclub ist die zentrale Begegnungsstätte für Bützows junge Leute. Täglich besuchen Jugendliche und Erwachsene im Alter von 13-26 Jahren den Club. Das Gebäude weist seit Jahren erhebliche Mängel auf. Ein Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, hat den Rückbau und den Neubau des Objektes empfohlen.

Es wurden u.a. Mängel bei der Dämmung, bei der Gründung des Gebäudes, veraltete Nachtspeicheröfen und nicht normgerechte Elektro-Installationen festgestellt. Die Stadt möchte das sozial und pädagogisch wertvolle Angebot für die Jugendlichen langfristig sichern.

Die Maßnahme soll im Jahr 2018 durchgeführt werden. Die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erfolgte am 19.12.2017.

Ministerin Drese will Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen

Schwerin – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese will den Anteil von Frauen in Führungspositionen in allen Bereichen weiter erhöhen. Weibliche Leitungskräfte sind vor allem in der Wirtschaft, aber auch in Behörden und Institutionen noch immer deutlich unterrepräsentiert, sagte Drese heute beim Netzwerktreffen der Frauen im höheren Dienst der obersten Landesbehörden in Schwerin.

Drese: „Es geht um die praktische Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Beseitigung bestehende Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts. Zudem müssen wir gesamtgesellschaftlich die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Berufstätigkeit weiter verbessern und die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten stärken und aufwerten.“

Als konkrete Maßnahmen benannte Ministerin Drese Fortbildungen, die grundsätzliche Möglichkeit zur Teilzeit auch für Leitungskräfte, eine flexible Arbeitszeitgestaltung und eine verbesserte Möglichkeit zur Nutzung von Telearbeit.

Die Ministerin bezeichnete es als gutes und ermutigendes Zeichen, dass die Anzahl der Frauen im höheren Dienst der obersten Landesbehörden in Mecklenburg-Vorpommern beständig größer wird. „Frauen in Führungspositionen sind bei uns eine Selbstverständlichkeit, ob das gewissen politischen Männerbünden im Land nun gefällt oder nicht“ betonte Drese.

Ein wichtiges Instrument der Landesregierung zur Frauenförderung ist nach Aussage Dreses das Mentoring-Programm. „Unsere Erfahrungen zeigen, dadurch werden motivierte und leistungsfähige Frauen optimal auf eine Leitungsposition vorbereitet und in ihrer Rolle als Nachwuchsführungsperson gestärkt“, so die Ministerin.

Drese kündigte an, Ende Januar gemeinsam mit der Direktorin der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow die inzwischen vierte Fortbildungsreihe und das Mentoringprogramm zur Erhöhung des Anteils der Frauen in Führungspositionen in der Landesverwaltung zu starten.

Rostocker Verwaltungsgebäude mit neuer Beleuchtung

Rostock – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik im Verwaltungsgebäude am Holbeinplatz 14 in Rostock erhält die Hansestadt Rostock einen Zuschuss in Höhe von 94.403,50 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Hansestadt Rostock rüstet das Beleuchtungssystem im Verwaltungsgebäude am Holbeinplatz auf energieeffiziente LED-Leuchten um. Die vorhandenen 380 Leuchten werden/wurden durch 262 LED-Leuchten ersetzt.

Durch diese Maßnahme können pro Jahr rund 36.000 Kilowattstunden Strom und ca. 21 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Minister informiert über Varianten zum Inselhafen Prerow

Prerow – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus wird am Freitag im Ostseebad Prerow die Ergebnisse der Untersuchungen zu verschiedenen Nutzungsvarianten für das Vorhaben „Inselhafen Prerow – Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort“ vorstellen.

Der Inselhafen soll als Ersatzhafen für den Nothafen am Darßer Ort errichtet werden, um die Seenotrettung im Seegebiet mit kurzen Einsatzzeiten sicherzustellen und Schutz für Wassersportler zu bieten. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Problemen bei den erforderlichen Unterhaltungsbaggerungen in der Hafenzufahrt gekommen, da sich der Hafen in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft befindet.

„Ich freue mich, den Prerower Bürgern nun die Ergebnisse der Vorplanung und Variantenuntersuchung vorstellen zu können. Die Varianten weisen eine unterschiedliche Anzahl an Sportbootliegeplätzen und verschiedene Liegeplatzmöglichkeiten für ein Fahrgastschiff auf“, sagte Minister Dr. Backhaus. Die Anzahl der Liegeplätze im Inselhafen und die Wiederbelebung des Fahrgastschiffsbetriebes auf der Ostsee vor Prerow waren der Gemeinde dabei besonders wichtig. Die Kosten für die verschiedenen Nutzungsvarianten liegen zwischen ca. 20 Mio. und 28 Mio. Euro.

Die Bürgerinformationsveranstaltung beginnt am 5. Januar 2018 um 18 Uhr im „Kiek In“ in der Waldstraße 42 im Ostseebad Prerow, wozu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie die Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind.

1 Jahr nach der Sturmflut – ca. 12 Mio. € investiert

Schwerin – „Vor einem Jahr erlebte das Land Mecklenburg-Vorpommern die stärkste Sturmflut seit 2006. Und zwar eine Sturmflut, die deutlich höher ausfiel als ursprünglich vorhergesagt“, verdeutlichte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt im Rückblick. Im Durchschnitt wurden Pegelstände von 1,50 bis 1,80 Meter über normal gemessen. Am stärksten betroffen war die Insel Usedom. Zwischen Koserow und Zempin, an der schmalsten Stelle Usedoms, gab es massive Steilufer-Abbrüche.

„Es war Handlung geboten. Deshalb hat die Landesregierung noch im Januar 2017 ein 20-Millionen-Euro-Programm zur Beseitigung der Sturmflutschäden auf den Weg gebracht“, sagte Backhaus. Daraufhin stellten 14 Gemeinden, darunter Bad Doberan, Zempin, Glowe, Putbus und die Insel Poel, an das Wirtschaftsministerium Anträge auf Förderung von Investitionen zum Wiederaufbau zur und Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Bisher wurden Zuschüsse in Höhe von ca. 8,2 Mio. € bei einer Gesamtinvestitionssumme von ca. 9,5 Mio. € gewährt bzw. in Aussicht gestellt. Außerdem beantragten 39 weitere Gemeinden, darunter z.B. Wismar, Börgerende, Binz, Zempin oder Ueckeritz beim Innenministerium Sonderbedarfszuweisungen für Maßnahmen zur Schadensbeseitigung an gemeindlicher Infrastruktur.

Dafür wurden ca. 1,13 Mio. € bewilligt. 7 Wasser und Bodenverbände beantragten beim Innenministerium die Förderung von Schadensbeseitigungsmaßnahmen an Hochwasserschutzanlagen; ca. 200.000 € wurden dafür bewilligt. Darüber hinaus wurden Sofortmaßnahmen zur Beseitigung akuter Schwachstellen in den Landesküstenschutzdünen in Graal-Müritz und Wustrow durch die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg und Vorpommern in Höhe von ca. 150.000 € bewilligt. Und schließlich wurden Mittel für Sandaufspülungen auf Rügen zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit von Landesschutzdünen im Küstenabschnitt Lobbe / Gager und vor Glowe mit einem Investitionsvolumen von bisher ca. 4 Mio. € bewilligt. Die Fertigstellung beider Maßnahmen wird bis Ende des Winters 2018 erfolgen. Die Gesamtinvestitionssumme beider Maßnahmen wird ca. 7 Mio. € betragen.

„Ich freue mich, dass das Hilfsprogramm so gut angenommen worden ist. Durch diese Maßnahmen ist das Küstenschutzsystem wieder voll leistungsfähig und für erneute Sturmfluten gut gewappnet“, sagte der Minister. Die Anlagen sind an der gesamten Außenküste so ausgebaut, dass es auch bei Eintritt einer extremen Sturmflut mit einem Wiederkehrintervall von bis zu 200 Jahren zu keinen Überflutungen in den geschützten Ortschaften kommt. Zur Einordnung: Die Sturmflut vom Januar 2017 hatte ein Wiederkehrintervall von ca. 10 Jahren.

Aktuell ist die Wetterlage durch viele atlantische Tiefdruckgebiete gekennzeichnet, die Deutschland viel Wind bringen. Dennoch ist die Zugbahn der Tiefdruckgebiete so, dass an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns Wind und Sturm aus westlichen bis südlichen Richtungen wehen. „Es beruhigt mich, dass bei diesen Windrichtungen keine Sturmfluten an der südlichen Ostseeküste entstehen können. Schließlich ist dafür Sturm aus nördlichen bis östlichen Richtungen die Voraussetzung. Aktuell ist daher mit keiner Wiederholung der Sturmflut vom Januar des letzten Jahres zu rechnen. Dennoch müssen wir ständig auf derartige Ereignisse vorbereitet sein, da sich Wetterlagen plötzlich ändern können“, betonte Dr. Backhaus.