Neues Softwaresystem LEFIS unterstützt Flurneuordnung im Land

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern setzt ab heute das Landentwicklungsfachinformationssystem LEFIS zur durchgängigen automationsgestützten Bearbeitung von Flurneuordnungsverfahren ein.

„Mit der Einführung des Fachinformationssystems Landentwicklung steht in Mecklenburg-Vorpommern ein modernes Softwareprogramm zur Bearbeitung ländlicher Bodenordnungsverfahren zur Verfügung“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Das Programmsystem war seit 2008 gemeinschaftlich von den sieben Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Implementierungsgemeinschaft entwickelt worden, um personelle und finanzielle Ressourcen zu reduzieren. Mecklenburg-Vorpommern ist das dritte Land der Implementierungsgemeinschaft, das LEFIS einsetzt.

„Das Programm vereint das Beste der bisher in den sieben Bundesländern eingesetzten Bearbeitungssysteme und optimiert die Bearbeitung ländlicher Bodenordnungsverfahren wesentlich“, so der Minister weiter. „Viele Arbeitsschritte, die bislang oft noch manuell erledigt wurden, können nun durch die Software wesentlich effizienter und vor allem rechtssicherer bearbeitet werden.“ Zugleich gewährleisteten normierte Schnittstellen zur Vermessungs- und Katasterverwaltung ebenso wie zur Grundbuchverwaltung einen problemlosen Datenaustausch und ermöglichten eine schnellere Berichtigung der öffentlichen Bücher nach Beendigung eines Bodenordnungsverfahrens.

Bodenordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz und dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz dienen unter anderem der Regelung des Flächeneigentums und der Umsetzung infrastruktureller Vorhaben. Sie eröffnen damit Möglichkeiten, den ländlichen Raum zu gestalten und nachhaltig zu stärken. Die Entwicklung und Einführung des Systems LEFIS zeigt, dass die ländliche Entwicklung sich den technischen Herausforderungen der Digitalisierung in Deutschland stellt.

Parallel zur Nutzung erfährt LEFIS eine stetige Weiterentwicklung. Umfangreiche Prüffunktionen, die den Anwender weiter entlasten und die Datenzuverlässigkeit zusätzlich erhöhen, sind bereits geplant.

Feierstunde in Schwerin: Dienstantritt der Referendare für den Schuldienst

Ministerin Hesse: Während des Vorbereitungsdienstes wertvolle Erfahrungen sammeln

Schwerin – Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2016/2017 beginnen 201 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den staatlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Am Donnerstag, 1. Februar 2018, haben sie bei einer Festveranstaltung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin ihre Urkunden als Beamtinnen und Beamte auf Widerruf erhalten. Das Referendariat dauert 18 Monate.

„Lehrerin oder Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern zu werden, ist eine gute Wahl“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Unsere Schulen haben einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften. Die Aussichten für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sind gut. Deshalb freue ich mich, wenn sich die angehenden Lehrerinnen und Lehrer entscheiden, nach ihrer praktischen Ausbildung an unseren Schulen zu arbeiten. Zunächst wünsche ich allen Referendarinnen und Referendaren einen guten Start und viel Erfolg. Während ihres Vorbereitungsdienstes können sie wertvolle Erfahrungen sammeln“, sagte Hesse.

Von den 201 Referendarinnen und Referendaren beginnen 40 den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen, 22 das Referendariat für das Lehramt für Sonderpädagogik, 21 das Referendariat für das Lehramt an Regionalen Schulen bzw. Haupt- und Realschulen, 109 das Referendariat an Gymnasien und neun das Referendariat an beruflichen Schulen. Mecklenburg-Vorpommern stellt zweimal im Jahr Referendarinnen und Referendare an den Schulen ein. Einstellungstermine sind der 1. Februar und der 1. August.

Zahl der Asylanträge in der EU im letzten Jahr um 43 Prozent gesunken

Brüssel – Die Zahl der Asylanträge, die 2017 in der EU gestellt wurden, ist deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden im Jahr 2017 in den EU-Mitgliedstaaten, Norwegen und der Schweiz 706.913 Asylanträge registriert, was einem Rückgang von 43 Prozent gegenüber 2016 entspricht. Diese Zahlen hat das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen heute (Donnerstag) veröffentlicht, gemeinsam mit einem neuen interaktiven Portal mit Informationen zu den Asyltrends in der EU.

EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos erklärte: „Der deutliche Rückgang der Asylanträge im Jahr 2017 spiegelt die insgesamt rückläufige Zahl der in der EU ankommenden Migranten. Die Anstrengungen, die die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten in den letzten Jahren unternommen haben, um die Migration besser zu steuern und unsere Grenzen besser zu schützen, zeigen Wirkung. Die EU wird auch in Zukunft der Kontinent der Solidarität, der Offenheit und der Toleranz sein – aber wir müssen dabei gemeinsam und verantwortungsvoll vorgehen. Die heutigen Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Sperrfrist endet: Gülle-Düngung auf wassergetränkten Böden nicht zulässig

Schwerin – Mit dem heutigen 31. Januar endet die durch die Düngeverordnung festgelegte Sperrfrist zum Ausbringen von stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln. Die Sperrfrist gilt neben Gülle u .a. auch für Jauche, Gärreste, Geflügelkot und Mineraldünger. Für Landwirtschaftsbetriebe, die eine Genehmigung zur Verschiebung der Sperrfrist haben, endet die Sperrfrist entsprechend später.

„Wir müssen davon ausgehen, dass gegenwärtig große Teile der landwirtschaftlichen Flächen wassergesättigt sind und keine Düngemittel aufnehmen können. Auf solchen Flächen ist die Aufbringung von Wirtschaftsdüngern weiterhin verboten. In Einzelfällen kann sich die Situation aber durchaus anders darstellen“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Das Ausbringen von Wirtschaftsdüngern muss unterbleiben, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist.

Ein Boden gilt als wassergesättigt, wenn der gesamte Porenraum wassergefüllt ist. Das ist der Fall, wenn auf freier, ebener Fläche, nicht nur in Senken, außerhalb von Fahrspuren Wasser­lachen sichtbar sind oder beim Verformen des Bodens (außer Sand) Wasser austritt. Bei hoher Wassersättigung wird in vielen Fällen eine Befahrbarkeit der Böden gar nicht möglich sein.

Wird zur Entlastung der angespannten Lagersituation bei den flüssigen organischen Düngern mit der Ausbringung begonnen, so sind innerhalb der Schläge Flächen auszuwählen, bei denen die Nährstoffaufnahme gegeben ist. Um das Abschwemmen der Dünger durch weitere Niederschläge zu vermeiden, sollte nur auf ebenen Flächen bzw. auf Flächen mit einem dichten Pflanzenbestand mit der Ausbringung begonnen werden.

Das Aufbringen stickstoffhaltiger Düngemittel auf nicht aufnahmefähigen Böden kann als festgestellter Verstoß mit einer dreiprozentigen Kürzung der Betriebsprämie sanktioniert werden.

Aktuelle Informationen zur Wassersättigung der Böden sind den Internetseiten des DWD zu entnehmen bzw. können bei der LFB abgefragt werden.

Forscher wollen langfristig den Ostseeschnäpelbestand stabilisieren

Schwerin – Die Bestände des Ostseeschnäpels in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in den zurückliegenden zwanzig Jahren nach einer langen Phase des Rückgangs bis in die 1980er-Jahre erholt. „Maßgeblich dazu beigetragen hat das Mitte der 90er-Jahre begonnene Landesbesatzprogramm für den Ostseeschnäpel“, unterstreicht Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Seit 2009 laufen Projekte der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA MV) zur Aquakultur des gefragten Speisefisches, dessen Wildpopulation stark schwankt. Die Zucht erfolgt in Teichen. Inzwischen liegen umfangreiche wissenschaftliche Daten zur Biologie, Lebensweise und Populationsstruktur des Ostseeschnäpels vor.

Seit Jahresbeginn 2018 arbeitet die LFA mit einem neuen Projekt an der langfristigen Stabilisierung die Population des Ostseeschnäpels in den östlichen inneren Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns. Dazu wird die Gesamtsituation des Ostseeschnäpels in einem ausgewählten Gebiet erfasst, und es werden die Ursachen für die relative Instabilität des Bestandes erforscht. „Ziel dieses Projektes sind Empfehlungen für gezielte Managementmaßnahmen, zum Beispiel temporäre Fangverbote, Höchstfangmengen oder der Schutz und die Verbesserung von Laichgebieten“, erläutert Minister Backhaus.

Das Gemeinschaftsprojekt in Kooperation mit ortsansässigen Fischern wird vom Land und dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds mit ca. 880.000 Euro unterstützt. Es läuft bis Juni 2021. Alle Akteure werden an der Entwicklung der Managementpläne beteiligt. „Mittelfristiges Ziel ist eine stabile Population, die ohne unterstützende Besatzmaßnahmen auskommt“, so der Minister. Nach wie vor sei die Nachfrage der fischverarbeitenden Betriebe und Konsumenten höher als das Angebot des schmackhaften Ostseeschnäpels.

Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs

Neues Projekt in Teterow vorgestellt

Teterow – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Teterow gemeinsam mit der Miltenyi Biotec GmbH, der Universitätsmedizin Rostock und der Universitätsmedizin Greifswald ein neuartiges Verbundforschungsvorhaben vorgestellt. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von Immuntherapien für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs. „Das ist ein ambitioniertes und vor allem sehr innovatives Vorhaben. Bei Erfolg können viele Menschen von der heimtückischen Krankheit Krebs gerettet werden. Wir wollen die Chance nutzen, dass in der Zukunft in Teterow patientenspezifische Impfstoffe gegen Darm- und Bauspeicheldrüsenkrebs sowie die dazugehörige Medizintechnik entwickelt und produziert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Teterow.

Es geht um konkret angewandte Forschung von Wirtschaft und Wissenschaft unseres Landes zum Nutzen der regionalen Wirtschaft, der regionalen Wissenschaft sowie der zukünftigen regionalen medizinischen Versorgung. „Hier tritt ein Synergieeffekt ein, welcher eine gewaltige Zukunftsperspektive bei der Schaffung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen bedeuten kann. Darüber hinaus kann auch die Gesundheitsversorgung im Land davon profitieren. Wenn es also auf diesem Gebiet gelingt, erfolgreiche Forschungsaktivitäten bis hin zur erfolgreichen Markteinführung zu bringen, wäre das eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, von der auch viele einzelne Menschen profitieren könnten“, machte Glawe deutlich.

Im Verbundvorhaben sollen Strategien für patientenspezifische Immuntherapien für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs entwickelt werden. Die Miltenyi Biotec GmbH verfolgt hierbei den Ansatz, sich das körpereigene Immunsystem zunutze zu machen, um den Krebs zu bekämpfen. Dabei werden Immunzellen aus dem Patienten isoliert und so verändert, dass sie eine gezielte Immunantwort gegen den Krebs nach der Rückgabe in den Patienten induzieren können.

„Wir sind davon überzeugt, dass unser Ansatz die Krebsmedizin einen großen Schritt nach vorne bringen kann“, betont Stefan Miltenyi, der Gründer der Firma Miltenyi Biotec. „Unsere Vision ist es, dass in Zukunft jeder Krebspatient seine eigene personalisierte Therapie erhält, die auf die genetischen Besonderheiten seines Tumors zugeschnitten ist.“

Für die Herstellung dieser individuellen Therapeutika ist es erforderlich, die spezifischen Eigenschaften der Tumorzellen eines Patienten genau zu kennen. Hierfür entwickelt die Miltenyi Biotec GmbH einen Prozess, mit dem individuelle genetische Veränderungen der Tumorzellen identifiziert und mit Methoden der Bioinformatik analysiert werden. Diese Information wird dazu genutzt, das Immunsystem so zu schulen, dass es den Krebs erkennen und gegen die Erkrankung vorgehen kann. Ziel ist die Herstellung von maßgeschneiderten und nebenwirkungsarmen Therapien innerhalb weniger Wochen.

Die beteiligten Forschungseinrichtungen, die Universitätsmedizin Rostock (Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin) und die Universitätsmedizin Greifswald (Klinik für Innere Medizin A), führen basierend auf dem im Projekt entwickelten Prozess eine erste klinische Studie an Patienten durch, die an Bauchspeicheldrüsen- oder Darmkrebs erkrankt sind. Außerdem erarbeiten sie eine umfangreiche Begleitforschung für die klinische Studie und entwickeln neue Analysemethoden, um den Wirkmechanismus der Therapie besser zu verstehen.

Der Krebsspezialist Prof. Dr. Christian Junghanß, Direktor der Klinik für Onkologie der Universitätsmedizin Rostock und universitärer Sprecher des Forschungsverbundes, ist begeistert: „Die Aktivierung, Stärkung und spezielle Ausrichtung des Immunsystems des Patienten gegen die eigenen Tumorzellen ist ein wesentliches Element einer erfolgreichen, modernen Krebstherapie. Die Forschung in diesem Bereich schreitet rasant voran und es ist eine große Freude, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern – von der Landesregierung gefördert – einen starken Forschungsverbund mit den beiden Universitäten sowie einem weltweit bekannten Unternehmen gründen konnten. Wir hoffen, durch unsere Forschungsergebnisse die Möglichkeiten der Krebstherapien weiter zu verbessern.“

„Während wir bei der Behandlung des Darmkrebses in den letzten Jahren schon Fortschritte gemacht haben, ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs eine der tödlichsten Krankheiten überhaupt geblieben. Nur mit starken Partnern aus der Biotechnologie und im Verbund mit Partnerkliniken können wir diesen Krebs besiegen“, meint Prof. Markus Lerch von der Universitätsmedizin Greifswald. Darüber hinaus sollen die im Verbundforschungsprojekt benötigten medizintechnischen Geräte zusammen mit den jeweils benötigten Reagenzien entwickelt und als Gesamtpaket zur Anwendung in Forschung und Kliniken vermarktet werden.

Die Gesamtinvestitionen des Projektes belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Projektpartner des Verbundvorhabens mit rund 6,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Insbesondere der Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft ist für uns ein erfolgversprechendes Modell in der Technologieförderung, denn nur mit international wettbewerbsfähigen Produkten und Verfahren kann Beschäftigung und Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern in der Fläche gesichert werden“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Die Möglichkeiten der Forschungs- und Entwicklungsförderung in Mecklenburg-Vorpommern werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen. Ein sehr großer Teil der geplanten 168 Millionen Euro ist daher schon gebunden“, so Glawe weiter.

Allein im Jahr 2017 sind 86 Technologieprojekte mit insgesamt 50,4 Millionen Euro aus dem EFRE vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. „Wir planen, die Forschungs- und Entwicklungsförderung um 50 Millionen Euro aufzustocken. Wir versprechen uns davon eine weitere Stärkung der Innovationskraft der regionalen Wirtschaft und die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze“, so Wirtschaftsminister Glawe. Aktuell werden dazu die Gespräche mit dem EFRE-Begleitausschuss vorbereitet.

Erhöhter Urlaubszuschuss des Landes für Familien mit geringem Einkommen wird sehr gut abgerufen

Schwerin – Seit gut einem Jahr erhalten einkommensschwache Familien und Alleinerziehende deutlich höhere Zuschüsse des Landes, um gemeinsam mit ihren Kindern Urlaub und Familienfreizeit verbringen zu können. Gefördert werden Familienerholungsmaßnahmen, die von Trägern der freien Jugendhilfe und gemeinnützigen Familienferienstätten in Mecklenburg-Vorpommern angeboten werden.

„Für einen einwöchigen Urlaub erhält z.B. eine vierköpfige Familie seit 2017 einen Landeszuschuss von 840 Euro statt früher 560 Euro“, verdeutlicht Ministerin Drese. Grund dafür ist die Erhöhung der Zuwendung durch das Sozialministerium von 20 Euro auf 30 Euro je Übernachtung pro Person (bei einer bis sieben Übernachtungen).

Die Ferienangebote enthalten Übernachtungen mit Vollverpflegung sowie Programme für die gemeinsame Freizeitgestaltung für und mit teilnehmenden Familien. Die zu fördernden Familien müssen dafür bestimmte Fördervoraussetzungen erfüllen.

„Ich freue mich sehr über die rege Inanspruchnahme. So konnten wir im vergangenen Jahr mit 148.255 Euro einen neuen Höchststand an Bewilligungen verzeichnen“, betont Ministerin Drese. „Das zeigt, der Landeszuschuss kommt bei einkommensschwachen Familien an. Und wir haben deshalb ab 2018 den Ansatz im Landeshaushalt von 100.000 auf 150.000 Euro erhöht.“

Drese: „Gerade für Geringverdienende ist ein gemeinsamer Familienurlaub von besonderer Bedeutung, um einige Tage im Jahr unbeschwert gemeinsame Freizeit zu verleben, Familie zu leben, durch gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen gegenseitiges Vertrauen und den Zusammenhalt der Familiengemeinschaft zu fördern. Und manche Kinder können erstmalig überhaupt in der Schule über einen Urlaub erzählen. Das sind für mich alles gute Gründe, die zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“

Eine Förderung erfolgt, wenn mindestens bei einem der teilnehmenden Familienmitglieder eine der folgenden Leistungen zum Lebensunterhalt gewährt wird:

Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II)
Sozialhilfe
Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
Kinderzuschlag gem., § 6a des Bundeskindergeldgesetzes
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Höhe der Zuwendungen (pauschal je Übernachtung pro Person) seit dem 1.1.2017:

Eine bis sieben Übernachtungen: 30,00 Euro
Achte Übernachtung: 26,00 Euro
Neunte Übernachtung: 23,00 Euro
Zehnte Übernachtung: 21,00 Euro
Elfte Übernachtung: 19,00 Euro
Zwölfte Übernachtung: 18,00 Euro
13. Übernachtung: 16,00 Euro
14. Übernachtung: 15,00 Euro

Bis zum 31.12.2016 betrug die Höhe der Zuwendungen von der 1. bis zur 14.Übernachtung pauschal 20,00 Euro je Übernachtung pro Person

Familien melden sich bei den Trägern der Erholungsmaßnahmen an. Informationen erhalten die Familien direkt bei den Trägern der freien Jugendhilfe, die Familienerholung anbieten, bei Familienferienstätten in MV, Jugendherbergen in MV, den Landesverbänden AWO, DRK, Paritätischer, Caritas und Diakonie oder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS). Das LAGuS ist für das Antragsverfahren zuständig.

Christian Pegel gratuliert Rostocker Start-up Gensoric zum Sieg in Boston

Rostock – Das Rostocker Unternehmen Gensoric überzeugte die Jury und das Publikum mit seinem neuartigen Energiespeicher bei dem Climate CoLab-Wettbewerb des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Das Projekt „Willpower Energy“ des Rostocker Start-up Unternehmens gewann in der Kategorie Gebäude mit 607 Stimmen das Finale.

„Mein Glückwunsch an das Team von Gensoric“, sagte Energieminister Christian Pegel. „Ich freue mich, dass ein junges Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern zu den Gewinnern zählt. Der innovative Ansatz der Rostocker zeigt auf wie wichtig die Umstellung auf grünen Strom ist und ist gleichzeitig ein Beleg für die eingeschlagene Strategie der Energiepolitik im Land.“

Die Anlage der Rostocker produziert Methanol mit Hilfe von Enzymen, direkt aus der Umgebungsluft gefiltertem Kohlenstoffdioxid, Wasser und grünem Strom. Das gewonnene Methanol agiert als saisonaler Energiespeicher für Wohnhäuser. Der Prozess ist Kohlenstoffdioxid neutral und kann fossile Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas ersetzen. Den Markteintritt planen die Hansestädter für Ende 2019.

„Wir, als kleines Technologieunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, sind sehr stolz auf den Preis des renommierten MIT und danken unserem internationalen Team und unserer Community für deren Enthusiasmus und Support“, sagt Gensoric-Sprecherin Uta Hermes.

Das Unternehmen kann nun in Boston am Festival der Zukunft teilnehmen, um das Projekt international zu vermarkten. Zusätzlich haben sie auf dem Festival die Chance auf einen 10.000 Dollar dotierten Hauptpreis.

Der Climate-CoLab-Wettbewerb der Eliteuniversität (MIT) in Boston sucht weltweit nach neuen innovativen Ansätzen zur Erfüllung globaler Klimaziele.

Die Gensoric GmbH hatte im letzten Jahr über mehrere Monate die erste öffentliche „Willpower Energy“ Pilotanlage im Rahmen der Grünen Hauptstadt 2017 in Essen präsentiert. Die nächste Anlage soll in Mecklenburg-Vorpommern stehen. Dazu hat das Unternehmen gerade ein Ideenwettbewerb für zukunftsweisende Quartiere gewonnen. Die Konzeption des Vorwärts-Quartiers wurde im Konsortium mit der Schelfbauhütte GmbH & Co. KG aus Schwerin erstellt.