Gemeinde Dummerstorf erhält neues Feuerwehrfahrzeug

Dummerstorf – Die Freiwillige Feuerwehr Dummerstorf ist zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung nicht nur in der eigenen Gemeinde im Einsatz, sondern auch im Landkreis Rostock. Besondere Schwerpunkte sind hier zum Beispiel zahlreiche Gewerbe- und Industrieunternehmen in den autobahnnahen Gewerbegebieten, eine Justizvollzugsanstalt, das Leibnitz-Institut für Nutztierbiologie, die B 108 und eine Bahnstrecke im Fernverkehr sowie die Bundesautobahnen A19 und A20.

Ein altes und mittlerweile außer Dienst gestelltes Feuerwehrfahrzeug soll deshalb durch ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) ersetzt werden. An der Neuanschaffung beteiligt sich neben dem Landkreis Rostock auch das Innenministerium finanziell. Minister Lorenz Caffier übergab dazu heute in Dummerstorf einen Zuwendungsbescheid über rund 159.000 Euro an den Bürgermeister Axel Wiechmann.

Er nahm dies zum Anlass, den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, die personell gut aufgestellt ist, für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken. „Ohne ihren persönlichen Einsatz für den Schutz unserer Bevölkerung wäre ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz nicht zu leisten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit in der Feuerwehr ist jedoch auch moderne Technik. Mit dem neuen Fahrzeug wird die Feuerwehr besser als bisher ausgestattet sein und vielleicht wird das Interesse der Jugendlichen und Kinder an der Jugendfeuerwehr noch größer, als es bisher ohnehin schon ist“, sagte der Minister.

Backhaus fordert Wende in der Gemeinsamen Agrarpolitik

Öffentliche Leistungen der Landwirtschaft stärker honorieren und Einkommen sichern

Pritzier – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus stellte sich auf der Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Ludwigslust e.V. in Pritzier den Fragen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 und warb dabei für sein MV-Modell zur Neuausrichtung der GAP.

Landwirte in Deutschland müssen sich nach dem Jahr 2020 auf Kürzungen der EU-Zahlungen einstellen. Allein durch den Austritt der Briten aus der Europäischen Union fehlen im EU-Agrarhaushalt in den Jahren 2021 bis 2027 rund 3 bis 4 Milliarden Euro. Ausgaben für neue Politikfelder wie Migration, Verteidigung oder Digitalisierung verursachten zusätzliche Kosten, die durch eine Umverteilung bisheriger Ausgaben bezahlt werden müssten. Daraus resultiere eine weitere Kürzung des EU-Agrarhaushaltes um rund eine Milliarde Euro.

„In der Summe läuft es in den Plänen der EU-Kommission auf eine Verminderung des EU-Agrarhaushaltes um rund 5 Milliarden Euro hinaus“, rechnete Dr. Backhaus vor. „Es muss aus meiner Sicht jedem klar sein: Der EU-Agrartopf wird kleiner. Es bedarf also völlig neuer Lösungsansätze, um die Landwirtschaft auch künftig noch wirksam fördern zu können. Und hier setzen wir mit unserem neuen GAP-Modell an“, betonte er.

Backhaus erläuterte die Vorschläge aus Mecklenburg-Vorpommern für die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2010, die er unter dem Titel „Veränderungen anschieben“ im Dezember 2017 in Brüssel und Berlin und seither in verschiedenen Gremien auf Bundes- und Landesebene als Diskussionsgrundlage zur Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik vorgestellt hatte.

Ziel des Modells aus Mecklenburg-Vorpommern ist der Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“. „Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir wollen die Direktzahlungen konsequent an Leistungsziele binden – sie zu ökologischen Direktzahlungen umbauen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die öffentlichen Leistungen der Landwirte für den Umwelt- und Klimaschutz zukünftig angemessen honoriert werden. Nur so lassen sich die Einkommen der Landwirte langfristig stabilisieren.“, so der Minister.

Das Zwei-Säulen-Modell aus Mecklenburg-Vorpommern sieht vor, alle flächenbezogenen Leistungen über eine neue erste Säule zu honorieren. Die bisherigen Direktzahlungen werden dafür auf 100 Euro je Hektar gekürzt und je nach Gegebenheit des Antragstellers um Zuschläge zur Förderung von Junglandwirten, von kleinen bäuerlichen Betrieben und/oder von EU-definierten benachteiligten Gebieten ergänzt. Tierhalter erhalten bei flächengebundener Haltung einer definierten Zahl Raufutterfresser – also Rinder, Schafe oder Ziegen – außerdem eine Prämie für die naturverträgliche Bewirtschaftung der Fläche.

Kernkomponente des GAP-Modells aus MV sind die ökologischen Direktzahlungen. Mit freiwilligen ökologischen Leistungen auf seinen Flächen kann der Landwirtschaftsbetrieb sein Betriebsergebnis aufstocken. Diese Leistungen umfassen alle bisher in den Mitgliedsstaaten angebotenen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie den ökologischen Landbau. Je nach ökologischer Wertigkeit der Maßnahme liegt die Prämie um 15 bis 30 Prozent höher als bisher. „Das ist ein dringend notwendiger Leistungsanreiz“, so Minister Backhaus. Außerdem ändere sich damit nachhaltig das Verhältnis von Direktzahlungen zu ökologischen Zusatzleistungen. „Derzeit liegt es selbst in einem Land wie Deutschland mit vielen Agrarumweltmaßnahmen bei 9 zu 1. Künftig wird es bei 4 zu 6 liegen“, unterstrich er.

In der neuen zweiten Säule verbleibt die Förderung der ländlichen Räume; bisher aus diesem Fonds geförderte flächenbezogene Maßnahmen wandern in die erste Säule (außer Vertragsnaturschutz und Waldumweltmaßnahmen). „Brüssel muss sich vielmehr als bisher mit den Strategien zum demografischen Wandel in Europa befassen und die Sicherung der Lebensfähigkeit ländlicher Räume in den Blick nehmen“, so Dr. Backhaus.

„Wir sprechen uns mit unserem Vorschlag deutlich gegen einen gesonderten EU-Fonds für Natur-, Umwelt und Klimaschutzmaßnahmen aus. Ein eigener Fonds würde wiederum eine eigene Verwaltung erfordern. Die europäischen Ziele können über die Leistungshonorierung der ökologischen Direktzahlungen viel besser erreicht werden“, schloss der Minister.

One Billion Rising – Tanzdemonstration auch in M-V

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese unterstützt den Aktionstag „One Billion Rising“, mit dem am 14. Februar weltweit auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht wird.

Jede dritte Frau weltweit ist bereits Opfer von Gewalt geworden, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Das sind eine Milliarde (one billion) Frauen.

„Gewalt an Frauen – egal in welcher Form – ist inakzeptabel für unsere Gesellschaft. Ich freue mich deshalb sehr darüber, dass auch in Mecklenburg-Vorpommern ein starkes Zeichen gegen Gewalt gesetzt wird“, betont Ministerin Drese zum 14. Februar.

In Mecklenburg-Vorpommern organisieren u.a. in Rostock, Schwerin und Anklam Vereine, Institutionen und Privatpersonen Tanzdemonstrationen.

Drese: „Leider ist Gewalt an Frauen auch in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit: So suchen jährlich rund 4.000 Menschen, darunter weit überwiegend Frauen Beratung, Hilfe und Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt in den Interventions- und Beratungseinrichtungen und Frauenhäusern.“

Das Beratungs- und Hilfenetz für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt in M-V besteht aus neun Frauenhäusern, fünf Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking mit angeschlossener Kinder- und Jugendberatung, fünf Fachberatungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt, acht Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher Gewalt, einer Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsverheiratung, drei Täter- und Gewaltberatungsstellen sowie einer Landeskoordinierungsstelle.

„Mit diesem über das gesamte Land verteilten Beratungs- und Hilfenetz gewährleistet das Land gemeinsam mit den Kommunen eine verlässliche und überaus wichtige Hilfestruktur in Mecklenburg-Vorpommern“, so die Ministerin im Vorfeld des One-Billion-Rising-Aktionstages.

Veranstaltungen in MV zum „One Billion Rising“

Rostock: Am Mittwoch, den 14.02.2018 um 13.00 Uhr auf dem Uni Platz in Rostock (Brunnen der Lebensfreue). Veranstaltet durch das Team des Autonomen Frauenhauses Rostock, Frauen helfen Frauen e.V. und des ASTA der Uni

Schwerin: Am Mittwoch, den 14.02.2018, 13 Uhr – Marienplatz, Ecke Helenenstraße. Dort startet die gemeinsame Aktion „ONE BILLION RISING“. Organisiert durch das Team Frauen im Zentrum (FiZ)

Anklam: Am Mittwoch, den 14.02.2018, 12 Uhr auf dem Marktplatz. Organisiert durch den ASB und Shia e.V. und die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking.

Wasserschutzpolizei appelliert Eisflächen nicht zu betreten

Waldeck – Am vergangenen Wochenende mussten Beamte der Wasserschutzpolizei wiederholt Kinder und Jugendliche, welche auf den zugefrorenen Binnenseen des Landes spielten, vom Eis holen. Auf dem Schweriner See und den Seen in der Müritzregion kamen die Beamten zum Einsatz. Es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass es nicht zum Einbruch von Personen ins Eis gekommen ist.

„Wir appellieren noch einmal an alle Eltern, ihre Kinder über die Gefahren eines Betretens der dünnen Eisflächen aufzuklären. Durch u.a. anhaltende Plusgrade in den Tagesstunden sind die zugefrorenen Seen nicht tragfähig. Die durchschnittliche Eisdecke auf allen Gewässern beträgt nur wenige Zentimeter.“, so Robert Stahlberg, Pressesprecher der Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern.

Werbeartikel-Unternehmen errichtet Produktionsstätte in Neustadt-Glewe

Neustadt-Glewe – Die torsino GmbH hat eine Produktionsstätte in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) errichtet. Das Unternehmen fertigt hochwertige Kunststoff-Torsen als Werbeartikel für Sportvereine. „Das neue Produkt für Sportfans wird in Neustadt-Glewe gefertigt und soll von dort aus bundesweit die Herzen vor allem der Fußballbegeisterten erobern. Mit der Errichtung der Produktionsstätte der torsino GmbH sind fünf neue Arbeitsplätze vor Ort entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen fertigt vor allem für Fußballbundesligavereine und ihre Fans dreidimensionale Hartschalen in Torsoform aus Kunststoff, die mit den Trikots der Vereine bedruckt werden. Der „torsino®“ ist in verschiedenen Größen und zusätzlich als LED-Lampe-Variante erhältlich. Die Produktion der torsino GmbH erfolgt in einer angemieteten Halle in Neustadt-Glewe; Produktentwicklung und Vertrieb bleiben am Unternehmenssitz in Hamburg. Jetzt soll in den Maschinenpark investiert werden, um die Produktpalette der Werbeartikel zu erweitern. Unter anderem ist die Anschaffung von Flachbrettdruckern, Fräse- und Schneidgeräte sowie Werkzeuge geplant. Langfristig ist nach Unternehmensangaben geplant, die Produktpalette um weitere Artikel wie beispielsweise Tisch- und Wandlampen, Trikot-Sammelboxen sowie Leuchtkästen in verschiedenen Größen mit wechselbaren Hauben zu erweitern. „Die guten Standortbedingungen haben den entscheidenden Ausschlag gegeben, dass sich das Unternehmen für Neustadt-Glewe als zusätzliche Betriebsstätte entschieden hat. Hierzu zählen beispielsweise die schnelle Anbindung an die Autobahn und die bereits vor Ort befindlichen Hallen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen 731.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 119.000 Euro.