Drese: Wichtiges ehrenamtliches Engagement braucht gute politische Rahmenbedingungen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese informierte gemeinsam mit Werner Kuhn, Präsident des DRK- Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, auf der Landespressekonferenz über den bevorstehenden Start der 11. Auflage der EhrenamtMessen im Land und die hohe Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für unsere Gesellschaft.

„Gerade in Zeiten, in denen oft ein kälteres gesellschaftliches Klima konstatiert wird, sind die ehrenamtlich Aktiven enorm wichtig für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft – in Vereinen, Verbänden, Initiativen, im Sport, in der Freiwilligen Feuerwehr, in sozialen und kirchlichen Einrichtungen, als Vorlesepate in unseren Kitas oder Pflegeheimen und in unzähligen anderen Funktionen“, so Drese.

Vordringliche Aufgabe von Politik und anderen Institutionen sei es, gute Rahmenbedingungen und verlässliche Strukturen im Bereich Ehrenamt zu bieten. Hier ist nach Einschätzung der Ministerin in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern viel geschehen: z.B. mit einem Versicherungsschutz vor unzumutbaren Unfall- und Haftrisiken, der Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements inkl. Weiterbildung für ehrenamtlich Aktive und der Gründung der Ehrenamtsstiftung v.a. für kleine Vereine und Initiativen.

Mit der Unterstützung und Etablierung des „Gemeinschaftsprojektes EhrenamtMessen“ werde das Ziel verfolgt, ehrenamtliches Engagement stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen regionalen und örtlichen Initiativen gefördert werden.

Drese: „Die EhrenamtMessen stoßen auf eine wachsende Resonanz. Von 2008 bis 2017 präsentierten über 2.800 Aussteller sich und ihre Tätigkeiten auf insgesamt 62 Messen mit rund 76.000 Besucherinnen und Besuchern an wechselnden Standorten. In den Jahren 2016 und 2017 konnte dabei eine deutliche Besuchersteigerung mit jeweils über 12.000 Teilnehmenden registriert werden. Hieran wollen wir anknüpfen“, so Drese.

In diesem Jahr werden in Mecklenburg-Vorpommern sechs EhrenamtMessen in Parchim, Stralsund, Rostock, Wismar, Neustrelitz und Greifswald durchgeführt.

Im Jahr 2018 finden in Mecklenburg-Vorpommern die EhrenamtMessen bereits zum elften Mal statt. Die Schirmherrschaft hat die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übernommen.

In M-V werden die EhrenamtMessen von einer unter der Leitung des DRK-Landesverbandes M-V gebildeten Arbeitsgruppe vor- und nachbereitet. Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe sind, die verantwortlichen Ehrenamtskoordinatoren/-innen aus den DRK-Kreisverbänden, Vertreter/-innen der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, des Sozialverbandes VdK, des Landesseniorenbeirats, der Ehrenamtsstiftung und des Sozialministeriums.

Seit 2008 unterstützt das Sozialministerium die Durchführung der EhrenamtMessen finanziell im Rahmen einer Projektförderung. Die Förderung beträgt 2018 25 T€.

Praxistage: Ministerin Drese begleitet Fachkräfte in Krippe und Kita

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese wird am Donnerstag, den 15. Februar, und am Freitag, den 16. Februar, je eine Kindertageseinrichtung in Rostock und in Dreschvitz (auf Rügen) besuchen. Die Praxistage sollen der Ministerin einen tieferen Einblick in den Alltag der Erzieherinnen und Erzieher ermöglichen.

„Ich möchte mir ganz bewusst die Zeit nehmen, um einen Eindruck von einem regulären Arbeitstag vor Ort zu erhalten. Dabei interessiere ich mich ganz besonders für die Ausbildungsbedingungen der Azubis in der neuen praxisorientierten Ausbildung für Kita-Erzieher/innen“, sagte Drese.

Am 15. Februar steht die Kita Rappelkiste in der Rostocker Südstadt auf dem Besuchsplan. Die Sozialministerin wird hier mehrere Stunden in der Krippengruppe tätig sein und vor allem die Auszubildenden begleiten. Zum Abschluss findet ein Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt.

Am Tag darauf besucht die Ministerin den Kindergarten Dreschvitz, wo sie für die Betreuung der drei- bis sechsjährigen Kinder eingeteilt ist. Auch hier steht neben der praktischen Arbeit der Austausch mit den Erzieherinnen und Erziehern im Fokus.

Drese: „Wir haben in unseren Kitas bundesweit die höchste Fachkraftquote. Das soll auch so bleiben. Genauso wichtig wie die gesellschaftliche Anerkennung dieses Berufstandes und Attraktivitätssteigerung der Ausbildung ist es deshalb, auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch stärker in den Fokus zu nehmen und ihre Leistungen zu würdigen. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich mitnehmen werde.“

Regionale Lebensmittel aus Suckow und Umgebung werben für M-V

Suckow – Die Kramer & Kutscher eG aus Suckow (Ortsteil Drenkow, Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist eine Verbraucher- und Erzeugergemeinschaft für regionale Produkte. Nahrungsmittelerzeuger, Veredler und Kunden haben sich als Genossenschaft zusammengeschlossen, um die Region mit hochwertigen und ökologischen Lebensmittel zu versorgen. Stetig soll das Angebot ausgeweitet werden, in dem weitere lokale Erzeuger für das Projekt gewonnen werden.

„Die Kramer & Kutscher Erzeugungs- und Verbrauchsgemeinschaft unterstützt Anbieter regionaler Spezialitäten bei der Vermarktung und stärkt so die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Die Kunden können sich direkt im Ladengeschäft und über einen Lieferservice mit Lebensmitteln versorgen. So gelangen heimische, erntefrische Köstlichkeiten auch direkt zu den Menschen in der Region und werben für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Genossenschaft hat sich im Februar 2015 gegründet und besteht derzeit aus 42 Mitgliedern. Rund 15 Betriebe beliefern die Genossenschaft mit ihren Produkten. Im Umkreis von 50 Kilometern um Suckow herum wird wöchentlich eine „Grüne Kiste“ mit saisonalem Obst und Gemüse sowie weiteren Produkten den Kunden nach Hause geliefert. Jetzt soll der bereits bestehende Online-Shop ausgeweitet werden, um einen größeren Kundenkreis zu gewinnen. Zugleich ist vorgesehen, das Angebot im „Höfeladen“ mit Cafébetrieb zu vergrößern. Das Ladengeschäft ist auf den Demeter-Siebengiebelhof in Drenkow in das „Café 7“ umgezogen. Der Siebengiebelhof ist langjähriges Genossenschaftsmitglied und im Bündeln der Aktivitäten sollen künftig neben Kulinarischem auch Kulturelles angeboten werden.

„Das Projekt bietet viele Vorteile – mit der Hauslieferung können sich ältere Bürger Lebensmittel direkt nach Haus schicken lassen. Und die Kleinsterzeuger in der ländlich geprägten Region sichern durch den mobilen Verkaufsshop und den Bio-Hofladen die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter. Bei der Erzeugungs- und Verbrauchsgemeinschaft selbst sind vier neue Arbeitsplätze geschaffen worden“, sagte Glawe.

Das Projekt wird vom Land aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von rund 50.000 Euro unterstützt. Die Gesamtkosten betragen knapp 72.000 Euro.

Derzeit sind in 87 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 14.300 Mitarbeiter im Land beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt rund 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes.