Kliffabbrüche an Rügens Nordküste

Insel Rügen – An der Nordküste Rügens ist es in den vergangenen Tagen zu zwei größeren Kliffabbrüchen gekommen. Die Abbrüche ereigneten sich vermutlich bereits am Ende der ersten Januarwoche. Ein großer Abbruchbereich befindet sich ca. 200 Meter südlich der Rettungsleiter am Kieler Bach – etwa in der Mitte der Strecke zwischen Königssstuhl und Saßnitz. Experten schätzen das Volumen des Abbruchs auf 4.000 Kubikmeter.

Grund für den Abbruch ist ein Bach aus Niederschlagswasser, das aus einer eiszeitlichen, sandigen Sedimentschicht in der Kreide austritt. Derzeit laufen dort pro Tag ca. 50 Tonnen Wasser über das Steilufer in die See, wobei Sediment ausgewaschen und das Kliff destabilisiert wird.

Der zweite größere Abbruch ereignete sich ca. 800 m weiter südlich und umfasst ca. 2.000 Kubikmeter Sediment. Dort ist ein seit Jahren deutlich sichtbarer Überhang abgebrochen.

An zwei weiteren Uferbereichen kam es außerdem zu Sedimentrutschungen. Etwa 1500 Meter südlich vom Abstieg Kieler Bach hatte sich bereits 2008 ein Kliffabbruch ereignet, aus dessen Schuttkegel nun nachgesackter und ausgeschwemmter Sand einen etwa 100 Meter langen Strandabschnitt komplett zugeschüttet hat.

Im Grenzbereich des Nationalparks zur Stadt Saßnitz befindet sich eine Sandlinse in der Kreide, aus der bereits seit Jahrzehnten terrassenförmige Bereiche nachrutschen. Dort ist jetzt eine Baumgruppe mit ihrem Wurzelbereich den Hang hinab gerutscht und steht teilweise im Wasser.

Umweltminister Dr. Till Backhaus mahnt Spaziergänger an Rügens Küste zur Vorsicht: „An aktiven Kliffs wie diesem besteht dauerhaft die Gefahr von Abbrüchen. Im Frühjahr ist die Gefahr besonders hoch. Hier besteht Lebensgefahr! Halten Sie sich unbedingt an die vorgeschriebenen Wege und an die Gebotsschilder!“

Nach den starken Niederschlägen der vergangenen Monate sind die Kliffs wassergesättigt und dadurch instabiler als in Trockenphasen. Der Rückgang der Steilufer an den Außenküsten ist ein natürlicher Vorgang. Aktive Kliffs gibt es u. a. in Großklützhöved, Nienhagen, am Fischlandhochufer, am Dornbusch, in Sellin, Göhren, Zempin und Koserow. Hier sind Abbrüche am wahrscheinlichsten. Gefährdete Kliffs sind durch fehlenden oder im Abrutschen befindlichen Bewuchs gut erkennbar.

Kreide ist ein Sediment, das zu 98 Prozent aus den Resten mikroskopisch kleiner Organismen besteht, die zur Kreidezeit im Wasser lebten und ein Kalkskelett hatten. Der an der Küste im Nationalpark Jasmund nun sichtbare Teil dieser Sedimente ist vor rund 68 Mio. Jahren gebildet worden.

In der nachfolgenden Zeit wurden die Kalksedimente im Meer überlagert und verfestigt. Durch tektonische Kräfte und durch die Eiszeit wurde eine Kreidescholle aus dem Untergrund der Ostsee wieder heraus gehoben und dabei stark deformiert. Dadurch ist die Kreide in sich in kleine Stücke zerbrochen. Auf diesen Bruchflächen kann Wasser durchsickern und es bilden sich dabei Gleitbahnen aus. Deshalb gibt es auch nach niederschlagsreichen Zeiten mehr Abbrüche als in trockenen Zeiten.

Zudem hat die Eiszeit selbst Sedimente hinterlassen, die heute auf der Kreide liegen. Dabei handelt es sich um Sand und Geschiebemergel (Kalk-, Ton-, Sand-Gemisch). Der Sand ist ein guter Grundwasserleiter. Bei der Deformation der Kreide in der Eiszeit ist diese in große Schollen zerbrochen, die teilweise untereinander geschoben wurden. Dabei wurden die ursprünglich auf der Kreide liegenden Sedimente in die Kreide eingefaltet. Auch der größere Abbruch am Kieler Bach passierte in einer solchen eiszeitlichen Sedimentauflage.

Vorwürfe gegenüber dem DRK Mecklenburgische Seenplatte

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat sich heute im Sozialausschuss zum aktuellen Erkenntnisstand des Ministeriums zu den Vorwürfen der Vetternwirtschaft im DRK-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. geäußert.

„Im Mittelpunkt steht für uns die Frage, ob bei den im Raum stehenden Vorwürfen Landesmittel betroffen sind. Dies ist nach aktuellen Erkenntnissen und Aussagen des DRK-Landesverbandes nicht der Fall“, sagte Drese im Anschluss an den Sozialausschuss. „Diese Frage ist heute aber noch nicht abschließend zu klären. Das werden wir selbstverständlich genau durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) prüfen.“

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung hat im vergangenen Jahr insgesamt 207.200 Euro Landesmittel über das LAGuS an den DRK- Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. ausgereicht. Der Hauptteil sind Landeszuschüsse für die Schwangerschaftsberatungsstellen in Waren und Neustrelitz, Mittel für die Stärkung der ehrenamtlichen Mitarbeit und die Förderung für die Beratungstätigkeit in integrativen Ehe- und Familienberatungsstellen. Über die projektbezogene Verwendung der Mittel hat der DRK wie jeder Sozialverband Rechenschaft abzulegen. Die Landesförderung der konkreten Einzelprojekte wird im Rahmen einer Antrags- bzw. Verwendungsnachweisprüfung durch das LAGuS überprüft.

Drese: „Auch, wenn nach heutigem Erkenntnisstand keine Landesmittel beim DRK-Kreisverband MSE betroffen sind und die Vorwürfe interne, teilweise private Angelegenheiten umfassen, erwarte ich sowohl vom DRK-Kreisverband als auch vom DRK-Landesverband eine genaue Überprüfung der Vorwürfe und eine Aufklärung des Sachverhalts. Als einen sinnvollen ersten Schritt erachte ich die Ankündigung des DRK, einen externen Wirtschaftsprüfer einzuschalten, um die Vorwürfe prüfen zu lassen.“

„Fleischatlas 2018“ veröffentlicht

Heinrich-Böll-Stiftung und BUND fordern Umbau der Tierhaltung

Berlin – Die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Le Monde Diplomatique haben heute in Berlin den „Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung“ veröffentlicht. Der nunmehr vierte Fleischatlas enthält zahlreiche Daten, Fakten und Grafiken zu den drängendsten Problemen der industriellen Fleischproduktion und konkrete Lösungsansätze für eine bessere Tierhaltung.

Ein ökologischer Wandel in der Tierhaltung sei nur mit neuen politischen Strategien und einem geschärften Bewusstsein bei Verbrauchern möglich, so die Organisationen. Der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung werfen der Bundesregierung Handlungsunwilligkeit vor und fordern den dringend notwendigen Umbau der Nutztierhaltung endlich zu beginnen. Dazu gehöre auch, eine verpflichtende Kennzeichnung bei Fleisch einzuführen – vergleichbar der Eier-Kennzeichnung, die dazu geführt habe, dass Eier aus Käfighaltung ausgelistet wurden.

Ein zentrales Problem der industriellen Tierhaltung sei die exorbitante Güllebelastung der deutschen Böden und Grundwasser. Dagegen könne laut BUND und Heinrich-Böll-Stiftung nur eine Abgabe auf Stickstoffüberschüsse und eine konsequente Begrenzung der Tiermengen pro Hektar helfen. Der Richtwert dürfe zwei Großvieheinheiten pro Hektar nicht überschreiten, das sind zwei Rinder oder zehn ausgewachsene Schweine. Es sei deshalb unumgänglich, dass einzelne Gemeinden wie Vechta oder Cloppenburg in Niedersachsen ihre Bestände massiv abstocken.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte: „Qualvoll, umweltschädlich, ungesund und billig – das charakterisiert heute die industrielle Tierproduktion. Das muss sich dringend ändern. Zudem trägt kein anderer Sektor so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, zur Zerstörung des Klimas, zur Überdüngung und zur Gefährdung unserer Gesundheit bei wie die industrielle Fleischproduktion. Laut Prognosen wird die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahr 2050 voraussichtlich noch einmal um bis zu 85 Prozent steigen. Ohne Umsteuern, vor allem in den Industrieländern, ist dies ein Garant fürs weitere Aufheizen der Atmosphäre, für globale Ungleichheit, Hunger und Tierleid. Es ist höchste Zeit, dass politisch umgesteuert wird. Ein Hebel dazu ist eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik. Jedes Jahr gibt die EU knapp 60 Milliarden Euro für agrarpolitische Maßnahmen aus. Dieses Geld sollte zukünftig in Maßnahmen für eine ökologischere und tiergerechtere Landwirtschaft fließen, damit der Graben zwischen umweltpolitischen Notwendigkeiten und den Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Landwirtschaft nicht noch größer wird. Der Fleischatlas 2018 zeigt konkret für Deutschland praktikable Lösungsstrategien für eine ökologische und global nachhaltige Gestaltung der Fleischproduktion.“

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender, sagte: „Abgesehen von Ankündigungen ist in den vergangenen Jahren wenig passiert, um die Bedingungen in der Nutztierhaltung zu verbessern. Die Bundesregierung muss noch in diesem Jahr die Weichen für einen nachhaltigen Umbau der Tierhaltung stellen. Saubere Gewässer und gesunde Böden kann es nur geben, wenn die Tierhaltung wieder an die Fläche gebunden wird. Wichtig ist dabei auch die Einführung einer verbindlichen staatlichen Haltungskennzeichnung. Ein freiwilliges Tierwohllabel mit laschen Anforderungen, wie es Agrarminister Christian Schmidt vorschlägt, reicht für eine echte Trendwende nicht aus. Ein tiergerechter, ökologischer Wandel der Tierhaltung wird von einer Mehrheit der Menschen in Deutschland unterstützt, dem muss die neue Regierung Rechnung tragen.“

Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen gestartet

Ministerin Hesse: Ganztagsschulen machen neue Lernformen möglich

Schwerin – Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Institutionen und Einrichtungen sollen das Ganztagsangebot an den staatlichen Schulen bereichern und den Schulalltag für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreicher machen. Das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Kinder- und Jugendbildung, Kultur und Sport sowie die Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Bildungsministerin Birgit Hesse und die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, Netzwerke und Kirchen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

„Schulen mit Ganztagsangeboten machen neue Lernformen möglich“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler verbringen den Schultag gemeinsam mit Gleichaltrigen und sitzen nachmittags nicht allein zu Hause. Dies ist gerade für Familien wichtig, die auf dem Land leben. Ich freue mich darüber, dass die Verbände, Netzwerke und Kirchen sich zur stärkeren Zusammenarbeit mit den Schulen bereiterklärt haben. Ich bedanke mich für das Engagement, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich die Zahl der Kooperationen an den Schulen noch weiter erhöht. Wenn Schulen nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte sein sollen, dann ist es eine logische Konsequenz, dass dort mehr stattfindet als Unterricht“, betonte Hesse.

Schulen, die Ganztagsangebote mit Kooperationspartnern gestalten wollen, sollen künftig alle Angebote auf der Homepage der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ finden. Dort wird eine Kontaktbörse entstehen, die alle Ganztagsangebote von Kooperationspartnern in Mecklenburg-Vorpommern aufführt. Kooperationspartner können dort ihre Aktivitäten eintragen und mit Schulen auf diesem Weg in Kontakt treten. Die Serviceagentur ist ein Angebot der RAA Mecklenburg-Vorpommern in Waren/Müritz und wird durch das Land finanziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Schulen und Kooperationspartner, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern wollen.

„Der Landessportbund unterzeichnet die Kooperationsinitiative, weil er mit seinen Mitgliedsorganisationen zu einer bestmöglichen Ausgestaltung des ganztägigen Lernens in Mecklenburg-Vorpommern beitragen möchte“, betonten der Präsident Andreas Bluhm und Geschäftsführer Torsten Haverland. „Als Experten für Bewegung, Spiel und Sport sorgen die Sportvereine neben dem Sportunterricht für zusätzliche qualifizierte Bewegungseinheiten, als Ausgleich zum Schulalltag und Grundlage einer gesunden Entwicklung der jungen Menschen, so Bluhm und Haverland.

„Die Schule öffnet sich zunehmend für die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Die Jugendarbeit kann für Schulen ein wichtiger Bildungspartner sein. Deshalb unterstützt der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern Jugendverbände, Jugendringe und Jugendorganisationen dabei, mit Schulen in Kooperation zu treten“, sagte Friedhelm Heibrock, Geschäftsführer des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir freuen uns, als Partner dieser Initiative mit den ganztägig arbeitenden Schulen des Landes kooperieren zu können“, sagte die Vorsitzende der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern, Christina Hömke. „Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, auch an außerschulischen Angeboten teilzunehmen. So können sie ihre sozialen Kompetenzen in Verantwortung der ganztägig arbeitenden Schule erweitern. Das macht sie stark und selbstbewusst und dafür stellen wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen gerne zur Verfügung.“

„Für die Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern ist die Kooperationsinitiative des Landes ein wichtiges Signal im Hinblick auf den weiteren Ausbau gelungener Partnerschaften von öffentlich geführten Ganztagsschulen mit außerschulischen Akteuren der Kulturellen Bildung“, sagte Christoph Martin Schmidt, Koordinator für die Zusammenarbeit von Kulturträgern und Schulen der Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern. „Durch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wird diese Partnerschaft verbrieft und durch den Zusammenschluss mit den weiteren Partnern kann die Zusammenarbeit im außerschulischen Bereich in Gänze gestärkt werden. Die Fachstelle wird als Partner der Kooperationsinitiative deren Ziele unterstützen und sich mit ihrer Expertise für die Belange der Kulturellen Bildung zum Wohle der Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.“

„Für uns als außerschulischer Partner ist jede Schule ein großartiger Raum mit großartigen Möglichkeiten – denn durch die Zusammenarbeit von Kirche und Schule wird die Bildungsqualität für alle erhöht“, zeigte sich Wolfgang von Rechenberg, Referent im Dezernat Kirchliche Handlungsfelder des Landeskirchenamtes in Schwerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, überzeugt.

„Wir freuen uns sehr, an diesem Tag die Kooperationsvereinbarung zwischen Land und uns als Partner zu unterzeichnen. Gerne bringen wir unsere Kompetenzen, vertreten durch unterschiedlichste Vereine und Initiativen, in den Prozess mit ein. Gerade auch in Lernorten außerhalb der Schule sehen wir eine große Chance, Schülerinnen und Schülern Zugänge zu neuen Themen zu ermöglichen. Besonders liegt uns am Herzen, Kindern und Jugendlichen zu Selbstbewusstsein und starken Persönlichkeiten zu verhelfen“, so Claudia Schophuis, Ständige Beauftragte der Erzbischöfe von Berlin und Hamburg am Sitz der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land pro Jahr 26 Mio. Euro bereit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind ca. 65 Prozent aller staatlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um ca. 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

Steuererklärungen für 2017 werden ab März bearbeitet

Schwerin – Die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern beginnen im März mit der Bearbeitung der Steuererklärungen für das vergangene Jahr. Bis dahin haben Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen noch Zeit, die zur Berechnung notwendigen Daten an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

Erst wenn Informationen zur Lohnsteuer, zu Versicherungsbeiträgen, zur Altersvorsorge oder Rentenbezugsmitteilungen dem Finanzamt digital vorliegen, kann mit der Bearbeitung begonnen werden. Dazu Finanzminister Mathias Brodkorb: „Ich bitte die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die ihre Steuer sehr früh im Jahr erklären, um etwas Geduld. Wir können leider nicht früher mit der Veranlagung beginnen. In diesen Fällen kann es etwas länger dauern, bis der Bescheid vom Finanzamt kommt.“

In den vergangenen Jahren mussten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf diesen Bescheid im Schnitt 50 Tage warten. Bei schwierigen Sachverhalten nimmt die Bearbeitung allerdings etwas mehr Zeit in Anspruch. Allein im vergangenen Jahr erstellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Finanzämtern rund 470.000 Steuerbescheide.

Fiberglasmöbel-Produzent erweitert Betriebsstätte in Wendorf/Groß Lüdershagen

Wendorf – Das Unternehmen Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH plant eine Erweiterung seiner Betriebsstätte in Wendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen). „In Handarbeit fertigen die Mitarbeiter der Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH Gartenmöbel samt Auflagen für ihre Kunden. So hat sich das Unternehmen einen hervorragenden Namen als Qualitätslieferant erarbeitet. Aufgrund der hohen Nachfrage werden größere Kapazitäten erforderlich. Mit der Erweiterung werden 29 Arbeitsplätze gesichert und fünf neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen produziert Gartentische, -stühle und -sessel in rund 60 verschiedenen Ausführungen. Darüber hinaus werden rund 250 unterschiedliche Dekorationsartikel aus Fiberglas für den Handel hergestellt. Als Basis dient ein mehrere hundert Meter langer Glasfaser-Faden, getränkt in Polyesterharz. Das Material (Fiberglas) ist äußerst robust und findet unter anderem auch Anwendung in der Herstellung von Windrädern und Bootsrümpfen. Jetzt plant die Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH den Ausbau der vorhandenen Produktions-, Lager- und Büroflächen sowie die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erstmals sollen zusätzlich eigene Ausstellungsflächen entstehen, um das Sortiment Interessenten professionell präsentieren zu können.

„Das Unternehmen ist regelmäßig bundesweit auf Messen und Ausstellungen präsent, unter anderem auf der Internationalen Handwerksmesse in München. So trägt die Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH dazu bei, Qualitätsprodukte aus unserem Land weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen. Export ist Zukunftssicherung für heimische Unternehmen“, sagte Glawe weiter. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in über 37 Länder. Hierzu zählen unter anderem Australien, USA/Kanada, fast gesamt Europa und Südafrika.

Die Gesamtinvestition für die Geschäftserweiterung beträgt rund 522.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 138.000 Euro.

Dahlemann lobt Entwicklung in Wolgast

Wolgast – Wolgast hat sich nach Einschätzung des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann im vergangenen Jahr gut entwickelt. „Wolgast ist eine lebendige, eine lebenswerte Stadt“, lobte der Staatssekretär auf dem Jahresempfang der Stadt und des Amtes Am Peenestrom.

Die Landesregierung habe Wolgast bei dieser positiven Entwicklung unterstützt. „Die Stadt hat beispielsweise eine Zuwendung von fast 300 000 Euro für die dringend nötige Außensanierung der Turnhalle in der Baustraße erhalten. Der Ruderverein und der Kutterruderclub bekamen insgesamt rund 100 000 Euro für die Verbesserung der Sportbedingungen“, sagte der Staatssekretär.

Ein wichtiger Schritt für die Stadt und das Umland sei die Einrichtung der Portalpraxisklinik gewesen. „Die Menschen hier in der Region haben hart für die Kinderstation gekämpft. Ich denke, es ist gut, dass wir diese gemeinsame Lösung gefunden haben. Wir haben jetzt wieder eine bessere kindermedizinische Versorgung in Wolgast und Umgebung. Ich danke allen, die daran konstruktiv mitwirken“, erklärte der Staatssekretär.

Auch kulturell habe Wolgast zum Beispiel mit den Schlossinselfestspielen und den Peenekonzerten viel zu bieten. Vor allem sei 2017 an den Geburtstag des Malers Philipp Otto Runge vor 240 Jahren erinnert worden. „Ich konnte mich selbst im Rahmen meiner Vorpommern-Tour im Sommer von dem tollen wiedereröffneten Rungehaus und der beeindruckenden Ausstellung überzeugen“, sagte Dahlemann.

„Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass sich die positive Entwicklung der Stadt und ihres Umlandes im Jahr 2018 fortsetzt“, rief Dahlemann zum Abschluss seines Grußwortes die Gäste des Empfangs auf.

Energiegeladene Witze verkürzen Wartezeit

Eröffnung der Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ in der Gemeindeverwaltung Karstädt

Karstädt/Schwerin – Woche für Woche zeichnet der Cartoonist Mario Lars für die WEMAG. Immer neu und immer unter Strom. Die 90 besten Zeichnungen sind im Buch „Unter Strom“ versammelt. Cartoons von schlechten Elektrikern und brandneuen Windrädern, von langen Leitungen und unterirdischen Kabeln. Kurz: Cartoons voller Energie.

Insgesamt 20 Bilder aus der Cartoon-Sammlung sind jetzt in Karstädt zu sehen. Am 9. Januar wurde in Anwesenheit des Bürgermeisters der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, die Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. In den nächsten Monaten zieren die großformatigen Drucke das Foyer und den Treppenaufgang der Gemeindeverwaltung. „Kunst im Foyer ist etwas Bedeutendes in unserer Gemeinde. Cartoons sind einmal etwas ganz Anderes in unserem Rathaus“, sagte Udo Staeck.

Der Bürgermeister der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, hat mit WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath (li.) in der Gemeindeverwaltung Karstädt die Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„In Karstädt konnte nun schon die neunte Ausstellung dieser Art eröffnet werden. Das freut uns sehr. Damit fördern wir nicht nur einen regionalen Künstler, sondern wollen auch den Kunden in unserer Heimat die Wartezeit mit Humor etwas verkürzen“, erklärte WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath am Rande der Ausstellungseröffnung.

Der Region verbunden ist auch der Cartoonist und Karikaturist Mario Lars. In Mecklenburg geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet er heute auf dem Schulzenhof in Gneven bei Schwerin. Von der WEMAG mit Strom versorgt, zeichnet er für sie seit über drei Jahren Cartoons voller Energie. Bei der Vergabe des Deutschen Cartoon-Preises 2016 auf der Frankfurter Buchmesse erhielt Mario Lars den 3. Preis.

„Wir wollen weiterhin auch anderen Gemeindeverwaltungen und Ämtern anbieten, die Ausstellung kostenfrei in den eigenen Räumen zu präsentieren. Bei Interesse können die Cartoons sogar dauerhaft deren Wände schmücken“, so Bernd Halfkath weiter. Weitere Informationen zum Buch sind im Internet unter www.wemag.com/cartoon abrufbar.