Gemeinde Barnin erhält Zuschuss für neue Gehweg- und Straßenbeleuchtung

Barnin – Für die Umrüstung der Gehweg- und Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Barnin im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine Zuwendung des Landes. Der Zuschuss für das Vorhaben beträgt 112.179,58 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Barnin beabsichtigt die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 81 Leuchten werden durch energieeffiziente, umweltschonende LED-Technik ersetzt. Davon werden 41 Leuchten komplett inklusive Masten und Kabel umgerüstet. Bei den anderen 40 werden nur die Leuchten ausgetauscht.

So können pro Jahr rund 37.000 Kilowattstunden Strom und ca. 22 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

„Verein Lewitz e. V.“ will Region zur Marke aufbauen

Banzkow – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat einen Fördermittelbescheid an den „Verein Lewitz e.V.“ aus Banzkow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) übergeben. Der Verein ist Träger eines Kooperationsnetzwerkes zur touristischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region Lewitz. „Die Alte Elde, der Störkanal und die Müritz-Elde-Wasserstraße sowie unzählige Teiche und eine einzigartige Wiesenlandschaft sind typisch für die Lewitz. Um die Region und vor allem die heimischen Produkte stärker touristisch zu bewerben, engagieren sich die Mitglieder des Vereins mit viel Herzblut. Die Lewitz soll zu einer starken Marke als attraktiver Arbeits-, Wohn- und Freizeitraum positioniert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Hervorgegangen aus einem Projekt des Landestourismusverbandes und dem Zusammenschluss mit dem „Regionalen Entwicklungsprojekt für Nachhaltigkeit in der Lewitz“ existiert der Verein seit 2014. Mitglieder sind über 50 Unternehmen, Vereine, Kommunen und Einzelpersonen, die sich gemeinde- und ämterübergreifend von Parchim über Neustadt-Glewe, Banzkow, Plate bis nach Crivitz zusammengeschlossen haben. Jetzt soll ein Marketingkonzept für die Region entwickelt werden. „Ziel ist es, die Wertschöpfung in der Region und damit die Attraktivität für Besucher zu erhöhen“, so Glawe weiter.

Vorgesehen sind unter anderem der Aufbau eines Produktmarketings für regionale Spezialitäten, die verstärkte Bewerbung von Veranstaltungen wie beispielsweise Radsternfahrten oder den „Tüffelwochen“ sowie eine Präsentation des Angebotes auf regionalen und überregionalen Messen. „Die gemeinsame Vermarktung der touristischen Infrastruktur spielt eine zentrale Rolle für den Verein. Das geht über Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie bis hin zu Rad- und Wanderwegen sowie ganzjährigen Angeboten von Kunst, Kultur und Wirtschaft“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Das Land unterstützt die Netzwerkkoordination des Vereins in Höhe von rund 112.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtkosten betragen 150.000 Euro.

In der Zeit von Januar bis September 2017 gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Landkreis Ludwigslust-Parchim knapp 292.000 Gästeankünfte und rund 896.000 Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt rund 6,1 Millionen Ankünfte und knapp 25 Millionen Übernachtungen.

WEMAG richtet Servicestation im Dorfladen Demen ein

Energieversorger stattet in der Region Dorfläden als Servicepartner für Strom und Erdgas aus

Demen – Ab sofort können die Kunden der WEMAG und alle, die sich für die Ökostrom- und Erdgasprodukte des kommunalen Energieversorgers interessieren, bei ihrem Einkauf im Dorfladen Demen auch den Service der WEMAG nutzen. Denn in der Gemeinde östlich von Schwerin ist jetzt die sechste WEMAG-Servicestation eröffnet worden. „In einer Flächenregion wie Mecklenburg-Vorpommern ist es gar nicht immer einfach, seine Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären“, weiß Sebastian Kosog, Ansprechpartner für Privat- und Gewerbekunden bei der WEMAG. „Mit der Servicestation bieten wir Interessenten die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert in ihrer Nähe über die Angebote der WEMAG zu informieren und unsere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.“

Zur Eröffnung in Demen haben WEMAG-Gruppenleiter Sebastian Kosog und WEMAG-Kundenbetreuerin Johanna Möller den Ladeninhaber Henrik Lemcke mit Informationsmaterial rund um die Themen Ökostrom, Erdgas und Energiesparen ausgestattet. Aber auch Vordrucke zur Zählerstandmitteilung, Abschlagsanpassung oder Neuanmeldung liegen im Lebensmittelmarkt bereit. Die Post an die WEMAG können die Demener nun ebenfalls im Geschäft abgeben. „So halten wir den kurzen Draht zu unseren Kunden“, erklärt Johanna Möller.

„Mit den Servicepunkten schafft die WEMAG Kontaktmöglichkeiten auch in kleineren Ortschaften. So müssen die Leute keine weiten Wege mehr in Kauf nehmen und können während des Einkaufens die Serviceleistungen der WEMAG in Anspruch nehmen“, ergänzt Ladeninhaber Henrik Lemcke. Er freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit der WEMAG und in dem Zusammenhang auch auf mehr Kunden in seinem Geschäft.

Im Dorfladen Demen befindet sich nun der sechste Servicepunkt der WEMAG. In Rastow südlich von Schwerin, in Grebs bei Eldena, in Warnow bei Bützow, in Marnitz südlich von Parchim und in Roggendorf bei Gadebusch wurden in den vergangenen Wochen die Lebensmittelmärkte mit Servicematerial der WEMAG ausgestattet. In diesem Jahr sollen weitere Servicepartner im gesamten regionalen Versorgungsgebiet gefunden werden.

Neben Servicepunkten stehen Kunden natürlich weiterhin die Türen des Kundencenters in Schwerin offen. Auch die mobile Kundenberatung, das WEMAG-Infomobil, bleibt weiter im Einsatz. Zu insgesamt 182 Terminen an 31 Standorten war es im Jahr 2017 für Einwohner vor Ort. Der Tourenplan wird in Amtsblättern und im Internet unter www.wemag.com/vor-ort veröffentlicht. Auf der Internetseite werden neben den Standorten und Terminen des Infomobils auch die Adressen und Öffnungszeiten der ausgestatteten Dorfläden und des Kundencenters genannt.

Antibiotika-resistente Keime in Gewässern nachgewiesen

Hamburg – Gefährliche Keime, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken, finden sich in Deutschland in Bächen, Flüssen und Badeseen. Das zeigen Wasser- und Sedimentproben, die der NDR exemplarisch an zwölf verschiedenen Orten in Niedersachsen genommen hat. „Das ist wirklich alarmierend“, sagt der Antibiotika-Experte Dr. Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut zu den Funden. „Die Erreger sind anscheinend in der Umwelt angekommen und das in einem Ausmaß, das mich überrascht.“

Klar war zwar bislang, dass Antibiotika-resistente Erreger in der Umwelt zu finden sind und sich dort ausbreiten können. Wie stark Gewässer belastet sind, ist allerdings weitgehend unbekannt, da es bislang keine systematischen Kontrollen auf solche Erreger gibt.

Die Proben, die der NDR genommen hat, wurden von renommierten Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung am Universitätsklinikum Gießen untersucht. Von den Ergebnissen zeigten auch sie sich überrascht. Sie wiesen in den Proben von allen Orten multiresistente Erreger nach – und auch Resistenzen gegen wichtige Reserve-Antibiotika. Der Gewässerforscher Prof. Thomas Berendonk von der Technischen Universität Dresden sagte in einem Interview für die NDR Sendung „Panorama – die Reporter“, die Funde bereiteten ihm Sorge. Wenn ein Mensch mit einem solchen Bakterium kolonisiert sei, könne dies ein Problem sein.

Bei den gefundenen Keimen handelt es sich um sogenannte multiresistente gram-negative Bakterien (MRGN). Sie bereiten Ärzten seit einigen Jahren größere Sorgen als die bekannten MRSA-Erreger. Denn sie können zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, die schwer zu behandeln sind. Und die Zahl der Infektionen durch solche Erreger steigt. Besonders gefährdet sind vorerkrankte Menschen, aber auch Ältere und Neugeborene.

Immer mehr Patienten, die zu ihnen in die Klinik kämen, würden solche multiresistenten Erreger in sich tragen, schon bevor sie aufgenommen würden, sagt Prof. Trinad Chakraborty vom Gießener Universitätsklinikum. „Es gibt eine Quelle für Resistenzen außerhalb der Klinik, und das ist ein Problem, das uns zunehmend interessiert.“

Dass multiresistente Keime in der Umwelt grundsätzlich ein Risiko darstellen, ist unumstritten. „Die Gefahr ist, dass sie sich ausbreiten und es dann auf den Menschen zurückschlägt“, sagt Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut.

Der NDR hat auch an zwei Badestränden Proben genommen – an der Thülsfelder Talsperre und am Zwischenahner Meer. Dort fanden sich ebenfalls multiresistente Erreger. Unklar ist aber, wie hoch mögliche Gesundheitsgefahren für Badende sind. Bei gesunden Menschen führen solche Erreger in der Regel nicht zu einer Infektion. Bei einer offenen Wunde oder einer eventuell nötigen Operation können sie aber zum Problem werden. Es besteht zudem das Risiko, dass die Bakterien beispielsweise in Kliniken oder Pflegeheime weitergetragen werden.

In den Proben aus Niedersachsen seien einige Keime dabei gewesen, die ihm größere Sorgen bereiten würden, sagt der Mediziner Dr. Can Imirzalioglu vom Universitätsklinikum Gießen. „Wir haben Erreger gefunden, die bei bestimmten Patienten durchaus schwerwiegende Infektionen verursachen können und auch schon als sehr virulente, also sehr gefährliche Erreger beschrieben worden sind.“ Das habe er so nicht erwartet.

Besonders kritisch sehen die Wissenschaftler Funde des sogenannten mcr-1-Gens an fünf der zwölf Probenorte. Bakterien, die solch ein Gen in sich tragen, sind resistent gegen das besonders wichtige Reserve-Antibiotikum Colistin. Das Notfallmedikament wird nur in lebensbedrohlichen Situationen eingesetzt, wenn alle anderen Antibiotika versagen.

Wissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass das Resistenzgen aus der Tierhaltung stammt, denn dort wird Colistin im Gegensatz zur Humanmedizin auch in größeren Mengen eingesetzt.Resistente Erreger können aus Ställen beispielsweise über Gülle auf Felder und so in die Umwelt gelangen. Auch Tiere wie Insekten, Vögel oder Hunde können die Keime verbreiten.

Außerdem sind Kläranlagen in Deutschland derzeit nicht darauf ausgerichtet, multiresistente Bakterien komplett herauszufiltern. Das aufbereitete Wasser wird in Bäche oder Flüsse eingeleitet. Die NDR Reporter haben auch an solchen Stellen teils gefährliche und extrem resistente Keime gefunden – etwa in dem Fluss Hase, kurz hinter dem Ausfluss des kommunalen Klärwerks von Osnabrück.

Der NDR hat mehrere Ministerien zu den Funden befragt. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte sich für nicht zuständig und verwies auf das Bundesumweltministerium. Dies wiederum schrieb dem NDR, das Wissen zur Verbreitung von Resistenzen über die Umwelt sei „nicht ausreichend“. Es spricht sich daher für systematische Untersuchungen aus. „Handlungsbedarf besteht zum Beispiel in Badegewässern“, meint das Bundesumweltministerium. Auch eine weitergehende Abwasserreinigung sei zumindest in einigen Gebieten erforderlich. Doch für die Umsetzung verweist das Berliner Ministerium an die Bundesländer.

Zumindest in Niedersachsen schätzen die zuständigen Landesministerien das Gesundheitsrisiko allerdings als gering ein und sehen keinen besonderen Handlungsbedarf. Sie verweisen auf bestehende Vorschriften und Kontrollen. Eine Untersuchung der Gewässer auf Antibiotika-resistente Keime wird als nicht erforderlich angesehen.

Das Umweltministerium in Hannover teilte zu den Kläranlagen mit, sie erfüllten die gesetzlichen Vorgaben. Die Einführung einer zusätzlichen Reinigungsstufe sei „daher derzeit grundsätzlich nicht vorgesehen“. Das Umweltministerium hält lediglich eine Behandlung von Dünger für „zielführend“, um den Eintrag von resistenten Erregern in die Umwelt zu reduzieren. Doch dafür sei Niedersachsens Landwirtschaftsministerium zuständig. Dies wiederum hält eine solche Maßnahme nicht für gerechtfertigt.

Schätzungen zufolge sterben in Deutschland mehrere Tausend Menschen jährlich an Erkrankungen durch multiresistente Keime. Weltweit gelten Antibiotika-Resistenzen als eine der größten Gesundheitsgefahren und als Bedrohung für die gesamte moderne Medizin. In einem aktuellen Bericht warnen die Vereinten Nationen explizit vor den Risiken durch eine Verbreitung von resistenten Keimen in der Umwelt und fordern die Staaten auf, endlich zu handeln.

In Deutschland läuft derzeit ein großes Forschungsprojekt zur Verbreitung Antibiotika-resistenter Erreger durch Abwasser, finanziert vom Bundesforschungsministerium. Ergebnisse des Projekts mit dem Namen HyReKA, an dem auch die TU Dresden beteiligt ist, liegen noch nicht vor.

Tipp: Mehr zu diesem Thema gibt es in der Sendung „Panorama – die Reporter“ am Dienstag, 6. Februar, um 21.15 Uhr im NDR Fernsehen.

20 Jahre danach: Renaturierung der Trebel half bei Biotop- und Artenschutz

Tribsees – Die Renaturierungsmaßnahmen im Bereich der Trebel sind nicht die Ursache für das Absacken eines Teilstückes der Autobahn A20 bei Tribsees. Das unterstrich Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf der Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ in Tribsees. „Die bautechnischen Aspekte des Vorfalles werden noch untersucht. Die Straßenbaubehörden haben aber bereits deutlich gemacht, dass die Renaturierungsvorhaben im Bereich der Trebel aus ihrer Sicht nicht die Ursache für die Havarie sind“, sagte der Minister. Der jetzige Wasserstand sei fast identisch mit dem Wasserstand, der den Planungen der A20 in diesem Bereich zugrunde lag.

Auch die vom Landesanglerverband kritisierte Durchgängigkeit für Fische in dem renaturierten Abschnitt der Trebel am Stützwerk Langsdorf sei gegeben. Ein Fischsterben am Stützwehr sei zu keiner Zeit festgestellt worden, so Backhaus. „Durch den Zusammenfluss von renaturierter Trebel und Warbel kurz vor dem Zusammenfließen mit dem Trebelkanal ist eine ausreichende Lockströmung zur Fischwanderung in der Trebel vorhanden.“ Allerdings bevorzugten Krautlaicher wie Plötze, Barsch, Hecht oder Meerforelle langsam fließende Gewässer mit pflanzenreichem Ufer, so dass nicht auszuschließen sei, dass diese Fischarten zum Laichen in den langsam fließenden Trebelkanal einwanderten. Das landeseigene Fischmonitoring habe bislang keine Auffälligkeiten bezüglich des Fischbestandes ergeben.

Der Minister erläuterte außerdem, dass es einer möglichst schonenden Gewässerunterhaltung bedarf, um den guten ökologischen Zustand nach europäischer Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Wegen der Brutzeit der Seeadler im Stubbendorfer Wald entlang des Gewässerlaufes seien Unterhaltungsarbeiten erst ab Anfang August eines Jahres bis zum Jahresende möglich. Der Trebelkanal war 2015, 2016 und 2017 einmal jährlich durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern gekrautet worden; im renaturierten Trebelabschnitt werde alle drei Jahre gekrautet, zuletzt 2017. Das Landeswassertourismuskonzept weist die Trebel als „Kanu-Gewässer“ aus; das Befahren mit motorgetriebenen Wasserfahrzeugen ist nicht erlaubt. „Art und Umfang der Unterhaltungsmaßnahmen richten sich nicht nach dem auf der Trebel stattfindenden Bootstourismus, sondern die Nutzung hat sich den natürlichen Veränderungen zu beugen und erfolgt auf eigene Gefahr“, so der Minister.

Zuvor hatte Dr. Backhaus das zwischen 1995 und 1998 realisierte EU-Projekt „Renaturierung des Flusstalmoores der Mittleren Trebel“ noch einmal kurz umrissen. Seinerzeit war das Flusstalmoor der Trebel mit einer Fläche von 2800 Hektar als Pilotprojekt zur Renaturierung einer stark degenerierten Moorlandschaft ausgewiesen worden. Wichtigste Aufgabe des Projektes war es, mit dem Ziel des Biotop- und Artenschutzes den Wasserstand innerhalb des Flusstalmoores differenziert anzuheben, um eine natürliche Wiedervernässung zu erreichen. Drei Schöpfwerke und der Deich wurden zurückgebaut, ein überflutungsgeeignetes Stützwehr errichtet. Der rund 12 Kilometer lange Altarm der Trebel wurde ausgebaggert und angeschlossen; der Trebelkanal besteht fort.

„Heute gilt die Trebel als biologisch aktives Fließgewässer mit natürlichen Überflutungsverhältnissen; die Wasserqualität hat sich wesentlich verbessert“, so der Minister. Die Grundwasserstände in den ehemals eingedeichten Poldern sind um 1 bis 5 Zentimeter angestiegen, die Wasserstände im Grenztalmoor zwischen Bad Sülze und Tribsees um 2 bis 7 Zentimeter.

Viele zum Teil als gefährdet eingestufte Pflanzen- und Tierarten siedelten sich am Trebel-Altlauf wieder an, darunter Fischotter, Moorfrosch, Braunkröte und Teichmolch, Rohrsänger, Große Rohrdommel und Kranich. In das Vorhaben waren 13 Millionen D-Mark investiert worden, drei Viertel aus Mitteln des LIFE-Fonds der EU, ein Viertel aus Eigenmitteln des Landes.