Gastro-Initiative „So schmeckt MV“ stärkt regionale Produzenten

Schwerin – Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist mit mehr als 14.400 Beschäftigten in 87 Betrieben einer der wichtigsten Industriezweige des Landes. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz allein zwischen Januar und Oktober bei 3,9 Milliarden Euro. Zudem gibt es in MV mehr als 6.600 gastgewerbliche Unternehmen mit über 50.000 Beschäftigten und fast 2.000 Auszubildenden. Der jährliche Umsatz des Gastgewerbes von rund 1,8 Milliarden Euro macht beachtliche 8,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus. Darüber informierte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf einer Veranstaltung der Gastro-Initiative „So schmeckt MV“ in Schwerin.

Das Bündnis, 2012 auf Initiative des Inhabers des Güstrower Mineralbrunnens gegründet, eint engagierte Köche und Gastronomen inhabergeführter Betriebe, Lieferanten, Genussfreunde, Förderer und Sponsoren, die für die kreative regionale Kochkunst in Mecklenburg-Vorpommern werben. Zu den Grundsätzen des Bündnisses gehört, dass mindestens 50 Prozent der verarbeiteten Waren regionaler Herkunft sind. Mit der Vergabe des Qualitätssiegels „So schmeckt MV“ trage das Bündnis dazu bei, Mecklenburg-Vorpommern zu einer anerkannten Genussregion zu machen, sagte Minister Backhaus.

„Leider gibt es für den Begriff ,regionale Lebensmittelerzeugung‘ im Gegensatz zu Bio-Lebensmitteln keine anerkannte Definition und keine einheitlichen Kriterien zur Produkt- und Prozessqualität“, bedauerte Backhaus. Dennoch liegen Lebensmittel aus der Region seit Jahren im Trend. „Sie reduzieren das Verkehrsaufkommen und sind damit klimafreundlich. Und sie stärken in Zeiten der Globalisierung im Nahrungsmittelsektor das Vertrauen der Konsumenten in die Erzeuger“, erklärte Backhaus. Seit Jahren steige die Nachfrage der Verbraucher und ebenso die Zahl der Aussteller auf Regionalmessen. „Auch auf der Internationalen Grünen Woche kommen in jedem Jahr ein bis zwei neue regionale Produzenten hinzu, in diesem Jahr sind es sogar deutlich mehr“, so der Minister.

Die 83. Internationale Grüne Woche findet vom 19. bis 28. Januar in Berlin statt. Erwartet werden rund 400.000 Messe- und Kongressbesucher.

Neugestaltung des Mühlengrabens in Demmin

Demmin – Am Montag (15.01.2018) übergibt die Staatssekretärin im Bauministerium, Ina-Maria Ulbrich, in Demmin einen Zuwendungsbescheid über 637.500 Euro an den Bürgermeister der Stadt Dr. Michael Koch für die Neugestaltung des Mühlengrabens. Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) dienen der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung.

Der Mühlengraben durchquert das Stadtgebiet von Demmin und ist derzeit unter anderem durch Ablagerungen in seiner Funktion gestört. Die Stadt Demmin beabsichtigt daher, den Querschnitt der wasserführenden Flächen des Mühlengrabens zu reduzieren. Dadurch soll durch einen verbesserten Wasserdurchfluss eine bessere Sauerstoffsättigung des Wassers sowie eine Verringerung der Ablagerungen erreicht werden.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt unter Beachtung der Verbesserung der städtischen Umweltqualität unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderung des Hochwasserschutzes im Bereich des offenen Mühlengrabens. Die Maßnahme dient auch der Naherholung der Einwohner der Hansestadt Demmin.

Für das Bauprojekt war ein vorzeitiger Vorhabenbeginn genehmigt worden, sodass bereits im Herbst mit Vorarbeiten begonnen werden konnte.

Ostseeküsten-Radweg wird in Altefähr weiter ausgebaut

Insel Rügen – Die Gemeinde Altefähr (Insel Rügen) plant den Ausbau des Radweges „Schwarzer Weg“ von Altefähr (Gärtnerei) bis zur Bundesstraße 96. „Die Insel Rügen bietet Radfahrern landschaftlich beeindruckende Wege für kürzere und längere Touren. Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist das Seebad Altefähr. Jetzt soll der Radweg in der Gemeinde ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern und so die Region touristisch weiter aufzuwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant ist, den bisher unbefestigten Weg zwischen Altefähr und der B 96 ab der Gärtnerei auf einer Länge von 405 Metern und einer Breite von zweieinhalb Metern auszubauen. Damit wird eine Lücke zur B 96 geschlossen. Der „Schwarze Weg“ gehört zum Radwegenetz des Ostseeküstenradweges, der auf 278 Kilometern rund um die Insel führt. Der Ostseeküsten-Radweg führt über insgesamt circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. „Die Region West-Rügen wird von den Gästen unseres Landes gern besucht. Mit dem Ausbau der Etappe wird die Gegend touristisch weiter aufgewertet“, sagte Glawe.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 5,9 Millionen Übernachtungen von Urlaubsgästen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Radweges betragen knapp 184.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 165.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Minister Backhaus: Boden für Landwirtschaft wird knapper

Güstrow – „Die konventionelle Landwirtschaft muss ökologischer werden.“ Das forderte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am heutigen Abend auf der 15. Agrarpolitischen Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Güstrow. Auf der Tagung, die die Situation der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern beleuchtete, stellte der Minister den Zwiespalt dar, dem moderne Agrarwirtschaft unterworfen ist. Einerseits sei die Produktion gesunder und preiswerter Lebensmittel unter Berücksichtigung von Tierwohl, Gewässer- und Bodenschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz gesellschaftlich gefordert. Andererseits seien Landwirte neben zunehmenden Extremwetterlagen und schwer vorhersehbaren Preisentwicklungen einem starken Wettbewerbsdruck sowie hohen Pachtkosten und Flächenpreisen ausgesetzt. Obendrein hätten sie zahlreiche nationale und europäische Rechtsvorschriften und Berichtspflichten einzuhalten.

„Verfügbare Acker- und Grünlandflächen in Deutschland werden immer knapper und treiben die Kauf- und Pachtpreise in die Höhe“, berichtete Backhaus. Die Kaufpreise für Boden in MV waren nach einer 20- bis 30-prozentigen Steigerung in den Jahren 2009 bis 2011 im Jahr 2016 erneut kräftig gestiegen und hatten sich seit 2010 mehr als verdoppelt. „2015 haben die Kaufpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen in MV erstmals den bundesweiten Durchschnitt überschritten. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Preise der neuen Bundesländer“, so der Minister.

Auch die Pachtausgaben der Landwirte sind gestiegen. Stärker als die Bestandspacht – sie lag 2016 in MV bei 245 Euro je Hektar – stiegen die Neupachten, also die Preise für Pachtungen in den zurückliegenden zwei Jahren. Lagen sie 2016 noch bei 342 Euro je Hektar, so stiegen sie bis zum 31.10.2017 auf 361 Euro je Hektar. Bei der anhaltenden Verknappung von Boden spielten auch Geldanlagen nichtlandwirtschaftlicher Investoren eine Rolle, sagte der Minister.

Indessen wächst der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in MV. Derzeit bewirtschaften 883 landwirtschaftliche Betriebe etwa 135.827 Hektar Ackerland ökologisch. Von Juni 2015 bis Juni 2017 wuchs der Anteil der Öko-Ackerfläche um 16.750 Hektar auf 10,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche an. Insgesamt sind 1.141 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft in MV nach EU-Ökoverordnung zertifiziert. „Das Verbraucherbewusstsein für ökologisch, regional und saisonal erzeugte Produkten steigt“, so Backhaus. Deshalb müsse die konventionelle Landwirtschaft ökologischer werden. „Mit Blick auf nachfolgende Generationen ist es unser Auftrag, die natürlichen Ressourcen zu bewahren“, sagte er.

Minister Backhaus verwies auf sein Anfang Dezember in Berlin und Brüssel vorgestelltes Modell für eine gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Sein Modell sieht unter anderem vor, die bisherigen Direktzahlungen an die Landwirte auf eine Grundprämie zu kürzen und deren Zahlung an das Erbringen freiwilliger ökologischer Leistungen zu koppeln. Die Vergütung für ökologische Leistungen – sie könnten die bisherigen AUKM und den ökologischen Landbau umfassen – soll dazu um 15 bis 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Niveau angehoben werden. „Damit bauen wir die Zahlungen zu ökologischen Direktzahlungen um“, erklärte Dr. Backhaus. Erstmals könne der Landwirt mit dem Erbringen ökologischer Leistungen sein Betriebsergebnis aufstocken. „Das ist ein deutlicher Leistungsanreiz, um die europäischen Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen“, so Minister Backhaus.

10 Jahre Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Świecko

Schwerin – Mit der Einrichtung des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko wurde nach Wegfall der land- und seeseitigen Grenzkontrollen im Rahmen des Schengen-Beitritts der Republik Polen am 21. Dezember 2007 ein neuer Informationsweg für die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit geschaffen. Innenminister Lorenz Caffier lobt anlässlich der in Swiecko stattfindenden Festveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Gemeinsamen Zentrums die bisherige Zusammenarbeit und stellt die wichtige Bedeutung und Notwendigkeit der gemeinsamen Dienststelle im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität heraus.

„Die direkte Zusammenarbeit von Mitarbeitern der beteiligten deutschen und polnischen Sicherheitsbehörden rund um die Uhr und unter einem Dach gewährleistet kurze Wege und gerade in ad-hoc-Fällen einen schnellen Informationsaustausch“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Das Gemeinsame Zentrum in Swiecko wirkt vordringlich bei der Übermittlung sowie Koordinierung von Ersuchen im justiziellen und polizeilichen Rechtshilfeverkehr, zur Bekämpfung und Verhütung von grenzüberschreitender Kriminalität sowie bei der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit mit.

Im Jahr 2017 wurden bis Ende des dritten Quartals insgesamt 303 Rechtshilfe-Ersuchen durch den im Gemeinsamen Zentrum arbeitenden Mitarbeiter des LKA MV bearbeitet. Das entspricht rund 17 Prozent aller Rechtshilfevorgänge Mecklenburg-Vorpommerns aus dem Jahr 2017. Vordergründig handelte es sich hierbei um Überprüfungen von Melde- und Halterdaten sowie Führerscheinüberprüfungen, Personenfahndungen zur Aufenthaltsfeststellung vermisster Personen sowie Fahndungsersuchen nach Sachen, wie beispielsweise Kraftfahrzeuge.

Mit 131 Anfragen war der Informationsbedarf im Polizeipräsidium Neubrandenburg erwartungsgemäß im Jahr 2017 am höchsten. Aus dem Polizeipräsidium Rostock wurden 70 Ersuchen und vom LKA MV insgesamt 8 Anfragen an das Gemeinsame Zentrum gerichtet.

Von polnischer Seite wurden im letzten Jahr Anfragen aus den Bereichen der Woiwodschaftskommandantur der polnischen Polizei (KWP) Szczecin, KWP Gorzow, KWP Wroclaw und von den Zentralstellen in Warschau über die gemeinsame Dienststelle an die Polizeibehörden in Mecklenburg-Vorpommern gestellt.

Schwerpunkt der im gemeinsamen Zentrum zu bearbeitende Sachverhalte bleibt die Eigentumskriminalität – insbesondere im Zusammenhang mit Ladendiebstählen, Tageswohnungseinbrüchen, sonstigen Einbruchsdiebstählen, KFZ-Kriminalität, Diebstahl von hochwertigen Werkzeugen und Betrugshandlungen.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die Innere Sicherheit der Europäischen Union ist ein unverzichtbares Gut für die Lebensqualität aller Menschen in Europa. Nur durch die Gewährleistung hoher Sicherheitsniveaus in allen Mitgliedsstaaten kann ein grenzenloser Raum geschaffen und erhalten werden, in dem sich seine Bewohner frei bewegen können. In Zeiten der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus und die Prägung einer veränderten Sicherheitslage durch global agierende Straftäter erwarten unsere Bürgerinnen und Bürger zu Recht, dass diese Gefahren abgewehrt werden. Dabei sind funktionierende länderübergreifende Strukturen zur erfolgreichen staatenübergreifenden Kriminalitätsbekämpfung und einen umfassender Datenaustausch wie im Gemeinsamen Zentrum in Swiecko notwendig und weiterhin unverzichtbar.“

Tourismus weiter auf Wachstumskurs

Warnemünde – Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Kurhaus Warnemünde haben rund 170 Gäste die erfolgreiche touristische Saison Revue passieren lassen und sich auf das kommende Jahr eingestimmt. Im Zuge des anstehenden Doppeljubiläums von Hansestadt und Universität 2018/19 wird Rostock über die Landesgrenzen hinaus mit besonderen Highlights strahlen. Besonders der 38. Internationale Hansetag und die Premiere des „Rostock Cruise Festival“ werfen ihre Schatten voraus. Auch in den Übernachtungszahlen 2017 zeigte die Zwischenbilanz, dass Rostock & Warnemünde das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen halten und sogar Zuwächse verzeichnen konnte.

„Wenn wir auf 2017 zurückblicken, können wir zu Recht stolz auf die erfolgreichen Entwicklungen im Tourismus sein. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger“, sagte der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm.

Das kürzlich in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städteranking der IW.consult bestätigt die hohe Dynamik bei den Gästeübernachtungen. Demnach belegt Rostock im Niveauranking Platz 3 hinter Frankfurt/Main und München. „Ich freue mich, dass wir in 2012 mit der strategischen Neuausrichtung im Tourismus frühzeitig Aktivitäten entwickelt haben, die jetzt ihre positive Wirkung entfalten“, sagte Fromm. „Dies ist Ansporn und Verantwortung zugleich. Um den Erwartungen unserer Urlauber und Gäste auch künftig entsprechen zu können, muss die Branche die Zusammenarbeit weiter intensivieren, Themen wie Qualität noch stärker in den Fokus rücken und den Ausbau der touristischen Infrastruktur vorantreiben. Nur so können wir ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum sichern“, so Fromm weiter.

„Das hohe touristische Niveau möchten wir insgesamt im Land auch in den kommenden Jahren halten und, wenn möglich, sogar noch weiter ausbauen. Gerade Rostock ist für seine fortschrittlichen Initiativen etwa bei der Servicequalität oder der Barrierefreiheit beispielhaft. Nicht umsonst verzeichnet die Beherbergungsstatistik hier seit 2010 eine kontinuierlich positive Entwicklung“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Insbesondere die größeren Städte des Landes tragen zum touristischen Vorankommen bei. Die Hansestadt Rostock erweist sich seit Jahren als Wachstumsmotor im Tourismus.“ Von Januar bis Oktober diesen Jahres legt die Hansestadt Rostock nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen um 0,9 Prozentpunkte zu. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 1,75 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Ankünfte wuchsen im selben Zeitraum um 1,8 Prozentpunkte.

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Hanse- und Universitätsstadt. Darüber hinaus prägt er das Image und ist bestes Aushängeschild der Stadt. Vom Tourismus profitieren ebenso die regionale Entwicklung sowie die Lebensqualität der Einwohner. Rostock Marketing ist mit Einführung der freiwilligen Marketingumlage zur Finanzierung des Tourismus auch nach fast acht Jahren weiter auf Erfolgskurs. „Ich freue mich, dass wir es in Rostock ohne Pflichtabgaben gemeinsam geschafft haben, die Tourismuswirtschaft beispielhaft auf Wachstumskurs zu bringen“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Mit seiner hohen Wertschöpfung hat unter anderem auch der Tourismus dazu beigetragen, dass wir erfreulicherweise gerade im Jubiläumsjahr die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit zurückerlangen konnten. Dafür danke ich an dieser Stelle der gesamten Branche und bin sicher, dass sich die Rostocker Touristiker auch in 2018 als vortreffliche Gastgeber präsentieren. Die Festveranstaltung des Jubiläums, der 38. Internationale Hansetag, wird aus rund 16 Nationen Besucher nach Rostock locken. Es ist eine historische Chance, hier mit einem hohen Niveau an Service und Dienstleistung zu punkten“, so Methling und weiter mit Blick auf die bevorstehenden Ereignisse: „Die Feierlichkeiten zur 800-jährigen Stadtrechtsbestätigung und zu 600 Jahren Universität werden Rostock in den nächsten beiden Jahren national wie international in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, aber auch touristischen Fokus rücken. Wir sind bestrebt, dieses Ereignis zu einem einmaligen Höhepunkt werden zu lassen, auf das alle immer gern zurückblicken werden.“

Rostock hat auf Grundlage der Tourismuskonzeption 2022 auch die Vermarktung der Destination im Geschäftsreisetourismus erfolgreich angestoßen. Mit der Gründung des Rostock Convention Bureau in 2016 wurde eine Marktlücke geschlossen, um Rostock im stark umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt als Top-Tagungsdestination an der Ostsee zu profilieren. Durch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Landestourismusverband profitiert künftig das gesamte Land von der Arbeit des Rostock Convention Bureau. Ebenfalls rückt der Gesundheitstourismus zunehmend in den Fokus der touristischen Vermarktung. Hier zeigen die Rostocker Touristiker großes Engagement und sind auf dem besten Weg, Warnemünde zum ersten Thalasso-Seebad an der Ostseeküste zu entwickeln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen, treibt Rostock das wichtige Thema Servicequalität weiter erfolgreich voran.

„Im stark umkämpften Tagungssegment haben wir nun die Chance, uns mittelfristig als Top-Tagungsdestination zu etablieren. Auch der Gesundheitstourismus motiviert neue Zielgruppen für eine Reise in unser Bundesland. Rostock und Warnemünde bieten mit ihrem hervorragenden Naturraum auch in dieser Disziplin beste Standortfaktoren. Jene Botschaften tragen wir natürlich gern nach außen. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird MV dieses Jahr als Partnerland auftreten. 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Zudem ist die Branche 2020 zum zweiten Mal nach 2009 mit der Reisemesse Germany Travel Mart hier in der Hansestadt zu Gast“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich.

Rostock gewinnt als internationaler Kreuzfahrthafen immer mehr an Bedeutung. So ist ein weiterer Höhepunkt in Planung: Vom 14. bis 16. September 2018 wird die Premiere des „Rostock Cruise Festivals“ in Warnemünde den Blick der internationalen maritimen Industrie auf die Hanse- und Universitätsstadt lenken. Damit wird eine weitere hochwertige Veranstaltung etabliert, die alle zwei Jahre abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days stattfinden wird.

„Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er gilt in der Ostsee längst als wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das seit Jahren kontinuierlich wächst. Das `Rostock Cruise Festival´ ist deshalb eine ideale Chance, unser Land Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als touristischen und wirtschaftlichen Standort zu positionieren“, erläutert Minister Glawe deutlich. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren bereits neue Bestmarken aufgestellt, die 2018 noch einmal getoppt werden könnten. Auch andere Kreuzfahrthäfen des Bundeslandes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock mit beachtlichen Steigerungsraten. „Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist nach wie vor im Wachstum und bringt zum Teil erhebliche Potentiale mit sich. Der Flughafen Rostock-Laage profitiert von höheren Passagierzahlen und die Herkunft der Kreuzfahrtgäste sorgt auch dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt als einzigartiges Urlaubsziel wahrgenommen wird“, so Minister Glawe weiter.

„Wir unterstützen den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur weiter. Dabei liegt ein Schwerpunkt beispielsweise in der Vergrößerung des Angebotes von saisonunabhängigen Einrichtungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. So fördert das Wirtschaftsministerium in Rostock den Neubau des POLARIUMS mit einem Zuschuss in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Auch die StadtHalle wird zu großen Teilen in neuem Glanz erstrahlen. Sie wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale liegt auf dem touristischen Marketing für Rostock & Warnemünde, das nur mit Unterstützung des starken touristischen Netzwerks umgesetzt werden kann. Davon profitiert auch insbesondere die Branche, wie Frank Martens, Vorsitzender vom Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., bestätigt: „Die erfolgreiche Arbeit, die Rostock Marketing für den Tourismus leistet, ist letztendlich für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Einbindung der Branche zur Mitgestaltung des Tourismusmarketings ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der guten Entwicklung in der Hansestadt Rostock. Initiativen wie ServiceQualität Deutschland helfen uns, unsere eigenen Angebote weiter zu verbessern. Aber auch das Rostock Convention Bureau oder die Projekte im Gesundheitstourismus tragen dazu bei, dass wir uns touristisch breiter aufstellen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir begrüßen daher dieses Engagement und beteiligen uns gern an der freiwilligen Marketingumlage.“

Games-Charts: „Call of Duty: WWII” und „Die Sims 4” unbezwingbar

In der Jahresauswertung musste sich „Call of Duty: WWII“ zwar „FIFA 18“ geschlagen geben, in den aktuellen deutschen Wochencharts hingegen bleibt der Action-Shooter weiter am Zug. Kein PS4- oder Xbox One-Titel verkaufte sich zu Jahresbeginn besser als der Activision-Überflieger, wie die Zahlen von GfK Entertainment belegen. Die übrigen Podiumsplätze nehmen „FIFA 18“ und „Assassin’s Creed Origins“ (PS4) bzw. „Assassin’s Creed Origins“ und „Star Wars Battlefront II“ (Xbox One) ein.

Für Computerspieler gibt es derzeit nichts Schöneres, als das Leben ihrer „Sims“ zu verfolgen. Wie vor sieben Tagen steht „Die Sims 4“ vor „Grand Theft Auto V“. Die Longseller „FIFA 18 – Legacy Edition“ und „Minecraft“ führen neben den PS3-Charts auch das Xbox 360-Ranking an, dort allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

Auf Nintendo Wii legt „Just Dance 2018“ die flotteste Sohle aufs Parkett; „Mario Kart Wii Selects“ rast zum Vizesieg. Switch-Fans werden von „Mario Kart 8 Deluxe“ und „Super Mario Odyssey“ magisch angezogen, während 3DS-Anhänger im „Pokémon“-Fieber sind („Ultramond“ auf eins, „Ultrasonne“ auf drei, dazwischen „Mario Party: The Top 100“).